Dieter Hallervorden; Copyright Ingo Heine Dieter Hallervorden erblickte am 5. September 1935 in Dessau1) das Licht der Welt, sein Vater Kurt war Flugzeugkonstrukteur bei der Firma "Junckers", Mutter Susanne ausgebildete Arzthelferin. Aufgewachsen mit zwei Schwestern besuchte Sohn Dieter zunächst die Grundschule seiner Geburtsstadt, lebte während des 2. Weltkrieges wegen der Luftangriffe eine Zeit lang gemeinsam mit seiner Familie in Quedlinburg1) (Harz), um dann nach Kriegsende nach Dessau zurückzukehren und weiter die Grundschule zu besuchen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – er wurde anfangs nicht zum Besuch zugelassen – wechselte Hallervorden zur Oberschule "Philanthropinum"1), wo er schon mit 17 Jahren im Mai 1953 als einer der Besten des Landkreises sein Abitur machte. Ein Studium der Romanistik an der Ost-Berliner "Humboldt-Universität"1) schloss sich an und bereits während seiner ersten Semester arbeitete er als Dolmetscher. 1958 flüchtete Hallervorden in den Westsektor von Berlin, da er Repressalien in der DDR befürchtete – als Dolmetscher kam er mit ausländischen Gästen in Kontakt – und setzte sein Studium an der "Freien Universität"1) fort. Neben Romanistik studierte er nun auch Publizistik, mit dem Ziel, politischer Journalist zu werden, nebenher belegte er Vorlesungen in Theaterwissenschaften. Während dieser Zeit verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit diversen Jobs, war unter anderem Bauhilfsarbeiter, Bierfahrer und Gärtner.
 
Foto mit freundlicher Genehmigung von
Ingo Heine (Fotograf in Berlin); © Ingo Heine
Als Mitglied der Theatergruppe "La Compagnie des Inconnus" sammelte er erste Erfahrungen auf der Bühne, wenige Zeit später entschloss er sich, die Theaterlaufbahn einzuschlagen, brach sein Studium ab und nahm Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig1), nachdem er bei der Aufnahmeprüfung an der von Hilde Körber gegründeten "Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel"1) mangels Begabung" abgelehnt worden war; auch ein Engagement beim Berliner Kabarett "Die Stachelschweine"1) blieb erfolglos. Kurze Zeit später spielte Hallervorden erste Rollen an der Berliner "Tribüne"1) sowie an der "Vaganten Bühne"1). 1960 gründete Hallervorden gemeinsam mit anderen Kollegen (u.a. Wilfried Herbst1)) das inzwischen berühmt gewordene politisch-satirische Kabarett "Die Wühlmäuse"1), dessen Leiter er bis heute ist. Er unternahm Tourneen durch den deutschsprachigen Raum und wurde mit seinen Programmen schnell über Berlin hinaus einem breiteren Publikum bekannt. Rasch folgten Angebote von Rundfunk-, Film- und Fernsehproduzenten, eine bundesweite Karriere zeichnete sich ab, die jedoch bei der Ausstrahlung seines Kabarettprogramms anlässlich der Berliner "Funkausstellung" jäh beendet schien: Hallervorden weigerte sich, bestimmte Passagen seines Programms zu streichen und negierte die Zensurbestrebungen eines Fernsehsenders, was einen Boykott der Mediengewaltigen nach sich zog; fünf Jahre lang blieben die Türen der Rundfunk- und Fernsehanstalten für Hallervorden verschlossen.
Doch der Erfolg war nicht mehr aufzuhalten, mit seinem satirischen Soloprogramm "Seltsame Begegnung" (1967), welches dann vom WDR aufgezeichnet wurde, gelang Hallervorden der Durchbruch zu einem der beliebtesten Slapstick-Komiker in der deutschen Unterhaltungsszene. Danach ging es Schlag auf Schlag, nicht zuletzt der Erfindung der Kunstfigur "Didi" verdankt Hallervorden seine enorme Popularität bei Film und Fernsehen.
  
Sein Leinwanddebüt hatte der Künstler bereits 1960 mit einen kleinen Part in dem von Fritz Lang in Szene gesetzten Krimi " Die 1000 Augen des Dr. Mabuse"1) gegeben, die erste Hauptrolle, die des alleinerziehenden Vaters bzw. Studenten Ulrich Vogler, folgte neun Jahre später in der Satire "Mehrmals täglich"1) (1969, auch "Darf ich Sie zur Mutter machen?"). Im gleichen Jahr mimte er den Lukas Schmidt, der in "Die Hochzeitsreise"1) (1969, auch "Eine Nervensäge gegen alle") gemeinsam mit seiner Angetrauten (Liselotte Pulver) manch irre Situationen meistert muss. Die größten Kinoerfolge waren zweifellos die ab Anfang der 1980er Jahre eigens auf Hallervorden zugeschnittene Produktionen, etwa 1981 die Titelrolle neben Iris Berben in der Gaunerkomödie "Ach du lieber Harry"1) oder die Parodie "Der Schnüffler"1) (1983), vor allem aber mit der Kunstfigur "Didi" machte er in den witzigen Geschichten "Didi – Der Doppelgänger"1)
(1984), "Didi und die Rache der Enterbten"1) (1985), "Didi auf vollen Touren"1) (1986) und "Didi – Der Experte"1) (1987) Furore.
 
