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| Wohl kaum ein Filmschauspieler hat sich so nachhaltig in
die Herzen des Publikums gespielt wie Hans Albers, auch Jahrzehnte nach
seinem Tod ist er der Inbegriff des Draufgängers, der die Herzen der
Frauen im Sturm eroberte. Geboren wurde Hans Philipp August Albers am 22. September 1891 im Hamburger Stadtteil St. Georg als Sohn des Großschlächtereibesitzers Wilhelm Philipp Albers, genannt "Schöner Wilhelm" und dessen Frau Johanna Dorothea. Als Jüngster von sechs Kindern wurde er von seinen Schwestern und der Mutter stets verhätschelt, was das ganze Leben lang so bleiben sollte. |
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Parallel zu seiner Theatertätigkeit hatte sich Albers dem neuen Medium Film zugewandt, das er anfangs als Nebenverdienst betrachtete. Sein Leinwanddebüt gab er 1915 in Franz Hofers stummen Streifen "Jahreszeiten des Lebens". Bis zu Beginn des Tonfilms sollten mehr als hundert Rollen in Stummfilmproduktionen folgen, in denen Albers Typen jeglichen Genres verkörperte, er war der charmante Herzensbrecher und Liebhaber, mimte Schurken, Zuhälter oder skrupellosen Verführer ebenso glänzend wie den Mann von Welt. Titel bzw. Streifen wie "Die Tochter der Gräfin Stachowska" (1917), "Baroneßchen auf Strafurlaub"2) (1918), "Der Mut zur Sünde" (1919), "Der falsche Dimitri" (1922), "Der König und das kleine Mädchen" (1925), "Der Mann aus dem Jenseits" (1926), "Primanerliebe" (1927) oder "Weib in Flammen" (1928) ließen den Zuschauer erahnen, was ihn melodramatisches erwartete. In der von Alexander Korda inszenierten Komödie "Eine Dubarry von heute"2) (1926), mit Maria Corda in der Titelrolle, spielte Albers neben einem anderen, späteren Leinwandstar Marlene Dietrich. Weitere Produktionen waren beispielsweise "Gehetzte Menschen"2) (1924), "Mein Freund, der Chauffeur"2) (1925) und "Die Frau, die nicht "Nein" sagen kann"2) (1927). In einem seiner letzten Stummfilme, der Tragödie "Asphalt"2) (1929), mimte Albers einen Dieb.
In rascher Folge drehte Albers einen Erfolgsstreifen nach dem anderen: In dem legendär gewordenen Film "Der blaue Engel"2) (1930), nach dem Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann, machte er als Artist Mazeppa bzw. Lolas (Marlene Dietrich) neuer Geliebter von sich reden, im gleichen Jahr kam Richard Eichbergs Krimi "Der Greifer" (1930) mit Albers als dem von der Unterwelt gefürchteten Scotland-Yard-Detektiv Harry Cross in der Hauptrolle in die Lichtspielhäuser. Knapp drei Jahrzehnte sollte Albers diese Figur allerdings nun als pensionierten Kripo-Kommissar unter der Regie von Eugen York in einem Remake spielen. Ganz auf den Protagonisten Albers zugeschnitten waren Carl Froelichs Komödie "Hans in allen Gassen" (1930), Richard Eichbergs "Der Draufgänger"1) (1931) oder Hans Hinrichs/Paul Martins heitere Geschichte "Der Sieger"2) (1932) die Titel waren Programm. Albers avancierte zum Volksidol, Produktionen mit ihm wurden zu Kassenschlagern und auch als Sänger machte er mit seiner unnachahmlichen Interpretation Furore. In fast allen seiner Tonfilme gab er Lieder zum Besten, die zu Ohrwürmern wurden, bis heute populäre Schlager geblieben sind und untrennbar mit Albers verbunden bleiben, wie beispielsweise der Erfolgssong "Hoppla, jetzt komm' ich" aus dem Film "Der Sieger". Sein Rollenfach ist der Draufgänger, ob als Offizier, Reporter oder Möbelpacker, "ein Anarchist des Alltags, ein Desperado, der auf keine andere Fahne schwört als auf den frechen Wimpel der eigenen Unwiderstehlichkeit", wie 1991 der Kritiker und Regisseur Hans-Christoph Blumenberg urteilt, der Albers ein Buch und einen Film gewidmet hat.4)
