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In jüngerer Zeit sah man den beliebten Schauspieler, der 1999 für seine schauspielerischen Leistungen einen "Bambi" erhielt, als Raimund Rosner in "Fast ein Gentleman" (2000), einem Episodenfilm, in dem von Thun zu seiner Hochform auflaufen konnte und die unterschiedlichsten Charaktere verkörperte. Er war 2001 neben Peter Weck der Heinz Wucher in der ORF-Komödie "Herzensfeinde" sowie ein Jahr später der Prof. Julius Stern in der Komödie "Unser Papa das Genie", mit Simone Thomalla und Ruth Maria Kubitschek. 2003 spielte er neben Hannelore Elsner den Carl in "Eine Liebe in Afrika" und war der General Erich von Ludendorff in dem aufsehenerregenden und umstrittenen amerikanischen TV-Film "Hitler: The Rise of Evil"1), in dem Robert Carlyle als Hitler und Peter O’Tooles als Paul von Hindenburg zu sehen sind. Eine schöne Rolle in gewohnter "von Thun-Manier" war Anfang Mai 2005 dann die Rolle des Archäologen Ludwig Gehlen in der turbulenten Beziehungskomödie "Sommer mit Hausfreund"3), dem seine Ausgrabungen und Forschungen seit Jahren wichtiger sind als seine Ehefrau Elisa alias Thekla Carola Wied. Als er wegen eines beruflichen Angebots den Sommerurlaub anlässlich der bevorstehenden Silberhochzeit platzen lässt, spielt seine Ehefrau nicht mehr mit, denkt über den Sinn der Beziehung nach und stürzt sich in eine Liebesaffäre mit seinem Kollegen; daraufhin tröstet sich Ludwig mit der attraktiven Lydia (Andrea L'Arronge) Wenige Monate später schlüpfte von Thun in Jan Ruzickas heiter-romantischer Komödie "Liebe wie am ersten Tag" (2005) erneut in die Rolle eines vielbeschäftigten Ehemannes, der seine Frau Theresa (Saskia Vester) bzw. deren unermüdlichen Einsatz für die Familie nur noch am Rande wahrnimmt. Als diese spontan dem grauen Alltag entflieht, sich an ihrem Urlaubsort auf Usedom (fast) in den charmanten Bootsbauer Sebastian Schneider (Peter Sattmann) verliebt und auch sonst ziemlich viel ungewohnte Aufmerksam erfährt, setzt Gatte Richard Jessen alles daran, das Herz seiner Frau erneut zu erobern, was ihm letztlich auch überzeugend gelingt. Eine eher nachdenkliche Rolle verkörperte der Schauspieler Ende Januar 2006 als Vater von Jan Josef Liefers in dem ZDF-Fernsehfilm "Die Entscheidung", einem Ethik-Psychodrama von Nikolaus Leytner, welches die Machenschaften des weltweiten Organhandels anprangert. Hier überzeugte von Thun als Großvater des todkranken Jonas, der seinem Enkel mittels Geld und Beziehungen zu einem Spenderherz verhelfen will, wohl wissend, dass dafür ein anderes Kind getötet werden soll. Wenig später tauchte er als zerstreuter Universitätsprofessor Charles Bernbeck auf dem Bildschirm auf, der in dem von Urs Egger nach dem Bestseller von Felix Mettler ("Der Keiler") inszenierten Fernsehfilm "Tod eines Keilers"3) in einen ungewöhnlichen Mordfall verwickelt wird (siehe auch Filmbeschreibung bei www.dieterwunderlich.de). Nach der Paraderolle des Zuckerbäckers Alberto Puccini und Partner von Gila von Weitershausen in Xaver Schwarzenbergers vergnüglichen Geschichte "Mein süßes Geheimnis"3) (2006) sowie einer Vaterrolle in Michael Kreihsls Komödie "Heute heiratet mein Mann"3) (2006), gab von Thun in dem Zweiteiler "Helen, Fred und Ted"3) zur Abwechslung dann mal einen renommierten Psychotherapeuten, der eigentlich mit seiner Lebensgefährtin den Ruhestand