Dieter Hallervorden mit "Olli" Maier, Harald Juhnke und Helga Feddersen; Copyright Virginia Shue
Dieter Hallervorden mit "Olli" Maier1), Harald Juhnke und Helga Feddersen
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.  Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Dieter Hallervorden, der Mann mit der großen Nase im zerfurchten Gesicht, setzte seine mimischen Talente stets voll ein, um den schlimmsten Verhältnissen auf den Grund zu gehen. Dabei baute der Zeitgeist-Kabarettist immer auf seine clownesken Verwandlungskünste – mal war er Buchhalter, mal Finanzbeamter, Sportler oder eine schrille Tunte. Zu Hallervordens jüngeren Arbeiten vor der Kinokamera zählt das vom "Bayerischen Rundfunk" betreute Filmprojekt "La Isla Bonita – Armee der Stille" (2009), in dem er eine tragische Rolle spielte – einen in der Stille des Niemandslandes lebenden kranken alten Zyniker. Regisseur Roland Lang, der auch das Konzept und Drehbuch schrieb, realisiert mit dem 90-Minuten-Spielfilm den zweiten Teil seines multimedialen Porträts der jungen Generation "Armee der Stille". In Til Schweigers1) Streifen "1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde"1)  war er mit der Rolle eines Pferdeverkäufers zu sehen. Schweiger mimte den Ritter Lanze, Julia Dietze1) die Prinzessin Herzelinde, weiterhin durfte man sich auf Thomas Gottschalk1) als König Gunther, Udo Kier als Luipold Trumpf und Hannelore Elsner als Hexe freuen; Kinostart war der 18.12.2008. An weiteren Arbeiten Hallervordens vor der Kinokamera ist etwa ein kleinerer Part in Helmut Dietls Komödie "Zettl"1) zu nennen, in Zsolt Bács' Psychothriller "Das Kind"1) ("The Child") gab er einen Pädophilen, einen finsteren Grafen in Jos Stellings Drama "Das Mädchen und der Tod"1) ("Het Meisje en de Dood"), alles Produktionen, die 2012 an den Start gingen.
Nach längerer Pause bzw. rund zwei Jahrzehnten übernahm Hallervorden in Kilian Riedhofs1) Tragikomödie "Sein letztes Rennen"1) (endlich) wieder eine Hauptrolle und mimte den fiktiven, ehemaligen Marathon-Olympiasieger Paul Averhoff, der sich im hohen Alter an einem Comeback versucht. Die Kritiken nach der Weltpremiere am 25. September 2013 in Hamburg waren durchweg positiv, Hallervordens "Comeback" begeistert aufgenommen. So schrieb unter anderem Susan Vahabzadeh in der "Süddeutschen Zeitung": "Das letzte Rennen" ist ein schöner, kluger Film, ganz rührend zuweilen und sehr zielstrebig – ein bildgewaltiges Epos zum Alter hat Kilian Riedhof vielleicht nicht gedreht, aber er weiß ganz genau, worauf er hinaus will. (…) Seinem Hauptdarsteller hat Riedhof so auf jeden Fall einen ganz wunderbaren Karriere-Höhepunkt beschert. Unerwartet spät – aber das passt ja ganz hervorragend zum Film." Für das "Hamburger Abendblatt" spielte der Vollblutmime und Kabarettist den Paul "einfühlsam, bockig, kampflustig und als sympathischen Kämpfer für die Würde eines alten Menschen." Beim bundesweiten Kinostart am 10. Oktober 2013 konnte sich dann auch das breite Publikum von Hallervordens subtilem Spiel bzw. leisem Humor überzeugen.
Erneut für Till Schweiger stand er für das Demenz-Drama "Honig im Kopf"1) vor der Kamera und schlüpfte in die Rolle des Großvaters Amandus, der an Alzheimer erkrankt ist und von seiner Enkelin Tilda (Emma Schweiger1)) kurzerhand nach Venedig "entführt" wird, um ihm noch einmal glückliche Stunden zu schenken bzw. ein Leben im Seniorenheim hinauszuzögern; Kinostart war der 25. Dezember 2014. Die "Frankfurter Neue Presse" bezeichnet den Film als "sehenswert", unterm Strich sei Til Schweiger "die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema bestens gelungen". Gelobt werden vor allem die schauspielerischen Leistungen von Emma Schweiger, die in ihrer Rolle völlig natürlich agiere, und Dieter Hallervorden, der seiner Figur in jeder Situation Würde verleihe.
Hallervordens Stimme kann man in dem Animationsfilm "Robinson Crusoe"1) hören, der am 4. Februar 2016 an den Start ging. Er sprach den Ziegenbock Zottel und stand mit so prominenten Kollegen wie Matthias Schweighöfer1) (Robinson Crusoe), Kaya Yanar1) (Papagei Dienstag) und Ilka Bessin1) (Tapirdame Rosie) vor dem Mikrofon. Eine weitere Synchronarbeit war der US-amerikanische Computeranimationsfilm "Pets"1) (deutscher Kinostart: 28.07.2016), wo er den Basset Hound Pops (im Original Dana Carvey1)) sprach. Freuen durfte man sich sicherlich auf die skurrile Komödie "Ostfriesisch für Anfänger"1), bis 4. November 2015 fanden in Garstedt (Landkreis Harburg) und Umgebung, Buxtehude, Hamburg sowie an der Nordseeküste die Dreharbeiten statt. "Im Mittelpunkt der Geschichte steht Uwe Hinrichs (Dieter Hallervorden), ein vereinsamter Eigenbrötler, der konsequent Plattdeutsch spricht und sich als letzter "echter Ostfriese" bezeichnet. Mit Globalisierung und der modernen Welt hat er nichts am Hut. Als in seinem gepfändeten Haus plötzlich eine Gruppe ausländischer Fachkräfte einquartiert wird, muss er sich wider Willen um die "Utländer" kümmern. Aber Uwe bringt den Fremden Plattdeutsch anstatt Hochdeutsch bei." kann man in der Pressemitteilung des NDR lesen → www.ndr.de; vorgestellt wurde Gregory Kirchhoffs vergnüglicher Debütfilm am 8. Oktober 2016 im Rahmen des "Filmfestes Hamburg", Kinostart war der 27. Oktober 2016.
Dieter Hallervorden scheint rastlos und ist auch im fortgeschrittenen Alter vor der Kamera ein gefragter Darsteller. Abgedreht war das Kinoabenteuer "Rock My Heart" über zwei Underdogs, die gegen alle Widerstände ein großes Pferderennen gewinnen wollen. Hier erlebte man den Schauspieler als Paul Brenner, rau-despotischen Pferdetrainer des Vollbluthengstes "Rock My Heart", der jedoch dem Typus "harte Schale, weicher Kern" entspricht  (Kinostart: 28.09.2017) → filmportal.de. Bereits im März 2017 ging durch die Presse, dass zum 40. Geburtstag Deutschlands berühmtester Elefant "Benjamin Blümchen"1) neu auf die Leinwand komme. Neben dem Computer-animierten sprechenden Kult-Elefanten kann man sich auf eine prominente Schauspieler-Riege freuen – Friedrich von Thun als ständig klammer Zoo-Direktor "Herr Tierlieb", Uwe Ochsenknecht1) als korrupter Bürgermeister, Dieter Hallervorden als Ex-Agent Walter Weiß und Heike Makatsch1) als "Zora Zack"; als Kinostart wird der 1. August 2019 genannt → filmstarts.de. Für den 12. Dezember 2019 ist der Zeichentrickfilm "
Der kleine Rabe Socke 3 – Suche nach dem verlorenen Schatz" nach der Kinderbuchreihe "Kleiner Rabe Socke"1) von Nele Moost1) und Annet Rudolph1) angekündigt, in dem Hallervorden den Opa Dachs spricht → filmstarts.de. → Übersicht Kinofilme
Dieter Hallervorden; Copyright Virginia Shue

