Hannelore Elsner 01; Copyright Virginia Shue Hannelore Elsner (eigentlich Hannelore Elstner) wurde am 26. Juli 1942 im oberbayrischen Burghausen geboren, wuchs in München auf und verbrachte ihre Schulzeit im Internat, da sie bereits mit acht Jahren den Vater verloren hatte. Später besuchte sie die Schauspielschule in ihrer Geburtsstadt, schloss diese 1962 mit Diplom ab und erhielt erste Engagements an der "Kleinen Komödie" sowie den "Kammerspielen. Ihr Leinwanddebüt gab die Schauspielerin mit 17 Jahren in dem Film "Immer die Mädchen", ab Mitte der 1960 Jahre sah man sie u. a. in Unterhaltungsfilmen wie "Herrliche Zeiten im Spessart"1) (1967) oder in den "Paukerfilmen". Gleichzeitig startete sie eine großartige Karriere im Fernsehen, übernahm Rollen in so beliebten Krimi-Serien wie "Dem Täter auf der Spur", "Stahlnetz" oder "Kriminalmuseum".
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Ab den 1970er Jahren wurden die Rollen anspruchsvoller, Hannelore Elsner avancierte zu einer der Hauptprotagonistinnen des deutschen Autorenfilms, profilierte sich als Charakterdarstellerin und konnte die volle Bandbreite ihres schauspielerischen Talents entfalten. Man sah sie beispielsweise 1970 als Susan in "Die Herren mit der weißen Weste"1) neben Mario Adorf und Martin Held im Kino, 1973 als Marga Kroeber in Edgar Reitz' "Die Reise nach Wien"1), 1975 als Marlit Berlinger in Alf Brustellins Zeitgeistsatire "Berlinger – Ein deutsches Abenteuer"2) neben Martin Benrath oder 1977 als Trude Minde in Heide Genées Fontane-Verfilmung "Grete Minde – Der Wald ist voller Wölfe"1).
 
 
 
 

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Hannelore Elsner 02; Copyright Virginia Shue
Hannelore Elsner 03; Copyright Virginia Shue Schon 1974 hatte Hannelore Elsner die Titelrolle in der erfolgreichen ZDF-Serie "Die Schöne Marianne" übernommen, in den 1980er Jahren wirkte sie nach der Geburt ihres Sohnes Dominik im Jahre 1981 neben einigen "Tatort"-Folgen in vielen weiteren populären Fernsehserien mit, war ab 1985 die Maria Rotenburg in dem Quotenrenner "Die Schwarzwaldklinik"1), ab 1988 die Katharina Haltermann in "Lorentz und Söhne" sowie ab 1989 die Sophie Lieberman in "Mit Leib und Seele"1). Ab 1994 übernahm sie dann die Rolle der Lea Sommer in der Serie "Die Kommissarin"1), hatte damit ungeahnten Erfolg und wurde für ihre Leistung mit dem "Telestar" als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet. Seit Januar 2006 war Hannelore Elsner dann mit neuen Folgen als "Kommissarin" auf dem Bildschirm präsent.
 

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1998 begeisterte sie neben Iris Berben als Andrea in "Andrea und Marie" die Fernsehzuschauer, ebenso wie 2000 als die vom Leben gezeichnete Schriftstellerin Hanna Flanders alias Gisela Elsner in "Die Unberührbare"2) . 2001 agierte sie als Hanna Vonstein in "Ich schenk dir meinen Mann"2), ein Jahr später, wieder neben Iris Berben, als Rita in "Fahr zur Hölle, Schwester!"2) sowie als Denise in dem Mehrteiler "Eine Liebe in Afrika"2), der hochemotionalen Liebesgeschichte nach dem Vorbild "Jenseits von Afrika". Im Oktober 2003 mimte sie in dem unterhaltsamen Zweiteiler "Claras Schatz" die Winzerin Clara Köhler, die mitten in den Vorbereitungen zu ihrer Silberhochzeit entdeckt, dass ihr Mann heimlich Geld von dem gemeinsamen Konto abgezweigt und sich eine Yacht gekauft hat; als ihr betrügerischer Gatte die edlen Weine des elterlichen Guts nach einem Streit unter Wert verscherbeln will, kämpft sie um ihr Erbe.
 
Hannelore Elsner und Heinz Hoenig in dem TV-Drama "Klippen des Todes" (1992); Regie und Drehbuch Wolf Gremm; Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com; Copyright Ziegler Film GmbH & Co. KG
Hannelore Elsner und Heinz Hoenig1) in dem TV-Drama
"Klippen des Todes (1993)
Regie und Drehbuch Wolf Gremm
Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG; Link:
Ziegler Film
  