genießen will. Prof. Dr. Frederick Czerny, genannt Fred, hat als Nachfolger für seine Praxis Theodor Fröhlich, genannt Ted (Christian Berkel) gefunden, als Dritte im Bunde taucht Dr. Helen Cordes (Andrea Sawatzki) auf, die zu Anfang noch als Ärztin in einer psychiatrischen Klinik arbeitet. Inszeniert von Sherry Hormann erzählt der Zweiteiler augenzwinkernd und mit ungewöhnlicher Kameraführung vom ganz normalen Wahnsinn des Alltags, dem Allzumenschlichen, von Patienten und ihren Neurosen, von Ärzten, ihren versteckten Träumen und ihren Ängsten, wobei von Thun alias "Fred" eher der ruhende Pol in dem manchmal chaotischen Trio ist, welches noch durch Sprechstundenhilfe Traudel Nietsche (Gisela Schneeberger) ergänzt wird. Für seine herausragende darstellerische Leistung erhielt der Schauspieler am 25. Mai 2007 aus der Hand des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber im Münchener Prinzregententheater den Bayerischen Fernsehpreis "Der Blaue Panther". Eher kurz war von Thuns Auftritt in dem unterhaltsamem Krimi "Das Mörderspiel" (Erstausstrahlung 4.1.2007) aus der Reihe "Agathe kann's nicht lassen" mit der eigenwilligen und gewieften Hobbydetektivin Agathe Heiland alias Ruth Drexel. Hier mimte er den an den Rollstuhl gefesselten Gutsherrn Hohenfels, der (scheinbar) einem Mord zum Opfer fällt. Glänzend war Mitte April 2007 seine schwierige Rolle des Arztes Dr. Hinrich Fehse an der Seite von Anneke Kim Sarnau als engagierter Filmtochter und Ärztin Jenny sowie Eleonore Weisgerber als stiller, undurchsichtiger Arzthelferin Frau Spengler in Martin Eiglers eindringlichem Fernsehspiel "Der falsche Tod"3), welches sich sensibel mit dem heiklen Thema der aktiven Sterbehilfe befasst. Eine kleinere, dennoch prägnante Rolle hatte von Thun in Xaver Schwarzenbergers bitterbösen Komödie "Muttis Liebling"3), die Ende Juli 2007 in der ARD ausgestrahlt wurde. Hier mimte er den Ehemann der dominanten Mutter Maria (Monica Bleibtreu), die in ihrem Modelleisenbahn-spielenden erwachsenen Sohn Wolferl (Gregor Bloéb) ihren ganzen Lebensinhalt sieht, ihn bevormundet, bekocht und vor den vermeintlichen Unbilden des Lebens (inklusive Frauen) beschützten will. Ehemann Josef hat sich schon seit Jahren innerlich von dieser Ehe verabschiedet und Zuflucht bei einer Geliebten gesucht. Als intriganter Bauunternehmer Nick Winter versprühte von Thun seinen Charme in der der Mitte Dezember 2007 ausgestrahlten turbulenten Familienkomödie "Eine stürmische Bescherung"3), der dritten Geschichte um das Restaurant "Vier Meerjungfrauen" mit der patenten Besitzerin Maren Torkelsen alias Hannelore Hoger, deren Mann Friedrich (Jürgen Schornagel) und Marens drei erwachsenen Töchtern, allen voran Muriel (Nina Hoger) sowie deren Schwestern May Brit (Susanne Schäfer) und Merle (Lavinia Wilson). Gerade auf dem Grundstück der Torkelsens möchte Winter ein ehrgeiziges Bauprojekt verwirklichen, hat jedoch nicht mit dem zähen Widerstand seiner Kontrahentinnen gerechnet und muss trotz aller Finesse schließlich klein bei geben. In der Folge "Näher als du denkst"3) aus der Krimireihe "Der Kommissar und das Meer" mimte er wenig später den Vater des Protagonisten Kommissar Robert Anders alias Walter Sittler, Ende Oktober 2007 begannen die Dreharbeiten zu der neuen ZDF-Krimireihe mit dem Titel "Dell & Richthoven", in der von Thun selbst als Ermittler auftrat. Neben