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Vermutlich erinnern sich nur noch die Älteren unter uns an den
eleganten Grafen, der gemeinsam mit seinem Chauffeur und Diener Johann so
manches spannende Abenteuer erlebte. "Graf Yoster gibt sich die Ehre"
hieß es erstmals am 15. September 1967, besagter Aristokrat wurde
gespielt von Lukas Ammann, sein bürgerliches Pendant war Fahrer
Johann, dargestellt von Wolfgang Völz. Graf Yoster ist nicht nur
irgendein Graf, sondern passionierter Kriminalschriftsteller, der immer
wieder in aufregende Verbrechen, auch im Highsociety-Milieu verwickelt wird,
die er ganz gentlemanlike löst und zu spannenden Storys verarbeitet. Ihm
zur Seite steht der treu ergebene Johann, der
eigentlich Gotthold Weinhofer heißt und, bevor er auf die schiefe Bahn
geriet, als Konditor seine Brötchen verdiente. Durch seine Stellung beim
Grafen Yoster hat er auf den rechten Weg zurückgefunden, wird durch seine
ehemaligen Kontakte zur Unterwelt zu einem unverzichtbaren Experten in
Sachen Verbrechensbekämpfung.
Der Reiz der Serie, die mit einer gehörigen Portion Humor und witzigen
Dialogen daher kam, lag ohne Zweifel grade im Kontrast der beiden
Protagonisten, Yoster war die distinguierte, klischeehafte Personifizierung
eines Grafen, Johann gab sich da schon jovialer, scherzte oft mit den
Dienstmädchen und war überhaupt kein Kostverächter, was das schöne
Geschlecht anbelangte. Seinen Chef fuhr er standesgemäß in einem Rolls Royce mit dem Kennzeichen
"M-Y 001" durch die Gegend, die in jeder Episode einleitende Frage
"Wohin, Herr Graf?" wurde stets mit "Nach XY, Johann" beantwortet,
wobei die Orte stets wechselten.
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung
von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
www.ardvideo.de
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Der Abspann
war ebenso stereotyp: "Wohin, Herr Graf?" konnte nur "Nach Hause,
Johann" heißen, das Zuhause war natürlich ein feudales Schloss.
Dazwischen waren die eigentlichen, manchmal unrealistisch erscheinenden
Kriminalfälle angesiedelt, mit denen Yoster und Johann konfrontiert wurden.
Fälschern, Dieben, Erpressern, Spionen, Mördern oder sonstigen Ganoven
musste das Handwerk gelegt werden, die manches Mal auch in den achtbaren
Gesellschaftskreisen zu finden waren.
In gewisser Weise kann "Graf Yoster gibt sich die Ehre" als
deutsche Antwort auf die Anfang der 60er gedrehte amerikanische Krimiserie
"Amos Burke" (Burke's Law) betrachtet werden. Burke war
zwar nicht adelig sonder "nur" Millionär, auch er ließ sich von
einem Chauffeur im Rolls Royce zu seinen Fällen kutschieren, ermittelte stets im Milieu der High Society.
Die Serie um den Grafen Yoster war eine deutsch-französische Co-Produktion und lief in
Frankreich unter dem Titel "Le Comte Yoster a bien l'honneur",
in Deutschland zeigte die ARD die ersten, noch schwarz-weiß gedrehten drei
Staffeln (36 Folgen à 25 Minuten) im Vorabendprogramm bis Mitte Januar 1971.
Aufgrund der enormen Zuschauerresonanz wurden die Geschichten um Graf
Yoster und Diener Johann mit einer vierten Staffel (24.1.1974 11.9.1974,
14 Episoden), gefolgt von einer weiteren (22.11.1976 7.2.1977, 12 Episoden) fortgesetzt,
die nun auch Farbe ins Spiel brachten. Die Angaben,
die man zur Insgesamt-Zahl der Folgen findet (beispielsweise 74 bzw. 76), sind
unterschiedlich, was vermutlich damit zusammenhängt, dass die ab 1976
gezeigten Krimis als Doppelfolge zu je 50 Minuten gesendet wurden. Im
Verlaufe der Jahre gab es bei verschiedenen Sendern bis in jüngste Zeit
vereinzelt Wiederholungen dieser inzwischen legendären TV-Serie.
Siehe auch Wikipedia, www.tvder60er.de,
Die
Krimihomepage; weitere Links bei www.fernsehserien.de,
www.wunschliste.de
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Die Hauptakteure:
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| Lukas Ammann |
spielte den Grafen Yoster.
Geboren am 29. September 1912 in Basel.
Kurzbiografie
zu Lukas Ammann innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme1) mit Lukas Ammann
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Wolfgang Völz |
spielte den Chauffeur und Diener Johann.
Geboren am 16. August 1930 in Danzig.
Kurzbiografie
zu Wolfgang Völz innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme1) mit Wolfgang Völz
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