Im Fernsehen erhielt Hallervorden 1970 als eiskalter Killer "Köhler" in Wolfgang Menges1) (Drehbuch) bissiger Fiktion "Millionenspiel"1) seine erste große Rolle, später wurde er vor allem durch die Comedy-Reihe "Abramakabra"1) (1972–1976), dem TV-Film "Das Läster-Lexikon" (1975) und natürlich seine bis heute erfolgreichste Reihe "Nonstop Nonsens"1) zum Star. Mit seinen Sketchen und gespielten Witze wie beispielsweise "Die Kuh Elsa"1) oder "Die Flasche Pommes Frites"1) ("Palim Palim") schrieb er Fernsehgeschichte. Von der legendären Figur "Didi" hatte der Komiker sich im Frühjahr 1990 mit einer Hundert-Tage-Tournee unter dem Titel "Des Wahnsinns kesse Beute" verabschiedet, um zu seinen Wurzeln, dem eher politisch orientierten Kabarett, zurückzukehren. Auch auf dem Bildschirm gelang Hallervorden Mitte der 1990er Jahre mit der Sendung "Spott-Light"1) diese Rückbesinnung, als scharfzüngiger Satiriker und Gesellschaftskritiker trat er vor sein Publikum und erntete einhellig positive Kritiken. Unzählige Auftritte in Fernsehsendungen und die Arbeit als Moderator der ARD-Show "Verstehen Sie Spaß"1) (7 Folgen, 16.03.1996 – 26.04.1997) folgten.
Am 19. Dezember 2000 sah man Dieter Hallervorden erstmals mit seiner Sitcom "Zebralla"1) auf dem Bildschirm, bis 22. Mai 2001 folgten 11 weitere Episoden, die alle im Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse" produziert worden. 2002 lieh Hallervorden in der Zeichentrick-Serie "Der kleine König Macius"1), nach den erfolgreichen "König-Macius-Erzählungen" von Janusz Korczak, dem Fabrikanten Brühl seine Stimme → wunschliste.de.
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Auch wenn sich Hallervorden in den letzten Jahren auf dem Bildschirm eher rar machte, übernimmt er doch immer wieder mal Aufgaben vor der TV-Kamera. So tauchte er am 14. September 2010 in der 488. Episode "Blattschuss"2) aus dem Quotenrenner "In aller Freundschaft"1) auf, in der SAT.1-Komödie "Kissenschlacht"3) (EA: 04.10.2011) zeigte er sich als Harry Vandenberg bzw. Vater der Protagonistin Anna (Nadja Becker1)). In der Märchenverfilmung "Die zertanzten Schuhe"1) erfreute er nicht nur die kleinen Zuschauer als König Karl. Premiere feiert "Die zertanzten Schuhe" in der Reihe "Sechs auf einen Streich"1) im Weihnachtsprogramm 2011 in der ARD → mehr bei rbb-online.de.
Am 12. Januar 2012 tauchte Hallervorden in der Episode "Tödliches Idyll"2) aus der Krimiserie "SOKO Stuttgart"1) als verdächtiger Camper Alfred Vogelmann auf, in Wolfgang Murnbergers augenzwinkernden Senioren-Komödie "Die Spätzünder 2 – Der Himmel soll warten"1), der Fortsetzung von "Live Is Life – Die Spätzünder"1) aus dem Jahre 2010, hatte Hallervorden den Part des nun im Altenheim lebenden, ehemaligen  Sternekochs Dieter übernommen, der bald mit den andren unzufriedenen, aufmüpfigen Heimbewohnern gemeinsame Sache macht. Wie schon im ersten Teil kam wieder die bewährte Schauspieler-Riege zum Einsatz, so Jan Josef Liefers1) als Rochus 'Rocco' Siwak, Ursula Strauss1) als Schwester Marina sowie unter anderem Joachim Fuchsberger, Hans-Michael Rehberg und Bibiane Zeller als flotte "Rentner-Gang"; die Dreharbeiten begannen Mitte November 2012, gesendet wurde der Film am 23. Oktober 2013 in der ARD → tittelbach.tv.

Mit der Figur des leicht verwirrten Gärtners und Hobbyfotografen Emmerich bewies Hallervorden in der in der zweiten Komödie um die "Die Dienstagsfrauen"2) mit dem Titel "Sieben Tage Ohne"1) (EA: 03.01.2014) einmal mehr, dass er zunehmend als Charakterschauspieler ernst genommen werden muss. Die ungleichen Freundinnen Caroline (Ulrike Kriener1)), Eva (Saskia Vester1)), Estelle (Nina Hoger1)), Judith (Jule Ronstedt1)) und Kiki (Mimi Fiedler1)) treffen sich diesmal in dem von Leo Falk (Reiner Schöne) geleiteten, abgelegenen Burghotel in der Fränkischen Schweiz, um es bei ihrem jährlichen traditionellen Treffen diesmal mit Heilfasten zu versuchen. Auch dieser von Eva nicht ganz uneigennützig vorgeschlagene Kurzurlaub geht nicht ohne Reibereien zwischen den Frauen ab. Unter anderem hofft Eva, auf der Burg ihren unbekannten Vater zu finden und kommt so mit dem alten Emmerich in Kontakt, der ihr vielleicht Beweise liefern könnte, wenn er nicht in einer ganz anderen Welt leben würde. Gedreht wurde die vergnügliche Geschichte nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Monika Peetz1), die auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete → tittelbach.tv.
 

Dieter Hallervorden im September 2013
Urheber: Moritz Kosinsky / Wikipedia
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: Wikimedia Commons

Dieter Hallervorden im September 2013; Urheber: Moritz Kosinsky / Wikipedia; Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikimedia Commons
Dieter Hallervorden am 14. März 2015 beim "Filmball Vienna", wo er für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Urheber: Manfred Werner – Tsui; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons Spannende Unterhaltung bot der Thriller "Tiefe Wunden"1) (EA: 02.02.2015) aus der ZDF-"Taunus"-Krimireihe mit Hauptkommissar Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann1)) und dessen Kollegin Pia Kirchhoff (Felicitas Woll1)), gedreht von Marcus O. Rosenmüller1) nach dem Bestseller von Nele Neuhaus1) → dieterwunderlich.de; Premiere feierte der Film bereits am 26. September 2014 im Rahmen des "Filmfestes Hamburg". Die Geschichte führt das Ermittlerteam in die düstere Nazi-Zeit, nachdem der 92-jährige Holocaust-Überlebende David Joshua Goldberg (Dieter Schaad1)) in seinem Haus per Genickschuss regelrecht hingerichtet wurde und auch noch weitere mysteriöse Morde gleichen Musters an hochbetagten Personen folgen – die Spur führt immer wieder zu der im Taunus lebenden renommierten Unternehmerfamilie Kaltensee. In dieser, u.a. mit Nicole Heesters als wohlhabender (vermeintlich adeligen) Unternehmerwitwe und Mäzenin Dr. Vera Kaltensee mit dunkler Vergangenheit und Manfred Zapatka als deren Sohn Siegbert prominent besetzten, komplexen Geschichte hatte Hallervorden als schräger, in einer Seniorenresidenz lebender Altrocker Friedrich Müller-Mansfeld einen kleinen Part. "Es ist nur eine kleine Rolle, aber mit viel Fleisch – da kann man also auch mit einem kurzen Auftritt viel machen", sagte der Schauspieler in einem Interview. (Quelle: www.welt.de)
Seit Mitte Mai 2016 drehte Hallervorden für den NDR den 60-minütigen Kinderfilm "
Sesamstraße präsentiert: Die Zeitmaschine"2) und spielte den Opa der kleinen Emma (Matilda Hemminger). Die Produktion war am 14. April 2017 bei "KiKA" zu sehen www.ndr.de, fernsehserien.de.

