Hans-Michael Rehberg Der Schauspieler und Regisseur Hans-Michael Rehberg wurde am 2. April 1938 als Sohn des Dramatikers Hans Rehberg*) (1901 – 1963) in Fürstenwalde/Spree geboren; gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern wuchs er in Brandenburg, Schlesien, am Starnberger See und in Duisburg auf. Nach dem Abbruch der Schule absolvierte Rehberg seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen. Ein erstes Engagement erhielt er anschließend an den Städtischen Bühnen von Krefeld-Mönchengladbach, weitere Verpflichtungen führten Rehberg im Verlaufe der Jahre an viele bedeutende deutschsprachige Bühnen, unter anderem nach Wien an das Burgtheater sowie an das Theater in der Josefstadt, er brillierte am Kölner Schauspielhaus ebenso wie an verschiedenen Bühnen in Hamburg, Berlin, Zürich, Stuttgart und bei den Salzburger Festspielen; 1963 wurde er 25-jährig Ensemblemitglied des Bayerischen Staatsschauspiels, seit 1995 ist der Schauspieler Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
  
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Agentur Jovanović zur Verfügung gestellt; 
das Copyright liegt bei der Fotografin Hilde Zemann.
*) Link: Wikipedia
Hans-Michael Rehberg beeindruckte sowohl in klassischen als auch modernen Theaterdramen, aber auch in Musicals und Komödien konnte und kann er immer wieder seine schauspielerische Dominanz beweisen. Er arbeitete während seiner Theaterkarriere mit so renommierten und berühmten Regisseuren wie beispielsweise Heinz Hilpert, Peter Zadek, Ingmar Bergmann, Franz-Xaver Kroetz, Dieter Giesing, Luc Bondy, Hans Lietzau, Peter Stein und Claus Peymann zusammen.
Lobende Kritiken erntete er ebenso als Titelfigur in der Uraufführung von Heinar Kipphardts "Bruder Eichmann" wie als "Lopachin" in Tschechows "Der Kirschgarten". "Abgründe sind Rehbergs Metier", charakterisiert die "ZEIT" den Schauspieler, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sieht in ihm einen der "größten deutschen Nervenspieler". Der Münchener "Merkur" würdigte Rehberg anlässlich seines 65. Geburtstages als einen "Schauspieler der Extraklasse", der "zu den ganz großen Menschendarstellern" zählt.
 
 
Foto: Hans-Michael Rehberg als Anwalt Gustav Kanning in dem Theaterstück "Gertrud" des schwedischen Autors Hjalmar Söderberg mit Elisabeth Schwarz in der Titelrolle. Das Foto entstand am 30. April 1980 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg vor der Premiere.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Hans-Michael Rehberg als Gustav Kanning in dem Theaterstück "Gertrud"
Einem breiten Publikum wurde der Schauspieler vor allem ab den 80er Jahren durch zahllose Rollen in anspruchsvollen Fernsehproduktionen bekannt. Rainer Werner Fassbinder besetzte ihn in seiner mehrteiligen Döblin-Verfilmung "Berlin Alexanderplatz" (1980), Xaver Schwarzenberger in "Donauwalzer" (1984) und Alexander Kluge in "Angriff der Gegenwart auf die verlorene Zeit" (1985). In Karin Brandauers Mehrteiler "Marleneken" (1990) war er ebenso zu sehen wie in Carlo Rolas "Das Zweite Leben" (1990) und Heinrich Breloers "Wehner – Die unerzählte Geschichte" (1993), wo er Kurt Schumacher verkörperte.
