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2009 sowie 2010 ging bzw. geht sie mit dem Einpersonen-Stück "Oskar und die Dame in Rosa" nach Éric-Emmanuel Schmitt wiederum auf eine Tournee durch verschiedene deutsche Städte. Unter der Regie von Andreas Seyferth spielte sie unter anderem auch am Berliner Schlosspark Theater, eine neuerliche Aufführung findet dort am 10. Oktober 2010 statt (siehe auch schlosspark-theater.de). Die "Süddeutsche Zeitung" meinte unter anderem " Scholz macht das Schwere leicht und man geht lebensfroh von dannen" und Wolf Banitzki schreibt bei www.theaterkritiken.com: " Regisseur Andreas Seyferth gelang ein Geniestreich mit der Besetzung ( ) Die kleine fragile Frau mit großer Bühnenpräsenz verschmolz die Rollen geradezu in sich, war kindlich (nie kindisch) und damenhaft zugleich. Vom hohen Identitätsgrad der Darstellerin mit Text und Geschichte kündeten ihre hellwachen leuchtenden Augen und die Wellen der Begeisterung, die durch ihren zarten Körper wogten." Zum Film kam Eva-Ingeborg Scholz Ende der 1940er Jahre und erhielt gleich bei ihrem Leinwanddebüt eine Hauptrolle. In dem DEFA-Jugendfilm "1-2-3 Corona"1), die erste Produktion, die nach dem Krieg wieder auf dem traditionellen Babelsberger UFA-Gelände gedreht werden konnte, spielte sie die hübsche Artistin Corona, die das Leben der rivalisierenden Jugendbanden-Anführer Gerhard (Lutz Moik) und Dietrich (Piet Clausen) ganz schön durcheinander bringt. In rascher Folge drehte das attraktive Nachwuchstalent zahlreiche weitere, überwiegend leichte Unterhaltungsstreifen, war später an der Seite vieler berühmter Kollegen in anspruchsvollen Literaturverfilmungen, Komödien, Krimis und Melodramen zu sehen. Hauptrollen spielte sie unter anderem in Georg Hurdaleks Melodram "Die Zeit mit dir" (1948, auch: Ein Vorstadtmädel) sowie in der Romanze "Das Fräulein und der Vagabund" (1948), wo sie sich als Dorflehrerin Regine zwischen zwei Männern ihrem ehrgeizigen Verlobten Dietmar Schönherr und dem Luftikus John Pauls-Harding entscheiden musste. Carl Froehlich besetzte sie neben Gustav Fröhlich und Heli Finkenzeller in der Komödie "Pauker Stips und die verliebte Mädchenklasse" (1951), Peter Lorre gab ihr die Rolle der Ursula Weber in seinem Film Noir "Der Verlorene"2) (1951), in der musikalischen Romanze "Die Dubarry" (1951) nach der Carl Millöcker-Operette spielte sie an der Seite von Filmlegende Willy Fritsch. In den 50er Jahren entstanden Produktionen wie der von Ernst Jacoby inszenierte Schwank "Pension Schöller"2) (1952) oder Erich Engels Zuckmayer-Adaption "Der fröhliche Weinberg" (1952; mit Gustav Knuth, Camilla Spira), in dem Kriegsfilm-Dreiteiler "08/15"2) mimte sie 1954/55 Joachim Fuchsbergers Geliebte und spätere Ehefrau Elisabeth, unvergessen bleibt sie als BDM-Mädel Waltraut "Pützchen" Mohrungen in Helmut Käutners "Des Teufels General" (1955) neben Curd Jürgens in der Titelrolle. Mit Rudolf Prack und Nadja Tiller sah man sie in der musikalischen Komödie "Ball im Savoy" (1955) nach der gleichnamigen Operette von Paul Abraham, mit Paul Hörbiger, Hans Christian Blech und Charles Régnier drehte sie den Krimi "Banditen der Autobahn"3) (1955), mit Paul Klinger und Karlheinz Böhm die Komödie "Unternehmen Schlafsack" (1955), im gleichen Jahr erlebten die Kinogänger sie mit prägnanten Rollen in Alfred Weidenmanns Thriller "Alibi" (1955; mit O.E. Hasse) und in Wolfgang Liebeneiners Kriegsdrama "Urlaub auf Ehrenwort" (1955; mit Claus Biederstaedt), einem Remake des gleichnamigen nationalsozialistischen Soldatenfilms von Karl Ritter aus dem Jahre 1937, in dem Liebeneiner die Handlung nun vom Ersten in den Zweiten Weltkrieg verlegt hatte. In Werner Klinglers "Blitzmädels an die Front" (1958; Drehbuch Hans Hellmut Kirst) überzeugte sie als