Filmografie / Hörspiel
Erich (Erich Johannes Bruno) Ponto wurde am 14. Dezember 1884 als Sohn eines Manufakturwaren-Kaufmannes und jüngstes von vier Kindern in der Hansestadt Lübeck1) geboren. Er besucht die Realschule im heutigen Hamburger Bezirk Altona1), nahm anschließend ein Pharmaziestudium auf, dass er 1905 mit dem "Provisor1)-Examen" abschloss; von 1905 bis 1907 arbeitete er im rheinischen Beuel1)  in der "Hirschapotheke". Doch es zog Ponto zur Bühne, 1908 nahm er in München Unterricht bei den Schauspielern Hans Lackner1) (1876 – 1930) und Alois Wohlmuth (1852 – 1930), noch im gleichen Jahr erhielt er einen ersten Festvertrag am "Stadttheater Passau"1). Eine weitere Station wurde zur Spielzeit 1910/11 Reichenberg1) in Nordböhmen (heute Liberec, Tschechien), 1912 ging Ponto nach Düsseldorf an das dortige "Stadttheater"1).
Auch als Mephisto in Goethes "Faust"1), Franz Moor in Schillers "Die Räuber"1) oder als Titelheld in "Richard III."1) von William Shakespeare1) feierte er Triumphe. Ein kühl-süffisantes Unterspielen prägte in den 1930er Jahren seine Berliner Auftritte als Striese in "Der Raub der Sabinerinnen"1) oder als Harpagon in Molières "Der Geizige"1) (1938 am "Deutschen Theater"1)) (…) Mit seiner unnachahmlichen markanten Stimme und seiner vielgerühmten sprachlichen Prägnanz gestaltete Erich Ponto noch im Januar 1945 Lesungen aus beiden Teilen des "Faust"1) in der verdunkelten, für den eigentlichen Spielbetrieb bereits geschlossenen "Dresdner Staatsoper"1).2).
Ab Herbst 1945 übernahm Ponto zunächst die Leitung des "Staatsschauspiels Dresden" und dann als Generalintendant den Wiederaufbau der gesamten staatlichen Bühnen in Dresden. Brillant war beispielsweise in Dresden im Sommer 1945 seine Interpretation der Titelfigur in dem Lessing-Klassiker "Nathan der Weise"1). Am 31. Dezember 1946 legte er seine Ämter nieder, um sich ausschließlich wieder der Schauspielerei zu widmen. Ab April 1947 trat er unter anderem an ostdeutschen Bühnen auf, im August 1947 wurde dann für Dresden ein Auftrittsverbot gegen ihn verhängt und Ponto verließ die Stadt, weil er, wie er an Kollegen schrieb, "in dieser Stadt nicht frei spielen könne, wenn er nicht einer bestimmten politischen Haltung angehörte." Ponto wechselte als Ensemblemitglied an das "Württembergische Staatstheater"1) und ließ sich auch in Stuttgart nieder. Am "Staatstheater" gab er große Charakterrollen, unter anderem den Michael Kramer in dem gleichnamigern Drama1) von Gerhart Hauptmann1) oder den jüdischen Geldverleiher Shylock in dem Shakespeare-Stück "Der Kaufmann von Venedig"1).

Foto: Erich Ponto im Juli 1945
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df pk 0000156 028); © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Urheber: Abraham Pisarek1) (1901–1983); Datierung: 1945.07 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Originalfoto und Beschreibung: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia,
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Erich Ponto im Juli 1945; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df pk 0000156 028); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983); Datierung: 1945.07 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Zur die Spielzeit 1950/51 holte ihn Heinz Hilpert1) nach Göttingen an das "Deutsche Theater"1), hier glänzte er unter anderem mit der titelgebenden Hauptrolle des Fortunatus Wurzel in "Der Bauer als Millionär"1) von Ferdinand Raimund1). "Vergnüglich waren auch die sonntäglichen Matinée-Veranstaltungen, abwechselnd gestaltet von Erich Ponto und Heinz Hilpert." notiert Wikipedia. Er gab verschiedene Gastspiele an bedeutenden deutschsprachigen Bühnen  – so an den "Münchner Kammerspielen"1) brillant den resignierten Willy Loman in "Tod eines Handlungsreisenden"1) von Arthur Miller1) (1950), den er auch in dem am 13. Oktober 1950 ausgestrahlten und inzwischen auf CD erhältlichen Hörspiel sprach. Neben den Darstellungen großer Charakterrollen und der Verkörperung subtiler Figuren machte sich Ponto auf der Bühne auch einen Namen mit heiteren Parts, so unter anderem mit der Rolle des tölpelhaften Gerichtsdieners Holzapfel (Dogberry) in der Shakespeare-Komödie "Viel Lärm um nichts"1). Daneben gab er stets Lesungen und Rezitationsabende, bei denen er seine besondere Sympathie für Wilhelm Busch1), Jean Paul1), Johann Wolfgang von Goethe, Eduard Mörike1) und Christian Morgenstern1) erkennen ließ.
