Die Familie derer von Quindts / Die Kinder der Maximiliane von Quindt / Weitere Personen
1975 veröffentlichte die deutsche Bestsellerautorin Christine Brückner1) (1921 – 1996) mit "Jauche und Levkojen" den ersten Teil ihrer Familiensaga um die von Quindts, landadlige Gutsbesitzer auf Poenichen in Hinterpommern. Zwei Jahre später folgte "Nirgendwo ist Poenichen", 1985 wurde die Poenichen-Trilogie mit "Die Quints" abgeschlossen. Im Zentrum der "in einem deutlich an Fontane geschulten Stil"2) geschriebenen fiktiven Romane steht die Anfang August 1918 geborene Maximiliane von Quindt, deren Lebensgeschichte bzw. deren Kinder bis Ende der 1980er Jahre erzählt wird. "Jauche und Levkojen" umspannt die Zeit ab der Geburt Maximiliane von Quindts, ihre Kindheit und Jugend zwischen den beiden Weltkriegen, die abenteuerliche Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten, Flucht der inzwischen mehrfachen Mutter mit ihren Kindern vor den sowjetischen Truppen und schließlich die Suche nach einer neuen Heimat. Der zweite Teil "Nirgendwo ist Poenichen" beginnt mit dem Kriegsende 1945 und zeigt Maximiliane von Quindts Lebensweg in den Wirren des Nachkriegsdeutschlands auf, bis Ende der sechziger Jahre. In dem abschließenden dritten Teil "Die Quints" beschreibt Christine Brückner die Zeit von Mitte 1970 bis Ende 1980 und legt dabei den Schwerpunkt auf die erwachsenen Kinder der Quindt-Enkelin.
Vor allem die ersten beiden Teile der "Poenichen"-Romane waren mit einer Gesamtauflage von mehreren Millionen Exemplaren überaus erfolgreich, wurden – in mehrere Sprachen übersetzt – auch international ein Bestseller. Der Erfolg besonders der ersten beiden Bände lässt sich u.a. damit erklären, dass hier im Rückgriff auf bekannte Erzählschemata Geschichte und Leistung der Frauengeneration gestaltet werden, die sich unter den Bedingungen von Krieg, Vertreibung und Wiederaufbau zu bewähren hatte.2)

Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"

DVD-Cover: Jauche und Levkojen;  Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH" (www.ardvideo.de)
DVD-Cover: Nirgendwo ist Poenichen;  Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; (www.ardvideo.de) Ende der 1970er Jahre ließ die ARD "Jauche und Levkojen" und "Nirgendwo ist Poenichen" als Serie verfilmen, mit Günter Gräwert1) (1930 –1996), Rolf Hädrich1) (1931 – 2000) und Rainer Wolffhardt1) konnten renommierte Regisseure gewonnen werden, die die Romanvorlagen kraftvoll, aber dennoch sensibel und detailgetreu in Szene setzten. Das sich nah am Original orientierende Drehbuch stammte von Eva Mieke3), die musikalische Untermalung von dem deutschen Pianisten, Bandleader und Produzenten Joe Dixie (1924 – 1992).
Die Hauptdarstellerin Maximiliane von Quindt wurde von der bis dahin eher weniger bekannten Ulrike Bliefert verkörpert, welche seit Mitte der 1970er Jahre bereits in etlichen TV-Produktionen mitgespielt hatte, durch diese herausragend interpretierte Figur aber nun über Nacht zu einem vertrauten Gesicht auf dem Bildschirm wurde. Mit Arno Assmann als altem Baron Joachim von Quindt und Edda Seippel als seiner Frau Sophie Charlotte konnten für die Roman-Adaption von "Jauche und Levkojen" zwei exzellente Charakterdarsteller gewonnen werden, die der Serie Authentizität verliehen und einmal mehr eine Glanzleistung boten. Weitere beliebte Darsteller waren unter anderem Franziska Bronnen (Vera von Quindt), Hartmut Becker (Gutsinspektor Christian Blaskorken), Wilfried Klaus (Viktor Quint), Pinkas Braun (Dr. Daniel Grün), Ferdy Mayne (Hausarzt Dr. Wittkow), Liane Hielscher (Anna Hieronimi) oder Ingeborg Lapsien (Elisabeth von Quindt, genannt "die Generalin").
 
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
Ab 14. August 1978 strahlte die ARD erstmals "Jauche und Levkojen" im Vorabendprogramm als 17-teilige Serie aus, bei späteren Wiederholungen wurden mehrere einzelne Episoden zu einer Folge zusammengefasst und als Vierteiler gesendet. Ebenso verfuhr man bei "Nirgendwo ist Poenichen", die ursprünglichen 19 Folgen, erstmals ausgestrahlt zwischen 1979 und 1980, wurden ebenfalls als Vierteiler wiederholt.
Jauche und Levkojen Nirgendwo ist Poenichen
  • Folge 1: Die Geburt – 1918
  • Folge 2: Die Taufe
  • Folge 3: Bilder aus Hinterpommern
  • Folge 4: Die Fräuleins
  • Folge 5: Wildwuchs
  • Folge 6: Die erste Flucht
  • Folge 7: Zwischen Märschen und Chorälen
  • Folge 8: Ein Kind ihrer Zeit
  • Folge 9: Sippentag mit Folgen
  • Folge 10: Die Laus im Pelz
  • Folge 11: Eine Haarklammer
  • Folge 12: Spätsommer
  • Folge 13: Das Kuckucksei
  • Folge 14: Bergab
  • Folge 15: 1945: Pommerland ist abgebrannt
  • Folge 16: Das Jahr Null
  • Folge 17: Über die grüne Grenze
  • Folge 1: Der Mann mit dem Wunschhut
  • Folge 2: Zum Eyckel
  • Folge 3: Friede auf Erden
  • Folge 4: Abschied von Eyckel
  • Folge 5: Lenchen Priebe von Jadow
  • Folge 6: Der Mann mit den Heringen
  • Folge 7: Das Schachspiel
  • Folge 8: Erbschaften
  • Folge 9: Von Küste zu Küste
  • Folge 10: Sechs Pommern im Paradies
  • Folge 11: Junge Stiere
  • Folge 12: Eine Flamme erlischt
  • Folge 13: Der Pommerntag
  • Folge 14: Poenicher Wildpastete
  • Folge 15: Besuch in Larsgarda
  • Folge 16: Mirka
  • Folge 17: Intermezzo
  • Folge 18: Mütter und Töchter
  • Folge 19: Reise nach Pomorze
     
    Siehe auch www.fernsehserien.de

 
Der Inhalt (bezogen auf die jeweils vierteilige Zusammenfassung der Serie):
 
Jauche und Levkojen (Teil 1):
Berlin im Jahre 1917. Leutnant Achim von Quindt heiratet die 24-jährige Vera von Jadow (Franziska Bronnen). Bereits nach vier Tagen muss der junge Ehemann zurück an die Front. Seine Frau folgt ihren Schwiegereltern (Arno Assmann und Edda Seippel) nach Pommern auf das Gut Poenichen, Stammsitz der Quindts. Es fällt Vera schwer, das Landleben und die Gesellschaft der Schwiegereltern zu ertragen. Sie ist schroff, launisch und sehnt sich zurück nach Berlin. Auch als sie neun Monate später auf Poenichen eine Tochter zur Welt bringt, ändert sich ihre Einstellung nicht. Die Hoffnung der Quindts, dass der kleinen Maximiliane über kurz oder lang ein Stammhalter folgen wird, zerschlägt sich am Tag der Taufe. Der Diener Riepe (Herbert Steinmetz), Vertrauter und Faktotum des alten Barons, überbringt ihm eine Depesche von der Westfront: Achim von Quindt ist gefallen. Wenige Jahre später geht die verwitwete Vera zurück nach Berlin, um ihre Karriere als Fotografin zu verfolgen. Die kleine Maximiliane ist nun ganz auf ihre Großeltern und die häufig wechselnden Erzieherinnen angewiesen. Und diese halten es auf Poenichen selten länger als drei Monate aus …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Jauche und Levkojen (Teil 2):
1929. Maximiliane von Quindt (Anne-Kathrin Maetzig) ist inzwischen 12 Jahre alt und noch immer in der Obhut der Großeltern. Ihre Mutter, Vera von Quindt, zeigt der Familie ihre Vermählung mit Dr. Daniel Grün (Pinkas Braun) aus Berlin an und wird künftig noch seltener als bisher auf Poenichen erscheinen. Maximiliane vermisst die Mutter nicht. Aber auch der Großvater ist nicht mehr – wie bisher – der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Das Mädchen hat sich in den Gutsinspektor Blaskorken (Hartmut Becker) verliebt, vor dessen Charme bisher noch jede Erzieherin kapitulierte. Blaskorken rettet sich vor ihren kindlichen Nachstellungen, indem er die Großeltern ins Bild setzt, und der alte Quindt entscheidet, dass seine Enkelin nun endlich auf die höhere Töchterschule nach Arnswalde muss. Aber in ihrer neuen Umgebung findet sich Maximiliane nicht zurecht. Schweren Herzens entschließt sich der alte Quindt dazu, seine Enkelin auf ein Internat nach Potsdam-Hermannswerder zu schicken und somit die Erziehung Maximilianes endgültig aus der Hand zu geben. Nachdem Adolf Hitler Reichskanzler geworden ist, wird es um das Ehepaar Grün, früher gesellschaftlicher Mittelpunkt in Berlin, immer stiller. Sie sind zusehends Diffamierungen ausgesetzt. Als Veras Mann sich im Ausland aufhält, wäre es ein leichtes für sie, unter ihrem alten Namen Quindt auf Poenichen unterzutauchen. Aber mit dem selben Stolz, mit dem der alte Quindt den neuen politischen Machthabern begegnet, steht Vera, geborene von Jadow, zu ihrem Mann. Auch sie wird Deutschland verlassen – aber unter ihrem Namen Grün. Quindt kann ihr seinen Respekt nicht versagen; er wird dafür sorgen, dass die Schwiegertochter im Ausland nicht mittellos dasteht. Auf der Stammburg der Quindts in der Fränkischen Schweiz wird 1936 ein Sippentag einberufen, organisiert von Viktor Quint (Wilfried Klaus) aus Breslau – ein vom nationalsozialistischen Gedankengut durchdrungener Zeitgenosse. Wenig später besucht dieser Poenichen, offiziell zum Zweck der Ahnenforschung. Die alten Quindts aber spüren, dass Viktor schon bald um ihre Enkelin anhalten wird. Und sie wissen auch, dass er nicht Maximiliane meint, sondern Poenichen …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Jauche und Levkojen (Teil 3):
Maximiliane (Ulrike Bliefert) und Viktor Quint (Wilfried Klaus) haben geheiratet. Der junge Ehemann ist entschlossen, Volk und Führer einerseits und den Quindts auf Poenichen andererseits möglichst zahlreichen Nachwuchs zu bescheren. Obwohl ihn seine Pflichten im Reichssippenamt meistens in Berlin zurückhalten und er auf Poenichen mehr zu Gast als zu Hause ist, stellt Maximiliane nach kurzer Zeit fest, dass sie schwanger ist. Um sich abzulenken, besucht sie ihren Mann in Berlin und entdeckt eindeutige Beweise dafür, dass Viktor sie betrügt. Maximiliane kehrt nach Poenichen zurück; der Konflikt bleibt – auch zwischen den Eheleuten – unausgesprochen. Maximiliane bringt einen Sohn, Joachim, zur Welt. Der alte Quindt entschließt sich, seinem Urenkel das Gut zu überschreiben und die Verwaltung bis zu seiner Volljährigkeit Maximiliane zu übertragen. Viktor Quint ist es recht so – "höhere Pflichten" binden ihn an Berlin. Maximiliane zieht ihre Konsequenzen. Als sie einem jungen Offizier begegnet, erlebt sie mit ihm eine kurze, leidenschaftliche Romanze. Das Weihnachtsfest 1938 verbringt Viktor nicht mit seiner Familie auf Poenichen. Das Argument, er sei in Berlin unabkömmlich, da sich die politische Lage zuspitze, ist nicht zu widerlegen. Der alte Quindt hat jedoch seine eigene Meinung, mit der er zu Viktors Verdruss nicht hinter dem Berg hält. Der Dissens zwischen den beiden spitzt sich zu, als im August 1939 Hitlers Nichtangriffspakt mit Stalin bekannt wird. Mit gemischten Gefühlen hört man in Poenichen vom Vormarsch der deutschen Truppen auf Warschau. Aber zunächst einmal lenkt ein "freudiges Ereignis" vom politischen Geschehen ab: Im September 1939 bringt Maximiliane ihren zweiten Sohn, Golo, zur Welt. In der Folgezeit wird Poenichen, Maximilianes "heile Welt", immer mehr von den Kriegsereignissen überschattet. Als im Herbst 1944 sowjetische Truppen die ostpreußische Grenze überschreiten, resigniert der alte Quindt. Er verbarrikadiert sich in seinem Arbeitszimmer und wartet …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB

Jauche und Levkojen (Teil 4):
1945. Die große Flucht der Deutschen aus dem Osten hat begonnen. Auch in Poenichen bereitet man sich auf den Treck vor. Der alte Quindt und seine Frau Sophie haben jedoch weder die Kraft noch den Willen, ihre Heimat aufzugeben. Als der letzte Wagen das Gut verlassen hat, fallen zwei Schüsse. Maximiliane hat sich auf Wunsch der Großeltern den Flüchtenden angeschlossen. Aber schon nach wenigen Tagen wird sie vom Treck abgesprengt und muss sich mit ihren Kindern allein nach dem Westen durchschlagen. Als ein russischer Soldat die unmissverständliche Aufforderung "Komm Frau!" an sie richtet, leistet Maximiliane keinen Widerstand – und schon bald stellt sie fest, dass sie wieder schwanger ist. Mit ihren Kindern und einem Handwagen erreicht die junge Frau schließlich Berlin-Pankow. Mit Hilfe ihrer Stieftochter Edda (Eva Behrmann) gelingt es ihr, den Großvater des Mädchens ausfindig zu machen. Der alte Preissing (Wolfrid Lier) bringt die Flüchtlinge in seiner Schrebergartenlaube unter. Bald kehrt Preissings Schwiegersohn aus dem Krieg heim, und dem ist Maximiliane trotz ihrer desolaten Lage suspekt. Die junge Frau entschließt sich, weiterzuziehen. Ihr Ziel ist Burg Eyckel, das Stammschloss der Familie in der Fränkischen Schweiz. Aber zunächst will Maximiliane ihren Treck wiederfinden, den sie unterwegs verloren hat und bei dem sie noch einen Teil ihrer Habe vermutet. Im Durchgangslager Friedland erfährt sie, dass sich der Poenichen-Treck in Richtung Holstein bewegt. Maximiliane und die Kinder setzen ihren Weg zu Fuß fort. In Göttingen nächtigen sie in einem abgestellten Zug. Morgens, als alle noch schlafen, setzt er sich in Bewegung – aber nicht in Richtung Holstein, sondern gen Süden …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Nirgendwo ist Poenichen (Teil 1):
Kriegsende 1945. "Wer nirgendwo zu Hause ist, kann überall hin", ist das Credo der jungen, hoch schwangeren Frau nach ihrer abenteuerlichen Flucht auf dem Treck mit vier kleinen Kindern. Nach Umwegen über Kassel erreicht die kleine Familie die Burg Eyckel, das Stammschloss der Familie im Fränkischen. Man braucht endlich ein Zuhause, Weihnachten steht vor der Tür, und Maximiliane steht kurz vor der Niederkunft. Im Schloss residiert in geistiger Verwirrung Großtante Maximiliane (Eva Lissa), für die junge Maximiliane einst Namenspatin. Fast wie auf dem Quindtschen Familientag vor neun Jahren, damals noch im Reich, haben sich eine Menge Verwandte eingefunden – Heimatlose wie Maximiliane. Hier bringt sie zur ersten Friedensweihnacht ihre Tochter Mirka zur Welt. Mirkas Vater ist ein kirgisischer Soldat, dem Maximiliane auf der Flucht begegnet ist. Aber da "nirgendwo Poenichen ist", ist der Eyckel, wo Maximiliane hart als Tagelöhnerin arbeitet, auch nur eine Zwischenstation für zwei Jahre. Sie geht mit ihren fünf Kindern nach Marburg, hier erfährt sie auch vom Tod ihrer Großeltern in Hinterpommern …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Nirgendwo ist Poenichen (Teil 2):
Man schreibt das Jahr 1952 – es geht aufwärts in Deutschland und auch für Maximiliane von Quindt wendet sich vieles zum Besseren. Ihre Fischbratküche floriert, so dass sie sich ein Auto leisten kann. Dann folgt eine Erbschaft nach der anderen: zuerst stirbt Großtante Maximiliane und hinterlässt Burg Eyckel. Die Erbin ist allerdings sehr erleichtert, als Onkel Brandes sich bereit erklärt, sein Bier dort zu lagern und als Gegenleistung das alte Gemäuer instand zu halten. Da Mirka (Bettina Friedrich) hier zur Welt gekommen ist, überschreibt Maximiliane ihrer Tochter den Besitz. Dann stirbt Opa Preissing und Edda erbt ein respektables Sparbuch. Großmutter von Jadow schließlich hinterlässt ihren Besitz der kleinen Viktoria (Ute Christensen), und als in Schweden ein Quindt das Zeitliche segnet, profitiert Joachim (Mathias Einert) davon. Nur Golo (Marcus Helis) ist bisher leer ausgegangen. Überhaupt scheint er vom Pech verfolgt zu sein. Als er in jugendlichem Leichtsinn fast das Behelfsheim der Familie in die Luft sprengt, verliert er bei diesem Unfall zwei Finger. Im Jahre 1956 entschließt sich die Familie, endlich der Einladung von Maximilianes Mutter Vera zu folgen. Mit einem Frachtdampfer landen die Quindts in Amerika. Dort mieten sie ein Auto – mit Maximiliane am Steuer – und durchqueren den Kontinent von Küste zu Küste. In Kalifornien angekommen, finden sich die sechs Pommern im Paradies wieder …:
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Nirgendwo ist Poenichen (Teil 3):
Ende der 50er Jahre leistet Maximiliane harte Arbeit in Marburg am Fischbratstand. Die Zeit ist aber auch geprägt von schweren Schicksalsschlägen. Ihr Sohn Golo, dem die Marburger Welt nach dem langen Amerika-Aufenthalt zu eng wird, verunglückt tödlich. Die anderen Kinder verlassen eines nach dem anderen das heimatliche Nest – Joachim und Viktoria studieren in Göttingen, Mirka versucht sich als Modell und Tänzerin, Edda wird Sparkassenlehrling. Einige Jahre später begegnet Maximiliane dem um viele Jahre jüngeren Maler Ossian Schiff (Matthias Ponnier) und erlebt noch einmal die große Liebe. Der Künstler ist fasziniert von ihrer Lebenskraft: Maximiliane ist für ihn Geliebte und Muse zugleich. Die beiden mieten ein Haus in der Toskana und leben nur noch für ihre Liebe und ihr Glück. Die Ereignisse im Mai 1968, Studentenunruhen in Berlin, machen ihnen bewusst, dass sie für ein Leben in der Idylle und ländlicher Abgeschiedenheit nicht geschaffen sind …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Nirgendwo ist Poenichen (Teil 4):
Nachdem ihre Kinder das Haus verlassen haben, ist Maximiliane, ehemaliges Einzelkind auf Gut Poenichen in Hinterpommern, wieder zur "Einzelperson" geworden. Finanzielle Sorgen hat sie nicht, sie kann es sich leisten zu reisen und tut das ausgiebig. In Berlin besucht sie ihre Tochter Viktoria. Die Studentin hält mit ihren Genossen ein leer stehendes Haus besetzt. Das Auftauchen der Mutter kommt ihr ungelegen, sie wirft Maximiliane die nationalsozialistische Vergangenheit des Vaters, den augenblicklichen Wohlstand der Familie und ihr "geringes politisches Bewusstsein" vor. Maximiliane zieht sich zurück. 30 Jahre nach ihrer Flucht aus Pommern entschließt sie sich, in die alte Heimat zu fahren. Das Herrenhaus der Großeltern existiert nicht mehr. Aber sie findet das Dorf, in dem sie als Kind mit anderen Kindern gespielt hat. Wieder spielen Kinder auf der Dorfstraße, es sind polnische Kinder. Maximiliane erkennt, dass auch sie Heimatrecht haben. Sie kehrt nach Deutschland zurück. Endlich kann Maximiliane sesshaft werden, denn sie hat begriffen: Ihr Poenichen ist nirgendwo, es existiert nur noch in ihren Erinnerungen …
Quelle: www.fernsehserien.de, Text: RBB
 
Innerhalb der Reihe "Große Geschichten" brachte "ARD-Video" sowohl "Jauche und Levkojen" (2008, Laufzeit 375 Minuten) als auch "Nirgendwo ist Poenichen" (2009, Laufzeit 525 Minuten) inzwischen auf jeweils drei DVDs heraus.
 
