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Von 1967 bis 1973 war Degen an den "Staatlichen Schauspielbühnen"
in Westberlin beschäftigt
und am "Schiller-Theater" führte Degen auch erstmals Regie bei
Goethes "Urfaust", bei dem er auch selbst die Hauptrolle spielte. Als Regisseur und
Schauspieler arbeitete er seither wechselnd an
allen bedeutenden deutschsprachigen Theatern,
spielte die großen Rollen der Weltliteratur wie "Hamlet" oder
"Julius Caesar" und arbeitete mit so berühmten Regisseuren wie Bertolt Brecht, Peter Zadek, Ingmar Bergman, Rudolf Noelte
oder George Tabori
zusammen. Seit Mitte der 1980er Jahre zog sich Degen weitgehend von der Bühne zurück nachdem
er gegen ein Veteranentreffen der
"Leibstandarte Adolf Hitler" protestiert hatte, war er massiven rechtsradikalen Drohungen ausgesetzt und
arbeitete vermehrt für das Fernsehen.
Ende Februar 2006 wurde der bis in die kleinste Nebenrolle prominent besetzte packende RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut"2) ausgestrahlt, welcher die Hamburger Jahrhundert-Flut am 16./17. Februar 1962 thematisiert und melodramatisch Fakten und Fiktion mischt. Vor dem Hintergrund der Katastrophe wird die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Krankenschwester Katja Döbbelin (Nadja Uhl), dem Oberarzt Markus Abt (Jan Josef Liefers) und Katjas Exgeliebten Jürgen Urban (Benno Fürmann) erzählt. Degen spielte hier das wohlhabende Mitglied der Hamburger Senatskanzlei Karl Abt, der die in seinen Augen nicht standesgemäße Hochzeit seines Sohnes Markus mit Katja ablehnt. Während des Polterabends wird er wegen der herannahenden Sturmflut in das Lagezentrum der Stadt berufen, muss jedoch seine Kompetenzen an den damaligen Innensenator Helmut Schmidt (Christian Berkel) abgeben, mit dessen unbürokratischen Hilfsaktionen er keineswegs einverstanden ist. Anfang November 2006 erlebte man Degen als Konzernchef Manfred Helmer, der seinen lebenslustigen Sohn in dem heiter-modernen Märchen "Unser Kindermädchen ist ein Millionär"3) dazu verdonnert, endlich mal einer geregelten Arbeit nachzugehen, statt ein Luxusleben mit Champagner-Parties und flotten Mädchen zu führen. Wenig später tauchte Degen erneut in einer Komödie auf: In "Zwei Bräute und eine Affäre" war er der schlitzohrige Albert Keller, der mit den Heiratsabsichten nicht nur seiner ehemaligen Ehefrau Helga (Daniela Ziegler) sondern auch seiner jüngsten Tochter Michelle (Doreen Jacobi) konfrontiert wird. Tochter Marie (Tanja Wedhorn), Designerin für Kindermode und Single, soll die frohe Botschaft ihrem Vater beibringen. Doch dann mutiert die so fröhlich geplante Doppelhochzeit zu einem Katalysator für bisher unausgesprochene Familienprobleme Als herrlich grantelnder Bootsverleiher Georg kam Michael Degen Anfang Mai 2008 in der TV-Romanze "Sommerwellen" daher. Vor der malerischen Kulisse der Müritzer Seenplatte wird die Geschichte der erfolgreichen, verwitweten Schiffsbauerin Maren (Katja Weitzenböck) erzählt, die nach Jahren mit ihrem Sohn in ihre alte Heimat kommt gerufen von ihrem Onkel Georg. Noch ahnt Maren nicht, dass Georg todkrank ist und sein Leben bzw. seine Nachfolge ordnen möchte. Er will nach Jahrzehnten auch endlich seine Haushälterin Henriette (Gaby Dohm) heiraten, doch es kommt anders Doch es sind auch prägnante Nebenfiguren, mit denen Degen die Fernsehzuschauer erfreut, so als Rechtsanwalt Dr. Peter Arnold in dem von Imogen Kimmel inszenierten berührenden Familienfilm "Vater aus Liebe", der Ende September 2008 in der ARD ausgestrahlt wurde. Sensibel erzählt wird die Geschichte eines Mannes (Uwe Bohm) bzw. seiner ehemaligen Lebensgefährtin (Tina Ruland) und deren Auseinandersetzung um den (scheinbar) gemeinsamen Sohn Marco. Nur mit Hilfe der alleinstehenden Wirtschaftsanwältin und Freundin der Familie Christine Arnold (brillant gespielt von Bettina Kupfer) gelingt es den Konflikt zu lösen. Neben Veronica Ferres in der Hauptrolle spielte Degen in dem von RTL und ORF in Auftrag gegebenen, aufwendigen TV-Dreiteiler "Die Patin Kein Weg zurück"2) (2008) den etwas tüddeligen Vater der Protagonistin, in dem Rosamunde Pilcher-Melodram "Entscheidung des Herzens" (EA: 13.04.2009) tauchte er als Unternehmer George Winston auf. In dem von Peter Keglevic inszenierten ZDF-Fernsehfilm "Die Seele eines Mörders"2) (2009; (Bethlehem Road Murder) mimt er den Anwalt Rosenstein. Der Krimi, erstmals gezeigt im Rahmen des Münchener Filmfestes Anfang Juli 2009, erzählt die Geschichte von Michael Ochajon (Heiner Lauterbach), der den Mord an einer jüdisch-jemenitischen Anwaltsgehilfin klären muss, der mit dem plötzlichen Verschwinden einer zehnjährigen Zeugin in Verbindung steht. Die Spur führt zum letzten Arbeitgeber des Mordopfers, dem wohlhabenden aus Deutschland stammenden Anwalt Rosenstein (Michael Degen), sowie zu der bekannten Tel Aviver Journalistin Orli Shoshan (Maria Schrader). Beide standen in einem besonderen Verhältnis zu der bildhübschen jungen Frau. Zusammen mit seinem Partner Dani Balilati (Dvir Bendek) wird Ochajon mit einem hasserfüllten, lange währenden Streit von zwei benachbarten Familien konfrontiert. Er lässt sich wieder mit seiner alten Jugendliebe Ada Efrati (Marie-Lou Sellem) ein. Durch zähe Ermittlungsarbeit kommt er schließlich einem Mordmotiv auf die Spur, das an seelischer Brutalität kaum zu überbieten ist.4)