Porträt Erich Ponto, fotografiert von von Reinhard Berger (Dresden, um 1940); Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm und Autograph verso, datiert 09.1941); Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2009-a_0000033); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Reinhard Berger; Quelle: www.deutschefotothek.de Auf der Leinwand gelang Ponto – nach belanglosen Stummfilmrollen wie mit seinem ersten Auftritt in der kurzen Geschichte "Hampelmanns Glückstag" (1920) – sein eigentlicher Durchbruch erst mit Beginn des Tonfilms und dem Part des Anwalts Howard Joyce in "Weib im Dschungel" (1931), einer von Dimitri Buchowetzki1) gedrehten deutschsprachigen Version des US-amerikanischen Dramas "The Letter"1) aus dem Jahre 1929 nach dem Stück von William Somerset Maugham1). Weitere Produktionen folgten, wo er in Neben- und Hauptrollen gleichermaßen glänzte. Seine Publikumserfolge begannen durch die Darstellung skurriler Sonderlinge und spinnerter Eigenbrötler, aber auch Philanthropen mit Weisheit, lebenskluger Überlegenheit und schlichter Wärme.
Während des Nazi-Regimes, dem er stets ablehnend gegenüber stand, ohne dass jemand gegen ihn vorgegangen wäre, spielte sich der beliebte Charakterdarsteller mit über 40 Filmrollen bis 1945 – meist Charakterchargen wie als Stapleton in dem Sherlock-Holmes-Krimi "Der Hund von Baskerville"1) (1936), als Regierungsrat Alfred Hintze in der Liebeskomödie "Die 4 Gesellen"1) (1938) oder als Puppenspieler Christoffel in "Kleider machen Leute"1) (1940) nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller mit Heinz Rühmann als Schneidergeselle Wenzel – in die Herzen der Zuschauer/-innen.
 

Porträt Erich Ponto, fotografiert von Reinhard Berger → Selbstporträt
(Dresden, um 1940); Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm
und Autograph verso, datiert 09.1941)
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2009-a_0000033)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Reinhard Berger
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Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Unvergessen bleibt seine grandiose Darstellung des Chemielehrers Professor Crey (genannt "Schnauz") in dem Kultfilm "Die Feuerzangenbowle"1) (1944) nach dem gleichnamigen Roman1) von Heinrich Spoerl1) mit Heinz Rühmann als "Schöler" Hans Pfeiffer (mit drei "f") – mit seiner Vorlesung über "die alkoholische Gärung" schrieb Ponto Filmgeschichte → Beschreibung innerhalb dieser HP. Seine einzige große Hauptrolle spielte Ponto in dem Streifen "Schneider Wibbel" (1939), den Viktor de Kowa nach dem gleichnamigen Bühnenstück1) von Hans Müller-Schlösser1) in Szene setzte und in dem Ponto den Protagonisten Anton Wibbel mit tragikomischem Witz gestaltete. Bis Kriegsende zeigte sich der Charaktermime in Produktionen wie "Der Feuerteufel" (1940) von und mit Luis Trenker, in "Der große Schatten"1) (1942) nach Motiven des Stücks "Der Richter von Zalamea"1) von Calderón de la Barca1) mit Heinrich George, in dem von Heinz :Rühmann mit Ehefrau Hertha Feiler inszenierten Liebesfilm "Der Engel mit dem Saitenspiel" (1944) oder unter der Regie von Paul Verhoeven in dem Musikfilm "Philharmoniker"1) (1944) mit unter anderem Will Quadflieg. Dem NS-Propagandafilm konnte er sich nicht vollständig entziehen und wirkte in vier, bis heute zu den "Vorbehaltsfilmen"1) zählenden Streifen mit, die nur mit Zustimmung und unter Bedingungen der "Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung"1) gezeigt werden dürfen – so als Kaufmann, Bankier und Gründer des Hauses Rothschild1) Mayer Amschel Rothschild1) in dem antisemitischen Machwerk "Die Rothschilds"1) (1940), als Direktor Gösch in dem Flieger-Freundschafts-Drama"Blutsbrüderschaft"1) (1940), als Prof. Werther in dem Film zum Euthanasie1)-Thema "Ich klage an"1) (1941) und als dänischer Ölmagnat Jensen in der antibritischen Propaganda-Geschichte "Anschlag auf Baku"1) (1942). "Das kleine Hofkonzert"1) (1944) nach dem Bühnenstück von Toni Impekoven1) und Paul Verhoeven (auch Regie) mit seiner Rolle des Fürsten  Serinissimus gelangte erst Mitte April 1949 in die Lichtspielhäuser, der von Georg Wilhelm Pabst1) gedrehte Film "Der Fall Molander"1) (1944/45) nach dem Roman "Die Sternengeige" von Alfred Karrasch1) mit unter anderem Paul Wegener und Werner Hinz sowie Ponto als Geigenbauer Dannemann blieb unvollendet → Übersicht Tonfilme bis 1945.
