Die merkwürdige Lebensgeschichte
des Friedrich Freiherrn von der Trenck
Das Leben des preußischen Offiziers und Abenteurers Friedrich Freiherr von der Trenck (1727 – 1794) bot schon seit den 1930er Jahren Stoff für einige Verfilmungen, mehr oder weniger frei nach dessen 1787 erschienen Autobiografie. Das dreibändige Werk trug den Titel "Des Friedrich Freiherrn von der Trenck merkwürdige Lebensgeschichte. Von ihm selbst als ein Lehrbuch für Menschen geschrieben, die wirklich unglücklich sind oder noch gute Vorbilder für alle Fölle zur Nachfolge bedürfen".
Zu den frühen Verfilmungen zählt der von Heinz Paul und Ernst Neubach in Szene gesetzte, patriotische Tonfilm "Trenck – Der Roman einer großen Liebe" aus dem Jahre 1932, mit Hans Stüwe1) (1901 – 1976) als Freiherr von der Trenck, Theodor Loos1) (1883 – 1954) als Preußenkönig Friedrich II. und Dorothea Wieck1) (1908 – 1986) als preußische Prinzessin Amalie. Das Liebesdrama spielt vor dem Hintergrund der Schlesischen Kriege: Der preußische Offizier Friedrich Freiherr von der Trenck verliebt sich in Prinzessin Amalie, die Schwester des Königs Friedrich II. Er wird zu Festungshaft in Glatz verurteilt, flieht, wird gestellt und in Magdeburg wieder ins Verlies geworfen. Nach siebzehn Jahren Haft wird er vom König begnadigt, aber aus Preußen verbannt. Erst nach dreißigjähriger Verbannung darf er unter Friedrich Wilhelm II. nach Preußen zurückkehren und trifft Amalie wieder.2)

   
Porträt Friedrich von der Trenck
Aus: Des Freyherrn Friedrichs von der Trenck merkwürdige Lebensgeschichte
(Erster Theil. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1787)
Urheber: Unbekannt; Angaben zur Lizenz siehe hier
Quelle: Wikimedia Commons

Porträt Friedrich von der Trenck; Aus: Des Freyherrn Friedrichs von der Trenck merkwürdige Lebensgeschichte (Erster Theil. Georg Emanuel Beer, Leipzig 1787); Urheber: Unbekannt; Quelle: Wikimedia Commons
In dem "nationalsozialistischen Propagandafilm mit deutlich antifranzösischen Tendenzen und einem Lobgesang auf hehres Soldatentum" – so filmportal.de – "Trenck, der Pandur"3) (1940) ging es nicht um besagten Freiherr von der Trenck, sondern um das (fiktive) Leben von Trencks ungarischem Vetter Franz von der Trenck3) (1711 – 1749). Der Streifen basierte auf einem Bühnenstück des nationalen Autors Otto Emmerich Groh (1905 – 1978), der legendäre Hans Albers1) (1891 – 1960) verkörperte nicht nur die Titelrolle, sondern auch dessen Vater, den kaiserlichen Oberstleutnant Johann Heinrich von der Trenck, sowie den Vetter Friedrich von der Trenck.
Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de Anfang der 1970er Jahre nahm sich Regisseur Fritz Umgelter4) (1922 – 1981) des Trenck-Stoffes für das Fernsehen an. Umgelter hatte bereits mit den Mehrteilern "Soweit die Füße tragen"1) (1959), "Am grünen Strand der Spree"3) (1960) und "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"1) (1962) Fernsehgeschichte geschrieben, am 1. Januar 1973 wurde im ZDF der erste Teil um "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" unter dem Titel "König und Kadett" ausgestrahlt; im wöchentlichen Abstand folgten fünf weitere Teile.
Als Titelhelden hatte man den Charakterschauspieler Matthias Habich gewinnen können, der mit dieser Rolle über Nacht bekannt wurde, damit eine überaus erfolgreiche Karriere in Fernsehen startete und heute aus der deutschen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist. Auch die vielen anderen Akteure waren mit bekannten Theater- und Filmgrößen prominent besetzt.
Das Drehbuch hatte Leopold Ahlsen3) geschrieben, Routinier in Sachen Hör- und Fernsehspielen, Dramen und Schulfunksendungen. Die musikalische Untermalung stammte von dem Tschechen Miloslav Hurka.
 
Die ursprünglich sechsteilige Originalfassung des von den meisten Kritikern als "durchweg gelungen" bezeichneten Films wurde bei der Wiederholung im Jahre 2007 im ZDF-Theaterkanal zu fünf Folgen zusammengefasst.
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
Die Fernsehfassung der Memoiren Trencks hält sich weitgehend an die Vorlage, ohne sich allerdings die Freiheit nehmen zu lassen, vor allem die zeitgeschichtlichen Aspekte der Umbruchzeit zwischen 1740 und 1794 zu betonen – einer Umbruchzeit zwischen dem langsamen, aber unaufhaltsamen Untergang der absolutistischen Monarchien und den ebenso langsam beginnenden brüchigen Anfängen der Demokratie in Europa. Trenck wird als Wanderer zwischen diesen Welten gezeigt, als einer, der aber auch aufgrund seiner charakterlichen Eigenheiten von einer Falle in die andere tappt, von einer Intrige nach der anderen gepeinigt und vor allem durch die Hassliebe des Preußenkönigs durch halb Europa gejagt wird.
Matthias Habich spielt einen Abenteurer, der immer wieder versucht, sich an eigene Regeln zu halten, statt die überkommenen oder entstehenden neuen Regeln zu befolgen. Trenck wird als Individualist gezeigt, als einer, der weder käuflich ist, noch sich zum Intriganten machen lässt. (…) Zugleich spielt Habich diesen Mann aber eben auch als einen, der trotz seiner stoisch adligen Haltung ein Gespür für Freiheit und Unabhängigkeit entwickelt – eben jenseits der eingefahrenen und obsolet gewordenen Regeln der absolutistischen Herrschaft und Tyrannei, die in dem Fünfteiler plastisch geschildert wird. Zu Schwachen und Verfolgten ist Trenck gerecht, und wenn auch so manche Überheblichkeit und Übertreibung und so manches Weglassen an anderer Stelle nachgewiesener historischer Ereignisse in Trencks Biografie einem Makel gleichkommen, bleibt Trenck in Memoiren wie Film doch das, was er vor allem war: ein freiheitsliebender Mann, dessen Freiheitsdrang nicht auf Kosten anderer gehen sollte.
(Quelle: www.follow-me-now.de)
 
Die Inhaltsangabe der einzelnen Folgen (Quelle (bis auf Teil 1): Wikipedia)

Teil 1: König und Kadett (Erstausstrahlung: 01.01.1973, Länge: 85 Minuten)
Der junge Trenck, begabt und intelligent, aber auch wegen seines Temperaments und seiner Streitsucht berüchtigt, fällt anlässlich einer Inspektion der Königsberger Universität dem Preußenkönig (Rolf Becker) auf. Friedrich II. erkennt die großen Anlagen des jungen Mannes und eröffnet ihm eine glänzende militärische Karriere. Im Gardekorps in Potsdam kommt Trenck sowohl mit härtestem preußischen Drill als auch mit den glänzenden Möglichkeiten, die der Hof des Königs bietet, in Berührung. Das Wohlwollen des Monarchen, der sich an seinen unglückseligen Jugendfreund Katte erinnert fühlt, wird zur Freundschaft. Schon bald wird Trenck, zum Ärger seiner Neider, befördert. Doch seine Liebe zu des Königs Schwester Amalie (Nicoletta Machiavelli) wird ihm zum Verhängnis. Eifersüchtig beobachtet der König die Beziehung der beiden, die ihn in doppelter Weise verletzt, denn auch aus Staatsgründen ist sie in seinen Augen untragbar. Eine Lüge Trencks hat sofortige Degradierung und Kerkerhaft auf der Festung Glatz zur Folge. (Quelle: ZDF-Theaterkanal; Seite nicht mehr abrufbar)
 