Neben Auftritten in vielen beliebten Krimi-Reihen wie beispielsweise "Der Kommissar", "Der Alte", "Derrick", "Die Rosenheim-Cops", "Wolffs Revier", Rosa Roth", "Eurocops", "Kommissar Rex", "SOKO Kitzbühel" und natürlich "Tatort" spielte Rehberg unter anderem in Sigi Rothemunds Thriller "Nach uns die Sintflut" (1996), mit Ulrich Mühe und Susanne Lothar stand er für den Mehrteiler "Das Tödliche Auge" (1996) vor der Kamera und in dem Thriller "Das Miststück" (1998) agierte er an der Seite von Iris Berben. Neben Heinz Hoenig und Stefan Kurt erlebte man ihn in "Tödliche Schatten" (1999), im gleichen Jahr als Bauer Josef Reindorfer in Julian Pölslers zweiteiligen Drama "Der Schandfleck" nach Ludwig Anzengrubers Roman. Es folgten Rollen in erfolgreichen TV-Filmen wie "Zärtliche Sterne" (2000), "Deutschlandspiel" (2000), "Die Manns – Ein Jahrhundertroman" (2001), "Eine Liebe in Afrika" (2002), "Gefährliche Nähe und du ahnst nichts"1) (2002), "Die Frau des Architekten" (2003) oder "Im Namen des Herrn" (2003). In den TV-Adaptionen der Kriminalromane um den Landgendarmen Simon Polt von Alfred Komarek sah man ihn in den Folgen "Polt muss weinen"2) (2000), "Blumen für Polt"2) (2001), "Himmel, Polt und Hölle" (2003) und "Polterabend" (2003) als Weinbauer Friedrich Kurzbacher. Seit 2003 mimt Rehberg in den Abenteuern um "Pfarrer Braun"2) alias Ottfried Fischer den gestrengen Bischof Hemmelrath, der ganz und gar nicht mit den kriminalistischen Ambitionen seines unkonventionellen Seelenhirten einverstanden ist.
 
Zu Rehbergs jüngeren Fernsehproduktionen zählen beispielsweise Manuel Siebenmanns "In einem anderen Leben" (2004), der Geschichte um eine verbotene Liebe während des Nazi-Regimes nach einer dramatischen Erzählung von Willy Purucker, sowie Bernd Fischerauers zweiteiliger Heimatfilm "Apollonia" (2005) aus der Reihe "Alpendramen", wo er eindrucksvoll als Knecht Michel zu erleben war, der als einziger die Geheimnisse der Titelheldin (Julia Heinze) kennt. Bernd Fischerauer besetzte ihn auch in der Anfang Februar 2006 ausgestrahlten Biographie des Musikgenies Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Titel "Mozart – Ich hätte München Ehre gemacht" (mit Xaver Hutter als "Mozart"): Hier verkörperte Rehberg überzeugend den Hoftheaterdirektor bzw. Mozarts stärksten Widersacher Josef Anton Graf von Seeau (1713 – 1799) und zeigte mit seinem souveränen Spiel einmal mehr seine darstellerische Vielseitigkeit: Glänzend interpretiert er den morbiden Hofintendanten und vermeintlichen Gönner des Musikgenies, portraitiert ihn als kunstsinnigen, bisexuellen Lüstling. Michael Rehberg spielt ihn als grapschenden Lüstling und Intriganten mit altersfaulen Zähnen. Meistens liegt er mit seinem Diener im Bett, was ihn aber nicht daran hindert, auch jene Aloysia Weber flachzulegen, die dem verehrten Mozart den Kopf verdreht hat. Genau das macht die Sache für einen wie Seeau ja erst interessant: Soll das Genie ruhig ein wenig leiden, das tut der Musik nur gut. So könnte das Sittengemälde einer vollkommen moralfreien Klasse am Vorabend der Französischen Revolution lustig weitergehen. (Zitat: taz vom 1.2.2006)
 
Eine weitere eindrucksvolle Nebenrolle war auch die des skrupellosen Professors Rusterholz, der in dem von Urs Egger nach dem Bestseller von Felix Mettler ("Der Keiler") inszenierten Fernsehfilm "Tod eines Keilers"1) (2006) in einen ungewöhnlichen Mordfall verwickelt wird (siehe auch Filmbeschreibung bei www.dieterwunderlich.de). Zu Rehbergs Arbeiten vor der Fernsehkamera zählen neben den regelmäßigen Auftritten als Bischof Hemmelrath in den "Pfarrer Braun"-Folgen das TV-Drama "Das Zweite Leben" (2007) mit Rosemarie Fendel, Julian Pölslers Literaturverfilmung "Daniel Käfer – Die Schattenuhr"1) (EA: 23.9.2008) nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Komarek und Fabian Eders Alpendrama "Am Seil"1) (EA: 21.12. 2008), wo er als Josef 'Sepp' Langseiler eine Hauptrolle an der Seite von Katharina Stemberger und Heio von Stetten spielte. In dem von Bernd Fischerauer für den Bayerischen Rundfunk in Szene gesetzten Dokumentarspiel "Der Staat ist für die Menschen da"1) (2009) verkörperte Rehberg den Staats- und Verwaltungsrechtler Professor Dr. Hans Nawiasky2) (1880 – 1961) und auch in dem halbdokumentarischen Portrait "Der Mann aus der Pfalz"1), mit dem Regisseur Thomas Schadt anlässlich der Jubiläen zum Mauerfall wichtige Jahre aus dem Leben des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl nachgezeichnete, gab Rehberg eine historische Persönlichkeit. Neben einem glänzenden Stephan Grossmann als jungem Helmut Kohl (Thomas Thieme2) brilliert als älterer Helmut Kohl) agierte er in dem hochkarätig besetzten ZDF-Film am 20. Oktober 2009 (Erstausstrahlung) mit der winzigen, dennoch prägnanten Rolle eines konservativen rheinland-pfälzischen Politikers; Infos zum Film auch bei Wikipedia.