Elsners Filmprojekt "Rot und Blau"2) erschien ab Dezember 2003 im Kino, der Kinostart für "Frau fährt, Mann schläft"2) war dann im März 2004. Im November 2004 erlebte man sie, neben Ruth Maria Kubitschek als Helene Feldmann, in dem zweiteiligen TV-Melodram "Die Rosenzüchterin"2), das Erhard Riedlsperger nach dem Bestseller-Roman von Charlotte Link für das Fernsehen umgesetzt hatte, mit der Titelrolle der Beatrice Shaye. Eingebettet in große historische Bögen und mit hochkarätige Starbesetzung wird die bewegende Geschichte zweier Frauen geschildert, die schicksalhaft aneinandergekettet sind.
Einer ihrer jüngeren Filme, welcher ursprünglich nur für das Fernsehen geplant war, kam Anfang Januar 2005 in die Kinos: In der unorthodoxen Familienkomödie "Alles auf Zucker!"1) überzeugt die Elsner unter der Regie von Dani Levy einmal mehr als Komödiantin und mimte die Ehefrau des schlitzohrigen Zockers und in der DDR gefeierten Sportreporters Jaeckie Zucker (Henry Hübchen), der in eine tiefe Krise gerät.
Erhard Riedlsperger drehte mit ihr das NDR-Psychodrama "Die Spielerin"2) (2005) nach Motiven des Romans "Der Spieler" von Fjodor Dostojewski, Rudolf Thomé besetzte sie als Annabella Silberstein in dem Kinostreifen "Rauchzeichen"2) (2006) sowie als Protagonistin Johanna Perl, die sich in "Du hast gesagt, dass Du mich liebst"2) (2006) einem viel jüngeren Mann hingibt. Eine kurze, dennoch prägnante Rolle war die der russischen Emigrantin Ludmilla Dimitrieff in der von Jo Baier in Szene gesetzten Autobiografie "Nicht alle waren Mörder –  Eine Kindheit in Berlin"1) nach dem Buch von Michael Degen. Danach stand sie für Angelina Maccarones Roadmovie "Vivere"2) (2006) als enttäuschte Geliebte Gerlinde von Habermann neben Esther Zimmering und Kim Schnitzer vor der Kamera, gezeigt wird die Geschichte dreier Frauen unterschiedlichen Alters aus der Kölner Vorstadt Pulheim.

Eine erneute Zusammenarbeit mit Rudolf Thomé ergab sich für dessen Kinofilm "Das Sichtbare und das Unsichtbare"2), thematisiert wird die tragische Liebesbeziehung eines nicht mehr ganz ganz jungen Künstlerpaares, die Elsner gibt die Malerin Maria Döbereiner, Guntram Brattia deren Lebensgefährten, den Maler Marquard von Pohlheim; die Produktion kam am 6. Dezember 2007 in die Kinos. Gerade abgedreht hatte sie das Familiendrama "Jakobs Bruder"2), das am 17. November 2007 beim 18. Kinofest in Lünen uraufgeführt wurde und am 4. Juni 2009 an den Kinostart ging. Die von Regisseur Daniel Walta im Siegerland, auf Mallorca und in Ostfriesland sensibel in Szene gesetzte Story erzählt von dem ungleichen Geschwisterpaar Jakob (Klaus J. Behrendt) und Lorenz (Christoph Maria Herbst), das nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander leben kann, Hannelore Elsner spielt deren Mutter Anna Goldt. In dem französischen Kinofilm mit dem Titel "Insomnie", der von Regisseur Pascal Kané inszeniert wurde, hatte sie ebenfalls eine Rolle übernommen; die Premiere fand am 6. Juli 2008 in Paris statt.
 
 

Hannelore Elsner bei der Eröffnung der Berlinale 2006
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)

Hannelore Elsner bei der Eröffnung der Berlinale 2006; Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann; Copyright Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Nach der Weltpremiere (Wettbewerbsfilm) bei den 58. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (7. bis 17. Februar 2008) kam am 6. März 2008 das von Doris Dörrie gedrehte Drama "Kirschblüten–Hanami"1) in die Kinos, in dem die Elsner an der Seite von Filmpartner Elmar Wepper die lebenslustige und esoterisch angehauchte Ehefrau eines schwer kranken Mannes spielt. In der am 18. Januar 2008 im "Münchner Prinzregententheater" mit dem "Bayerischen Filmpreis" als "Bester Film des Jahres 2007" ausgezeichneten Liebesgeschichte, die erst nach dem Tod ihre Erfüllung findet, zeigt Hannelore Elsner neben einem eindrucksvoll aufspielenden Wepper ("Bayerischer Filmpreis" sowie "Deutscher Filmpreis" als "Bester Hauptdarsteller") einmal mehr, dass sie zu Recht zu den ganz großen Schauspielerinnen unseres Landes zählt bzw. als "First Lady" der deutschen Film- und Fernsehlandschaft bezeichnet wird.
Dass die Elsner bei ihrer Rollenauswahl immer wieder auch auf Komödien setzt, zeigte sie in Til Schweigers neuem Film "1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde"1) als "Hexe". Schweiger mimt den Ritter Lanze, Julia Dietze die Prinzessin Herzelinde, weiterhin durfte man sich auf Thomas Gottschalk als König Gunther, Udo Kier als Luipold Trumpf und Dieter Hallervorden als Pferdeverkäufer freuen; Kinostart war der 18.12.2008.
Hannelore Elsner anlässlich der Weltpremiere des Films ZEITEN ÄNDERN DICH (03.02.2010); Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring/Copyright Christian Behring In dem Biopic "Zeiten ändern Dich"1), das Uli Edel nach der Autobiografie des deutschen Rappers Bushido1) inszeniert hatte, taucht Hannelore Elsner als Mutter des Musikers auf; die Deutschlandpremiere fand am 3. Februar 2010 in Berlin statt. Schließlich ist noch die Kinoproduktion "Hanni & Nanni"1) nach dem Jugendklassiker von Enid Blyton zu nennen. Neben den beiden Protagonistinnen Sophia und Jana Münster sowie Heino Ferch, Suzanne von Borsody, Anja Kling, Katharina Thalbach und Oliver Pocher in Erwachsenen-Rollen tauchte die Schauspielerin mit dem Part der Schuldirektorin Theobald auf; Kinostart war der 17. Juni 2010. Die Fortsetzung "Hanni & Nanni 2"1) ging am 17. Mai 2012 an den Start, "Hanni & Nanni 3"1) am 9. Mai 2013.
 
