Kinofilme / Fernsehen / Hörspiel
Tilo Prückner Tilo Prückner wurde 26. Oktober 1940 als Sohn des Kinderarztes Alfred Prückner und dessen Ehefrau Dorothea in Augsburg1) geboren. Aufgewachsen in einer gutbürgerlichen Familie, besuchte er zunächst das "Gymnasium bei St. Anna"1) in Augsburg, später das "Melanchthon-Gymnasium"1) in Nürnberg1) und begann nach dem Abitur zunächst ein Jurastudium, welches er aber zugunsten einer Schauspiel- und Tanzausbildung abbrach, unter anderem bei Hans Josef Becher1) (1927 – 1993) und Ellen Mahlke1). Seine schauspielerische Karriere begann am "Theater der Jugend" (1962–1964) in München, anschließend wechselte er an das "Stadttheater St. Gallen"1), wo er 1966/67 auf der Bühne stand, Es folgten Engagements an den "Städtischen Bühnen Oberhausen"1) (1966–1968) und am "Schauspielhaus Züürich"1) (1968/69). 1970 kam er an die "Schaubühne am Halleschen Ufer"1) (seit 1981 "Schaubühne am Lehniner Platz"), wo er bis 1973 sowohl spielte als auch eigene Stücke inszenierte. Anschließend arbeitete er als freischaffender Schauspieler am "Bayerischen Staatsschauspiel"1).
Einem breiten Publikum wurde Prückner ab den 1970er Jahren durch Auftritte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Sein Leinwanddebüt hatte er 1967 mit der kleinen Rolle des Stiglitz in dem Streifen "Wilder Reiter GmbH"1) gegeben, danach sah man ihn beispielsweise 1973 in Wolfgang Petersens1) Thriller bzw. Literaturadaption  "Einer von uns beiden"1) sowie 1974 als Gefängnisinsasse "Zick Zack" in Reinhard Hauffs1) Knastdrama "Die Verrohung des Franz Blum"1) nach dem autobiografischen Roman von Burkhard Driest1), der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete.

Foto zur Verfügung gestellt von Werner Bethsold1) (1925–2019)
Das Foto entstand 1987 während einer Hörspielproduktion.
 © Werner Bethsold
Es folgten Rollen in so erfolgreichen Kinofilmen wie "Berlinger – Ein deutsches Abenteuer"1) (1975) oder "Der Sternsteinhof"1) (1976); in Nikos Perakis'1) hinreißenden Gaunerkomödie "Bomber & Paganini"1) brillierte er 1976 als kleiner Gauner "Paganini" an der Seite von Mario Adorf, der den "Bomber" spielte, und erhielt für seine Leistung den "Deutschen Darstellerpreis"1). Ein Jahr später sah man ihn als Gerd Minde in der Fontane-Verfilmung "Grete Minde"1) und 1978 beeindruckte er mit der Titelrolle in dem von Edgar Reitz1) in Szene gesetzten Film "Der Schneider von Ulm"1), der Geschichte des Schneidergesellen Albrecht Ludwig Berblinger1), der Ende des 18. Jahrhunderts versuchte, mit einer Flugmaschine nach Vogelart zu fliegen. In der Grenzland-Komödie "Der Willi-Busch-Report"1) übernahm er 1980 die Hauptrolle des Willi Busch, stand 1982 für Hans W. Geißendörfers1) Thomas Mann-Adaption "Der Zauberberg"1) als epileptischer Lehrer Popów vor der Kamera oder war ein Jahr später der Fred in der Hallervorden-Komödie "Der Schnüffler"1). Auch in Hallervordens "Didi – Der Doppelgänger"1) wirkte er mit und mimte 1984 die "Bazille", im gleichen Jahr sah man ihn als Herrn Bauermann in der Komödie "Kassensturz" sowie als "Nachtalb" in der Ende-Verfilmung "Die Unendliche Geschichte"1).
Danach verlegte sich Prückner mehr auf seine Arbeit beim Fernsehen und war vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Das Rollenrepertoire des Schauspielers zeichnete sich durch eine ungeheure Vielseitigkeit aus, reichte von tragischen Figuren bis hin zur Charakterkomik. Spielte er am Anfang seiner Karriere noch oftmals Kranke, Behinderte oder Menschen, die sich durchs Leben schlagen mussten, durchbrach er mit seiner spürbaren Lebenslust und seinem komödiantischen Talent bald dieses Klischee und war bis zuletzt meist Darsteller von Originalen, kauzigen "Alten", Außenseitern oder phantasievollen Einzelgängern.
Neben zahllosen Gastauftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie beispielsweise "Kottan ermittelt", "Der Fahnder", "Ein Fall für zwei", "Großstadtrevier" oder "Wolffs Revier" wirkte er in vielen populären TV-Serien mit, so unter anderem in "Büro, Büro", "Reporter", "Abenteuer Airport" oder "Freunde fürs Leben". Von umwerfender Komik war sein hypochondrischer Kriminalhauptmeister Gernot Schubert in dem Quotenrenner "Adelheid und ihre Mörder"1) mit Evelyn Hamann, den er von 1992 bis 1998 in der "Mord Zwo" als Mitarbeiter von Hauptkommissar Ewald Strobel (Heinz Baumann) mimte. Durchaus seriös und ausgefuchst trat er dann ab 2001 als Oberkommissar Eduard Holicek in den "Tatort"-Folgen aus Hamburg auf und löst seitdem zusammen mit Hauptkommissar Jan Casstorff alias Robert Atzorn und Kommissarin Jenny Graf (Julia Schmidt1)) so manchen kniffligen Fall wie in der spannenden Folge "Investigativ"1) (2007). Die letzte Folge "Und Tschüss"1) wurde am 24. Februar 2008 ausgestrahlt.
Dazwischen lagen Rollen wie beispielsweise 1995 die des Edgar Schlick in "Die zukünftigen Glückseligkeiten" an der Seite Ben Beckers1), 1996 die Figur des Wilfried Spatzek in Nico Hofmanns Krimi "Tödliche Wende"2) oder 1999 seine beeindruckende Darstellung des Hausierers und Bewohners des "Judenhauses" Weinstein in dem Mehrteiler "Klemperer – Ein Leben in Deutschland"1) mit Matthias Habich als Victor Klemperer1), gedreht von Kai Wessel1) und Andreas Kleinert1) nach Klemperers erst in den 1990er Jahren posthum veröffentlichten Tagebüchern.
 

Tilo Prückner am 02.04.2013 in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz"1)
Foto zur Verfügung gestellt von Udo Grimberg
© Udo Grimberg

Tilo Prückner am 02.04.2013 in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz"; Foto zur Verfügung gestellt von Udo Grimberg; Copyright Udo Grimberg
Ebenfalls 1999 sah man ihn in der Tragikomödie "Ganz unten, ganz oben"1) als Gerichtsvollzieher Blumenberg, an der Seite Mario Adorfs stand er zusammen mit den "Puhdys"1) als Keyboarder Lou in "Comeback für Freddy Baker"3) vor der Kamera und in dem Politthriller "Ein Mann steht auf"3) trat er als jüdischer Geheimdienstagent David Chorin neben Kommissar Stein (Robert Atzorn) in Aktion. 2001 beispielsweise glänzte er als eigenbrötlerischer Imbissbudeninhaber und Hundehasser Engelbrecht an der Seite von Barbara Valentin in der bissigen Komödie "Die Hunde sind schuld"3) auf dem Bildschirm, seit 2003 wirkte er als kauziger Vermieter Max in der Krimireihe um die "Kommissarin Lucas"1) (Ulrike Kriener1)) mit und drückte auch dieser Nebenrolle seinen ureigenen Stempel auf; die Ausstrahlung der 30. Folge am 29. August 2020 mit dem Titel "Die Unsichtbaren" erlebte Prückner aufgrund seines plötzlichen Todes nicht mehr.
In dem hochkarätig besetzten, von Kaspar Heidelbach in Szene gesetzten spektakulären Drama "Der Untergang der Pamir"1), welches die am 21. September 1957 geschehene Schiffskatastrophe thematisiert, sah man den prägnanten Darsteller Mitte November 2006 als Schiffsingenieur Helmut Klimsch.
Oft waren es die scheinbar unspektakulären Figuren, mit denen der Mime immer wieder eigenwillig zu überzeugen wusste, so beispielsweise als General Friedrich Olbricht1) in dem semidokumentarischen Spielfilm "Die Stunde der Offiziere"1) (EA: 29.6.2004) über das Attentat vom 20. Juli 19441) auf Adolf Hitler1). Zu Prückners jüngeren Arbeiten vor der Fernsehkamera zählten das SAT1-Abenteuer "Die Jäger des Ostsee-Schatzes" (2007), wo er als Hobbyforscher Dirk Petersen zu sehen war, sowie die kleine, dennoch beachtenswerte Rolle des verzweifelten Herrn Finke in dem Krimi "Marie und der Charme des Bösen"3) (2008) aus der ZDF-Reihe "Marie Brand"1) mit Mariele Millowitsch1) und Hinnerk Schönemann1). In der ganz auf den Protagonisten Horst Krause zugeschnittenen Komödie "Krauses Kur"1) (EA: 09.12.2009) konnte Prückner als Krauses flotter Zimmernachbar Rudi punkten, herrlich nicht nur die Tanzeinlage, welche der eher drahtige Prückner mit dem beleibten Krause aufs Parkett legte → prisma.de.
Danach tauchte er verschiedenen Fernsehproduktion auf, etwa mit Episodenrollen in Serien wie "SOKO Stuttgart", "SOKO Wismar" oder in der Folge "Kur mit Schatten"1) (EA: 08.04.2010) aus der Reihe "Pfarrer Braun"1) mit dem schergewichtigen Ottfried Fischer1) als pfiffigem Hobby-Ermittler. Auftritte hatte er in den "Tatort"-Folgen "Nie wieder frei"1) (EA: 19.12.2010) und "Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen"1) (2010), in dem Krimi "Rote Erde"1) (2010) aus der Krimireihe "Lutter"1) mit Joachim Król1) als KHK Lutter schlüpfte er in die Rolle des Fußballtrainers Horst Walther. In der turbulenten ZDF-Komödie "Scheidung für Fortgeschrittene"1) (2010) mit dem "Traumpaar" Mariele Millowitsch und Walter Sittler1) mimte er den Heinz Kallweit, in dem Psychokrimi "Die Tochter des Mörders"3) (EA: 25.10.2010) den Pflegevater der Protagonistin Hanna (Sophie von Kessel1)). In dem von Wolfgang Murnberger inszenierten Öko-Thriller "Bauernopfer"3) (EA: 23.03.2011), der brisanten Geschichte um einen Lebensmittelskandal, spielte er neben den Protagonisten Tobias Moretti1) und Bernadette Heerwagen1) den Biochemiker Dr. Kroetz, der in die kriminellen, skrupellosen Machenschaften der Futtermittelindustrie gerät und ermordet wird.
Eine Paraderolle für den Vollblutmimen war die titelgebende Figur in der skurrilen ARD-Komödie "Holger sacht nix"1) (EA: 26.10.2011; → tittelbach.tv) an der Seite von einer nicht minder brillanten Carmen-Maja Antoni als Filmehefrau Lilo. Die Figur des kauzig-einsilbigen Bauern Holger, der ganz im Gegensatz zu seiner umtriebigen, quasselfreudigen Ehefrau mit seinem neuen Rentner-Dasein hadert, schien Prückner auf den Leib geschrieben. "Regisseur Thomas Durchschlag1) ("Allein"1)) inszenierte diese Provinzposse, an der sich die Kritiker-Geister scheiden, nach dem Drehbuch von Katja Kittendorf ("Ob ihr wollt oder nicht"). Viele witzige Details, starke Darsteller und spaßige Dialoge sorgen für optimale Unterhaltung. Als Vater Holger zeigt Tilo Prückner wieder einmal, dass er zu Deutschlands besten Charakterdarstellern zählt. Ebenso überzeugend verkörpert die aus Finsterwalde stammende Julia-Maria Köhler1) ("Lowlights", "Familie ist was Wunderbares") die vom Leben gebeutelte, allein erziehende Tochter Olga." notiert prisma.de.
 