Danach folgten Auftritte in der RTL-Komödie "Mein Flaschengeist und ich"2) (EA: 29.11.2009) sowie in der ARD-Tragikomödie "Live Is Life – Die Spätzünder"2)), wo er den Bewohner eines Altenheimes mimte. Gerade abgedreht hatte er die zweiteilige TV-Produktionen "Kennedys Hirn"1) (EA: 3. April 2010), von Urs Egger nach dem Buch des schwedischen Bestsellerautors Henning Mankell in Szene gesetzt. Neben Iris Berben in der Hauptrolle der Schwedin Louise Cantor war Rehberg als Ingvar Holmquist zu sehen. Eine weitere aktuelle Arbeit ist "Rosannas Tochter"1) nach dem gleichnamigen Bestsellerroman von Amelie Fried. Die Dreharbeiten unter der Regie der vielfach ausgezeichneten Franziska Buch begannen am 20. April 2009 und dauerten bis Ende Mai, zur Ausstrahlung gelangte das TV-Drama am 10. November 2010; in den Hauptrollen agierten Veronica Ferres und Fritz Karl, Rehberg spielt den Großvater der jungen Aimée (Mathilde Bundschuh). In Bernd Fischerauers aufwendig, basierend auf Originaldokumenten inszenierten zweiteiligen BR-Dokumentarspiel "Gewaltfrieden"1) verkörperte Rehberg den Walther Freiherr von Lüttwitz2) (1859 – 1942). "Die Verfilmung mit Starbesetzung spannt einen Bogen vom Waffenstillstandsabkommen und dem Kieler Matrosenaufstand im November 1918 über die Ermordung der Marxisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 bis hin zur Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags im Juni desselben Jahres." notiert prisma-online.de. Die Erstausstrahlung erfolgte am 19.02. bzw. 21.02.2010 bei BR-alpha; mehr bei www.br-online.de. Abgeschlossen ist auch das fortsetzende Dokumentarspiel mit dem Titel "Die Konterrevolution-Der Kapp-Lüttwitz-Putsch"1), welches die unruhige Zeit zwischen Januar 1920 und August 1921 schildert; auch hier stellte Rehberg wieder den Freiherr von Lüttwitz dar (EA: 20.05.2011 im Programm BR-alpha; Informationen auch hierzu bei www.br-online.de.
In der ORF/MDR-Komödie "Der Wettbewerb" zeigte sich Rehberg als Hermann Fischbach, pensionierter General bzw. Vater der ungleichen Brüder Hubert (Harald Krassnitzer) und Viktor (Cornelius Obonya). Die ORF-Premiere fand am 28.12.2011 statt, ein Ausstrahlungstermin in der ARD steht noch nicht fest → programm.orf.at. Eine weitere Arbeit für das Fernsehen ist die Tragikomödie "Zurück ins Leben" (Regie: Nikolaus Leytner) mit Christiane Hörbiger und Michael Mendl in den Hauptrollen. In der emotionalen Geschichte verkörpern sie zwei Bewohner einer Seniorenresidenz. Maria Niemann (Christiane Hörbiger ist eine recht aktive ältere Dame, die zum Ärger der Heimleitung schon mal für Turbulenzen sorgt, Mitbewohner Jakob (Michael Mendl) dagegen ein mehr in sich gekehrter Typ, der in Erinnerungen an seine ostpreußische Heimat und den Jugendfreund Paul (Hans-Michael Rehberg) schwelgt. Gemeinsam begibt sich das ungleiche Paar auf eine Reise in die Vergangenheit bzw. bricht nach Danzig auf, um den verschollenen Freund Paul zu suchen → www.presseportal.de; auch hier steht eine Ausstrahlungstermin noch nicht fest.