Hannelore Elsner anlässlich der Weltpremiere des Films
ZEITEN ÄNDERN DICH (03.02.2010)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Hannelore Elsner stand für Hans Steinbichlers neuen Kinofilm "Das Blaue vom Himmel"1) vor der Kamera. Die Dreharbeiten begannen Ende Februar 2010, die Geschichte basiert auf einem Drehbuch von Robert und Josephin Thayenthal. Im Mittelpunkt steht die an fortschreitender Alzheimer-Erkrankung leidende Marga, geschickt verwebt der Film in verschiedenen Zeitebenen die Familiengeschichte von Marga – gespielt von Hannelore Elsner als 'alte Marga' und Karoline Herfurth als 'junge Marga' – und ihrer Tochter Sofia, gespielt von Juliane Köhler.3) Zur weiteren Besetzung gehören unter anderem Rüdiger Vogler, David Kross, Niklas Kohrt, Matthias Brandt und Victoria Trauttmansdorff zu sehen sein; Kinostart war der 2. Juni 2011.
In Torsten Wackers Komödie "Kein Sex ist auch keine Lösung"1) nach dem gleichnamigen Bestsellerroman von Mia Morgowski kam Hannelore Elsner mit dem eher kleineren Part der Friederike Cremand daher. Die Dreharbeiten begannen Mitte Oktober 2010 in Hamburg, in der Hauptrolle des Frauenhelden bzw. erfolgreichen Art-Designers Tom Moreno ist Stephan Luca zu sehen, mit ihm spielen Marleen Lohse, Armin Rohde und Corinna Harfouch. Die weiteren Rollen sind mit Publikumslieblingen wie Hannelore Elsner, Anna Thalbach, Tetje Mierendorf oder Felicitas Woll ebenfalls prominent besetzt; der Film ging am 1. Dezember 2011 an den bundesdeutschen Start.
Am 27. April 2011 fiel in Köln die erste Klappe zu der romantischen Komödie "Jesus liebt mich"2), dem Regiedebüt von Florian David Fitz, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet und die männliche Hauptrolle an der Seite von Jessica Schwarz spielt; neben Hannelore Elsner gehörten auch Henry Hübchen, Peter Prager, Christine Schorn, Nicholas Ofczarek und Jennifer Love Hewitt zur hochkarätigen Besetzung; Kinostart war der 20. Dezember 2012. Ebenfalls abgedreht ist die Komödie "Wer's glaubt wird seelig"1) von Marcus H. Rosenmüller, in der Hannelore Elsner mit der Rolle der fanatisch religiösen Schwiegermutter des Wirtes Georg (Christian Ulmen) in Erscheinung trat; Kinostart war der 16. August 2012. Eine weitere Arbeit für das Kino ist Pierre-Henry Salfatis Drama bzw. die deutsch-französisch-schweizerische Co-Produktion "Der letzte Mentsch" → filmportal.de. Der Regisseur, der sich hauptsächlich mit jüdischen Themen befasst, drehte dieses Roadmovie mit schwarzem jüdischen Humor seit 29. Oktober 2012 in Deutschland, Ungarn, Rumänien mit seinem Hauptdarsteller Mario Adorf. Adorf gestaltet den Holocaust-Überlebenden Mena'hem Teitelbaum, der seine jüdischen Wurzeln lange Jahre verleugnete und unter dem Namen Marcus Schwartz lebte. Nun, alt geworden, begibt er sich auf eine Reise und sucht gemeinsam mit der jungen Deutsch-Türkin Gül (Katharina Derr) in seiner ungarischen Geburtsstadt nach Beweisen für seine eigentliche Identität, Hannelore Elsner spielt die Nebenrolle der Ethel. Bundesweiter Kinostart war der 8. Mai 2014, bereits bei der 24. Veranstaltung des Kinofestes in Lünen konnte am 21. November 2013 die Weltpremiere des emotionalen Roadmovies gefeiert worden → www.famafilm.ch. Als Mutter Friederike Trollmann präsentierte sich Hannelore Elsner in dem Dokudrama "Gibsy – Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann"2) (Regie: Eike Besunden) mit Hannes Wegener als der von den Nazis im KZ ermordete sinto-deutsche Boxer Johann Wilhelm Trollmann1) (1907 – 1944); im Kino lief der Film am 17. Januar 2013 an. 
Unter der Regie von Doris Dörrie entstand die Komödie "Alles inklusive"1) nach dem gleichnamigen Roman bzw. Gesellschaftssatire der Filmemacherin → www.dieterwunderlich.de. Hier zeigt sich die Elsner als Ingrid, die vor über 40 Jahren im südspanischen Torremolinos ein chaotisches Hippieleben führte. Jetzt kehrt die gealterte, immer noch rebellische 68erin als Alles-inklusive-Touristin nach einer Hüft-OP zwecks Erholung an diesen Ort zurück, an dem inzwischen riesige Hotelbunker und billige Diskotheken entstanden sind. Der Streifen handelt auch von einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung – Ingrids lebensuntüchtige Tochter Apple wird von Nadja Uhl gespielt – in weiteren Rollen sind unter anderem Axel Prahl als einsamer, prolliger Krankenpfleger Helmut und Hinnerk Schönemann als Transvestit Tim bzw. Tina Birker zu sehen; Kinostart war der 6. März 2014, siehe auch prisma.de.
Fertiggestellt war inzwischen Ute Wielands Tragikomödie "Besser als nix"1), in der Hannelore Elsner als Oma des unkonventionellen Protagonisten Tom (François Goeske) zu sehen ist; gedreht wurde der Film nach dem gleichnamigen Roman von Nina Pourlak1). Eine weitere Arbeit ist Christian Züberts Road Movie bzw. Tragikomödie "Hin und weg"1) mit Florian David Fitz, Julia Koschitz und Jürgen Vogel in den Hauptrollen, wo sie erneut als Mutter in Erscheinung tritt; "Besser als nix" ging am 21. August 2014 an den allgemeinen Kinostart, "Hin und weg" am 23. Oktober 2014.
Auch im November 2014, genauer am 27.11.2014, war eine weitere Kinopremiere mit Hannelore Elsner angesagt, in "Auf das Leben" (→ filmportal.de) spielt sie unter der Regie von Uwe Janson die ehemalige jüdische Cabaret-Sängerin Ruth, die wegen der Zwangsversteigerung ihre Wohnung verlassen bzw. ihre Musikinstrumentenwerkstatt aufgeben muss – der Umzug in ein Seniorenheim wird zum Alptraum für die an Selbständigkeit gewohnte Frau. Durch die Bekanntschaft mit dem an MS erkrankten Möbelpacker Jonas (Max Riemelt) entwickelt sich eine "Generationen-übergreifende Schicksalsgemeinschaft zwischen einer alten Frau, die durch ihre Erlebnisse in der Vergangenheit geprägt, und einem jungen Mann, der durch unheilbare körperliche Leiden gezeichnet ist". (Quelle: www.camino-film.com) Zuletzt stand Hannelore Elsner für die Literaturadaption "Hannas schlafende Hunde", gedreht von Prof. Andreas Gruber nach dem autobiografischen Roman von Elisabeth Escher, vor der Kinokamera. Erzählt wird die Geschichte der kleinen Johanna (Nike Seitz), die als braves katholisches Mädchen Ende der 1960iger Jahre in der scheinbar idyllischen oberösterreichischen Provinzstadt Wels aufwächst. Als sie das Geheimnis ihrer jüdischen Identität erfährt, erwachen nicht nur bei ihr die "schlafenden Hunde" der Vergangenheit. (Quelle: br.de) Hannelore Elsner spielt Hannas erblindete Großmutter Ruth, die dem verunsicherten Kind Halt gibt; Kinostart war der 9. Juni 2016 → www.elisabethescher.at, filmportal.de. Für den 13. Oktober 2016 war Dani Levys Tragikomödie "Die Welt der Wunderlichs" angekündigt, in der man Hannelore Elsner an der Seite von Katharina Schüttler, Peter Simonischek, Christiane Paul, Steffen Groth und Martin Feifel sieht; vorgestellt wurde der Film ab Ende Juni 2016 auf dem "Filmfest München" in der Reihe "neues Deutsches Kino" → www.presseportal.de.
      