Christoph M. Ohrt als wohlhabendem Lebemann Bruno Dell gab er den jovialen, pensionierten Oberstaatsanwalt Sebastian Richthoven, in vorerst vier Folgen à 45 Minuten kommt das ungleiche Duo Trickbetrügern auf die Spur und machte diese dingfest; die Reihe startete am 13. November 2008. Dass der Schauspieler nicht nur in unterhaltsamen Komödien zu überzeugen weiß, bewies er Ende April 2008 in dem von Matti Geschonneck inszenierten eindringlichen TV-Drama "Zeit zu leben"3). Das kontrovers diskutierte Stück thematisiert die Sterbehilfe, von Thun spielt den an Krebs erkrankten Rolf Waldheim, der gemeinsam mit seiner unter Depressionen leidenden Frau Lena (Nicole Heesters) mittels des Sterbehelfers Doktor Laufen (Dietz-Werner Steck) in Holland aus dem Leben scheiden möchte. Der Entschluss löst bei den Kindern des Paares (u.a. glänzend Maja Maranow) Entsetzen aus, das Drama nimmt eine überraschende Wendung, als Lena das tödliche Gift wie geplant zu sich nimmt und stirbt, Rolf jedoch gerettet wird, da er kurz zuvor ein Mittel zum Erbrechen geschluckt hatte Zwei Wochen später zeigte sich von Thun erneut an der Seite von Nicole Heesters, diesmal spielte er in Xaver Schwarzenbergers Beziehungsdrama "Copacabana"3) allerdings nicht die Hauptrolle sondern musste Bruno Ganz als Film-Ehemann den Vortritt lassen. Seinen ganzen Charme konnte der sympathische Schauspieler erneut in der auf die Protagonistin Christiane Hörbiger zugeschnittenen Tragikomödie "Annas zweite Chance"3) versprühen, mit der die ARD am 2. Januar 2009 die Zuschauer vor den Fernseher lockte. Christiane Hörbiger als ehemals gefeierte, elegante Kunstmäzenin der Hamburger High Society, die nach dem kriminellen Bankrott ihres Mannes ganz von vorne anfangen muss und sich als als Besitzerin eines Gemüsestandes am Wiener Naschmarkt eine neune Existenz aufbaut sowie Friedrich von Thun als verkrachter Kammersänger, der sich recht schlitzohrig durchs Leben schlägt und Anna einige überlebenswichtige Tricks beibringt, garantierten für 90 Minuten kurzweilige Unterhaltung. Frank Rauscher (teleschau der mediendienst) schrieb unter anderem: Was sich ein bisschen anhört wie aus einem Märchen für die Ü-60-Generation, ist die Geschichte von "Annas zweite Chance", einem zwar etwas übertriebenen, aber in seiner Grundaussage doch realitätsnahen Komödchen über die Offerten, die das Leben im Alter zu bieten hat. In den Hauptrollen überzeugen Christiane Hörbiger und Friedrich von Thun als spätes Liebespaar, das vor der romantischen Kulisse des Wiener Naschmarktes zueinanderfindet. Wenige Tage später präsentierte sich von Thun in dem sehenswerten, dreiteiligen Nachkriegsdrama "Die Rebellin"3), der Geschichte des außergewöhnlichen Lebensweges einer jungen, Technik-begeisterten Frau (Alexandra Neldel) im Deutschland der Fünfzigerjahre (EA: 5./7./11.01.2009; siehe auch Wikipedia). Diesmal verlieh er dem Fabrikanten und Radiopionier Wilhelm Sattler Kontur, spielte diesen gefühlsarmen und standesbewussten Familienpatriarchen, dessen Unternehmen mit der Nazi-Vergangenheit belastet ist, mit der notwendigen Arroganz. Eine ambivalente Vaterfigur spielte Friedrich von Thun in dem packenden Zweiteiler "Entführt"3), welcher am 2./4. März 2009 im ZDF gezeigt wurde. Er verkörpert den reichen Großindustriellen Albert Targensee, dessen Tochter Liane (Nina Kunzendorf) um das Leben ihres Mannes (Mark Waschke) und ihrer Tochter (Charleen Deetz) bangen muss, die von eiskalten Gangstern entführt wurden. Mit dem hochkarätig besetzten Thriller "Entführt" erzählt Regisseur Matti Geschonneck nicht nur ein Kidnapper-Drama, sondern auch die Geschichte einer zutiefst zerrütteten Familie. Als ermittelnder Kommissar Thomas Danner agiert Heino Ferch, weitere prägnante Rollen spielen unter anderem Andrea Sawatzki, Hanns Zischler, Matthias Brandt und Suzanne von Borsody (siehe auch www.dieterwunderlich.de). Kraftvoll war seine Darstellung des Schraubenfabrikanten und Familienpatriarchen Karl Maillinger in dem am 25. Mai 2009 in dem ZDF-Familiendrama mit durchaus komödiantischen Zügen "Das Beste kommt erst"1). Premiere hatte Rainer Kaufmanns Regiearbeit bereits 2008 beim Filmfest München gefeiert, auch nach der TV-Ausstrahlung erntete der Film durchweg gute Kritiken. Für André Mielke von "DIE WELT" ist Kathrin Richter, Jürgen Schlagenhof (Buch) und Rainer Kaufmann (Regie) ein sympathischer Film gelungen, der seine Charaktere mit milder Ironie behandelt und diesen feinen, lebensklugen Tonfall bis zur letzten Einstellung durchhält. Der unaufdringliche Stil wird unterstützt durch eine vorzüglich ins Bild gesetzt oberbayrische Herbstlandschaft, eine Idylle fernab jeder blau-weißen Herrlichkeit. Aus einem guten Darsteller-Ensemble sticht neben Patriarchen-Routinier Friedrich von Thun eine Sophie von Kessel heraus, die die tragische Vaterfixierung ihrer Figur auf glaubhafte Art vermittelt. Ihre Anna ist keine Karrieristin, sondern ein Bienchen. Verzweifelt summt und sammelt und wuselt sie, nur um ihrem Vater zu gefallen. Doch, ach, der alte Mailinger mag zwar glauben, dass das Beste erst noch komme. Aber der Beste ist in seinen Augen schon und noch lange da: er selbst. (siehe www.welt.de) In Hermine Huntgeburths ergreifendem TV-Drama "Das Glück ist eine ernste Sache" (auch "Koras Hochzeit") gehört von Thun neben Eva Löbau, Devid Striesow, Christine Schorn und Friedrich zu den Hauptdarstellern; die NDR-Produktion wurde erstmals am 29. September 2009 beim "Filmfest Hamburg" gezeigt. Eine aktuelle Arbeit war Xaver Schwarzenbergers Neuverfilmung von "Sisi"1), mit der Romy Schneider als Kaiserin von Österreich Filmgeschichte geschrieben hat. In dem international besetzten Zweiteiler, eine Koproduktion von ORF, ZDF und RAI, verkörpert von Thun den Feldmarschall Graf Radetzky, für die Titelrolle konnte die Italienerin Cristiana Capotondi verpflichtet werden. In weiteren Rollen waren Martina Gedeck als Erzherzogin Sophie, Herbert Knaup als Max Herzog in Bayern und David Rott als Kaiser Franz-Josef zu sehen, Fritz Karl gab den ungarischen Grafen Gyula Andrássy; die Zuschauer konnten das opulent ausgestattete Remake am 17. bzw. 20. Dezember 2009 im ZDF erleben. Als zutiefst erschütterter Ehemann und Vater beeindruckte er in dem Krimi "Das große Fressen"3) (EA: 24.10.2009) aus der Reihe "Ein starkes Team", dessen Ehefrau Anna (Peggy Lukac) bei einem Raubüberfall in dem von dem Paar geführten Juwelierladen erschossen wird. Bald geraten der Juwelier Walter Machnow und seine erwachsenen Kinder in das Visier der Berliner Ermittler (Maja Maranow/Florian Martens), die scheinbar glänzende Fassade einer heilen Familie beginnt zu bröckeln Die mit szenischen Darstellungen durchsetzte Dokumentation "Aghet Ein Völkermord"1), mit der Regisseur Eric