Nicht nur als bedeutender Schauspieler machte sich der mit dem "Großen Hersfeld-Preis"2) (1969) und der "Kainz-Medaille"2) (1988) ausgezeichnete Michael Degen einen Namen, sondern auch als Schriftsteller: 1999 veröffentlichte er seine Kindheitserinnerungen unter dem Titel "Nicht alle waren Mörder Eine Kindheit in Berlin" und beschreibt darin seine Zeit im Berliner Untergrund und die damit verbundenen traumatischen Erlebnisse während der Nazi-Zeit. Einfühlsam, ohne jede Sentimentalität und aus der Sicht des Jungen erzählt der populäre und renommierte Schauspieler seine Erlebnisse und erinnert sich liebevoll an die Menschen, denen er eigentlich sein Leben verdankt. Das Buch wurde ab Herbst 2005 unter der Regie Jo Baiers verfilmt, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete, und am 1. November 2006 in der ARD ausgestrahlt. Der neun Jahre alte Berliner Aaron Altaras spielte überzeugend und sensibel die Hauptrolle des jungen Michael, Nadja Uhl Degens Mutter Anna. Als "stille Helfer", die Degen und seine Mutter vor den Schergen des Naziregimes versteckten und durch ihre Zivilcourage den beiden das Leben gerettet haben, agierten Hannelore Elsner als wohlhabende russische Emigrantin Ludmilla Dimitrieff und Richy Müller als Kommunist und entschiedener Gegner der Nazis, Karl Hotze. Dagmar Manzel verkörperte dessen Ehefrau, Katharina Thalbach die geschäftstüchtige Oma Teuber und Axel Prahl den Lokführer Erwin Redlich, der jahrelang Juden in Deportationszügen nach Polen transportierte → Filmbeschreibung bei prisma-online.de sowie Wikipedia. Im März 2007 erschien im Rowohlt-Verlag ein weiteres Buch aus der Feder des Autors Degen: Der Titel "Mein heiliges Land. Auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder" lässt ahnen, was Degen erzählt. Während in "Nicht alle waren Mörder" "keine erfundenen Situationen" vorkommen, wie er sagt, nennt er dieses, sein zweites Erinnerungsbuch, eine Mischung aus "Dichtung und Wahrheit". Zusammen mit seiner Mutter verbrachte der jüdische Autor Michael Degen die Nazi-Zeit im Berliner Untergrund. Nach Ende des Krieges reiste er nach Israel, um dort seinen Bruder, der es im Jahr 1940 noch geschafft hatte, aus Deutschland zu fliehen und nach Israel zu emigrieren, aufzuspüren. In seinem Roman "Mein heiliges Land" zeichnet Degen nicht nur ein lebendiges Bild der Gründungsjahre Israels, sondern auch der Nachkriegszeit in Deutschland. notiert www.3sat.de. Seinen ersten Roman veröffentlichte Michael Degen im September 2002 unter dem Titel "Blondi" eine grandios geschriebene Groteske über Hitlers Lieblingshund, der sich in Degens Roman als Reinkarnation einer jungen Jüdin entpuppt, die den hassgeliebten Führer bis in den Tod begleiten muss. Im Herbst 2005 erschien "Der Steuerhinterzieher", eine Vater-Sohn-Geschichte mit allerlei Rebellion gegen die private und öffentliche Autorität. In seinem aktuellen, im März 2011 publizierten Roman "Familienbande" wandelt Degen auf den Spuren von Michael Mann2) (1919 1977), der nie aus dem Schatten seines übermächtigen Vaters, dem Schriftsteller Thomas Mann2) (1875 1955) treten konnte und in der Neujahrsnacht 1977 an einer Überdosis aus Alkohol und Schlafmitteln verstarb. Eine wichtige Quelle für das anrührende Buch waren laut Degen die Tagebuchaufzeichnungen von Thomas Mann. Michael Degen ist Vater von drei Töchtern und einem Sohn aus zwei Ehen; mit seiner dritten Frau, der Journalistin Susanne Sturm, wohnt er heute im Norden Deutschlands. In erster Ehe war der Schauspieler mit der Malerin Sarah Brigitte Eckel verheiratet, aus der Verbindung stammen die Töchter Gabi und Elisabeth, Elisabeth Degen2) (geb. 1971) ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf. Aus seiner zweiten Ehe mit der Schauspielerin Dora Degen-Borkoff stammen Tochter Adina und Sohn Jakob Degen. |
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Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia,
3) prisma-online.de Quelle: 4) www.filmfest-muenchen.de (Seite nicht mehr existent) |
Stand: Januar 2012 | ||||||||
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Siehe auch www.prisma-online.de,
Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.dieterwunderlich.de, www.whoswho.de Filmografie bei www.imdb.de |
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