Filmografie / Hörspiel
Carl-Heinz Schroth als Drinkwater in der Komödie "Kapitän Brassbounds Bekehrung" von George Bernard Shaw 1946 an den Berliner "Kammerspielen"; Inszenierung: Gustaf Gründgens; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pk_0000521_007); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Abraham Pisarek; Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983); Datierung: 10.1946; Quelle: www.deutschefotothek.de Carl-Heinz Schroth wurde am 29. Juni 1902 in Innsbruck1) geboren und wuchs nach der Scheidung der Eltern bei einer Tante in Bozen1) auf. Er war der Sohn des Schauspielers Heinrich Schroth (1871 – 1945) und der österreichischen Schauspielerin Else von Ruttersheim1) (1880 – 1962), seine Halbschwester die Schauspielerin Hannelore Schroth (1922 – 1987) aus der dritten Ehe seines Vaters mit der Schauspielerin Käthe Haack (1887 – 1986). Nach dem Abitur studierte Schroth in München zunächst Rechts-, Literatur- und Theaterwissenschaften, brach dann nach vier Semestern das Studium ab und nahm Schauspielunterricht bei Arnold Marlé1) (1887 – 1970).
1922 erhielt Schroth ein erstes Engagement in Frankfurt/Oder1) – hier war er in Klassikern wie Schillers "Fiesko"1) aber auch in Stücken wie "Peterchens Mondfahrt"1) zu sehen – spielte dann einige Jahre an Wanderbühnen, weitere Verpflichtungen unter anderem an Theatern in Brünn und Düsseldorf schlossen sich an. 1927 holte ihn Erich Ziegel (1876 – 1950) auf Vermittlung seiner Ehefrau Mirjam Horwitz1) (1882 – 1967) als jugendlichen Komiker an die "Hamburger Kammerspiele"1), wo Schroth bis 1941 auf der Bühne stand. Beispielsweise brillierte er auch mit der Titelrolle in der Komödie "Der Revisor"1) von Nikolai Gogol1), die nach eigenem Bekunden eine der wichtigsten Rollen seines Lebens blieb. Parallel dazu wirkte er ab 1937 in Berlin bei Heinz Hilpert1) (1890 – 1967) am "Deutschen Theater"1) sowie zeitweise in Wien am "Theater in der Josefstadt"1). Hier zeigte er sich unter anderem als "Revisor" Chlestakow in Hans Thimigs Inszenierung von "Der Revisor" (Premiere: 15.09.1939,  → josefstadt.org) oder als Hugo Schulze, genannt "Pille" in dem heiteren Stück "Wie führe ich eine Ehe?" von Axel von Ambesser (Premiere: 14.11.1941; Regie: Ernst Karchow1)) → josefstadt.org, theatertexte.de.
  
Carl-Heinz Schroth als Drinkwater in der Komödie "Kapitän Brassbounds Bekehrung"
von George Bernard Shaw1) 1946 am "Deutschen Theater", Berlin ("Kammerspiele"), 
Inszenierung: Gustaf Gründgens
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pk_0000521_007)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Abraham Pisarek
Urheber: Abraham Pisarek1) (1901–1983); Datierung: 10.1946
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
"Klein von Statur und als junger Mann von koboldartigem Aussehen, verkörperte Schroth bereits früh ältere Personen und Chargenrollen. Gelegentlich übernahm er auch kleinere Regiearbeiten." (…) Nach dem Krieg lebte Schroth zunächst unter schwierigen Bedingungen mit seiner zweiten Frau Ruth Hausmeister1) und Kind bei Käthe Haack und Hannelore Schroth in einem Keller und schlug sich mit seiner Familie in Berlin als Schwarzmarkthändler durch. Ein erstes Theaterengagement verschaffte ihm sein langjähriger Kollege Viktor de Kowa an dessen wiedereröffneten Boulevardtheater in der "Tribüne". Dem Boulevard blieb der Schauspieler in den folgenden vier Jahrzehnten seiner Karriere treu." notiert Wikipedia. 1948 kam Schroth an das Hamburger "Thalia Theater"1), wo er unter anderem an der Seite seiner späteren dritten Ehefrau Karin Jacobsen1) in dem musikalischen Lustspiel "Die Hofloge" von Karl Farkas1) auftrat.