Link: 1) Wikipedia, 3) www.drehbuchwerkstatt.de
2) Quelle: Wikipedia

"Jauche und Levkojen" bei Wikipedia, fernsehserien.de
sowie Besetzung bei der "Internet Movie Database"
"Nirgendwo ist Poenichen" bei Wikipedia, fernsehserien.de (als Vierteiler)

   

Die Familie derer von Quindts:
(Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Arno Assmann
   
Foto: Arno Assmann spricht den Schriftsteller Oliver Goldsmith in dem Hörspiel "Die Geisterseherin von London" von Hans José Rehfisch (EA: 24.01.1955); Foto mit freundlicher Genehmigung der "hr media" / Copyright: HR/Kurt Bethke; Quelle/Link: ARD Hörspieldatenbank
 … spielte den Baron Joachim von Quindt sen.

Geboren am 30. Juli 1908 in Breslau (heute Wrocław, Polen),
gestorben am 30. November 1979 im Alter von 71 Jahren in Breitbrunn am Ammersee,
Gemeindeteil von Herrsching am Ammersee im oberbayerischen Landkreis Starnberg.
  
Kurzportrait zu Arno Assmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia; Fotos bei virtual-history.com


Weitere Filme*) mit Arno Assmann
 
Foto: Arno Assmann spricht den Schriftsteller Oliver Goldsmith
in dem Hörspiel "Die Geisterseherin von London"1)
von Hans José Rehfisch (EA: 24.01.1955)
Foto mit freundlicher Genehmigung der "hr media" / © HR/Kurt Bethke
Quelle/Link 1): ARD Hörspieldatenbank

Edda Seippel  … spielte die Sophie Charlotte von Quindt, Gattin des Baron Joachim von Quindt.
 
Geboren am 19. Dezember 1919 in Braunschweig,
gestorben am 12. Mai 1993 im Alter von 73 Jahren in München.
 
Kurzportrait zu Edda Seippel innerhalb dieser Homepage
   
Siehe auch Wikipedia sowie den Artikel in "DIE ZEIT"

Weitere Filme*) mit Edda Seippel

Franziska Bronnen 
  
Franziska Bronnen 2020; Urheber: "Orff-Zentrum München"; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle Wikimedia Commons
Franziska Bronnen 2020
Urheber: "Orff-Zentrum München"
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle Wikimedia Commons
… spielte die Vera von Quindt (geborene Vera von Jadow), verheiratet mit Leutnant Achim von Quindt, der kurz nach der Geburt seiner Tochter Maximiliane im 1. Weltkrieg fällt.
 
Geboren am 7. Oktober 1940 in Bamberg.
 
Die Tochter des Dramatikers Arnolt Bronnen (1895 – 1959) und dessen zweiten Ehefrau Hildegard, geborene von Lossow, sowie Schwester der Schriftstellerin Barbara Bronnen (1938 – 2019) wuchs im österreichischen Linz an der Donau auf. Dort besuchte sie Nach dem Abitur die Schauspielschule des "Bruckner-Konservatoriums" (heute "Anton Bruckner Privatuniversität"), danach die "Schauspielschule Zerboni" in München.
Franziska Bronnen gab ihr Debüt an der "Württembergischen Landesbühne Esslingen" und erhielt anschließend ein Engagement an den "Städtischen Bühnen Nürnberg-Fürth". Seitdem ist/war sie als freischaffende Schauspielerin tätig und trat an verschiedenen Bühnen auf, wie der "Komödie im Marquardt" in Stuttgart, an den "Kammerspielen" in Düsseldorf, an dem von Fritz Rémond gegründeten "Kleinen Theater im Zoo" in Frankfurt am Main, an der "Kleinen Komödie" in München, an der Berliner "Komödie am Kurfürstendamm" und an den "Bühnen der Stadt Bonn". 1983 glänzte sie bei den "Festspielen von Hannover-Herrenhausen" als Beatrice Rasponi in dem Commedia dell’arte-Werk "Der Diener zweier Herren" von Carlo Goldini  sowie besonders von 1978 bis 1984 am Berliner "Renaissance-Theater", wo sie unter anderem 1984 die Jeléna Andréjewna, zweite Gattin des Professor im Ruhestand Serebrjaków, in dem Drama "Onkel Wanja" von Anton Tschechow an der Seite von Ernst Jacobi gab; in späteren Jahren unternahm sie mehrere Tourneen.

Seit Mitte der 1960er Jahre präsentierte sich Franziska Bronnen in Fernsehproduktionen, übernahm beispielsweise den Part der Ina von Gera in dem von Georg Tressler mit Ernst Stankovski als der polnische Spions Georg Ritter von Sosnowski-Nalecz gedrehten Dokumentarspiel "Kostenpflichtig zum Tode verurteilt" (1966), In dem von Rolf Hädrich nach dem gleichnamigen Roman von Theodor Fontane in Szene gesetzten, viel beachteten Dreiteiler "Der Stechlin" (1975) überzeugte sie als Melusine, Tochter des Grafen Barby (Carl Lange) und Schwester von Armgard (Diana Körner) sowie später Braut/Ehefrau des Woldemar von Stechlin (Georg-Martin Bode; * 1938), dem einzigen Sohn des alten, verwitweten Junkers Dubslav von Stechlin (Arno Assmann), ebenso wie als Vera von Quindt in der mehrteiligen Familiensaga "Jauche und Levkojen" (1978)/"Nirgendwo ist Poenichen" (1980). In dem nach dem Roman "Deep Water" von Patricia Highsmith entstandenen, zweiteiligen Krimi "Tiefe Wasser" (1983) kam sie als Ehefrau des Herbert Meller (Klaus Wildbolz) daher, als Ursula Ronn, Flirtpartnerin von Dr. Udo Brinkmann (Sascha Hehn) in fünf Folgen der Kultserie "Die Schwarzwaldklinik" (1986), ebenso oft sah man sie als Therese Becker in der beliebten Serie "Der Havelkaiser" (1998/2000), die eine kurze Liebesaffäre mit dem Protagonisten (Günter Pfitzmann) hat. Zu Bronnens TV-Filmografie zählen Episodenrollen in beliebten Krimiserien wie beispielsweise "Das Kriminalmuseum", "Hamburg Transit", "Ein Fall für Männdli", "Der Alte", "Sonderdezernat K1", "Derrick" oder "SOKO 5113" und auch im Dauerbrenner "Tatort" war sie vertreten, mimte in der Folge "Automord" (EA: 30.11.1986) die Anita von Seilern, Schwester des ehemaligen Gangsters Guido Heck (Dieter Kirchlechner). Bronnen war drei Mal mit dem "Traumschiff" unterwegs, so als die ehemalige Krankenschwester Susanne,Ehefrau von Dr. Schneider (Karl-Heinz Vosgerau), in der Folge "Thailand" (EA: 29.11.1986; Segment "Rhesusfaktor negativ"), als Anette, Ehefrau des (einst untreuen) Geschäftsführers Albert Brodersen (Heinz Ehrenfreund) auf der Fahrt nach "Norwegen"1) (EA: 26.12.1992) und als die fidele Dame Edeltraud Sprenger, die sich mit ihren Freundinnen Gerda (Andrea L’Arronge) und Uta (Christina Plate) auf der Reise nach "Tahiti"1) (EA: 26.12.1999) begibt. Als Politiker-Gattin Valerie von Mantritz suchte sie 1997 mehrmals den von Sigmar Solbach gespielten "Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen" auf, In der mit Thekla Carola Wied nach dem Erfolgsroman von Gaby Hauptmann gedrehten, schwarze Komödie "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" (EA: 27.03.1999) gehörte sie als Frau des Fabrikanten Willi Wontura (Lambert Hamel) zur Besetzung → ziegler-film.com. An einer ihrer letzten Auftritte vor der TV-Kamera ist "Rosamunde Pilcher"-Verfilmung "Land der Sehnsucht"1) (EA: 22.01.2006) zu nennen, in der sie sich als Lady Margaret Ravenhurst zeigte, Gattin von Lord Ravenhurst (Siegfried Rauch) sowie Mutter  von Taylor (Tom Beck) und Samuel (Matthias Herrmann).
Auf der Leinwand sah man Franziska Bronnen eher selten, in dem von Werner Jacobs mit George Nader als FBI-Agent Jerry Cotton gedrehten Krimi "Der Mörderclub von Brooklyn" (1966) tauchte sie als FBI-Sekretärin Susie auf (→ ,:filmportal.de), in dem eher zu vernachlässigenden ("Aufklärungs")-Sexfilmchen "Kamasutra – Vollendung der Liebe"2) (1969) als Helga Blomeier. Unter der Regie von Jacques Doniol-Valcroze entstand nach dem Roman "The Siren Song" von David Beaty (1919–1999 → Wikipedia (englisch)) die deutsch-französische Co-Produktion bzw. das zunächst für das Fernsehen gedrehte, kolportagehafte Melodram "Opfer der Leidenschaft"1) (1974/1977, "Une femme fatale"; auch "Sirenengesang") mit Heinz Bennent, Anicée Alvina und Jacques Weber, in dem sie als Alice Karrut mitwirkte, Bogdan Žižić (Regie; 1934–2021) realisierte die dramatische Geschichte "Früher Schnee in München"2) (1984, "Rani snijeg u Münchenu") um den Konflikt zwischen dem jungen,  kroatischen Gastarbeiter Ivica (Drago Grgečić-Gabor) und dessen Vater Lovrić (Pavle Vuisić; 1926–1988 → Wikipedia (englisch)) mit ihrem Part der Krna. In dem von Christian Rischert in Szene gesetzten psychologischen Drama "Wenn ich mich fürchte" (1984) stellte sie die Johanna Feldmann dar, die ihren Ehemann Robert (Horst Buchholz) verlassen hat, der in eine tiefe Lebenskrise stürzt.
  
Darüber hinaus machte sich die Schauspielerin einen Namen als Sprecherin vor allem für Hörbücher (→ franziska-bronnen.com) sowie sporadisch in Hürspielen, die "ARD Hörspieldatenbank" weist zwischen Ende der 1950er bis Mitte der 1990er 20 Produduktionen mit ihr aus. So sprach sie unter anderem die Mira Talheimer in dem Krimi "Spuren im Schnee"3) von Hermann Moers (EA: 06.01.1986; Regie: Hartmut Kirste) oder die Ehefrau von Herrn Schmettner (Michael Thomas) in "Ein idealer Urlaub" von Ingomar von Kieseritzky und Karin Bellingkrodt (EA: 10.09.1989; Regie: Klaus Ickert). In dem Zweiteiler "Ripley's Game" nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Patricia Highsmith hörte man sie als Heloise, französische Frau des "Titelhelden" Tom Ripley (Heinz Trixner; (EA: 03.09.1990: Teil 13))/10.09.1990: Teil 23); Regie: Ferdinand Ludwig), an der 14-stündigen, von mehreren Rundfunkanstalten mit über 200 Sprechern/Sprecherinnen produzierten Dokumentation "Der Krieg geht zu Ende"3) mit dem Untertitel "Chronik für Stimmen – Januar bis Mai 1945" von Walter Kempowski (EA: 07.05.1995; Regie; Walter Adler) war sie ebenfalls beteiligt; inzwischen (2015) erschien das Hörspiel auf CD.
Zudem hält/hielt Franziska Bronnen immer wieder beachtenswerte Lesungen ab, Wikipedia notiert: "Dabei liegt einer ihrer Schwerpunkte auf Texten von Stefan Zweig – "Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau", "Brief einer Unbekannten", "Die spät bezahlte Schuld", "Angst", "Die Welt von gestern", und anderes. Außerdem liest sie Krimi-Klassiker wie von Edgar Allan Poe, Ambrose Bierce und Roald Dahl, Science-Fiction-Erzählungen von Ray Bradbury, Lyrik ("Traumgedichte") unter anderem von Inge Müller, Gertrud Kolmar, Paul Celan, Peter Huchel, Erzählungen beispielsweise von Heinrich von Kleist über Guy de Maupassant, Herman Melville, Joseph Roth bis Irène Nemirowsky, die Erinnerungen von Emilie Schindler, A. R. Gurneys Briefroman "Love Letters"4) oder den Briefwechsel zwischen Clara Schumann und Johannes Brahms. Seit 2012 veranstaltete sie zusammen mit dem Germanisten Lutz Götze in der "Mendelssohn-Remise" am Berliner "Gendarmenmarkt" einen Lesezyklus über die Nachkriegsliteratur in Ost- und Westdeutschland mit dem Titel "So viel Anfang war nie". Zuletzt standen Lyrik und Prosa aus dem mystischen Kulturkreis Czernowitz im Mittelpunkt ihrer Lesungen .→ mehr bei franziska-bronnen.com.
  
Nach ihrer ersten Ehe/Scheidung mit/von dem Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Christian Rischert (1936 – 2025) heiratete Franziska Bronnen später den Komponisten und Dirigenten Pierre-Dominique ;Ponnelle (* 1957).
 
Quelle (teilweise): Wikipedia
Offizielle Website: franziska-bronnen.com

Weitere Filme*) mit Franziska Bronnen
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de, 3) ARD Hörspieldatenbank, 4) theatertexte.de

Annette Fröhlich  … spielte die am 8. August 1918 auf dem Gut Poenichen in Hinterpommern geborene kleine Maximiliane von Quindt, Tochter von Vera von Quindt und Achim von Quindt

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Anne-Kathrin Maetzig  … spielte die 12-jährige Maximiliane von Quindt.
 
In der Internet Movie Database wird nur "Jauche und Levkojen" ausgewiesen.
Ulrike Bliefert  … spielte die erwachsene Maximiliane von Quindt.

Geboren am 18. September 1951 in Düsseldorf.
 