Wunderbar auch seine fast skurrile Figur des Kölner Taxifahrers Rudi Weissglut, den er in der amüsant-turbulenten Geschichte "Krauses Braut"1) (EA: 20.12.2011) einmal mehr zum Besten gab. prisma.de notiert unter anderem "Regisseur und Autor Bernd Böhlich1) inszenierte nach "Krauses Fest" und "Krauses Kur" auch den dritten Solo-Auftritt von "Polizeiruf 110"-Polizist und -Dickschädel Horst Krause mit viel Sinn für Humor. (…) Das Bonbon dieses "Krause"-Films: Gaststar Tilo Prückner, geboren in Augsburg, sorgt als rheinischer Wirbelwind für amüsantes Chaos. Wie wandlungsfähig der Charakterdarsteller ist, beweist der Vergleich mit seinem Sturkopf-Part in "Holger sacht nix"."  → siehe auch tittelbach.tv. In der vierten Geschichte "Krauses Geheimnis"1) (EA: 07.11.2014) sowie in der fünften Story "Krauses Glück"1) (EA: 15.12.2016) hatte Prückner als Rudi, der inzwischen mit Krauses Schwester Meta (Angelika Böttiger1)) in Köln lebte, lediglich einen kurzen Gastauftritt. In der sechsten Geschichte mit dem Titel "Krauses Hoffnung"1) (EA: 01.02.2019) machte sich Krause große Sorgen um den Gesundheitszustand von Schwester Elsa – einmal mehr brillant gespielt von Carmen-Maja Antoni. Auch diese Story war mal wieder köstlich, nicht zuletzt weil dem großartigen Tilo Prückner als Krauses (verhasstem), umtriebigem Schwager Rudi diesmal eine tragende Rolle zugedacht wurde. Bei tittelbach.tv kann man lesen: "In der komödiantischen Verpackung steckt jedoch ein Thema, mit dem Böhlich sehr behutsam umgeht: Elsa leidet unter zunehmender Demenz; bevor sie alles vergisst, besuchen die Geschwister das Dorf in Pommern, in dem sie ihre Kindheit verbracht haben. Im Grunde setzt sich die Geschichte aus lauter kleinen Episoden zusammen. Für sich genommen sind die Ereignisse alle nicht weiter aufregend, doch dank Böhlichs Erzählkunst ergeben sie einen ruhigen, aber stetigen Handlungsfluss. Das um Tilo Prückner ergänzte Trio Horst Krause, Carmen-Maja Antoni und Angelika Böttiger ist ohnehin sehenswert wie immer." Die insgesamt recht "entschleunigt" daherkommende Geschichte Nummer 7 der "Krause"-Saga hieß dann "Krauses Umzug"1) (EA: 14.02.2020), doch diese Aktion kam erst ziemlich zum Schluss zum tragen. Primär ging es um die junge Köchin Paula (Pauline Knof1)), die mit Sohn Timo (Cai Cohrs) in "Krauses Hoffnung" in den Gasthof gezogen war, da Schwester Elsa zunehmend an Vergesslichkeit litt. Das Trio Krause, Schwester Meta (Angelika Böttiger) und "Schwager" Rudi Weissglut (Tilo Prückner) setzten nun alles daran, für die einsame, unglücklich wirkende Paula einen Mann zu finden, was schließlich in Gestalt des Lehrers Thomas Seifert (Steffen Groth1)) auch gelang, nachdem Bürgermeister Stübner (Boris Aljinovic1)) bei Paula nicht punkten konnte. Damit die junge Frau künftig mehr Platz im Gasthof hat, beschloss der beleibte Krause, das ehemalige, nun heruntergekommene Haus des verstorbenen Freundes Schlunzke zu renovieren, um dort mit der Familie einzuziehen. Leider war die Rolle von Krause Schwester Elsa etwas klein geraten, lebte sie nun mit ihrer Jugendliebe Lubo Kaczmarek (Victor Choulman) in der alten pommerschen Heimat, unterstützten die beiden am Ende jedoch die Renovierungsarbeiten bzw. den Umzug. Der Zuschauer fragte sich sicherlich schmunzelnd, wie ein solcher mittels Krauses Beiwagen-Motorrad zu bewerkstelligen war. Nicht nur mit dem Haus wurde an Krauses schrägen Freund Schlunzke erinnert – Andreas Schmidt hatte bis zu seinem Tod 2017 diese "Rolle auf seine unverwechselbare Art geprägt" notiert tittelbach.tv – eine nette Idee war es, dass Krause dem ihm zugelaufen Rauhaardackel den Namen "Schlunzke" verpasste.
 