Der Künstler arbeitete er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur überwiegend an Boulevardbühnen, beeindruckte das Publikum vor allem durch seine Gabe, stets die Grenze zwischen geistreichem Witz und den Niederungen des Schwanks zu beachten. Seine Inszenierungen wie beispielsweise der musikalischen Burleske "Meine Nichte Susanne" (1947, "Komödie am Kurfürstendamm"1)) von Alexander Steinbrecher1) (Musik) und Hans Adler1) (Libretto), die deutschsprachige Erstaufführung von "Ja mein Liebling" (1947, "Tribüne") von Mark Reed, die Uraufführung (12.1947) im Berliner Kabarett "Ulenspiegel"1) der Revue "Schwarzer Jahrmarkt"1) mit dem Text und der Musik von Günter Neumann1), "Der Ball der Diebe" (1948) von Jean Anouilh1) oder der musikalischen Komödie "Das Feuerwerk"1) (1952/53, "Thalia Theater") von Paul Burkhard1) (Musik), Erik Charell1), Jürg Amstein und Robert Gilbert1) erfreuten sich großer Beliebtheit.

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Carl-Heinz Schroth 01; Copyright Virginia Shue
Zusammen mit Ehefrau Karin Jacobson unternahm Schroth in den 1960er Jahren zahlreiche Gastspielreisen, wirkte unter anderem außerdem an den "Münchner Kammerspielen"1) ", in Berlin an der "Komödie am Kurfürstendamm" und dem "Hebbel-Theater"1) sowie in Hamburg am "Theater am Besenbinderhof". Vor allem in Stücken von Curt Goetz wie als Protagonist in "Dr. med. Hiob Prätorius" begeisterte er das Publikum, da Schroth exzellent den Stil beherrschte, mit dem die Goetz-Figuren gespielt werden müssen.
 
Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte Schroth bereits als Statist in der stummen Lessing-Verfilmung "Nathan der Weise"1) (1922) mit Werner Krauß in der Titelrolle, seine erste größere Aufgabe erhielt er ein Jahrzehnt später in dem Leinwandklassiker "Der Kongreß tanzt"1) (1931) mit Lilian Harvey und Willy Fritsch, wo er als Pepi den Geheimsekretär des Fürsten Metternich (Conrad Veidt) mimte. Es folgten Auftritte in Streifen wie der Romanze "Die Korallenprinzessin"2) (1937) oder der Komödie "Krach im Vorderhaus"2) (1941, etliche Produktionen, in denen er während des Krieges mitwirkte, gelangten erst nach 1945 in die Lichtspielhäuser. Zu Schroths ersten Nachkriegsfilmen zählte das von Eugen York1) in Szene gesetzte Kriegsdrama "Morituri"1) (1948) über die Massenflucht von Insassen eines Konzentrationslagers unter Mithilfe eines Lagerarztes (Walter Richter) mit der Rolle des KZ-Häftlings Armand – es war der erste deutscher Spielfilm, der sich mit dem Holocaust1) auseinandersetzte. Danach erlebte man ihn etlichen Produktionen, in denen er seine Nebenrollen wie Diener, Sekretäre, Hausfreunde, Kleinganoven oder Zirkusleute stets mit einer Portion Humor und Herz ausstattete. Zu nennen sind unter anderem Streifen wie"Die letzte Nacht"1) (1949), "Die Freunde meiner Frau"1) (1949, "Tanzende Sterne"1) (1952), "Wenn der Vater mit dem Sohne"1) (1955) oder "Liebe auf krummen Beinen"1) (1959). In der eher zu vernachlässigenden Verwechslungskomödie "Das hab' ich in Paris gelernt" (1960, u.a mit Chris Howland) zeigte er sich letztmalig auf der Leinwand, konzentrierte sich fortan auf seine Arbeit am Theater und übernahm vermehrt Aufgaben vor der Fernsehkamera → Übersicht Kinofilme.