Aufgewachsen als Halbwaise bzw. von einer lieblosen, hartherzigen Stiefmutter groß gezogen – die leibliche Mutter starb, da war Ulrike Bliefert erst eineinhalb Jahre alt.**) – begann sie nach dem Gymnasium bzw. Abitur sowie einer Gesangsausbildung, ein Studium der Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaften an der "Universität zu Köln", parallel dazu nahm sie Schauspielunterricht und absolvierte diverse Praktika und Assistenzen in den Bereichen Regie, Bühnenbild, Kostüm (Köln, Bonn).
Zwischen 1970 und 1974 war Ulrike Bliefert Ensemblemitglied des Bonner "Contra-Kreis-Theaters", danach wechselte sie bis 1978 an das Berliner "Grips-Theater". Eine weitere Station ihrer Bühnentätigkeit wurden zwischen 1983 und 1985 die "Städtischen Bühnen" in Heidelberg.
Seit vielen Jahren ist/war Ulrike Bliefert freischaffende Film- und Fernsehschauspielerin sowie Sprecherin für Hörspiel-/Feature- und Hörbücher.
Nach kleineren Aufgaben/Episodenrollen in Serien wie "Kommissariat 9" (Folge 4: "Guten Appetit"1) (EA: 1975) oder "Ein Fall für Stein" (Folge 10: "Recherchen zu einem Unfall"1); EA: 09.06.1976) erlangte Bliefert einen enormen Bekanntheitsgrad mit der Figur der Maximiliane in den Literaturverfilmungen "Jauche und Levkojen" und "Nirgendwo ist Poenichen" nach den , Romanvorlagen von Christine Brückner (1978/79 und 1980). Sie trat fortan in zahlreichen Einzelproduktionen und Serien mit Haupt- oder prägnanten Nebenrollen auf dem Bildschirm in Erscheinung. Unter anderem sah man sie in dem von Axel Corti nach der auf einem historischen Kriminalfall (1923) basierenden Novelle "Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord" von Alfred Döblin in Szene gesetzten TV-Film "Die beiden Freundinnen"2) (1978) als Elli Link, die ihren brutalen Ehemann, den Tischler Link (Stefan Wigger) wegen ihrer besonderen Verbundenheit mit der ebenfalls verheirateten Grete Bende (Erika Skrotzki) mittels Arsen ermordet, als Eva Borchers, die sich mit ihrem Onkel, dem alten Musiklehrers Ferdinand Lukas (Arno Assmann), in der von Konrad Sabrautzky gedrehten Geschichte "Wunder einer Nacht" (EA: 25.12.1979) im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. (Walter Richter) auf die Suche nach der Herkunft des weltberühmten Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht" begibt, oder unter der Regie von Rolf von Sydow als Esther, Nichte des frommen Kantors Leon Sternberger (Heinz Rühmann), in "Ein Zug nach Manhattan" (1981), basierend auf der der Geschichte "Holiday Song" von Paddy Chayefsky. Zu nennen sind populäre Serien/Mehrteiler, in denen sie Ehefrauen mimte, so beispielsweise die Familiensaga "Konsul Möllers Erben"3) (1983 → deutsches-filmhaus.de) nach dem Roman von Adolph Wittmaack mit ihrem Part der Lene, Ehefrau des Prokuristen John Schmidt (Manfred Krug) sowie nach Johns Tod Frau des "verhinderten" Sängers Waldemar Himmelheber (Gerd Baltus), die Margarete, Frau des Chausseewärters Schubgilla (Manfred Günther), in dem Dreiteiler "Jokehnen" (1986) nach dem Roman von Arno Surminski, oder die Betty, Frau des Bürgermeisters von Wilshei Friedrichm Erlemann (Dieter Kirchlechner), in "Die Wilsheimer" (1987), in dem Dreiteiler "Kartoffeln mit Stippe" (1990) nach dem autobiographischen Bestsellerromans von Ilse Gräfin von Bredow kam sie dann als Jungfer Zech daher, Mutter des recht verwahrlosten Bruno (Florian Bathke). Bliefert zeigte sich mit Gastrollen bei "Peter Strohm", "Ein Fall für Zwei" (Folge "Tödlicher Irrtum") oder "Liebling Kreuzberg", in vier Folgen des Dauerbrenners "Tatort" war sie ebenfalls mit dabei, so als (Täterin) Johanna Laufenberg in "Tödlicher Treff" (1988), als Karin Fellner, Assistentin von Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), in "Schlaflose Nächte" (1996), als Zeugin Beate Adam in "Die apokalyptischen Reiter" (1999) und zuletzt als Margot Brander in "Der glückliche Tod" (2008). Sechs Jahre lang trat sie ab 1996 an der Seite von Jochen Busse in der RTL-Sitcom "Das Amt" auf und wurde für ihre Darstellung der Sekretärin Ulla 1999 mit dem "New York Finalist's Award" ausgezeichnet.
In jüngerer Zeit  gehörte sie unter anderem als Hanni, Haushälterin bei der reichen Familie Königstein (Sonja Kirchberger/Heinrich Schafmeister), neben den jugendlichen Protagonisten Sidonie von Krosigk (Pik) und Robin Becker (Amadeus Königstein) in "Pik & Amadeus – Freunde wider Willen" (EA: 26.12.2006) zur Besetzung, als Frau des Direktors Lohmann (Jaecki Schwarz), dem Chef des mit Ursula (Christine Neubauer) verheirateten Richard Gothe (Oliver Stritzel), in dem Drama "Suchkind 312" (2007), basierend auf dem Illustrierten-Fortsetzungsroman von Eduard Rhein alias Hans-Ulrich Horster. In den ab 1. Dezember 2009 auf "KiKA" ausgestrahlten, jeweils 10-minütigen Episoden der 24-teiligen, als medialer Adventskalender gedachten Weihnachtsserie "Beutolomäus und die vergessene Weihnacht" mit Alexis Krüger als Beutolomäus, hilfreicher Assistent des Weihnachtsmannes (Achim Wolff), sah man sie als Nachbarin Hildegard, auch in dem dritten TV-Spielfilm aus der "Beutolomäus"-Reihe mit dem Titel "Beutolomäus und der falsche Verdacht" (2012) erfreute sie das kleine Publikum, diesmal als Oma Anni. Als Rita, treue, aber resolute Haushälterin der wohlhabenden Witwe Luise Seeliger (Christiane Hörbiger), trat Bliefert in dem Melodram "Luises Versprechen" (2010) in Aktion, eine schöne Rolle war von 2010 bis 2016 die der Oma von Polizeiobermeisterin Kati Biver (Diana Amft), die in der amüsanten, im beschaulichen Eifel-Ort Monreal angesiedelten ARD-Krimireihe "Der Bulle und das Landei" nun mit dem "strafversetzten" Frankfurter Polizeihauptkommissar Robert Killmer (Uwe Ochsenknecht) ermitteln muss. In der Vorabend-Krimiserie "Heiter bis tödlich: Morden im Norden" kam Bliefert in den ersten beiden Staffeln (2012/2013) 23 Episoden lang als Ria Kiesewetter, Großtante des Ermittlers Fin Kiesewetter (Sven Martinek) daher, in der zweiten Geschichte "Sieben Tage ohne" (2014) aus der Trilogie "Die Dienstagsfrauen" nach der Romanvorlage von Monika Peetz als Olga, Frau von Henry Schmitz (Ernst-Georg Schwill). Danach  zeigte sie sich auf dem Bildschirm immer wieder mit Episodenrollen, unter anderem als Gerda Müller, Sprechstundenhilfe bei Hausarzt Dr. Wegner (Simon Schwarz), in "Eine Frage des Muts"3) (EA: 08.12.2017) aus der Reihe "Die Eifelpraxis", in der Folge "Eine perfekte Familie"3) (EA: 18.03.2018) aus der mit Kai Schumann gedrehten Krimiserie "Heldt" als Kommissar Heldts ehemalige Klassenlehrerin Frau Waschke oder in "Lotta & der schöne Schein" aus der "Lotta"-Reihe neben Protagonistin Josefine Preuß als Patientin Frau Strüppelstiel. Zu ihren bisher letzten Auftritten vor der TV-Kamera zählte die Tierladenbesitzerin in der Tragikomödie "Immer der Nase nach" (EA: 26.08.2021), die Episode "Der Troll"3) (EA: 28.09.2021) aus der Krimiserie "SOKO Köln" mit dem Part der Elisabeth Mommsen, betagte Vermieterin des Opfers, und die Brigitte in dem in dem von Till Endemann nach dem Roman von Susann Pásztor mit Iris Berben gedrehten Drama "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" (UA: 31.08.2022, "Festival des deutschen Films" in Ludwigshafen am Rhein; EA ARD: 07.04.2023) → filmportal.de.
   
Auf der Leinwand war Ulrike Bliefert eher selten vertreten, so wirkte sie in dem von Eberhard Fechner nach dem Roman "Winterspelt" von Alfred Andersch realisierten Kriegsdrama "Winterspelt 1944" (1978) als Eifel-Dorfbewohnerin Therese Thelen mit, in der von Klaus Emmerich mit Mario Adorf gedrehten Komödie "Pizza Colonia" (1990) als Kioskbesitzerin Hilde Schmitz, neben dem notorischen Hochstapler und "Westentaschen-Casanova" Robert Teller (Gregor Törzs) in "Alles Bob"4) (1999) als Gisela, in der Krimikomödie "Endstation Tanke"3) (2001) als Frau Schönstedt und als Kommissarin in dem Kinderstreifen "Der Brief des Kosmonauten"4)  (2002). In dem auf der Lebensgeschichte des von Sebastian Urzendowsky (jung) und Tobias Schenke dargestellten, vierfachen Serienmörders Jürgen Bartsch beruhenden, preisgekrönten Kinofilm "Ein Leben lang kurze Hosen tragen" (2002), basierend auf dem Buch "Jürgen Bartsch: Opfer und Täter" von Paul Moor, spielte sie die Gertrud, Ehefrau des wohlhabenden Fleischermeisters Gerhard Bartsch (Walter Gontermann), welche das Waisenkind Jürgen im Alter von elf Monaten zu sich nahmen und später adoptierten. Danach sah man Bliefert im Kino erst wieder als Dorfladen-Betreiberin Dora Koopmann in dem von Lars Jessen nach dem Bestseller von Dörte Hansen inszenierten Drama "Mittagsstunde" (2022) und in "Überleben in Brandenburg"4) (2023) von (Regie mit Ben von Grafenstein) und mit Zoltan Paul als Autorenfilmer László Kovac, in der sie dessen Mutter spielte. "Überleben in Brandenburg" ist eine Komödie über Altersdiskriminierung und die Post-Midlife-Crisis mit brandaktuellem Bezug zur politischen Situation." vermerkt filmportal.de → epd-film.de, filmdienst.de.
 
Darüber hinaus war Ulrike Bliefert eine viel beschäftigte Sprecherin, die "ARD Hörspieldatenbank" weist ab Ende der 1970er bis Mai 2023 zahlreiche bzw. 240 Produktionen/Sendungen mit ihr aus, an denen sie beteiligt war. So seien beispielhaft genannt die Gretel, Zofe der Blütenprinzessin (Sibylle Nicolai), in "Armer Ritter"5) nach dem gleichnamigen Märchenspiel6) von Peter Hacks (EA: 18.02.1979; Regie: Bernd Lau) mit Volkert Kraeft in der Titelrolle, die Frau des Pfarrers Oberlin (Wolfgang Hinze) in "Büchners Lenz"5) nach der Novelle "Lenz" von Georg Büchner (EA: 02.12.1983; Regie: Günter Bommert) mit Siemen Rühaak als Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz, die entführte Aleta Schulze in "Die Abenteuer des Herrn Milos oder Ein selbstloser Liebhaber"5) von Ingomar von Kieseritzky (EA: 02.12.1986; Regie: Karin Bellingkrodt) mit Gerd Baltus als Milos, die Magd Lina in dem Vierteiler "Immer dieser Michel"5) nach dem Kinderbuch von Astrid Lindgren um den "Michel aus Lönneberga" (EA: 15./29.11./13./27.12.1987; Regie: Carola Preuß) mit Alexander Tandawardaja als Michel, die Marge, Freundin von Dickie (Siemen Rühaak), in dem Zweiteiler "Der talentierte Mr. Ripley" nach dem Kriminalroman "The Talented Mr. Ripley" von Patricia Highsmith (Teil 15): EA: 05.06.1989/Teil 25): EA: 12.06.1989; Regie: Bernd Lau) mit Michael Quast als Tom  Ripley, oder die Hebamme Louise Bernet in "Die Zeugen"5) nach dem Kriminalroman "Les témoins" von Georges Simenon (EA: 03.10.1993; Regie: Walter Adler). Unter anderem sprach sie in der 15-teiligen, inzwischen auf CD veröffentlichten Fassung "Sofies Welt"5) nach dem gleichnamigen Roman von Jostein Gaarder (EA: 07.03.–30.03.1995; (Regie: Hartmut Kirste) die Mutter von Sofie (Gunda Aurich), in "Papa Lubas Wachshut oder Das Zauberertreffen" von Johannes Schenk (EA: 16.09.1997; Regie: Holger Rink) die Frau von Papa Lubas (Ulrich Wildgruber) und Mama von Söhnchen Schilbo (Stefan Merki) oder die Ludmilla, Haushälterin mit Herz und Ersatzmutter von Milo (Thomas Kleinke), in dem Vierteiler "Milo und die Jagd nach dem grünhaarigen Mädchen"5) nach dem Kinderkrimi von Rudolf Herfurtner (EA: 05.–26.03.2002; Regie: Angelika Backhausen). In jünger Zeit übernahm sie beispielsweise den Part der Mutter in dem Dreiteiler "Die Pest"5) nach dem gleichnamigen Roman von Albert Camus (EA: 04./05./06.01.2010; Regie: Frank-Erich Hübner),und den des Kranichs/Uhus/Räubers Hablitzel in dem Dreiteiler "Komm, wir finden einen Schatz"5) nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Janosch (EA: 16./23./30.06.2013; Regie: Thomas Werner). Weitere Kinderhörspiele waren unter der Regie von Petra Feldhoff "Lotta, Opa Heinrich und die beklauten Diebe"5) (EA: 19.10.2019) und "Lotta, Oma Berta und der verschwundene Verschwinder"5) (EA: 05.09.2020) aus der Feder von Kai Magnus Sting mit Julia Fritz als Lotta, Henning Venske als Opa Heinrich, Bliefert als Oma Berta und Jochen Busse als Heinrichs alter Freund Otto, sowie zuletzt "Lotta, Ottos Hund und die schlimmen Knochen"5) (EA: 27.05.2023), diesmal mit Leni Kramer als Lotta.
  
Ulrike Bliefert, Mitglied der "Deutschen Filmakademie", schrieb darüber hinaus Drehbücher (u. a. gemeinsam mit Marcus P. Nester zu der "Tatort"-Folge "Rückfällig" (1995)) sowie Romane. Aus ihrer Feder stammen  beispielsweise die Jugendkrimis "Lügenengel" (2007) und "Elfengrab" (2010) oder das Buch "(K)ein Junge wie Paul(a) (2008), eine Geschichte für alle Jungen und Mädchen, die davon träumen Profi-Fußballer zu werden. Ihr Werk "Champagner, Charleston und Chiffon", angesiedelt im Berlin der "Goldenen Zwanziger Jahre", aus der Romanreihe "Metropolis Berlin" erschien Mitte Mai 2015, zuletzt publizierte sie (laut Wikipedia) den Krimi "Der Tod des Taschenspielers" (2021); hinzu kamen zahlreiche Kurzgeschichten in Anthologien → Werke (Auswahl) bei Wikipedia.

Als Langzeitprojekt entwickele sie gemeinsam mit dem Illustrator und Trickfilm-Animator Benedikt Toniolo die Kinderbuchfigur "Die kleine Hexe Penzline" → benedikttoniolo.de. Aufgrund der "COVID-19-Infektion" bzw. der nachfolgenden, schweren Erkrankung an dem "ME/CFS-Syndrom" musste sie seit 2022 ihre Aktivitäten einschränken. Mit ihrem Ehemann (Heirat 1990), dem Schweizer Schauspieler/Regisseur László I. Kish (→ cyranos.ch), lebt Ulrike Bliefert in Mecklenburg bzw. in Klein Lukow, einem Ortsteil der Stadt Penzlin; aus der Verbindung ging eine Tochter hervor, die am 27. November 1981 in Heidelberg geborene Schauspielerin und Medienwissenschaftlerin Anna Luise Kiss.
 
Quelle (teilweise): Wikipedia (Stand Juni 2010/Oktober 2026)
    

Weitere Filme
*) mit Ulrike Bliefert;
siehe auch filmportal.de (Auszug) sowie Wikipedia (Auswahl)
 
**) Quelle: Artikel im "Kölner Stadt-Anzeiger" (11.11.2019)
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) deutsches-filmhaus.de, 3) fernsehserien.de,
4) filmportal.de, 5) ARD Hörspieldatenbank, 6) theatertexte.de

Wilfried Klaus

Wilfried Klaus; Copyright Michael Lucan

… spielte den Viktor Quint aus Breslau, ein entfernter schlesischer Verwandter, der Maximiliane heiratet. Viktor Quint ist ein vom nationalsozialistischen Gedankengut durchdrungener Zeitgenosse.

Geboren am 8. Juli 1941 in Bernau am Chiemsee (Bayern).
 
Kurzportrait zu Wilfried Klaus innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wilfried Klaus
 
 
 
Wilfried Klaus im Oktober 2005 in München
Foto mit freundlicher Genehmigung von
Michael Lucan (fotobox.lucan.org)
© Michael Lucan

Joachim Wichmann … spielte den Adolph von Quindt.
   
Geboren am 8. Dezember 1917 in Berlin,
gestorben am 22. Mai 2002 im Alter von 84 Jahren in Diessen am Ammersee.
 
Joachim Wichmann machte sich als Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller einen Namen → Theaterstücke bei Wikipedia. Nach seiner Schauspielausbildung erhielt er Engagements in Halberstadt, Hildesheim, Basel, Zürich, München und Göttingen, wo auch einige seiner Stücke am "Deutschen Theater" uraufgeführt wurden. Er erschien zudem in diversen Fernsehserien auf dem Bildschirm, enorme Popularität erlangte er vor allem durch seine Mitwirkung in der witzig-komödiantischen ARD-Vorabendserie "Büro, Büro" (1982). Die Serie erzählt den (meist chaotischen) Arbeitsablauf in der fiktiven Sportartikelfirma "Lurzer KG". Wichmann spielte hier sehr überzeugend den Personalchef und Geschäftsführer Dr. Herbert Brokstedt, der stets dienstlich korrekt versucht, den Arbeitsablauf in der Firma zu managen. "In der Figur des Dr. Brokstedt (Joachim Wichmann) wurde dem Typ des hinterhältigen, aber feigen Chefs ein schönes Denkmal gesetzt", schrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" anlässlich einer Wiederholung der Serie. Darüber hinaus trat Joachim Wichmann mit Episodenrollen in etlichen weiteren Serien/Reihen in Erscheinung, zeigte sich unter anderem mehrfach in beliebten Krimiserien wie "Der Kommissar", "Der Alte", "Derrick" (u. a. 1974: "Stiftungsfest"), "Ein Fall für Zwei" (u. a. 1981: "Fuchsjagd") oder auch in dem Dauerbrenner "Tatort". Hier mimte er einen Richter in  "Die Abrechnung" (1975), den Juwelier Bergheime in "Einer sah den Mörder" (1986) und den Pensionsbesitzer Gustav Löwenstern in "Pension Tosca oder Die Sterne lügen nicht" (1987). Mit der durchgehenden Figur des Kriminalamtsrats Georg Zapf tauchte Wichmann bei der "Inspektion Lauenstadt" (1976) auf, als cholerischer Chef des (trotteligen) Kleinganoven Ede (Christoph Waltz) in "Parole Chicago" (1979 → fernsehserien.de), als Zolloberamtsrat Heinrich Weigert bei "Achtung Zoll!" (1980/81), zwischen 1988 und 1990 14 Folgen lang als Oberamtmann Kraske bei der "SOKO 5113". Neben seinem Auftritt als Adolph von Quindt in der Literaturadaption "Jauche und Levkojen"/"Nirgendwo ist Poenichen" (1978/1980)  sah man ihn als den reichen, niederträchtigen Werkstattbesitzer Glücklein in dem nach dem Roman von Ernst Penzoldt gedrehten Mehrteiler "Die Powenzbande" (1974). An Einzelproduktionen bzw. prägnanten Parts sind unter anderem zu nennen die Rolle des Bonner Ministerialdirigenten Dr. Unger in dem von Eberhard Itzenplitz nach einem Drehbuch von Wolfgang Menge realisierte, mehrfach preisgekrönte TV-Film "Die Dubrow-Krise" (1969 → filmportal.de), des Kriminaldirektors Ketterle in "Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10"1) (1972), der Grünfeld in dem von Wolfgang Petersen mit Bruno Ganz gedrehten Drama "Schwarz und weiß wie Tage und Nächte" (1978) oder der alte Taxiunternehmer Brauss in der Story "Unser Mann vom Südpol" (1984) an der Seite von Jan Fedder und Tilo Prückner, oder der Rentner Thomas Wünsche, der sich in der schwarzen Krimikomödie "Zweikampf"1) (1986; nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen TV-Film 20022)) nicht nur seiner vom Putzfimmel besessenen Ehefrau (Elke Twiesselmann) entledigte und schließlich von dem pensionierten Kriminalkommissar Otto Konrad (Adolf Laimböck) zur Strecke gebracht wird. Bei dem am 22. Oktober 1976 ausgestrahlten Film "Baumeister Solness"3) nach dem gleichnamigen Drama von Henrik Ibsen handelte es sich um die Aufzeichnung einer von Rolf Henninger an der Münchener "Neuen Schaubühne" inszenierten Aufführung mit Peter Pasetti als Halvard Solness und Gertrud Kückelmann als dessen Ehefrau Aline, in der Wichmann den Doktor Herdal gestaltete. Zu einer seiner letzten Arbeiten vor der Kamera zählte der Part des Pförtners Balduin Blacher in der Episode "Manöver"1) (EA: 05.03.1991) aus dem Quotenrenner "Forsthaus Falkenau".
Im Kinofilm war Wichmann eher selten vertreten, sein Leinwanddebüt gab er mit einem kleinen Part in dem von Helmut Käutner nach der Novelle "Engele von Loewen" von Carl Zuckmayer gedrehten Melodram "Ein Mädchen aus Flandern" (1956), in "Nick Knattertons Abenteuer" (1959) mit dem Untertitel "Der Raub der Gloria Nylon" und Karl Lieffen als Nick Knatterton gehörte er mit einer ungenannten Rolle, ebenso wie bei dem Lustspiel "Was macht Papa denn in Italien?" (1961), zur Besetzung. Später zeigte er sich als Kommissar Runge in der ganz auf Dieter Hallervorden zugeschnittenen Slapstick-Komödie "Der Schnüffler" 1983). Als Drehbuch-Autor wirkte er unter anderem an der amüsanten Geschichte "Mein Mann, das Wirtschaftswunder" (1961) mit.
  