Eine schöne Rolle war auch die des pensionierten Dorfpolizisten bzw. nervig-übereifrigen Vaters des schrullig-grantigen Allgäuer Kriminalhauptkommissars Kluftinger1), gespielt von Herbert Knaup1), in dem etwas anderen Heimatkrimi mit komödiantischen Zügen "Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi"1) (EA: 26.04.2012) nach den beliebten Bestseller-Romanen des Autorenduos Volker Klüpfel1) und Michael Kobr1) → siehe auch www.br.de. Auch in den Folgen "Herzblut"1) (EA: 24.11.2016) und "Schutzpatron"1) (EA: 01.12.2016) tauchte Prückner wieder als Kluftinger senior auf.
In dem ganz auf Protagonistin Christine Neubauer1) zugeschnittenen ZDF-Film "Die Pastorin"1 (EA: 14.04.2013) gehörte Prückner ebenfalls zur Besetzung und mimte den Johannes, Vater der unkonventionellen Seelsorgerin Franziska Kemper → tittelbach.tv. In der Fortsetzungsgeschichte um die bayerische, in Lübeck lebende herzensgute Pastorin Franziska Kemper mit dem Titel "Franziskas Welt – Hochzeiten und andere Hürden"4) (EA: 29.03.2015) war der Charaktermime wieder als besorgt-hilfreicher Vater mit von der Partie. 
Immer wieder erfreute der beliebte Schauspieler die Zuschauer mit unverzichtbaren Nebenrollen, wie in der 20. Folge der erfolgreichen "Donna Leon"-Krimis1) mit dem Titel "Reiches Erbe"1) (EA: 01.05.2014), die "mit der langjährigen Stammbesetzung gedreht wurde und neben dem Kriminalfall die Problematik "Altern in Würde" thematisiert."5). In der spannend-nachdenklichen Geschichte, die laut tittelbach.tv zu "zu den besten Filmen der "Donna-Leon"-Reihe gehört, trat Prückner als Benito Morandi auf, trauriger alter Ehemann einer verwirrten Seniorenheim-Bewohnerin (Renate Delfs1)), der die Heiminsassen unter anderem mit Lotterielosen versorgt. Als im Bankschließfach der Ermordeten der Hauptgewinn einer Lotterie auftaucht gerät der eher unauffällige Morandi in das Visier des Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) und entpuppte sich ganz am Schluss unerwartet als Täter.
Am 18. März 2015 gelangte der von Friederike Jehn1) nach einem Drehbuch von Wolfgang Stauch1) inszenierte ARD-Film "Der Andi ist wieder da"2) zur Ausstrahlung, welcher bereits am 20. Juni 2014 beim "10. Festival des deutschen Films"1) in Ludwigshafen erstmals vorgestellt wurde. Hier spielte Prückner einmal mehr eindrücklich den Peter Schäfer, wortkarger, zornig-verbitterter, alkoholabhängiger Vater des von Nicholas Reinke1) dargestellten Titelhelden bzw. gescheiterten Berliner Architekten Andreas "Andi" Schäfer → tittelbach.tv. So kann man bei wolfgangstauch.de unter anderem die Rezension von Sybille Simon-Zülch (epd medien) lesen: "Mag man einem Protagonisten, der so viel berechtigten Zorn und Spott auf sich zieht, 90 Minuten lang folgen? Ja, wenn er so charmant und humorvoll spielt wie Nicholas Reinke. Dieser Andi ist ein charakterloser Kerl, den man mit Vergnügen unsympathisch findet. Übertroffen wird er nur noch von Tilo Prückner, dem trunksüchtigen, in mürrisches Brüten versunkenen Vater. (…) Seine Auftritte sind, sogar im stummen Brüten, eine Wucht. (…) Was bleibt, ist die Erinnerung an einen warmherzigen, mit Humor gewürzten Heimatfilm."