Immer wieder kamen und kommen auch die Fernsehzuschauer in den Genuss, die gefeierte Charakterdarstellerin auf dem Bildschirm zu erleben, so auch am 25. November 2007 in dem Melodram "Mein Herz in Afrika"2). An der Seite von Tanja Wedhorn spielte sie die zweite weibliche Hauptrolle und mimt die Agnes Patterson, Leiterin eines kommerziellen Safari-Parks in Südafrika, die ein ein dunkles Geheimnis mit sich herum trägt. Im August 2007 begannen die Dreharbeiten zu einer Neuverfilmung von Leo Tolstois Literaturklassiker "Krieg und Frieden"1). An der internationalen, Co-Produktion, die in deutsch-englisch-italienisch-französischer Zusammenarbeit entstand, war auch das ZDF finanziell beteiligt. Gedreht wurde vorwiegend an Originalschauplätzen in St. Petersburg und in Litauen, in der von Regisseur Robert Dornheim realisierten TV-Adaption wirkten von deutscher Seite neben Hannelore Elsner (Gräfin Rostowa) unter anderem Ken Duken (Anatole Kuragin) und Benjamin Sadler (Dolochow) mit, Natascha wurde von der Französin Clemence Poesy, Prinz Andrej von Alessio Boni gespielt; der aufwendig produzierte Vierteiler gelangte ab Ende 2007 auf den Bildschirm. 
"Mein Herz in Chile"1) hieß dann Anfang Oktober 2008 das von Jörg Grünler inszenierte zweiteilige ZDF-Melodram, dass sich im Verlaufe der Story zu einem packenden Thriller entwickelte. In dem mit Bettina Zimmermann, Franco Nero, Peter Haber und Oliver Bootz populär besetzten, vor der pittoresken Kulisse der chilenischen Anden aufwändig gestalteten Fernsehfilm zeigte sich Hannelore Elsner wieder einmal mit einer eindrucksvollen Frauenfigur: Die ehemalige chilenische Widerstandskämpferin und Ärztin Laura Hansen kehrt 34 Jahre nach dem chilenischen Militärputsch von 1973 in ihre Heimat zurück und wird mit einem vermeintlich abgeschlossenen Kapitel ihrer Biografie konfrontiert. Ihre Tochter Isabel (Bettina Zimmermann) reist ihr nach und wird ebenfalls in eine spannende Familiengeschichte voller Lügen und Geheimnisse verstrickt.
Danach trat sie in der vom SWR verfilmten Märchenreihe "Acht auf einen Streich" als böse Fee Maruna in "Dornröschen"1) (EA: 26.12.2009) in Erscheinung, in der Geschichte um "Die Bremer Stadtmusikanten" (EA: 02.01.2010) hatte sie der Katze ihre Stimme geliehen.
Abgedreht hatte Hannelore Elsner unter der Regie von Michael Steinke den aufwendigen ARD-Zweiteiler "Der letzte Patriarch"2)  über eine Lübecker Marzipandynastie, in dem Mario Adorf die Rolle des Marzipanfabrikanten Konrad Hansen übernommen hat. An seiner Seite gab sie die eigenwillige Künstlerin Ruth, Jugendliebe des "letzten Patriarchen". Die Ausstrahlung erfolgte einen Tag nach dem 80. Geburtstag von Mario Adorf am 10. September 2010; siehe auch www.mdr.de.
Hannelore Elsner beim Münchner Filmfest 2006; das Copyright liegt bei Tanja Golbeck-Junginger Eine weitere Arbeit ist die ZDF-Beziehungskomödie "Lüg weiter, Liebling"2) (EA: 03.05.2010) mit Götz George als Partner. Hannelore Elsner kommt als reiche Witwe Martha daher, die auf den abgehalfterten, mittellosen Umweltaktivisten Hape (Götz George) trifft. Martha fällt (scheinbar) auf manche abstruse Geschichte des Charmeurs herein, der es geschickt versteht, die gelangweilte Dame zu umgarnen und ihr das Geld aus der Tasche zu locken. Zum ersten Mal standen die beiden Publikumslieblinge George und Elsner als Hauptdarsteller gemeinsam vor der Kamera, herausgekommen ist ein charmant-niveauvoller Spaß, der weitgehend auf Klamauk-Elemente verzichtete und vor allem durch pointiert-geschliffene Dialoge überzeugte. Getragen von einem gut aufgelegten Schauspieler-Ensemble, allen voran Elsner und George als gegensätzliches Pärchen, war diese von Gabriela Zerhau inszenierte witzige Geschichte ein Lichtblick in der ansonsten oft so seichten Fernsehunterhaltung. Auch die Nebenakteure konnten sich sehen lassen, beispielweise Rudolf Wessely als sexbesessener Vater des Schwindlers Hape, Bibiana Zeller als überspannt-verwirrte Mutter Marthas oder Ludger Pistor, der als Finanzberater Martha ziemlich linkisch den Hof macht. 