Dieter Hallervorden am 14. März 2015 beim "Filmball Vienna"1),
wo er für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.
Urheber: Manfred Werner – Tsui; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons 

Sehenswert war der Krimi "Sievers und die Tote im Strandkorb"3) (EA: 29.04.2019) aus der ZDF-Reihe "Nord Nord Mord"1) mit dem auf Sylt ermittelnden Kommissaren-Team Carl Sievers (Peter Heinrich Brix1)), Ina Behrendsen (Julia Brendler1)) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk1)). Nicht zuletzt wegen der teils amüsanten Szenen, vor allem aber der exzellenten Nebendarsteller Dieter Hallervorden, Rolf Becker und Dietrich Hollinderbäumer geriet die ansonsten eher zu vernachlässigende Handlung zu einem unterhaltsamen Fernsehabend: Die drei Kumpel Olaf Bolt (Hallervorden), Piet Pinter (Becker) und Ingo Osborn (Hollinderbäumer), die früher Jahrzehnte bei der Seenot-Rettung arbeiteten, leben nun in einer Seniorenresidenz, dessen Krankenpflegerin tot aufgefunden wird. Schnell glauben die Kommissare in Piet Pinter den Täter gefunden zu haben, doch sie haben nicht mit Olaf und Ingo gerechnet, die alle Tricks anwenden, um den hochgradig verwirrten Piet vor dem drohenden Gefängnis zu bewahren, was ihnen schließlich auch gelingt – dass am Schluss der wahre Mörder überführt wird, war angesichts der schauspielerischen Leistung von Hallervorden, Becker und Hollinderbäumer eher Nebensache. Ganz auf Hallervorden zugeschnitten war der ZDF-Film "Mein Freund, das Ekel"3) (EA: 09.05.2019), in dem er als miesepetriger Olaf Hintz glänzen konnte. "Olaf Hintz, Lehrer a.D., tyrannisiert jeden. Insbesondere seine Schwester Elfie (Ursela Monn), mit der er seit dem Tod seiner Frau in einer 120-Quadratmeter-Wohnung zusammenlebt. Elfie kümmert sich rührend um den alten Miesepeter, bis sie es leid ist und sich auf eine lange Kreuzfahrt begibt. Da Hintz im Rollstuhl sitzt und auf Hilfe angewiesen ist, hat Elfie mittels einer Online-Plattform für Ersatz gesorgt. So zieht Hintz' fleischgewordener Albtraum ein: die alleinerziehende, mittellose Trixie (Alwara Höfels1)) samt ihrer drei Sprösslinge." kann man bei presseportal.zdf.de lesen. Und Rainer Tittelbach notiert bei tittelbach.tv: "Hintz ist kein aggressiver Kotzbrocken, dafür hat er zu viel Bildung und ist zu gut erzogen, eher brummelt er sein generelles Unbehagen in sich hinein ("Herrgott, wie groß ist dein Tierreich!"). Der Mann ist verbittert – ein kluger Kopf im Rollstuhl, da kann schon Unzufriedenheit aufkommen. Und es ist auch nicht abwegig, dass man mit über 80 Jahren nicht so gern einen "Fremden" in der eigenen Wohnung aufnimmt. Und so sind jener Olaf Hintz, aber auch Trixi Kuntze weniger Karikaturen, als es ihre Namen vermuten lassen. Die anfängliche Überzeichnung der Charaktere lässt im Handlungsverlauf nach, die Parteien beschnuppern sich – und irgendwann ist der Alte etwas umgänglicher, verfällt allerdings immer noch ganz gern ins Lehrmeisterhafte. Und so ersetzt mehr und mehr ein mit leichtem Augenzwinkern versehener Ernst das typen- und komödienhafte Spiel." Für prisma.de war die Besetzung der Komödie "schlichtweg großartig" und "könnte nicht besser sein".
Schließlich gehörte Hallervorden noch zur Besetzung der Tragikomödie "Endlich Witwer"3) (EA: 13.05.2019) mit Joachim Król1) in der Hauptrolle des Kunstrasenfabrikanten bzw. "Ekelpakets" Georg Weiser, dessen Frau (Ilse Biberti1)) sich nach mehr als drei Jahrzehnten von ihm scheiden lassen will, aber kurz darauf vor dem Fernseher plötzlich verstirbt. Der Tod seiner Frau scheint für Weiser mehr eine Befreiung als ein Unglück zu sein, er fühlt sich endlich frei bzw. will einfach seine Ruhe haben. Doch die neue Haushaltshilfe Gisela Rückert (Anneke Kim Sarnau1)) bringt eine Wendung in sein festgefahrenes Leben. Hallervorden übernahm die Gastrolle von Weisers ehemaligem Lehrer Schulte-Bräucker, der beim Klassentreffen den Curd Jürgens-Song "60 Jahre und kein bisschen weise, aus gehabtem Schaden nichts gelernt …" zum Besten gibt → Übersicht TV-Produktionen.
Auch als Sänger machte das Allroundgenie Hallervorden Karriere und brachte mehrere Langspielplatten und Singles heraus; seine erfolgreichste Single war 1978 das Duett mit der schlaksigen Helga Feddersen "Du, die Wanne ist voll", eine Parodie auf den Hit "You're the one that I want"1) von  Olivia Newton John1) und John Travolta1) aus dem Film "Grease"1) (1978). Blödelsongs wie "Ach wär' ich doch ein Casanova" (1976), "Freibier" (1979), "Punker Maria" (1980, eine Parodie des Songs "Santa Maria"1)), "Ich bin der schönste Mann in unserer Mietskaserne" (1980) oder "Bauernball im Hühnerstall" (1982) wurden weitere Hits. 
 
Neben seinen zahlreichen Film- und Fernseh-Verpflichtungen blieb Hallervorden stets dem Theater treu und erfreute das Publikum immer wieder mit wunderschönen Rollen auf der Bühne. So konnte man ihn beispielsweise ab Anfang März 2004 bei seinen "Wühlmäusen" erleben, bis Ende April spielte er die Titelrolle in der Komödie "Dinner für Spinner" von dem französischen Star-Autor Francis Veber1). Die Komödie, welche mit Jacques Villeret1) 1998 auch verfilmt wurde (→ Wikipedia), handelt von dem liebenswerten Sonderling und leidenschaftlichen Streichholz-Modellbastler François Pignon, der eine Einladung zum Dinner erhalten hat und nicht ahnt, dass sein Gastgeber sich nur über ihn und sein Hobby lustig machen will. Während des Abends stellt sich heraus, dass Pignon ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Mensch ist, der leider das Talent hat, durch seine gutgemeinte Hilfe aus kleinen Problemen große Katastrophen zu machen – einmal mehr eine Paraderolle für Dieter Hallervorden. Aufgrund des phänomenalen Erfolgs wurde das Stück im Februar 2006 erneut aufgeführt.
2005 beging der "Dinosaurier des Spaßfernsehens" und "Pionier der Comedys", wie einige Zeitungen titelten, seinen 70. Geburtstag. Am Vorabend strahlte die ARD die Aufzeichnung der Geburtstagsgala "Mit 70 hat man noch Träume" aus, in der Hallervordern auf der Bühne seiner "Wühlmäuse" erneut alle Register seines komödiantischen Talents zog – unterstützt von Gratulanten wie Helge Schneider1), Willy Astor1) und Nina Hagen1)

Hallervorden selbst meinte zu seinem "runden" Geburtstag anlässlich eines Interviews in der Sendung "Beckmann"1) am 19.12.2005: "…das ist nicht schlimm wenn man 70 wird, schlimm ist nur wenn man's nicht wird".
Wenige Monate später erschienen im Oktober 2005 die Memoiren des Multitalents Hallervorden unter dem Titel "Wer immer schmunzelnd sich bemüht …: Ein autobiografischer Blick zurück nach vorn", mit dem er mosaikartig auf heiter-ironische Weise sein facettenreiches Leben Revue passieren lässt. Darüber hinaus findet man Abdrucke einiger besonders erfolgreicher von Dieter Hallervorden geschriebener Sketche (mit Anleitung zum Nachspielen) sowie Berichte und Statements von prominenten Zeitgenossen und Mitstreitern. Ein Anhang mit seiner Filmografie bzw. seinen Fernsehproduktionen, eine Liste der Langspielplatten und Singles und ein großer separater Bildteil runden das Buch ab.

