| Horst Naumann | |||||
| Horst Naumann wurde am 17. November 1924*) in Dresden geboren und wuchs
auch dort auf; nach dem Besuch einer Wirtschaftsschule nahm er Schauspielunterricht in seiner Geburtsstadt,
konnte jedoch erst nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft
1946 sein Bühnendebüt am Stadttheater Burgstädt geben,
wo er zwei Jahre lang zum Ensemble gehörte. Weitere Engagements führten ihn ab 1948 unter anderem nach Staßfurth,
Döbeln und Güstrow. 1953 kam Naumann nach Berlin, stand dort am
"Theater der Freundschaft" auf der Bühne und begann auch seine Karriere beim
Film. Sein Leinwanddebüt bei der DEFA gab er 1954 mit einer kleinen Rolle
in Wolfgang Staudtes hochgelobtem Film "Leuchtfeuer"1).
Schon im gleichen Jahr
sah man ihn als Trapezkünstler Camillo Lamberti in dem Artistenfilm "Carola Lamberti Eine vom Zirkus"1),
in Herbert Ballmanns Kinderfilm "Das geheimnisvolle Wrack"1) (1954)
zeigte er sich als Unteroffizier Heinz Kersten, zwei Jahre später agierte er als Sohn des sozialdemokratischen Abgeordneten Lühring in
"Der
Teufelskreis"1) (1956), der Verfilmung der Geschehnisse um den Reichstagsbrand von 1933.
Als jugendlicher Liebhaber avancierte er in den Unterhaltungsstreifen
"Drei Mädchen im Endspiel" (1956) sowie "Alter Kahn und junge
Liebe"1) (1957) zum Publikumsliebling.
1958 flüchtete Horst Naumann gemeinsam mit Ehefrau Christa in die Bundesrepublik,
da ihn die Stasi unter Druck gesetzt hatte, Rollen in Propagandafilmen zu
übernehmen. Rasch konnte der Schauspieler im "Westen" sowohl auf der Bühne als auch im Film an seine früheren Erfolge
anknüpfen. Außerdem machte er sich mit Regiearbeiten einen Namen, übernahm
Aufgaben als Synchronsprecher beispielsweise für Lex Barker, Leslie Nielsen, Sean Connery oder Pierre Mondy
und war auch bald vom Fernsehbildschirm nicht mehr wegzudenken. Sein
Rollenrepertoire ist breit gefächert, reicht vom vom Krimi über die Komödie bis
hin zum Heimatfilm. Ab den 1970er Jahren übernahm Naumann noch hin und wieder kleinere
Rollen in Kinoproduktionen, sein Hauptbetätigungsfeld wurde jedoch das
Fernsehen. 1970 überzeugte Naumann mit
der Titelfigur in Rudolf Nussgrubers Dokumentarspiel "Claus Graf Stauffenberg ´ Porträt eines Attentäters",
man sah ihn in unter anderem in mehreren "Tatort"-Folgen
oder in der Serie "St. Pauli Landungsbrücken".
Mit seiner
Dauerrolle des Schiffsarztes Dr. Schröder erlangte er dann ab
der zweiten Staffel (ab 1983) in der beliebten ZDF-Reihe "Das
Traumschiff"1) eine ungeheure
Popularität, eine Rolle, die ihn fast drei Jahrzehnte nicht losließ
und mit der er ein Millionenpublikum erreichte. Diese Figur mimte er seit 2007
auch in dem "Traumschiff"-Ableger "Kreuzfahrt ins Glück"1).
Anfang Februar 2010 ging durch die Presse, der Schauspieler gehe Ende des
Jahres endgültig "von Bord", am 26. Dezember 2010 war
Naumann er in der Folge
"Panama" letztmalig Mal als Schiffsarzt Dr. Schröder zu
sehen. Schauspieler Nick Wilder trat im Januar 2011 als Schiffsarzt Dr. Wolf Sander
Naumanns Nachfolge an. Der Schauspieler hatte im Juni 1954 seine große Liebe, die Schauspielerin Christa von Arvedi geehelicht, mit der er bis zu deren Tod im Oktober 2003 fast 50 Jahre lang verheiratet war. Den Verlust seiner Frau traf Naumann tief, mit ihr fühlte er sich am ehesten in seiner kleinen Finca in Spanien verbunden, welche das Paar gemeinsam vor Jahren eingerichtet hatte und wo er Entspannung von der Arbeit fand; außerdem besitzt er ein Haus in der Nähe von München, welches ihm als Domizil dient, wenn er vor der Kamera steht. Jüngst ging durch die Presse, das Naumann in seiner 34 Jahre jüngeren Managerin bzw. der Leiterin des Duisburger Kleinkunsttheaters "Die Säule", Martina Linn, ein neues Glück gefunden hat; am 12. August 2010 heiratete das Paar. Die Duisburger konnten den beliebten Schauspieler bereits seit einiger Zeit auf den Brettern der "Säule" bewundern, ab Mitte Mai 2011 präsentierte Naumann dann gemeinsam mit Christian Ohmann, Anna Moik-Stötzer und Damira Schumacher Loriots "Dramatische Werke, Szenen einer Ehe und andere Katastrophen"; mehr bei www.duisburg.de. Im September 2005 erschien unter dem Titel "Zwischen Leuchtfeuer und Traumschiff" die Autobiografie des vielseitigen Künstlers, mit der er dem Leser Einblicke in sein Leben mit persönlichen Glücksmomenten, aber auch Rückschlägen gewährt. |
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*) nach anderen Quellen 1925 1) Link: Wikipedia |
Stand: Februar 2012 | ||||
| Siehe auch Wikipedia, www.defa-sternstunden.de | |||||
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