In der zweiten "Tatort"-Folge aus Berlin mit dem Titel "Ätzend"1) (EA: 05.11.2015) mit dem neuen, sich nicht gerade zugeneigten Ermittler-Duo Nina Rubin (Meret Becker1)) und Robert Karow (Mark Waschke1)) zeigte sich Prückner mit der Randfigur des Kalle Ratke, Vater von Hauptkommissarin Nina Rubin und Betreiber eines kleinen Box-Clubs. Am 31. März 2016 tauchte Prückner als Erik auf, der in der ganz auf Josefine Preuß1) zugeschnittenen Geschichte "Lotta & der dicke Brocken"1) zur Belegschaft der kurz vor der Insolvenz stehenden Transportfirma von Lottas Vater (Frank Röth1)) gehörte. Ein einprägsamer Part war auch der des lebenslustigen Tobias Nystadt, Vater der Bergführerin und weiblichen Hauptdarstellerin Birthe (Ann-Kathrin Kramer), in dem vor einer imposanten Bergkulisse spielenden, mitunter düster daherkommenden Ehedrama "Das Alter der Erde"1) (EA: 21.01.2017) aus der ARD-Reihe "Liebe am Fjord"1). "Für die wenigen heiteren Augenblicke sorgt Tilo Prückner als Birthes Vater, der seinen dritten Frühling mit einer Frau erlebt, die allenfalls so alt ist wie seine Tochter." notiert tittelbach.tv.
Tilo Prückner in Hörspielstudio, er spricht den alten Tom in "Ein Leben mehr" nach dem Roman "Il pleuvait des oiseaux" von Jocelyne Saucier; Erstaustrahlung: "Deutschlandradio" 28.05.2017; Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt  von Sandro Most; Copyright Sandro Most Seit Ende März 2015 konnte Prückner zudem einmal mehr als Ermittler punkten, in der humoristischen Krimiserie "Rentnercops"1) mit dem Untertitel "Jeder Tag zählt" präsentierte er sich als pensionierter Kriminalhauptkommissar Edwin Bremer, der zusammen mit seinem ebenfalls in die Jahre gekommenen Kollegen Kriminalhauptkommissar Günter Hoffmann alias Wolfgang Winkler aufgrund von Nachwuchsproblemen in das Polizeidezernat in Köln-Mülheim berufen wurde und nun so manchen kniffligen Fall zu lösen hatte. Nach drei Staffeln bzw. der 40. Folge "Wer einmal lügt"7) (EA: 02.01.2019) verließ Winkler auf eigenen Wunsch die Serie, mit dem Beginn der Dreharbeiten zur 4. Staffel übernahm Peter Lerchbaumer1) die Rolle des KHK Günter Hoffmann → www.daserste.de.
In dem romantischen Weihnachtsfilm "Ein Lächeln nachts um vier"1) (EA: 10.12.2017) aus der ZDF-Reihe "Herzkino" spielte er gemeinsam mit Cornelia Froboess die einfühlsam-patenten Großeltern der weiblichen Protagonistin Jule Claasen (Natalia Belitski1)), welche diese nach dem Unfalltod der Eltern groß gezogen haben und immer noch auf ihrem Lebensweg begleiten. "Ein Lächeln nachts um vier" sieht also eher wie eine ARD-Freitagabendproduktion der Degeto aus. Auch dort wäre der Film ein Highlight im Programm. Allerdings würde er es im "Ersten" leichter haben, sein Publikum zu finden; am Sonntag gegen einen "Tatort" ist das doppelt schwer. Wohl überlegt, aber auch überaus passend, ist deshalb die Besetzung der Großeltern mit Froboess und Prückner: zwei populäre Gesichter für die ältere Zielgruppe, die für eine lebensklug-schrullige Note sorgen. Und natürlich dürfte auch Weihnachten als feierliches Zentrum der Geschichte seine Wirkung nicht verfehlen. meint Rainer Tittelbach bei tittelbach.tv.

