| Wolf Ackva |
| Wolf Ackva wurde am 30. Juli 1911 im lothringischen Montigny-lès-Metz
geboren. Nach seiner Schulzeit begann er 1931 zunächst in Leipzig ein
Medizinstudium, welches er jedoch abbrach, um in München bei dem berühmten
Otto Falckenberg1)
(1873 1947) Schauspielunterricht zu nehmen. Nach erfolgreichem Abschluss
erhielt er Engagements in Düsseldorf, Königsberg und Berlin, doch seine
Karriere als Schauspieler fand durch den 2. Weltkrieg vorerst ein Ende.
Ackva
wurde als Soldat eingezogen und geriet in Kriegsgefangenschaft, aus der er
erst 1948 wieder heimkehren konnte. Danach setzte er seine Schauspielerkarriere in München fort, einen ersten großen Erfolg konnte er 1950 in Herbert Weickers "Athelier-Theater" mit der Rolle des Fred in Sartres "Die ehrbare Dirne" verbuchen. Vor allem aber an den "Münchner Kammerspielen" machte er sich einen Namen als herausragender Charakterdarsteller. So wirkte er unter anderem 1956 neben Therese Giese in der vielbeachteten Aufführung von Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" mit, die Zuschauer der "Kleinen Komödie" sahen den Schauspieler vor allem in Boulevard- und Kriminalstücken. Daneben übernahm Ackva Gastrollen bei verschiedenen Tourneen, zeigte sich beispielsweise als Sir Wilfried in Agatha Christies "Zeugin der Anklage", als Konsul Werle in Ibsens "Die Wildente" oder als Sultan Saladin in Lessings "Nathan der Weise". Sein Leinwanddebüt hatte Ackva bereits Mitte der 1930er Jahre mit
einer Nebenrolle in Paul Martins Komödie "Glückskinder"1) (1936)
neben Lilian Harvey und Willy Fritsch gegeben, auch im Nachkriegsfilm übernahm er kleinere, aber durchaus profilierte Rollen: So
war er beispielsweise der Inhaber der Broadway-Bar "Klatte"
in Rudolf Jugerts Drama "Nachts auf den Straßen"1) (1952) mit Hans Albers und Hildegard Knef,
der Engelhardt in Wolfgang Liebeneiners Russland-Drama "Taiga"2)
mit Hannes Messemer und Ruth Leuwerik oder ein Jahr später der
Major Smith in dem Spionagefilm "Rommel ruft Kairo" mit Adrian Hoven
und Peter van Eyck. |
| Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung, 3) Die Krimihomepage, 4) Beschreibung innerhalb dieser HP |
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de |
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