Nach Kurt Gerrons musikalischen Komödie "Heut kommt's drauf an" (1933, mit dem Song "Ich Bin der Hans im Glück"), Gerhard Lamprechts Krimi "Ein gewisser Herr Gran"2) (1933) und Gustav Ucickys Propagandastreifen über die Wolgadeutschen mit dem Titel "Flüchtlinge"2) (1933) drehte Albers unter der Regie von Karl Hartl das Abenteuer "Gold"2) (1934), mit Fritz Wendhausen die idealisierende Ibsen-Adaption "Peer Gynt" (1934) sowie mit Johannes Meyer den ebenfalls propagandistisch gefärbten Kriegsfilm "Henker, Frauen und Soldaten"1) (1935), wo er wieder als tollkühner Flieger glänzen konnte; nach 1945 wurde der Film von der Alliierten Militärregierung verboten. Albers wird zwar eine "distanziert-kritische Haltung zum Nazi-Regime" nachgesagt (vgl. filmportal.de), doch vollständig konnte (oder wollte) er sich den Propagandafilmen nicht entziehen, auch die Ende der 1930er bzw. Anfang der 1940er Jahre entstandenen Historienfilme "Trenck, der Pandur"2) (1940) und "Carl Peters"2) (1941) sind hierfür ein Beleg. Hans Albers macht keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen die Machthaber des Dritten Reiches: "Nur seine beispiellose Popularität schützte ihn vor Verhaftung, wie hätte man das Verschwinden des blonden Ideal-Ariers den Millionen Verehrern plausibel machen sollen"! (Axel Eggebrecht über Hans Albers.)3) Zu "Trenck, der Pandur" vermerkt prisma-online unter anderem: "Ein übler nationalsozialistischer Propagandafilm, in dem Publikumsliebling Hans Albers den starken Mann gibt, der nicht nur jedes Frauenherz höher schlagen lässt, sondern natürlich auch jeder Gefahr trotzt und sie besteht. Albers spielt nicht nur die Rolle des Obersts, sondern schlüpfte auch in die Rolle des Vaters und des Vetters Friedrich von der Trenck, dessen Leben von Fritz Umgelter 1972 und Gernot Roll 2002 aufwändig in Szene gesetzt wurde." So spielte Albers überwiegend in Filmen, die nicht unbedingt auf der Linie der braunen Machthaber lagen und mehr oder weniger reinen Unterhaltungswert hatten, etwa in "Savoy Hotel 217"2) (1936), "Unter heißem Himmel"2) (1936), "Sergeant Berry"2) (1938) oder "Ein Mann auf Abwegen"2) (1940). Zum Kassenschlager geriet das Abenteuer "Wasser für Canitoga"2) (1939) mit dem berühmten Albers-Song "Good bye Jonny". Bis Ende des 2. Weltkrieges drehte Albers nur noch drei Filme, mit zwei von ihnen schrieb er Filmgeschichte: Mit der von Josef von Báky aufwendig in Szene gesetzten Lebensgeschichte des legendären "Lügenbarons" Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen1) (1720 1797), machte auch Albers in diesem vierten deutschen Farbfilm "Münchhausen"2) (1944) als Protagonist ungeahnte Furore. Das "Lexikon des Internationalen Films" führt hierzu aus: "Der anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums der UFA entstandene, verschwenderisch gestaltete, tricktechnisch brillante, farbfreudige und hübsch ironische Film basiert auf einem Drehbuch, das Erich Kästner als politisch Verfemter unter Pseudonym ablieferte. Kästner verband die einzelnen Episoden durch eine Lebensphilosophie, die das einfache Erleben des Abenteuers zu einer Weltanschauung erhebt. Dominierend bleibt aber die Phantastik der Geschichte selbst. Eine famose Schmunzelkomödie". Und prisma-online notiert: "Münchhausen" ist einer der berühmtesten deutschen Filme überhaupt. Beim Jubiläumsfilm zum 25-jährigen Bestehen der UFA sollte geklotzt und nicht gekleckert werden. Propagandaminister Joseph Goebbels wollte demonstrieren, dass die deutsche