Tilo Prückner 2017 in Hörspielstudio, er spricht den alten Tom in
"Ein Leben mehr"6) nach dem Roman "Il pleuvait des oiseaux"1)
von Jocelyne Saucier1); Erstaustrahlung: "Deutschlandradio" 28.05.2017
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sandro Most
© Sandro Most

In das neue Jahr 2019 startete Prückner auf dem Bildschirm mit der Nebenrolle des Theo, Inhaber des Stehlokals "Schnitzelbude", in der amüsanten Story "Schnitzel de Luxe"1) (EA: 09.01.2019 um die Dortmunder Langzeitarbeitslosen bzw. beiden "Hartzer" Günther (Armin Rohde1)) und Wolfgang (Ludger Pistor1)). Im vierten Film der "Schnitzel"-Reihe1) will das Duo diesmal Geld auftreiben, um ihre Stammkneipe von Theo zu übernehmen, der in Rente geht. Dabei geraten sie an den Multimillionär und Kunstsammler Rolf Sonne (Albrecht Ganskopf1)) und sind nah dran, an das erforderliche Sümmchen zu kommen …
Leichte Unterhaltungskost bot der ZDF-Film "Kwai – Familienbande"4) (EA: 14.04.2019) aus der Reihe "Fluss des Lebens", erzählt wurde die Geschichte von Apothekerin Sarah (Nadeshda Brennicke1)) die sich auf die Suche nach ihrem Vater (Prückner) macht, der sang- und klanglos Deutschland verlassen hat und nun am River Kwai in Thailand bzw. in dem Seniorendorf "Happy Valley" seinen Lebensabend verbringt. "Während Enkelin Leah (Maria Matschke) ihren Opa, den sie schon immer liebt, bei der Ankunft herzlich umarmt, gelingt es Sarah nicht, über den Groll hinwegzukommen, den sie seit der Kindheit gegen ihren Vater hegt. Ihr Vorwurf: Er habe seinen Beruf ihr vorgezogen. Auch, dass er sie in seine Entscheidung, auszuwandern, nicht einbezogen hat, hält sie ihm vor." schreibt fernsehserien.de.
Freuen durfte man sich sicherlich auf die Gaunerkomödie "Alte Bande"1) (EA: 08.01.2020), in der Prückner den pfiffigen Wallberg mimte, einst Komplize des rheinischen Schwerkriminellen genannt "Boxer" (Mario Adorf). Der heimliche König der JVA wird aus Altersgründen in den Seniorenknast verlegt und trifft dort auf den inhaftierten Wallberg, mit dem Boxer vor Jahrzehnten einen Juwelenraub beging. "Unterstützt von Henne (Hermann Beyer), der die "Alte Bande" komplettiert, wagen sie noch einmal Boxers Liebe wegen (Hildegard Schmahl1)) den Ausbruch in die Freiheit – in einer Geschichte, die warmherzig und humorvoll von Alter, Freundschaft, Liebe, verpassten und neuen Chancen erzählt." notiert presse.wdr.de. Die Älteren unter uns fühlten sich bei dem Duo Adorf/Prückner sicherlich an den Kinostreifen "Bomber & Paganini"1) aus dem Jahre 1976 erinnert, in dem sie zwei ebenso schlichte wie unverbesserliche Kleingauner mimten, die stets auf der Suche nach dem großen Coup regelmäßig grandios scheitern. "Gelungene Seniorenkomödien machen meistens doppelt Spaß: weil es eine Freude ist, den alten Hasen zuzuschauen; und weil es in den Geschichten oft ordentlich selbstironisch zugeht. Das gilt auch für die Freundschafts-Hommage "Alte Bande", deren Titel vor diesem Hintergrund subtil doppeldeutig ist. Außerdem sind die Helden zwar betagt, aber dank Prückner und Adorf, der in diesem Jahr neunzig wird, noch sehr vital und unternehmungslustig." urteilt Tilmann P. Gangloff1) bei tittelbach.tv; siehe auch daserste.de → Übersicht TV-Produktionen
 