Außerdem übernahm der mit einer ehemaligen Schauspielerin verheiratete4) Wichmann zahlreiche Aufgaben für den Hörfunk, wirkte als Sprecher bei verschiedensten Hörbüchern und Hörspielen mit → Auswahl bei Wikipedia. Die "ARD Hörspieldatenbank" weist ab Anfang der 1950er bis Ende 1990 über 100 Produktionen aus, an denen er, vereinzelt auch als Autor, beteiligt war. So sprach er unter anderem den Dr. Watson in der "Der Hund von Baskerville"5) nach dem Roman "The Hound of the Baskervilles" von Arthur Conan Doyle (EA: 20.01.1966; Regie: Heinz-Günter Stamm) mit Peter Pasetti als Meisterdetektiv Sherlock Holmes, unter der Regie von Dieter Munck den Anarchisten Erich Mühsam in "Toller"5) nach dem gleichnamigen Bühnenwerk von Tankred Dorst (EA: 14.01.1969) mit Gerd Baltus als Ernst Toller und den Lahmen in "Der DRA-DRA"5) nach dem politischen Theaterstück von Wolf Biermann (EA: 16.05.1971). Man hörte ihn beispielsweise in "Der eingebildete Kranke"5), einer bayerischen Version der Molière-Kömödie "Le Malade imaginaire", neben Protagonist Fritz Strassner (Argan) als Dr. Dieruß: (im Original Arzt Monsieur Diafoirus) (EA: 16.10.1972; Regie: Wolf Euba), unter der Regie von Bernd Lau in inzwischen auf CD erschienenen, jeweils vierteiligen Krimis, so als Kriminalkommissar Sandgren in "Das Gesicht im Schatten"5) nach der Vorlage von Per Lindeberg (EA: 19.04.–10.05.1977) und in "Waterloo"5) von Jean Bolinder (1935–2020) (EA: 29.08.–19.09.1978) als Arne Bergsund. zu seinen letzten Arbeiten als Sprecher zählte das Kurzhörspiel "Osterspaziergang"5) von Bernd Schroeder (EA: 26.03.1989; Regie: Norbert Schaeffer) mit dem Part des Otto an der Seite von Edda Seippel (Lisa). Aus Wichmanns Feder stammten die Hörspiele "Keine Zeit für Heilige"5) (EA: 15.12.1960), "Der Feigling und die Tänzerin"5) (EA: 28.04.1962) und "Bericht eines Unfalls" (EA: 24.06.1971).
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia (Stand April 2015/Oktober 2026)
2) "Funk Uhr": "Künstler-Lexikon des Fernsehens" (1969–1972)

Weitere Filme*) mit Joachim Wichmann;
siehe auch Wikipedia;
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) wunschliste.de, 3) Die Krimihomepage
5) ARD Hörspieldatenbank
Hilde Willer  … spielte die Großtante Maximiliane von Quindt, einst Namenspatin für die junge Maximiliane.
(Hilde Willer wurde später ersetzt durch Eva Lissa).

Weitere Filme*) mit Hilde Willer
Eva Lissa
  
Eva Lissa 1939, abgebildet in "Der Adler" (Heft 2; 1939); Urheber: eichsluftfahrtministerium"; Lizenz: gemeinfrei; Quelle: Wikimedia Commons
Eva Lissa 1939
abgebildet in
"Der Adler" (Heft 2; 1939)
Urheber: "Reichsluftfahrtministerium";
Lizenz: gemeinfrei
→ Hinweis zur Lizenz
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte die Großtante Maximiliane von Quindt;
sie residiert auf Burg Eyckel, dem Stammschloss der Familie im Fränkischen.
 
Geboren am 9. November 1913 als Wilhelmine Schubert in Wien,
gestorben am 28. September 1988 im Alter von 74 Jahren in Berlin.
 
Eva Lissa studierte am Wiener "Max-Reinhardt-Seminar" und trat in den 1950er- und 1960er-Jahren an den Berliner Bühnen auf. Später gehörte sie dem Ensemble der "Staatlichen Schauspielbühnen Berlin" an → Auswahl Wirken am Theater bei Wikipedia.
Seit Anfang der 1940er stand sie vor der Kamera, gab ihr Leinwanddebüt in dem von Josef von Báky nach dem Bühnenstück "Annelie, die Geschichte eines Lebens" von Walter Lieck mit Luise Ullrich in der Titelrolle gedrehten Streifen "Annelie" (1941) als Annelies Schwiegertochter, beteiligte sich dann jedoch erst nach Kriegsende wieder an Film- sowie Fernsehproduktionen. Im Kino sah man sie als die verwitwete Frau Foggerty, Mutter von Willy (Gerd Lohmeyer) und Bert (Wolfgang Petri), in der von Kurt Hoffmann in Szene gesetzten Adaption "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung" (1968) nach dem Roman "Morning's at seven" von Eric Malpass mit Archibald Eser als der kleine Gaylord sowie im Folgejahr unter der Regie von César Fernández Ardavín in "La Celestina" (1969) nach der gleichnamigen Tragikomödie des spanischen Schriftsteller des Spätmittelalters Fernando de Rojas, wo sie als Alisa, Mutter von Melibea (Elisa Ramírez), der Geliebten von Calisto (Julián Mateos), mitwirkte; die Kupplerin Celestina, die Calisto und Melibea zusammenbringt, spielte Amelia de la Torre (1905 – 1987) → IMDb. In dem deutsch-israelischen Spielfilm "Sie sind frei, Dr. Korczak" (1974) mit Leo Genn als der von den Nazis im "Vernichtungslager Treblinka" ermordete jüdische Arzt Dr. Janusz Korczak zeigte sie sich mit einer kleinen Nebenrolle, ebenso in dem Kinderfilm "Bananen Paul"1) (1981)  sowie zuletzt als Sängerin Lissy in der 1988 von Rudolf Steiner, vornehmlich mit Laiendarstellern realisierten Geschichte "Fünf Bier und ein Kaffee", die erst nach ihrem Tod am 15. März 1990 Premiere feierte.
Umfangreicher war ihre Arbeit für das Fernsehen, unter der Regie von Ludwig Berger entstand beispielsweise mit "Ein Sommernachtstraum"2) (EA: 23.08.1958) die TV-Version der Komödie "A  Midsommer nights dreame" von Wiliiam Shakespeare, in der sie neben Alexander Kerst (Herzog Theseus von Athen) als dessen Verlobte, die Amazonenkönigin Hippolyta glänzte, In "Unterm Birnbaum"2) (EA: 03.10.1963) nach der gleichnamigen Novelle von Theodor Fontane gab sie als Ursel die verschwenderische Ehefrau des Dorfwirts Abel Hradschek (Heinz Reincke), in "Berliner Antigone"2) (EA: 24.11.1968) nach der gleichnamigen Novelle von Rolf Hochhuth mit Donata Höffer (Anna) die Gattin des Generalrichters Dr. Hellmer (Dieter Borsche) und Mutter von Bodo (Peter Kappner). In dem Mehrteiler "Goya" (1969) mit Wolfgang Büttner als der berühmte spanische Maler Francisco de Goya verkörperte sie dessen Ehefrau Josefa Bayeu (1747 – 1812 → Gemälde), in der Geschichte "Sag’s dem Weihnachtsmann" (1969) sah man sie neben Protagonist Heinz Rühmann als Miss Pennington. In den 1970er/1980er Jahren folgten Auftritte in einigen Serien oder Einzelproduktionen, wie als Maria Gard, Mutter der Toten, in dem Psycho-Thriller "Unendlich tief unten" (1977 → deutsches-filmhaus.de), als Frau Rosen in dem Krimi "Ein Mord am Lietzensee"2) (EA: 12.08.1978) nach dem Roman von Richard Hey oder die Figur der Großtante Maximiliane von Quindt in den Mehrteilern "Jauche und Levkojen" (1978) und "Nirgendwo ist Poenichen" nach den Romanen von Christine Brückner. Als Kräuterfrau tauchte sie in drei Folgen der Wissenssendung für Kleine und Große "Löwenzahn" auf – "Hatschi, der Schnupfen geht um"3) (1985), "Peter geht auf Pilzsuche"3) (1986), "Eine Ameise kommt selten allein"3) (1988) – die Austrahlung des auf dem Roman von Bernhard Horstmann alias Stefan Murr basierenden Agententhrillers "Affäre Nachtfrost" (EA: 20.03.1989) mit ihrer Nebenrolle der Frau Butte erlebte sie nicht mehr → Die Krimihomepage.
   
Mitunter stand Eva Lissa seit den 1950ern im Synchronstudio, so sprach sie in dem "Walt Disney"-Zeichentrickfilm "Robin Hood" (1973) in der deutschen Version die Maus Mrs. Sexton, lieh unter anderem Gena Rowlands als Mabel Longhetti in "Eine Frau unter Einfluß" (1974, "A Woman Under the Influence"), Mona Washbourne als Großmutter in "Der blaue Vogel" (1976, "The Blue Bird"), Lila Kedrova als Madame Gaderian in "Der Mieter" (1976, "Le locataire") oder Ann Way als Rachel in "Hochzeitsnacht im Geisterschloß" (1986, "Haunted Honeymoon") ihre Stimme → mehr bei synchronkartei.de. Darüber hinaus beteiligte sie sich an Hörspielen, die "ARD Hörspieldatenbank" weist seit den 1950ern rund 60 Produktionen/Sendungen mit ihr aus. Zu nennen ist beispielsweise die Sybille in "Das Lied vom roten Mantel"4) von Stefan Andres (EA: 02.08.1956; Regie: Curt Goetz-Pflug), die Emilia, Kammerfrau der Königin Hermione (Edith Schneider), in "Das Wintermärchen"4) nach dem Theaterstück "The Winters Tale" von William Shakespeare (EA: 05.12.1961; Regie: Ludwig Berger), die Madame. Delachaume in "Rendezvous von Senlis"4) nach dem Bühnenwerk "Le rendez-vous de Senlis" von Jean Anouilh (EA: 24.01.1967; Regie: Heinrich Wiedemann) oder die Ehefrau von Herrn Rosner (Karl Hellmer), Eltern von Anna (Loni von Friedl), in dem Zweiteiler "Der Weg ins Freie"4) nach dem gleichnamigen Roman von Arthur Schnitzler (EA: 08.11.1971; Regie: Willy Trenk-Trebitsch). Sie sprach unter anderem die im Altenheim lebende Mutter in der Geschichte "Der Besuch"4) von Ingeborg Middendorf (EA: 04.12.1984; Regie: Petra Kiener) oder zuletzt die Frau Larsen in dem Kinderhörspiel ""So einen wie mich kann man nicht von den Bäumen pflücken, sagt Buster""4) nach der Vorlage von Bjarne Reuter (EA: 04.04.1988; Regie: Ulrike Brinkmann) mit Fabian Wonneberger als der kleine Buster.
Die Schauspielerin starb am 28. September 1988 in 74-jährig in Berlin, die letzte Ruhe fand sie auf dem dortigen "Waldfriedhof Zehlendorf" (Nummer 37–204) im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, wo auch ihr Ehemann Pietro Schubert (1911 – 1989) beigesetzt wurde  → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons sowie knerger.de.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia (Stand Juni 2010)
Siehe auch cyranos.ch
 
Im folgenden der Artikel des 2017 verstorbenen Komponisten, Schauspielers und Rhetoriktrainers Holger Münzer ("KünstlerKolonieKurier" Nr. 2, 1989) zum Tode von Eva Lissa bei der ehehemaligen Website kuenstlerkolonie-berlin.de (Seite nicht mehr online): 
"Anfang der zwanziger Jahre hatte sie die "Max-Reinhard-Schule" in Wien besucht, ihr späterer Mann Pietro Schubert führte dort zwei kleine Theater. In den fünfziger und sechziger Jahren war sie auf Berliner Bühnen viel zu sehen, unterbrach aber danach ihre Tätigkeit und kehrte erst 1983 zurück auf die Bühne. Am "Schillertheater" Boleslaw Barlogs spielte die gebürtige Wienerin in Inszenierungen von Oscar Fritz Schuh, Hans Lietzau, Barlog selbst und Fritz Kortner. Bei Boy Gobert und später Heribert Sasse hießen ihre Regisseure dann Harald Clemen ("Kinder der Sonne", 1983), Ernst Wendt ("Phädra", 1984), Fred Berndt und Otto Schenk. Trotz ihrer filigranen Erscheinung verkörperte Eva Lissa in all ihren Rollen auch die Beherrschung und seelische Zähigkeit einer bodenständigen Frau.
Ihren letzten großen Erfolg feierte sie im "Renaissance-Theater" in "Harold und Maude"5) (von Colin Higgins). Ursprünglich hätte Hilde Krahl die Rolle spielen sollen, war aber zu krank. Eva Lissa spielte wochenlang en suite. Sie selbst quittierte die Zuneigung und Bewunderung, die ihr dabei zuteil wurde, mit Staunen: "Ich hätte nie gedacht, daß ich im Alter noch einmal solchen Erfolg haben sollte." Im "Großen Welttheater" (von Pedro Calderón de la Barca) stand sie zuletzt auf der Bühne des "Schillertheaters". In Augusto Fernandes' Inszenierung hatte sie als "gealterte Schönheit" zwar nur einen kurzen Auftritt im zweiten Teil, doch war das die einzige Szene in dieser ausstattungsseligen Aufführung, in der man einen Menschen und ein Schicksal zu sehen glaubte.
Ihre letzte künstlerische Tätigkeit war der Film "Fünf Bier und ein Kaffee" unter der Regie von Rudolf Steiner. Es ist die Geschichte der alten Sängerin "Lizzy", die vor einem halben Jahrhundert wegen ihres jüdischen Geliebten in eine Nervenheilanstalt eingeliefert wurde und nur mit Hilfe eines Jungen, mit dem sie erotische Bande verbinden, flieht. Der Film sucht noch immer nach einem Verleih und hat demnächst seine Presse-Premiere.
Was bisher nur engste Freunde wissen, ist, daß Eva Lissa seit ihrer Jugend Gedichte schrieb. Es gibt drei kleine Broschüren, die noch nicht veröffentlicht sind und die zu Herzen gehen. Am 28. September 1989 ist Eva Lissa gestorben. Wir Künstlerkolonisten werden ihr ein herzliches und respektvolles Andenken bewahren."

Weitere Filme*) mit Eva Lissa
 
Link: 1) filmportal.de, 2) Die Krimihomepagem, 3) fernsehserien.de, 
4) ARD Hörspieldatenbank, 5) theatertexte.de
Götz Olaf Rausch  … spielte den Max von Quindt.
 
Geboren am 30. Juni 1921 in Berlin,
gestorben am 30. September 1992 im Alter von 71 Jahren
in Bad Kissingen (Bayern).
 
Nach Abitur und Kriegsdienst begann Rausch seine schauspielerische Laufbahn 1945 am "Theater der Jugend" (heute "Schauburg") in München. Weitere Stationen waren die "Bayerische Landesbühne" in Memmingen, in München das "Junge Theater" das "Neue Theater", das "Theater am Brunnenhof " und das Theater "Die Spieler".
1947 bis 1950 gehörte er zum Ensemble des "Schauspielhaus Bochum", danach zeigte er sich im Rahmen von Gastspielen unter anderem am "Theater Bielefeld", "Theater Dortmund" und bei den Festspielen auf "Schloss Burg" im Solingener Stadtteil Burg an der Wupper. Von 1956 bis 1958 fungierte Rausch als Oberspielleiter am "Stadttheater Trier" und von 1958 bis 1960 als erster Spielleiter am "Schlosstheater Celle".
Nach seinem letzten Engagement an der "Komödie Basel" (1961/62) arbeitete er freischaffend. Rausch gastierte an etlichen Theatern, darunter 1979 an der Berliner "Schaubühne am Lehniner Platz". Seit 1960 war er in zahlreichen Fernsehproduktionen, vor allem in Serien auf dem Bildschirm präsent, seinen Einstand gab er mit dem Part des Butlers Thomas in dem von Franz Josef Wild in Szene gesetzten TV-Film "Der keine Lord" (EA: 24.12.1962), basierend auf dem berühmten Roman "Little Lord Fauntleroy" von Frances Hodgson Burnett mit Albrecht Schoenhals als Graf von Dorincourt und Manfred Kunst als der kleine Titelheld Cedric Errol. Unter anderem zeigte er sich als Kleinganove Berthold in der Gaunerserie "Üb immer Treu nach Möglichkeit" (1966 → fernsehserien.de), gehörte zur Besetzung des vielbeachteten Mehrteilers "Tadellöser & Wolff" (1975) sowie der Fortsetzung "Ein Kapitel für sich" (1979) nach den gleichnamigen Romanen von Walter Kempowski. Wiederholt trat er beim Dauerbrenner "Tatort" in Erscheinung,  so als westdeutscher Familienvater Wagenknecht in "Transit ins Jenseits" (1976), als Herr Cordes in "Sterne für den Orient" (1978) und mit einem kleinen Part in "Gefährliche Träume" (1979).
Zudem beteiligte er sich als Sprecher an Hörspielen.
Der Schauspieler war mit seiner Kollegin Anneliese Wertsch (1922 – 2008) verheiratet, mit der gemeinsam er unter anderen im April 1991 an den "Westfälischen Kammerspielen" in Paderborn in dem Schauspiel "Peer Gynt" von Henrik Ibsens auftrat, Wertsch gab in der Inszenierung des Intendanten (1981–1994) Friedrich Bremer († 09./10.10.2022) neben Oliver Bode1) in der Titelrolle dessen Mutter Aase, Rausch den Knopfgießer → dh-ibsenstage.hf.uio.no.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Götz Olaf Rausch
 
Link: 1) schauspielervideos.de
Ingeborg Lapsien
 
Ingeborg Lapsien; Copyright Virginia Shue
Das Foto wurde mir freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
&Copy; Virginia Shue.
 … spielte die Elisabeth von Quindt, genannt "die Generalin", Ehefrau bzw. Witwe eines Generalleutnants, .
 
Geboren am 16. Oktober 1926 in Königsberg
(heute: Kaliningrad, Russland),
gestorben am 5. Juni 2014 im Alter von 87 Jahren.

Nach dem Schulabschluss absolvierte Ingeborg Lapsien eine Schauspielausbildung bei Ruth von Zerboni (1946 – 1948) in München und nahm zudem Gesangsunterricht. 1948 gab sie in München ihr Bühnendebüt. An den "Münchner Kammerspielen" verkörperte sie u. a. unter der Regie des Autors Bertolt Brecht die Lagerhure Yvette Pottier in dessen Werk "Mutter Courage und ihre Kinder" neben Therese Giehse in der Titelrolle. Es folgten Engagements unter anderem in Tübingen, am "Theater Hof", "Theater Trier",an den "Bühnen der Stadt Bonn" und am "Theater Baden-Baden". 1960 holte Heinz Hilpert sie an das "Deutsche Theater" in Göttingen, dessen Ensemble sie bis 1966 angehörte. Seither war sie freischaffend tätig, gab unter anderem Gastspiele in Frankfurt, Hamburg, Darmstadt, Düsseldorf und Bochum.
Sie gestaltete zumeist große Charakterrollen wie die Seeräuber-Jenny in dem Brecht/Weill-Stück "Die Dreigroschenoper" (Baden-Baden), die Klytämnestra in dem Werk "Die Fliegen" von Jean-Paul Sartre, die englische Königin Elisabeth in dem Schiller-Drama "Maria Stuart" (beides Göttingen), die Marthe Schwerdtlein in der Goethe-Tragödie "Faust" (München), die Titelrolle in "Frau Jenny Treibel"1) von Claus Hammel nach Motiven des gleichnamigen Romans von Theodor Fontane (DEA BRD): 17.03.1976, "Staatstheater Darmstadt", Regie: Rolf Stahl) oder die Bernarda Alba in dem Schauspiel "Bernarda Albas Haus" von Federico García Lorca.