Foto mit freundlicher Genehmigung des
Fotografen Dirk Dehmel (www.derdehmel.de) sowie
des Berliner Schlosspark Theaters; © DERDEHMEL

Dieter Hallervorden; Copyright  DERDEHMEL
Eine ganz besondere Würdigung wurde dem Multitalent Anfang Februar 2007 zuteil: Im Anschluss an die Premiere (01.02.2007) der Krimikomödie "Die Nervensäge" nach "L'Emmerdeur" von Francis Veber (→ Verfilmung 19731)), in der Hallervorden am "Anhaltischen Theater"1) in Dessau in der deutschen Erstaufführung die Titelrolle des lebensmüden Hemdenvertreters Pignon spielte, übereichten ihm der ehemalige Bürgermeister Karl Gröger († 2015) und der Stadtratsvorsitzender Stefan Exner die Urkunde der Ehrenbürgerschaft. Weil er dem "Anhaltischen Theater" in Dessau seit Jahren treu ist und sich außerdem für viele Belange seiner Stadt einsetzt, darf sich Dieter Hallervorden nun Ehrenbürger Dessaus nennen. Zuvor hatte er im ausverkauften "Anhaltischen Theater "die Hauptrolle in der deutschen Erstaufführung des Stücks "Die Nervensäge" gespielt. Das Stück von Francis Veber hatte Didi selbst aus dem Französischen übersetzt. Er spielt darin Francois Pignon, einen lebensmüden Fotografen, der in einem Hotelzimmer Selbstmord begehen will – was ihm aber nicht so recht gelingen will. Die über 1000 Zuschauer bejubelten den 71-Jährigen noch lange, nachdem der letzte Vorhang gefallen war. Dann folgte der große Moment. Auf einem majestätischen, roten Samtstuhl sitzend durfte sich der Komiker gleich mehrere Lobeshymnen anhören. Völlig überraschend war sogar sein einstiger Klassenlehrer zu der Ehrung gekommen. Mit der Ehrenbürgerschaft würdigt Dessau vor allem Hallervordens herausragende künstlerische Leistungen am "Anhaltischen Theater", aber auch sein Engagement für seine Geburtsstadt. In seiner Dankesrede blieb Didi dann ganz Kabarettist: "Da ich eine große Begabung habe, Lob und Anerkennung in unbegrenztem Maß ertragen zu können, bin ich heute sehr zufrieden. Ich habe mich sogar ein bisschen gefreut, ein bisschen sehr sogar." (Quelle: .mdr.de) Anschließend wurde diese Inszenierung mit Harald Effenberg1) als Profikiller Ralph ab Mitte Februar 2007 mit riesigem Erfolg im Berliner Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse" sowie erneut am 27. Januar 2008 in Dessau aufgeführt → theatertexte.de.
 
Anlässlich seines 50-jährigen Bühnenjubiläums stand "Didi" seit Herbst 2008 mit seinem neuen Programm "Stationen eines Komödianten" auch auf der Bühne der "Wühlmäuse", ging gemeinsam mit seinem langjährigen Kollegen Harald Effenberg erfolgreich durch etliche deutsche Städte auf Tournee und brachte das Publikum auch 2009 mit diesem kabarettistischen Rückblick zum Lachen. "Vom politischen Kabarett bis zu "Nonstop Nonsens". Vom ersten satirischen Soloprogramm bis zur Marty-Feldman-Hommage! Von Schallplattenhits bis zu "Zelleriesalat und Gitterspeise". Mit diesem Programm serviert Hallervorden ein reichhaltiges Unterhaltungsmenu – bestehend aus den (überwiegend solistischen) Höhepunkten einer Bühnenkarriere fein gewürzt mit diversen Novitäten – hieß es in der Vorankündigung. Hiermit konnte er sicher auch die Besucher am 27. April 2009 in Bonn begeistern. Doch Hallervorden stand an diesem Abend nicht nur auf der Bühne, sondern gehörte auch zu den Preisträgern des begehrten Kleinkunst- und Comedypreises "Prix Pantheon 2009"1). Im Rahmen der Galaveranstaltung verlieh ihm die Jury den mit 4.000 Euro dotierten Sonderpreis in der Sparte "Reif und Bekloppt" und würdigte damit das Gesamtwerk des Künstlers bzw. Hallervorden "als Persönlichkeit, der sich und seiner Kunst treu geblieben ist". "Er hat mehrere Generationen im Fernsehen und auf der Bühne begleitet und unser Humorverständnis über Jahrzehnte geprägt. Er bereicherte die deutsche Sprache um Begriffe wie Palim Palim und Zumsel." hieß es in der Begründung weiter.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen zeugen von Hallervordens Popularität bzw. seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit, immer wieder gelang ihm der Balanceakt zwischen Blödelei, Kabarett und scharfer Satire. So erhielt er neben dem "Bambi"1) (1981 für "Nonstop Nonsens") unter anderem 1996 den "Telestar"1) in der Kategorie "Beste Moderation im Bereich Unterhaltung", 2003 den Ehrenpreis des 3. "Deutschen Comedy Preises"1) für sein Lebenswerk, am 14. Juni 2005 wurden seine Leistungen mit dem "Bayerischen Kabarettpreis"1) (Ehrenpreis) gewürdigt. Weitere Auszeichnungen folgten, unter anderem zwei Mal der "Goldene Vorhang"1) des "Berliner Theaterclub e.V.", 2011 für seine Rolle in "Die Socken Opus 124" und 2012 für seine Rolle in "Ich bin nicht Rappaport", jeweils am "Schlossparktheater". Am 1. Oktober 2012 konnte Hallervorden aus der Hand des damaligen Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit1) im Großen Saal des "Roten Rathauses" den "Verdienstorden des Landes Berlin"1) entgegennehmen → www.berlin.de.
Am 2. Februar 2013 wurde der "Meister des Komischen Fachs" im Rahmen der Gala in der "Ullstein-Halle" im Berliner "Axel-Springer-Haus" mit der "Goldenen Kamera"1) von HÖRZU für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die von Hape Kerkeling1) moderierte Veranstaltung strahlte das ZDF live ab 20.15 Uhr aus und die Zuschauer konnten auch die von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher1) sehr persönlich gehaltene Laudatio verfolgen. "Er ist ein großer Künstler, er ist ein Komödiant, er ist ein ganz ernsthafter Mensch." würdigte Genscher unter anderem das Schaffen des damals über 75-Jährigen. Hallervorden war von der Rede sichtlich bewegt und bedankte sich anschließend in Versform für die Auszeichnung. Als am 9. Mai 2014 im Berliner Tempodrom der "Deutsche Filmpreis 2014"1) vergeben wurde, konnte Hallervorden die "Lola" in der Kategorie "Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle" für den Film "Das letzte Rennen" aus der Hand von Jan Josef Liefers1) entgegen nehmen, der zudem humorvoll als Moderator fungierte. Freuen durfte sich der Künstler auf den "Münchhausen-Preis"1) der Stadt Bodenwerder1), dessen Verleihung eine Woche später am 16. Mai 2014 stattfand. Am 29. Januar 2015 wurde Dieter Hallervorden im Berliner Kino "Babylon" mit dem "Ernst-Lubitsch-Preis"1) für die "Beste komödiantische Leistung im deutschen Film" geehrt – die Laudatio hielt die Regisseurin und Schauspielerin Brigitte Grothum → www.welt.de. Am 25. April 2015 folgte in der "Wiener Hofburg"1) der österreichische Fernseh- und Filmpreis "Romy"1) in der Kategorie "Beliebtester Schauspieler Kino/TV-Film", am 12. November 2015 im Berliner "Stage Theater"1) der "Bambi"1) in der Kategorie "Ehrenpreis der Jury" für "Honig im Kopf". Seit 15. September 2015 trägt ein "Satire-Stern" auf dem "Walk of Fame des Kabaretts"1) in Mainz Hallervordens Namen, den "Medienpreis für Sprachkultur"1) erhielt er am 28. Mai 2016 im "Kurhaus" von Wiesbaden → Begründung bei gfds.de. Am 28. Oktober 2016 folgte die "Goldene Henne"1) für das Lebenswerk, am 11. November 2016 erneut der Theaterpreis "Goldener Vorhang" des "Berliner Theaterclubs" → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.

