Die am 2. Dezember 1950 in Berlin-Frohnau geborene Ursela Monn, Tochter eines Schweizers und einer Irin, besuchte die französische Schule in Berlin-Frohnau, daneben erhielt ab ihrem elften Lebensjahr Ballettunterricht. Das Max-Reinhardt-Seminar in Wien besuchte sie für eineinhalb Jahre. In dem Musical "Anatevka" spielte sie ihre erste Bühnenrolle. Dort fiel sie Boy Gobert auf, der sie noch vor Abschluss ihrer Schauspielausbildung 1970 an das "Thalia Theater" in Hamburg holte, wo sie bis 1976 zum Ensemble gehörte.
Der Durchbruch als anerkannte Schauspielerin gelang Ursela Monn 1978 mit der Rolle der Rieke in der 13-teiligen ZDF-Verfilmung "Ein Mann will nach oben"1) nach dem Roman von Hans Fallada. Danach folgten zahlreiche Auftritte in Fernsehserien und Filmen. Ab 1998 spielte sie hauptsächlich Theater in Berlin, vor allem im "Renaissance-Theater", sowie in München, Düsseldorf, im "Theater an der Wien" und im "Theater am Neumarkt" (Zürich).
Ursela Monn anlässlich der Verleihung der "Goldenen Kamera" am 30.01.2010; Copyright Bodo Petermann In zahlreichen populären TV-Serien und Reihen wie "Berliner Weiße mit Schuß", "Vater braucht eine Frau", "Unser Lehrer Dr. Specht", "Der Landarzt", "Dr. Stefan Frank" oder "Klinik unter Palmen" war Ursela Monn in den letzten Jahrzehnten auf dem Bildschirm präsent und spielte sich mit ihrer herzerfrischenden natürlichen Art in die Herzen der Zuschauer. 
 

Ursela Monn anlässlich der Verleihung der "Goldenen Kamera" am 30.01.2010 in Berlin;
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Aber auch Krimi-Serien wie "Derrick", "Siska", "Der Alte" oder "Tatort" zählen zu ihrer TV-Filmografie. Seit 17. Oktober 2006 ist sie als Charlotte Baumgart, Mutter der Protagonistin, in der ARD-Fernsehserie "Tierärztin Dr. Mertens"2) zu sehen; bisher wurden drei Staffeln produziert, im Sommer 2010 begannen die Dreharbeiten für eine vierte Staffel. Eine weitere durchgehende Rolle, die der Krankenschwester Bärbel Haase, hat Ursela Monn seit Juni 2008 in der deutsch-österreichischen, bei RTL ausgestrahlten preisgekrönten Arztserie "Doctor's Diary"2); inzwischen wurde seit 5. Januar 2011 die dritte Staffel gesendet.
Unter der Regie von Gabi Kubach überzeugte sie jüngst als tüchtige Ehefrau und Mutter in der melodramatischen Beziehungsgeschichte "Tango im Schnee"3) (EA: 02.12.2009): Nach Jahrzehnten trifft Ella, die inzwischen mit dem biederen Bürgermeister bzw. Kommunalpolitiker Manfred Talbach (Wolfgang Winkler) verheiratet ist, auf ihre erste große Liebe, den Wiener Musiker Franz Zeller (Peter Bongartz) und muss sich entscheiden – zwischen Familie und einem eventuell späten Glück an der Seite ihres ehemaligen Geliebten; mehr bei www.ziegler-film.com.
Ein Wiedersehen mit der sympathischen Schauspielerin gab es am 23. Januar 2011 in der Rosamunde Pilcher-Romanze "Sonntagskinder"3), neben Denise Zich und Patrik Fichte mimte sie die Hotelbesitzerin Beatrice East. Sehr sympathisch kam Ursela Monn auch als Frau Lödquist, Pensionswirtin von Anja Paerson (Denise Zich), in der Inga Lindström-Geschichte "Sommer der Erinnerung"3) (EA: 08.01.2012) rüber, die sich mit Ehemann Alexander (Jürgen Heinrich) wegen des schrulligen und wenig erfolgreichen Kunstmalers Arnulf Svensson (Volker Lechtenbrink) humorvolle Wortgefechte liefert. Abgedreht ist die von Matthias Steurer für SAT.1 inszenierte Komödie "For ever Old", in der Ursela Monn als Mutter der Hauptdarstellerin Yvonne Catterfeld zu sehen sein wird; ein Sendetermin steht noch nicht fest.
 
Die Künstlerin veröffentlichte auch Langspielplatten, zum Beispiel "Riekes Jesänge", auf der sie Berliner Chansons sang. Darüber hinaus ist sie als Sprecherin in Audio-Produktionen zu hören, beispielsweise als Klavi-Klack in der Hörspielserie "Kleine Hexe Klavi-Klack" (1978 – 1984) oder in den Kinderabenteuern "TKKG" und "Die drei ???".
Weniger bekannt sein dürfte, dass Ursela Monn sich inzwischen auch mit Inszenierungen einen Namen gemacht hat, so führte sie 2008 Regie bei der musikalischen Künstlerbiografie "Piaf – der Spatz von Paris" von der britischen Autorin Pam Gems. Die auf dem "Theaterschiff Bremen" bzw. "Theaterschiff Lübeck" stets ausverkauften Aufführungen wurde auch Ende 2010 erfolgreich gezeigt. Am 24. September 2010 fand in der "Alten Molkerei" in Worpswede die Premiere von "Loriots dramatische Werke" statt, bei der Ursela Monn die künstlerische Leitung bzw. die Programmgestaltung übernommen hatte.
Ursela Monn anlässlich der Premiere des TV-Films "Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen" am 24.09.2008; Copyright Bodo Petermann, BP PHOTO Nicht zuletzt auch wegen ihres Einsatzes in der Hospiz-Bewegung erhielt sie den Verdienstorden des Landes Berlin (1997) sowie das Bundesverdienstkreuz (2001). Am 20. Januar 2006 wurde sie zur Botschafterin der "Stiftung Pflege" ernannt. An weiteren Auszeichnungen sind zu nennen die "Goldene Kamera" (1978) sowie der "Kunstpreis Berlin" für ihre Darstellung in "Ein Mann will nach oben", 1979 konnte sie überdies einen "Bambi in Gold" entgegennehmen. 1985 wurden ihr der "Ernst-Lubitsch-Preis" und der Bundesfilmpreis ("Filmband in Gold") für ihre Hauptrolle der Ulla Haferkorn in dem Kinofilm "Einmal Ku'damm und zurück"1) überreicht. Den Preis "Goldener Vorhang" verlieh ihr der Berliner Theaterclub 2005 für ihre Rolle in "Acht Frauen", einem Stück von Robert Thomas.
 
 

Ursela Monn anlässlich der Premiere des TV-Films "Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen" am 24.09.2008
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Die schweizerischer Staatsbürgerin Ursela Monn war in zweiter Ehe mit dem 1950 in Großbritannien geborenen Regisseur Ralph Bridle verheiratet; ihr jetziger Ehemann ist der TV-Produzent Michael Wintzer. Die Künstlerin hat einen Sohn namens Marc (geb. 1981) und lebt in Berlin.
  
Link: 1)  Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz, 2) Wikipedia, 3) prisma-online.de Stand Januar 2012
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand Oktober 2009)
Ursela Monn bei ihrer Agentur: www.agenturwendel.de
Siehe auch www.mdr.de; Filmografie bei der www.imdb.de
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