Das Foto zeigt Hannelore Elsner beim Münchner Filmfest 2006.
© Tanja Golbeck-Junginger

Auf Kai Wessels neuen Fernsehfilm "Alles Liebe"2) (EA: 01.09.2010) konnte man sich ebenfalls freuen, Hannelore Elsner spielte darin eine Mutter, die nicht gerade ein entspanntes Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern hat. Anlässlich des 65. Geburtstages von Mutter Irma gerät das von allen ungeliebte Treffen zu einer Familienfeier voller verdrängter Gefühle und gegenseitiger Schuldzuweisungen. "Was alles passieren kann, wenn die Mutter 65 wird, zeigt Regisseur Kai Wessels gekonnt inszenierte Tragikomödie über den ganz normalen familiären Wahnsinn. In dem brüchigen Familienkonstrukt geht es um alte Wunden, verdrängte Gefühle, gegenseitige Schuldzuweisungen und schmerzhafte Selbsterkenntnis. Besonders Hannelore Elsner zeigt in der Rolle der Mutter, warum sie nach wie vor zu Deutschlands besten Darstellerinnen zählt.", schreibt hierzu prisma.de.
Auch mit eher kleineren Rollen weiß Hannelore Elsner zu überzeugen, in der Folge "Am Ende muss Glück sein"2) (EA: 23.04.2011) aus der Reihe "Kommissarin Lucas" mit Ulrike Kriener als kompetent-sachlicher Regensburger Ermittlerin, tauchte sie als ehemalige Prostituiere Nadja Schumann auf, die als stille Fördererin des sogenannten "Oma-Strichs" in das Visier des Ermittlerteams gerät, als die 60-jährige Maria (Renate Krößner) ermordet aufgefunden wird; ohne Effekthascherei wird mit dieser vielschichtigen Geschichte das Thema "Altersprostitution" angesprochen.
In dem zweiten, von Andreas Prochaska inszenierten ZDF-Krimi um den genialen Polizeipsychologen bzw. Verhörspezialisten Richard Brock (Heino Ferch), "Spuren des Bösen – Racheengel"2), (EA: ARTE 30.11.2012), standen neben Protagonist Ferch auch Hannelore Elsner und Friedrich von Thun als tiefgläubige Eltern des Selbstmörders Sebastian Ulmer (Florian Teichtmeister) auf der Besetzungsliste → kundendienst.orf.at. Eine Hauptrolle, der nach einer gescheiterten Ehe als Postbotin an Norwegens Westküste arbeitenden Johanna Claesen, übernahm sie in dem ARD-Melodram "Liebe am Fjord - Zwei Sommer"2) (EA: 25.10.2013)."In dieser tragischen Dreiecksgeschichte aus der erfolgreichen Reihe "Liebe am Fjord" stellen Hannelore Elsner und Hildegard Schmahl als Freundinnen fest, dass man nicht alles teilen kann. Christian Brückner spielt den Mann zwischen beiden mit viel Charme: Deutschlands berühmtester Synchronsprecher, der seine Stimme unter anderem Robert De Niro leiht, lässt dabei vieles zwischen den Zeilen anklingen. Behutsam setzte Matthias Tiefenbacher das Melodram über unvermeidbare Lebenswidersprüche nach einem Buch von Astrid Ströher in Szene mit faszinierenden Bildern der wechselhaften norwegischen Landschaft." notiert prisma.de; siehe auch www.tittelbach.tv.
Viel Beachtung fand der von Kaspar Heidelbach inszenierte ARD-Psychothriller "Besondere Schwere der Schuld"2) (EA: 01.11.2014), in dem Götz George eindrücklich die zentrale Figur des "Berufsverbrechers" Joseph Komalschek, der nach dreißig Jahren hinter Gittern in die Freiheit entlassen wird, gestaltete. Hannelore Elsner bereicherte als Agnes, Ehefrau des pensionierten Ex-Polizisten Klaus Barner (Manfred Zapatka), der Komalschek damals verhaftete, bzw. Mutter des jungen Polizisten Tom (Hanno Koffler) die hochkarätige Schauspielerriege. "Wegen besonderer Schwere der Schuld verbringt Joseph Komalschek 30 Jahre hinter Gittern. Den Mord an seiner schwangeren Nachbarin und deren neugeborenem Kind hat er aber nicht gestanden. Auch die Leichen tauchten nie auf. Nun kehrt die "Bestie" in ihre idyllische Heimatstadt zurück, wo der Ex-Polizist Klaus Barner und seine Kollegen (Thomas Thieme/Hans-Martin Stier), die damals für die Verhaftung des Mörders sorgten, ihren Ruhestand genießen. Zwischen den pensionierten Beamten und dem entlassenen Sträfling beginnt ein seltsames Katz-und-Maus-Spiel. Barners Sohn Tom, ebenfalls Polizist, ahnt noch nicht, dass er selbst der Schlüssel zur Lösung dieses mysteriösen Falles ist." heißt es in der Kurzbeschreibung von www.presseportal.de. "Ein von Zapatka bis Elsner stimmiges Ensemble und mit Götz George ein Hauptdarsteller, der aus jeder seiner Rollen stets noch eine Nuance mehr herausholt als so mancher Kollege …" schreibt unter anderem tittelbach.tv. Abgedreht war der Film "Ein Sommer im Burgenland" (EA: 01.02.2015) aus der ZDF-Reihe "Herzkino" mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle der Dolmetscherin Maria Graf, die mit ihrer Vergangenheit bzw. dunklen Familiengeheimnissen konfrontiert wird und schließlich zu sich selbst findet → presseportal.zdf.de, www.tittelbach.tv.