Neben dem Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse", dass Hallervorden seit 2000 im einstigen "Summit House"1) am Theodor-Heuss-Platz1) in Berlin-Westend1) nahe dem Berliner Funkturm unter dem Namen "Neues Berliner Kabarett-Theater" betreibt, stellte er sich einer neuen Herausforderung: Seit 10. Dezember 2008 ist er nun auch offiziell Chef des seit Jahren geschlossenen "Schlosspark-Theaters"1) in Berlin-Steglitz1) geworden. Als Intendant der ehemals traditionsreichen Barlog-Bühne übernah er ein Theater mit ruhmreicher Vergangenheit: Das "Schlosspark-Theater" gilt als West-Berliner Traditionsbühne. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten dort unter der Leitung von Boleslaw Barlog1) (1906 – 1999) unter anderen Hildegard Knef, Klaus Kinski und Martin Held. Unter Barlog erfolgte die Angliederung des "Schlosspark-Theaters" als "Kammerspiele" an das "Schillertheater"1). Nach der Schließung des "Schillertheaters" übernahm Heribert Sasse1) das Haus Anfang der 1990er Jahre als Privatbühne und leitete es bis Sommer 2001. Der Versuch einer Wiedereröffnung durch den Schauspieler Ezard Haußmann und einen Partner im Frühjahr 2003 scheiterte. Zwischen 2004 und Mai 2006 betrieb Andreas Gergen mit dem Musicalkonzern "Stage Entertainment" im Hintergrund das Theater. Der neoklassizistische Bau steht seit zwei Jahren leer. (Quelle: www.berlinonline.de)
Mit Wirkung vom 1. Dezember 2008 wurden dem damals 73-jährigen Hallervorden die Nutzungsrechte an der Bühne für zunächst zehn Jahre übertragen, der ehemalige Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit1) nannte Hallervorden vor Journalisten einen mutigen und engagierten Theatermann, der es schaffen könne, das traditionsreiche Theater aus seinem jahrelangen Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Spielbetrieb wurde nach einer umfangreichen Sanierung bzw. Modernisierung, die Hallervorden mit eigenen finanziellen Mitteln für 1,2 Millionen Euro durchführen ließ, am 1. September 2009 mit einer Eröffnungsgala aufgenommen, als Moderator konnte Alfred Biolek1) gewonnen werden, die Co-Moderation übernahm Klaus Wowereit.
Als erstes stand eine Inszenierung der Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach1) auf dem Spielplan, in der deutschsprachigen Erstaufführung des erfolgreichen Zwei-Personenstücks "Die Socken Opus 124" (Premiere: 02.09.2009) des Franzosen Daniel Colas über zwei grantelnde, ungleiche Altschauspieler war Hallervorden neben Ilja Richter1) (Verdier) als abgehalfteter Schauspieler Brémont auf der Bühne zu bewundern → nachtkritik.de. Ab Ende September schloss sich das von Ottokar Runze1) in Szene gesetzte satirische Zwei-Personen-Stück "Es wird Zeit" ("About Time") des amerikanischen Dramatikers Tom Cole mit Brigitte Grothum und Michael Degen als sich beharkendes New Yorker Seniorenpaar an, ab 21. November 2009 (Premiere) konnte man Dieter Hallervorden erneut in einer deutschsprachigen Erstaufführung sehen – als Protagonist bzw. karrieresüchtiger, intriganter Premierminister Nick Bailey, der in der Polit-Farce "König der Herzen" ("King of Hearts") des schottischen Autors Alistair Beaton eine Staatskrise lösen muss → hsverlag.com. Ab Mitte Dezember 2009 kam dann A. R. Gurneys1) Erfolgsstück "Love Letters" mit Hannelore Hoger und Peter Sattmann auf die Bühne.
 
Dieter Hallervorden in "Die Socken Opus 124"; Copyright DERDEHMEL
Dieter Hallervorden als Schauspieler Brémont
in "Die Socken Opus 124"
Dieter Hallervorden in "König der Herzen"; Copyright DERDEHMEL
Dieter Hallervorden als Nick Bailey
in "König der Herzen"
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Dirk Dehmel (www.derdehmel.de) sowie des Berliner Schlosspark Theaters
© DERDEHMEL
  