 
Nach Ende des 2. Weltkrieges blieb Ponto weiterhin ein vielgefragter Darsteller auf der Leinwand, stand vereinzelt auch für internationale Produktionen vor der Kamera. So erlebte man ihn beispielsweise als Professor in dem Heimkehrerdrama "Zwischen gestern und morgen"1) (1947) neben Viktor de Kowa und Winnie Markus, als Wissenschaftler in dem  Melodram "Das verlorene Gesicht"1) (1948) mit Marianne Hoppe oder einmal mehr unter der Regie Rühmanns als den alten Lehrer in dessen Komödie "Die kupferne Hochzeit"1) (1948) nach einem Theaterstück des dänischen Schriftstellers Svend Rindom (1884 – 1960). Regisseur Carol Reed1) übertrug ihm die Rolle des undurchsichtigen Dr. Winkel in dem berühmtem Krimi-Klassiker "The Third Man"1) (1949, "Der Dritte Mann") an der Seite von Orson Welles (Harry Lime) und Joseph Cotten (Holly Martins), Wolfgang Staudte1) die des Professor Sapis in dem Drama "Schicksal aus zweiter Hand"1) (1949), erneut einen Professor, den den Pathologen Professor Speiter, mimte er in "Frauenarzt Dr. Prätorius"1) (1950) nach dem Bühnenstück "Dr. med. Hiob Prätorius" von Curt Goetz, der zudem Co-Regie führte sowie die Titelfigur neben seiner Gattin Valérie von Martens darstellte. Bis zu seinem Tod präsentierte sich Ponto in Filmen wie dem Biopic "Herz der Welt"1) (1952) mit Hilde Krahl als Bertha von Suttner, der heiteren Geschichte "Keine Angst vor großen Tieren"1) (1953) mit Heinz Rühmann, der Curt Goetz-Adaption "Hokuspokus"1) (1953) mit dem Autor selbst in der Rolle des Peer Bille und Valérie von Martens als Agda Kjerulf, in "Das fliegende Klassenzimmer"1) (1954) nach dem gleichnamigen Roman1) von Erich Kästner1), "Wenn wir alle Engel wären"1) (1956) nach dem Roman von Heinrich Spoerl1) oder mit einem kleinen Auftritt in dem Kriegsfilm  "Der Stern von Afrika"1) (1957) mit Joachim Hansen als Jagdflieger Jochen Marseille1). Für seine Darstellung des Großvaters Kaminski in "Himmel ohne Sterne"1) (1955) wurde Ponto 1956 mit dem "Filmband in Silber"1) geehrt, einen letzten größeren Leinwandauftritt hatte er als betagter Schriftsteller Daniel Defoe1) (1660 – 1731) an der Seite von Romy Schneider und Horst Buchholz in der Adaption "Robinson soll nicht sterben"1) (1957) nach dem Theaterstück von Friedrich Forster1), dessen Uraufführung am 7. Februar 1957 er nicht mehr erlebte → Übersicht Kinofilme nach 1945.
Zudem war der Schauspieler ein gefragter Sprecher und stand immer wieder im Hörspielstudio, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier. In den 1930er Jahren war Ponto auch gelegentlich als Synchronsprecher tätig, so lieh er Charles Laughton als Kapitän William Bligh1) in "Meuterei auf der Bounty"1) (1935, "Mutiny on the Bounty") sowie mehrfach Lionel Barrymore seine Stimme, unter anderem als Monsieur Duval in "Die Kameliendame" (1936, "Camille" → mehr bei synchronkartei.de. In dem von Wolfgang Liebeneiner1) mit sich selbst als Sprecher des Titelhelden in Szene gesetzten ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm der Nachkriegszeit "Tobias Knopp – Abenteuer eines Junggesellen"1) (1950) nach dem ersten Teil der "Knopp-Trilogie"1) von Wilhelm Busch1) sprach er den Küster Plünne.
