Michael (Max) Degen wurde am 31. Januar 1932 in Chemnitz geboren; seine Kindheit war geprägt von dem Rassenwahn der Nationalsozialisten, die seinen "nicht-arischen" Vater Jakob, einen Professor für Sprachen, im September 1939 in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppten und diesen dort brutal misshandelten; Sohn Michael war grade erst sieben Jahre alt. Der Vater kam zwar nach einem halben Jahr wieder frei, starb aber wenig später im April 1940 an den Folgen der brutalen Folter. Michael Degen und seine Mutter Anna konnten die Terrorherrschaft der braunen Machthaber nur überleben, weil sie von guten Freunden versteckt gehalten wurden, Degens älterem Bruder Adolf, genannt Arié, gelang 1940 die Flucht nach Palästina.
Nach Ende des 2. Weltkrieges begann Degen 1946 eine Ausbildung an der Schauspielschule des "Deutschen Theaters" in Ost-Berlin und erhielt dort auch ein erstes Engagement.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin  Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
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Michael Degen 01; Copyright Virginia Shue
1949 entschied sich der inzwischen 17-Jährige, nach Israel zu gehen, lernte Hebräisch und wirkte auch an den "Kammerspielen" in Tel Aviv. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er ab 1951 Mitglied bei Bertolt Brechts "Berliner Ensemble" in Ost-Berlin, weitere Engagements führten den Schauspieler u. a. nach Köln, Frankfurt, Berlin, München, Hamburg sowie Wien und Salzburg, wo er 1983 als Moličres "Dom Juan" in der Inszenierung von Ingmar Bergmans brillierte.
  
Michael Degen als "Dom Juan"; Copyright Virginia Shue

Michael Degen als "Dom Juan"
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Von 1967 bis 1973 war Degen an den "Staatlichen Schauspielbühnen" in Westberlin beschäftigt und am "Schiller-Theater" führte Degen auch erstmals Regie bei Goethes "Urfaust", bei dem er auch selbst die Hauptrolle spielte. Als Regisseur und Schauspieler arbeitete er seither wechselnd an allen bedeutenden deutschsprachigen Theatern, spielte die großen Rollen der Weltliteratur wie "Hamlet" oder "Julius Caesar" und arbeitete mit so berühmten Regisseuren wie Bertolt Brecht, Peter Zadek, Ingmar Bergman, Rudolf Noelte oder George Tabori zusammen. Seit Mitte der 1980er Jahre zog sich Degen weitgehend von der Bühne zurück – nachdem er gegen ein Veteranentreffen der "Leibstandarte Adolf Hitler" protestiert hatte, war er massiven rechtsradikalen Drohungen ausgesetzt – und arbeitete vermehrt für das Fernsehen.
Michael Degen 02; Copyright Virginia Shue

Einem breiten Publikum war Michael Degen schon ab Mitte der 1970er Jahre durch zahlreiche Fernsehspiele bekannt geworden, seine Rolle des "Bendix Grünlich" und ersten Ehemanns der Tony Buddenbrook in Franz Peter Wirths TV-Mehrteiler "Die Buddenbrooks"1) nach Thomas Mann machten ihn 1978 zum Publikumsliebling und zur festen Größe in der Fernsehlandschaft. Im Verlaufe der Jahre sah man Degen mit den unterschiedlichsten Rollen auf dem Bildschirm, so 1983 mit dem Titelpart des Dr. Gustav Oppermann in der Mini-TV-Serie "Die Geschwister Oppermann"1) oder 1984 in Peter Beauvais' "Die ewigen Gefühle". Ab 1989 zeigte sich der Schauspieler in "Diese Drombuschs"2) – einer der erfolgreichsten deutschen Serien: Neben Günter Strack als "Onkel Ludwig" mimte er hier den Dr. Martin Sanders und Lebensgefährten von Vera Dombrusch alias Witta Pohl. In den 1990er Jahren wirkte Degen unter anderem an der Seite von Iris Berben in dem gelungenen Märchenfilm "Der Froschkönig" (1991) mit, 1993 übernahm er die Rolle des Grafen Waldeck in der internationalen Co-Produktion "Mission Eureka". Der vielseitige und sympathische Schauspieler wirkte in verschiedensten Krimis und "Tatort"-Folgen mit, er war der Hannes Seeberger neben Uschi Glas in der beliebten Serie "Anna Maria – Eine Frau geht ihren Weg"2) (ab 1994), neben Veronica Ferres spielte er 1998 den Georg in "Eine Ungehorsame Frau"3)
 