Teil 2: Auf der Flucht (Erstausstrahlung: 07.01.1973, Länge: 80 Minuten)
Auf Befehl Friedrichs II. wird Trenck auf der Festung Glatz festgehalten. Der König verbietet außerdem seiner Schwester Amalie jeden Umgang mit dem Rebellen und hat vor, sie als Äbtissin in ein Kloster einzukaufen. Amalie ist tief verletzt.
In Glatz trifft Trenck mit Oberleutnant Nikolai (Michael Hinz) zusammen, der eine Desertion plant. Die Sache wird aufgedeckt. Trenck versucht zu fliehen und überwältigt in der Festung Glatz zwei Wachsoldaten. Obwohl er tapfer und geschickt die Waffe gebraucht, wird er wenig später wieder gefangen, als er beim Sprung über die Palisaden zwischen den Pfählen hängen bleibt. Oberleutnant Nikolai muss daraufhin Spießruten laufen. Nach einigen gescheiterten Versuchen und insgesamt elf Monaten Haft auf der Festung Glatz gelingt Trenck der Ausbruch. Nach einer abenteuerlichen Flucht findet er auf dem Schloss der Baronin Lazar (Daniela Giordano) in Böhmen Unterschlupf. Dem Charme des jungen Draufgängers können die Frauen nur wenig Widerstand entgegensetzen. Auch Baronin Lazar macht da keine Ausnahme. Der Weg nach Wien zu seinem Vetter, dem Pandurenoberst, steht ihm offen.

Teil 3: Der Pandur (Erstausstrahlung: 14.01.1973, Länge: 60 Minuten)
Friedrich von der Trenck trifft in Wien auf seinen Vetter, der unter dem Namen "Trenck der Pandur" wegen seiner Zügellosigkeit gefürchtet ist. Der Pandur Franz von der Trenck (Glauco Onorato) genießt den denkbar miserabelsten Ruf. Er gilt schlicht und einfach als Mordbrenner. Auch Friedrich bekommt etwas von diesem schlechten Ruf zu spüren, als er in Wien auf seine Verwandtschaft mit Baron Franz von der Trenck hinweist. Er erfährt, dass dieser sich inzwischen mit der obersten Heeresleitung überworfen und ein hochnotpeinliches Verfahren wegen Hinterziehung und anderen Delikten zu erwarten hat. Der Pandur brüskiert nicht nur seinen preußischen Vetter auf die übelste Weise, er lässt ihn sogar von zwei befreundeten Offizieren überfallen. Als Friedrich sich wehrt, wird er festgenommen. Er kann sich nur durch eine rasche Flucht nach Russland retten.

Teil 4: Russisches Roulette (Erstausstrahlung: 21.01.1973, Länge: 65 Minuten)
Freiherr von der Trenck kann sich nach Moskau durchschlagen. Er tritt als Rittmeister in den russischen Dienst ein. Am russischen Hof verliebt er sich in Anuschka von Lieven (Christine Diersch) und hat außerdem ein Verhältnis mit Anastasi Bestuscheff (Lumi Iacobesco), der Frau des Kanzlers. Als man ihm auf die Schliche kommt, versucht man, ihn in den Verdacht der Münzfälschung zu bringen. Trenck kann sich zwar rechtfertigen, aber er muss den russischen Hof verlassen. Er setzt sich nach Österreich ab, wo nach dem Selbstmord seines Vetters ein Riesenvermögen auf ihn warten soll.

Teil 5: In der Falle (Erstausstrahlung: 28.01.1973, Länge: 65 Minuten)
Trenck ist mit der Erbschaft seines Vetters böse hereingefallen. Allein 63 Vermögensprozesse hat der verstorbene Pandur Franz laufen. Und die österreichische Staatsbürokratie versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass Trenck an die riesigen Landgüter herankommt. Man schreckt sogar vor einem Mordversuch nicht zurück. Gefährlich wird die Sache für Trenck, als er nach Danzig zurückkehrt, weil seine Mutter gestorben ist. Die Österreicher fangen ihn mit Hilfe einer schönen Frau ab und liefern ihn an den Preußenkönig aus. Trenck wird von ihm in Ketten gelegt.

Teil 6: Die Gruft (Erstausstrahlung: 04.02.1973, Länge: 80 Minuten)
Unter härtesten Bedingungen wird Trenck auf Befehl Friedrichs II. in der Festung Magdeburg eingekerkert. Auf dem Boden seiner Zelle hat der preußische König als psychische Folter eine Grabplatte mit einem Totenkopf und dem Namen "Trenck" einmauern lassen. Doch Trenck lässt sich trotz Eisenketten an Händen und Füßen nicht zermürben. Immer noch plant er die Flucht aus dem düsteren Verlies, zumal sich Hilfe von außen anbietet: Leutnant Sonntag (Georges Claisse) hält die Verbindung zu Prinzessin Amalie aufrecht. Doch ein wohlgeplanter Fluchtversuch scheitert an der Aufmerksamkeit der Wächter, die Trenck in die Gruft zurückschleifen.
Erst 1763, am Ende des Siebenjährigen Krieges, erlässt der König seinem ehemaligen Günstling die harte Strafe. Trenck setzt sich sofort ab und beginnt, offenherzige Memoiren zu schreiben. Er verärgert damit den kaiserlichen Hof, flieht nach Paris, gerät in die Wirren der Revolution und stirbt durch die Guillotine.

Nach Ausstrahlung der letzten Folge konnte man im SPIEGEL5) unter anderem lesen: Drehbuchautor Leopold Ahlsen hat sich um das TV-Vaterland verdient gemacht: Mit seiner sechsteiligen Trenck-Serie, die am vergangenen Sonntag auslief, befreite er eine illustre Figur des 18. Jahrhunderts vom Staub der Geschichte und gab dem von Vergangenheitsbewältigung bedrängten Fernseh-Volk einen Helden zurück. (…) Das TV-Epos über die Leiden und Abenteuer des Friedrich Freiherrn von der Trenck wurde "ein Riesen-Publikumserfolg" ("Bunte Illustrierte"). Trenck zum "Zentralpunkt von Tag- und Nachtträumen von Millionen weiblicher Fernsehfans" – so das "Hamburger Abendblatt".
Nur die Historiker, pedantisch und faktenbesessen, mochten sich dem Beifall nicht anschließen. "Diese Spottgeburt aus Schmalz und Edelmut". zürnte der Münchner Historiker Alfred Kosean-Mokrau, decke sich nicht mit der historischen Wirklichkeit: der wahre Trenck sei ein Schmarotzer des Absolutismus gewesen, "ein lärmender Renommist. habsüchtig, geltungsgierig". In der Tat haben die Historiker Mühe, jenen Trenck wiederzuerkennen. der ihnen aus zeitgenössischen Briefen. Akten und Tagebüchern bekannt ist.