Seit 2005 konnte man den Schauspieler nach längerer Zeit wieder regelmäßig in Kinoproduktionen sehen, nach seinen Rollen in Andreas Dresens1) Drama "
Willenbrock"1) (2005) und Stefan Ruzowitzkys1) Oscar-prämiertem Streifen "Die Fälscher"1) (2007) zeigte sich Prückner als Schreiner Christof in Marcus H. Rosenmüllers1) Biopic "Räuber Kneißl"1), mit dem das Leben des bayerischen Räubers Mathias Kneißl1) (gespielt von Maximilian Brückner1)) von 1892 bis zu seiner Hinrichtung 1902 erzählt wird; Kinostart war der 21. August 2008. Prückner gehörte zur Besetzung des Films "Mein Freund aus Faro"1) (2008), in Andreas Dresens melancholischen Komödie "Whisky mit Wodka"1) spielte der beliebte Mime neben Hauptdarsteller Henry Hübchen als Wirt eines Landgasthofes eine kleinere Rolle. Der beim "Internationalen Filmfestival Karlovy Vary"1) 2009 mit dem Preis für die "Beste Regie" ausgezeichnete Film war seit 9. September 2009 in den Kinos zu sehen. In der Krimikomödie "Village People 2 – Auf der Jagd nach dem Nazigold"2) (2010) verwandelte er sich in Adolf Hitler1), abgedreht hatte er die WDR-Co-Produktion "Anduni – Fremde Heimat"4) (Kinostart: 01.12.2011) sowie die Sci-Fi-Komödie aus Finnland mit Weltall Nazis "Iron Sky"1) (Kinostart: 04.04.2012). Prückner gehörte auch zur Besetzung der von Bernd Böhlich1) inszenierten Komödie "Bis zum Horizont, dann links!"1). In der Geschichte um eine Seniorengruppe, die noch einmal etwas erleben will, war er neben Künstlerlegenden wie Otto Sander, Angelica Domröse, Herbert Köfer, Ralf Wolter und Herbert Feuerstein1) zu sehen. Die Dreharbeiten begannen Ende März 2011 in Halle,  in die Kinos kam der Film am 12. Juli 2012. Danach wirkte der Schauspieler unter anderem mit dem kleineren Part des verschrobenen Großvaters bzw. Reitlehrers Herr Kaan in dem Jugend-Abenteuer "Ostwind"1) mit, dem ersten von Katja von Garnier1) gedrehten Film der "Ostwind"-Reihe1) nach der Idee von Lea Schmidbauer1) und Kristina Magdalena Henn1). Erzählt wird die Geschichte der 14-jährigen Mika (Hanna Binke1)), die während der Sommerferien auf dem Gestüt ihrer strengen Großmutter (Cornelia Froboess) eine ungewöhnliche Freundschaft zu dem scheuen, wilden Hengst Ostwind aufbaut; der Streifen ging am 21. März 2013 an den Kinostart. In der Fortsetzung "Ostwind 2 – Rückkehr nach Kaltenbach"1) war er ebenfalls mit dieser Figur zu sehen (Kinostart: 14. 05.2015) und auch in "Ostwind 3 – Aufbruch nach Ora"1) gehörte er als Herr Kaan wieder zur Besetzung (Kinostart: 27.07.2017). Mit "Ostwind – Aris Ankunft"1) wurde die Geschichte von Mika und ihrem Pferd weitererzählt, die Dreharbeiten begannen im Sommer 2018; Kinostart war der 28. Februar 2019. Die letzte Fortsetzung der "Ostwind"-Reihe "Der große Orkan"1) sollte am 17. Mai 2020 in München Premiere feiern, wurde aber aufgrund der COVID-19-Pandemie1) ebenso wie der Kinostart auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Dreharbeiten zu der BR-Kino-Koproduktion "Nebenwege"1) mit dem Untertitel "Pilgern auf Bayrisch" begannen im Sommer 2012 in München sowie Altötting und Umgebung, hier hatte Prückner die Rolle des Ferdl übernommen. In der von Michael Ammann1) inszenierten drei Generationen-Tragikomödie ging es um eine unfreiwillige Pilgerreise, auf die sich Richard Beller  (Roeland Wiesnekker1)) und Tochter Marie (Lola Dockhorn1)) machten, nachdem sich Bellers demenzkranke Mutter Hilde (Christine Ostermayer) plötzlich zu einer Wallfahrt nach Altötting aufmachte. Premiere feierte der Streifen am 2. November 2013 bei den "Biberacher Filmfestspielen"1), allgemeiner Kinostart war der 3. Juli 2014 →  kino.de, www.br.de sowie filmportal.de.
In Levin Hübners Kurz-Spielfilm "Alter Egon"2) (2013) war er der Protagonist, gehörte als Erich, Großvater der Friseursalon-Besitzerin Heidi (Aylin Tezel1)), zur Besetzung von Marco Kreuzpaintners1) Komödie um einen schwulen Starfriseur (Kostja Ullmann1)) mit dem Titel "Coming In"1), die am 22. Oktober 2014 Premiere feierte. Zudem trat er in dem Demenz-Drama "Honig im Kopf"1) von und mit Til Schweiger1) an der Seite des Hauptdarstellers Dieter Hallervorden sowie Schweiger-Tochter Emma1) als Dr. Ehlers in Erscheinung; Kinostart war der 25. Dezember 2014. Zudem wirkte er als Obdachloser in dem von Armin Schnürle realisierten Mundart-Thriller um Organhandel mit dem Titel "Herzlos" mit, der Ende November 2014 im Calwer Kino seine Premiere feierte → schwarzwaelder-bote.de; zubor hatte er bereits in Schnürles Streifen "Tatort Calw – So ein Theater" (2014) mitgewirkt. Als Vater des Elvis-Presley-Imitators Jakob (Wotan Wilke Möhring1)) zeigte er sich in dem Vater-Tochter-Roadmovie "Kleine Ziege, sturer Bock"1) (Kinostart: 15.10.2015). In dem Ensemblefilm "Leif in Concert – Vol. 2"2 (2018) mimte er den Stammgast Günter → Übersicht Kinofilme.
Erwähnt werden muss auch Prückners Mitwirkung in etlichen Hörspielen, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier am Ende dieser Seite.
 