So waren es ab den 1960er Jahren die TV-Rollen, die Schroth zum Publikumsliebling werden ließen, vor allem seine mit verschmitzt-hintergründigem Humor gestalteten Altersrollen verhalfen ihm zu großer Popularität beim Publikum. 
Carl-Heinz Schroth 02; Copyright Virginia Shue So glänzte er beispielsweise 1963 als Oberregierungsrat Ferdinand Ziegler in der Satire "Orden für die Wunderkinder"1), spielte ebenfalls 1963 den findigen Bürovorsteher Jebal Deeks in der Geschichte "Die Rache des Jebal Deeks"3), 1966 die Doppelrolle des Gerald Bennett bzw. Dickie Gray in dem Krimi "Das ganz große Ding"3) oder 1972 den Goldschmied Leonhard in "Die seltsamen Abenteuer des geheimen Kanzleisekretärs Tusmann", gedreht von Helmut Käutner1) nach der Erzählung "Die Brautwahl" von E. T. A. Hoffmann1). Von den Zuschauern geliebt wurde Schroth als Menschenfreund und Hundeliebhaber Theobald in der ZDF-Serie "Alle Hunde lieben Theobald"1) (1969/70), den "Heiteren Geschichten um einen Hundenarren", ebenso wie als Altwarenhändler Albert Kaschunke zusammen mit Filmsohn Walter Giller in der sechsteiligen Familienserie "Karschunke & Sohn"4) (1978).
  
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1981 erlebte man Schroth mit der Titelrolle in der Serie "Einfach Lamprecht"4), sowie ein Jahr später unter der Regie Rolf von Sydows1) in der Neil Simon1)-Komödie "Sonny Boys" als Willie Clark zusammen mit Johannes Heesters, der den Gegenpart des Al Lewis mimte. In nachhaltiger Erinnerung ist Schroth mit der TV-Serie "Jakob und Adele"1) geblieben, in der er an der Seite von Brigitte Horney ab 1986 drei Jahre lang als "netter älterer Herr" sein komödiantisches Talent zeigen konnte. Auch mit der Reihe "Meine schwarze Stunde"4) (1984/85), in der er einer alten Villa Grusel- und Schauergeschichten präsentierte, konnte er bei den Zuschauern punkten. Zu Schroths letzten TV-Produktionen als Darsteller zählen unter anderem "Das Geheimnis von Lismore Castle"3) (1986) nach dem Theaterstück "The Man Who Changed His Name" von Edgar Wallace1), die nach einem Drehbuch von Lida Winiewicz1) entstandene Komödie "Der Fälscher" (1987) um einen raffinierten Rubens-Fälscher, die Geschichte "Spätes Glück nicht ausgeschlossen" (1988) mit Inge Meysel und "Ede und das Kind" (1988), einem Fernsehspiel von Felix Huby1) um eine unfreiwillige Entführung. Letztmalig sah man Schroth auf dem Bildschirm als greisen Schuster Eduard Schilling, der in der Story "Geld macht nicht glücklich" (1989) sein Geld unter den Leuten verteilt → Übersicht TV-Produktionen (als Darsteller).
In den 1950er und 1960er Jahren stand Schroth auch hinter der Kamera und führte Regie, so beispielsweise für das Kino bei dem Lustspiel "Männer im gefährlichen Alter"1) (1954) mit Hans Söhnker, bei der Literaturadaption "Die verschwundene Miniatur"1) (1954) nach dem gleichnamigen Roman1) von Erich Kästner1) und bei dem Filmdrama aus dem Artistenmilieu "Griff nach den Sternen"1) (1955). Für das Fernsehen inszenierte er die Komödie "Zauber der Jugend"3) (1960) und spielte selbst den in die Jahre gekommene Schriftsteller Steven Gaye, der sich in seine viel jüngere Sekretärin Linda Brown (Karin Jacobsen( verliebt. Weitere von Schroth in Szene gesetzte TV-Komödien waren unter anderem "Quadrille"3) (1961) nach Noël Coward1), "Biographie und Liebe"3) (1961) nach Samuel Nathaniel Behrman1), "Ich liebe Dich"3) (1963) nach Roman Niewiarowicz und "Simone, der Hummer und die Ölsardine"3) (1965) nach Jacques Deval1) → Übersicht Regie-Arbeiten.
  
Darüber hinaus war Schroth auch ein beliebter Sprecher: "Ende der 1950er-Jahre hatte Schroth großen Erfolg mit der 51 Folgen umfassenden Radiohörspielreihe um den "größten Verbrecher seit der Erfindung Chicagos" Dickie Dick Dickens1) des "Bayerischer Rundfunks" nach den Romanen von Rolf und Alexandra Becker1) ebenso wie mit den Hörspielen "Gestatten, mein Name ist Cox"1), in denen er ebenfalls die Hauptrolle sprach. Diese Hörspielproduktionen gehörten zu den ersten Straßenfegern im deutschen Rundfunk." notiert Wikipedia; eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
Als Synchronsprecher lieh er unter anderen Wilfrid Hyde-White1) als Schuldirektor Frobisher in "Konflikt des Herzens"5) (1951, "The Browning Version"), Oskar Homolka als Zekov in "Treffpunkt Moskau"5) (1952, "Top Secret")  und Eric Pohlmann1) als Papa Sopranelli in "So etwas lieben die Frauen"5) (1955, "The Constant Husband") seine Stimme → mehr bei synchronkartei.de.
  
Gern gab Schroth den Mann in den besten Jahren, den die Frauen lieben, er war kein Siegertyp, eher gingen ihm Dinge daneben, dann schaute er den Gewinnern mit Dackelblick hinterher. Sein verschämter Augenaufschlag, in dem sich Güte und Spott paarten, hielt ihn allein schon davon ab, den nächsten Coup vorzubereiten, so kam er oft zu spät. Ein richtiger Verlierer war er trotzdem nie, dazu war er zu liebenwert und besaß die nötige Selbstironie.6) Die kam auch in seinen Erinnerungen zum Ausdruck, die er 1984 unter dem Titel "Keine Angst vor schlechten Zeiten" veröffentlichte; 1987 folgte dann ein zweiter Band Memoiren "Was ich noch vergessen hatte…".
Carl-Heinz Schroth wurde während seiner langen schauspielerischen Karriere mehrfach ausgezeichnet: So erhielt er 1982 eine "Goldene Kamera"1), 1984 als erster Schauspieler den "Curt-Gietz-Ring", ein Jahr später das "Silberne Blatt" der "Dramatiker-Union"1) sowie 1987 den "Telestar"-Fernsehpreis1). Im gleichen Jahr verlieh man ihm das "Filmband in Gold"1) für " langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film".
 
Kurz nach Drehschluss seines TV-Films "Geld macht nicht glücklich" starb Carl-Heinz Schroth am 19. Juli 1989 im Alter von 87 Jahren in der Münchener Klinik "Neuwittelsbach"; die letzte Ruhe fand er auf dem Münchner Nordfriedhof1) (Grab Nr. 66–1–6) → Foto der Familiengrabstelle bei knerger.de. Der schriftliche Nachlass wird von der Berliner "Akademie der Künste"1) verwaltet → Carl-Heinz Schroth Archiv.
DER SPIEGEL (30/1989) notierte anlässlich des Todes unter anderem: "Zuschauer und Verehrer seiner leichten, diskreten Komödiantenkunst hatte er sein Leben lang. Doch die Popularität eines wirklichen Volksschauspielers hat ihm erst in den letzten beiden Jahrzehnten, also im sogenannten Rentenalter, das Fernsehen verschafft. Serien wie "Alle Hunde lieben Theobald" und "Jakob und Adele" (mit Brigitte Horney) machten den zarten Herrn mit den großen, wachen Augen zum Traumgroßvater und Seniorenidol der Nation, zum Vorbild für Schalk, Weisheit und Lebenslust der späten Jahre."

Der Schauspieler, der sich in den 1970er Jahren im norditalienischen Vacciago di Ameno am Ortasee1) in der Region Piemont1) niedergelassen hatte, war vier Mal verheiratet, kurz mit der Tänzerin und Choreografin Carola Krauskopf, dann mit den Schauspielerinnen Ruth Hausmeister1) (1912 – 2012) und Karin Jacobsen1) (1924 – 1989) sowie zuletzt mit der Schauspielerin Barbara Hutterer1). Er hatte zwei Töchter aus der früheren Ehe mit Ruth Hausmeister, Sabine (geb. 1940) und Katharina (geb. 1945); aus der Ehe mit Karin Jacobsen ging Sohn Alexander (geb. 1950) hervor.
Am Lago d’Orta bzw. den Seeterrassen der Villa Bossi in Orta San Giulio1) erinnert eine lebensgroße Skulptur, die Schroth als Maler vor einer leeren Staffelei sitzend darstellt, an den vielseitigen Künstler → Foto bei Wikimedia Commons.
 

Carl-Heinz Schroth mit Ehefrau Barbara
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Carl-Heinz Schroth  und Barbara Hutterer; Copyright Virginia Shue
Siehe auch Wikipedia, cyranos.ch
sowie den Artikel bei der "Deutschen Welle"
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) Die Krimihomepage, 4) fernsehserien.de, 5) Filmlexikon
Quelle: 6) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf  Heinzlmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 327)
    
Filme
Kinofilme, TV-Filme als Darsteller / Filme als Regisseur
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia,  filmportal.de, fernsehserien.de,
Die Krimihomepage, fernsehserien.de)
Kinofilme (als Darsteller) Fernsehen (als Darsteller, Auszug)
  • 1957: Mammis Wanderjahre (Komödie von Harold Brooke und Kay Bannerman; Inszenierung: "Kleine Komödie am Max II;
    als Julian Lassiter; auch Regie
    )
  • 1958: Dr. med. Hiob Praetorius (nach der Komödie von Curt Goetz; als Dr. med. Hiob Praetorius)
  • 1958: Unser Herr Vater (als Jan Lazaresko)
  • 1960: Der eingebildete Kranke (nach der gleichnamigen Komödie von Moličre; als Argan, der eingebildete Kranke) → IMDb
  • 1960: Philomena Marturano (nach der Komödie von Eduardo De Filippo; als Domenico Soriano)
  • 1960: Zauber der Jugend (Komödie von Samson Raphaelson; als alternder Schriftsteller Steven Gaye; auch Regie)
  • 1961: Familienpapiere (als Einbrecher Boris)
  • 1961: Biographie und Liebe (als Freydac; auch Regie)
  • 1961: Der Strafverteidiger (Kriminalstück von Elmer Rice; als Strafverteidiger George Simon)
  • 1962: Cécile… oder Die Schule der Väter (nach dem Theaterstück von Jean Anouilh; als Monsieur Orlas;
    Kurzinfo: Was hat Monsieur Orlas mit seiner lebenslustigen Tochter Cecile (Loni von Friedl) vor? Er engagiert eine
    junge Gouvernante, Araminthe (Grit Boettcher), und macht ihr den Hof. Gleichzeitig will er verhindern, dass sich Cecile
    mit ihrem Verehrer, dem Grafen (Peter Thom), abgibt …
    (Quelle: retro-media-tv.de)) → IMDb
  • 1962: Annoncentheater – Ein Abendprogramm des deutschen Fernsehens im Jahre 1776 (als König Friedrich II.)
  • 1963: Orden für die Wunderkinder (als Oberregierungsrat a.D. Ferdinand Ziegler) → filmportal.de
  • 1963: Die Grotte (nach der Komödie von Jean Anouilh; als Der Autor, → weitere Besetzung IMDb; Kurzinfo:
    "Bild + Funk" 50/1963: "Die Grotte" ist ein schockierendes Stück, voll von Angriffen nach den verschiedensten Seiten.