Gastspiele, beispielsweise der "Hamburger Kammerspiele"1) mit dem von Michael Bogdanov1) inszenierten legendären TV-Duell "Frost/Nixon" (20.–23.10.2009) von Peter Morgan1) zwischen dem Talkmaster David Frost1) (Michael Ehnert1)) und dem US-Präsidenten Richard Nixon1) (Volker Lechtenbrink) nach dem gleichnamigen Kinofilm1), oder die Ein-Personenstücke "Oskar und die Dame in Rosa"1) nach der gleichnamigen Erzählung von Éric-Emmanuel Schmitt1) (mit Eva-Ingeborg Scholz) und "Die Klatschmohnfrau" nach dem Roman von Noëlle Châtelet1) (mit Ingrid van Bergen) fanden viel Zuspruch, ebenso wie Lesungen mit den Publikumsmagneten Dr. Eckart von Hirschhausen1) ("Liebesbeweise"), Walter Sittler1) ("Erich Kästner: Als ich ein kleiner Junge war"), Johanna von Koczian ("Kaum zu glauben") oder Charles Brauer ("Erlesene Verbrechen und makellose Morde"). Künstler wie Johanna von Koczian, Rosemarie Fendel, Günter Lamprecht, Hannelore Hoger, Michael Degen und Alfred Kirchner1) sind Namen, die Hallervordens enge Verzahnung mit der Theaterwelt deutlich machen. Gleich zwei Uraufführungen und zwei deutsche Erstaufführungen dokumentieren Risikofreude. "Das Publikum darf mich nicht im Stich lassen, denn Theater ohne Publikum ist wie eine Badewanne ohne Wasser", meint der Hausherr und ist schon beim aktuellen Stichwort "Regietheater" angelangt. "Ich gehe viel ins Theater und habe erlebt, dass manche Inszenierungen nur dann die höheren Weihen erhalten, wenn das Publikum fernbleibt und die Kritik voll des Lobes ist. Das wird es hier nicht geben. Solange ich Verantwortung trage, wird Hamlet seine Ophelia nicht in der Sauna kennenlernen. Ich halte es mit Gründgens' Motto: "Mein Spielplan ist lieber unoriginell als publikumsfremd'", betont er. (Quelle: Westdeutsche Zeitung (WZ) vom 26.8.2009) → mehr bzw. zu den aktuellen Inszenierungen bei schlossparktheater.de
Dieter Hallervorden und Jutta Eckhardt bei der Premiere von "ZEBRALLA!" am 4. Februar 2010 im Berliner "Schlosspark Theater"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring/Copyright Christian Behring Das Stück "ZEBRALLA!" eine Inszenierung von und mit Dieter Hallervorden nach Motiven der gleichnamigen ARD-Sitcom1) (2000–2001) von Frank Lüdecke1) (Drehbuch), stand seit der Premiere (04.02.2010) auf dem Spielplan: Die "Familienserie ohne Familie" stellt den Generationenkonflikt auf den Kopf: Der hyperaktive Rentner Jürgen (Dieter Hallervorden), ehemaliger Vertreter für vakuumverpackten Pulverkaffee, zieht nach der hoffnungsfrohen Scheidung von seiner Frau Gertrud (Jutta Eckhardt) bei Sohn Ingo (Jörg Zuch) ein …*)
 

Dieter Hallervorden und Jutta Eckhardt
bei der Premiere von "ZEBRALLA!"
am 4. Februar 2010 im Berliner "Schlosspark Theater"
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)

Auch der 75. Geburtstag des begnadeten Kabarettisten bzw. Humoristen wurde gebührend gefeiert, Bundespräsident Christan Wulff1) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit gratulierten ebenso wie Freunde und Weggefährten. Die ARD widmete ihm am Vorabend (04.09.2010) eine Reportage mit dem Titel "Rückschau: Dieter Hallervorden zum 75. Geburtstag", DER TAGESSPIEGEL (www.tagesspiegel.de) schrieb unter anderem: "Hallervorden mag nie der subtilste Humorist gewesen sein, auch nicht in seiner nunmehr fünfzigjährigen Direktion des Kabaretts "Die Wühlmäuse". Aber den Nerv der deutschen Narreteien hat er als Politspötter erstaunlich oft getroffen. Auch wenn es andere Scherze sind, die eine Mehrheit als zeitlose Hallervorden-Komik assoziieren dürfte." → siehe auch die Artikel zum 75. Geburtstag bei www.welt.de und www.focus.de.
 
Hallervorden stand mit der Titelrolle in Molières Gesellschaftskomödie "Der Bürger als Edelmann"1) (Regie: Folke Braband1)) auf "seiner" Bühne, als Ehefrau Madame Jourdain konnte Dagmar Biener6) gewonnen werden. "Wir werden den "Bürger als Edelmann" in einem Barockbühnenbild und mit Originalkostümen der damaligen Zeit präsentieren. Und wir bedanken uns vorab beim Hamburger "Ernst Deutsch Theater"1), das wir als Koproduktions-Partner gewinnen konnten. Freuen Sie sich auf Madame und Monsieur Jourdain, gespielt von Dagmar Biener und Dieter Hallervorden." konnte man auf der Webseite des Berliner "Schlossparktheaters" lesen. Die Premiere fand am 25. Oktober 2014 statt, bis Ende März 2015 standen weitere Aufführungen dieses Klassikers auf dem Spielplan, in Hamburg wurde das Stück ab Anfang Juni 2015 gezeigt. "Die zweistündige Aufführung ist so gediegen wie närrisch, so bodenständig wie unterhaltsam – und so ernsthaft, wie es eine gute Komödie verlangt." notierte unter anderem die "Berliner Zeitung" (www.berliner-zeitung.de).

Dagmar Biener und Dieter Hallervorden in "Der Bürger als Edelmann"
Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Dirk Dehmel  (www.derdehmel.de)
Quelle: schlosspark-theater.de; © DERDEHMEL

Dagmar Biener und Dieter Hallervorden in "Der Bürger als Edelmann"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Dirk Dehmel  (www.derdehmel.de); Quelle: schlosspark-theater.de; Copyright DERDEHMEL
Am 16. Januar 2016 feierte dann Gerhart Hauptmanns Schauspiel "Vor Sonnenuntergang"1) Premiere, in dem Hallervorden mit der Figur des Geheimrats Matthias Clausen einmal mehr bewies, welch grandioser Charakterdarsteller er ist. "So hat man Dieter Hallervorden auf der Bühne noch nie gesehen, so kraftvoll, so eigensinnig, so tragisch und zerrüttet. Der Palim-Palim-Didi ist endgültig eingemottet. … Sein nuanciertes Spiel wird hier besonders greifbar …" schrieb unter anderem  Katrin Pauly in der "Berliner Morgenpost" → schlosspark-theater.de. Am 2. Dezember 2017 hob sich erstmals der Vorhang für das Commedia dell'Arte-Stück "Mosca und Volpone", frei bearbeitet von Thomas Schendel1) nach "Volpone"1) von Stefan Zweig1) nach Motiven der Komödie von Ben Jonson1). Hallervorden brillierte hier in der Rolle des Mosca, Erbschleicher und strippenziehender Diener des vermeintlich reichen Venezianers Volpone (Mario Ramos1)) → Pressestimmen bei schlossparktheater.de. Thomas Schendel hatte bereits 2013 mit Hallervorden und Philipp Sonntag1) als abgehalftertem Komikerpaar den Boulevard-Klassiker "Sonny Boys" von Neil Simon1) inszeniert (Premiere: 30.11.2013), Anfang Mai 2019 stand dieses Erfolgsstück erneut auf dem Spielplan → schlossparktheater.de. 2014 führte Schendel Regie bei "The King's Speech" mit Oliver Mommsen1) als der mit einem Sprachfehler belastete Herzog Albert bzw. spätere König Georg VI.1), Julia Stemberger1) als dessen Gattin Elizabeth1), Jürgen Tarrach1) als exzentrischer Sprachtherapeut Lionel Logue1) und Hallervorden mit dem eher kleinen Part des Königs George V.1) – ein Theaterstück von David Seidler1), das bereits 2010 verfilmt1) und mit einem "Oscar" prämiert wurde.
In "Adel verpflichtet", einer mörderisch schwarzen Komödie des Autorenduos Dogberry & Probstein frei nach dem Roman "Israel Rank: The Autobiography of a Criminal" von Roy Horniman (1874 – 1930) steht Hallervorden ab 7. September 2019 gemeinsam mit Sohn Johannes auf der Bühne. Mit dem Kinofilm bzw. der schwarzen Komödie "Adel verpflichtet"1) aus dem Jahre 1949 machte sich der britische Schauspieler Sir Alec Guinness durch die kongeniale Verkörperung von gleich acht Rollen unsterblich → schlossparktheater.de.