Das bitterböse Psychodrama "Familienfest" wurde erstmals am 26. Juni 2015 auf dem "33. Filmfest München" vorgestellt. Hier gibt Hannelore Elsner die alkoholsüchtige Ex-Ehefrau des berühmten Konzertpianisten bzw. tyrannischen Familienoberhaupts Hannes Westhoff (Günther Maria Halmer), der anlässlich seines 70. Geburtstages die gesamte Familie eingeladen hat. Nach jahrzehntelanger Entfremdung brechen nun alte Konflikte und Wunden auf …; Kinostart dieses ZDF-Dramas war der 15. Oktober 2015  → www.presseportal.de, www.filmstarts.de, filmportal.de.
Gespannt sein durfte man auf das von Matti Geschonneck inszenierte, hochkarätig besetzte ZDF-Kammerspiel mit dem Titel "Ein großer Aufbruch"5) (EA: 16.11.2015), das sowohl das brisante Thema des selbstbestimmten Sterbens als auch zwischenmenschliche Abgründe thematisierte. Matthias Habich war der krebskranke, sterbewillige einstige Entwicklungshelfer Holm Hardenberg, der sich mit einem letzten großen Auftritt von seiner Familie, aber auch von Freund Adrian (Edgar Selge) und dessen Ehefrau Katharina (Ulrike Kriener) verabschieden möchte. Das meisterliche Stück lebte von den pointierten, zum Teil bitterbösen Dialogen (Drehbuch: Magnus Vattrodt) und dem exzellent aufeinander abgestimmten Schauspieler-Ensemble: Neben Habich, Kriener und Selge gab Hannelore Elsner Holms Ex-Frau Ella, Katharina Lorenz und Ina Weisse Holms charakterlich gegensätzlichen Töchter Charlotte und Marie, die von Freund und Top-Jurist Heiko (Matthias Brandt) zum Treffen gefahren wurde. Holms Plan, einen niveauvollen Abschied zu feiern, verläuft vollkommen anders als gedacht, im Laufe des Abends brechen unterdrückte Animositäten auf, Lebenslügen, Halbwahrheiten und daraus resultierende Verletzungen kommen gnadenlos auf den Tisch. "Was für eine Schauspielkunst, was für eine fantastische Ensembleleistung. Man sieht es schon Deutsche-Fernseh- und Grimme-Preise regnen." schrieb unter anderem DIE WELT; siehe auch  →  www.presseportal.de. Am 6. Februar 2016 erhielt "Ein großer Aufbruch" die "Goldene Kamera"2) in der Kategorie "Bester deutscher Fernsehfilm".
In dem von Franziska Buch in Szene gesetzten generationsübergreifenden TV-Film "Die Diva, Thailand und wir!" (EA: 11.01.2017) lief die Elsner als extravagante, ehemalige Opernsängerin Anneliese Behrens einmal mehr zur Hochform auf – "eine großartig gespielte Tragikomödie mit Hannelore Elsner als Egomanin und Anneke Kim Sarnau als Tochter Susanne, die ihre Mutter beim Thailandurlaub in einem Pflegeheim entsorgen möchte. Das Drehbuch strotzt nur so von bitterbösen Dialogen. (…) Die Läuterung der Hauptfigur erfolgt etwas plötzlich, aber das schmälert den Unterhaltungswert in keiner Weise." schreibt Tilmann P. Gangloff bei tittelbach.tv.
Für den 17. September 2017 war die ganz auf Hannelore Elsner zugeschnittene Tragikomödie "Ferien vom Leben"5) angekündigt. Hier spielt die Elsner die Künstlerin Lilo Rosenberg, die mit der Diagnose "Gehirntumor" konfrontiert wird. Doch anstatt sich den vorgeschlagenen Behandlungsmethoden zu unterziehen, beginnt sie "eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit, bei der das empfindliche Beziehungsgeflecht der Familie ordentlich durchgerüttelt wird. (…) Hannelore Elsner und Marie Bäumer in einem tragikomischen Roadmovie über Familie, Einsamkeit, Vergessen und was am Ende wirklich wichtig ist." kann man bei presseportal.zdf.de lesen. Unter dem Arbeitstitel "Ich und "R"" drehte der "Bayerische Rundfunk" für die ARD seit Ende Juli bis Ende August 2017 eine (fiktive) Gesellschaftssatire über das Leben des Modezaren Rudolph Moshammer1) (1940 – 2005). In die Rolle des exzentrischen Münchener Designers schlüpft der Theater- und Filmschauspieler Thomas Schmauser1), Hannelore Elsner spielt die Rolle von Moshammers Mutter Else (* 21. Januar 1908; † 10. August 1993). Regie führt nach eigenem Drehbuch Alexander Adolph1), eine Ausstrahlung ist im Rahmen des "FilmMittwoch" für 2018 geplant → www.presseportal.de, www.sueddeutsche.de, www.degeto.de
   