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Zu Degens Dauer-Auftritten gehören inzwischen die Rolle des als Vice-Questore Patta und Vorgesetzten von Commissario Guido Brunetti alias Joachim Król bzw. Uwe Kockisch in den "Donna-Leon"-Verfilmungen2) (ab 2000) sowie seine Rolle des Georg Prokop in "Der Zweite Frühling" (2003). Anfang 2004 konnten die Fernsehzuschauer einmal mehr Michael Degens enorme schauspielerische Wandlungsfähigkeit erleben: In dem Dreiteiler "Der Wunschbaum"2), einer ebenso dramatischen wie romantischen Geschichte um Liebe, Intrigen, Familienbande und Geschäftsaffären nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Sandra Paretti, spielte er humorig den optimistischen, leicht weltfremden Vater und Chemiker Dr. Fritz Hofmann, der mit seiner Spielsucht seine florierende Seifenfabrik in den Ruin gesteuert hat, dann mit einer revolutionären Erfindung eines neuartigen Waschpulvers zum Wiederaufbau beiträgt. 
Ende Februar 2006 wurde der bis in die kleinste Nebenrolle prominent besetzte packende RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut"2) ausgestrahlt, welcher die Hamburger Jahrhundert-Flut am 16./17. Februar 1962 thematisiert und melodramatisch Fakten und Fiktion mischt. Vor dem Hintergrund der Katastrophe wird die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Krankenschwester Katja Döbbelin (Nadja Uhl), dem Oberarzt Markus Abt (Jan Josef Liefers) und Katjas Exgeliebten Jürgen Urban (Benno Fürmann) erzählt. Degen spielte hier das wohlhabende Mitglied der Hamburger Senatskanzlei Karl Abt, der die in seinen Augen nicht standesgemäße Hochzeit seines Sohnes Markus mit Katja ablehnt. Während des Polterabends wird er wegen der herannahenden Sturmflut in das Lagezentrum der Stadt berufen, muss jedoch seine Kompetenzen an den damaligen Innensenator Helmut Schmidt (Christian Berkel) abgeben, mit dessen unbürokratischen Hilfsaktionen er keineswegs einverstanden ist.
Anfang November 2006 erlebte man Degen als Konzernchef Manfred Helmer, der seinen lebenslustigen Sohn in dem heiter-modernen Märchen "Unser Kindermädchen ist ein Millionär"3) dazu verdonnert, endlich mal einer geregelten Arbeit nachzugehen, statt ein Luxusleben mit Champagner-Parties und flotten Mädchen zu führen. Wenig später tauchte Degen erneut in einer Komödie auf: In "Zwei Bräute und eine Affäre" war er der schlitzohrige Albert Keller, der mit den Heiratsabsichten nicht nur seiner ehemaligen Ehefrau Helga (Daniela Ziegler) sondern auch seiner jüngsten Tochter Michelle (Doreen Jacobi) konfrontiert wird. Tochter Marie (Tanja Wedhorn), Designerin für Kindermode und Single, soll die frohe Botschaft ihrem Vater beibringen. Doch dann mutiert die so fröhlich geplante Doppelhochzeit zu einem Katalysator für bisher unausgesprochene Familienprobleme …
Als herrlich grantelnder Bootsverleiher Georg kam Michael Degen Anfang Mai 2008 in der TV-Romanze "Sommerwellen" daher. Vor der malerischen Kulisse der Müritzer Seenplatte wird die Geschichte der erfolgreichen, verwitweten Schiffsbauerin Maren (Katja Weitzenböck) erzählt, die nach Jahren mit ihrem Sohn in ihre alte Heimat kommt – gerufen von ihrem Onkel Georg. Noch ahnt Maren nicht, dass Georg todkrank ist und sein Leben bzw. seine Nachfolge ordnen möchte. Er will nach Jahrzehnten auch endlich seine Haushälterin Henriette (Gaby Dohm) heiraten, doch es kommt anders …
 
Doch es sind auch prägnante Nebenfiguren, mit denen Degen die Fernsehzuschauer erfreut, so als Rechtsanwalt Dr. Peter Arnold in dem von Imogen Kimmel inszenierten berührenden Familienfilm "Vater aus Liebe", der Ende September 2008 in der ARD ausgestrahlt wurde. Sensibel erzählt wird die Geschichte eines Mannes (Uwe Bohm) bzw. seiner ehemaligen Lebensgefährtin (Tina Ruland) und deren Auseinandersetzung um den (scheinbar) gemeinsamen Sohn Marco. Nur mit Hilfe der alleinstehenden Wirtschaftsanwältin und Freundin der Familie Christine Arnold (brillant gespielt von Bettina Kupfer) gelingt es den Konflikt zu lösen. Neben Veronica Ferres in der Hauptrolle spielte Degen in dem von RTL und ORF in Auftrag gegebenen, aufwendigen TV-Dreiteiler "Die Patin – Kein Weg zurück"2) (2008) den etwas tüddeligen Vater der Protagonistin, in dem Rosamunde Pilcher-Melodram "Entscheidung des Herzens" (EA: 13.04.2009) tauchte er als Unternehmer George Winston auf. In dem von Peter Keglevic inszenierten ZDF-Fernsehfilm "Die Seele eines Mörders"2) (2009; (Bethlehem Road Murder) mimt er den Anwalt Rosenstein. Der Krimi, erstmals gezeigt im Rahmen des Münchener Filmfestes Anfang Juli 2009, erzählt die Geschichte von Michael Ochajon (Heiner Lauterbach), der den Mord an einer jüdisch-jemenitischen Anwaltsgehilfin klären muss, der mit dem plötzlichen Verschwinden einer zehnjährigen Zeugin in Verbindung steht. Die Spur führt zum letzten Arbeitgeber des Mordopfers, dem wohlhabenden aus Deutschland stammenden Anwalt Rosenstein (Michael Degen), sowie zu der bekannten Tel Aviver Journalistin Orli Shoshan (Maria Schrader). Beide standen in einem besonderen Verhältnis zu der bildhübschen jungen Frau. Zusammen mit seinem Partner Dani Balilati (Dvir Bendek) wird Ochajon mit einem hasserfüllten, lange währenden Streit von zwei benachbarten Familien konfrontiert. Er lässt sich wieder mit seiner alten Jugendliebe Ada Efrati (Marie-Lou Sellem) ein. Durch zähe Ermittlungsarbeit kommt er schließlich einem Mordmotiv auf die Spur, das an seelischer Brutalität kaum zu überbieten ist.4)
Das Kinopublikum sah Degen beispielsweise 1987 in "Die Kolonie", einem Film über die umstrittene deutsche "Colonia Dignidad" in Chile, Claude Chabrol besetzte ihn 1990 als Reimar von Geldern in seinem Thriller "Docteur M.", einer Hommage an die legendären Mabuse-Krimis von Fritz Lang aus den 1930er Jahren. Romuald Karmakar gab ihm 2000 die Rolle des jovialen Lebemanns Walter in "Manila" und in Joseph Vilsmaiers "Leo und Claire"2) verkörperte er 2002 neben Suzanne von Borsody als seine Ehefrau Claire und Franziska Petri als Fotografin Irene den jüdischer Schuhfabrikanten Leo Katzenberger, der mit seinem Schuhladen-Imperium gute Geschäfte macht und nicht glaubt, dass die Machtergreifung Hitlers ihn irgendwie einschränken könnte. Im Sommer 2003 beeindruckte er in Jeff Kanews bewegenden Holocaust-Drama "Babij Jar – Das vergessene Verbrechen"2), welches den Massenmord vom September 1941 thematisiert, bei dem innerhalb von zwei Tagen knapp 34 000 Juden in der Schlucht von Babij Jar ermordet wurden; neben Katrin Saß, Barbara de Rossi und Axel Milberg verkörperte er den Genadij Lerner, der zunächst nicht glauben will, was über die Gräueltaten der Nazis gegen die Juden erzählt wird, dann aber, durch eigenes Erleben eines Anderen belehrt, seine Familie in Sicherheit zu bringen versucht. Erwähnt werden muss auch Joseph Lippoks Kurzfilm "Kriegerstock"2), der erstmals bei den Internationalen Hofer Filmtagen am 28. Oktober 2009 vorgestellt wurde. Degen gibt hier den an Altersdemenz leidenden 80-jährigen Wolf, der das Leben seiner Tochter Astrid, gespielt von Degens Tochter Elisabeth, vollkommen auf den Kopf stellt.
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin  Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
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Michael Degen 03; Copyright Virginia Shue
Eine weitere Arbeit für das Kino ist Ralf Huettners Komödie "Ausgerechnet Sibirien", mit Joachim Król als pedantischem Logistiker eines Modeversandhandels, Matthias Bleuel, Katja Riemann als dessen geschiedener Ehefrau Ilka und Armin Rohde als altem Schulfreund Holger bzw. windigem Geschäftsmann. Von dem für Russland schwärmenden Direktor Fengler (Michael Degen) beauftragt, in eine winzige Verkaufsstelle des Unternehmens nach Südsibirien zu reisen, beginnt für Bleuel eine ungeahnte Herausforderung. An den Start gehen soll die witzige Geschichte im Frühjahr 2012 getawaypictures.com.
Mitte Oktober 2011 begannen die Dreharbeiten zu Margarethe von Trottas neuem Kinofilm "Hannah Arendt", mit dem die Regisseurin das Leben der deutsch-amerikanischen, politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt2) (1906 – 1975) im New Yorker Exil sowie deren Berichterstattung zum Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel thematisiert. In der Titelrolle wird Barbara Sukowa zu sehen sein, Axel Milberg spielt Arendts Ehemann, neben anderen prominenten Schauspielern wie beispielsweise Ulrich Noethen oder Victoria Trautmansdorff hat Degen die Rolle des Kurt Blumenfeld2) (1884 – 1963) übernommen, der seit Anfang der 1930er  Jahre mit Hannah Arendt befreundet war; als Kinostart wird der 11. Oktober 2012 genannt → www.filmstiftung.de.
Michael Degen; Copyright Steffen Jänicke Neben seiner unfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen blieb Degen stets der Bühne treu, zu seinen jüngeren Arbeiten für das Theater zählt das von Ottokar Runze in Szene gesetzte Zwei-Personen-Stück "Es wird Zeit" (About Time), Tom Coles satirischer Blick auf ein alt gewordenes Ehepaar, mit Brigitte Grothum als Partnerin. Die Premiere fand am 23. September 2009 im neu eröffneten, von Dieter Hallervorden geleiteten Berliner Schlosspark-Theater statt, weitere Aufführungen waren bis Ende Mai 2010 geplant. "Tom Cole zeichnet mit einer satirischen Schärfe eine Generation, die in unserer Gesellschaft eine immer größere soziale Rolle einzunehmen beginnt. Ein Zwei-Personen-Stück, daß Schauspielern mit Freude an Cartoons eine reiche Palette an Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Ein brisantes Thema, das in seiner inhaltlichen Tiefe humorvoll zur Diskussion gestellt wird." kann man auf der Website des Schlosspark-Theaters lesen.
Zur Spielzeit 2010/11 glänzte Degen als Robert Schuster in Thomas Bernhards "Heldenplatz" im "Theater in der Josefstadt"→ www.josefstadt.org, "Hervorragend Michael Degen als Robert Schuster, der die Attacken gegen die Alpenrepublik mit Charme und Witz und ein wenig Trottelei vorträgt." notierte unter anderem "Der Standard" und bezeichnete Degens Spiel als "eine hochkonzentrierte und selten so präzise Schauspielkunst."

Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Steffen Jänicke (www.steffen-jaenicke.de)
© Steffen Jänicke
  
Nicht nur als bedeutender Schauspieler machte sich der mit dem "Großen Hersfeld-Preis"2) (1969) und der "Kainz-Medaille"2) (1988) ausgezeichnete Michael Degen einen Namen, sondern auch als Schriftsteller: 1999 veröffentlichte er seine Kindheitserinnerungen unter dem Titel "Nicht alle waren Mörder –  Eine Kindheit in Berlin" und beschreibt darin seine Zeit im Berliner Untergrund und die damit verbundenen traumatischen Erlebnisse während der Nazi-Zeit. Einfühlsam, ohne jede Sentimentalität und aus der Sicht des Jungen erzählt der populäre und renommierte Schauspieler seine Erlebnisse und erinnert sich liebevoll an die Menschen, denen er eigentlich sein Leben verdankt. Das Buch wurde ab Herbst 2005 unter der Regie Jo Baiers verfilmt, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, und am 1. November 2006 in der ARD ausgestrahlt. Der neun Jahre alte Berliner Aaron Altaras spielte überzeugend und sensibel die Hauptrolle des jungen Michael, Nadja Uhl Degens Mutter Anna. Als "stille Helfer", die Degen und seine Mutter vor den Schergen des Naziregimes versteckten und durch ihre Zivilcourage den beiden das Leben gerettet haben, agierten Hannelore Elsner als wohlhabende russische Emigrantin Ludmilla Dimitrieff und Richy Müller als Kommunist und entschiedener Gegner der Nazis, Karl Hotze. Dagmar Manzel verkörperte dessen Ehefrau, Katharina Thalbach die geschäftstüchtige Oma Teuber und Axel Prahl den Lokführer Erwin Redlich, der jahrelang Juden in Deportationszügen nach Polen transportierte → Filmbeschreibung bei prisma-online.de sowie Wikipedia.
  
Im März 2007 erschien im Rowohlt-Verlag ein weiteres Buch aus der Feder des Autors Degen: Der Titel "Mein heiliges Land. Auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder" lässt ahnen, was Degen erzählt. Während in "Nicht alle waren Mörder" "keine erfundenen Situationen" vorkommen, wie er sagt, nennt er dieses, sein zweites Erinnerungsbuch, eine Mischung aus "Dichtung und Wahrheit". Zusammen mit seiner Mutter verbrachte der jüdische Autor Michael Degen die Nazi-Zeit im Berliner Untergrund. Nach Ende des Krieges reiste er nach Israel, um dort seinen Bruder, der es im Jahr 1940 noch geschafft hatte, aus Deutschland zu fliehen und nach Israel zu emigrieren, aufzuspüren. In seinem Roman "Mein heiliges Land" zeichnet Degen nicht nur ein lebendiges Bild der Gründungsjahre Israels, sondern auch der Nachkriegszeit in Deutschland. notiert www.3sat.de.
Seinen ersten Roman veröffentlichte Michael Degen im September 2002 unter dem Titel "Blondi" – eine grandios geschriebene Groteske über Hitlers Lieblingshund, der sich in Degens Roman als Reinkarnation einer jungen Jüdin entpuppt, die den hassgeliebten Führer bis in den Tod begleiten muss. Im Herbst 2005 erschien "Der Steuerhinterzieher", eine Vater-Sohn-Geschichte mit allerlei Rebellion gegen die private und öffentliche Autorität. In seinem aktuellen, im März 2011 publizierten Roman "Familienbande" wandelt Degen auf den Spuren von Michael Mann2) (1919 – 1977), der nie aus dem Schatten seines übermächtigen Vaters, dem Schriftsteller Thomas Mann2) (1875 – 1955) treten konnte und in der Neujahrsnacht 1977 an einer Überdosis aus Alkohol und Schlafmitteln verstarb. Eine wichtige Quelle für das anrührende Buch waren laut Degen die Tagebuchaufzeichnungen von Thomas Mann.
  
Michael Degen ist Vater von drei Töchtern und einem Sohn aus zwei Ehen; mit seiner dritten Frau, der Journalistin Susanne Sturm, wohnt er heute im Norden Deutschlands. In erster Ehe war der Schauspieler mit der Malerin Sarah Brigitte Eckel verheiratet, aus der Verbindung stammen die Töchter Gabi und Elisabeth, Elisabeth Degen2) (geb. 1971) ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf. Aus seiner zweiten Ehe mit der Schauspielerin Dora Degen-Borkoff stammen Tochter Adina und Sohn Jakob Degen.
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2)  Wikipedia, 3) prisma-online.de
Quelle: 4)  www.filmfest-muenchen.de (Seite nicht mehr existent)
Stand: Januar 2012
Siehe auch www.prisma-online.de, Wikipedia
www.deutsches-filmhaus.de
, www.dieterwunderlich.de, www.whoswho.de
Filmografie bei www.imdb.de
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