In jüngerer Zeit wurde vom ZDF der Zweiteiler "Trenck – Zwei Herzen gegen die Krone"6) (2003) ausgestrahlt, ein Film, der sich bewusst nur lose an die historischen Fakten bzw. die Autobiografie des Freiherrn von der Trenck anlehnte. Ben Becker3) schlüpfte in dieser von Gernot Roll inszenierten modernisierten Fassung in das Kostüm des preußischen Abenteurers, August Zirner3) stellte überzeugend den Preußenkönig Friedrich II. dar, Alexandra Maria Lara verkörperte Friedrichs Lieblingsschwester Amelie. Regisseur und Kameramann Gernot Roll inszenierte das historische Intrigenspiel mit großem Aufwand und mit guten Darstellern. Besonderer Clou: Matthias Habich, der in dem gleichnamigen TV-Mehrteiler von 1972 (Regie: Fritz Umgelter) die Titelrolle verkörperte, spielt auch hier in einer Nebenrolle mit – und trägt den Namen von Habich. (Quelle: prisma.de)

Siehe auch Wikipedia, www.bamby.de, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) deutsches-filmhaus.de, 6) www.bamby.de
Quelle: 2) www.filmportal.de, 5) DER SPIEGEL 06/1973 vom 05.02.1973, Seite 144 (wissen.spiegel.de)
Lizenz Abbildung Friedrich von der Trenck aus dem Jahre 1787 (Urheber unbekannt): Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.

Die Akteure:
(Übersicht auch bei der Internet Movie Database)
Matthias Habich

Matthias Habich; Copyright Virginia Shue

… spielte den Titelhelden, den Friedrich von der Trenck.
 
Geboren am 12. Januar 1940 in Danzig.

Kurzbiografie zu Matthias Habich innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Matthias Habich
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Rolf Becker

Rolf Becker; Copyright Petra Jung

… spielte den Preußenkönig Friedrich II.
 
Geboren am 31. März 1935 in Leipzig.

Kurzbiografie zu Rolf Becker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
 
Weitere Filme*) mit Rolf Becker

  

Foto: Rolf Becker, aufgenommen am 10.08.2008 in Blieskastel
Foto mit freundlicher Genehmigung von Petra Jung/SaarKurier
© Petra Jung

Alf Marholm

Alf Marholm; Copyright Virginia Shue

… spielte den Generaladjutant von Bork.
  
Geboren am 31. Mai 1918 als Alf Marholm-Stoffels in Oberhausen,
gestorben am 24. Februar 2006 in Königswinter-Ittenbach.
  
Kurzportrait zu Alf Marholm innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Alf Marholm
 
 
 

Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.

Nicoletta Machiavelli … spielte die Amalie, Schwester Friedrichs II.
  
Geboren am am 1. August 19441) in Stuffione (Modena, Italien),
gestorben am 15. November 2015 in Seattle (Washington, USA).

Bekannt wurde Nicoletta Machiavelli, Nachfahrin des florentinischen Politikers Niccolò Machiavelli2) (1469 – 1527), mit Luigi Zampas sarkastischer Komödie "Eine Frage der Ehre"2) (1966, Una questione d'onore), in der sie an der Seite von Ugo Tognazzi dessen Frau Domenicangela spielte: Tognazzi hält sich als Mordverdächtiger versteckt und kehrt hin und wieder zu Domenicangela zurück. Als sie von ihm schwanger wird, glaubt die Öffentlichkeit an einen Geliebten; so soll er seine vermeintlich untreue Frau töten.
Zampa engagierte Nicoletta Machiavelli auch für die Episodenkomödie "Unsere Ehemänner"3) (1966, I nostri mariti). Es folgten Italo-Western wie "Kopfgeld: Ein Dollar"2) (1966, Navajo Joe) mit Burt Reynolds, "Eine Flut von Dollars"2) (1966, Un fiume di dollari) mit Thomas Hunter, "Mehr tot als lebendig"2) (1967, Un minuto per pregare, un istante per morire) mit Arthur Kennedy, "Hasse deinen Nächsten"2) (1968, Odia il prossimo tuo) mit George Eastman und Horst Frank sowie "Die Coltstrumpfbande"2) (1968, Giarrettiera Colt), in dem sie als Spionin eine Waffenschmugglerbande auffliegen lässt. Neben Mike Connors mimte sie die rassige Sylvia in der Parodie "Unser Mann in Rio"2) (1966, Se tutte le donne del mondo) und einmal mehr für Luigi Zampa stand sie als eine der Hauptdarstellerinnen für die frivole Komödie "Ladies, Ladies" (1968, Le dolci signore) zusammen mit mit Virna Lisi, Ursula Andress, Claudine Auger und Marisa Mell vor der Kamera. Sie gehörte auch zur Schauspielerriege von Christian Marquands prominent besetzten Fantasykomödie "Candy"2) (1968) mit Marlon Brando, Charles Aznavour und Richard Burton. Ken Annakin engagierte Nicoletta Machiavelli für sein Star-Ensemble (u. a. Bourvil, Tony Curtis, Marie Dubois, Gert Fröbe) seiner "Monte Carlo Rallye"2) (1969). Nach Abflauen der Westernwelle zeigte sich Nicoletta Machiavelli in Thrillern wie "Mord im schwarzen Cadillac"3) (1969, Gli insaziabili) oder mit einer Gastrolle in der US-Fernsehserie "Ihr Auftritt, Al Mundy" (als Varina in der Episode "Who'll Bid Two Million Dollars?", 1969 ).

In den 1970er Jahren hatte sie ihre beste Rolle 1973 als Sylva in Dino Risis "Ein  Scheiß-Wochenende"3) (Mordi e fuggi) neben Marcello Mastroianni und Oliver Reed. In Deutschland drehte sie unter der Regie von Fritz Umgelter 1973 in der weiblichen Hauptrolle der Amalie den Mehrteiler "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" mit Matthias Habich in der Titelrolle. Anschließend war sie als Partnerin Alain Delons in dem Gangster-Streifen "Tödlicher Haß"2) (1973, Tony Arzenta) sowie in dem Drama "Eiskalt wie das Schweigen"3) (1974, Les seins de glace) zu sehen. Neben Romy Schneider trat sie 1974 mit der Nebenrolle der Luce Lapade in Andrzej Zulawskis Skandalfilm "Nachtblende" (1975, L'important c'est d'aimer) in Erscheinung. In Bernard Toublanc-Michels Thriller "Das böse Vergnügen" (1975, Le malin plaisir) stand sie mit Claude Jade und Anny Duperey unter Mordverdacht. Es folgte die Komödie "Zwei scheinheilige Brüder"3) (1977, L'annee sainte) mit Jean Gabin und Jean-Claude Brialy sowie Liliana Cavanis Nietzsche-Drama "Jenseits von Gut und Böse"3) (1978, Al di la del bene del male). Mit "La fuite en avant" drehte Nicoletta Machiavelli 1983 an der Seite von Bernard Blier und Michel Bouquet ihren letzten Film.
Seit ihrem Rückzug vom dem Filmgeschäft lebte Nicoletta Machiavelli seit Mitte der 1980er Jahre im US-amerikanischen Seattle und gab Sprach- und Kochkurse. Zudem hatte sie sich die Mutter eines Sohnes Ende der 1970er Jahre dem indischen Philosophen und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung Osho2) angeschlossen und hieß seither Ma Prem Anado.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand Mai 2009)
 
Weitere Filme*) mit Nicoletta Machiavelli
 
1) nach eigener Aussage am 8. September 1944
Link: 1) Wikipedia, 3) Filmlexikon
Teresa (Theresa) Ricci … spielte die Henriette.
 
Weitere Filme*) mit Theresa Ricci
 
Link: 1) Wikipedia
Heinz Weiss … spielte den Herzog von Württemberg.

Geboren am 12. Juni 1921 in Stuttgart,
gestorben am 20. November 2010 in Grünwald bei München.
 
Kurzportrait zu Heinz Weiss innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Heinz Weiss

Elfriede Ramhapp … spielte 2 Teile lang die Kaiserin Maria Theresa.
 
Geboren am 22. August 1937.
 
Elfriede Ramhapp ist eine österreichische Künstlerin, die sich unter anderem am Wiener "Burgtheater" einen Namen machte.
 
Weitere Filme*) mit Elfriede Ramhapp
Daniela Giordano … spielte die Baronin Lazar in Teil 2 "Auf der Flucht".
 
Geboren am 7. November 1947 in Palermo (Italien).

Giordano begann ihre Filmkarriere Ende der 1960er Jahre, nachdem sie sich bereits zur Schulzeit besonders für künstlerische Fächer interessiert hatte. Sie wurde im Jahr 1966 zur "Miss Sizilien" und dann zur "Miss Italien" gewählt, den Titel "Miss Europa, der ihr 1967 verliehen wurde, lehnte sie ab, da sie nicht weiter den damit verbundenen Verpflichtungen nachkommen wollte. Im selben Jahr erfolgte ihr Schauspiel-Debüt neben Franco & Ciccio in "I barbieri di Sicilia", dem zahlreiche Gebrauchsfilme folgten, in denen sie weibliche Rollenklischees erfüllen musste. So wurde die rassige Italienierin in etlichen, oft zu vernachlässigenden Italo-Western besetzt, beispielsweise in "Das Gesetz der Erbarmungslosen"1) (1968, Il lungo giorno del massacro), "Ringo, such dir einen Platz zum Sterben"1) (1968, Joe…cercati un posto per morire!), "La sfida dei MacKenna"1) (1969), "Die fünf Gefürchteten"1) (1969, Un esercito di 5 uomini), "Sartana – noch warm und schon Sand drauf"1)  (1970, Buon funerale amigos… paga Sartana), "Sein Name war Pot – aber sie nannten ihn Halleluja"1) (1971, Il suo nome er a Pot… ma… lo chiamavano Allegria), "I quattro pistoleri di Santa Trinità"1) (1971), "Arriva Eldorado"1) (1972, Scansati… a Trinità arriva Eldorado) oder "Ein Hosianna für zwei Halunken"1) (1972, Trinità e Sartana figli di…). In Rolf Olsens Krimi "Blutiger Freitag"1) (1972) war sie ebenso zu sehen wie in dem Horrorstreifen "Inquisition" (1976, Inquisición) von und mit Paul Naschy1) oder dem klassischen Pornofilm "Ein Sommer auf dem Lande"1) (1980, Le segrete esperienze di Luca e Fanny)
Bis in die 1980er Jahre war sie auch gelegentlich in Fernsehproduktionen präsent, hauptsächlich betätigte sich Giordano nach 1980 jedoch als Journalistin, wobei sie sich auf paranormale Phänomene konzentrierte. Sie erhielt dafür 1999 den "Donald E. Keyhoe-Journalistenpreis".
Zur Spielzeit 2001/2002 gehörte sie dem Bühnen-Ensemble um Gabriele Lavia1) an.

Die gleichnamige, 1965 geborene Schauspielerin ist nicht mit ihr verwandt.
 
Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Daniela Giordano
 
Link: 1) Wikipedia

François Jaubert … spielte den Rittmeister Jaschinsky in den ersten beiden Teilen.

François Jaubert (auch Joubert) ist ein französischer Schauspieler und vor allem vielbeschäftigter Synchronsprecher.
 
Weitere Filme*) mit François Jaubert

Yvonne Sanson … spielte die Russische Zarin.
 
Geboren 1926 in Saloniki (Griechenland),
gestorben am 23. Juli 2003 in Bologna (Italien).
 
Yvonne Sanson war eine italienische Schauspielerin, die zwischen 1946 und 1972 in mehr als 45 Filmen, überwiegend Kinoproduktionen mitspielte; → siehe auch Wikipedia (englisch) mit Foto
 
Weitere Filme*) mit Yvonne Sanson
Franz Stoß … spielte den General von Löwenwalde.
 
Geboren am 28. Mai 1909 in Wien (Österreich),
gestorben am 21. Juni 1995 in Steinbach am Attersee (Oberösterreich).
 
Der österreichische Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Franz Stoß besuchte zunächst das Wiener Schottengymnasium und studierte anschließend zwischen 1928 und 1932 an der Universität Wien Jura; parallel dazu besuchte er auch die "Akademie für Musik und darstellende Kunst". Von 1929 bis 1930 gehörte Stoß dem "Wiener Volkstheater" an, tingelte anschließend zwei Jahre lang durch die österreichische Provinz.
1932 holte man Stoß als Regisseur an die "Städtischen Bühnen" nach Graz und 1933 ging er in gleicher Funktion an das "Stadttheater Teplitz-Schönau". 1934 übernahm er die Leitung des Stadttheaters in Troppau und 1940 avancierte Stoß für zwei Jahre zum Intendanten der "Städtischen Bühnen Teplitz-Schönau".
In den Jahren 1942 bis 1945 leitete Stoß die "Berliner Künstlerbühnen" und nach Ende des zweiten Weltkriegs berief man ihn als Direktor an das "Bürgertheater" in Wien. Dieses Amt gab er auf, als er 1951 die Leitung des "Theaters in der Josefstadt" übernahm. Dieses Amt hatte er mit Unterbrechung bis 1977 inne, 1953 bis 1958 und erneut von 1972 bis 1977, wo ihm gleichberechtigt Ernst Haeusserman zur Seite stand.

Als Schauspieler glänzte er auch in Film und Fernsehen vor allem in komischen Rollen, stellte zudem oftmals hohe Offiziere der k.u.k.-Armee dar. So sah man ihn beispielsweise mit der sehr ernsthaften Rollen des Majors Zoglauer in Michael Kehlmanns zweiteiligen Joseph Roth-Adaption "Radetzkymarsch"1) (1965) oder als Leiters des Evidenzbüros der k.u.k.-Armee (Abwehr bzw militärischer Nachrichten- und Geheimdienst) in der Fernsehserie "Ringstraßenpalais"1) (1980). Besondere Popularität erlangte Stoß ab 1980 durch die Darstellung des pensionierten Sektionschefs Franz Lafite in der ORF-Kultserie "Die liebe Familie"1). Bei der Neusynchronisation der restaurierten Fassung des legendären Kinofilms "Casablanca"1) lieh er 1975 Szőke Szakáll als Oberkellner Carl seine Stimme.

Im Alter von 86 Jahren starb Franz Stoß am 21. Juni 1995 in Steinbach am Attersee, seine letzte Ruhe fand er in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 171).
 
Quelle: Wikipedia; siehe auch www.wien.gv.at
 
Weitere Filme*) mit Franz Stoß (auch: Stoss)
 
Link: 1) Wikipedia
Günter Spörrle … spielte den Pandurenleutnant Tiro in Teil 1 "König und Kadett".
 
Geboren am 2. Februar 1936 in Birkental bei Oppeln (Oberschlesien).
 
Günter Spörrle erhielt von 1960 bis 1962 privaten Schauspielunterricht bei Friedrich Theuring1), Karl Madlener und René Deltgen2). 1963 trat er sein erstes Engagement am "Stadttheater Koblenz" an, dem er bis 1966 angehörte. Anschließend wechselte er bis 1970 an die "Städtischen Bühnen Flensburg", weitere Stationen seiner Bühnenlaufbahn waren unter anderen die "Bühne 64" in Zürich, das "Staatstheater Darmstadt" und das "Hamburger Operettenhaus", wo er 1978 unter der Regie von Eberhard Möbius den Zauberer Petrosilius Zwackelmann in einer Bühnenfassung von Otfried Preußlers "Räuber Hotzenplotz"1) spielte. Günter Spörrle gastierte darüber hinaus beispielsweise im Münchener "Theater im Marstall", bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel, in Hamburg am "Ernst-Deutsch-Theater", am "Theater Bonn" und bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen; dort verkörperte er 1987 im "Räuber Hotzenplotz" die Titelfigur.

Günter Spörrle wurde in den 1960er Jahren von Regisseur Fritz Umgelter vom Theater zum Film geholt. In über 150 Film-, Fernseh- und Serienrollen vom Verbrecher bis zum Arzt und Geistlichen entwickelte er vor allem das von Wandlungsfähigkeit lebende Genre des Charakterdarstellers (engl. supporting role) weiter. Unter anderem zeigte sich Spörrle mehrfach in "Tatort"-Folgen, so auch in "Kennwort Gute Reise"1) (1972), "Die Rechnung wird nachgereicht"
1) (1975) und "Stiller Tod"1) (2003). Er tauchte immer wieder in populären Krimi-Serien wie "Der Fahnder", "Ein Fall für zwei", "Derrick", "Siska", "SOKO München", "Polizeiruf 110" oder "Die Rosenheim-Cops" auf. In Heinz Schirks vielbeachtetem Fernsehfilm "Die Wannseekonferenz"1) (1984) verkörperte er den NS-Staatssekretär Gerhard Klopfer1), 1992/93 mimte er in 36 Folgen des Dauerbrenners "Marienhof"1) den Willi H.M.E. Zu seinen wenigen Leinwandauftritten zählt ein winziger Part in dem Alain Delon-Thriller "Borsalino & Co"3) (1974) und die Rolle eines Aufsehers in Reinhard Hauffs Gefängnisdrama "Die Verrohung des Franz Blum"1) (1974).

Günter Spörrle ist der Vater des 1967 geborenen Autors und Journalisten Mark Spörrle1).
 
Kurzportrait nach Wikipedia

Günter Spörrle bei www.schauspieler60plus.de

Weitere Filme*) mit Günter Spörrle
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) Filmlexikon

Kurt Mejstrik … spielte den Marschall von Daun in Teil 1 "König und Kadett".
  
Geboren am 14. Oktober 1929 in Wien.
 
Kurt Mejstrik ist Schauspieler, Dozent der "Falckenberg-Akademie" sowie Dichter und Schriftsteller.

Weitere Filme*) mit Kurt Mejstrik
Harry Hardt

Harry Hardt vor 1929; Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (1888 – 1929); Quelle: www.cyranos.ch

… spielte den General von Wintersberg in Teil 1 "König und Kadett" und Teil 2 "Auf der Flucht".
  
Geboren am 4. August 1899 als Hermann Karl Viktor Klimbacher Edler von Reichswahr in Pola (Kroatien),
gestorben am 14. November 1980 in Wien.
 
Kurzbiografie zu Harry Hardt innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch; Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Harry Hardt
 
 
Foto: Harry Hardt vor 1929
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder1) (1888 – 1929)
Quelle: www.cyranos.ch 
Lizenz: 
Die Schutzdauer (von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers) für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei.
Link: 1) Wikipedia

Mario Erpichini … spielte den Rittmeister Jaschinsky in Teil 1 "König und Kadett" und Teil 2 "Auf der Flucht".
 
Geboren am 25 Juni 1935.
 
Der italienische Schauspieler fand seit Ende der 1950er Jahre vor allem beim Fernsehen ein breites Betätigungsfeld.
 
Weitere Filme*) mit Mario Erpichini
Rolf Wanka … spielte den Goldstein in Teil 1 "König und Kadett".
 
Geboren am 14. Februar 1901 in Wien,
gestorben am 8. November 1982 in München.
 
Kurzbiografie zu Rolf Wanka innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch; Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Rolf Wanka

Jean Henri Chambois … spielte den General Lieven in Teil 1 "König und Kadett".
 
Geboren am 23. Oktober 1907,
gestorben 1997.
 
Der französische Schauspieler machte sich auch als exzellenter Synchronsprecher einen Namen, lieh seine Stimme unter anderem Basil Rathbone in allen französischen Fassungen der "Sherlock Holmes"-Filme (außer "Der Hund von Baskerville").
 
Weitere Filme*) mit Jean Henri Chambois
Marlies Schoenau … spielte die Ehefrau des General Lieven in Teil 1 "König und Kadett".
 
Geboren am 3. August 1923 in Sonneberg (Thüringen),
gestorben am 11. Oktober 1995 in München.
 
Ausgebildet an der "Falckenberg-Schule" in München, gab Marlies Schoenau ihr Bühnendebüt in Regensburg; weitere Theaterstationen wurden unter anderem Stuttgart, Augsburg, Wiesbaden, Bonn und Frankfurt/M.
Bei Film und Fernsehen trat die Schauspielerin seit den 1950er Jahren nur sporadisch mit Nebenrollen in Erscheinung, zu ihren Arbeiten für das Kino zählt beispielsweise der Rühmann-Streifen "Oh Jonathan, oh Jonathan!"1) (1973). Auf dem Bildschirm sah man sie auch in Krimiserien wie "Das Kriminalmuseum", "Der Kommissar", "Derrick". Ihre letzte Arbeit vor der Kamera war das Melodram "Die Zeit des Birkenjungen"2) (1988).
  
Weitere Filme*) mit Marlies Schoenau
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon
Michael Hinz

Michael Hinz; Copyright Edmond Frederik 

… spielte den Oberleutnant Nikolai in Teil 2 "Auf der Flucht".
 
Geboren am 28. Dezember 1939 in Berlin,
gestorben am 6. November 2008 in München.

Kurzbiografie zu Michael Hinz innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Michael Hinz
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik 

Harald Dietl … spielte den Major von Doo in Teil 2 "Auf der Flucht".
 
Geboren am 18. April 1933 in Altenburg (Thüringen).

Kurzbiografie zu Harald Dietl innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.haralddietl.de

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Harald Dietl

Alexis von Hagemeister … spielte den Rittmeister von Manger in Teil 2 "Auf der Flucht".
 
Geboren am 31. Dezember 1926 in Reval (Estland).
 
Alexis von Hagemeister ließ sich in München zum Schauspieler ausbilden, sein Bühnendebüt gab er anschließend in Würzburg. Weitere Stationen wurden unter anderem Theater in Köln, Schleswig, Coburg und  Kaiserslautern. Seit Anfang der 1960er Jahre war er als freischaffender Schauspieler tätig, stand seither auch für verschiedenste Film- und TV-Produktionen vor der Kamera. Seine letzten Aktivitäten für das Fernsehen sind Mitte der 1980er Jahre zu verzeichnen.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Alexis von Hagemeister
Reinhard von Hacht
 

Reinhard von Hacht; Copyright Virginia Shue

Foto freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.
… spielte den Leutnant von Schell in Teil 2 "Auf der Flucht".

Geboren am 21. Oktober 1943 in Hamburg.
 
Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler an der Essener "Folkwang Universität der Künste" gab von Hacht sein Bühnendebüt in Dortmund, war einige Jahre an den dortigen "Städtischen Bühnen" engagiert. Weitere Stationen seiner Theatertätigkeit waren unter anderem die "Wuppertaler Bühnen" und das Hamburger "Thalia Theater". Seit 1985 ist er freischaffend tätig, spielte unter anderem an der "Hamburger Staatsoper", am "Alten Schauspielhaus" in Stuttgart, am "Theater am Neumarkt" in Zürich, an den Staatstheatern in Hannover und Oldenburg oder am "Theater an der Kö" in Düsseldorf. Darüber hinaus gab und gibt er Gastspiele und geht nach wie vor auf umfangreiche Tourneen, auch bei den "Störtebeker-Festspielen" trat er in Erscheinung.
 
Sporadisch arbeitete Reinhard von Hacht auch für Film und Fernsehen. Nach seinem Leinwanddebüt in Peter Zadeks erstem Kinofilm "Ich bin ein Elefant, Madame"1) im Jahre 1969 hatte er bis Ende der 1990er Jahre Rollen unter anderem in der "Tatort"-Folge "Platzverweis für Trimmel"1) (1973), spielte in Serien wie "Hamburg Transit", "Drei Damen vom Grill" oder "Großstadtrevier".
Daneben ist Reinhard von Hacht auch als Hörspielsprecher in Produktionen des NDR tätig.
Der in Hamburg lebende Reinhard von Hacht hatte sich zudem als Pantomime ausbilden lassen und arbeitete auch als Regieassistent .
 
Siehe auch Wikipedia

Reinhard von Hacht bei der Agentur Dietrich

Weitere Filme*) mit Reinhard von Hacht
 
Link: 1) Wikipedia

Volkert Kraeft

Volkert Kraeft; Copyright Virginia Shue

… spielte den ? in Teil 2 "Auf der Flucht".

Geboren am 7. August 1941 in Timmendorfer Strand (Ostsee).
 
Kurzbiografie zu Volkert Kraeft innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Volkert Kraeft 

 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Karl-Heinz von Hassel

Karl-Heinz von Hassel; Szenenfoto aus "Ein Seestern im Garten" an der "Komödie Düsseldorf"; Copyright Komödie Düsseldorf

… spielte den Hauptmann Kalinowski in Teil 2 "Auf der Flucht".

Geboren am 8. Februar 1939 in Hamburg.
 
Kurzportrait zu Karl-Heinz von Hassel innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Karl-Heinz von Hassel
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der "Komödie Düsseldorf"; © Komödie Düsseldorf

Wilfried Klaus

Wilfried Klaus; Copyright Michael Lucan

… spielte den Leutnant Röder in Teil 2 "Auf der Flucht".

Geboren am 8. Juli 1941 in Bernau am Chiemsee.
 
Kurzportrait zu Wilfried Klaus innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wilfried Klaus
 
 
 
Wilfried Klaus im Oktober 2005 in München
Foto mit freundlicher Genehmigung von Michael Lucan (fotobox.lucan.org)
© Michael Lucan

Glauco Onorato … spielte den Franz von der Trenck in Teil 3 " Der Pandur".
  
Geboren am 7. Dezember 1936 in Turin (Italien),
gestorben am 31. Dezember 2009 in Rom (Italien).
 
Der Sohn des Schauspielers Giovanni Onorato (1910 – 1960) begann im komödiantischen Fach und arbeitete oft mit Eduardo De Filippo1) (1900 – 1984) zusammen. In seinen über 70 Film- und Fernsehrollen, deren letzte er 2008 spielte, wurde er aber auch als Mexikaner, Kleinkrimineller oder Freund des Filmhelden besetzt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Arbeit als Synchronsprecher für zum Beispiel Bud Spencer, Charles Bronson und Arnold Schwarzenegger (Quelle: Wikipedia, Stand Dezember 2010).
 
Glauco Onorato ist bei uns unter anderem bekannt geworden durch die Filme "Noch ein Käfig voller Narren"1) (1980), "Vier Fäuste und ein heißer Ofen"1) (1975) und "Hügel der blutigen Stiefel"1) (1968).

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Glauco Onorato
 
Link: 1) Wikipedia

Franco Agostini … spielte den Alexej in Teil 3 "Der Pandur".
 
Geboren am 3. Juni 1940 in Genua (Italien).
 
Weitere Filme*) mit Franco Agostini
Jean Claudio … spielte den Kanzler Bestuscheff in Teil 3 "Der Pandur" und Teil 5 "In der Falle".

Geboren am 28. März 1927 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich) als Claude Daniel Robert Martin.
gestorben am 18. Januar 1992 in Saint-Cloud (Frankreich).
 
Schon im Alter von 10 Jahren stand der Franzose erstmals vor der Kamera und spielte den Zarewitsch, Sohn des russischen Zaren Nikolaus II. (Jean Worms), in dem 1938 veröffentlichten Historiendrama "Rasputin"1) (La tragédie impériale) von Regisseur Marcel L'Herbier mit Harry Baur2) als Rasputin1). Im darauffolgenden Jahr besetzte ihn Christian-Jaque als Mathieu Sorgue in seiner Literaturadaption "Das Geheimnis von St. Agil"1) (1938, Les disparus de Saint-Agil). Nach dem Besuch des Pariser Konservatoriums startete Claudio eine internationale Filmkarriere, vornehmlich in den Vereinigten Staaten.
 
Weitere Filme*) mit Jean Claudio
 
Link: 1) Filmlexikon, 2) Wikipedia

Christine Diersch … spielte die Anuschka von Lieven in Teil 4 "Russisches Roulette".

Geboren am 3.Januar 1943 in Zeulenrode (Thüringen).
 
Zur Filmografie der Schauspielerin, die lediglich bis Mitte der 1970er Jahre vor der Kamera stand, zählt unter anderem Eberhard Itzenplitz' vielbeachtetes Fernsehspiel "Bambule"1), ein Stück, welches sich kritisch mit den autoritären Methoden der Fürsorgeerziehung aufsässiger Jugendlicher in einem Mädchenheim auseinandersetzt und ursprünglich 1970 ausgestrahlt werden sollte. Der Südwestfunk setzte den Film damals ab, weil das Drehbuch von Ulrike Meinhof1) stammte, die zehn Tage vor der geplanten Sendung an der Gefängnisbefreiung Andreas Baaders1) teilgenommen hatte und der terroristischen Szene angehörte; erst im Mai 1994 wurde der Film gezeigt. Christine Diersch spielt den Teenager Monika, der zusammen mit ihrer Freundin Irene (Dagmar Biener) aus dem geschlossenen Mädchenheim Lindenhof in West-Berlin ausbricht.
 
Weitere Filme*) mit Christine Diersch
 
Link: 1) Wikipedia

Loumi Iacobesco … spielte die Anastasi Bestuscheff, Ehefrau des Kanzler Bestuscheff, in Teil 4 "Russisches Roulette.

Geboren am 15. Mai 1943 in Bukarest (Rumänien).
 
Kurzbiografie (in englisch) bei IMDb
  
Weitere Filme*) mit Loumi Iacobesco

Sky du Mont

Sky Dumont; Copyright Edmond Frederik

… spielte den Leutnant von Prittwitz in Teil 4 "Russisches Roulette".

Geboren am 20. Mai 1947 als Caetano Bremme Gaspar Neven DuMont in Buenos Aires (Argentinien).
 
Kurzportrait zu Sky du Mont innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.skydumont.de

Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de

Weitere Filme*) mit Sky du Mont
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik 

Kurt Jaggberg

Kurt Jaggberg; Copyright Virginia hue

… spielte den Regierungsrat Cetto in den Teilen 4 und 5.

Geboren am 10. November 1922 in Wiener Neustadt (Niederösterreich),
gestorben am 27. Dezember 1999 in Wien (Österreich).
  
Kurzportrait zu Kurt Jaggberg innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Kurt Jaggberg
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Bert Fortell … spielte den von Abramson in den Teilen 4 und 5.

