Sonderdezernat K1: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de Vor allem ab Ende der 1960er Jahre entstanden zahlreiche populäre Krimiserien, die bei uns produziert wurden, in der deutschen Fernsehlandschaft wimmelt es seither von spannenden Geschichten dieses Genres, die in heimischen Gefilden angesiedelt sind. Charismatische Ermittler wie "Der Kommissar"1) (1969 – 1976), "Derrick"2) (1974 – 1998) oder "Der Alte"2) (1977 bis heute) erreichten ungeahnte Popularität bzw. ein begeistertes Millionenpublikum. Aber auch unzählige Ermittlerteams sind seither unterwegs, dem Verbrechertum das Handwerk zu legen. Eine dieser frühen Krimiserien mit mehreren, gleichberechtigten Polizeibeamten war "Sonderdezernat K1", welche am 25. Oktober 1972 mit der Episode "Vier Schüsse auf den Mörder" in der ARD startete.
Die auf Kapitalverbrechen (daher der Name "K1") wie Raub, Erpressung, Drogendelikte und Mord spezialisierte Truppe agierte 4 Staffeln bzw. 23 Folgen lang im Hamburger Kiez und bestand aus vier kriminalistisch geschulten Männern: Kriminalobermeister Arnold Matofski (Gert Günther Hoffmann) hatte einige Jahre zuvor bei einem Überfall eine schwere Verletzung an seinem Handgelenk davongetragen, durfte mit einer Sondergenehmigung jedoch weiter seinen Dienst versehen und war Leiter der Sonderkommission.
 
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung
von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
Ihm zur Seite standen die nicht minder gewieften Kriminalobermeister Kurt Diekmann (Hubert Suschka), Theodor Beer (Peter Lakenmacher), genannt "Teddybär", und der junge Oliver Stüben (Hermann Treusch). Als Hermann Treusch nach der ersten Staffel bzw. den ersten sechs Folgen aus der Serie ausstieg, wurde er durch den Schauspieler Claus Ringer alias Eberhard Seidel ersetzt, in der 4. Staffel kam es mit Horst Janson zu einem erneuten Wechsel beim "Sonderdezernat K1", als auch Peter Lakenmacher die Serie verließ; Janson spielte den Kommissar Robert Hahn.

Foto: Horst Janson (rechts) und sein Kollege Claus Ringer (links)
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Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Horst Janson und Claus Ringer; Copyright Virginia Shue
Die meisten Folgen hatten eine Länge von rund 60 Minuten, einige waren jedoch auf Spielfilmlänge ausgelegt. Die einzelnen, in sich abgeschlossenen Storys, wurden ein Mal im Monat ausgestrahlt, Staffel 1 lief von Oktober 1972 bis März 1973, von Oktober 1974 bis März 1975 lief Staffel 2 – jeweils nach Drehbüchern von Maria Matray und Answald Krüger. Dann mussten die Zuschauer zunächst eine längere Pause hinnehmen, ab 27. Januar 1977 ging es mit der dritten Staffel bzw. sechs neuen Folgen weiter, die letzten vier Episoden kamen dann allerdings erst ab Anfang November 1981 auf den Bildschirm. Letztmalig ermittelte das "Sonderdezernat K1" am 10. März 1982 in der Geschichte "Mord um zwei Ecken". Die sechste Folge der letzten Staffel "Tod eines Schaustellers" wurde nicht mehr realisiert, der Grund hierfür ist unklar. Ab der dritten Staffel zeichnete der damalige Unterhaltungschef des NDR, Harald Vock2), für die Drehbücher verantwortlich, inszeniert wurden die einzelnen Folgen über die Jahre von verschiedenen Regisseuren, unter anderem mehrfach von Alfred Weidenmann2) und Peter Schulze-Rohr2). Die Titelmusik stammte von Martin Böttcher2), interpretiert von dem dem NDR-Tanz- und Unterhaltungsorchester.
 
