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Ab Ende der 1920er Jahre konnte Harry Hardt auch im beginnenden Tonfilm Fuß fassen, er spielte an der Seite vieler Berühmtheiten jener Jahre, der Durchbruch zum Topstar gelang ihm jedoch nicht. Dennoch war er ein vielbeschäftigter und beliebter Nebendarsteller, deckte vom Ganoven (1937, Der Mann, der Sherlock Holmes war2)), Hotelportier (1935, Barcarole) über Hoteldirektoren (1934, Zigeunerblut), Rittmeister (1934, Abenteuer eines jungen Herrn in Polen/Schwarzer Jäger Johanna2)) bis hin zu eleganten Adligen jeglicher Couleur ein breites Spektrum unverzichtbarer Randfiguren ab. Die Liste seiner Filmauftritte ist lang, neben Hans Albers beispielsweise sah man ihn als Inspektor Sinclair in Richard Eichbergs Krimi "Der Greifer" (1930, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Albers-Film aus dem Jahre 1957), Kriminalkommissare mimte er auch in den unterhaltsamen Streifen "Täter gesucht" (1931), "Die Unsichtbare Front" (1932), "Die Gräfin von Monte-Christo" (1932) und "Nacht der Verwandlung" (1935). In der deutschen Fassung des von Carl Boese in Szene gesetzten und in fünf Sprachversionen gedrehten dokumentarisch angelegten Films über den berühmten Musikclown Grock alias Adrian Wettach (1931, Grock Das Leben eines großen Künstlers) war er als Graf zu sehen, in Hans Steinhoffs Historiendrama "Der Alte und der junge König Friedrichs des Grossen Jugend"2) (1935) mit Emil Jannings und Werner Hinz in den Titelrollen verkörperte er den Erbprinz von Seckendorff. Bis Kriegsende tauchte Harry Hardt in Filmproduktionen wie dem Historienspektakel "Trenck, der Pandur"2) (1940), dem Melodram "Vom Schicksal verweht" (1942) oder dem mit Hans Albers in der Titelrolle opulent ausgestatteten, in Farbe gedrehten Abenteuer "Münchhausen"2) (1943) auf. Auch im deutschen Nachkriegsfilm spielte der Schauspieler bis Anfang der 1960er Jahre regelmäßig in Unterhaltungsstreifen mit, gab Fürsten wie in "Kaiserwalzer" (1953, mit Rudolf Prack), Rittmeister wie in "Der Feldherrnhügel" (1953, mit Paul Hörbiger) und "Marianne"2) (1955, mit Marianne Hold) , Soldaten wie den Hauptmann Derna in Paul Mays Hans Hellmut Kirst-Adaption "08/15"2) (1954), Generäle wie in "Kaisermanöver"2) (1954, mit Rudolf Prack) und "Spionage" (1955, mit Ewald Balser), oder Direktoren wie in dem Millowitsch-Klamauk "Willy, der Privatdetektiv" (1960). Danach wurden seine Auftritte seltener, zu seinen letzten Arbeiten für das Kino zählt Hans-Jürgen Syberbergs Biopic "Karl May" (1974), Herbert Veselys Film "Egon Schiele Exzesse" (1981) über Leben des radikalen Wiener Malers und Zeichners kam erst nach Harry Hardts Tod in die Kinos. Im Fernsehen übernahm Harry Hardt seit Anfang der 1960er Jahre verschiedenste Aufgaben, agierte unter anderem in der Komödie "Staatsaffairen" (1961) von Louis Verneuil oder in Wolfgang Schleifs Dokumentarspiel "Der Fall Harry Domela" (1965) über den damals 22-jährigen Harry Domela (Hanns Lothar), der Mitte der 1920er Jahre als Adalbert von der Recke, Graf von Lieven, Baron Korff und zuletzt als Prinz Wilhelm von Preußen die feine Gesellschaft der Weimarer Republik zum Narren gehalten hatte. In mehreren Folgen von "Königlich Bayerisches Amtsgericht" mimte er "Seine Erlaucht" den Grafen von Haunsperg, weitere Serienauftritte hatte Harry Hardt unter anderem in "Wenn der Vater mit dem Sohne" (1971, mit Peter Weck und Fritz Eckhardt) sowie in dem französischen Mehrteiler "Das Licht der Gerechten" (1979, La Lumière des justes"). Harry Hardt, der in seiner erfolgreichen Filmkarriere für mehr als 200 Produktionen vor der Kamera stand, starb am 14. November 1980 im Alter von 79 Jahren in Wien. |
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Link: 1) Murnau Stiftung, 2) Wikipedia |
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Siehe auch www.cyranos.ch,
Wikipedia Fotos bei film.virtual-history.com, Filmografie bei www.imdb.de |
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