Geboren am 18. September 1924 als Albert Fortelni in Baden bei Wien (Österreich),
gestorben am 27. August 1996 in Wien (Österreich).
  
Kurzportrait zu Bert Fortell innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Bert Fortell

Karl Walter Diess

 Karl Walter Diess bei der Buchpräsentation "Klausjürgen Wussow. Sein Leben mit Ida Krottendorff" von Barbara und Alexander Wussow in Berlin im April 2009; Copyright Tanja Golbeck-Jungingerw in Berlin im April 2009

… spielte den von Bernes in Teil 6 "Die Gruft".

Geboren am 25. Januar 1928 in Salzburg,
gestorben am 30. März 2014 in Frankfurt/Main.
  
Kurzportrait zu Karl Walter Diess innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Karl Walter Diess
 
 
 
Foto: Karl Walter Diess bei der Buchpräsentation "Klausjürgen Wussow. Sein Leben mit Ida Krottendorff"
von Barbara und Alexander Wussow in Berlin im April 2009
Das Copyright liegt bei Tanja Golbeck-Junginger.

Georges Claisse
  
Georges Claisse 2010; Urheber: Stanley Claisse; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Georges Claisse 2010
Urheber: Stanley Claisse
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte den Leutnant Sonntag in Teil 6 "Die Gruft".

Geboren am 11. Januar 1941 in Paris (Frankreich).
  
Nach kleinen Rollen in den Kriegsfilmen "Brennt Paris?"1) (1966, Paris brûle-t-il?) und "Die Nacht der Generäle"1) (1966, The Night of the Generals) gab ihm Michel Deville 1969 mit dem Stéphane im Brigitte Bardot/Jean-Pierre Cassel-Vehikel "Der Bär und die Puppe"2) (1970, L'ours et la poupée) eine erste große Filmrolle. Es folgten in den 1970er Jahren unter anderem Kinoproduktionen wie  "Wir werden nicht mehr in den Wald gehen"3) (1970, Nous n'irons plus au bois), "Raphael, der Wüstling"3) (1971, Raphaël ou le débauché), "Der große Coup des Kommissars"3) (1972, Laisse aller… c'est une valse), "Alte Damen morden gründlich"3) (1976, Les grands moyens) oder "Nur drei kamen durch" (1979, From Hell to Victory).
Seit den 1970ern wurde Claisse auch häufig in deutschen Produktionen besetzt, so als russischer Offizier Viktor Sukulow (= Anatoli Markowitsch Gurewitsch1)) in der Spionageserie "Die Rote Kapelle"1) (1972), als Jack Jordan in Peter Adams Krimi um einen raffinierten Raubüberfall mit dem Titel "Ein für allemal" (1973, mit Karin Baal) sowie mit prägnanten Rollen in in den von Fritz Umgelter inszenierten Mehrteilern "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" (1972), "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski"4) (1974) und "Der Winter, der ein Sommer war"4) (1976); auch in Umgelters Drama "Wenn alle anderen fehlen" (1973), der Psychostudie über eine Frau (Maria Körber), die am Rand des Selbstmords steht, gehörte er zur Besetzung.
Auch in den 1980er Jahren zeigte sich Claisse beispielsweise in Ilse Hofmanns Science-Fiction-Film "Das Gespinst" (1985), und übernahm Gastrolle in populären Serien wie "SOKO 5113". In den 1990er und 2000er Jahren stand er in Deutschland für die Serien "Die Straßen von Berlin", T.E.A.M. Berlin", "Motorrad-Cops", "Sophie – Sissis kleine Schwester", "Nach so vielen Jahren", "Der Ferienarzt" vor der Kamera. Zu seinen jüngeren TV-Auftritten zählen die deutsch-französisch-österreichische Co-Produktion bzw. das Drama "Tag der Wahrheit"1) (EA: ARTE 08.01.2015) sowie der sehenswerte ARD-Krimi "Begierde – Mord im Zeichen des Zen"5) (EA: 05.02.2015), wo er den Vater der Kommissarin Louise Boni (Melika Foroutan) mimte.
In den 1990er Jahren spielte in Georges Claisse in Frankreich an der Seite prominenter Kolleginnen, so zusammen mit Nathalie Baye1) in der Kinoproduktion "La voix" (1992), neben Marie-Christine Barrault1) in dem TV-Film "Les maîtresses de mon mari" (1995) oder als Claude Jades1) verschollener Ehemann, der in dem TV-Drama "Porté disparu" nach zwanzig Jahren zurückkehrt.

Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Georges Claisse bei der Agentur Tatsch: www.agenturtatsch.de

Weitere Filme*) mit Georges Claisse
 
Link: 1) Wikipedia, 2)
dieterwunderlich.de, 3) Filmlexikon, 4) Beschreibung innerhalb dieser HP, 5) tittelbach.tv

Wolf Richards … spielte den Oberst Bruckhausen in Teil 6 "Die Gruft".

Geboren am 20. Mai 1930 in Berlin,
gestorben Anfang Februar 2008.
 
Richards machte eine Ausbildung zum Schauspieler bei Lucie Höflich1) (1883 – 1956) und Hilde Körber1) (1906 – 1969) in Berlin. Anschließend folgten Engagements in Bochum und Oberhausen, viele Jahre gehörte er unter der Intendanz von Hesso Huber zu den Protagonisten des Nürnberger Theaters. Eine weitere Theaterstation wurde Bonn, schließlich ging er nach München.
Neben der Arbeit am Theater stand Richards seit Ende der 1950er Jahre für etliche Fernsehfilme vor der Kamera, spielte Gastrollen in populären Krimi- und Unterhaltungsserien sowie in verschiedenen Einzelproduktionen.
Sein Leinwanddebüt hatte er 1959 in dem Krimi "Am Tag, als der Regen kam"2) unter der Regie von Gerd Oswald gegeben, trat in der Folgezeit dann überwiegend in Fernsehproduktionen in Erscheinung. Er war mit Gastrollen in Serien wie "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", "Der Kommissar" oder "Graf Yoster gibt sich die Ehre" auf dem Bildschirm präsent, in der Folge "Der Fall Krumbholz" aus der nach wahren Begebenheiten entstandenen Dokumentarreihe "Recht oder Unrecht"2) verkörperte er 1970 den fälschlicherweise des Mordes angeklagten und verurteilten Kraftfahrer Heinz Krumbholz. Einen seiner letzten TV-Auftritte hatte Richards 1993 als Vater Kowalski in der BR-Serie "Rußige Zeiten".

Quelle: Wikipedia,
"Funk Uhr. Künstler-Lexikon des Fernsehens" (1969–1972) sowie
Deutsches Bühnen-Jahrbuch 2009. Theatergeschichtliches Jahr- und Adressenbuch (S. 800)
→ www.buehnengenossenschaft.de

Weitere Filme*) mit Wolf Richards
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Karel Peyr … spielte den Präsident Lichtenstein in Teil 6 "Die Gruft".
 
Geboren am 6. Februar 1904 in Österreich-Ungarn,
gestorben 1989 in Prag (Tschechoslowakei).
 
Weitere Filme*) mit Karel Peyr
Helmut Janatsch … spielte den Weber.

Geboren am 12. Oktober 1918, Braunau am Inn (Oberösterreich),
gestorben am 24. November 1989 in Salzburg (Österreich).
 
