| Elisabeth Flickenschildt | ||||||||||||||
|
Elisabeth Flickenschildt wurde am 16. März 1905 im Hamburger
Stadtteil Blankenese als Tochter des Kapitäns Heinrich Friedrich August Flickenschildt
geboren. Sie besuchte dort die Schule, machte ihr Abitur und ging
anschließend in einem Hamburger Modegeschäft in die Lehre. Dann
entschloss sie sich, zunächst gegen den Willen ihres Vaters,
Schauspielerin zu werden und brach die Lehrausbildung ab. Sie besuchte die
Schauspielschule in Hamburg, wurde unter anderem von dem Schauspieler
Robert Nhil (1858 1938) ausgebildet, anschließend erfolgte 1931 ihr Theaterdebüt und erstes
Bühnenengagement als Bäuerin Armgard in "Wilhelm Tell" am dortigen Schauspielhaus.
1933 bewarb sie sich bei Otto Falckenberg an den Münchner Kammerspielen
und gehörte drei Jahre lang zum Ensemble. Anschließend ging sie nach
Berlin, wo sie von 1937 bis 1945
am Deutschen Theater und am Staatstheater Berlin, zunächst bei Heinz Hilpert
und seit 1941 bei Gustav Gründgens, auf der Bühne stand.
Nach dem 2. Weltkrieg war die Schauspielerin in
Tübingen zu Hause, wo sie auf ihrem Bauernhof "Maria Rast"
lebte. 1947 holte Gustaf Gründgens sie in sein Ensemble nach Düsseldorf
und 1955 folgte sie dem legendären Theatermann nach Hamburg. Unter Gründgens, der ihr das Äußerste abverlangte, entwickelte
sich die Flickenschildt zu einer der größten deutschen
Theaterschauspielerinnen und diese Ära war
für ihre künstlerische Existenz die
entscheidende. Nach dem plötzlichen Tod von Gründgens im Jahre 1963 ließ
sich die "Königin des Theaters", wie sie von vielen bezeichnet
wurde, auf kein festes Engagement mehr ein, trat nur noch bei Gastspielen und Tourneen auf.
Neben der Arbeit für den
Film wirkte die Flickenschildt als Sprecherin in Hörspielen mit und
begeisterte auch in verschiedenen TV-Produktionen das Publikum. Als
Verkörperung alter Theaterseligkeit verfügte die Grande Dame über einen
Hauch von Hoheit, der auch auf der Leinwand zu spüren war.
Ihre Theaterauftritte verschafften ihr genügend Legende, deshalb konnte sie
selbst in
den Edgar Wallace-Filmen glaubhaft böse Intrigantinnen und Kupplerinnen verkörpern;
sie spielte flotte alte Tanten und verarmte Adelige, schleierumhüllte Fürstinnen
und Wirtinnen.
Vom Theater her kam auch ihr Grunzen und Kichern aus
tiefster Kehlengruft; ihre Stimme verdunkelte mehr, als sie enthüllte. Ob
mit eisgekühlter Brillanz, mit vertracktem Sarkasmus oder als bizarre,
entrückte Tragödin: Die königliche Frau trat nie wirklich hinter ihren
Schleiern hervor, die ihr wie kostbare Schleppen nachwehten.
1965 wurde Elisabeth Flickenschildt von der nordrhein-westfälischen Landesregierung
der Professorentitel verliehen, 1975 ehrte man sie mit dem Großen Verdienstkreuz der
Bundesrepublik Deutschland. |
||||||||||||||
| Siehe auch wikipedia.org, www.cyranos.ch, www.fembio.org, www.kultura-extra.de | ||||||||||||||
|
||||||||||||||
|
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |