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Weitere Glanzrollen von Jäger waren unter anderem der Dorfrichter Adam in Kleists Lustspiel "Der zerbrochne Krug", der "Theodor" in Hofmannsthal Posse "Der Unbestechliche" oder der Diener Ludwig in Walsers Schauspiel "Überlebensgroß Herr Krott". Doch vornehmlich ist er als Brecht-Interpret in Erinnerung geblieben, gab auch Brechts "Galilei" ("Das Leben des Galilei") oder den Koch in "Mutter Courage und ihre Kinder", arbeitete mit so renommierten Brecht-Regisseuren wie Peter Palitzsch, Harry Buckwitz und Manfred Wekwerth zusammen. Seine Liebe zu Brechts Werken aber auch zu Brecht als politischem Menschen zeigt Jäger auch mit der heute auf CD erhältlichen Veröffentlichung "Songs, Gedichte und Prosa", dass er beispielsweise auch Texte von Kurt Tucholsky bevorzugte, beweist die Audio-Produktion "Opposition! Opposition!" mit Texten und Liedern wie "Was darf die Satire", "Über Krieg" oder "Rückkehr zur Natur". Auch vor einem großen Publikum konnte Jäger seine Glanzrollen wie den Dorfschreiber Azdak oder den "Schweyk" darbieten, das Fernsehen zeigte beispielsweise 1958 Brechts "Der Kaukasische Kreidekreis" in einer Inszenierung von Franz Peter Wirth, Rainer Wolffhardt setzte 1961 "Schweyk im zweiten Weltkrieg" in Szene. Weitere Literatur-Adaptionen waren unter anderem Peter A. Horns Tschechow-Verfilmung von "Der Bär" (1955) mit Jäger als "rasend" verliebter Gläubiger Smirnóff und Käte Jaenicke als trauernde Witwe Popówa oder das von Egon Monk inszenierte Maxim Gorki-Stück "Wassa Schelesnowa" mit Therese Giehse (Wassa Schelesnowa) und Josef Dahmen (Sergej Schelesnow). Vereinzelt übernahm Jäger auch Aufgaben in Kinoproduktionen, so spielte er in Josef von Bákys "Dunja" (1955, nach Puschkins Novelle "Der Postmeister") neben Eva Bartok und Ivan Desny, war an der Seite von Gert Fröbe und Hansjörg Felmy in Paul Mays Verfilmung von Trygve Gulbranssens "Und ewig singen die Wälder"1) (1959) zu sehen. Kurt Hoffmann besetzte ihn mit der Rolle des "Schlender" in "Die Ehe des Herrn Mississippi" (1961, nach Dürrenmatt), mit Wolfgang Reichmann und Heinz Weiss spielte er in dem Kriegsdrama "Division Brandenburg" (1960). Dass Jäger auch in Krimis zu überzeugen wusste, bewies er auf dem Bildschirm 1960 als zwielichtiger Zahnarzt Dr. Stevens in dem Mehrteiler "Es ist soweit"2), der ersten Durbridge-Produktion des deutschen Fernsehens. Drei Jahre später tauchte er in einer Episode von "Das Kriminalmuseum" auf, mimte in der Folge "Das Haus bei den Blutbuchen" (1968) aus der Reihe "Sherlock Holmes" den merkwürdigen Mr. Rucastle. Zu Jägers letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählen 1970 bzw. 1972 zwei Episoden aus der populären TV-Serie "Der Kommissar" sowie der Mehrteiler "Die Reise nach Mallorca" (1973). Hanns Ernst Jäger starb am 15. August 1973 im Alter von 63 Jahren in
einem Münchener Krankenhaus an Herzversagen. Während einer
Aufführung von Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti" Jäger spielte wie immer grandios den "Puntila" hatte
er im März einen Zusammenbruch
erlitten, von dem er sich nicht mehr erholte. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP | ||
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de | ||
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