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| Hans Söhnker erblickte am 11. Oktober 1903 in Kiel als Hans
Albert Edmund Söhnker das Licht der Welt. Der Sohn eines gelernten Tischlers
und späteren Verlagsangestellten wuchs gemeinsam mit fünf Geschwistern auf,
hatte als Kind Berufspläne wie viele Jungen, war sich nicht schlüssig
ob er Trapper oder Marine-Leutnant werden sollte. Sein Vater hatte für seinen Sohn jedoch eine solide
Berufsausbildung geplant, schickte ihn
nach der Mittelschule zunächst auf eine Höhere Handelsschule; eine
kaufmännische Lehre in einem Einrichtungshaus schloss sich an.
Schon während dieser Zeit entdeckte Söhnker
seine Vorliebe für das Theater. Abends schlich er sich heimlich ins Kieler Schauspielhaus und übernahm dort einige Statistenrollen. Als ihm sein Vater auf die Schliche kam, war dieser wenig erbaut von den Ambitionen seines Zöglings, der einen "anständigen Beruf" erlernen sollte. Zunächst fügte sich Hans Söhnker widerwillig, konnte sich aber doch nicht dem Theater fern halten. Schließlich gab sein Vater nach und finanzierte ihm den Schauspielunterricht beim damaligen Kieler Oberregisseur Clemens Schubert sowie bei Gustaf Gründgens. |
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Es folgten ein Engagements in Baden-Baden, zwei weitere in Danzig, zur Spielzeit 1930/31 wurde er nach Chemnitz sowie Bremen verpflichtet, wo er mit der musikalischen Komödie "Ist das nicht nett von Colett?" auch erstmals eine Regiearbeit ablieferte. Auf Empfehlung von Ernst Lubitsch bewarb Söhnker sich 1933 bei der "Ufa" in Berlin, machte Probeaufnahmen und konnte schließlich auf Anhieb eine Rolle in Viktor Jansons Operettenversion von "Der Zarewitsch" als Partner von Marta Eggerth ergattern. Es folgten weitere leichte Streifen im musikalischen Genre, so "Schwarzwaldmädel" (1933), "Ich sing' mich in dein Herz hinein" (1934), "Die Czardasfürstin"2) (1934) und "Jede Frau hat ein Geheimnis"2) (1934), rasch avancierte der attraktive "Newcomer" zum Publikumsliebling und ließ mit seiner Eleganz und Leichtigkeit die Frauenherzen höher schlagen. Anfangs noch mit prägnanten Nebenrollen besetzt wie in dem Rühmann-Film "Der Mustergatte" (1937), wo er als Gegenspieler Rühmanns agierte, spielte Söhnker bald selbst die "erste Geige" wie als Kammersänger Hans Weigel in Paul Verhoevens Operettenfilm "Die Fledermaus" (1937), als Dompteur Ruda in Arthur Maria Rabenalts "Männer müssen so sein"2) (1939) oder als anspruchsvoller Bräutigam in Helmut Käutners Komödie "Frau nach Maß"2) (1940) mit Leny Marenbach als Partnerin. Bis Kriegsende gerieten Filme mit Söhnker zu Kassenschlagern, allmählich hatte er sich vom charmanten Sunny-Boy zum ernsthaften Charakterdarsteller gewandelt, der neben dramatischen Streifen wie " Brand im Ozean"2) (1939) vor allem in geistreichen Beziehungskomödien brillierte. Zu nennen sind etwa Helmut Käutners "Auf Wiedersehen, Franziska!"2) (1941, mit Marianne Hoppe) oder die von Arthur Maria Rabenalt in Szene gesetzten unterhaltsamen Geschichten "Meine Frau Teresa"2) (1942) mit Elfie Mayerhofer und "Liebespremiere"2) (1943) mit Kirsten Heiberg. Mit Géza von Bolváry drehte er erneut als Partner von Elfie Mayerhofer die Komödie "Ein Mann mit Grundsätzen?"3) (1943), mit Boleslaw Barlog "Tierarzt Dr. Vlimmen"2) (1944, der Film blieb unvollendet), eine schöne Rolle war auch die des Willem in dem Albers-Film "Große Freiheit Nr. 7"3) (1944). Seinen letzten Film während des Krieges, "Der Engel mit dem Saitenspiel"2) (1944), drehte Söhnker unter der Regie von Heinz Rühmann mit dessen Frau Herta Feiler.
Zahlreiche Auszeichnungen belegen die darstellerischen Leistungen des 1968 zum Berliner "Staatsschauspieler" ernannten Hans Söhnker. Neben einem "Goldenem Bildschirm" (1960) und einem "Bambi" (1966) wurde er 1973 mit dem "Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" ausgezeichnet, 1977 überreichte man ihm das "Filmband in Gold" für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film". Seine Memoiren brachte der Schauspieler 1974 unter dem Titel "…Und kein Tag zuviel" heraus. Hans Söhnker begann als jugendlicher Draufgänger, der augenzwinkernd zur Sache kommt. Dem eleganten Herzensbrecher mit den guten Manieren lagen die schönen Frauen zu Füßen. Mit zunehmendem Alter wurde das verführerische Lächeln weicher, der Liebhaber zur vertrauensvollen Vaterfigur. Er blieb heiter und gelassen, wahrte immer den schönen Schein – so verzieh man ihm, was man anderen angekreidet hätte.5) |
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Quelle:1) www.musik-antik-records.de,
5) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf
Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 338 Link: 2) Murnau-Stiftung, 3) Wikipedia, 4) Beschreibung innerhalb dieser HP |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch
Viele Fotos findet man film.virtual-history.com |
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