Ernest Borgnine 2004; Quelle: Wikimedia Commons von U.S. Department of Defense; Urheber: JO1 MARK D. FARAM, USN Ernest Borgnine wurde am 24. Januar 1917 als Ermes Effron Borgnino und Sohn italienischer Einwanderer in Hamden (Conneticut) geboren; er besuchte die Schule in seiner Geburtsstadt, die er 1935 beendete: Nach seiner Militärzeit, die er bis Kriegsende bei der US-Navy verbrachte, arbeitete er zunächst in einer Fabrik, absolvierte dann ein Schauspielstudium an der "Randall's School of Drama" in Hartford (Connecticut). Von 1946 bis 1950 stand er in Abington (Virginia), auf der Bühne des "Barber Theatre" und spielte die unterschiedlichsten Rollen, bereits Ende der 1940er Jahre hatte er sein Debüt am Broadway mit dem Stück "Harvey" gegeben. 
Anfang der 1950er Jahre ging Borgnine nach Hollywood und gab sein Leinwanddebüt mit einer kleinen Rolle in dem Streifen "The Whistle at Eaton Falls". Seine langandauernde Filmkarriere begann 1953 mit der Figur des brutalen Sergeant "Fatso" in Fred Zinnemanns Kriegsdrama "Verdammt in alle Ewigkeit"1) (From Here to Eternity) mit Burt Lancaster, Deborah Kerr, Montgomery Clift und Frank Sinatra, rasch etablierte sich Borgnine in zahlreichen Produktionen mit prägnanten Rollen als verlässlicher Nebendarsteller; nur wenige Male stand er auf den Kinoplakaten an der ersten Stelle. Höhepunkt seiner Kino-Laufbahn war ein Oscar, den er 1956 für seine eindringliche Darstellung des sensiblen, kontaktscheuen Metzgers Marty Piletti in Delbert Manns Liebesfilm "Marty"1) (1955) erhielt (siehe auch www.moviemaster.de).

  
Foto: Ernest Borgnine 2004
Quelle: Wikimedia Commons von U.S. Department of Defense
Urheber: JO1 MARK D. FARAM, USN; Angaben zur Lizenz siehe hier

Krimis, Kriegsfilme und Western gehörten zu seinem Metier, darunter Robert Parrishs Gangsterfilm "Die Spur führt zum Hafen" (1951, The Mob), Robert Aldrichs sehenswerter Western "Vera Cruz"1) (1954) mit Gary Cooper und Burt Lancaster, der Western "Geraubtes Gold"1) (1958, The Badlanders2)), Robert Aldrichs Kriegsabenteuer "Der Flug des Phoenix"1) (1965, The Flight of the Phoenix) mit James Stewart, Richard Attenborough und Hardy Krüger oder Sam Peckinpahs Meisterwerk "The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz"1) (1969, The Wild Bunch) mit William Holden und Borgnine in den Hauptrollen.

Der kräftige, untersetzt-korpulente Schauspieler zählte zu den beständigsten Vertretern der Filmbranche, seit den 1950er Jahren machte er sich auch einen Namen durch zahlreiche Auftritte in TV-Serien und -Mehrteilern wie unter anderem als Zenturio in dem Bibel-Epos "Jesus von Nazareth"1) (1977) oder als Dominic Santini in "Airwolf"1) (1984). Obwohl Borgnine in seinen späteren Filmen – darunter 1972 das Schiffsabenteuer "Die Höllenfahrt der Poseidon"1) (The Poseidon Adventure) oder die für das Fernsehen produzierten drei Fortsetzungen von "Das dreckige Dutzend" (1985, 1986, 1988) – meist die Rolle des schroff-ungeduldigen Aktivisten spielte, erlangte er aber auch als Komiker Popularität wie zwischen 1962 und 1966 als einer der Protagonisten in der beliebten Sitcom "McHale's Navy", die ihm eine Nominierung für den "Emmy Award" einbrachte.
1981 beispielsweise wirkte er neben Kurt Russell in John Carpenters Kultfilm "Die Klapperschlange"1) (Escape from New York) mit, 1989 mimte er einen Bischof in dem deutschen Klamauk-Streifen "Gummibärchen küsst man nicht". Von 1993 bis 1995 agierte er auch in Deutschland in der TV-Serie "Tierärztin Christine", wo er den Vater der Tierärztin, gespielt von Uschi Glas, darstellte.
Seit den 1990er Jahren Jahre stand der populäre Schauspieler nicht mehr ganz so oft, dennoch regelmäßig vor der Kamera, war auch im hohen Alter nach wie vor in verschiedenen Produktionen präsent. 1996 unternahm er eine ausgedehnte Bustour durch Amerika, um sich das Land anzusehen, aber auch um seine zahlreichen Fans zu sehen. Anlässlich des 85. Geburtstages des Stars im Januar 2002 schrieb die "Rheinische Post" unter anderem "Der Schauspieler Ernest Borgnine spielte zwar meist Nebenrollen, aber mit so geballter Kraft, dass sein Gesicht den Zuschauern unvergesslich bleibt".

Seit 1973 war Ernest Borgnine, der im Januar 2012 seinen 95. Geburtstag beging, in fünfter Ehe mit der 1941 geborenen Geschäftsfrau Tova Traesnaes4) verheiratet, die eine eigene Kosmetik-Firma betreibt. Seine erste, 1949 geschlossene Verbindung mit Rhoda Kemins war trotz der 1952 geborenen gemeinsamen Tochter Gina 1958 gescheitert. 1959  heiratete er die die mexikanische Schauspielerin Katy Jurado3) (1924 – 2002), 1963 erfolgte die Scheidung. Seine Ehe mit der Schauspielerin und Sängerin Ethel Merman1) (1908 – 1984)  hielt 1964 nur 32 Tage. Ehefrau Nummer vier wurde im Juni 1965 Donna Rancourt, von der er sich 1972 offiziell trennte; aus dieser Ehe stammen Sohn Christopher (geb. 1969) sowie die beiden Töchter Sharon (geb. 1965) und Diana (geb. 1970).
 
Ernest Borgnine starb am 8. Juli 2012 im Alter von 95 Jahren im "Cedars-Sinai Medical Center" in Los Angeles an Nierenversagen. Der Leichnam wurde eingeäschert und die Urne der Familie übergeben.
 

Ernest Borgnine im April 2010 beim Film Festival
der "Turner Classic Movies"1) (TCM)
Urheber: Greg Hernandez; Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: www.flickr.com bzw. Wikimedia Commons

Ernest Borgnine im April 2010 beim Film Festival der "Turner Classic Movies" (TCM); Urheber: Greg Hernandez; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: www.flickr.com bzw. Wikimedia Commons

Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia
Link: 1) Wikipedia (deutsch),  2)  prisma.de, 3) Wikipedia (englisch)
Lizenz Foto Ernest Borgnine: Dieses Bild ist das Werk eines Seemanns oder Angestellten der U.S. Navy, das im Verlauf seiner offiziellen Arbeit erstellt wurde. Als ein Werk der Regierung der Vereinigten Staaten ist diese Datei gemeinfrei.
Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de, www.djfl.de)
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