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Bald war der Film auf die attraktive Ingrid van Bergen aufmerksam
geworden, zunächst spielte sie nur kleinere Nebenrollen, dann gelang
ihr 1954 in Helmut Käutners "Bildnis einer Unbekannten"
ein erster Durchbruch. Ein Jahr später vertraute ihr Helmut Käutner die Rolle der Lyra Schöppke in der
Zuckmayer-Verfilmung "Des Teufels General"1) an, 1958 beispielsweise
wirkte sie als Evelyne in "Wir Wunderkinder"1) mit. Es folgten Rollen in so Publikumsrennern wie "Der Eiserne Gustav" (1958), mit ihrer Darstellung der Restaurantbesitzerin Lissy in Wolfgang Staudtes zeitkritischen Nachkriegsdrama "Rosen für den Staatsanwalt"1) wurde sie schließlich 1959 an der Seite von Martin Held und Walter Giller berühmt. Filme wie "Das Kunstseidene Mädchen" (1960), "Wir Kellerkinder"2) (1960) oder die Grass-Verfilmung "Katz und Maus"1) (1967) schlossen sich an, Rollen in internationalen Produktionen wie 1961 in "Town Without Pity"1) (Stadt ohne Mitleid) mit Kirk Douglas oder 1962 in "Escape from East Berlin" (Tunnel 28) mit Don Murray machten sie über die Grenzen Deutschlands hinweg populär.
In den 1960er und 70ern wurde Ingrid van Bergen in zahlreichen Kinoproduktion besetzt, nicht immer gehörten die Filme zu denjenigen allererster Güte, sie wirkte auch schon mal in Streifen wie "Allotria in Zell am See" (1963) oder "Was ist denn bloß mit Willi los?"1) (1970) mit. Neben ihrer Tätigkeit für den Film fand die Schauspielerin auch im Fernsehen ein neues Betätigungsfeld, trat in so beliebten Krimireihen wie "Derrick", "SOKO 5113" oder "Tatort" auf oder agierte 1976 in Wolfgang Petersens Krimikomödie "Vier gegen die Bank"1). Im Jahr darauf schien die Karriere Ingrid van Bergens beendet zu sein: Im Affekt erschoss sie am 3. Februar 1977 ihren um zwölf Jahre jüngeren Freund Klaus Knaths. Die Schauspielerin wurde wegen Totschlags zu sieben Jahre Freiheitsentzug verurteilt, dann Anfang Oktober 1981 freigelassen, nachdem sie zwei Drittel der Strafe verbüßt hatte. Privat musste die Schauspielerin 1990 noch einmal einen weiteren Tiefpunkt in ihrem Leben überwinden: Ihre Tochter Caroline1) aus der Ehe mit dem Schauspieler Michael Hinz3) (1939 2008) starb 1990 mit nur 26 Jahren an Krebs. Eine weitere Tochter, Andrea, stammt aus van Bergens Ehe mit dem Kabarettisten Erich Sehnke.
Nicht unerwähnt bleiben soll Ingrid van Bergens mutiger Einsatz im Januar 2009 als Kandidatin in der RTL-Reality-Show "Ich bin ein Star  :Holt mich hier raus!"1), in der sie von den Zuschauern auf den ersten Platz als "Dschungelkönigin Ingrid I." gewählt wurde. Auch die Kinozuschauer konnten Ingrid van Bergen , wenn auch nur in kleineren Rollen, erneut auf der Leinwand sehen: So stand sie unter anderem für Ilse Hofmanns "Haus am See" (1991) vor der Kamera, spielte in dem Drama "Pakten" (The Sunset Boys, 1995) an der Seite Robert Mitchums, Hanna Schygullas und Nadja Tillers die Wenche Haas oder war die Regine in Douglas Wolfspergers "Meine polnische Jungfrau"1) (2001). Es folgte eine Rolle in Oskar Roehlers "Der alte Affe Angst"1) (2003), in dem Kinostreifen "Neues vom Wixxer"1), der Fortsetzung der Erfolgskomödie "Der Wixxer", hatte sie einen Cameo-Auftritt; der Film kam im März 2007 in die Kinos. Zuletzt mimte sie in Leander Haußmanns Kinokomödie "Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus!"1), einem Remake des erfolgreichen Dramas "Lina Braake" von Bernhard Sinkel aus dem Jahre 1975 mit Lina Carstens und Fritz Rasp, die Figur der Frau Heimes; Kinostart war der 24. Dezember 2009.
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Eine Paraderolle für die Vollblutschauspielerin war 2005 auch die rüstige
Marthe in "Die Klatschmohnfrau" (La Femme Coquelicot), einem Ein-Personen-Stück, das
erstmals in deutscher Sprache an der Dinslakener "Burghofbühne" aufgeführt wurde und
mit dem Ingrid van Bergen anschließend erfolgreich auf eine Tournee durch
Deutschland ging. Die "One-Woman-Show" basiert auf einem Buch der
französischen Erfolgsautorin Noelle Châtelet und erzählt die Geschichte
einer 70-jährigen, deren Leben nach dem Tod ihres Mann sinnlos und leer ist.
Aber dann taucht plötzlich ein ältere Herr in ihrem tristen Leben auf und
Marthe erlebt eine späte Leidenschaft
Aktuell wurde das Stück ab 16. September 2009 im neu eröffneten,
von Dieter Hallervorden geleiteten Berliner Schlosspark-Theater gezeigt,
weitere Aufführungen standen bis Anfang Oktober auf dem Spielplan → schlosspark-theater.de. Ebenfalls am Schlosspark-Theater lief seit der Uraufführung am 14. Januar 2010 das von Cordua Trantow inszenierte Stück "Die Nadel der Kleopatra" von Philipp Moog und Frank Röth. In den Hauptrollen sind neben Ingrid van Bergen (als einer vor vielen Jahren erblindeten Witwe) Cosma Shiva Hagen, Marco Hofschneider und Philipp Ungeheuer zu sehen. Bis Mitte Mai waren weitere Vorstellungen geplant; mehr bei schlossparktheater.de.
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Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de, 3) Kurzportrait
innerhalb dieser HP Lizenz Foto Ingrid van Bergen (Urheber Udo Grimberg): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. |
Stand: Januar 2012 | ||||||||
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Webpräsenz der Künstlerin: www.ingrid-van-bergen.de Siehe auch Wikipedia |
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