Auf der Kinoleinwand war Rehberg sowohl in deutschen als auch internationalen Produktionen präsent; hierzu zählen Filme wie Tankred Dorsts "Eisenhans" (1983), Margarethe von Trottas "Rosa Luxemburg" (1986) oder Klaus Maria Brandauers "Georg Elser – Einer aus Deutschland" (1989). Steven Spielberg gab ihm die Rolle des Treblinka-Kommandanten Rudolph Höß2) in seinem Oscar-gekrönten und hochkarätig besetzten Film "Schindler's Liste"2) (1993), in dem Thriller "Der Totmacher"2) (1995) agierte er als Kommissar Raetz an der Seite von Götz George und unter der Regie von Sönke Wortmann stand er für die Komödie "Der Campus" (1998) neben Heiner Lauterbach vor der Kamera. In jüngerer Zeit sah man Rehberg in Michael Herbigs Comedy "(T)Raumschiff Surprise – Periode 1"2) (2004) als Mars-Regulator Rogul auf der Leinwand. In Oskar Roehlers grotesk-amüsanten Lovestory "Lulu und Jimi"1) tauchte er als Psychiater von Oppeln auf, der die Liebe der beiden Protagonisten (Jennifer Decker/Ray Fearon) unterbinden soll; Kinostart war der 22. Januar 2009. Eine weitere Rolle hatte er als Verleger Christopher Kimbel in Sebastian Niemanns Agentenparodie "Mord ist mein Geschäft, Liebling"2), einer actiongeladenen Screwball-Komödie mit Dean-Martin Flair, übernommen, in dem auch Altstar Bud Spencer neben Hauptdarsteller Rick Kavanian (als Profikiller Toni Ricardelli) mit von der Partie war; der Streifen feierte am 26. Februar 2009 seine Kinopremiere. 
Am 14. Oktober 2010 kam mit "Goethe!"2) ein romantisches Drama von Regisseur Philipp Stölzl über den jungen Dichter Johann Wolfgang von Goethe in die Kinos, in dem Rehberg, neben Alexander Fehling als dem Dichterfürsten und Moritz Bleibtreu als Goethes Nebenbuhler Gerichtsrat Kestner, den Gerichtspräsidenten Kammermeier spielte. 2010 stand er für Damir Lukacevics Science-Fiction-Film "Transfer" (2010) vor der Kinokamera; das Drehbuch des in der Produktion befindlichen Films basiert auf einer Geschichte der spanischen Autorin Elia Barceló. In "Transfer" geht es um den Traum vom ewigen Leben, um Identitätstausch und Identitätsverlust ebenso wie um die Schere zwischen reich und arm, weiß und schwarz, eine moderne Doktor-Faust-Geschichte des 21. Jahrhunderts. In den Hauptrollen: Mehmet Kurtulus, Jeanette Hain, Ingrid Andree, Hans-Michael Rehberg und die amerikanischen Darsteller Regine Nehy und B. J. Britt.3)
Abgeschlossen sind die Dreharbeiten zu Julian Pölslers Drama "Die Wand", basierend auf dem gleichnamigen Bestsellerroman2) von Marlen Haushofer2) (1920 – 1970). Rehberg spielt an der Seite der Hauptdarstellerin Martina Gedeck, zu Besetzung gehören außerdem Karl Heinz Hackl, Ulrike Beimpold und Julia Gschnitzer; als Kinostart wird 2012 genannt.