Filmindustrie trotz aller Kriegswirren Hollywood noch locker in die Tasche stecken konnte. Die besten Leute mussten her, selbst wenn sie, wie Erich Kästner, mit Arbeitsverbot belegt waren. ( ) Mit diesem Film wurde Stärke demonstriert, als der Zweite Weltkrieg mit der verheerenden Schlacht um Stalingrad seine entscheidende Wende erfuhr."; siehe auch Wikipedia. Auch Helmut Käutners "Grosse Freiheit Nr. 7"2) (1944), eine Geschichte aus dem Hamburger Hafen- und Nachtlokal-Milieu, wurde wieder in Farbe realisiert. Die Dreharbeiten gestalteten sich schwierig, mussten wegen der massiven Bombenangriffe auf Hamburg nach Berlin und Prag verlegt werden. Am 15.12.1944 wird der Film "Große Freiheit Nr. 7" in Prag uraufgeführt, nachdem Reichspropagandaminister Joseph Goebbels den Film für das Deutsche Reich verboten und eine Vorführung nur im Ausland einschließlich des Protektorats Böhmen und Mähren zugelassen hatte. Goebbels störte sich vor allem an dem Prostituiertenmilieu, das nach seiner Ansicht nach nicht zum Bild der deutschen Frau passte. In Deutschland wird der Film erst nach dem Kriege uraufgeführt.3)
Fast alle Lieder aus diesem Film wurden weltberühmt, so die Albers-Songs "Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins", "La Paloma" und "Schön ist die Liebe im Hafen" sowie das von Hilde Hildebrand gesungene Chanson "Beim ersten Mal, da tut's noch weh". Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Deftiges Seemannsgarn verbindet sich mit nüchternem Realismus und heftigen Gefühlen, authentischer Atmosphäre und einem Hauch von Resignation. Der straff inszenierte Film zeigt Albers als Schauspieler und Sänger von seiner besten Seite. ( ) Guter alter Kintopp, farblich reizvoll in Agfacolor gestaltet."7) Der letzte, noch kurz vor Kriegsende von Hans Steinhoff gedrehte Film "Shiva und die Galgenblume"2) (1945) mit Albers als Kommissar "Shiva" Dongen blieb unvollendet. Fragmente des nach einem Kriminalroman von Hans Rudolf Berndorff1) (1885 1963) gedrehten Thrillers wurden von Hans Georg Andres und Michaela Krützen mit in Prag nachgedrehten Szenen, Interviews und dokumentarischen Teilen montiert und 1993 unter dem Titel "Shiva und die Galgenblume. Der letzte Film des Dritten Reiches" veröffentlicht. Das Lexikon des internationalen Films urteilte über diese Dokumentation, sie sei ein "insgesamt aufschlußreiches Zeitbild in reizvoller Aufbereitung".6) Die deutsche Erstaufführung fand am 27.11.1993 statt, in dieser Fassung ist Manfred Zapatka5) als Kommissar "Shiva" Dongen zu sehen. Während der letzten Kriegsmonate war Albers mehr und mehr dem Alkohol verfallen, nach dem Abbruch der Dreharbeiten zu "Shiva und die Galgenblume" zog er sich Anfang 1945 in sein Haus in Garatshausen zurück. Mit der Uraufführung von "Große Freiheit Nr. 7" im September 1945 in West-Berlin, der ersten Filmpremiere nach dem Zweiten Weltkrieg, war dann auch Albers wieder in allen Gazetten. Nach einem Entnazifizierungsverfahren setzte der inzwischen über 50-jährige Albers nicht nur seine Filmkarriere erfolgreich fort sondern betrat als Charaktermime auch wieder die Theaterbühne. Hier glänzte er am Berliner "Hebbel-Theater" wieder mit seiner Paraderolle des "Liliom", in München feierte er 1949 mit der Figur des "Mäckie Messer" in Brechts "Dreigroschenoper" Triumphe. Bis wenige Jahre vor seinem Tod übernahm Albers regelmäßig Aufgaben in Theateraufführungen, zuletzt trat er 1957 im Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz in München in der Musical-Version des Seiltänzerstücks "Katharina Knie" von Carl Zuckmayer als alter Karl Knie auf.
