Filmografie / Hörspiel
Klausjürgen Wussow wurde am 30. April 1929 im pommerschen Cammin1) (heute: Kamień Pomorski, Polen) als einer von vier Söhnen eines Lehrers und Kantors geboren. Noch in den letzten Kriegstagen wurde er von seiner Familie getrennt und als Soldat einberufen, nach dem Kriegsdienst beendete er ab 1946 die Schulausbildung am "Richard-Wossidlo-Gymnasium"1) im mecklenburgischen Waren1) (Müritz). Ursprünglich wollte Wussow Medizin studieren, aus politischen Gründen war ihm dies in der ehemaligen DDR jedoch nicht möglich. Da er Gefallen an der Bühne fand, absolvierte er die Schauspielschule des Berliner "Hebbel-Theaters"1) – Karl Meixner1) (1903 – 1976) und Roma Bahn (1886 – 1975) vermittelten ihm das notwendige Rüstzeug für seine spätere Karriere. 1947 debütierte er an der "Volksbühne" in Schwerin1) und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Wussow wurde binnen kurzer Zeit an theatern von Frankfurt, Köln, Zürich, Düsseldorf und München heimisch. 
1964 gelang ihm der Sprung an eine der wichtigsten Bühne im deutschsprachigem Raum: Er wurde an das Wiener "Burgtheater"1) engagiert und brillierte in vielen klassischen Rollen, beispielsweise sowohl als Faust wie auch als Mephisto in Goethes "Faust"1) oder als "Egmont"1). Er verlieh etlichen klassischen Figuren Kontur, unter anderem als Schiller-Interpret der Titelfigur in "Don Karlos"1) oder dem Karl Moor in "Die Räuber"1), den er 1966 auch bei den "Ruhrfestspielen"1) in Recklinghausen in der Inszenierung von Heinrich Koch1) an der Seite von Paul Hartmann (Maximilian Graf von Moor) und Hannes Messemer (Franz Moor) gestaltete. Bei den "Bregenzer Festspielen"1) wurde im Sommer 1964 die "Burgtheater"-Inszenierung des Stücks "Das gerettete Venedig" von Hugo von Hofmannsthal1) aufgeführt, Regie führte Peter Mosbacher, Wussow gab den Kapitän Pierre → bregenzerfestspiele.net.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
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Klausjürgen Wussow 01; Copyright Virginia Shue
Unter der Regie von Otto Schenk überzeugte er beispielsweise seit der Premiere am 16. Juni 1976 im "Akademietheater"1) in dem Tschechow-Drama "Drei Schwestern"1) als Oberstleutnant und Batterie-Kommandant Alexander Ignatjewitsch Werschinin neben Elisabeth Orth (Olga), Gertraud Jesserer (Mascha) und Josefin Platt (Irina), Schwestern von Andrej Sergejewitsch Prosorow (Herwig Seeböck1)). Auch bei den "Salzburger Festspielen"1) war er vertreten, interpretierte zwischen 1975 und 1977 den Tod im "Jedermann"1) mit Curd Jürgens in der Titelrolle (Regie: Ernst Haeusserman1)). In dem dramatischen Oratorium "Jeanne d’Arc au bûcher"1) von Paul Claudel1) (Text) und Arthur Honegger1) (Musik) stellte er 1977 den Bruder Dominique dar, Christine Ostermayer war die Titelheldin Jeanne d'Arc1). 1986 verabschiedete sich Wussow von der Bühne des Wiener "Burgtheaters" mit der starken Rolle des Horatio in dem Shakespeare-Drama "Hamlet"1).  Mit den Theatererfolgen stellten sich auch Angebote beim Film sowie beim Fernsehen ein, letzteres sollte seine schauspielerische Karriere maßgeblich prägen.
 