Hans-Michael Rehberg; Copyright Christian Schulz Für seine herausragenden schauspielerischen Leistungen wurde Hans-Michael Rehberg mehrfach ausgezeichnet; bereits 1968 war er zum "Bayerischen Staatsschauspieler" ernannt worden, 1994 verlieh man ihm die "Kainz-Medaille"2) für die Darstellung des Mendel Krik in Isaak Babels "Sonnenuntergang" am Akademietheater Wien. 1999 wurde er mit dem "Gertrud-Eysoldt-Ring"2) geehrt – eine der höchsten Auszeichnungen für Theaterschauspieler – für seine Darstellung des Christian Maske in Carl Sternheims "1913" in der Regie von Günter Krämer an den Städtischen Bühnen in Köln, der Interpretation des Großvaters in Anton Hamigs "Der verkaufte Großvater" in der Regie von Franz Xaver Kroetz am "Volkstheater" in München sowie des alten Generals in Isaak Babels "Marija" in der Regie von Dieter Giesing am Schauspielhaus in Zürich. 2000 erhielt Rehberg einen Sonderpreis im Rahmen des "Bayerischen Fernsehpreises"2) für seine beeindruckende Darstellung des Reindorfer-Bauern in "Der Schandfleck"; im gleichen Jahr wurde ihm für seine Hauptrolle in "Der Verkaufte Großvater" der "Merkur Theaterpreis"2) verliehen.
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Agentur Jovanović bzw. dem Fotografen Christian Schulz
zur Verfügung gestellt; © Christian Schulz (cs-christianschulz.de)
Am 2. April 2008 feierte der große Mime seinen 70. Geburtstag, anlässlich dieses Ehrentages schrieb "Der Tagesspiegel" unter anderem: "Hans-Michael Rehberg gehört wie Rolf Boysen, Thomas Holtzmann, Gert Voss, Hilmar Thate, Jürgen Holtz, Sepp Bierbichler oder Thomas Thieme zu den wenigen Spielern, die noch das älteste, fast schon ausgestorbene Fach des Tragöden verkörpern. Das schließt die Komödie nicht aus. Doch es gibt eine Ahnung von jener Verbindung von Tragik und Pathos, die nicht in fahler Pathetik oder melodramatischem Kitsch zerrinnt." Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.)" titelte anlässlich des runden Geburtstages "Die seelenfegefeuerumlohte Hölle ist seine Sphäre" und würdigte die Kunst Rehbergs weiter "Wenn der Sohn des Historiendramatikers Hans Rehberg ("Der große Kurfürst", "Wölfe", "Cecil Rhodes") auf der Bühne steht, dann wirkt er immer wie aus aller Geschichte gefallen. Hans-Michael Rehberg ist das größte Einmanntheater in deutschen Landen. Ein hinreißender Solist, der sozusagen auf eigene Gefahr spielt: immer wie unter rasendem Druck; die irrwitzigsten und wahnsinnigsten Bilder, die ihm hinterm düsteren Augenlicht in Blitzeszuckungen kochend zu dämmern scheinen, kaum bändigend. Auf der Kippe mühsam beherrschter Explosion. Alle Nerven schmerzhaft miteinander verspannt. Ein Gewaltherrscher, der am gewaltigsten über sich selber gebietet."
 
Dass Rehberg zu den ganz Großen der deutschsprachigen Theaterszene zählt, beweist er immer wieder mit seinem eindringlichen Spiel in ambitionierten Bühnenrollen. Am 16. Januar 2010 fand die Wiener Premiere von "Todesvariationen", einem Drama des norwegischen Dichters Jon Fosse, im Akademietheater des Burgtheaters statt. In der bereits vor einigen Jahren in Bochum und Zürich als eindringliches Kammerspiel aufgeführten Inszenierung von Matthias Hartmann brillierte Hans-Michael Rehberg erneut als der "ältere Mann" an der Seite von Barbara Nüsse, welche nicht weniger grandios die "die ältere Frau" interpretierte. "Die Inszenierung, die ihre Premiere vor fünf Jahren während Hartmanns Direktion in Bochum hatte und die er als Direktor nach Zürich und jetzt nach Wien mitbrachte, ist eine reife Leistung. Sechs hervorragende Schauspieler agieren traumwandlerisch sicher" notiert unter anderem diepresse.com; mehr bei www.burgtheater.at.
 
Hans-Michael Rehberg war eine Zeit lang mit Schauspielerkollegin Barbara Sukowa2) verheiratet; aus der Verbindung stammt ein Sohn.
 
Link: 1)  www.prisma-online.de, 2) Wikipedia
Quelle: 3) Wikipedia (Artikel zu "Goethe!")
Stand: Januar 2012
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de
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