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Ulrich Pleitgen wurde am 1. November 1946 in Hannover geboren; er ist
entfernt mit dem Journalisten und ehemaligen WDR-Intendanten Fritz
Pleitgen1) verwandt. Bevor er zu vielgefragten und renommierten Darsteller sowohl auf der Bühne als auch im Film avancierte, ließ er sich an der "Staatlichen Hochschule für Musik und Theater" in Hannover zum Schauspieler ausbilden. Sein Bühnendebüt gab er 1970 am Berliner "Schillertheater", weitere Engagements führten ihn an so bedeutende Theater wie beispielsweise Basel, Frankfurt, Bochum und Stuttgart; bis 1989 gehört Ulrich Pleitgen zum Ensemble des Hamburger "Thalia-Theaters", wo er unter anderem mit der Titelrolle in Frank Wedekinds "Marquis von Keith" oder als "Brick" in Tennessee Williams "Die Katze auf dem heißen Blechdach" brillierte. 1989 verließ er das Hamburger Theater und widmete sich verstärkt der Film- und Fernseharbeit. Bereits seit Anfang der 1980er Jahre zeigte er in vielen Fernsehspielen seine schauspielerische Vielseitigkeit und wurde schnell einem breiten Publikum bekannt. 1982 verkörperte er in der TV-Adaption von Goethes "Torquato Tasso" den Herzog von Ferrara, 1986 beeindruckte er in Reinhard Hauffs preisgekröntem Kinofilm "Stammheim"1) mit der Rolle des Vorsitzenden Richters Prinzing und wurde für seine Leistung bei den Berliner Filmfestspielen mit dem "Goldenen Bär" gewürdigt. Danach wirkte er in den Kinofilmen "Der achte Tag" (1989) von Regisseur Reinhard Münster sowie in der deutsch-russischen Produktion "Tschoknutje" (1991) von Ala Surikowa mit. Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Ein Fall für zwei" und "Tatort" oder Serien wie "Reporter" (1988) und "Schwarzenberg" 1989) sah man Pleitgen beispielsweise 1990 als Kriegsminister von Roon in Tom Toelles historischem TV-Mehrteiler "Bismarck", auf der Leinwand agierte er im gleichen Jahr als Dittmann in Reinhard Münsters engagiertem Science-Fiction-Film "Der Achte Tag" oder 1991 als Rainer Buchkain in Bernd Schadewalds Drama "Verurteilt: Anna Leschek" auf dem Bildschirm. Mit seiner Rolle des Kapitäns zur See Wolfgang Schefer wurde Pleitgen dann 1993 in "Nicht von schlechten Eltern"1) zum Serienheld an der Seite seiner Filmehefrau Sabine Postel und seine Beliebtheit brachte dann auch ein "Bambi" zum Ausdruck, den er 1994 für diese Rolle erhielt. In den folgenden Jahren war der Schauspieler in TV-Produktionen wie "Weihnachten mit Willy Wuff" (1994), "Nana" (1995), "Im Innern des Bernsteins" (1995) oder "Glück auf Kredit" (1995) auf dem Bildschirm präsent, spielte beispielsweise 1996 den Kommissar Färber in Heide Pils' Drama "Das Ende eines normalen Tages" oder 1997 den bisexuellen Chefarzt Dr. Johannes Steinberg in Dagmar Dameks Zweiteiler "Leben in Angst". |
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Anfang November 2005 tauchte Pleitgen dann als Kunsthistoriker Konrad Bechtholsheim auf, der die engagierte Pastorin Carla Bergmann alias Marie-Luise Marjan in Dagmar Dameks modernem Heimatfilm "Dem Himmel sei Dank" bei ihrer problematischen Arbeit in einer kleinen Gemeinde im Sauerland unterstützt. Eher leichte Unterhaltungskost war der Mitte Dezember in der ARD ausgestrahlte turbulent-heitere Weihnachtsfilm "Hilfe, meine Tochter heiratet"; Pleitgen mimte den leidgeprüften Dresdner Anwalt Julius Weimann, der damit klar kommen muss, dass seine geliebte Tochter Julia (Arzu Bazman) kein kleines Mädchen mehr ist. Aktuell überzeugte Pleitgen seit 25. August 2011 in dem ZDF-Vierteiler "Wilde Wellen Nichts bleibt verborgen"1) mit der Hauptrolle des Ex-Kapitäns bzw. Restaurantbesitzers Michel Dumont, Vater der im Zentrum des Geschehens stehenden jungen Pariser Polizistin Marie Lamare (Henriette Richter-Röhl). In der von Ulli Baumann nach einer Romanreihe bzw. einem Drehbuch von Christiane Sadlo1) ("Inga Lindström") aufwendig inszenierten, melodramatisch-kriminalistischen Familiensaga geht es um schicksalhaft-düstere Familiengeheimnisse, Vergangenheitsbewältigung, fiese Intrigen und natürlich kommt vor allem die Liebe nicht zu kurz. Vor der Kulisse der romantischen Küste der westfranzösischen Bretagne zeigen sich in weiteren Hauptrollen Johannes Zirner als junger, sympathischer Archäologie-Professor Paul Racine, Hanns Zischler als wohlhabender Fischgroßhändler bzw. Maries Patenonkel Léon Menec, Katja Weitzenböck als dessen dominante, Ränke schmiedende Ehefrau Claire, Daniel Roesner als labiler Sohn und designiertem Firmenerbe Caspar Menec sowie Eleonore Weisgerber als Kunstmalerin bzw. Menecs erste Ehefrau Sabine du Maurier; mehr zu den inzwischen auf DVD erschienen einzelnen Folgen "Der Schuss" (EA: 25.08.2011), "Der Verdacht" (EA: 28.08.2011), "Der Sturz" (EA: 01.09.2011) und "Die Erlösung" (EA: 04.09.2011) bei www.bavaria-film.de und www.quotenmeter.de sowie der Filmkritik des Journalisten Rainer Tittelbach (www.tittelbach.tv). Freuen durfte man sich auf den ZDF-Film "Therese geht fremd", in dem Pleitgen am 13. November 2011 als Filmehemann von Christiane Hörbiger auftauchte, die als Professorin Therese Engel ihr Herz an einen Jüngeren (Thomas Sarbacher) verliert; mehr bei www.presseportal.de. Ende Februar 2011 begannen in Hamburg und Umgebung die Dreharbeiten zu dem ARD-Film "Als meine Frau Chef wurde "2) mit Marie-Lou Sellem und Götz Schubert. Pleitgen präsentierte sich in dieser turbulenten Geschichte um das Ehepaar Hanna und Martin Jens als Martins verwitweter, eigensinnig-störrischer Vater Willi und zeigte als notorischer Griesgram mit konservativen Ansichten einmal eine ganz andere Facette seiner Schauspielkunst; zur Ausstrahlung gelangte der Film am 1. Februar 2013 → www.presseportal.de.
Für seine herausragenden schauspielerischen Leistungen erhielt Pleitgen zahlreiche
Auszeichnungen, wurde unter anderem 1972 von der Berliner "Akademie der Künste"
mit dem "Berliner Kunstpreis" als bester Nachwuchs-Schauspieler
geehrt; 1980 ernannte man ihn zum "Besten Schauspieler des Jahres" aus der Truppe von Claus Peymann in
Bochum, 1994 erhielt er einen "Bambi" für seine Darstellung in der ARD-Serie
"Nicht von schlechten Eltern". |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de | Stand: Februar 2013 | ||
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Webpräsenz des Schauspielers: www.ulrich-pleitgen.de Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database |
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