Sein Debüt vor der Kamera gab Wussow bereits 1958 als Oberleutnant Wagner in in dem Kinostreifen "Blitzmädels an die Front"1) und anschließend war er kontinuierlich auf der Leinwand sowie dem Bildschirm präsent. Besonders Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre schwamm er unter anderem auf der Welle der beliebten Wallace-Krimis mit, zeigte sich als Detektiv Derrick Yale in "Der Rote Kreis"1) (1960), als Inspektor James in der "Der grüne Bogenschütze"1) (1961) und als geheimnisvoller Mann namens C. G in "Die Tote von Beverly Hills"1) (1964). Die Rollen, die er in weiteren Kinoproduktionen mimte, waren überwiegend auf seichte Unterhaltung abgestellt und forderten kaum sein eigentliches Talent als Schauspieler. Lediglich die Figur des Adelbert von Weislingen in der Goethe-Adaption "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand"1) (1976) mit Raimund Harmstorf als Götz von Berlichingen1) und der Obersturmbannführer Dr. von Lamm in "Der Bockerer"1) (1981) nach dem gleichnamigen Theaterstück1) von Ulrich Becher1) und Peter Preses1) mit Karl Merkatz1) als Protagonist Karl Bockerer bildeten da eine Ausnahme. Eine letzte Aufgabe in einer Kinoproduktion übernahm Wussow als Pariser Staranwalt Charles Duhamel alias Peter Kent in der Simmel-Verfilmung "Bitte lasst die Blumen leben"1) (1986) → Übersicht Kinofilme.
 
Das Fernsehen bot Wussow seit den 1960er Jahren vielfältige Möglichkeiten sowohl in Serien als auch in ambitionierten Einzelproduktionen seine darstellerische Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Man sah ihn in verschiedenen Literaturadaptionen, beispielsweise als Stationsvorstand Thomas Hudetz in der Ödön von Horváth-Verfilmung "Der jüngste Tag"2) (1961), als Student Iwan Schatow in "Die Besessenen"2) (1962) nach dem Theaterstück "Les possédés" von Albert Camus1) nach dem Roman "Die Dämonen"1) von Fjodor Dostojewski1), als Mortimer in der Schiller-Adaption "Maria Stuart"2) (1963) mit Agnes Fink als Maria Stuart1) und Elfriede Kuzmany als Königin Elisabeth I.1), als Götz in "Der Teufel und der liebe Gott"2) (1967) nach dem gleichnamigen Theaterstück1) von Jean-Paul Sartre1) oder als Dr. Jeffries in "Schwester Bonaventura"2) (1969) nach dem Bühnenstück von Charlotte Hastings mit Erika Pluhar in der Titelrolle. In "Flieger Ross"2) (1966), einem dramatischen Porträt von Terence Rattigan1) über T. E. Lawrence1), stellte er den als "Lawrence von Arabien" berühmt gewordenen Briten dar, in "Kampf um Kautschuk" (1967) den englischer Naturforscher und Ökonom Henry Wickham1) oder in der Romanverfilmung "Asche des Sieges"1) (1969) den Oberleutnant Juan de Santisteban, der während des Spanischen Bürgerkrieges1) mit den Verbände der Republikaner gegen die Armee von Generalissimus Francisco Franco1) gekämpft hatte. Seit den 1970er Jahren kamen vermehrt prägnante Gastrollen in populären Serien wie "Der Kommissar", "Der Alte"1), "Tatort"1) oder "Derrick" hinzu, selbst zum Serienhelden wurde Wussow erstmals als Protagonist Leutnant von Rotteck in dem ab 28. September 1970 ausgestrahlten Abenteuer "Der Kurier der Kaiserin". Auch als Titelheld bzw. Polizist Sergeant Albert Berry konnte er in der ersten Staffel von "Sergeant Berry"1) (1974) beim Publikum punkten, stieg jedoch nach dreizehn Folgen aus der Serie aus, da er befürchtete, zu sehr auf die Polizistenrolle festgelegt zu werden; nach dem Ausstieg Wussows übernahm in der 2. Staffel Harald Juhnke die Hauptrolle.
  