Im deutschen Nachkriegsfilm konnte Albers seine Karriere als Filmschauspieler mehr oder weniger erfolgreich fortsetzen, gehörte in den 1950er Jahren weiterhin zu den Stars der Leinwand, stand aber auch für Produktionen vor der Kamera, die nicht gerade Kassenknüller wurden. Da er nun altersbedingt nicht mehr den Draufgänger geben konnte, wechselte sein Rollenfach bald hin zum tragischen Helden. Bereits 1947 spielte er in der ersten deutschen Filmproduktion, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der amerikanischen Besatzungszone gedreht wurde. Josef von Báky übertrug ihm die Hauptrolle des Kriegsheimkehrers bzw. ehemaligen Kranführers Hans Richter, der in dem Melodram " und über uns der Himmel"8) aus Angst vor einer ungewissen Zukunft im zerstörten Berlin dunklen Schiebergeschäften nachgeht. In Rolf Hansens Bergdrama "Föhn"9) (1950, auch "Sturm in der Ostwand") mimte er an der Seite von Liselotte Pulver und Adrian Hoven einen von Schuldgefühlen geplagten Arzt und Bergführer, in Viktor Tourjanskys durchaus spannenden Geschichte "Vom Teufel gejagt" (1950) an der Seite der Ufa-Stars Willy Birgel und Lil Dagover einen Nervenarzt, der ein Medikament zur Behandlung von Geisteskranken entwickelt hat. 1951 kam Christian-Jaques deutsche Version von "Blaubart" in die Kinos, hier übernahm Hans Albers die Titelrolle von Pierre Brasseur, der den "Blaubart" in "Barbe Bleu" verkörpert hatte; siehe auch Infos zu "Blaubart", dem französischen Märchen von Charles Perrault1) (1628 1703) bei Wikipedia. In Rudolf Jugerts preisgekrönten, zeitkritischen Alltagsgeschichte "Nachts auf den Straßen"1) (1952) war Albers an der Seite von Hildegard Knef zu sehen und zeigte einmal mehr, dass er ein großer Charaktermime war. Mit Rolf Jugert drehte er dann das Abenteuer "Jonny rettet Nebrador"2) (1953) und mit Helmut Käutner "Käpt'n Bay-Bay" (1953), ein Jahr später folgte Erik Odes "An jedem Finger zehn" (1954). Mit Wolfgang Liebeneiners "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins"1) (1954) kam es zur dritten Zusammenarbeit mit Heinz Rühmann. Beide Stars sorgten für eine hohe Zuschauerakzeptanz dieses "volkstümlichen Unterhaltungsfilms um zwei erprobte Stars im St.-Pauli-Milieu, mit populären Melodien und Reeperbahn-Romantik angereichert.10) Ohrwürmer wie "Auf der Reeperbahn nachts um halb ein", "In einer Sternennacht am Hafen", "Komm auf die Schaukel, Luise", "Kleine Möwe, flieg nach Helgoland", "Einmal noch nach Bombay" oder "Schön ist die Liebe im Hafen" machten den Film zu einem unvergessenen Kino-Erlebnis. "Wolfgang Liebeneiners mit leichter Hand inszenierter Musikfilm war einer der erfolgreichsten Filme des frühen deutschen Nachkriegskinos der Adenauer-Zeit." vermerkt prisma-online. Zu einer schönen Altersrolle geriet an der Seite von Romy Schneider zwar die Figur des Oberkellners Karl Knesebeck in Harals Brauns "Der letzte Mann"11) (1955), dem Remake des bereits 1924 von Friedrich Wilhelm Murnau mit Emil Jannings inszenierten Stummfilm-Dramas9), allerdings