 

Tilo Prückner im Hörspiel-Studio in der Rolle des Witwers Wolfram Kempner
bei Aufnahmen zu "Hab und Gier"6) (EA: 16.03.2015) nach dem Roman von Ingrid Noll1)
Foto mit freundlicher Genehmigung der SWR Media Services GmbH
Quelle: ARD Hörspieldatenbank; © SWR/Monika Maier

Tilo Prückner im Hörspiel-Studio in der Rolle des Witwers Wolfram Kempner bei Aufnahmen zu "Hab und Gier" (EA: 16.03.2015) nach dem Roman von Ingrid Noll; Foto mit freundlicher Genehmigung der SWR Media Services GmbH; Copyright SWR/Monika Maier
Tilo Prückner am 20. Februar 2018 auf dem Empfang der hessischen Landesregierung anlässlich der "Berlinale 2018"; Urheber: Martin Kraft; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons Der beliebte Charakterdarsteller Tilo Prückner, der auch erfolgreich eigene Theaterstücke schrieb und 2013 mit "Willi Merkatz wird verlassen" (→ www.zeit.de) seinen ersten (satirischen) Roman veröffentlichte, war Vater der beiden Söhne Micha und Nicolas aus seiner gescheiterten Ehe (1962–2003); ein weiterer Sohn verstarb 1985 im Alter von drei Jahren. Nachdem Prückner eine Zeit lang auf einem Bauernhof in Niederbayern sowie in München lebte, machte der Schauspieler zuletzt Berlin zu seiner Wahlheimat, wo er mit seiner Lebensgefährtin wohnte. In seiner knapp bemessenen Freizeit reiste der populäre Mime gerne, am liebsten nach Indien und in asiatische Länder, sammelte buddhistische Kunstgegenstände. Sein jüngerer Bruder Gerhard ist als Kirchenrestaurator tätig → radiobremen.de.
Am 26. Oktober 2010 feierte der Charaktermime seinen 70. Geburtstag. "Ohne ihn hätte der deutsche Film anders ausgesehen: Der Schauspieler Tilo Prückner setzt nicht auf die Unterhaltung eines Massenpublikums, sondern überzeugt dieses mit seinem Qualitätsanspruch." schrieb Michael Althen1) in der F.A.Z. in seiner Hommage an den Künstler → www.faz.net.
 
Tilo Prückner starb völlig überraschend am 2. Juli 2020 im Alter von 79 Jahren in Berlin an plötzlichem Herzversagen. Der Schauspieler war geschieden, hinterließ zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelkinder.
Anlässlich des Todes änderte die ARD am 15. Juli 2020 das Programm und strahlte noch einmal die Komödie "Holger sacht nix"1) aus dem Jahr 2011 aus.
 
  

Tilo Prückner am 20. Februar 2018 auf dem Empfang der hessischen Landesregierung
anlässlich der "Berlinale 2018"
Urheber: Martin Kraft; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons

"Kauz, Kleinganove, Bildrandfigur – aber was für eine! Tilo Prückner sorgte dafür, dass das TV-Serien-Universum weniger künstlich war." schrieb spiegel.de in einem Nachruf. Und für Hanns-Georg Rodek1) war er "Fantasievoll, exzentrisch, liebenswert: Der Schauspieler Tilo Prückner verbreitete in mehr als 200 Filmen einen Hauch von Anarchie. (…) In seiner Frühzeit wurde er gern als Kranker oder Behinderter oder Randexistenz besetzt; das schlug später in kauzige Alte, eigensinnige Einzelgänger oder Originale voller Lebenslust um."  → www.welt.de 
"In zwei Wochen sollten die Dreharbeiten für die nächste Staffel der "Rentnercops" beginnen. Darüber muss nun neu nachgedacht werden. Der "Charakterkopf" Tilo Prüückner wird von den ARD-Verantwortlichen schon jetzt sehr vermisst. Programmdirektor Volker Herres1) nannte ihn einen "echten Typen", andere sprachen von einem "Vollblut-Schauspieler". " notiert www.br.de.
Textbausteine des Kurzportraits von prisma.de
Siehe auch Wikipedia, filmportal.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3)  prisma.de, 4) tittelbach.tv,  6) ARD-Hörspieldatenbank, 7) fernsehserien.de
5) Quelle: prisma.de
    
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie Wikipedia (Auswahl) sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, prisma.de, filmportal.de, fernsehserien.de, Die Krimihomepage
deutsches-filmhaus.de, tatort-fundus.de, fernsehenderddr.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia)
 

Tilo Prückner in Hörspielstudio, er spricht den alten Tom in "Ein Leben mehr" nach dem Roman "Il pleuvait des oiseaux" von Jocelyne Saucier; Erstaustrahlung: "Deutschlandradio" 28.05.2017; Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt  von Sandro Most; Copyright Sandro Most

Tilo Prückner in Hörspielstudio, er spricht den alten Tom in
"Ein Leben mehr" nach dem Roman "Il pleuvait des oiseaux" von Jocelyne Saucier
Erstaustrahlung: "Deutschlandradio" 28.05.2017
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sandro Most
© Sandro Most
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