Nach dem Ende der Krimiserie, die stets ohne große Gewaltszenen bzw. Effekthascherei auskam und die Arbeit der Polizei möglichst realistisch aufzeigen wollte, fand das Hamburger "Sonderdezernat K1" in der ebenfalls von Harald Vock realisierten Krimireihe "Die Männer vom K3"1) einen würdigen Nachfolger. Beim "K3" ermittelten ab September 1988 bis März 2003 die Hamburger Kripobeamten Karl Feldmann (Harald Dietl1)), Ecki Schöller (Hartmut Reck1)), Tommi Beyer (Wolfgang Müller2)) und Pepe Kirchhoff (Alexander Pelz2)). Nach dem Tod von Hartmut Reck (1932 – 2001) wurde "Die Männer vom K3" mit neuen Protagonisten sowie dem geänderten Serientitel "K3 – Kripo Hamburg"1) völlig neu konzipiert und in der ARD Sonntags zur besten Sendezeit ausgestrahlt: Hauptkommissar Matthias Sander (Ulrich Pleitgen1)) war hierbei anfangs der erfahrene Leiter der "K3", ihm zur Seite standen der junge und stürmische Kommissar Murat Alpay (Oliver K. Wnuk2)), der mehr emotional handelnde Paul Reisinger (Jürgen Tonkel2)) sowie der vom Charakter völlig gegensätzliche Oliver Noll (Olivier Bäßler). Nachfolger von Ulrich Pleitgen, der die Rolle aus gesundheitlichen Gründen nach vier Folgen aufgab, wurde dann ab Ende 2006 für zwei weitere spannende Geschichten ("Gefangen", "Menschenraub") Walter Kreye1) als Hauptkommissar Martin Jansen, 2008 wurde auch "K3 – Kripo Hamburg" eingestellt, nachdem Walter Kreye die Serie verließ, um als "Der Alte" bzw. Hauptkommissar Rolf Herzog und Nachfolger von Leo Kress (Rolf Schimpf1)) auf Verbrecherjagd zu gehen.

Siehe auch Wikipedia, fernsehserien.de,  Die Krimihomepage
Weitere Links bei wunschliste.de

Link: 1) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Die Männer vom "Sonderdezernat K1":
Gert Günther Hoffmann

Gert Günther Hoffmann; Copyright Virginia Shue

… war der Kriminalobermeister Arnold Matofski.
 
Geboren am 21. Februar 1929 in Berlin,
gestorben am 17. November 1997 im bayerischen Feldafing.
 
Kurzbiografie zu Gert Günther Hoffmann innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Gert Günther Hoffmann
 
 
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Hubert Suschka
   
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Hubert Suschka bei Dreharbeiten zu einer TV-Serie in einer Drogerie am 29.10.1981 in St. Georgen; Urheber: Marlis Decker; Lizenz: CC BY 3.0; Ausschnitt des Originalfotos; Quelle: Wikimedia Commons; bzw.  Deutsche Digitale Bibliothek

Hubert Suschka bei Dreharbeiten
zu einer TV-Serie
in einer Drogerie am 29.10.1981
in St. Georgen
Urheber: Marlis Decker
→ www.pressefoto-decker.de
Lizenz: CC BY 3.0
Ausschnitt des Originalfotos
Quelle: Wikimedia Commons
bzw.  Deutsche Digitale Bibliothek
… war der Kriminalobermeister Kurt Diekmann.
 
Geboren am 4. Juni 1925 in Breslau,
gestorben am 6. Juli 1986 in Hamburg.

Hubert Suschka ließ sich in Berlin ab 1946 für zwei Jahre an der dem Deutschen Theater angeschlossenen Schauspielschule ausbilden, erhielt sein darstellerisches Rüstzeug unter anderem von so legendären Theatermimen wie Gerda Müller1) (1884 – 1951) und Paul Bildt2) (1885 – 1957). Nach seinem Wechsel Ende der 1950er Jahre in die Bundesrepublik erhielt er Engagements in Bielefeld und am Bochumer Schauspielhaus, weitere Stationen seiner Theaterkarriere wurden beispielsweise das "Bayerische Staatsschauspiel" in München, das Schauspielhaus in Zürich, das Hamburger "Ernst Deutsch Theater" sowie das "Rheinische Landestheater" in Neuss, wo er unter anderem noch 1985 in der deutschen Erstaufführung von Neil Simons spritzigen Komödie "Beim Film müsste man sein" als Herb Tucker bzw. mäßiger Drehbuchautor und egoistischer Vater brillierte.

