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Im bundesdeutschen Nachkriegsfilm konnte der Mann mit den markanten Gesichtszügen schnell Fuß fassen und
wurde bald zum beliebten Darsteller profilierter Nebenrollen in zahllosen Unterhaltungsstreifen. Seine einzige Hauptrolle
blieb 1956 die des Hauptmann a.D. Ferdinand Kraus in E. W. Emos
Verwechslungs-Komödie "K. u. K. Feldmarschall". Mit
seiner einzigartigen, oft grantigen Mimik zeigte er sich beispielsweise
in Kurt Hoffmanns Kinoklassiker "Ich
denke oft an Piroschka"1) (1955) als Bahnhofsfaktotum Sándor, 1958 war er der Buffon Parucchio
in der ebenfalls von Kurt Hoffmann gedrehten musikalischen Erfolgskomödie "Das
Wirtshaus im Spessart"1) oder 1959 der Kammerdiener Lutz
in Ernst Marischkas Romanze "Alt Heidelberg".
In Ákos von Ráthonyis Shaw-Adaption "Frau Warrens Gewerbe" (1960)
konnte er als Reverend Samuel Gardner überzeugen,
zuletzt erlebte man Vogel als gutmütigen Hausdiener Sebastian in Werner Jacobs' Spyri-Verfilmung "Heidi"1) (1965) auf der Leinwand.
Seit den 1960er Jahren war der Schauspieler überdies auch regelmäßig auf dem Bildschirm präsent. Rudolf Vogel begann in seinen frühen Filmen als jugendlicher Liebhaber und brachte es schnell zum Charakterkomiker. So spielte er durchaus mit Abgründen meist steife Ministerialbeamte, gezierte Tanzlehrer, kuriose Dorffriseure, dickköpfige Autoritätspersonen, warmherzige Väter und grantelnde Pensionsinhaber und immer wieder Diener, Kellner, Domestiken. Er war ein Komiker der alten Garde und verlieh seinen Rollenfiguren aufgrund seiner hageren Gestalt, der langen Nase, der mitleidig-traurigen Augen und der prägnanten, zischelnden Sprechweise ein unverwechselbares Profil.3) Rudolf Vogel erlag am 9. August 1967 in München mit 66 Jahren in München seinem Krebsleiden; noch 1966 war ihm das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" verliehen worden. Rudolf Vogel war der Vater des 1937 geborenen Schauspielers Peter Vogel4), der sich am 21. September 1978 in Wien das Leben nahm. Sowohl Rudolf als auch Peter Vogel fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem alten Friedhof in München-Bogenhausen → Foto der Grabstätte bei knerger.de. |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP Quelle: 3) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 371) |
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| Siehe auch Wikipedia | ||||
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