reichte die Neuverfilmung nicht an das grandiose Stummfilm-Werk heran. Das "Lexikon des internationalen Films" kritisiert: "Als rührseliger Unterhaltungsfilm angelegtes Drama mit einem überzeugenden Hauptdarsteller; inszenatorisch reicht der Film nie an Murnaus gleichnamigen Stummfilm mit Emil Jannings heran, dessen Thematik geglättet und dessen Handlung in die Wirtschaftswunderzeit um 1950 verlegt wurde." Die Rolle des einsamen, alten Industrie-Magnaten Matthias Clausen, der in Gottfried Reinhardts Hauptmann-Adaption "Vor Sonnenuntergang" (1956) seine letzten Jahre mit der jungen Inken Peters (Annemarie Düringer) verbringen und heiraten möchte, wurde für Hans Albers ein riesiger schauspielerischer Erfolg. Seine Uraufführung erlebte das Drama am 6. Juni 1956 in Düsseldorf, für seine brillante darstellerische Leistung erhielt Albers im gleichen Jahr anlässlich der Filmfestspiele in Berlin den "Goldenen Bären". Nach der eher zu vernachlässigenden italienischen Produktion "Die Verlobten des Todes" (1957, I fidanzati della morte) sowie der Titelrolle in Rolf Thieles "Der tolle Bomberg"1) (1957) tauchte Albers in dem von Eugen York realisierten, farbenfrohen Krimi "Das Herz von St. Pauli"9) (1957) als Ex-Kapitän Jonny Jensen auf, der seine verschuldete Hafenkneipe vor der Pleite retten will und in ein gefährliches Abenteuer verwickelt wird. Eugen York machte sich auch an die Neuverfilmung des 1930 gedrehten Krimis "Der Greifer"9) (1957), erneut trat Albers als Protagonist auf, diesmal als pensionierter Kommissar, "der im Alleingang und außerhalb seiner Dienstvorschrift den Jungen zeigt, wie man einen Fall löst."12) Unter der Regie von Eugen York entstand auch "Der Mann im Strom" (1958) nach dem gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz, hier beeindruckte Albers als der über 60-jährige Paul Hinrichs, der sich um zehn Jahre jünger macht, um noch einmal einen Job als Taucher zu bekommen. Nur noch zwei Mal stand Albers danach vor der Kinokamera, so für Hans Deppes unterhaltsame Komödie "13 kleine Esel und der Sonnenhof" (1958): Albers spielt den Weltenbummler Josef Krapp, der nach vielen Jahren zu seiner Frau (Marianne Hoppe) zurückkehrt, die inzwischen das Kinderheim "Sonnenhof" leitet. Martha Krapp ist nicht unbedingt entzückt, fürchtet sie doch, ihr Mann könne einen schlechten Einfluss auf die Kinder ausüben. Seine letzte Rolle spielte Albers unter der Regie von Wolfgang Becker in der Krimikomödie "Kein Engel ist so rein" (1960): Der gewiefte Dr. Zilinsky (Hans Albers) heckt er mit seiner Gaunerbande einen Bankraub aus, hat jedoch nicht mit der herzensguten Heilsarmee-Sängerin Therese (Sabine Sinjen) gerechnet. Kurz nach der Vollendung dieses Filmes starb Hans Albers am 24. Juli 1960 im Alter von 69 Jahren in einem Sanatorium im bayerischen Kempfenhausen am Starnberger See; während einer Theateraufführung von Zuckmayers "Katharina Knie" war er drei Monate zuvor mit schweren inneren Blutungen zusammengebrochen. Albers' Leichnam wurde eingeäschert