Bereits bei der DEFA hatte Suschka erste Erfahrungen vor der Kamera gesammelt, ab den 1960er Jahren arbeitete der Schauspieler vermehrt für das bundesdeutsche Fernsehen, übernahm auch vereinzelt Aufgaben in Kinoproduktionen. Einen Bekanntheitsgrad erlangte er jedoch vor allem durch populäre TV-Spiele, so beeindruckte er beispielsweise 1965 mit der Titelrolle des Kapitän Nemo in "Nemo taucht auf", mimte den undurchsichtigen Londoner Finanzmakler Felix Hepburn in dem mehrteiligen Durbridge-Straßenfeger "Melissa"2) (1966). Mit der Rolle des Kriminalobermeisters Kurt Diekmann in der erfolgreichen Serie "Sonderdezernat K1" konnte Hubert Suschka auf dem Bildschirm seinen Beliebtheitsgrad noch weiter steigern, interessante Rollen in verschiedensten anderen Krimiserien wie "Dem Täter auf der Spur", "Der Alte" oder "Derrick" gehören darüber hinaus zu seiner TV-Filmografie. Zu einer seiner letzten Auftritte zählt eine Episode der Jugendserie "Ein Fall für TKKG".

Neben seiner umfangreichen Arbeit für Theater und Fernsehen war der Schauspieler ein vielgefragter Synchronsprecher, unter anderem lieh in der amerikanischen Filmkomödie "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug"1) (1980, Airplane!) Leslie Nielsen seine Stimme. Außerdem wirkte er in verschiedensten Hörspiel-Produktionen mit.

Hubert Suschka, Vater eines Sohnes und zweier Töchter, war in zweiter Ehe mit seiner Kollegin Hannelore Droege verheiratet → www.hannelore-droege.de; er lebte zuletzt in Hamburg.
  
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hubert Suschka

Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP

Hermann Treusch … war in den ersten sechs Folgen der Kriminalobermeister Oliver Stüben.
 
Geboren am 3. Oktober 1937 im hessischen Butzbach (nach anderen Quellen in Dortmund).
 
Hermann Treusch, der in erster Linie auf der Theaterbühne zu Hause ist und sich dort als Charakterdarsteller und Regisseur einen Namen gemacht hat, begann nach dem Abitur ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Marburg, weloches er zugunsten einer Schauspielerausbildung jedoch abbrach. Sein darstellerisches Rüstzeug erwarb er sich ab 1958 an der "Max-Reinhardt-Schule" in Berlin und spielte im Laufe der kommenden Jahrzehnte sowohl in klassischen als auch Stücken der Moderne eindrucksvoll viele große Rollen seines Fachs.
Zunächst gründete Treusch nach der Schauspielausbildung seine eigene Theatergruppe, den "Studiokreis 59", ging mit Büchners "Woyzeck"1) und Becketts "Endspiel"1) auf eine bundesweite Tournee. Ein erstes Engagement am Theater nahm der Schauspieler 1960 am "Theater Oberhausen" an, ein Jahr später verpflichtete ihn Günther Lüders2) an das "Württembergische Staatstheater". Weitere Theaterstationen wurden die "Vereinigten Bühnen Graz" (1962 – 1965), das "Niedersächsische Staatstheater Hannover" (1965 – 1969) sowie zur Spielzeit 1969/70 das "Bayerische Staatsschauspiel" in München. 1970 wurde er als Nachfolger von Claus Peymann Oberspielleiter des "Theater am Turm (TAT)" in Frankfurt, dessen künstlerischer Leiter er außerdem zwischen 1975 und 1979 war. Seit 1980 war Treusch Mitglied der "Staatlichen Bühnen Berlins", von 1990 bis 1992 hatte er die Intendanz der "Freien Volksbühne Berlin" inne.
Bis heute zeigt Hermann Treusch an verschiedensten Bühnen mit seinem facettenreichen Spiel immer wieder seine darstellerische Vielseitigkeit, auch als Regisseur erntete der Künstler mit zahlreichen Inszenierungen positive Kritiken, das Stück "Clown in der Klemme" stammt aus seiner Feder und wurde unter seiner Regie am Frankfurter "Theater am Turm" uraufgeführt. Darüber hinaus ist Treusch als Autor für Kulturzeitschriften tätig und hält Lesungen ab, wie beispielsweise in jüngerer Zeit mit seinem Kollegen Joachim Bliese1) aus der in Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst herausgegebenen Publikation "Ich werde es nie vergessen – Briefe sowjetischer Kriegsgefangener". Seit 2005 engagierte sich Treusch als Schauspieler bei dem im gleichen Jahr gegründeten "Ersten Autorentheater Berlin", dass unter der künstlerischen Leitung seiner Initiatorin Klara Höfels1) an jedem ersten Sonntag im Monat zunächst mit Autor, Regisseur und Schauspielern gemeinsam eine Lesung erarbeitete, die mit einem Publikumsgespräch in Anwesenheit des Autors endete. Einige der so vorgestellten Stücke sollen dann später zur Uraufführung kommen. So feierte unter Treuschs Regie in Zusammenarbeit mit dem Autor Volker Lüdecke das Einpersonenstück "Leonida" mit Klara Höfels in der Titelrolle am 1. Juli 2006 im "Literaturhaus Berlin" Premiere.