    Die Zentralfigur des Schauspiels ist die Köchin Marie-Jeanne (Berta Drews). Im Souterrain liegt die Küche, die Grotte,
    mit nur wenig Tageslicht. Sie ist das Reich Marie-Jeannes. Hier laufen alle Fäden zusammen. (…) Die Figuren werden vom
    "Autor" des Stücks kommentiert. Sie besitzen Eigenleben und spielen ihm Streiche, so dass er sich für sie entschuldigen
    muss. Dadurch wirkt das Stück unfertig. So soll es auch sein. Es wurde nie zu Ende geschrieben, sagt der Autor. Es ist eine
    Küchenmädchentragödie, nicht ohne Ideologie und kriminalistischen Einschlag (…).

    "Gong" 50/1963: Das neueste Stück (1961) des französischen Dramatikers spielt eine Dienstmädchengeschichte von
    verschiedenen Seiten her an und spart dabei nicht mit zeitkritischer und anderer Galle.

    "Hamburger Abendblatt" (20.12.1963): Jean Anouilh (…) übertrifft sich diesmal selbst. Es gelingt ihn nicht nur,
    sein Publikum zu amüsieren, sondern es mit eben noch heiter lächelnder schwarzer Magie in fröstelndes, ratloses
    Erschrecken zu versetzen. Das einzige, was dieser Autor noch braucht, um zu überzeugen, sind eine Handvoll erstklassiger
    Schauspieler und ein Regisseur, der sich seiner theatralischen Zurschaustellung menschlicher Schwäche aus der
    französischen Tradition verwandt fühlt. Michael Kehlmann und seine vier Hauptakteure Schroth, Drews, Krottendorf und
    Giani sorgten für die fällige Rehabilitierung des französischen Dichters, der auf seine scheinbar zynisch verspielte,
    ureigene Manier sich als Moralist reinsten Wassers und als Menschenkenner zugleich zu erkennen gibt.

    "Gong" 2/1964: "Die Grotte" schrieb Anouilh 1961, das Stück missriet, auf den Bühnen fiel es durch, der Autor macht
     seitdem Pause. (…) Der BR versammelte eine brillante Besetzung um den Regisseur Michael Kehlmann, aber auch
    dadurch war das Stück nicht zu retten. Es blieb langwierig, unübersichtlich (…). Keine Figur will stimmen, nicht einmal
    die Köchin, die doch die Zentralfigur sein sollte und an die der Autor noch die meisten Überlegungen verschwendete.
    Das Küchenmädchen ist die einzige Figur, die unsere Teilnahme weckt, hier wurde es von Ida Krottendorf überreizt
    verzeichnet, ein "Landtrampel" hat nicht solche Nerven. Michael Kehlmann ließ das Stück dazu noch ganz realistisch
    spielen, obwohl einige Bühnen das Ganze durch Abstraktionen von der Wirklichkeit zu retten suchte. Realistisch gespielt
    wird aber "Die Grotte'"vollends zur Marlitt. (…) Die ordinäre Sprache, die den Dienstboten zugeschrieben wurde vom Autor,
    klang lächerlich. So oft haben wir selten die Sitzfläche des Menschen benannt gehört. Es war reiner Unfug, dieses Stück
    aufzuführen. Auch die beste Besetzung (die hier aufgeboten wurde) kann dieses Fehlleistung des berühmten Stückeschreibers
    Anouilh nicht notwendig für eine Bildschirmsendung machen.
    (Quelle: tvprogramme.shoutwiki.com))
  • 1963: Die Rache des Jebal Deeks (als Bürovorsteher Jebal Deeks)
  • 1965: Jean (nach dem Lustspiel von Ladislaus Bus-Fekete; als Ferdinand)
  • 1965: Götterkinder – eine ergötzliche Television aus vergangener Zeit (als Antonius) → IMDb
  • 1965: Das Traumhaus (als Postbeamter Hans Kressmann)
  • 1965: Unsterblichkeit mit Marschmusik (nach einer Idee von Hugo Hartung; als Franz Lerse) → IMDb
  • 1965: Nachruf auf Egon Müller (Satire von Karl Wittlinger; Regie: Hans Dieter Schwarze; als Egon Müller) → IMDb
  • 1965: Tu das nicht, Angelika (nach dem Theaterstück von Ira Levin; Aufführung aus dem Düsseldorfer "Komödienhaus";
    als Parker Ballantine; auch Regie
    ) → www.zeit.de, IMDb
  • 1966: Intercontinental Express (Serie; als Herr Plamm in Folge 4 "Was kosten Sie, Herr Kommissar?")