Darüber hinaus arbeitete Ingeborg Lapsien umfangreich für Film und Fernsehen, gab ihr Leinwanddebüt an der Seite von Hans Moser (Kreithofer-Großvater) in der von Hans Albin nach dem gleichnamigen Volksstück von Anton Hamik alias Franz Streicher gedrehten Komödie "Der verkaufte Großvater" (1962) als Freundin von Mathilde (Erika von Thellmann), der Gattin des Textilfabrikanten Dünkelberg (Hubert von Meyerinck) → filmportal.de. Es folgte Kinoproduktionen wie die Simmel-Verfilmungen "Alle Menschen werden Brüder" (1973; als Rachel, Ehefrau von Boris Minski (Klaus Schwarzkopf)) und "Gott schützt die Liebenden" (1973; als "La Mamma"/Signora Trent, Familienoberhaupt des Mafia-Clans), in der Heinz Rühmann-Komödie "Oh Jonathan, oh Jonathan!" (1973) mimte sie die Schwester Barbara, in der mit Romy Schneider nach dem gleichnamigen Roman vom Heinrich Böll entstandenen Adaption "Gruppenbild mit Dame" (1977) gehörte sie mit dem kleinen Part der Schwester Barbara ebenfalls zur Besetzung.
Umfangreich war Lapsiens Arbeit für das Fernsehen, zeigte sie sich mit prägnanten Figuren in etlichen Einzelproduktionen, Mehrteilern und Serien. Neben Episodenrollen in populären Krimiserien wie beispielsweise "Dem Täter auf der Spur", "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", "Derrick", "Die Krimistunde", "Die Männer vom K3", "Siska", "Wolffs Revier"
und "Der Alte" oder den Reihen "Der Bulle von Tölz" – hier als die an den Rollstuhl gefesselte Wilhelmine Lobmeier, Großmutter von Tom (Oliver Wnuk), in "Tödliches Dreieck" (EA: 10.10.2001) – und "Donna Leon", wo sie die alte Clemenza Boscarini in "Das Gesetz der Lagune" (EA: 02.11.2006) nach dem gleichnamigen Roman von Donna Leon neben Commissario Guido Brunetti (Uwe Kockisch) auftauchte. Zwischen 1983 und 1991 präsentierte sie sich in der Vorabendserie "Büro, Büro" als Astrologie-affine Katharina Wespe, anfangs unbeliebte Kollegin aus der Buchhaltung,
Mit ihren Auftritten bereicherte Ingeborg Lapsien etliche legendäre Mehrteiler, außer ihrem Part der Elisabeth von Quindt in "Jauche und Levkojen"/"Nirgendwo ist Poenichen" (1978/1980) nach dem Roman von Christine Brückner sah man sie als das bei dem Ehepaar Luíza (Diana Körner) und Jorge Carvalho (Erich Schleyer) angestellte, unterdrückte, erpresserische Hausmädchen Juliana in dem von Wilhelm Semmelroth (Regie) nach dem gleichnamigen Roman von José Maria Eça de Queiroz mit Hans von Borsody in der Titelrolle realisierten Zweiteiler "Der Vetter Basilio" (1969 → Die Krimihomepage), in zwei Folgen (2/3) des kriminalistischen Sechsteilers "Alexander Zwo" (1972; Regie: Franz Peter Wirth) neben Protagonist Jean-Claude Bouillon als Schwester Mathilde,
in dem von Fritz Umgelter (Regie) nach den Reisebeschreibungen von Moritz August Benjowski inszenierten Vierteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1974) an der Seite von "Titelheld" Christian Quadflieg als Gattin des trunksüchtigen, raubeinigen Festungskommandanten Nilow (Günter Strack). Einmal mehr unter der Regie von Wilhelm Semmelroth trat sie als die (ermordete) Witwe Lerouge in dem zweiteiligen Krimi "Die Affäre Lerouge" (1976) nach dem Fortsetzungsroman "L'affaire Lerouge" von Émile Gaboriau in Erscheinung, Sigi Rothemund setzte den auf dem Roman "Silas og den sorte hoppe" von Cecil Bødker basierenden, mit Patrick Bach gedrehten Weihnachts-Sechsteiler "Silas" (1981) in Szene, in dem sie die alte "Pferdekrähe" darstellte.
An Einzelproduktionen ist beispielsweise ihr Part der Frau Krantz in dem von Rainer Erler gedrehten, mit dem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichnten Dokumentarspiel "Der Attentäter"2) (EA: 09.11.1969) mit Fritz Hollenbeck als Georg Elser zu nennen, dessen Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler am 8. November 1939 im Münchener "Bürgerbräukeller" scheiterte. In der prominent besetzten, bissigen Satire "Zwei Tote im Sender und Don Carlos im PoGl" (1982) kam sie als Regieassistentin Alice daher, mit unter anderem Iris Berben stand sie für den Thriller "Tod in Miami" (1994) vor der Kamera, agierte in dem Rosamunde Pilcher-Melodram "Sommer am Meer"3) (1995) als Kinderfrau bei dem adeligen, unglücklich miteinander verheirateten Gutsbesitzerpaar Virginia (Kerstin Draeger) und Anthony Keile (Burkhard Heyl. In der von dem Skandal um den Frankfurter Immobilienunternehmer Jürgen Schneider inspirierten Satire "Peanuts – Die Bank zahlt alles" (1996) mit Ulrich Mühe als der betrügerische Bauunternehmer Dr. Jochen Schuster spielte sie gemeinsam mit Heinz Schenk dessen Eltern Magda und Fritz Schuster, in dem Krimi "Der Weihnachtsmörder"3) (1997) aus der Reihe "Schwurgericht" die ehemalige Prostituierte und Mutter des unter Verdacht geratenen, wohlhabenden Geschäftsmanns Jochen Gauditz (Henry Hübchen). Letztmalig zeigte sich Ingeborg Lapsien als Nachbarin in der finalen Folge "Jakob"3) (EA: 21.12.2007) mit Rolf Schimpf als KHK Leo Kress aus der Krimiserie "Der Alte" sowie als alte Pferdebesitzerin Magda Dönhoff in der Episode "Charly macht klar Schiff"3) (EA: 03.03.2012) aus den Geschichten um "Unser Charly" auf dem Bildschirm.
   
Darüber hinaus stand die Schauspielerin oftmals im Synchronstudio, lieh unter anderem Ann Guilbert in der Sitcom "Die Nanny" (Staffel 4 bis 6), Celia Lovsky als vulkanische Hohepriesterin T'Pau in "Raumschiff Enterprise", Anne Meara als Schwiegermutter Dorothy Halligan in der TV-Serie "ALF", Geraldine McEwan als die Hexe Mortianna in dem Kevin Costner-Abenteuer "Robin Hood – König der Diebe" (1991, "Robin Hood: Prince of Thieves") oder Alice Drummond als Edith, alte Nachbarin der Protagonistin Eliza Welch (Uma Thurman), in "New York Mom" (2009, "Motherhood") – die ihre Stimme – synchronkartei.de weist über 170 Sprechrollen mit ihr aus.
Zudem beteiligte sie sich seit den 1950ern an Hörspielen, die "ARD Hörspieldatenbank" listet bis Anfang der 2000er über 60 Produktionen/Sendungen mit ihr. Unter anderem sprach sie unter der Regie von Gert Westphal das Dienstmädchen Georgette in "Maigret und sein Revolver"4) nach dem Kriminalroman "Le revolver de Maigret" von Georges Simenon (EA: 05.12.1959;  mit Leonard Steckel als Kommissar Jules Maigret, die Theresa in "Unser Mann in Havanna"4) nach dem Roman "Our Man in Havana" von Graham Greene (EA: 28.05.1960) mit Horst Uhse als der Staubsaugervertreter Mr. Wormold und die Lea in "Die Komplizen"4) (EA; 08.10.1966), ebenfalls nach der Vorlage ("Les vomplices") von Georges Simenon. Den Part der Gräfin Wilhelmine von Grävenitz, Mätresse des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig (Johannes Schaaf), übernahm sie in den ersten beiden Teilen (EA: 10./17.05.1981) des Vierteilers "Jud Süß"4) nach dem gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger (Regie: Hartmut Kirste) mit Hans Korte als herzoglicher Hoffaktor Joseph Süss Oppenheimer, den der Aglaja Poletajewna in "Silberhochzeit"4) nach dem Theaterstück von Alexandr Mischarin (1939–2008 → Wikipedia (englisch))  (EA: 28.08.1986; Regie: Otto Düben). Zu ihren letzten Sprechrollen zählten unter der Regie von Norbert Schaeffer die Madame Queuleu in "Rückkehr in die Wüste"4) nach dem Bühnenwerk "Le retour au désert" von Bernard-Marie Koltès (EA: 09.04.1989)  sowie die Titina, Kindermädchen von Joaö (Peter Dirschauer), später Hausdame bei Francisco (Thomas Holtzmann), im ersten Teil des Zweiteilers "Das Handbuch der Inquisitoren"4) nach dem Roman "O manual dos inquisidores" von António Lobo Antunes (EA: 10.01.2001) – um nur einiges zu nennen.
 
Ingeborg Lapsien fand die letzte Ruhe auf dem Friedhof von "St. Michael" in Zell, einem Gemeindeteil von Schäftlarn (Oberbayern) → Foto der Grabstelle bei knerger.de; über ihr Privatleben ist derzeit nichts bekannt.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia;
siehe auch agentur-delaberg.de
 
Weitere Filme*) mit Ingeborg Lapsien
 
Link: 1) theatertexte.de, 2) Die Krimihomepage,
3) fernsehserien.de, 4) ARD Hörspieldatenbank

Kornelia Boje … spielte die Roswitha von Quindt, Tochter der "Generalin".
 
Geboren am 19. Mai 1942 in Berlin.

Die Tochter des Fotografen Walter Boje (1905 – 1992) übersiedelte in den späten 1940er Jahren mit der Familie nach Hamburg, wo sie bereits mit Kinderrollen am "Deutschen Schauspielhaus" auftrat sowie beim "Nordwestdeutsche Rundfunk" (NWDR) an etlichen Hörspielen beteiligt war. Nachdem die eine Schauspielausbildung absolviert hatte, folgten Engagements an "Theater Kiel", am "Landestheater Darmstadt" (unter anderem als Fräulein Ayolas in "Doña Rosita bleibt ledig oder Die Sprache der Blumen"1) von Federico García Lorca mit Hilde Miculicz als Doña Rosita  (Regie: Hans Bauer → Theatertreffen 1965) und am "Schauspielhaus Zürich" – hier unter der Regie von Leopold Lindtberg in der Uraufführung (20.01.1988) der Komödie "Der Meteor" von Friedrich Dürrenmatt als Olga, Ehefrau des Literatur-Nobelpreisträgers Wolfgang Schwitter (Leonard Steckel) → Theatertreffen 1967 (auch TV2): EA: 23.01.1968)) – sowie am "Hamburger Schauspielhaus". Gastrollen führten sie unter anderem an das "Schauspiel Köln" und das "Schauspiel Frankfurt". In jüngerer Zeit inszenierte sie am Stuttgarter "Theater tri-bühne" die Uraufführung (24.11.2006) des Stücks "Guantánamo", basierend auf dem von ihr bearbeiteten Roman von Dorothea Dieckmann und übernahm in der Theaterfassung/ auch eine Rolle → sett-festival.eu.
Seit Anfang der 1960er Jahre trat Kornelia Boje in zahlreichen Fernsehfilmen/-serien in Erscheinung, gsb ihr Debüt vor der Kamera unter der Regie von Hans Quest mit dem Titelpart der Bernadette Soubirous in "Bernadette Soubirous"1) (EA: 30.03.1961), basierend auf dem Schauspiel von Michael Voysey (1920 – 1987) in der Übersetzung von Annemarie und Heinrich Böll. Es folgten prägnante Rollen beispielsweise als Wanda Zamoyska in dem von Dietrich Haugk nach dem Roman "The Month of the Falling Leaves" von Bruce Marshall bzw. Drehbuch von Herbert Asmodi in Szene gesetzten, "heiter-groteskes" Spiel "Der Monat der fallenden Blätter"2) (EA; 10.03.1968) mit Ernst Fritz Fürbringer als der alternde, englische Philosophie-Professor Hilliard, der sich in Wanda verliebt, oder als Isabel, Tochter des Pedro Crespo (Paul Dahlke), in "Der Richter von Zalamea" (EA: 02.10.1968; Regie: Oswald Döpke) nach dem gleichnamigen Versdrama von Pedro Calderón de la Barca mit unter anderem Wolfgang Büttner (General Don Lope de Figueroa) → IMDb.  Kornelia Boje zeigte sich als Ingrid Sommer in den beiden letzten Folgen ("Der Kursus"/"Entscheidung in Westerland") der mit Inge Meysel gedrehten Miniserie "Eine geschiedene Frau" (1974) oder als Königin Christina von Schweden in dem von Stanislav Barabáš inszenierten Drama "Comenius"3) (1975) nach dem gleichnamigen Theaterstück von Oskar Kokoschka mit Thomas Holtzmann in der Titelrolle des Comenius. In jüngerer Zeit sah man sie als Maria Kastowsky in dem RTL-Melodram "Mutter, ich will nicht sterben!"4) (1994), neben Protagonistin Christiane Hörbiger als Rike Neumann in der Komödie "Neue Freunde, neues Glück"3) (2005), als Frau Breuer in dem Heimatfilm "Kurhotel Alpenglück"3) (2006) oder mit dem kleinen Part der Direktorin in dem Psychthriller "Das Geheimnis des Königssees" (2008). Darüber hinaus übernahm sie immer wieder Episodenrollen in beliebten Krimiserien, trat mehrfach bei "Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für zwei" (u. a. als Anja Droysen in der Folge "Todsicherer Tipp" (1986)) oder "Siska" auf. In dem Dauerbrenner "Tatort" tauchte sie als Helena Biegler, nierenkranke Dialyse-Patientin und Schwester von Jill (Sabine Sinjen), in "Rechnen Sie mit dem Schlimmsten" (1972) auf,  in "Augenzeuge" (1976) als Marianne, Ehefrau des Weinhändlers und fragwürdigen Zeugen Jürgen Santner (Henning Venske), in der Story "Schwein gehabt!" (2010) aus der mit Ottfried Fischer gedrehten Krimireihe "Pfarrer Braun" mimte sie die Archivarin Karin Simon → fernsehserien.de.
Auf der Leinwand war Kornelia Boje eher selten präsent, in der von Niklaus Schilling mit Tilo Prückner als Provinz-Journalist Willi Busch gedrehten Tragikomödie "Der Willi-Busch-Report" (1979) mimte sie die Lehrerin Rose-Marie Roth, in dem Jugendfilm "Tollwut"5) (1982) die Frau von Herrn. Fredemann (Eberhard Feik), in der deutsch-sowjetischen Co-Produktion "Das Ufer"5) (1982 → filmportal.de). nach dem Roman von Juri Bondarew die Lotte. In dem Horror-Thriller "Ulli Lommel's Zodiac Killer"5) (2005) von (Regie/Drehbuch) und mit Ulli Lommel stand sie auf der Besetzngsliste, ebenso wie als Frau Friede in dem Rentner-Drama "Crashkurs"6) (2012) von Regisseurin Anika Wangard. Zudem wirkte sie in dem von Margareta Heinrich und Eduard Erne realisierten, das Massaker von Rechnitz Ende März 1945 thematisierenden Dokumentarfilm  "Totschweigen" (1994) mit → IMDb.

Ausgesprochen umfangreich ist Kornelia Bojes Arbeit als Sprecherin, sowohl für das Hörspiel als auch die Synchronisation. So lieh sie unter anderem Bebe Neuwirth als Dr. Lilith Sternin-Crane in der US-amerikanischen Sitcom "Cheers" ihre Stimme, weitere Hauptrollen waren beispielsweise für Carolyn Jones die Morticia Addams in "The Addams Family", für Lucélia Santos die Sinhá Moça in der brasilianische, gleichnamigen Telenovela3), für Wendy Hughes die Kate Ferrari in der Krimiserie "Coroner – Im Dienste der Gerechtigkeit" oder für Mary McDonnell die "Steht mit einer Faust" in dem Kevin Costner-Kinofilm "Der mit dem Wolf tanzt" (1990, "Dances with Wolves") und die Laura Roslin in der Serie "Battlestar Galactica". In mehreren Filmen sprach sie die Figuren für Jaclyn Smith und Barbara Carrera → Wikipedia (Auszug) sowie synchronkartei.de, wo mehr als 340 Sprechrollen ausgewiesen werden.
Bei Audioproduktionen beteiligte sich Kornelia Boje ebenfalls an zahlreichen Hörbüchern (→ Wikipedia) sowie bereits früh an Hörspielen, sprach die Eva-Lotta in dem Vierteiler "Meisterdetektiv Kalle Blomquist"6) nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren (EA: 18.07.–29.08.1954; Regie: Kurt Reiss) mit Andreas von der Meden als Kalle Blomquiwst, und in "Unter dem Milchwald"6) nach der Vorlage "Under Milk Wood" von Dylan  Thomas ein kleines Mädchen (EA: 0.09.1954; Regie: Fritz Schröder-Jahn). Die "ARD Hörspieldatenbank" listet bis Mitte 2025 (Stand: Oktober 2026)  300 Produktionen/Sendungen mit ihr. Aus der Vielzahl der Hörspiele/Rollen seien beispielhaft genannt die Anna, Ehefrau des Schriftstellers Sulpiz Schäu (Stefan Wigger) in "Die Wachtel"6) von Hellmuth Karasek (EA: 02.01.1986; Regie: Hans Rosenhauer), die Felicitas in dem Zweiteiler "Felidae"6) nach dem gleichnamigen Katzen-Krimi von Akif Pirinçci (EA: 10./12.04.1993; Regie: Klaus-Dieter Pittrich) mit Erich Hallhuber als der als Detektiv agierende Kater Francis, die Mutter in "Eine von Einhundertzwanzig"6) von Heinrich Böll (EA: 28.07.1994; Regie: Hermann Naber) oder die Gattin des reichen Zeitungsherausgebers Monsieur Walter (Hermann Lause) in der dreiteiligen Kurzfassung "Bel Ami"6) nach dem Roman "Bel-Ami" von Guy de Maupassant (EA: 24./31.07/07.08.2000; Regie: Claudia Johanna Leist) mit Werner Wölbern als der verführerische Titelheld Georges Duroy. Man hörte sie als das Fräulein von Scudéri in dem Dreiteiler "Das Fräulein von Scudéri"6) nach der gleichnamigen Kriminalnovelle von E. T. A. Hoffmann (EA: 25./26./27.12.2001; Regie: Patrick Blank/Benno Schurr), als Enid Burnett, Schwester von Edith (Erika Skrotzki), in dem Zweiteiler "Rico, Oskar und das Mistverständnis"6) nach dem gleichnamigen Jugendbuch von Andreas Steinhöfel (EA: 09./16.10.2021; Regie: Judith Lorentz) und als Großmutter in dem Zweiteiler "Die Schneekönigin"6) nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen (EA: 25.12.2025; Regie: Beatrix Ackers) mit Cathlen Gawlich als die Schneekönigin → Auswahl Hörspiele bei Wikipedia.
   
