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In den letzten Jahren stand der Schauspieler beispielsweise erneut in dem Stück "Wind in den Pappeln" von Gérald Sibleyras neben Jörg Pleva und Jürgen Thormann auf der Bühne: Erzählt wird die komische Geschichte von den drei Kriegsveteranen Fernand (Jörg Pleva), Gustave (Jürgen Thormann) und René (Harald Dietl), welche im Sommer 1959 die Terrasse ihrer Seniorenresidenz okkupiert haben und gegen Eindringlinge wie Schwester Madeleine vehement verteidigen, so wie sie das früher im 1. Weltkrieg gegen den Feind getan haben. Bekannt und populär wurde Harald Dietl durch Film und Fernsehen, bereits Mitte der 1950er tauchte er in einigen Kinoproduktionen auf. Sein Leinwanddebüt hatte er als Müllerbursche in dem Märchenfilm "Tischlein, deck dich" (1956) gegeben, danach folgten kleinere Aufgaben in Streifen wie "Vier Mädels aus der Wachau"1) (1957), "Die Große Chance"1) (1957), "Die Frühreifen" (1957) oder "Hohe Tannen"1) (1960). An der Seite von George Nader stand er für den Joseph Cotton-Krimi "Um Null Uhr schnappt die Falle zu"1) (1966) vor der Kamera, drehte eher belanglose Filme wie "In Frankfurt sind die Nächte heiß" (1966) und "Klassenkeile"1) (1969), war aber auch in anspruchsvollen Produktionen wie in Ottokar Runzes Drama "Verlorenes Leben" (1976) oder Reiner Kunzes "Die Wunderbaren Jahre" (1979) zu sehen. Weitere Arbeiten für das Kino waren neben den Hollywood-Produktionen "Downhill Racer" (1969, Schussfahrt; mit Robert Redford) unter anderem Horatius Häberles Spielfilmdebüt "Ein Gutes Land" (1982), der Krüger-Gottschalk-Klamauk "Die Supernasen"1) (1983) und Rolf Losanskys Kinderfilm "Hans im Glück" (1999) nach dem Märchen der Gebrüder Grimm. Vor allem das Fernsehen bot Harald Dietl ein breites Betätigungsfeld, er agierte in TV-Spielen wie "Der Fall Winslow" (1961), "Schweyk im zweiten Weltkrieg" (1961), "Fall erledigt End of Conflict" (1965) oder "Aktien und Lorbeer" (1967), war in Serien wie "Die Fünfte Kolonne" (1964), "Mordkommission" (1973), "Die Magermilchbande" (1979) und "Krimistunde" (1983) zu sehen, tauchte bei "Derrick" und im "Tatort" auf. In Heinz Schirks Doku "Die Wannseekonferenz"1) (1984) mimte er den Gauleiter Dr. Alfred Meyer, Helmut Christian Görlitz besetzte ihn in "Das Ende vom Anfang" (1984), neben Harald Juhnke spielte er dem Boulevardklassiker "Mein Freund Harvey" (1985) oder war in der internationalen, hochkarätig besetzten TV-Biografie "Ich und der Duce" (1985) zu sehen. 1988 wurde Harald Dietl mit der Rolle des Hamburger Kommissars "Kalle" Feldmann in der Krimi-Reihe "Die Männer vom K3"1) zum Serienstar, eine Figur, mit der ein Millionenpublikum begeisterte und die er bis zuletzt überzeugend verkörperte. Gemeinsam mit seinen Kollegen Ecki Schöller (Hartmut Reck), Tommi Beyer (Wolfgang Müller) und Pepe Kirchhoff (Alexander Pelz) löste er spannende, oft wirklichkeitsnahe Fälle. Zwischen 1988 und 2001 wurden insgesamt 38 Episoden gedreht, mit der letzten Episode "Die Blutrache" (2003) ging Dietls Ermittler-Ära zu Ende. Nach dem Tod von Hartmut Reck (28. Januar 2001) wurde die Serie umgekrempelt, das altbewährte Team ausgewechselt und der Serientitel geändert, aus "Die Männer vom K3" wurde"K3-Kripo Hamburg". Während seiner Arbeit für die Dauerserie stand Harald Dietl nur selten für andere TV-Filme vor der Kamera, so spielte er unter anderem in dem Mehrteiler "Die Fabrik der Offiziere"1) (1989, nach dem Roman von Hans Hellmut Kirst) den Hauptmann Kater, in dem Volksstück "Jägerblut" (1996) mimte er an der Seite von Monika Baumgartner deren Ehemann bzw. den Oberförster Andreas Niederacher. Nach einer Rolle in dem Thriller "Tresko Der Maulwurf"2) (1996) erlebte man ihn als Bauern Wiesinger neben Toni Berger in dem Komödienstadel-Lustspiel "Bonifaz, der Orgelstifter"3) (1997), außerdem machte Dietl mit Gastauftritten schon mal Ausflüge in andere beliebte Serien wie "Der Landarzt" (1989), "Sylter Geschichten" (1992), "Tücken des Alltags" (1992) oder "Die Wache" (1996). In jüngerer Zeit erlebte man Harald Dietl in Juliane Hohls Familiendrama "Aus Liebe zu Tom" (2003) sowie als Geistlichen in der Komödienstadel-Weihnachtsgeschichte "Das Attenhamer Christkindl"3) (2003) auf dem Bildschirm, zuletzt zeigte er sich mit einem kleinen Part in dem Tatort "Der Gesang der toten Dinge" (2009). Während seiner Karriere als Schauspieler verkörperte Harald Dietl sowohl auf der Bühne als auch im Film über hundert Figuren, die oft auch ernster Natur waren, doch nicht nur als Darsteller ist Harald Dietl gefragt, auch für die Synchronisation arbeitet er seit Jahrzehnten. Inzwischen ist auch sein Traum, ein anerkannter Schriftsteller zu werden, in Erfüllung gegangen: 1990 veröffentlichte er das spannende Kriegsdrama "Treibgut", welches 2002 auch unter dem Titel "Der Krieg entlässt seine Kinder" als Taschenbuch erschien und für den er mit dem "Konsalik-Literaturpreis" ausgezeichnet wurde. Ebenfalls 2002 kam die kenianisch-englische Familiengeschichte "Der Lord von Kenia" auf den Markt, sein Erzählband "Von Reisen und Menschen" mit vielen, zum Teil auch skurrilen Begebenheiten bzw. Begegnungen aus seinem interessanten Leben erschien im Mai 2009. Harald Dietl ist seit vielen Jahren mit Ehefrau Helga verheiratet und lebt mit ihr in München. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) www. prisma.de, 3) www.br.de | Stand Januar 2012 | ||
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Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Schauspielers www.haralddietl.de. Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de |
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