Helmut Janatsch wuchs in Österreich, Ungarn, Siebenbürgen (Rumänien) und der Tschechoslowakei auf. Er besuchte ein Humanistisches Gymnasium, studierte nach dem Abitur von 1938 bis 1941 zunächst an der "Hochschule für Welthandel" in Wien. Dann entschloss er sich, Schauspieler zu werden und absolvierte eine Ausbildung am Wiener "Max-Reinhardt-Seminar", nahm zudem Gesangsunterricht bei Z. Kestranek. Seine erste Bühnenrolle war 1942 der Claudio in Shakespeares Komödie "Viel Lärm um nichts"1), im selben Jahr verpflichtete ihn das "Theater in der Josefstadt" im Fach "Jugendlicher Liebhaber", ehe er 1944 zum Kriegsdienst eingezogen wurde.
Nach dem Krieg wirkte Janatsch zur Spielzeit 1945/1946 am "Salzburger Landestheater", dann an der Wiener Kleinkunstbühne "Die Insel", seit 1950 gehörte der Schauspieler zum Ensemble des Wiener "Burgtheaters". Darüber hinaus hatte er unter anderem Engagements bei den Grazer Festwochen, am Wiener "Theater in Josefstadt", bei den Salzburger Festspielen sowie bei den Bregenzer Festspielen.. Seine bekanntesten frühen Bühnenrollen waren der Michael in der Komödie "Sophienlund" von Helmut Weiss1) (1907 – 1969) und Fritz von Woedtke (1906 – 1959), der Infant Don Carlos im gleichnamigen Schiller-Drama1), der Ferdinand in Schillers Trauerspiel "Kabale und Liebe"1), der Titelheld bzw. Mann ohne Gedächtnis Gaston in Jean Anouilhs "Der Reisende ohne Gepäck", der Protagonist Napoléon in George Bernard Shaws Komödie "Der Mann des Schicksals oder Der Schlachtenlenker" und der Maler Georg Millner in Rainer Maria Rilkes Zweiakter "Das tägliche Leben". Seine Auftritte als Reichsritter Franz von Sickingen in Goethes "Götz von Berlichingen"1) und als Ulrich von Rudenz in Schillers "Wilhelm Tell" jeweils an der Seite des den Titelhelden verkörpernden Ewald Balser wurden für die Nachwelt festgehalten, 1955 entstand "Götz von Berlichingen"2) und ein Jahr später "Wilhelm Tell"2), aufgezeichnet am Wiener "Burgtheater".
 
Seit seiner Mitwirkung mit der kleinen Nebenrolle eines Österreichischen Reiteroffiziers in Walter Kolm-Veltées Beethoven-Film "Eroica"1) (1949) trat Janatsch auch in Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung. Im Kino sah man ihn beispielsweise in dem Marika Rökk-Musikfilm "Kind der Donau"1) (1950), in dem Unterhaltungsstreifen "Ich hab mich so an dich gewöhnt"3) (1952) oder in der Walt Disney-Produktion "Flucht der weißen Hengste"1) (1963, Miracle Of The White Stallions). Auf dem Bildschirm erlebte man ihn unter anderem als Wiener Gauleiter Alfred Frauenfeld1) in dem zweiteiligen Dokumentarspiel "Operation Walküre"1) (1971) über das missglückte Hitler-Attentat, mit einem kleinen Part gehörte er zur Star-Besetzung des TV-Mehrteilers "Wagner"1) (1983), zeigte sich in der "Tatort"-Folge "Des Glückes Rohstoff"1) (1985) oder zuletzt in dem von Damiano Damiani aufwendig inszenierten Fernsehfilm "Der Zug"1) (1988) mit Ben Kingsley als Lenin1).
Janatsch machte sich zudem einen Namen mit seiner Arbeit im Hörfunk, wo er als Autor literarische Dramatisierungen schuf.
Der 1975 zum "Kammerschauspieler" ernannte Janatsch war verheiratet und Vater von drei Kindern.
 
Quelle: Wikipedia sowie
Langen Müller's Schauspielerlexikon der Gegenwart, Wien 1986
 
Weitere Filme*) mit Helmut Janatsch
 
Link: 1)
Wikipedia, 2) Filmlexikon, 3) filmportal.de

György Györffy … spielte den Lopresti.

Geboren am 24. April 1920 in Kaposvár (Ungarn),
gestorben am 14. November 1984 in Budapest (Ungarn).
 
Weitere Filme*) mit György Györffy

*) Link: Internet Movie Database

  

Friedrich Freiherr von der Trenck

Friedrich Freiherr von der Trenck wurde am 16. Februar 17271) in Neuhaldensleben (Sachsen-Anhalt) geboren und starb am 25. Juli 1794 in Paris.

Von der Trenck trat 1740 in die preußische Armee ein und wurde 1744 Ordonnanzoffizier Friedrichs des Großen2). Ein Jahr später, 1745, wurde er inhaftiert. Es ist unklar, ob dies aufgrund einer allein von Trenck selbst in seinen Memoiren behaupteten und historiographisch nicht nachweisbaren Affäre mit der Prinzessin Amalie von Preußen2), der Schwester des Königs, geschah. Als wahrscheinlichere Ursache wurden Trencks Beziehungen zu seinem Vetter Franz Freiherr von der Trenck2) angenommen, der in österreichischen Diensten stand. Ein neu aufgefundener Brief Trencks aus dem Jahr 1787 scheint allerdings zumindest eine große Vertrautheit zwischen ihm und der Prinzessin anzudeuten.3)
Trenck gelang 1746 die Flucht aus der Festung Glatz2). 1749 erhielt er in Wien eine Anstellung als Rittmeister bei einem kaiserlichen Kürassierregiment in Ungarn. Als er aber 1753 in Familienangelegenheiten nach Danzig reiste, wurde er auf Befehl Friedrichs II. erneut verhaftet und ohne ein Gerichtsurteil in der Zitadelle Magdeburg2) inhaftiert. Nach einem vereitelten Fluchtversuch wurde Trenck in das Fort Berge2), welches zur Festung Magdeburg gehörte, verlegt. Dort schmiedete man ihn an Händen, Füßen und Leib mit schweren Ketten an. Erst 1763 wurde er aufgrund der Intervention der Kaiserin Maria Theresia2) entlassen.

In den folgenden Jahrzehnten führte von der Trenck ein abenteuerliches Leben. Er beschäftigte sich mit literarischen Arbeiten, trieb nebenbei einen Weinhandel und bereiste England und Frankreich. Mancherorts erregte er durch extreme, zeitunübliche politische Äußerungen Aufsehen; so soll er sich beispielsweise öffentlich für die Abschaffung der Privilegien des Adels, also seines eigenen Standes, ausgesprochen haben.
Später gelangte Trenck abermals nach Paris; ob es sich dabei um eine offizielle Mission im Auftrag Österreichs als Beobachter der Ereignisse der Französischen Revolution handelte, ist nicht geklärt. Fest steht jedoch, dass er 1794 als angeblicher Spion in das Gefängnis Saint-Lazare2) festgesetzt, vor dem Revolutionstribunal angeklagt und schließlich auf der Guillotine hingerichtet wurde.

Quelle: Wikipedia mit weiteren Informationen

1) Laut Kirchenbuch Haldensleben. Trenck fälschte als Dreizehnjähriger seine Geburtsangabe in 1726 in Königsberg, Ostpreußen wegen des erforderlichen höheren Alters für die ersehnte Militärlaufbahn.
Link: 2) Wikipedia
3) Christopher Frey: Friedrich von der Trencks Beziehung zu Prinzessin Amalie von Preußen sowie ein bisher unbekannter Brief Trencks. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 116. Band, Heft 1–2  (2008), S. 146–158.

Um zur Seite der TV-Serien zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de