Zudem ist Kornelia Boje als Autorin erfolgreich, 2005 erschien ihr Roman "Ullas Erwachen", 2007 folgte das von ihr gelesene Hörbuch im "O.SKAR-Verlag". 2020 publizierte sie beim Berliner  Verlag "PalmArtPress" mit "Gesang der weißen Wände" ihren zweiten Roman sowie im Oktober 2025 die Kurzgeschichtensammlung "Erlebtes und Gefundenes". Von 2005 bis 2021 präsentierte sie bei mehreren Gemeinschafts- und Einzelausstellungen in München, Frankfurt, Köln, Berlin sowie bei Kunst-Messebeteiligungen ihre Foto-Arbeiten und die ihres Vaters, dem Fotografen Prof. Dr. Walter Boje, in Berlin, Köln (2013/2014/2016) und Frankfurt (2021); hinzu kamen immer wieder literarische Lesungen, nicht nur ihrer eigenen Werke → mehr zu ihrem Schaffen bei www.korneliaboje.de.
Die vielseitige Künstlerin – Schauspielerin, Autorin, Fotografin, Synchron- und Hörspielsprecherin sowie Synchronregisseurin – Kornelia Boje lebt im Berliner Ortsteil Wilmersdorf.
 
Quelle (teilweise): Wikipedia (Stand Juni 2010)
 
Weitere Filme*) mit Kornelia Boje
 
Link: 1) theatertexte.de, 2) Die Krimihomepage, 3) fernsehserien.de,
4) wunschliste.de, 5) filmdienst.de, 6) filmportal.de, 6) ARD Hörspieldatenbank

    

Die Kinder der Maximiliane von Quindt:
(Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Mathias Einert  … spielte den Joachim von Quindt, erster Sohn von Maximiliane und Viktor Quint.
Joachim von Quindt geht später nach Schweden.

Geboren am 22. Mai 1954 in Hannover,
gestorben am 1. Juni 2004 – 10 Tage nach seinem 50. Geburtstag – in Berlin.
 
Einert studierte zunächst Meteorologie und arbeitete dann später umfangreich für die Synchronisation, die Website synchronkartei.de weist über 660 Sprechrollen aus → Auswahl auch bei Wikipedia. Bereits als Kind war er bei Funk und Fernsehen tätig, wirkte 1962 in der Fernsehserie "Jedermannstraße 11" mit oder zeigte sich als der Zarewitsch Alexei Nikolajewitsch Romanow in dem Zweiteiler "Rasputin" (1966). Im fortgeschrittenen Alter trat er in Reihen/Serien wie "Tatort" – hier als Sohn des Pharma-Industriellen Pallmert (Werner Bruhns) in "Wer andern eine Grube gräbt …" (1977) und als Bernd Lobsien, einer der Opfer, in "Himmelfahrt" (1978) – oder "Jauche und Levkojen"/"Nirgendwo ist Poenichen" in Erscheinung. Eine seiner letzten Arbeiten vor der Kamera war der von Rainer Wolffhardt mit Lambert Hamel als Reformator Martin Luther gedrehte Zweiteiler "Martin Luther" (1983) mit seinem Part des Erzbischofs Albrecht von Brandenburg. Darübeer hinaus übernahm er seit Mitte der 1960er sporadisch Nebenrollen in verschiedenen Hörspielproduktionen.
Zudem betätigte er sich als Leistungssportler in der Leichtathletik und erhielt auch mehrere Auszeichnungen im Bereich Mittel-und Langstreckenlauf.
Die letzte Ruhe fand Mathias Einert auf dem Berliner "Friedhof Grunewald" → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Mathias Einert

Marcus Helis  … spielte den erwachsenen Golo von Quindt, zweiter Sohn von Maximiliane und Viktor Quint.
Golo stirbt in Deutschland bei einem Autounfall, als er mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Baum prallt.

Weitere Filme*) mit Marcus Helis

Sascha Miecke  … spielte Golo von Quindt als Kind.

In der Internet Movie Database wird nur "Jauche und Levkojen" ausgewiesen.

Ute Christensen  … spielte Maximilianes Tochter Viktoria als Erwachsene;
Viktoria studiert, dank der Erbschaft ihrer Urgroßmutter Jadow (Veras Mutter) später Soziologie in Berlin.

Geboren am 21. Dezember 1955 als Ute Schernau in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern).
 
Nach der so genannten "Mittleren Reife" besuchte sie in der damaligen DDR dreieinhalb Jahre lang die damals eigenständige "Staatliche Schauspielschule Rostock" (in den 1980er Jahren eingegliedert in die Berliner "Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch") und erhielt 1974 ein Engagement am "Volkstheater Rostock". Sie veranstaltete Brecht-Abende, wirkte in den DEFA-Filmen "Karriere" (1971) und "… verdammt ich bin erwachsen" (1974; unter dem Namen Schernau → defa-stiftung.de) mit.
Im Kofferraum ihres Freundes und späteren Ehemannes Alain Christensen flüchtete sie 1975 in den Westen. Sie hielt sich zunächst in Paris auf und ließ sich 1976 in der Bundesrepublik nieder. Verpflichtungen führten sie Ende der 1970er Jahre an die "Landesbühne Hannover" (heute "Theater für Niedersachsen") und das "Theater Aachen".
Bis Ende der 1990er trat  Christensen vor allem in Fernsehproduktionen in Erscheinung, außer ihrem Part der Viktoria in "Jauche und Levkojen"/"Nirgendwo ist Poenichen"  (1978/80 zeigte sie sich mit Episodenrollen in populären Krimiserien wie mehrfach in "Der Alte", "Derrick", "Ein Fall für zwei" (hier u. a. 1984 in der Folge "Auf eigene Gefahr") oder "Die Krimistunde". Man sah sie als Inge Reitz, Freundin des Abiturienten Claus Wagner (Till Topf), in dem Sechsteiler "Tod eines Schülers" (1981), drei Mal tauchte sie dem Dauerbrenner "Tatort" auf:  In "Peggy hat Angst" (1983) mimte sie das Fotomodell Natascha Berg, Freundin und Mitbewohnerin von Peggy (Hannelore Elsner), und musste mit ihr eine Mord-Szene am Telefon spielen, bei dem nur Nataschas Schreie zu hören waren. Das Ganze wirkte so "echt", dass einige Zuschauer/-innen nach der Ausstrahlung beim damaligen "Südwestfunk" (SWF) (der diesen "Tatort" produzierte) anriefen und fragten, ob da am Telefon wirklich jemandem Leid zugefügt worden sei, um solche Schmerzensschreie produzieren zu können. Danach erlebte man sie noch in den "Tatort"-Krimis "Eine Million Mäuse" (1987) als Nicole Rohde und in "Rosen für Nadja" (1998) als Bea, Ehefrau des Arztes Dr. Peter Tale (Horst Günter Marx), der mit der Tochter seines gehbehinderten Patienten Harry Forster (Michael Degen), Nadja Forster (Anke Sevenich), ein Verhältnis hat. Weiterhin war Ute Christensen unter anderem mit an Bord des Quotenrenners "Das Traumschiff" und präsentierte sich in der Folge "Karibik" (1983) bzw. in dem Segment "Der Hund" als Boutique- Verkäuferin Rosi, die von dem Schiffsbäcker Heinz Karger (Diether Krebs) eher erfolglos verehrt wird → fernsehserien.de. Als Martina Hambach, Mitarbeiterin von Werner Schumann (Peter Weck) und später Ehefrau des "ewigen Junggesellen" Wolfgang Frank (Herbert Herrmann), kam sie in sieben Geschichten (1984–1986) der Kultserie "Ich heirate eine Familie" daher, als die Gemahlin des Drachenkönigs (Franco Nero) in dem zweiteiligen Fantasy-Märchen "Der Ring des Drachen" (1994, "Desideria e l’anello del drago").
Auf der Leinwand erlebte man Ute Christensen eher selten,, so als Sandra in der mit Helmut Fischer, Uschi Glas und Thomas Gottschalk gedrehten Lustspiel "Mama Mia – Nur keine Panik" (1984), als Frau Keile in der rabenschwarzen Krimikomödie "Der kleine Staatsanwalt" (1987) von (Regie/Drehbuch/Produktion) und mit Hark Bohm sowie als Mutter Hanna in dem von Jindřich Polák gedrehten Kinderstreifen "Pan Tau – Der Film"1) (1988) mit Otto Šimánek in der Doppelrolle des Rudolf Karasek (Pan Tau) und dessen Doppelgänger Josef Novak → fernsehserien.de.
   
Ende der 1990er verabschiedete sich Ute Christensen von ihrer Arbeit vor der Kamera, verlegte sich nun aufs Schreiben, verfasste Drehbücher für Fernsehserien wie "Niedrig und Kuhnt" oder "Streit um Drei".
Seit 2019 engagiert sie sich im Beirat der gemeinnützigen"IVQS-Stiftung – Gegen Altersarmut bei Schauspielern" → ivqsstiftung.wordpress.com.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2010/April 2015)

Weitere Filme*) mit Ute Christensen
 
Link: 1) filmportal.de

Cornelia Rosenfeld  … spielte Maximilianes Tochter Viktoria als Kind.

In der Internet Movie Database wird nur "Jauche und Levkojen" ausgewiesen.

Eva Behrmann  … spielte Maximilianes Stieftochter Edda als Erwachsene;
Edda stammt aus der Affäre Viktor Quints mit Hilde Preissing.

Geboren 1949.

Weitere Filme*) mit Eva Behrmann

Eva Wehner  … spielte Maximilianes Stieftochter Edda als Kind;
Edda stammt aus der Affäre Viktor Quints mit Hilde Preissing.

In der Internet Movie Database wird nur "Jauche und Levkojen" ausgewiesen.

Bettina Friedrich  … spielte das letztes und fünfte Kind von Maximiliane, die Tochter Mirka als Erwachsene;
Mirkas Vater ist ein kirgisischer Soldat, dem Maximiliane auf der Flucht begegnet ist und der sie vergewaltigt hat.
Mirka lässt sich später als Balletttänzerin ausbilden und geht als Model nach Paris.
Sie heiratet Monsieur Villeman und bekommt mit ihm zwei Söhne.
   
In der Internet Movie Database wird neben "Jauche und Levkojen" nur noch der KinofFilm "Café Europa (1990) mit einer ungenannten Rolle ausgewiesen → filmüprtal.de.
Angelika Riess  … spielte das letztes und fünfte Kind von Maximiliane, die Tochter Mirka als Kind.

In der Internet Movie Database wird nur "Jauche und Levkojen" ausgewiesen.

   

Weitere Personen und ihre Darsteller/-innen:
(vollständige Besetzungsliste bei der Internet Movie Database)
(Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Pinkas Braun

Pinkas Braun; Copyright Werner Bethsold

… spielte den Juden Dr. Daniel Grün, der sich später mit Vera von Quindt vermählt;
gemeinsam emigrieren sie in die USA.
 
Geboren am 7. Januar 1923 in Zürich (Schweiz),
gestorben am 24. Juni 2008 im Alter von 85 Jahren in München.
  
Kurzportrait zu Pinkas Braun innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, deutsches-filmhaus.de, filmportal.de

Weitere Filme*) mit Pinkas Braun
 
Foto zur Verfügung gestellt: © Werner Bethsold (1925–2019)
Das Foto entstand 1982 während einer Hörspielproduktion.

Herbert Steinmetz … spielte den Diener und Kutscher Otto Riepe, Vertrauter und Faktotum
des alten Barons Joachim von Quindt.
 
Geboren am 19. Oktober 1908 in Elstertrebnitz (Sachsen),
gestorben am 30. November 1986 im Alter von 78 Jahren in Bremen.
 
Kurzportrait zu Herbert Steinmetz innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) Herbert Steinmetz

Ilsemarie Schnering … spielte Otto Riepes Frau, Anna Riepe, die auf Poenichen als "Mamsell" arbeitet und sich liebevoll um die kleine Maximiliane von Quindt kümmert.
  
Geboren am 28. April 1909 in Genthin (heute: Sachsen-Anhalt),
gestorben am 3. April 1995 im  Alter von 78 Jahren in Gernsbach (Baden-Württemberg).

Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Sopranistin und Schauspielerin. Nach ihrem Bühnendebüt (1932) am "Theater  Gotha" (heute "Ekhof-Theater") folgten Engagements am "Oldenburgischen Staatstheater" (1933/34), an den "Bühnen der Hansestadt Lübeck" (1934–1937), dann für eine Spielzeit am "Staatstheater Karlsruhe" sowie am "Stadttheater Magdeburg". Zwischen 1940 und 1943 gehörte sie dem "Stadttheater Königsberg" (Ostpreußen; heute: Kaliningrad (Russland)) an, eine weitere Station war 1943/44 das Theater von Breslau (heute: Wrocław, Polen). Nach Ende des 2. Weltkrieges wirkte sie am "Staatstheater Stuttgart", trat vor allem in lyrischen und Soubrettenpartien auf  Zu nennen sind unter anderem das Ännchen in "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber, die Marzelline in "Fidelio" von Ludwig van Beethoven und die Gretel in "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck. Im Operettenfach glänzte sie als Kammerzofe Adele in "Die Fledermaus" von Johann Strauss und als Valencienne in "Die lstige Witwe" von Franz Lehár; seit 1957 arbeitete sie als freischaffende Künstlerin.
  
Ilsemarie Schnering begann in dieser Zeit ihre intensive Arbeit vor der TV-Kamera und bewies sich als hervorragende Charakterdarstellerin. Ihr Fernsehdebüt gab sie bereits am 19. Juli 1955 unter der Regie ihres zeitweiligen Ehemannes Peter Beauvais in "Die falschen Nasen", einer Komödie aus einem Märchenland nach einer Vorlage von Jean-Paul Sartre, neben unter anderem Werner Finck (Der König) mit dem Part der Spülmagd Hedwig → filmportal.de. Sie brillierte beispielsweise unter der Regie von Imo Moszkowicz als Émilie, rundlich-gemütliche Frau des Lunapark-Fotografen/Casanovas Fabien (Martin Benrath), in "Die Frau des Fotografen"1) (EA: 31.05.1958) nach der Komödie "La belle amour" von Marcel Pagnol. Die Programmzeitschrift "Hörzu" (24/1958, S. 42) urteilte: "Die Entlarvung eines liebelosen Angebers steht im Mittelpunkt der Handlung, die in Ilsemarie Schnering einen auffallenden Aktivposten hat. Die Künstlerin, bisher nur als Soubrette bekannt, hat eine erstaunliche Entwicklung zur Charakterschauspielerin hinter sich gebracht, und es war ein guter Griff des SWF, sie mit dieser Rolle zu betrauen." In dem von Peter Beauvais nach dem amüsanten Bühnenwerk "The Male Animal" von James Thurber in Szene gesetzten Konversationsstück "Der Mann im Manne"1) (EA: 05.09.1959) gab sie als Ellen die Gattin des Hochschulprofessors Tommy Turner (Friedrich Schoenfelder), die auf ihre Jugendliebe Joe Ferguson (Volker von Collande) trifft, in "Geisterkomödie"1) (EA: 04.02.1962) nach der von Curt Goetz bearbeiteten Vorlage "Blithe Spirit" von Noël Coward (→ Kinofilm 1945) unter der Regie von Otto Tausig die Frau von Dr. Bradman (Peter Martin Urtel), die von Schriftsteller Charles Condomine (Max Mairich) zur Teilnahme an einer Séance eingeladen werden. In "Der Maulkorb"1) (EA; 26.02.1963; Regie: Hans Quest) nach dem humorigen, gleichnamigen Roman/Theaterstück von Heinrich Spoerl mit Werner Hinz als Staatsanwalt von Treskow trat sie als Frau Tigges, Betreiberin von "Tigges Weinstube" auf. Mehrfach wirkte sie in den von Peter Beauvais inszenierten TV-Spielen mit, als Friseurin Lieselotte Wohlfahrt, welche in der Geschichte "Schönes Wochenende"1) (EA: 0.12.1962) aus der Feder von Horst Lommer endlich einen netten Mann zu treffen möchte, in der ebenfalls von Horst Lommer verfassten, heiteren Story "Ich fahre Patschold"1) (EA: 08.12.1964) mit Walter Jokisch als der geplagte Bauunternehmer Rainer Patschold und Uwe Friedrichsen als dessen gewiefter Chauffeur Göhrke kam sie als Postsekretärswitwe Frau Reiser daher, in "Spätsommer" (EA: 13.09.1964) nach dem Schauspiel "Late Summer Affair" von Leo Lehman mit Erik Ode als der in die Jahre gekommene Antiquitätenhändler Frank Hacklow mimte sie die Frau von Mr. Brill (Dirk Dautzenberg), stellte in dem mit Paul Verhoeven als Berliner Dompropst/Priester Bernhard Lichtenberg gedrehten, viel beachteten Drama "Bernhard Lichtenberg" (EA: 20.07.1965) die Nonne Schwester Stephana dar oder gehörte als Frau Neutze zur Besetzung des Krimis "Der Unfall" (EA: 07.11.1968). Eine schöne Rolle war unter der Regie von Hermann Leitner die der Mathilde, Haushälterin des Antiquitätenhändlers Friedrich Roeder (Heinz Rühmann), in "Kein Abend wie jeder andere" (EA: 24.12. 1976) mit Peter Ustinov als Roeders Konkurrent, der Inhaber von "Billy's Kunstshop". Sehenswert war, einmal mehr unter Beauvais' Regie, das Alkoholiker-Drama "Rückfälle" (EA: 13.12.1977), in dem sie gemeinsam mit Ulrich Matschoss die Schwiegereltern des Protagonisten Manfred Burger (Günter Lamprecht) spielte. Immer wieder bewies die Schauspielerin ihre darstellerische Vielseitigkeit, in Fritz Umgelters Adaption "Die Weber" (EA: 27.01.1980) nach dem sozialkritischen, gleichnamigen Theaterstück von Gerhart Hauptmann gab sie die Ehefrau des Pastors Kittelhaus (Hans Söhnker) → deutsches-filmhaus.de.
   