Der Schauspieler, Regisseur und Autor stand im Laufe seiner Karriere immer wieder sporadisch vor der Kamera, überzeugte sowohl in Kino- als auch Fernsehproduktionen. Zu seiner TV-Filmografie zählen populäre Krimireihen ebenso wie ambitionierte Fernsehspiele. Verschiedenste prägnante Figuren in Krimiserien wie "Ein Fall für Zwei", "Tatort", "Liebling Kreuzberg", "SOKO 5113" oder "Wolffs Revier" sind neben seiner Rolle des Oliver Stüben in "Sonderdezernat K1" zu nennen, in "Die Straßen von Berlin"1) mimte er ab 1995 drei Jahre lang den Koordinator und Einsatzleiter Peter Deroy.
Heinrich Breloer besetzte ihn mit der Nebenrolle des großen elsässischen Dichters und Romanciers René Schickele1) in seinem preisgekrönten dreiteiligen Doku-Spiel "Die Manns – Ein Jahrhundertroman"1) (2001), zu Treuschs letzten TV-Arbeiten zählt die Rolle eines Anwalts in der sehenswerten Krimikomöie "Die Quittung"3) (2004) → www.dieterwunderlich.de.
Auf der Leinwand überzeugte er unter anderem in "Heinrich Penthesilea von Kleist" (1984), das Heinrich Neuenfels ausgehend von seiner Theaterinszenierung der "Penthesilea" Heinrich von Kleists realisiert hatte. Mit Hildegard Knef, Brigitte Fossey und Ivan Desney stand er für das kammerspielhafte Familiendrama "Flügel und Fesseln" (1985) von Regisseurin Helma Sanders-Brahms vor der Kamera →www.deutsches-filmhaus.de.

Hermann Treusch war mit der Schauspielerin und Soziologin Prof. Gerburg Treusch-Dieter1) (1939 – 2006) verheiratet. Sein Bruder ist der renommierte Wissenschaftsmanager und Physiker Professor Dr. Joachim Treusch1) (geb. 1940), der bis zum 30. September 2006 als Vorstandsvorsitzender das Forschungszentrum Jülich leitete; am 1. Juli 2006 wurde Dr. Joachim Treusch in das Amt des Präsidenten der International University Bremen (IUB) berufen.

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hermann Treusch
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) tittelbach.tv

Peter Lakenmacher … war bis zur 4. Staffel der Kriminalobermeister Theodor Beer, genannt "Teddybär".
 
Geboren am 27. September 1942 in Bremen.
 
Peter Lakenmacher wurde in den 1970er Jahren durch die Krimiserie "Sonderdezernat K1" bekannt, in der er eine der Hauptrollen spielte. Bis Ende der 1990er Jahre übernahm er Gastrollen in vielen populären Fernsehserien. In Erinnerung ist der Schauspieler auch mit der Rolle des Schutzgeld erpressenden Warenvermittlers Manfred Schürmann in der "Tatort"-Folge aus Hamburg "Voll auf Haß"1) (1987) geblieben.
Seine markante Stimme kennen viele Hörspielfans noch aus der Europa Serie "Dämonenkiller"1), in der er den Titelhelden Dorian Hunter sprach. Auch in den Serien "Masters of the Universe"1) und "Perry Rhodan"1), ebenfalls beide von Europa, wirkte Lakenmacher mit. Darüber hinaus ist Lakenmacher für die Synchronisation tätig → www.synchronkartei.de.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Peter Lakenmacher
 
Link: 1) Wikipedia
Claus Ringer
Claus Ringer

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… war ab Staffel 2 der Kommissar Eberhard Seidel.
 
Geboren am 19. März 1943 in München.
 
Nach einer Buchdruckerlehre mit Gesellenprüfung nahm er zwei Jahre lang privaten Schauspielunterricht, gab sein Bühnendebüt 1963 in dem Stück "Nimm sie, sie gehürt mir" ("Take Her, She's Mine" von Phoebe Ephron an der "Kleinen Komödie" in München.
Ringer wirkte in München am Theater "Die Kleine Freiheit", am "Volkstheater" in der Briennerstraße", an den "Kammerspielen", bei den "Burgfestspielen Jagsthausen", am Berliner "Hebbel-Theater", am "Theater am Dom" in Köln, in Frankfurt am Main an dem von Fritz Rémond gegründeten "Theater im Zoo" und an der "Komödie Berlin", ging zudem auf verschiedene Tourneen.
 