  • 1966: Das ganz große Ding (Krimi von Victor Canning; als Ex-Häftling Gerald Bennett / Dickie Gray)
  • 1966: Die Geschichte des Rittmeisters Schach von Wuthenow (nach der gleichnamigen Erzählung von Theodor Fontane;
    Regie: Hans Dieter Schwarze; mit Karl-Michael Vogler als Schach von Wuthenow; als Erzähler
    )
  • 1966: Das Experiment (als mehrfach vorbestrafter Gauner Johannes Rebhuhn)
  • 1967: Neapolitanische Hochzeit (nach der Komödie "Filumena Marturano" von Eduardo De Filippo;
    Inszenierung: "Schaubühne München", mit Hannelore Schroth als Philomena Marturano; als Domenico, auch Regie
    )
    IMDb sowie Verfilmung "Hochzeit auf italienisch" (1964)
  • 1967: Heiraten ist immer ein Risiko (nach dem Schauspiel von Peter Hacks (unter dem Pseudonym "Saul O'Hara");
    als Oberst John Brocklesby
    )
  • 1969–1970: Alle Hunde lieben Theobald (Serie; als Theobald; u. a. mit Erica Schramm als Frau Kuschka)
    "Alle Hunde lieben Theobald": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die Serie am 5. Juli 2019 auf DVD herausbrachte. "Alle Hunde lieben Theobald": Szenenfoto mit Carl-Heinz Schroth; mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die Serie am 5. Juli 2019 auf DVD herausbrachte. "Alle Hunde lieben Theobald":
    DVD-Cover bzw. Szenenfoto
    mit Carl-Heinz Schroth
    Mit freundlicher Genehmigung
    von Pidax-Film, welche die Serie
    am 5. Juli 2019
    auf DVD herausbrachte.
  • 1972: Alexander Zwo (Sechsteiler; als Wellbridge im Teil 3 "Das gestohlene Ich") → Die Krimihomepage
  • 1972: Die seltsamen Abenteuer des geheimen Kanzleisekretärs Tusmann (nach der Erzählung "Die Brautwahl"
    von E. T. A. Hoffmann (enthalten in "Die Serapionsbrüder"); Regie: Helmut Käutner; als Goldschmied Leonhard
    )
  • 1976: Derrick (Krimiserie mit Horst Tappert; als Herr Koller in Folge 24 "Ein unbegreiflicher Typ"; → zauberespiegel-online.de)
  • 1978: Karschunke und Sohn (6-teilige Serie; als Altwarenhändler Albert Karschunke)
  • 1978; Ein Hut von ganz spezieller Art (Autor: Wolfdietrich Schnurre; Episodenfilm; als Herr Kulicke)
  • 1980: Wer anderen eine Grube gräbt (als Mr. Appleby in der Geschichte "Die geordnete Welt des Mr. Appleby",
    nach nach einer Kurzgeschichte von Stanley Ellin
    )
  • 1981: Sonne, Wein und harte Nüsse (Krimiserie mit Erik Ode; als Rentner Bertrand 'Bébé' Bertone)
  • 1982: Einfach Lamprecht (Serie; als Arzt Dr. Heribert Lamprecht)
  • 1982: Sonny Boys (nach der Komödie von Neil Simon; als Willie Clark; mit Johannes Heesters als "Gegenspieler" Al Lewis) → IMDb
  • 1982: Champagnerkomödie (Lustspiel von Samuel Taylor; Inszenierung: Berliner "Theater am Kurfürstendamm";
    Regie: Jürgen Wölffer; als alternder Hollywood-Star Donald Renshaw; Kurzinfo: Der alternde Hollywood-Star Renshaw ist 
    leite und greift deshalb zu, als ihm seine Frau Victoria (Gisela Peltzer) eine Rolle in "Hamlet" verschafft.