Oberführerin Hanna Helmke, in Gustav Ucickys Filmversion des Lagerlöf-Romans "Das Mädchen vom Moorhof" (1958) gab sie neben der Protagonistin Maria Emo die Hildur Lindgren, tauchte wenig später als Partnerin von Gerhard Riedmann in Peter Beauvais' heiteren Romanze "Liebe, Luft und lauter Lügen" (1959) auf. In den 1960er Jahren stand Eva-Ingeborg Scholz nur noch für wenige Kinofilme vor der Kamera, agierte beispielsweise in dem Melodram "Ich kann nicht länger schweigen" (1962), dem Wallace-Krimi "Der Schwarze Abt"2) (1964) und in der von den Walt Disney-Studios realisierten Kästner-Verfilmung "Emil und die Detektive" (1964, Emil and the Detectives), wo sie die Frau Tischbein spielte. Dass die Schauspielerin auch in dramatischen Filmen zu überzeugen wusste, bewies sie als Mutter des Berufskillers Ricky in Fassbinders "Der Amerikanische Soldat"4) (1970), zu ihren letzten Arbeiten für das Kino zählen Helmut Dietls erfolgreiche Satire "Rossini" (1997) und Rainer Kaufmanns Krimikomödie "Die Apothekerin" (1997). Seit der mehrteiligen, spannenden Durbridge-Verfilmung "Es ist soweit"5) (1960) mit der Rolle der Lucy Freeman, die gemeinsam mit ihrem Mann Clive (Jürgen Goslar) um ihre entführte Tochter bangt, übernahm die Schauspielerin vermehrt Aufgaben für das Fernsehen, gehörte bald zu den vielbeschäftigten und beliebten Darstellerinnen des Genres. Auch in dem dreiteiligen Straßenfeger "Verräter"5) (1967) war sie als undurchsichtige Helen Tevey mit von der Partie, Auftritte in populären Krimi-Serien wie "Die Fünfte Kolonne", "Der Kommissar", "Der Alte", "Tatort", "Derrick", "Die Männer vom K3", "Schwarz Rot Gold" oder "Ein Fall für Zwei" ließ sie zum Dauergast auf den heimischen Bildschirmen werden. Im reiferen Alter hatte sich Eva-Ingeborg Scholz vom netten Mädel-Image lösen können, war als Mutter oder Tante ebenso gefragt wie als undurchsichtiger Frauentypus oder einfach nur nette Nachbarin. In Erinnerung geblieben ist sie auch als Tante Marianne in der turbulenten Familienserie "Drei sind einer zuviel" (1977) mit Herbert Herrmann, Thomas Fritsch und Jutta Speidel, eine interessante Figur war auch die der Sylvia Bennett in der Krimi-Komödie "Schönes Weekend, Mr. Bennett" (1980). In der letzten Zeit sah man die Schauspielerin unter anderem in der Pilcher-Verfilmung "Wenn nur noch Liebe zählt" (2002) sowie als Gräfin Josefine in dem aufwendigen Zweiteiler "Das Bernsteinamulett" (2004). Neben ihrer umfangreichen Arbeit für Theater und Film war die Schauspielerin sporadisch für die Synchronisation tätig, lieh beispielsweise der Titelfigur des Zeichentrickfilms "Cinderella" (1950) und der Schwester der Alice in "Alice im Wunderland" (1951) ihre Stimme.
Eva-Ingeborg Scholz war eine kurze Zeit in erster Ehe mit dem Drehbuchautor Georg Hurdalek2)
(1908 1980) verheiratet; aus der Verbindung stammt der 1951 geborene Sohn Stefan.
Nach ihrer Scheidung heiratete sie 1953 den Schauspieler Wilfried Seyferth6)
(geb. 1908), der im darauffolgenden Jahr am 9. Oktober bei einem Autounfall ums Leben
kam;
1954 wurde die gemeinsame Tochter Katharina-Carola geboren. Eva-Ingeborg Scholz
stand mit ihrem Mann Wilfried Seyferth auch verschiedentlich vor der Kamera. |
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*) Geburtsjahr laut Wikipedia: 1926 Die Links führen zu 1) defa-sternstunden.de, 2) Wikipedia, 3) murnau-stiftung.de, 4) deutsches-filmhaus.de, 5) Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz, 6) cyranos.ch |
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| Stand Juli 2010 | ||||
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Eva-Ingeborg Scholz beim Management-Lautenbacher Siehe auch Wikipedia; Fotos bei film.virtual-history.com Filmografie siehe www.imdb.de |
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