Hannelore Elsner, die "Frau ohne Alter", zählt mit anspruchsvollen Rollen zu einer der populärsten Frauen sowohl im Fernsehen als auch im Kino und auf der Bühne, wird von Publikum und Presse gleichermaßen hochgelobt. Sie verkörpert eine frauliche Ausdruckskraft, in der Schönheit, Selbstbewusstsein und Erotik auf faszinierende Weise zueinander finden. Die Auszeichnungen, die die Schauspielerin im Laufe ihrer Karriere erhalten hat, lassen sich kaum alle aufzählen: 1972 erhielt sie die "Goldene Kamera"1) für ihre Rolle in "Iwanow", 1991 die "Silberne Nymphe" von Monte Carlo für "Elsa", seit Oktober 1997 ist Hannelore Elsner Trägerin des "Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland". 2000 wurde sie u. a. mit dem "Deutschen Filmpreis", dem "Deutschen Kritikerpreis" sowie dem "Bayrischen Filmpreis" für "Die Unberührbare" und 2003 mit dem "Filmpreis in Gold " für ihre Rolle in Oliver Hirschbiegels Charakterstudie "Mein letzter Film"2) geehrt. Der 90-minütige filmische Monolog kam im November 2002 in die deutschen Kinos kam und handelt von einer Schauspielerin, die sich von ihrem Mann trennt und einen "Video-Brief" hinterlässt; er ist eine Bilanz über ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Lieben – und eine Geschichte über das Älterwerden. Am 19. Mai 2006 wurden die Leistungen der Ausnahmeschauspielerin mit dem Bayerischen Fernsehpreis "Blauen Panther"1) gewürdigt, ihre hochrangige Auszeichnung für ihr filmisches Lebenswerk nannte die Schauspielerin einen "Etappensieg". Ministerpräsident Stoiber würdigte Elsner als "First Lady" des deutschen Fernsehens und sagte unter anderem: "Mit ihrer wunderbaren Wandelbarkeit ist Hannelore Elsner längst eine Legende und eine der vielseitigsten Schauspielerinnen im deutschen Film und Fernsehen."
Am 11. Juli 2008 kam eine weitere Ehrung hinzu, während einer Feierstunde in München wurden Hannelore Elsners Leistungen mit dem "Bayerischen Verdienstorden"1) gewürdigt. 2009 erhielt sie den "Preis für Schauspielkunst"1) anlässlich des "Festivals des deutschen Films" (18. bis 28. Juni 2009) auf der Ludwigshafener Parkinsel. Im Rahmen einer festlichen Galaveranstaltung im Münchner Prinzregententheater fand am 14. Januar 2011 die Verleihung des "Bayerischen Filmpreises 2010" statt, der Bayerische Ministerpräsidenten Horst Seehofer überreichte die begehrte Porzellanfigur "Pierrot" an Hannelore Elsner als Ehrenpreis für ihr "ganz großes Lebenswerk" unter anderem mit den Worten: "Hannelore Elsner ist eine Ausnahmeerscheinung des deutschen Films. Mit dem "Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises" würdigen wir eine fantastische Schauspielerin, eine 'Grande Dame' des Kinos, die mit ihrer enormen Wandelbarkeit und der ungeheuren Bandbreite ihres Spiels die Zuschauer fesselt, fasziniert und beeindruckt." Mit dem Ehrenpreis wurde auch die jüngste künstlerische Leistung der Elsner in dem Film "Das Blaue vom Himmel" ausgezeichnet. Den undotierten Ehrenpreis zum "23. Hessischen Film- und Kinopreis" konnte Hannelore Elsner am 12. Oktober 2012 im Rahmen einer Galaveranstaltung in der Frankfurter "Alten Oper" entgegennehmen. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier würdigte Elsner "als grandiose Schauspielerin mit einem breiten künstlerischen Schaffen." Sie habe es über eine lange Zeit hinweg verstanden, junge und alte Menschen zu begeistern. (Quelle: www.hr-online.de) 2012 folgte der Ehrenpreis zum "Hessischen Film- und Kinopreis"1), seit 4. September 2014 ist auch Hannelore Elsner mit einem "Stern" auf dem Berliner "Boulevard der Stars"1) vertreten. Danach erhielt sie am 25. April 2015 in der Wiener Hofburg den österreichischen Fernseh- und Filmpreis "Romy"1) in der Kategorie "Beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film" sowie am 9. Februar 2016 den "Askania Award"1) → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.
Hannelore Elsner 04; Copyright Virginia Shue Mitte der 1990er Jahre kehrte Hannelore Elsner nach längerer Pause auf die Bühne zurück, spielte im "Theater am Turm" in Frankfurt "Eine tot-normale Frau", ein intensives Solo, eine Art Vor-Studie zu "Mein letzter Film". Höchstes Kritikerlob erhielt die Schauspielerin auch für ihre Lesungen und Veröffentlichungen von Hörbüchern, so für das 2001 erschienene Rilke Projekt "Bis an alle Sterne", wo sie neben Mario Adorf, Ben Becker und der Opernsängerin Montserrat Caballé mitwirkte. Dass Hannelore Elsner eine hervorragende Lesestimme besitzt, konnte sie spätestens mit ihrer Aufnahme des Colette-Romans "Chérie" beweisen, der mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.

Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Neben Senta Berger, Iris Berben und Hannelore Hoger gehört Hannelore Elsner zu den Frauen, die nicht nur auf dem Bildschirm mit dem "trüben" Altern gebrochen haben sondern sich mit Charme und Erotik starke Rollen erkämpfen. Sie räumen mit dem Jahrhunderte langen Klischee auf, dass Frauen jenseits der Fünfzig in der Gesellschaft zum "alten Eisen" gehören und treten als reife, selbstbewusste, begehrenswerte "Ladies" auf.
Hannelore Elsner war von 1964 bis 1966 mit ihrem Kollegen Gerd Vespermann4) (1926 – 2000) verheiratet, ab 1973 lebte sie an der Seite von Regisseur Alf Brustellin1), der 1981 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Ihre zweiter Ehe ging Hannelore Elsner 1993 mit dem Verlagsleiter und Theaterdramaturgen Uwe Carstensen ein, im Jahre 2000 erfolgte die Scheidung. Aus ihrer außerehelichen Verbindung mit dem Regisseur und Drehbuchautor Dieter  Wedel1) stammt ihr 1981 geborener Sohn Dominik.
Seit ein paar Jahren lebt Hannelore Elsner mit dem Germanisten Professor Günter Blamberger1) zusammen.
 

Hannelore Elsner, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008
(Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)

Hannelore Elsner, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Copyright Christian Behring
Hannelore Elsner Mitte Oktober 2011 im Gespräch mit Luzia Braun; Urheber/Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic Am 19. Mai 2011 veröffentlichte Hannelore Elsner beim Kölner Verlag "Kiepenheuer & Witsch" ihre Erinnerungen unter dem Titel "Im Überschwang – Aus meinem Leben". Elke Heidenreich stellte auch diese Autobiografie unter anderem am 3. Juni 2011 in ihrer Sendung über empfehlenswerte Büchern bei WDR 4 vor. Bei www.wdr.de (Seite nicht mehr existent) wurde hierzu unter anderem ausgeführt: "… Momentaufnahmen aus ihrem Leben: die Kindheit in Bayern, der Verlust des Bruders, des Vaters, das kleine Häusel der geliebten Großmutter, die schöne Jugend, deren Risse sie erst im Rückblick begreift. Klatsch-Geschichten aus dem Showbusiness findet man hier nicht, auch wenn Hannelore Elsner von Filmen und Weggefährten durchaus erzählt: immer diskret, zurückhaltend, oder, um ein schönes Wort zu benutzen, das ihr lebenslang wichtig ist: achtsam. (…) Es ist ihr mit "Im Überschwang" (wie sehr sie das kennzeichnet, der Überschwang!) ein erstaunlich warmes, schönes Buch gelungen." Der Verlag notiert: "Ein Selbstporträt einer großen Künstlerin und eigen-sinnigen Frau, mal wehmütig, mal heiter, immer wahrhaftig. Und nicht zuletzt ein Lesevergnügen, das uns verführt, die eigenen Räume der Erinnerungen zu durchschreiten."; mehr bei www.kiwi-verlag.de.

Foto: Hannelore Elsner Mitte Oktober 2011 im Gespräch mit Luzia Braun1)
Urheber/Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann
Quelle: Wikimedia Commons 
Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic

Anlässlich des 70. Geburtstages der "Grande Dame" des deutschen Films am 26. Juli 2012 ehrte die ARD bereits eine Woche zuvor (18.07.2012) Hannelore Elsner mit einem 45-minütigen Portrait in der Reihe "Deutschland, deine Künstler". Hier ließ die Elsner die Zuschauer auch wissen, dass sie sich weitere schöne Rollen wünsche, allerdings ohne das Negativ-Klischee einer alternden Frau: "Frustrierte, einsame, ekelhafte, misstrauische und neidische alte Frauen" wolle sie nicht spielen. "Ich möchte die anderen Seiten zeigen, die eine Frau wie ich haben kann." → www.daserste.de 
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, Dirk Jasper FilmLexikon, filmportal.de
Link: 1) Wikipedia, 2)  www.prisma.de, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5) tittelbach.tv
Quelle: 3) www.filmzeitung.de
Stand: September 2017
  
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de

(Link: Wikipedia, prisma.de, deutsches-filmhaus.de, filmportal.de)
    
Fernsehen (Auszug
(Fremde Links: Die Krimihomepage, fernsehserien.de, Wikipedia, prisma.de, tittelbach.tv)
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