Mit ihren Auftritten bereicherte Ilsemarie Schnering etliche legendäre Mehrteiler, so als die Mutter von Jim Hawkins (Michael Ande) in dem Vierteiler "Die Schatzinsel" (1966) nach dem gleichnamigen Roman von Robert Louis Stevenson, als Mrs. Green (1 Folge) in dem dreiteiligen Durbridge-Straßenfeger "Ein Mann namens Harry Brent" (1968) mit Günther Ungeheuer in der Titelrolle, als Frau des Baurats Emmanuel Knipfel (Wolfgang Büttner) in dem Fünfteiler "Die Powenzbande" (1973) nach dem Roman von Ernst Penzoldt, als Klavierlehrerin in dem Zweiteiler "Tadellöser & Wolff" (1975) nach dem gleichnamigen Roman von Walter Kempowski, als Ms. Maloney in dem zweiteiligen Krimi "Lady Audleys Geheimnis" (1978) nach dem Roman "Lady Audley’s Secret" von Mary Elizabeth Braddon, als Anna Riepe in "Jauche und Levkojen"/"Nirgendwo ist Poenichen" (1978/1980) nach der Vorlage von Christine Brückner und als Kindermädchen in dem zweiteiligen "Plüschkrimi" "Lucilla" (1980) nach dem Roman "Poor Miss Finch" von Wilkie Collins mit Gertraud Jesserer als die in ihrem ersten Lebensjahr blinde und willensstarke Pfarrerstochter Lucilla.
Sie zeigte sich zudem in beliebten Krimiserien wie unter anderem als Frau Spranger in der Episode "Die Zündschnur" (EA: 04.08.1967) aus der Reihe "Das Kriminalmuseum", als Hotelbesitzerin Frau Bleibtrau in der Folge "Mit 100 Karat durch die Wand"1) (EA: 28.01.1970)  aus "Polizeifunk ruft", tauchte bei "Hamburg Transit" als Frau Vogel in der Folge "Die Postlady"1) (EA: 29.01.1974) auf oder als die Rentnerin Frau Keller in der Story "Schwind passt auf" (EA: 02.05.1986) aus "Ein Fall für Zwei". Wiederholt war Ilsemarie Schnering bei dem Dauerbrenner "Tatort" mit dabei, als Krankenschwester Berta in "Wenn Steine sprechen" (EA: 13.02.1972) sowie als stets "Mutti" genannte Ehefrau des Baden-Badener Kommissars Gerber (Heinz Schimmelpfennig) in "Playback oder die Show geht weiter" (EA; 17.03.1974), "Tod eines Einbrechers" (EA: 16.03.1975), "Kassensturz" (EA: 15.02.1976) und "Finderlohn" (EA: 24.04.1977). Letztmalig zeigte sie sich nach rund 75 TV-Produktionen in der rabenschwarzen Komödie "Das Tier" (EA: 02.06.1993; Regie: Gert Steinheimer2)) neben Adolf Laimböck in der Rolle des knurrigen, passionierten Tierhassers Paul Ratzeburger als Nachbarin Magdalena Ruprecht auf dem Bildschirm → tvspielfilm.de, taz.de.
Sporadisch beteiligte sie sich seit Ende der 1950er Jahre an Hörspielen, sprach unter anderem die Müllerin in "Das kalte Herz"3) nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff (EA: 22.04.1979; Regie: Hermann Naber) mit Christian Brückner als Kohlenmunk-Peter, die Frau von Kommissar Benk (Walter Richter) in dem Krimi "Der letzte Fall"3) von Hans van Ooyen (EA: 20.11.1979; Regie: Bernd Lau) oder die Großmutter in "Leonores letzter Wille"3) der finnischen Autorin Anneli Pukema (1929 – 2008; EA: 13.11.1984; Regie: Arturo Möller).
  
Ilsemarie Schnering war seit Anfang der 1950er kurzzeitig die erste Ehefrau des Regisseurs Peter Beauvais (1916 – 1986).

Quelle (unter anderem): Wikipedia (Stand Februar 2009) sowie
Geburts- bzw. Sterbedaten von Volker Wachter ("Staatsarchiv Meiningen")
Siehe auch operissimo.com

Weitere Filme*) mit Ilsemarie Schnering
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) filmportal.de, 3) ARD Hörpieldatenbsnk

Niko Grünecke  … spielte den Willem Riepe, Sohn von Otto und Anna Riepe.
 
Weitere Filme*) mit Niko (auch Nico) Grünecke
Edeltraut Elsner  … spielte die Martha Riepe, Tochter von Otto und Anna Riepe, die es auf Poenichen zur Guts-Sekretärin gebracht hat. Sie ist heimlich in Maximilianes Mann Viktor verliebt.
  
Geboren am 8. April 1936 in Berlin,
gestorben am 28.12.2017 im Alter von 81 Jahren ebenda.

Die Tochter des SFB-Regisseurs Reinhard Elsner und dessen Ehefrau, der Malerin/Autorin Ingeborg Elsner, erhielt ihre Schauspielausbildung an der Berliner "Max-Reinhardt-Schule". Seit 1958 arbeitete sie als freischaffende Schauspielerin, wobei sie Auftritte als Theaterschauspielerin vorwiegend in Berlin absolvierte, jedoch im Rahmen von Tourneen auch in Deutschland und im Ausland wirkte.
Eine ihrer bekanntesten Rollen hatte Edeltraut Elsner in dem von Bernhard Wicki in Szene gesetzten, berühmten, preisgekrönten Anti-Kriegsfilm "Die Brücke" (1959), in welchem sie das Lehrmädchen Barbara spielte, die ein Verhältnis mit dem Friseur Herrn Horber (Klaus Hellmold), dem Vater des Schülers Karl (Michael Mechel alias Karl Michael Balzer) hat. Auch in Helmut Käutners Kino-Drama "Schwarzer Kies" (1961) gehörte sie als Anni Peel, Verlobte von Bill Rodgers (Peter Nestler), zur Besetzung. Mit Beginn der 1960er Jahre zeigte sie sich in zahlreichen Fernsehproduktionen, meist auf Nebenrollen reduziert, sind jedoch auch prägnante Parts zu verzeichnen.  So präsentierte sie sich beispielsweise als Mutter Mock in der Serie "Peter ist der Boss" (1972), mimte die Dr. Mehring in den Geschichten um "Die drei Klumberger" (1977), die Martha Riepe in "Jauche und Levkojen" (1978) oder spielte in der mit Günter Pfitzmann als der stadtbekannte Weiberhelden und Bierfahrer Ferdinand "Nante" Koblank nach der Romanvorlage von Erdmann Graeser gedrehten Serie "Die Koblanks" (1979) das Röschen, Tochter des zu Geld gekommenen Kohlehäädlers Schmidt (Kurt Pratsch-Kaufmann), die doch noch die Ehefrau des "schönen" Ferdinands wird → fernsehserien.de.
   
"Die Koblanks": DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche den Serienklassiker am 10.11.2017 auf DVD herausbrachte. "Die Koblanks": Szenenfoto mit Edeltraut Elsner als Röschen und Wolfgang Völz als Erwin Neumann, Kollege von  Ferdinand Koblank; mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche den Serienklassiker am 10.11.2017 auf DVD herausbrachte.
"Die Koblanks": Abbildung DVD-Cover sowie Szenenfoto mit Edeltraut Elsner
als Röschen und Wolfgang Völz als Erwin Neumann, Kollege von  Ferdinand  
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche den Serienklassiker
am 10.11.2017 auf DVD herausbrachte.

Edeltraut Elsner trat zudem in vielen Einzelproduktionen auf dem Bildschirm in Erscheinung, zu nennen ist beispielsweise das Dienstmädchen Mary in "Die kahle Sängerin"1) (EA: 06.11.1961) nach dem Theaterstück "La cantatrice chauve" von Eugène Ionesco mit Manfred Heidmann/Inge Langen (Mr. und Mrs. Smith) und Siegfried Wischnewski/Eva-Maria  Meineke (Mr. und Mrs. Martin) oder die Tochter Lucy in "Nicht nur zur Weihnachtszeit" (1970) nach der satirischen, gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll mit Edith Heerdegen als die alte schrullige Tante Milla. Bei der am 6. Januar 1980 ausgestrahlten Sendung "Pension Schöller"1) handelte es sich um den von Wolfgang Spier am Berliner "Theater am Kurfürstendamm" inszenierten, unverwüstlichen Schwank von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby, in dem sie als Ulrike Sprosser glänzte, verwitwete Schwester des von Harald Juhnke dargestellten, vermögenden Provinzkaufmann Robitzky (im Original Gutsbesitzers Philipp Klapproth).    
Mit Episodenrollen wirkte sie in zahllosen Serien/Reihen wie "Hafenpolizei", "Der kleine Doktor", "Derrick", "Ich heirate eine Familie", "Praxis Bülowbogen" oder auch beim Dauerbrenner "Tatort" mit, hier als Frau Bernhard, Nachbarin der Denzels (Rolf Becker/Antje Hagen), in dem Krimi "Schuldlos schuldig" (EA: 28.02,1988), in dem KHK Bülow (Heinz Drache) ermittelte. Unter anderem verkörperte sie in zwei Folgen der Spionageserie "Die rote Kapelle" (1972) die Libertas Schulze-Boysen, welche während des NS-Regimes zur Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" gehörte. Neben Dieter Hallervorden sah man sie in der Folge "Didi zieht um"2) (EA: 26.01.1977) aus der Reihe "Nonstop Nonsens" sowie in "Der heilsame Schreck" (EA: 30.09.1986) aus den Geschichten "Didi – Der Untermieter". Einige Episoden lang (64–82) mimte sie 1992 in der RTL-Daily-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" die Landwirtin Margot Hahnich. Zu einer ihrer letzten Auftritte vor der TV-Kamera zählte der kleine Part der Erika Kalkhoff in der Folge "Auge um Auge"2) (EA: 25.03.2000) aus der Serie "Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen" mit Rainer Hunold.
  
Umfangreich war Eosners Arbeit  sowohl für das Hörspiel als auch die Synchronisation, so weist synchronkartei.de über 300 Sorechrollen aus. Beispielsweise lieh sie Joan Sims in der "Carry-on…"-Filmreihe ihre Stimme oder sprach den Maulwurf Digby in der Zeichentrickserie "Tabaluga" (ab 1997). Unter anderem hörte man für Suzanna Leigh als Vicky Hawkins in der amüsanten Story "Boeing-Boeing" (1965), für Eileen Brennan als Billie in der Gaunerkomödie "Der Clou" (1973, "The Stin"), für Meg Foster als Nora in dem TV-Melodram "Sunshine"3) (1973 → Wikipedia (englisch)) oder für Rita Tushingham als Tante Carrie in der Literaturadaption "Being Julia" (2004). Die Liste ihrer  Episodenparts in Serien ist lang, hierzu zählen populäre Produktionen wie "Ein Colt für alle Fälle" ("The Fall Guy"), "The Drew Carey Show", "Die Waltons", "Bonanza", "Love Boat" oder "Hotel" – um nur einiges zu nennen.
Von ihren rund 50 Produktionen, welche die "ARD Hörspieldatenbank" seit Anfang der 1960er mit ihr aufführt, sei die Eva, Tochter der Marthe Rull (Trudik Daniel) in "Der zerbrochene Krug"4) nach dem Lustspiel "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (EA: 21.11.1961; Regie: Hans Conrad Fischer) mit Eduard Wandrey als Dorfrichter Adam genannt. Weiterhin beispielhaft die Eva, Freundin des Zuhälters Herbert (Alexander Welbat), in "Berlin Alexanderplatz"4) nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Döblin (EA: 11.09.1962; Regie: Hans Lietzau) mit Günter Pfitzmann als Franz Biberkopf, unter der Regie von Ivo Veit die in der Reihe "Damals war’s – Geschichten aus dem alten Berlin" gesendeten Mehrteiler "Wilhelm Wittes Witwen" (1977/78) mit Bruno Fritz als Herrenfrisör Wilhelm Witte und ihrem Part der Susanne Liebchen (das Mädchen aus dem Zoo), und die Berta, Tochter des Hausverwalters Arthur Herr (Bruno Fritz) in "Der Herr im Haus" (1978/79) jeweils aus der Feder von Erich Jakob sowie die Schießbudenbesitzerin Grete Zimpel in "Franz im Glück" (1980/81) von Heinrich Wulkow (Regie: Paul Esser) mit Hans-Jürgen Dittberner als der Rummelplatz-"Anreißer" Franz Pilz. Sie wirkte als Mutter von Anton Bohnsack auch bei den Kinderserien "Der kleine Vampir" nach der gleichnamigen Buchreihe von Angela Sommer-Bodenburg mit, an den Abenteuern von "Bibi Blocksberg" war sie sie drei Mal an der Seite von "Titelheldin" Susanna Bonaséwicz mit unterschiedlichen Parts beteiligt als Frau Schaller in den Folgen "Bibi als Babysitter" (33), Esterelle in "Ohne Mami geht es nicht" (41)und Frau Patschke in "Wo ist Kartoffelbrei?"(52).
Erwähnt werden sollte, dass Edeltraud Elsner von Anfang der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre dem Ensemble des Berliner Kabaretts "Die Stachelschweine" angehörte.. 
Nach ihrem Tod fand die Künstlerin die letzte Ruhe auf dem Berliner "Friedhof Grunewald".
Sie war mit dem Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Ziffer (1941 – 2022) verheiratet; die Ehe wurde später geschieden. Aus der Verbindung ging die 1975 geborene Tochter Julia Ziffer hervor, die ebenfalls den Beruf der Sprecherin in der Synchronisation und im Hörspiel ergriff.

Quelle (teilweise): Wikipedia (Stand Juni 2010)

Weitere Filme*) mit Edeltraut Elsner;
siehe auch Auszug bei filmportal.de und Wikipedia
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) fernsehserien.de,
3) filmdienst.de. 4) ARD Hörspieldatenbank

Hartmut Becker

Hartmut Becker; Copyright Thomas Straub

 … spielte den Gutsinspektor Christian Blaskorken, in den sich Maximiliane von Quindt verliebt. 

Geboren am 6. Mai 1938 in Berlin
gestorben am 22. Januar 2022 m Alter von 83 Jahren in Berlin-Spandau.
  
Kurzportrait zu Hartmut Becker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, filmportal.de

Weitere Filme*) mit Hartmut Becker
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Agentur Actors Management zur Verfügung gestellt.
© Thomas Straub

Ferdy Mayne

Ferdy Mayne; Copyright Virginia Shue

… spielte den Hausarzt der von Quindts, Dr. Wittkow.
  
Geboren am 11. März 1916 als Ferdinand Philip Mayer-Horckel in Mainz, 
gestorben am  30. Januar 1998 im Alter von 81 Jahren in London (UK).
 
Kurzbiografie zu Ferdy Mayne innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Ferdy Mayne
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Liane Hielscher
 
Liane Hielscher
Das Foto wurde mir freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
&Copy; Virginia Shue.
 … spielte die Anna Hieronimi, die Maximiliane bei der Geburt der Tochter Mirka beisteht.
 
Geboren am 9. November 1935 als Juliane Hielscher im schlesischen Schweidnitz
(heute: Świdnica, Polen),
gestorben am 26. Januar 2000 im Alter von 64 Jahren in Bad Aibling (Bayern).
 
Nach der so genannten "Mittleren Reife" absolvierte sie eine Handelsoberschule und arbeitete drei Jahre als Dolmetscherin. Sie entschied sich dann für die Schauspielerei und nahm am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg Unterricht bei Bei Joseph Offenbach. Anshließ:end trat sie ein erstes Engagement am "Städtebundtheater Hof" an. Von 1962 bis 1964 wirkte sie an den "Städtischen Bühnen Münster", zur Spielzeit 1964/65 in Hamburg am "theater 53" und am "Theater im Zimmer". Es folgten Verpflichtungen an der "Landesbühne Hannover" (heute "Theater für Niedersachsen"), am Hamburger "Thalia Theater" (1966/67) und am "Bayerischen Staatsschauspiel" in München (1967/68), von 1968 bis 1970 spielte sie am Berliner "Hebbel-Theater". Danach arbeitete sie als freischaffende Schauspielerin, gastierte an verschiedenen Bühnen und trat in zahlreichen Tournee-Produktionen auf.
   
War Hielscher ab Mitte der 1960er Jahren zunächst hauptsächlich am Theater tätig, trat sie in den 1970er und 1980er Jahren vorwiegend im Fernsehen auf. Ihr Debüt vor der TV-Kameras gab sie als Mrs. Cadringham in der Folge "Mord mit umgekehrten Vorzeichen"1) (EA: 29.11.1965) aus der mit Günter Pfitzmann gedrehten Krimiserie "Gestatten, mein Name ist Cox". Es folgten Episodenrollen in weiteren beliebten Krimiserien wie beispielsweise "Ein Fall für Titus Bunge" (Folge 2: "Kalte Ente"1)) mit Ralf Wolter, "Das Kriminalmuseum" (Folge 39: "Der Scheck"), "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" (Folge 31: "Ein gewisser Schliff"1)) mit Beppo Brem, "Sonderdezernat K1" (Folge 2: "Vorsicht Schutzengel"/Folge 4: "Ganoven-Ralley"1)), "Hamburg Transit" (Folge 43: "Eine Sekretärin"1)) oder "Ein Fall für zwei" (Folge 4: "Todfreunde"). Wiederholt bzw. 10 Mal trat sie zwischen 1975 und 1994 in dem Quotenrenner  "Derrick" neben Protagonist Horst Tappert in Erscheinung, zuletzt als Mathilde in der Episode "Gib dem Mörder nicht die Hand"2) (EA: 08.07.1994). Beim Dauerbrenner "Tatort" war sie ebenfalls vertreten, mimte in "Schweigegeld" (EA: 18.11.1979) mit Hansjörg Felmy als Eaasener Kommissar Heinz Haferkamp die Gertrud, Ehefrau des zu Tode gekommenen Einbrechers Karl Thiemann (Helmut Stange) bzw. Schwester von Stefan (Erich Ludwig).
Doch nicht nur im kriminalistische Genre wusste sie zu überzeugen, beispielsweise zeigte sie sich als Ruth, Ehefrau des Kapitäns Ernst Wilde (Klaus Knuth) bzw. Schwiegertochter des Familienpatriarchen Jakob Wilde (Paul Dahlke), in der Serie "MS Franziska" (1977), in nachhaltiger Erinnerung ist sie sicherlich mit der Figur der Witwe Hanna Zerfass geblieben, die in der beliebten Serie "Moselbrück"2) (1987–1993) über eine Winzerfamilie an der Mosel das Weingut zu erhalten versucht. Ihre ihre darstellerische Vielseitigkeit bewies sie auch in Fritz Umgelters Adaption "Die Weber" (EA: 27.01.1980) nach dem sozialkritischen, gleichnamigen Theaterstück von Gerhart Hauptmann und gab die Luise, Ehefrau des Webers Gottlieb Hilse (Erich Schleyer) → deutsches-filmhaus.de. Zu einer ihrer letzte Auftritte auf dem Bildschirm zählte die Rolle der Frau Dr. Engelhardt in der "Sat.1"-Familienserie "Solange es die Liebe gibt" (1996).
Darüber hinaus sah manr Liane Hielscher in einigen Kinoproduktionen mit prägnanten Nebenrollen, ihr Leinwanddebüt gab sie als Astrid, die mit ihrem Vater, dem norwegischen, herrschsüchtigen Großbauern/Sägewerkbesitzer Arne Arndahl (Carl Lange), Schwester Christine (Marianne Hoffmann) und der Haushälterin Katen (Ruth Maria Kubitschek) in dem von Paul May gedrehten Heimatstreifen "Mittsommernacht" (1967) auf dem abgelegenen Svytelma-Hof lebt. Es folgte die Rolle der Constanze in Theodor Kotullas erstem Langfilm bzw. in dem Drama "Bis zum Happy-End" (1968), unter der Regie von Ula Stöckl der Journalistin Katharina in dem Frauenfilm "Neun Leben hat die Katze"3) (1968 → ula-stoeckl.com, berlinale.de) und der Liane S. in Edgar Reitz' Frühwerk "Cardillac" (1969; → filmportal,de), einer freien Adaption der Novelle "Das Fräulein von Scuderi" von E. T. A. Hoffmann, mit Hans-Christian Blech als der international ausgezeichnete Goldschmied René Cardillac. In dem von Zbyněk Brynych in Szene gesetzten, eher belanglosen kolportagehaften Streifen "Engel, die ihre Flügel verbrennen" (1970) mimte sie die Elvira Schramm in dem ebenfalls zu vernachlässigenden Episoden-Sexfilmchen "Liebesspiele junger Mädchen" (1972) die Mutter des Teeagers Kurt Mühlberg (Peter Kranz). Unter der Regie von Dieter Pröttel entstand mit Mike Krüger und Thomas Gottschalk (auch Drehbuch) der Kassenschlager/die Verwechslungskomödie "Die Supernasen" (1983), in dem sie als Sabine, Gattin des reichen Industriellen Heinrich Sasse (Gert Haucke), daherkam, Nikolaus Schilling realisierte die konfliktreiche Liebesgeschichte zwischen der erfolgreichen TV-Moderatorin Mara Weyland (Hielscher) und dem jungen Filmvorführer Michael Blank (Gabriel Barylli) mit dem Titel "Die Frau ohne Körper und der Projektionist"4) (1984). Als Lehrerin Fräulein Meise gehörte sie zur Besetzung der von Nikolai Müllerschön gedrehten "Teenager-Liebessschnulze" "Ein irres Feeling" (1984), zusammen mit Ernst H. Hilbich präsentierte sie sich in der humorigen Geschichte "A.D.A.M." (1988; Regie: Herbert Ballmann) als die Eltern von Vera Zechlin (Yolande Gilot), der Verlobte des Anthropologen Tobias Schmidt-Eberbach (Helmut Berger). Weitere Auftritte hatte sie als Lena in der US-amerikanischen Produktion "Shuttlecock"3) (1989, "Fwederball" → IMDb) von Filmemacher Jerry Barrish (→ Wikipedia (englisch)) und einmal mehr unter der Regie von Nikolaus Schilling als Iris Wege in dem Krimi "Der Atem"4) (1989) nach der Erzählung "Layout für ein Gesicht" von Herbert W. Franke.  
Mitunter stand Liane Hielscher Synchronstudio, lieh unter anderem Capucine als Pepita in "Rivalen unter roter Sonne" (1971, "Soleil Rouge") oder Majel Barrett als Krankenschwester Christine Chapel in der Science Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" ("Star Trek") zwölf Folgen lang ihre Stimme → synchronkartei.de. Ebenfalls nur sporadisch beteiligte sie sich an Hörspielen, unter anderem sprach sie das Dienstmädchen Anna in "Der keusche Lebemann"5) nach dem gleichnamigen Schwank6) (→ Kinofilm 1952) des Autoren-Duos Arnold und Bach (EA: 21.02.1977; Regie: Heinz-Günter Stamm) mit Gustl Bayrhammer als Fabrikant Julius Seibold und Walter Schmidinger als dessen Kompagnon Max Stieglitz, die Maria Modendorff in "Das weiße Zimmer"5) von J. Monika Walther (EA: 19.09.1982; Regie: Ursula Langrock) aus der Reihe "Muttergeschichten" oder die Inga, Haushälterin des Bischofs (Peter Oehme), in dem Kinderhörspiel "Troll-Kata und das vergessene Datum"5) von Helga M. Novak (EA: 20.12.1987; Regie: Ursula Langrock) mit Mechthild Großmann als Troll-Kata.
   