    Die Aufführung wird zum Fiasko …
    )
  • 1982: Und das zum 80. Geburtstag (Komödie von Lewis Wallace Grant; als exzentrischer Erfolgsautor Sir Wilcox
    Kurzinfo: So hat sich der exzentrische Erfolgsautor Sir Henry Wilcox seinen 80. Geburtstag sicherlich nicht vorgestellt:
    Zuerst fällt das zu diesem Anlass produzierte Fernsehinterview einer technischen Panne zum Opfer und als Sir Henry sich
    schließlich zurückzieht, steht ihm plötzlich ein junger Mann (Michael Pand) mit einer Schusswaffe gegenüber. Und dieser
    David Brown gibt ohne Umschweife zu, Wilcox ermorden zu wollen. Sein Motiv liegt in seiner eigenen Lebensgeschichte:
    Brown steht vor den Trümmern seiner Existenz, nachdem er vor einigen Jahren eine gesicherte Stellung aufgegeben hatte,
    um selbst zu schreiben. Seinen Misserfolg führt er darauf zurück, dass es einem Verleger nicht auf die Qualität des Werkes,
    sondern vielmehr den Namen des Autors ankäme: Als namenloser David Brown habe er daher keine Chance auf eine positive
    Rückmeldung von einem Verlag, als verurteilter Mörder von Henry Wilcox dagegen schon. Ebenso wie Henry Wilcox ja alleine
    schon auf Grund seiner Popularität jeden beliebigen Stoff an den Mann bzw. den Verleger bringen könne. Um die Situation
    zu entschärfen und den ungebetenen Gast eines Besseren zu belehren, schlägt Wilcox ein interessantes Experiment vor:
    Er werde Browns aktuellen Roman unter seinem Namen veröffentlichen und vice versa. Und einen Monat nach Veröffentlichung
    beider Werke werde er, Wilcox, und nur er die Öffentlichkeit über dieses Täuschungsmanöver aufklären…
    (Quelle: Pidax Film)) → IMDb
  • 1982–1989: Jakob und Adele (Serie; als Jakob Biedermann, Brigitte Horney als Adele Schliemann)
  • 1984: Er-Goetz-liches (vier Einakter von Curt Goetz; als Herr Professor / Biedermann / Konrad / Herr Professor)
  • 1984: Heiraten ist immer ein Risiko (nach dem Schauspiel von Peter Hacks (unter dem Pseudonym "Saul O'Hara");
    als Oberst John Brocklesby
    )
  • 1984–1985: Meine schwarze Stunde (Serie; Moderation)
  • 1986: Die Schwarzwaldklinik (Serie; als Sonderling Sebastian Storch in Folge 17 "Der Mann mit dem Koffer")
  • 1986: Das Geheimnis von Lismore Castle (nach dem Theaterstück "The Man Who Changed His Name"
    von Edgar Wallace; als Selby Cliff
    )
  • 1987: Der Fälscher (Drehbuch: Lida Winiewicz; Regie: Rolf von Sydow; Komödie um einen raffinierten Rubens-Fälscher; als Leo)
  • 1988: Spätes Glück nicht ausgeschlossen (mit Inge Meysel; als Max Struve) → Filmlexikon, tvspielfilm.de, IMDb
  • 1988: Ede und das Kind (TV-Spiel von Felix Huby (Drehbuch) um eine unfreiwillige Entführung; als Ede Alberti) → IMDb
  • 1988: Der Professor und sein Hund (Komödie von Franz Josef Gottlieb; als der Professor) → IMDb
  • 1989: Seine beste Rolle (als Paul Ritter) → IMDb
  • 1989: Geld macht nicht glücklich (als greiser Schuster Eduard Schilling, der sein Geld unter den Leuten verteilt)
    tvspielfilm.de, IMDb
Filme als Regisseur
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia (deutsch/englisch), filmportal.de, whoswho.de)
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