Claus Ringer wurde 1968 in dem Stück "Geliebtes Scheusal"1) ("The Man Most Likely To" von Joyce Rayburn) von Trude Kolmann, Regisseurin und Chefin der "Kleinen Freiheit" in München, für die Bühne entdeckt. Er spielte in den Folgejahren in den deutschen Erstaufführungen von "Boys in the Band" (von Mart Crowley; 1935–2020) und "Bitte nicht stören" ("Norman, That's You?" von Ron Clark/Sam Bobrick → Wikipedia (englisch)). Ringer war in seiner langjährigen Schauspieltätigkeit an den verschiedensten deutschen Bühnen zu sehen, z.B. in Jagsthausen in "Der Widerspenstigen Zähmung" und "Götz von Berlichingen", am "Berliner Theater" in "So ist meine Frau" (von Marvin Sandberg), am "Volkstheater München" in "Sonnyboys"1) ("Sunshine Boys" von Neil Simon), in den "Kammerspielen  Düsseldorf", der "Komödie Bochum", dem "Stadttheater Fürth" u.v.m. Claus Ringer ist seit der Spielzeit 2001/02 festes Mitglied des "Mainfranken Theaters". Neben der Titelrolle in "Nathan der Weise" wirkte er auch mit dem Monolog "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" in der Trilogie "Der versöhnte Mensch" von Éric-Emmanuel Schmit mit. Weiterhin war er in "Andorra" (von Max Frisch), "Piaf"1) (von Pam Gems über Édith Piaf), "Der Sturm" (von William Shakespeare) und (2004) in "Der nackte Wahnsinn"1) ("Noises Off" von Michael Frayn) zu sehen.
(Der Text wurde einer Info des "Mainfranken Theater Würzburg" entnommen, die jedoch nicht mehr existent ist. Bis wann Claus Ringer zum Ensemble gehörte ist derzeit unklar)
   
Neben seiner regen Arbeit für das Theater wirkte Claus Ringer seit den 1960ern in etlichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Sein Leinwanddebüt gab er in dem Episodenfilm bzw. Aufklärungsstreifen "Hütet eure Töchter!" (1964; Segment 3 "Thema Nr. 1"). Es folgten Auftritte in Kinofilmen wie als Student Erich in der Komödie "Ich suche einen Mann" (1966), als der junge Wiener Peter Seitz in dem Krimi "In Frankfurt sind die Nächte heiß" (1966), als Roderich, Sohn des Goppelmann (Oskar Sima), in der Erotik-Komödie "Die Wirtin von der Lahn" (1967), als Ernst, entführter Sohn des Staatsanwalts Dr. Stauffer (Richard Münch), in dem Gangsterfilm"Heißes Pflaster Köln" (1967), als Jens, älterer Bruder von Peter (Heinz Sonnbichler), in dem Liebesdrama "Peter und Sabine" (1968) oder als Christian in dem Sexfilmchen "69 Liebesspiele" (1968). Bei dem in Deutschland entstandenen, von Radley Metzger gedrehten US-amerikanischen Sexploitationfilm "Carmen Baby" (1966) handelte es sich um eine moderne Interpretation des "Carmen"-Stoffes, wo er neben Uta Levka (Carmen) als der junge Polizeibeamte José in Erscheinung trat.
 
