| Karl Ludwig Diehl | ||||
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Karl Ludwig Diehl wurde am 14. August 1896 als Sohn des
Universitätsprofessors und Nationalökonomen Carl Diehl in Halle/Saale geboren.
Nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium begann er eine Ausbildung
zum Schauspieler, musste diese
jedoch unterbrechen, da er während des 1. Weltkrieges zum Kriegsdienst
einberufen wurde. Er brachte es bis zum Leutnant, setzte nach Endes des
Krieges ab 1919 seine Studien an der Schauspielschule
des "Deutschen Theaters" in Berlin fort und gab nach erfolgreichem Abschluss am
" Wiesbadener Staatstheater" sein Bühnendebüt mit der Rolle des
des Erbprinzen Karl-Heinrich in dem melodramatischen Schauspiel "Alt-Heidelberg"1)
von Wilhelm Meyer-Förster. Weitere
Verpflichtungen führten den jungen Schauspieler 1923 an die "Münchener
Kammerspiele", von wo er nach einem Jahr an das "Staatstheater" wechselte, sowie
nach Berlin an das "Schiller-Theater". Zum Film kam Diehl Mitte der 1920er Jahre und verzeichnete 1929 einen ersten Erfolg als Stuart Webbs in dem noch stummen Detektivstreifen "Masken". In seinem ersten dem Tonfilm "Liebeswalzer"2) (1930) mimte er dann ein Jahr später neben Willy Fritsch und Lilian Harvey einen Hofmarschall und war in Folge in zahlreichen weiteren Produktionen aufgrund seiner distinguierten Erscheinung als Arzt, Gutsherr, Diplomat oder Adliger auf der Leinwand zu sehen, verkörperte aber auch Liebhaber und Ehemänner. In dem tendenziösen Abenteuer "Ein Mann will nach Deutschland"2) (1934) überzeugte er beispielsweise mit der Hauptrolle des Ingenieurs und glühenden Patrioten Hagen, zu seinen Glanzrollen zählte auch die des Barons von Instetten in der von Gustaf Gründgens inszenierten ersten "Effie-Briest"-Verfilmung "Der Schritt vom Wege"2) (1939) an der Seite von Marianne Hoppe und Paul Hartmann. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939 ging der wenige Monate zuvor zum "Staatsschauspieler" ernannte Diehl als Rittmeister wieder zur Wehrmacht, stand aber immer zwischendurch vor der Kamera und drehte Streifen wie das anti-britische Freiheitskämpferdrama "Der Fuchs von Glenarvon"2) (1940), den ganz der NS-Ideologie entsprechenden Historienfilm "Die Entlassung"2) (1942) oder die Komödie "Die Hochstaplerin"2) (1944) mit Sybille Schmitz als Partnerin. Am 5. März 1945 meldete das "Svenska Dagbladet" in Stockholm fälschlicherweise, der Schauspieler sei im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli hingerichtet worden, da er ein intimer Freund und Gesinnungsgenosse des Generalfeldmarschalls von Witzleben gewesen sei. Zutreffend war daran nur, dass zwischen von Witzleben und Diehl eine schon aus der Zeit vor dem Kriege stammende Bekanntschaft bestand, die aber keinerlei politischen Charakter hatte.
Karl Ludwig Diehl stand nach dem Kriege in verschiedenen Städten auf der Bühne, so
unter anderem bei Heinz Hilpert in Konstanz, an den "Münchener Kammerspielen" und seit 1950, nach
der Übersiedlung Hilperts, am "Deutschen Theater" in Göttingen. In der Sommersaison 1952
beispielsweise spielte er Hauptrollen in "Das Leben mit Vater" von Howard Lindsay und in
"Der Arzt am Scheideweg" von Shaw. |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung 3) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz. Ausgabe 2000, S. 72 |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
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