Friedler den Völkermord an den Armeniern aufzeigt, entstand 2009 nach mehrjährigen umfangreichen Recherchen und erhielt 2010 den "Deutschen Fernsehpreis" in der Kategorie "Beste Dokumentation". Neben anderen renommierten Schauspielern verkörperte Friedrich von Thun den zwischen 1913 und 1916 amtierenden US-amerikanischen Botschafter in Konstantinopel Henry Morgenthau1) (1856 1946). Kurzweilige Unterhaltung bot am 18. Dezember 2010 die Pilcher-Geschichte "Lords lügen nicht", in der von Thun den findigen Lord Philipp Woxter darstellte, der seine Geldprobleme durch die Heirat mit einer reichen Frau gemäß dem Familienmotto "nil desperandum" "niemals aufgeben" lösen möchte. Dass der verarmte Lord ebenso wie sein Sohn Russell (Jan Hartmann) am Ende doch noch die wahre Liebe findet bzw. die Geschichte ein Happy End hat, ist bei den Pilcher-Storys mehr als vorhersehbar. Eine weitere fertiggestellte Arbeit für das Fernsehen war der Krimi "Klarer Fall für Bär"3) (EA: 06.01.2011) mit Hans Sigl in der Hauptrolle des Münchner Rechtsanwaltes Richard Bär, der in seiner bayerischen Heimat in einen auch emotional komplizierten Mordfall als Verteidiger verwickelt wird. Friedrich von Thun verkörpert den mächtigen Josef Bernhuber, Chef der "Bernhuber-Brauerei" und Vater des Mordopfers; siehe auch www.zdf.de. Freuen durfte man sich am 11. März 2011 auf einen vergnüglichen Fernsehabend mit Friedrich von Thun an der Seite von zwei starken Frauen: Heidelinde Weis und Christiane Hörbiger als die Schulfreundinnen Hermine und Edith, die in "Das Glück ist ein Kaktus"4) trotz fortgeschrittenen Alters mit der Eröffnung eines Restaurants auf Mallorca einen ungewöhnlichen Neubeginn wagen wollen. Friedrich von Thun war als der "Aussteiger" Joachim zu sehen sein, in den sich Edith (Christiane Hörbiger) verliebt. In der Beziehungskomödie "Adel Dich"4) (EA: 20.04.2011) zeigte sich der Schauspieler neben den Protagonisten Elmar Wepper und Gisela Schneebergerals als Graf Lorenz von Felsen-Hepp. Der Film ist eine schwarzhumorige Liebeskomödie, die mit Augenzwinkern in die bayrische Adelswelt eintaucht, über eine späte Suche nach der wahren Identität und den immer wieder überraschenden Wendungen des Lebens. (Quelle: www.br-online.de; siehe auch kundendienst.orf.at). Wenig später wurde am 26. April 2011 in der ARD das von Florian Baxmeyer inszenierte bewegende Drama "Wie ein Licht in der Nacht"3) mit Christiane Hörbiger als erfolgsgewöhnter Immobilienmaklerin Carla gesendet, wo von Thun den mittlerweile geschiedenen Ehemann der Protagonistin Carla spielte. Vorgestellt wurde der Film erstmals anlässlich des Hamburger Filmfestes 2010 (30.09. 09.10.2010); mehr bei www.presseportal.de. Als charmant-dubioser, erfolgsverwöhnter Rüdiger Siebert, Chef der traditionsreichen, aber angeschlagenen fiktiven Oberhausener "Salerno AG", zeigte sich von Tun in dem komplexen, kritischen ZDF-Wirtschaftskrimi "Ein mörderisches Geschäft"3) (EA: 12.09.2011). Der Schauspieler gestaltete einen Mann, der ein Unternehmen in alter Tradition führt, "Macht und Machtlosigkeit verbinden sich in seiner Figur. Auf der einen Seite ist er ein knallharter Rechner, auf der anderen Seite unterliegt er seinen eigenen Eitelkeiten und Machtgelüsten." notiert das ZDF. In der von Regisseur Martin Eigler in Szene gesetzten packenden Geschichte werden die die kriminellen Machenschaften von