Doch vor allem durch das Fernsehen erlangte Ringer bundesweite Popularität, zeigte sich in Einzelproduktionen, vornehmlich jedoch in zahlreichen Serien. Schon vor seiner Rolle des Sohnes Michael in der mit Inge Meysel gedrehten Serie "Ida Rogalski" (1969) wirkte er in den Geschichten um "Unsere große Schwester"2) (1963/64) als Bruder der "Titelheldin" Karin (Katrin Schaake) mit. Man sah ihn mit Episodenrollen wie in der Folge "Besuch von drüben"3) (EA: 02.11.1965) aus der Krimiserie "Die fünfte Kolone", als Sportwagenfahrer Jürgen Lenz in der zweiten Geschichte um die Familie Scholz "…nichts dazugelernt"4) (EA: 15.06.1966) aus der mit Inge Meysel und Joseph Offenbach gedrehten, beliebten Reihe "Die Unverbesserlichen" und auch bei den "Hesselbachs" tauchte er auf, mimte in "Herr Hesselbach … und das Mündel"4) (EA: 21.12.1966) als Klaus den Sohn des Stadtrats Dr. Moosbauer (Fritz Strassner), der für das Mündel Biggi (Witta Pohl) sein Studium aufgibt. In der Krimiserie "Sonderdezernat K1" trat er ab der 2. Staffel (1974/75)  als Kriminalobermeister Eberhard Seidel in Aktion, der seine Kollegen, unter anderem Kriminalhauptmeister Arnold Matofski (Gert Günther Hoffmann) und Kriminalhauptmeister Kurt Diekmann (Hubert Suschka), bis zur letzte Folge "Tödlicher Ladenschluss"3) (EA: 10.03.1982) bei den Ermittlungen unterstütze. Ringer übernahm Gastrollen in anderen Krimiserien wie wiederholt in "Polizeiinspektion 1", "Der Alte" und "Derrick", aber auch in so genannten "Seifenopern" – so zwischen 1993 und 1995 (70 Folgen: 61–287) als Galerist Peter Sommer in "Marienhof" sowie 1995 in "Jede Menge Leben", wo er in 7 Episoden als TV-Star Theo Walter mitwirkte, in den der Teenagers Mia Grasshoff (Mareike Fell), verliebt ist. Danach sah man ihn unter anderem noch als Georg Starringer, Ehemann der an an Syphilis erkrankten Helga (Lisa Kreuzer) in der Folge "Liebe, längst vergessen"4) (EA; 01.04.1997) aus der Serie "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" neben Protagonist Sascha Hehn und als Berthold Meiser in der Story "Der Rosenkavalier" (EA: 15.06.1998) aus der RTL-Serie "Stadtklinik".
An Einzelproduktionen ist unter anderen seine Rolle des Schneidergesellen Labakan, der sich zu Höherem berufen fühlt, in dem Märchenspiel "Der falsche Prinz"4) (EA: 25.12.1967) nach der Novelle "Das Märchen vom falschen Prinzen " von Wilhelm Hauff zu nennen, in dem von Rainer Erler realisierten TV-Film "Plutonium" (EA: 26.06.1978) gehörte Ringer als der Ingenieur zur Besetzung. 
Nach langer Pause vor der Kamera übernahm er zuletzt den Part eines alten blinden Mannes in dem von Jean-Luc Julien unter anderem mit Udo Wachtveitl gedrehten Kurzfilm "Drive" (2011) → filmportal.de, crew-united.com.
 
Ringer arbeitete zudem als Sprecher, die Synchronkartei weist rund 65 Sprechrollen aus. So lieh er unter anderem Chuck Connors als Capt. Owen Kincaide in "Schwaches Alibi" (1954, "Naked Alibi") seine Stimme oder sprach für Fabrizio Moroni (1943 – 2006) das Bandmitglied Mirko in "Vier Fliegen auf grauem Samt" (1971, "Quattro mosche di velluto grigio"). Hinzu kamen etliche Episoden in Serien → synchronkartei.de. Im Hörspielstudio war er eher selten zuz finden, beispielsweise, sprach er den FBI-Mann Dave in dem Krimi-Zweiteiler "Eddie Coyle und seine Freunde"5) nach dem Roman "The friends of Eddie Coyle" von George V. Higgins mit Heinz Meier als Kleinganove Eddie Coyle (EA: 06./13.05.1975; Regie: Heiner Schmidt).
Claus Ringer hat sich seit Jahren aus der Öffentlichkeit und dem Schauspielgeschäft zurückgezogen. 
 
Siehe auch Wikipedia (mit Filmografie (Auszug),
filmportal.de (Filmografie (Auszug)

Weitere Filme*) mit Claus Ringer
 
Link: Wikiüedia, 1) theatertexte.de, 2) fernsehserien.de, 3) Die Krimihomepage
4) fernsehserien.de, 5) ARD Hörspieldatenbank
Horst Janson

Horst Janson

… war in den letzten Folgen der Kommissar Robert Hahn.
 
Geboren am 4. Oktober 1935 in Mainz-Kastel,
gestorben am 28. Januar 2025 in Grünwald.
(Link: Wikipedia)
 
Kurzbiografie zu Horst Janson innerhalb dieser Homepage.
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Horst Janson
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

1) Link: Internet Movie Database
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