Liane Hielscher erlag am 26. Januar 2000 mit nur 64 Jahren einem Krebsleiden. Die letzte Ruhe fand die Schauspielerin auf dem Friedhof der oberbayerischen Gemeinde Stephanskirchen nahe Rosenheim → Foto der Grabstelle bei knerger.de
Ihre Krankheit verarbeitete Liane Hielscher mit dem Buch "Ein Star wollte ich werden, ich wurde ein Mensch. Leben mit Krebs", welches noch kurz vor ihrem Tod erschien.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia (mit Filmografie (Auszug)) (Stand 30.09.2013)
Siehe auch deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Liane Hielscher
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) wunschliste.de, 3) filmdienst.de,
4) filmportal.de, 5) ARD Hörspieldatenbank, 6) theatertexte.de

Matthias Ponnier

Matthias Ponnier; Copyright Virginia Shue

 … spielte den Maler Ossian Schiff, in den sich Maximiliane verliebt.
    
Geboren am 26. März 1940 in Berlin.
gestorben am 4. Dezember 2024 im Alter von 84 Jahren.
  
Kurzportrait zu Matthias Ponnier innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Matthias Ponnier
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Sigfrit Steiner

Sigfrit Steiner; Copyright Virgina Shue

 … spielte den Simon August.
    
Geboren am 31. Oktober 1906 in Basel (Schweiz),
gestorben am 21. März 1988 im Alter von 81 Jahren in München.
  
Kurzportrait zu Sigfrit Steiner innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, cyranos.ch

Weitere Filme*) mit Sigfrit Steiner
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Britta Fischer
(Britta Fischer-Wolffhardt)
 … spielte Helen "Lenchen" Priebe von Jadow.
    
Geboren am 25. Januar 1944 in München.
 
Britta Fischer wuchs in München als mittlere von drei Geschwistern auf.
Sie besuchte die "Schauspielschule Zerboni", nach ihrer Ausbildung folgen Engagements an renommierten deutschen Theatern. Seit den 1970er Jahren war sie vermehrt im Fernsehen zu sehen, eine ihrer ersten Rollen hatte sie als Katrin, eine der Töchter des Arbeiter-Ehepaares Breitner (Margret Homeyer / Hans Beerhenke), in dem von Peter Beauvais gedrehten TV-Film "Hilde Breitner"1) (EA: 02.12.1975), in der Kinder- und Jugendserie "Merlin" (1979) stellte sie in fünf Episoden die Prinzessin Alviga / Seenixe bzw. Elfe Viviane dar. Den meisten Zuschauern/Zuschauerinnen wurde sie durch den Part der Chefsekretärin Helma Schneider in der erfolgreichen Fernsehserie "Büro, Büro" (1982–1991) bekannt, die sie in allen 85 Episoden mimte. In dem von Rainer Wolffhardt – seit 1982 ihr Ehemann – mit Lambert Hamel als Reformator Martin Luther gedrehten, dokumentarischen TV-Zweiteiler "Martin Luther" (1983) verkörperte sie Luthers Ehefrau Katharina von Bora. Eine weitere Arbeit Zusammenarbeit mit Wolffhardt war unter anderem die nach dem Drehbuch von Herbert Reinecker und Wolffhardt entstandene Krimi-Komödie "Die Dame und die Unterwelt" (1984), in der sie sich neben Protagonistin Inge Meysel (Witwe Eleonore Mathis) als Luise Bachmann, Angestellte des verstorbenen Berliner Hausmaklers Albert Mathis, präsentierte. Beispielsweise war sie auch beim Dauerbrenner "Tatort" vertreten, zeigte sich unter Wolffhardts Regie als Christa, Ehefrau von Thomas Brass (Volker Eckstein), in der Folge "Himmelfahrt" (EA: 13.08.1978) mit Klaus Schwarzkopf als Kommissar Finke, Friedemann Fromm setzte den Krimi "Klassen-Kampf" (EA: 05.06.1994) mit dem Ermittler Duo Ivo Batic und Franz Leitmayr (Miroslav Nemec/Udo Wachtveitl) in Szene, in dem sie mit einer kleinen Nebenrolle ebenfalls zur Besetzug gehörte. Nach rund 25 Produktionen vor der Kamera verabschiedete sich die Schauspielerin vom Filmgeschäft, zu ihren letzten Bildschirm-Auftritten zählte, einmal mehr unter Wolffhardts Regie, die Folge "Grüne Eier"1) (EA: 01.11.1995) aus der Krimiserie "Der König" mit Günter Strack als der bald pensionierte Ermittler Hannes König, in der sie als Trude, Ehefrau des Bauern Leopold Hofer (Wolfram Kunkel) in Erscheinung trat → guenterstrack.de.
  
Aus der Verbindung mit Regisseur Rainer Wolffhardt (1927 – 2017) ging die gemeinsame Tochter Esther hervor.
 
Quelle (teilweise): Wikipedia (Stand Juni 2023)

Weitere Filme*) mit Britta Fischer
 
Link: 1) fernsehserien.de

Wolfrid Lier  … spielte den alten Preissing, Großvater von Edda.
 
Geboren am 1. Februar 1917 in Berlin,
gestorben am 14. Dezember 1993 im Alter von 756 Jahren in München.
 
Kurzportrait zu Wolfrid Lier innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wolfrid Lier

Gerhard Garbers

Gerhard Garbers 01; Copyright Virginia Shue

  

Gerhard Garbers 02; Copyright Virginia Shue

 … spielte den Marten von Quinten aus Holstein, der Maximilianes Stieftochter Edda heiratet.
    
Geboren am 24. August 1942 in Hamburg.
 
Während seiner Schauspielausbildung bot ihm Gustaf Gründgens 1963 die Rolle des Dieners in seiner "Hamlet"-Inszenierung am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg an. Es folgten Engagements in Bochum (1964 – 1970), München ("Residenztheater", 1975 – 1977), Düsseldorf (1977/78) und Bremen (1978 – 1981). Von 1981 bis 1993 spielte er wieder am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg und später – nach einem Abstecher am "Schauspielhaus Zürich" (1994) – an den "Hamburger Kammerspielen" (1995 – 2006). Zur Spielzeit 2007/2008 trat Garbers unter anderem bei den "Burgfestspielen" in Jagsthausen auf.
Im Hamburger "St.-Pauli-Theater" war/ist er in den Stücken "Auf der Reeperbahn – die St. Pauli Revue", "Die Jungs mit dem Tüdelband" und "Der Lord von Barmbek" zu sehen. 
Seit Mitte der 1980er Jahre nehmen TV-Produktionen in Garbers Schauspielerkarriere einen großen Raum ein, enormen Bekanntheitsgrad erreichte er ab Anfang der 1990er Jahre als Polizist Eugen Möbius in "Adelheid und ihre Mörder"1) an der Seite von Evelyn Hamann, die ihn als seine geschiedene Filmfrau immer wieder für sich einzuspannen wusste. Weitere durchgehende Rollen hatte er beispielsweise auch als Erwin in der fünfteiligen ZDF-Reihe "Schulz & Schulz"1) (1989–1993) an der Seite von Protagonist Götz George oder zwischen 1994 und 2005 als Bertil Jensen in den auf St. Pauli spielenden RTL-Krimis "Doppelter Einsatz"1), was auch ihm mehrfach den "Deutschen Fernsehpreis" einbrachte.
Garbers ist inzwischen zu einer festen Größe auf dem Bildschirm avanciert, der in Einzelproduktionen, vor allem jedoch mit Gastauftritten und Dauerrollen in zahlreichen populären Serien stets eine gute Figur macht. 2012 präsentierte er sich beispielsweise als Dr. med. Harry Hansen in der Sat.1-Serie "Auf Herz und Nieren"1), seit Anfang Januar 2015 ist er in der samstäglichen ZDF-Vorabendserie "Sibel & Max"1) als Rentner Olaf Jensen zu sehen, guter Geist der von dem verwitweten Arzt Dr. Max Walther (Marc Oliver Schulze) geführten Notfallpraxis.

Als Synchronsprecher lieh Garbers u.a. Kabir Bedi ("Ashanti"), Gary Cooper ("Marokko", zweite Synchronfassung) und Kevin McCarthy ("Bis daß der Tod euch scheidet") seine Stimme.
Zudem ist er als Sprecher in zahlreichen literarischen Audio-Produktionen zu hören.
2006 wurde Garbers mit dem "Rolf-Mares-Preis"1) für seine Darstellung in "Der Garderobier" an den "Hamburger Kammerspielen" ausgezeichnet.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand Juni 2010/April 2015)
 
Webpräsenz: www.gerhard-garbers.de
Gerhard Garbers bei seiner Agentur: www.agentur-regine-schmitz.de

Weitere Filme*) mit Gerhard Garbers
 
Link: 1) Wikipedia

Die Fotos wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Ernst von Klipstein  … spielte den Vater des Marten von Quinten.

Geboren am 3. Februar 1908 in Posen,
gestorben am 22. November 1993.
  
Kurzbiografie zu Ernst von Klipstein innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Ernst von Klipstein

Renate Delfs  … spielte die Mutter des Marten von Quinten.
    
Geboren am 27. März 1925 in Flensburg,
gestorben am 14. Mai 2018 ebenda.
 
Aufgewachsen zusammen mit drei Schwestern im Norden Flensburgs, begann Renate Delfs noch während des 2. Weltkrieges in Jena ein Studium der Theaterwissenschaften. Den Wunsch, Schauspielerin werden, konnte sie gegenüber den Eltern nicht durchsetzen. Nach Ende des Krieges absolviert sie dann eine Ausbildung zur Buchhändlerin.
Die Liebe zum Plattdeutschen führte Renate Delfs Mitte der 1960er Jahre an die "Niederdeutsche Bühne" in Flensburg, wo sie sich vor allem in plattdeutschen Theaterstücken als Volksschauspielerin etablieren konnte; eine Anstellung bei der Flensburger Touristeninformation im Jahre 1975 änderte nichts an ihrer Leidenschaft für die Schauspielerei.
Nachdem sie 1976 als Gewinnerin der Rudi-Carrell-Show "Am laufenden Band"1) erste überregionale Bekanntheit erlangt hatte – sie veröffentlichte zusammen mit dem Showmaster auch eine Single unter dem Titel "Du bist mein Hauptgewinn" –, trat Renate Delfs seit Ende der 1970er Jahre regelmäßig in TV-Produktionen in Erscheinung. Ihre erste Arbeit vor der Kamera war der Mehrteiler "Jauche und Levkojen" (1979), weitere schöne Rollen, vor allem in Serien, schlossen sich an. So unter anderem als Oma Lisbeth Schefer in "Nicht von schlechten Eltern"1) (1993–1998), als Oma Engel in "Aus gutem Haus" (2000), als Isolde Schlottmann in "Adelheid und ihre Mörder"1) (2005/2007) oder mit wechselnden Rollen in "Großstadtrevier"1) (2000–2017). Wiederholt wirkte sie zudem mit Gastrollen in der populären Krimi-Reihe "Stubbe – Von Fall zu Fall"1) mit, spielte in "Auf dünnem Eis" (2008), "Alte Freunde"2) (2012), "Gefährliches Spiel"2) (2013) und "Tödliche Bescherung"2) (2013). In der "Donna Leon"-Folge "Reiches Erbe"2) (EA: 01.05.2014) zeigte sie sich als verwirrte Seniorenheim-Bewohnerin, in "Clüvers Geheimnis"2) (2015) aus der Krimireihe "Nord Nord Mord"1) als Freya von Trockenbrodt, Vermieterin von Kommissar Hinnerk Feldmann. Zuletzt hatte die über 90-Jährige in dem TV-Krimi "Matula"1) (EA: 14.04.2017) die Johanna Fahner und beim "Großstadtrevier" in der Episode "Der einsamste Wal der Welt"3) (EA: 29.05.2017) die Josefine Sommerkamp gemimt, war in der Kultserie "Neues aus Büttenwarder"1) in der Geschichte "Sieben nach voll"3) (EA: 26.12.2017) als Amanda aufgetreten.
Als kauzige Oma Strumpf erregte sie in Andi Rogenhagens Kinokomödie "Ein Tick anders"1) Aufsehen, einer warmherzigen Geschichte um ein Mädchen (Jasna Fritzi Bauer) mit Tourette-Syndrom, und bewies einmal mehr, was für eine brillante Charakterdarstellerin sie war; an den Kinostart ging der Film am 5. Juli 2011. Weitere Leinwandauftritte hatte sie als Oma Hilde in der Tragikomödie "Sohnemänner"4), die am 19. April 2012 an den allgemeinen Kinostart ging, sowie als Oma Schippe in Michael Herbigs witzigen Geschichte "Buddy"1) (Kinostart: 25.12.2013).
  
Renate Delfs engagierte sich stark für den Erhalt der plattdeutschen Sprache, hier insbesondere des "Petuh"-Tantendeutsch1). Hierzu hatte sie neben Büchern auch Audio-CDs veröffentlicht, auf denen sowohl die Geschichte als auch die nur noch selten zu hörende Mundart enthalten sind. Zudem war sie häufig in Berichten des norddeutscher Rundfunks als Expertin zu dem Thema gefragt.
Auch als Schriftstellerin machte sich Renate Delfs einen Namen, so brachte sie beispielsweise "Von Peter Puff und Dickenissen. Eine ungewöhnliche Liebeserklärung an Flensburg" (1984) auf den Markt. Anfang März 2015 erschien das Buch "Nimm mich mit nach Gestern…", mit dem der jahrelange Briefwechsel zwischen Delfs und ihrer jungen Schauspielkollegin Rike Schmid1) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die beiden Freundinnen tauschten sich vor allem über die schwierige Zeit des Nationalsozialismus aus, die Renate Delfs als junges Mädchen miterlebte.
 
Renate Delfs starb am 14. Mai 2018 im Alter von 93 Jahren in ihrem Haus in ihrer Geburtsstadt Flensburg, rund drei Jahre zuvor war ihr am 14. März 2015 als erster und bisher einziger Frau die Ehrenbürgerwürde der Stadt Flensburg verliehen worden. Sie hinterließ drei Söhne, der jüngste ist der Dirigent Andreas Delfs1).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juni 2010/Mai 2018) sowie
der Artikel zum 90. Geburtstag (2015) beim NDR (Seite nicht mehr abrufbar)
 
Siehe auch filmportal.de
Weitere Filme
*) mit Renate Delfs
 
Link: 1) Wikipedia, 2) tittelbach.tv, 3) fernsehserien.de, 4) filmportal.de
Heinz Joachim Klein  … spielte den Pfarrer Merzin.
    
Geboren am 18. September 1906 in Düsseldorf,
gestorben am 2. Februar 1998 in München.
 
Ein erstes Theaterengagement brachte Klein 1929 nach Würzburg, zur Spielzeit 1934/35 arbeitete er als Regieassistent bei Jürgen Fehling und Gustaf Gründgens in Berlin.
Nach dem Krieg zunächst in Nürnberg, dann als Schauspieldirektor am "Mannheimer Nationaltheater" tätig, fungierte Heinz Joachim Klein seit Mai 1967 bis 1973 als Intendant des Stadttheaters in Ingolstadt, wo er Werke von Bertolt Brecht1), Tankred Dorst1) und Marieluise Fleißer1) auf die Bühne brachte. In Ingolstadt bemühte sich Klein vor allem um die dort beheimatete Schriftstellerin Fleißer, die er mit Lesungen und Aufführungen ihrer Stücke wie "Der starke Stamm" (1950) oder "Fegefeuer in Ingolstadt"1) (1926) aus der teils selbstgewählten, teils von den Stadtvätern dazu verurteilten Isolation holte Mit der Bearbeitung szenischer Fassungen und eigenen Stücken wie "Theophrastus von Hohenheim" (über "Paracelsus"1)) ging Klein auch unter die Autoren. Als Regisseur inszenierte er zahlreiche Stücke, so auch das Schauspiel in zwölf Bildern "Der Schulfreund"1) von Johannes Mario Simmel, welches am 26. Februar 1959 im "Nationaltheater" in Mannheim uraufgeführt wurde.
Vor der Kamera agierte Klein nur selten, so spielte er in der TV-Produktion "Zwei Finger einer Hand" (1975), war in Wim Wenders' "Der amerikanische Freund"1) (1977) als Dr. Gabriel zu sehen. Nach seinem Auftritt als Pfarrer Merzin in "Jauche und Levkojen" (1978) wirkte er nur noch in den Mehrteilern "Florian"2) (1990) und "Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend"1)  (1993) mit.
 
Verheiratet war der Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant Heinz Joachim Klein mit seiner Kollegin Doris Schade3) (1924 – 2012); aus der Verbindung stammt ein Sohn. Klein verstarb im hohen Alter von 91 Jahren in München.
 
Quelle (unter anderem): Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1999. Theatergeschichtliches Jahr- und Adressenbuch (S. 837)
→ www.buehnengenossenschaft.de
 
Siehe auch den kurzen Nachruf bei DER SPIEGEL (7/1998)

Weitere Filme*) mit Heinz Joachim Klein

Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP

*) Link: Internet Movie Database

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