Klausjürgen Wussow und Ingrid van Bergen; Copyright Virginia Shue
Klausjürgen Wussow und Ingrid van Bergen
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Als Wussow Mitte der 1980er Jahre die Rolle des Chefarztes Professor Dr. Klaus Brinkmann in "Die Schwarzwaldklinik"1) annahm, konnte er noch nicht ahnen, dass sein Name untrennbar mit diesem Quotenrenner verbunden bleiben würde. Er war damit nicht nur "der" Wegbereiter der Ärzteschwemme auf allen Fernseh-Kanälen, sondern gewann auch enorm an Popularität hinzu. Das Konzept orientierte sich an der erfolgreichen tschechischen Serie "Das Krankenhaus am Rande der Stadt", die Ende der 1970er Jahre entstand und als "Mutter der Krankenhaus-Serien" gilt. "Die Schwarzwaldklinik" startete am 22. Oktober 1985, Klausjürgen Wussow als Professor Brinkmann wurde zum Prototyp aller deutschsprachigen TV-Ärzte, die nach ihm kamen, er war menschelnd und trotz mitunter persönlicher Probleme stets gütig. Nach 70 Folgen sowie einem Special flimmerte am 25. März 1989 die letzte Geschichte dieser Kultserie über die Bildschirme, die von Hans Hammerschmid1) komponierte Titelmusik ist bis heute vielen Zuschauern im Ohr. Auch international verbuchte "Die Schwarzwaldklinik" Erfolge, die von Wolfgang Rademann1) produzierte Serie wurde in insgesamt 42 Länder verkauft und gehört damit neben "Derrick" zu den Bestsellern des ZDF im Ausland; an den Drehorten im Schwarzwald bzw. im Glottertal1) bei Freiburg löste die Serie zudem einen Touristenboom aus. Auch andere Hauptdarsteller verzeichneten durch die "Die Schwarzwaldklinik" einen ungeheuren Karriere-Schub, beispielsweise Sascha Hehn1) als Brinkmanns Sohn Udo, Gaby Dohm als Schwester Christa bzw. spätere Brinkmann-Gattin, Eva Maria Bauer als resolute Oberschwester Hildegard Zeisig oder Christian Kohlund als Arzt und später Professor Alexander Vollmers. 
 
Nachdem Wussow den Arztkittel in der "Schwarzwaldklinik" an den Nagel gehängt hatte, zeigte er sich mit Gastauftritten in etlichen Unterhaltungsserien und Einzelproduktionen, begann dann ab 1996 mit der ARD-Reihe "Klinik unter Palmen"1) als Dr. Frank Hofmann seinen alten "Arzt-Glamour" wieder aufleben zu lassen. Insgesamt wurden bis 2003 acht Staffeln mit 23 melodramatischen Folgen produziert, in denen Wussow vor wechselnder exotischer Kulisse wieder als rettender, gütiger Mediziner seinen Dienst versah. In der zweiteiligen Episode "Letzte Liebe"3) (EA: 10.01.2003) fand er dann auf Kuba mit der Fotografin Dorothea Ebel, medienwirksam dargestellt von "Schwarzwald"-Ehefrau Gaby Dohm, ein kurzes, privates neues Glück und starb den Serientod; Inhalt der einzelnen Folgen bei fernsehserien.de. Nach der Kultserie "Die Schwarzwaldklinik" und der sechsteiligen deutsch-italienischen SAT.1-Produktion "Auf Messers Schneide"3) (1993, "La scalata") war dies seine dritte durchgehende Rolle als umschwärmter "Halbgott in Weiß" gewesen.
Dass die "Schwarzwald"-Fan-Gemeinde immer noch groß war, bewies das Special "Die Schwarzwaldklinik – Die nächste Generation"1), welches das ZDF am 20. Februar 2005 ausstrahlte und damit das 20-jährige Bestehen der erfolgreichsten deutschen Fernsehserie aller Zeiten feierte. Zwei Jahrzehnte nach den ersten Dreharbeiten für die legendäre ZDF-Serie sah man Wussow erneut als Professor Brinkmann auf dem Bildschirm, aus Altersgründen spielte er diesmal jedoch nicht mehr den Chefarzt. Die melodramatische Geschichte knüpfte an Dr. Benjamin Brinkmann (Alexander Wussow1)) an, der in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist und als Assistenzarzt in der Schwarzwaldklinik arbeitet. Auch alle anderen ehemaligen Stars der legendären Serie waren mit von der Partie, so Gaby Dohm als Dr. Christa Brinkmann, Sohn Udo alias Sascha Hehn, Eva-Maria Bauer als ehemalige Oberschwester Hildegard und Evelyn Hamann als Haushälterin Carsta Michaelis sowie viele mehr – und selbstverständlich Kausjürgen Wussow als nun emeritierter Dr. Brinkmann. Am 4. Dezember 2005 schob das ZDF mit "Die Schwarzwaldklinik – Neue Zeiten"1) ein weiteres Special nach → Übersicht TV-Produktionen.
Zudem betätigte sich Wussow sporadisch als Synchronsprecher, lieh beispielsweise dem Claude Frollo in dem Zeichentrickfilm "Der Glöckner von Notre Dame"1) (1996, "The Hunchback of Notre Dame") seine Stimme oder fungierte als Erzähler in der animierten Geschichte "
Die furchtlosen Vier" (1997). Im Hörspielstudio war er, vornehmlich in den 1950er und 1960er Jahren, ebenfalls zu finden, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
Klausjürgen Wussow und Ida Krottendorf 1983; Copyright Virginia Shue In den Zeiten Dr. Brinkmanns war Wussow seit 1960 in zweiter Ehe mit der österreichischen Schauspielerin Ida Krottendorf1) (1927 – 1998) verheiratet. Aus der Verbindung stammen zwei Kinder, die beide in die Fußstapfen der Eltern getreten sind: Tochter Barbara Wussow1) (geb. 1961) ist ein viel gefragter TV-Star und auch Sohn Alexander Wussow (geb. 1964) gab 1987 im Fernsehen in der Serie "Das Erbe der Guldenburgs"1) sein Schauspieldebüt. Eine weitere Tochter, Konstanze, stammt aus Wussows ersten Ehe (1951–1960) mit der Schauspielerin Jolande Franz (1927 – 2015, → tagesspiegel.de). 
Die langjährige Ehe der Wussows zerbrach und Wussow verließ seine Frau mit 61 Jahren. Nach der Scheidung (1991) von Ida Krottendorf, die am 23. Juni 1998 ihrem Krebsleiden erlag, folgten Auseinandersetzungen mit den Kindern Sascha und Barbara, die medial ausgetragen und von der Yellow-Press entsprechend ausgeschlachtet wurden.
 