und die Urne unter großer Anteilnahme der Bevölkerung rund dreißigtausend Fans nahmen Abschied von dem Schauspieler auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in seiner Geburtsstadt Hamburg beigesetzt. Einen Tag nach seinem Tod schreibt eine Hamburger Zeitung: "Es ist, als ob jemand ein Stück des Hamburger Michels ausgerissen hätte. Es fehlt jetzt und wird niemals mehr zurückkehren". Zu seinem Begräbnis waren zehntausende Menschen gekommen, um dem großen Hans Albers zum letzten Mal ihren Respekt zu zollen und um Helmut Kräutner auf dem Ohlendorfer Friedhof sagen zu hören: "Du warst ein wahrer König. Dein Zepter war der Humor und deine Krone war dein goldenes Herz. Good bye Johnny. Gute Fahrt".13)
Am 8. August 2005 zeigte die ARD in der Reihe "Legenden" erstmals die Dokumentation von Dagmar Wittmers. "Aus Zeitzeugenaussagen, Filmausschnitten und Dokumenten entsteht in dem Film von Dagmar Wittmers ein lebendiges und ungewöhnliches Bild der Legende Hans Albers." kann man bei www.daserste.de lesen. Natürlich gibt es auch zahlreiche Biografien, die sich mit dem "Phänomen" Albers beschäftigen. Diese alle aufzuführen, würde den Rahmen des Kurzportraits sprengen; deshalb wird auf die Literatur-Übersicht bei Wikipedia verwiesen. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Filmbeschreibung der
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, 5) Kurzportrait innerhalb dieser HP,
8) www.hist.uni-hannover.de,
9) prisma-online.de, 11) Dirk Jasper FilmLexikon Quellen: 3) Biografie Deutsches Historisches Museum, 4) Artikel zum 50. Todestag von Hans Albers bei ZEIT-ONLINE, 6) Wikipedia, 7) CD-ROM-Ausgabe, Systhema, München 1997, 10) Lexikon des internationalen Films, 12) prisma-online, 13) covergalerie.org |
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Hans Albers-Fanseiten: www.der-blonde-hans.de
und www.albers-hans.de; siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de, www.cyranos.ch, www.whoswho.de, www.swr.de sowie den tabellarischen Lebenslauf des LeMO-Projekts (Deutsches Historisches Museum) und den Artikel zum 50. Todestag von Hans Albers bei www.zeit.de Fotos bei www.virtual-history.com |
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Kinofilme Filmografie bei www.imdb.de (Links: Murnau Stiftung, Wikipedia) |
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1917: Rache des Gefallenen |
1917: Das Spitzentuch der Fürstin Wolkowska |
| 1917: Rauschgold | 1918: Baroneßchen auf Strafurlaub |
| 1918: Der Fluch des Nuri | 1918: Die Prinzessin von Urbino |
| 1919: Madeleine | 1919: Taumel |
| 1920: Die Marquise von O. | 1920: Taschendiebe |
| 1921: Der Falschspieler | 1921: Der Fürst |
| 1922: Der Böse Geist | 1922: Menschenopfer |
| 1922: Die Geliebte des Königs | 1922: Söhne der Nacht |
| 1922: Lydia Sanin | 1922: Der Tiger des Zirkus Farini |
| 1922: Versunkene Welten | 1922: Der Falsche Dimitri |
| 1923: Inge Larsen | 1923: Fräulein Raffke |
| 1924: Auf Befehl der Pompadour | 1924: Gehetzte Menschen |