Wirtschaftsbossen und die Behandlung von Menschen als Firmeninventar gnadenlos angeklagt. Dabei deckt Eigler zugleich auf, wie sich Firmenbosse fernab üblicher Sanierungsprojekte am Untergang noch bereichern können.5) Im Zentrum des Geschehens stehen weiterhin die beiden Sanierer einer Unternehmensberatungsfirma, Christiane Paul als leidenschaftlich agierende Alina Liebermann und Devid Striesow als dynamisch-eigenwilliger und ziemlich cooler Tom Winkler. Die Dreharbeiten zu der romantischen ORF-Komödie "Die Putzfrau und der Banker " (AT) mit Ursula Strauss und Misel Maticevic in den Hauptrollen gingen bis Mitte Dezember 2010, hier wird von Thun voraussichtlich 2011 mit der Figur des unsympathischen Bankchefs Werner Wachter zu sehen sein; mehr bei kundendienst.orf.at. Aktuell stand von Thun erneut als Karl Maillinger für "Das Beste kommt erst II" (AT) vor der Kamera, einer Fortsetzung des 2007 produzierten komödiantischen Familiendramas; die Dreharbeiten dazu begannen im Mai 2011. In der Vorproduktionsphase befindet sich auch Xaver Schwarzenbergers Familiendrama "Löwenstein" mit von Thun als Großvater Albert, am 17. April fiel die erste Klappe in der Nähe von Johannesburg und seit dem 26. April schlägt das Team seine Zelte in der Steiermark, genauer gesagt auf Schloss Herberstein auf. In dem ergreifenden Familiendrama spielen Katja Riemann und Paula Kalenberg die Hauptrollen. In weiteren Rollen sind Publikumslieblinge wie Herbert Knaup, Fritz Karl, Friedrich von Thun, Krista Stadler, Hary Prinz, Thomas Sarbacher und Nina Proll zu sehen.6); mehr bei kundendienst.orf.at. Auch die Kinozuschauer erlebten von Thun immer wieder mal auf der Leinwand, so sah man ihn beispielsweise 1988 als Dr. Rokitansky in Michael Verhoevens "Semmelweis, Ignaz Arzt der Frauen", dem biografischer Spielfilm über den ungarischen Arzt, der Mitte des 19. Jahrhunderts in Wien die Ursache für das tödliche Kindbettfieber erkennt. 1991 drehte von Thun unter der Regie von George Lucas "The Young Indiana Jones Chronicles" und 1993 übernahm er die Rolle des Rolf Czurda in Steven Spielbergs preisgekröntem Film "Schindler's Liste"1); in Rainer Kaufmanns Thriller "Die Apothekerin"1) sah man ihn 1997 als Rolf Moormann und 2002 wirkte er als Vater des SS-Offiziers Kurt Gerstein alias Ulrich Tukur in Costa-Gavras' Drama "Amen"1) (Der Stellvertreter) mit. Friedrich von Thun, der sich seit Anfang der 1970er Jahre auch als Dokumentarfilmer mit Reportagen aus fernen Ländern einen Namen gemacht hat, lebt derzeit in München und ist in zweiter Ehe mit der Modedesignerin Gaby Schniewind verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit dem Model Yella, von der er 1984 geschieden wurde, stammen Tochter Gioia, eine erfolgreiche Filmproduzentin, sowie Maximilian, der ebenfalls ein renommierter Schauspieler geworden ist. Ende Juli 2009 ging durch die Presse, dass von Thun und seine Frau Gaby sich nach zehnjähriger Ehe getrennt hätten. Das Paar wolle jedoch auch in Zukunft befreundet bleiben. |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3)
www.prisma-online.de, 4) br-online Quelle: 5) prisma.de, 6) kundendienst.orf.at |
Stand September 2011 | ||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Friedrich von Thun bei der Agentur Alexander Carla Rehm Siehe auch Wikipedia; Filmografie siehe www.imdb.de |
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