 
Foto: Klausjürgen Wussow 1993 mit Ehefrau Ida Krottendorf
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1992 fand der Schauspieler ein neues privates Glück, heiratete 1992 in dritter Ehe die 26 Jahre jüngere Journalistin Yvonne Viehöfer1) (1955 – 2006), die er bei einem Interview kennen gelernt hatte; aus der Ehe stammt der 1993 geborene Sohn Benjamin. Aber auch dieser Ehe war "nichts für die Ewigkeit" und der schmutzige Scheidungskrieg gab den einschlägigen Gazetten dauerhafte Nahrung. 2003 wurde die Verbindung nach einem mehr als einem Jahr andauernden Rosenkrieg und mehreren geplatzten Scheidungsterminen endlich per Gerichtsbeschluss getrennt. Seit geraumer Zeit lebte Wussow mit der Witwe von Boxlegende Bubi Scholz1) (1930 – 2000) in Berlin, 2004 heirate das Paar ohne jeglichen Medienrummel. Wussow bedauerte zuletzt in einem Interview, sein Leben lang von den Frauen ausgenutzt worden zu sein, ohne Sabine Scholz würde er auf der Straße stehen. 
Wie die Presse berichtete, lebte der Schauspieler seit Juli 2006 aufgrund von gesundheitlichen Problemen bzw. zunehmender Demenz in einem Pflegeheim im brandenburgischen Strausberg1). Zuletzt ging durch die Medien, dass sich der Gesundheitszustand des ehemaligen Stars dramatisch verschlechtert habe. Der 77-Jährige erlitt einen Herz-Kreislaufkollaps sowie mehrere Schlaganfälle und befand sich auf der Intensivstation des Evangelischen Krankenhauses in Rüdersdorf bei Berlin1). Dort verlor der beliebte Schauspieler nach längerem Klinikhausaufenthalt am 19. Juni 2007 den Kampf gegen seine Krankheit und starb im Alter von 78 Jahren.
Der Gedenkgottesdienst bzw. die Trauerfeier für den einstigen TV-Liebling fand am 30. Juni 2007 in der überfüllten Berliner "Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche"1) statt, Familie, Freunde, Weggefährten und zahlreiche Fans nahmen Abschied von dem "Sympathieträger der erfolgreichsten deutschen Serie", wie der damalige ZDF-Intendant Markus Schächter1) die Fernsehlegende würdigte. "Er hat den Zuschauern ein besonderes Stück Menschlichkeit nach Hause gebracht", mit seiner "charismatischen Souveränität" habe er sich selbst im Fernsehen ein Denkmal gesetzt, sagte er unter anderem weiter. Fernsehpfarrer Jürgen Fliege1) hielt eine bewegende Predigt, in der er unter anderem die "väterliche Ausstrahlung" des Schauspielers hervorhob. Nach der Trauerfeier wurde Wussow auf dem Waldfriedhof Heerstraße1) in Berlin-Charlottenburg1) beigesetzt, wo sich auch die Gräber vieler prominenter Kollegen und berühmter Künstler befinden → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons sowie knerger.de.