 
Dass der 80. Geburtstag des vielfältigen, wandelbaren Künstlers große Beachtung fand, war selbstverständlich, das Fernsehen widmete dem grandiosen Komiker, Schauspieler und Entertainer Dieter Hallervorden gleich zwei Sendungen. Zunächst strahlte die ARD zur besten Sendezeit am 5. September 2015 die amüsant-melancholische Geschichte "Chuzpe – Klops braucht der Mensch"1) aus, in der Hallervorden einmal mehr nach den Kinofilmen "Sein letztes Rennen" und "Honig im Kopf" bewies, welch exzellenter Charakterdarsteller er ist. Gedreht nach Motiven des Romans "You Gotta Have Balls" (dt. "Chuzpe") der australisch-amerikanischen Erfolgsautorin Lily Brett1), mimte Hallervorden diesmal unter der Regie von Isabel Kleefeld1) den Holocaust-Überlebenden Edek Rotwachs, der sechs Jahrzehnte in Australien lebte, nun als Witwer zur Tochter (Anja Kling1)) nach Berlin kommt und dort für allerlei Unruhe sorgt. Als der vitale Mann dann mit seiner polnischen Urlaubsbekanntschaft Zofia (Franziska Troegner1)) und deren Freundin Valentina (Natalia Bobyleva1)) in einem Hinterhof die Kneipe "Klops" mit bodenständigem Essen, vor allem aber sagenhaften Fleischklöpsen aufmacht, kommt es zwischen optimistischem Vater und besorgter Tochter zu Spannungen. "Dieter Hallervorden ist die Rolle des schelmischen und liebenswerten Edek auf den Leib geschrieben. Anja Kling gibt grandios dessen Tochter Ruth als leicht neurotische Karrierefrau mit Herz." notierte die ARD. Für Tilmann P. Gangloff1) (→ tittelbach.tv) ist die Tragikomödie "ein wunderbares Geburtstagsgeschenk: gut ausgedacht, amüsant umgesetzt, treffend besetzt und großartig gespielt." Im Anschluss an den Film folgte das von Cornelia Quast gedrehte 90-minütige, ausführliche filmische Porträt "Dieter Hallervorden – Ein Mann mit Humor und Tiefgang" über einen Zeitgenossen, der auch Fernsehgeschichte schrieb, sei es mit seinem unvergessenen "Palim Palim"-Gag oder als Butler mit dem Sketch "Die Kuh Elsa". Die Dokumentation "zeigt den sympathischen und ernsthaften Menschen und die schönsten Szenen aus seinem umfangreichen mehr als 50 Jahre umfassenden künstlerischen Werk. Angefangen bei seinen ersten Auftritten als politischer Kabarettist in den 60er Jahren, über seine Rollen als Bösewicht im Skandal Fernsehfilm "Das Millionenspiel" und in "Der Springteufel", als legendärer Komödiant in der Kult-Serie "Nonstop Nonsens", seine Rückkehr zum Kabarett mit "Hallervordens Spottlights". Und großartig seine Rollen als berührender Charakterdarsteller in den Kinofilmen "Sein letztes Rennen" und "Honig im Kopf"." schrieb die ARD. Neben dem Jubilar selbst und seinem jüngsten Sohn Johannes kamen auch Weggefährten bzw. Kolleginnen/Kollegen wie Brigitte Grothum, Franziska Troegner und Til Schweiger1) oder die Kabarettisten Gabi Decker1) und Hans Scheibner1) zu Wort. Rechtzeitig zum runden Geburtstag hatte Hallervorden übrigens am 4. September 2015 den Song "Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)" mit dazugehörigem Musikvideo veröffentlicht, der Erlös ging aus aktuellem Anlass an die Flüchtlingshilfe. → Artikel zum 80. Geburtstag unter anderem bei faz.net, sueddeutsche.de, derwesten.de.
Jüngst gewährte Hallervorden dem Leser einmal mehr Einblicke in sein Leben, nach der 2005 veröffentlichten Autobiografie "Wer immer schmunzelnd sich bemüht …" erschien Ende September 2017 von Autor Tim Pröse1) das Buch "Hallervorden – Ein Komiker macht Ernst". Hallervorden selbst sagt dazu: "Ich bin privat ein scheuer Mensch. Der Autor Tim Pröse hat es geschafft, mich zu öffnen. Manche Dinge, nach denen er mich gefragt hat, überraschten mich. Nicht nur seine Fragen, sondern auch meine Antworten. Einiges, was ich im Leben tat, und vor allem warum ich es tat, war mir zuvor selber nicht so klar." → .hoffmann-und-campe.de
  
Dieter Hallervorden lebt abwechselnd in Berlin sowie in Frankreich in seinem schlossartigen Insel-Domizil Château de Costaérès1) auf einer Felseninsel gleichen Namens vor der bretonischen Nordküste – der sogenannten Côte de Granit Rose1) – unweit des zur Gemeinde Perros-Guirec1) gehörenden Strandes von Ploumanac'h, aber noch auf dem Gebiet der Gemeinde Trégastel1). Er ist seit 1991 in zweiter Ehe mit Elena Blume verheiratet; aus der Verbindung stammt der am 12. September 1998 geborene gemeinsame Sohn Johannes1). Aus Hallervordens ersten Ehe mit Schauspielerkollegin Rotraud Schindler1) gingen der 1963 geborene Sohn Dieter Hallervorden jr.1) und die 1966 geborene Tochter Nathalie Hallervorden1) hervor. Beide Kinder standen in frühen Jahren gemeinsam mit ihren Eltern für verschiedenste Produktionen vor der Kamera, Dieter Hallervorden jr., promovierter Germanist, arbeitet als Pädagoge, Autor und Literaturwissenschaftler im Saarland, Tochter Nathalie lebt in London und ist als Therapeutin in einem Krankenhaus tätig.
Im Juli 2016 meldeten verschiedene Zeitungen, Hallervorden habe in der 34 Jahre jüngeren, in einer Stuntfirma für Film und Fernsehen beschäftigten Christiane Zander eine neue Partnerin gefunden. Mit seiner Frau Elena führe er schon lange eine "kameradschaftliche Ehe", die Scheidung stehe laut Medienberichten bevor  → SPIEGEL ONLINE (10.07.2016), www.focus.de (02.05.2019).

Mehr Informationen zu dem beliebten Künstler gibt es bei der offiziellen Fanseite www.didipage.de;
siehe auch prisma.de, Wikipedia, filmportal.de, wuehlmaeuse.de sowie
Dieter Hallervorden bei der "Agentur Neidig" und bei schlosspark-theater.de
Vereinzelte Textbausteine des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf  Heinzlmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 139/140)
*) Quelle: schlossparktheater.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) tittelbach.tv
Stand: Mai 2019
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de, Die Krimihomepage, fernsehserien.de, tittelbach.tv)
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