| 1924: Guillotine | 1924: Das Schöne Abenteuer |
| 1924: Ein Sommernachtstraum | 1924: Das Testament des Joe Sivers |
| 1925: Athleten | 1925: Der Bankraub unter den Linden |
| 1925: Deutsche Herzen am deutschen Rhein | 1925: Die Gesunkenen |
| 1925: Der König und das kleine Mädchen | 1925: Der Mann aus dem Jenseits |
| 1925: Mein Freund der Chauffeur | 1925: Die Venus von Montmarte |
| 1925: Vorderhaus und Hinterhaus | 1925: Halbseide |
| 1925: Luxusweibchen | 1926: An der schönen blauen Donau |
| 1926: Die Drei Mannequins | 1926: Die Frau die nicht nein sagen kann |
| 1926: Husarenliebe | 1926: Jagd auf Menschen |
| 1926: Der Lachende Ehemann | 1926: Seeschlacht beim Skagerrak |
| 1926: Der Soldat der Marie | 1926: Der Prinz und die Tänzerin |
| 1926: Wir sind vom K. u. K. Infanterie-Regiment | 1927: Der Goldene Abgrund |
| 1927: Der Größte Gauner des Jahrhunderts | 1927: En Perfekt gentleman |
| 1927: Nur eine Tänzerin | 1927: Eine Dubarry von heute (→ Murnau Stiftung) |
| 1928: Prinzessin Olala | 1928: Rasputins Liebesabenteuer |
| 1928: Weib in Flammen | 1928: Dornenweg einer Fürstin |
| 1928: Saxophon-Susi | 1928: Ein Tag Film |
| 1928: Frauenarzt Dr. Schäfer | 1929: Drei machen ihr Glück |
| 1929: Ja, ja, die Frauen sind meine schwache Seite | 1929: Möblierte Zimmer |
| 1929: Die Nacht gehört uns | 1929: Der Rote Kreis |
| 1929: Vererbte Triebe | 1929: Mascottchen |
| 1929: Asphalt | 1930: Der Greifer |
| 1930: Hans in allen Gassen | 1930: Der Blaue Engel |
| 1931: Drei Tage Liebe | 1931: Der Draufgänger |
| 1931: Bomben auf Monte Carlo (→ Murnau Stiftung) | 1932: Der Weiße Dämon |
| 1932: F.P.1 antwortet nicht (→ Murnau Stiftung) | 1932: Monte Carlo Madness |
| 1932: Quick | 1932: Der Sieger |
| 1933: Ein Gewisser Herr Gran | 1933: Flüchtlinge |
| 1933: Heut kommt's drauf an | 1934: Peer Gynt |
| 1934: Gold | 1935: Henker, Frauen und Soldaten |
| 1935: Varieté | 1936: Unter heißem Himmel |
| 1936: Savoy-Hotel 217 | 1937: Die Gelbe Flagge |
| 1937: Der Mann, der Sherlock Holmes war (→ Murnau Stiftung) | 1938: Sergeant Berry |
| 1938: Fahrendes Volk | 1939: Ein Mann auf Abwegen (Erstaufführung 16.02.1940) |
| 1939: Wasser für Canitoga | 1940: Trenck, der Pandur (→ Murnau Stiftung) |
| 1941: Carl Peters (VB-Film) | 1943: Münchhausen (→ Murnau Stiftung) |
| 1944: Große Freiheit Nr. 7 (→ Murnau Stiftung) |
1945: Shiva und die Galgenblume
(→ Murnau
Stiftung; Erstaufführung 27.11.1993) |
| 1947: und über uns der Himmel | 1950: Vom Teufel gejagt |
| 1950: Föhn | 1951: Blaubart |
| 1952: Nachts auf den Straßen | 1953: Jonny rettet Nebrador |
| 1954: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins | 1953: Käpt'n Bay-Bay |
| 1954: An jedem Finger zehn | 1955: Der Letzte Mann |
| 1956: Vor Sonnenuntergang | 1957: I Fidanzati della morte |
| 1957: Der Tolle Bomberg | 1957: Das Herz von St. Pauli |
| 1958: Der Greifer | 1958: Dreizehn alte Esel |
| 1958: Der Mann im Strom | 1960: Kein Engel ist so rein |
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