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Klausjürgen Wussow 02; Copyright Virginia Shue
Klausjürgen Wussow 03; Copyright Virginia Shue Bekannt wurde Wussow als romantischer, junger Wilder, dessen weiche Züge schon von der Erfahrung des Vergeblichen geprägt zu sein schienen. Melancholisch verklärte, gebrochene Figuren gelangen ihm deshalb am besten. Im reiferen Alter, mit ergrauten Schläfen, verstärkte sich seine Aura männlicher Zuverlässigkeit und er machte eine TV-Blitzkarriere als Chefarzt im blütenreinen Kittel. Wenn er auch nicht durch seine Leinwandfilme großen Ruhm ernten konnte, so ist er doch durch seine "Schwarzwaldklinik" zum Mythos einer ganzen Fernsehgeneration geworden; von den einen heiß geliebt, von den anderen als sentimentaler Seelenkitsch-Doktor abgetan.4)
Wussow war so erfolgreich und beliebt, dass er sogar die Ehrenstaatsbürgerschaft der Republik Österreich sowie 1987 den österreichischen Ehrentitel "Professor" erhielt. Die Auszeichnungen, die Wussow entgegennahm, konnten sich sehen lassen, 1985 überreichte man ihm gemeinsam mit Wolfgang Rademann einen "Bambi"1) in der Kategorie "Fernsehserie National" für "Die Schwarzwaldklinik" sowie am 20. Februar 1986 zusammen mit Gaby Dohm eine "Goldene Kamera"1) als "Beliebtestes Serienpaar". Eine wichtige Ehrung war sicherlich 1997 das "Bundesverdienstkreuz am Bande"1) der Bundesrepublik Deutschland. 
 
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Wussow war Mitbegründer, Ehrenvorsitzender und Schirmherr der Stiftung "Deutsche Kinderkrebsnachsorge", beteiligte sich außerdem aktiv an Tierschutz-Projekten. Seine freie Zeit verbrachte er viele Jahre lang er mit Musik, Literatur und der Malerei, vom Stil ähneln Wussows Bilder sehr den Werken von Emil Nolde1). Günstiger als die Ölbilder zu haben und ebenfalls mit Wussow'schem Echtheitszertifikat ist die Kinderlieder-CD "Wenn das Bärchen Bauchweh hat", wo er mit seiner sonoren Stimme tröstende Geschichten erzählt.
Wussow war Mitglied der Wiener Künstlervereinigung "Die Spirale", hatte bereits mehrere Ausstellungen veranstaltet und Lyrikbände veröffentlicht.
 

Klausjürgen Wussow mit seinen Kindern Sascha und Barbara
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Klausjürgen Wussow mit seinen Kindern Sascha und Barbara; Copyright Virginia Shue
Siehe auch prisma.de, Wikipedia, filmportal.de
sowie die Nachrufe bei spiegel.de, focus.de, sueddeutsche.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) Die Krimihomepage, 3) fernsehserien.de
Quelle: 4) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzlmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 397/398)
    
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, Die Krimihomepage, fernsehserien.de,
filmportal.de, deutsches-filmhaus.de, prisma.de)
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Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia)
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