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In Victor Vicas' Drama "Weg ohne Umkehr" (1953) sah man sie dann als Anna, Geliebte des russischen Exilanten Mischa (Ivan Desny), der "Bundesfilmpreis" war ein Jahr später der Lohn für diese eindrucksvolle Darstellung. Frantisek Cáp besetzte sie mit der Hauptrolle der Magd Rosalie neben Viktor Staal und Hansi Knoteck in dem bäuerliches Drama "Am Anfang war es Sünde" (1954), nach der Novelle "L'histoire d'une fille de ferme" von Guy de Maupassant. Unter der Regie von Willy Birgel, der mit diesem Film erstmals (und gleichzeitig zum letzten Mal) auch hinter der Kamera stand, agierte sie dann als Partnerin von Dietmar Schönherr in der Literaturverfilmung "Rosenmontag" (1955) und mimte die Blumenbinderin Anna Krüger, die als Tochter eines Bahnwärters eine nicht standesgemäße Liaison mit einem jungen Leutnant hat. In Rudolf Jugerts Gesellschaftsdrama "Studentin Helene Willfüer" (1956), der freien Umsetzung des gleichnamigen Romans von Vicki Baum, war sie dann die Titelheldin, die nach gescheiterter Ehe eine Beziehung zu ihrem Professor (Hans Söhnker) eingeht und bewusst eine uneheliche Mutterschaft auf sich nimmt. Nach Rolf Hansens Tolstoi-Adaption "Auferstehung"3) (1958, u.a. mit Horst Buchholz) und dem eher zu vernachlässigenden Abenteuer "Cavalcade" (1960, auch: Heimat unter heißer Sonne) zog sich das "Fräuleinwunder", wie Ruth Neuhaus in den 1950er Jahren gerne von der Presse genannt wurde, weitgehend von der Leinwand zurück. Lediglich in in dem Gangsterfilm "Tränen trocknet der Wind" (1967), Wolf Gremms Kästner-Adaption "Fabian"3) (1979) und Horst Königsteins "Hard Days, Hard Nights" (1989) war sie noch einmal im Kino mit kleineren Rollen zu sehen. Auch für das Fernsehen arbeitete die Schauspielerin, die sich vor allem auf ihre Arbeit am Theater konzentrierte, in den folgenden Jahren nur sporadisch. Unter anderem wirkte sie in William Dieterles "Gabriel Schillings Flucht" (1962) nach dem Drama von Gerhart Hauptmann mit, in dem Bühnenstück von Federico Garcia Lorca "In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa" (1966) konnte man sie mit der Hauptrolle der Belisa an der Seite von Werner Hinz als Don Perlimplin in einer Aufzeichnung aus dem "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg sehen. Mitte der 1970er Jahre tauchte sie dann noch einmal in der Serie "Pariser Geschichten" auf dem Bildschirm auf, der Tatort "Miriam" (1983) und Horst Königsteins Doku-Drama "Reichshauptstadt privat" (1987) waren die letzten Arbeiten für das Fernsehen. Auch als Regisseurin machte sich Ruth Niehaus einen Namen. 1994 erhielt sie zusammen mit Christa Auch-Schwelk für den Dokumentarfilm "Jeffrey Zwischen Leben und Tod" den "Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung". Mit Christa Auch-Schwelk "Höchstpersönlich" realisierte sie auch andere Projekte im TV. Als Theaterregisseurin war sie auch erfolgreich, so inszenierte sie 1987 "Rebecca" an den "Münchener Kammerspielen".2) Ruth Niehaus erlag am 27. November 1994 im Alter von 69 Jahren in Hamburg ihrem langjährigen Krebsleiden; ihre letzte Ruhestätte fand sie in einem Familiengrab in Meerbusch-Büderich. DER SPIEGEL (40/1994) notierte anlässlich des Todes unter anderem: "Im deutschen Nachkriegsfilm verkörperte sie das frische, ein bißchen frivole Blondchen von nebenan: Mädchenhaft keß belebte sie Schnulzen und Schmonzetten wie "Rosen blühen auf dem Heidegrab" oder "Hilfe, meine Frau will Jungfrau bleiben". Doch Ruth Niehaus hatte sich am Theater da schon längst als seriöse, vielseitige Schauspielerin etabliert." Die Schauspielerin war seit 1950 bis zu dessen frühen Tod am 4. September 1967 mit dem Publizisten und Autor Ivar Lissner2) (1909 1967) verheiratet gewesen; aus der Verbindung stammt die 1951 geborene Tochter Imogen Lissner (heute Imogen Jochem). |
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Link: 1) Wikipedia, 3) deutsches-filmhaus.de Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 05.11.2011) |
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| Siehe auch Wikipedia | ||
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