Der großartige Erich Ponto starb am 4. Februar 1957 nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren in seinem Stuttgarter Heim, nachdem er am 16. Januar 1957 mit seiner Paraderolle, dem Shylock in Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig"1), letztmalig auf der Bühne gestanden hatte; er fand seine letzte Ruhe zunächst auf "Waldfriedhof Stuttgart"1), wurde später aber auf den Hamburger "Friedhof Nienstedten"1) umgebettet. Heute erinnern in Stuttgart lediglich eine Straße im Stadtteil Vaihingen ("Erich-Ponto-Weg") und ein Gedenkstein auf dem Grab der Familie Böhm (Ehemann von Edith Heerdegen) an ihn. Im März 2007 wurde er lt. sz-online vom 16. April 2007 erneut umgebettet, diesmal nach Dresden in den "Urnenhain Tolkewitz"1). Die Hamburger Grabstätte wurde aufgelöst. Die Gedenkfeier fand am 18. April 2007 im alten Krematorium Dresden Tolkewitz statt. In Dresden ist auch eine Straße nach ihm benannt.4) → Foto beider Grabstellen bei knerger.de sowie "Urnenhain Tolkewitz" bei Wikimedia Commons.
Ponto war seit 1916 mit Tony Kresse verheiratet, aus der Verbindung gingen die 1918 geborene Tochter Eva Doering-Ponto und Sohn Klaus Ponto1) (1927 – 1985) hervor, der ebenfalls den Schauspielerberuf ergriff bzw. sich einen Namen als Hörspielsprecher machte. Klaus Pontos 1996 früh verstorbener Sohn Manoel Ponto1) (1949 – 1996) setzte die Familientradition fort und war ebenfalls Schauspieler, der 1977 von RAF-Terroristen ermordete Vorstandssprecher der "Dresdner Bank"1), Jürgen Ponto1), Erich Pontos Neffe. In seinen letzten Lebensjahren lebte Ponto mit seiner früheren Schülerin, der Berliner Schauspielerin Edith Heerdegen (1913 – 1982) zusammen.

Porträt Erich Ponto, fotografiert von
Ursula Richter1) (1886–1946), Dresden um 1930
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2006-a_0000785)
Eigentümer / © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Ursula Richter/Datierung: um 1930
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Porträt Erich Ponto, fotografiert von Ursula Richter (1886–1946), Dresden um 1930; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2006-a_0000785); Eigentümer / Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Ursula Richter/Datierung: um 1930; Quelle: www.deutschefotothek.de
Erich Ponto als Narr in "König Lear" von William Shakespeare am "Dresdner Schauspielhaus" (14.11.1926), fotografiert von Ursula Richter (1886–1946); Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0262848); Eigentümer / Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Ursula Richter/Datierung: 14.11.1926; Quelle: www.deutschefotothek.de Ponto war ein Filmstar für Feinschmecker: Schrullige Käuze und skurrile Sonderlinge, versponnene oder kaltschnäuzige Ärzte und Geheimräte, undurchsichtige Existenzen oder listig augenzwinkernde alte Herren mit hintergründigem Humor gab er am besten. Er konnte ebenso gelassen-heiter wie diabolisch wirken, vereinte jedoch immer Geist, Weisheit und überlegenes Spiel. Sein dubioser Dr. Winkel in Carol Reeds "Der dritte Mann" machte ihn auch international berühmt, bevor er in deutschen Rollen als gütiger Alter seine abgeklärten Leinwand-Patriarchen ablieferte, die seinen Nachruhm ausmachen.*)

An Auszeichnungen erhielt der "Meister der leisen Töne", wie Ponto von einigen Kritikern bezeichnet wurde, 1938 die Ernennung zum "Staatsschauspieler", 1952 die Ernennung zum "Württembergischen Staatsschauspieler" und 1956 – wie erwähnt –- das "Filmband in Silber" für die Nebenrolle in "Himmel ohne Sterne". 1954 verlieh man ihm das "Große Bundesverdienstkreuz"1) für seine "Verdienste um den Wiederaufbau des deutschen Kulturlebens".
  

Erich Ponto als Narr in "König Lear"1) von William Shakespeare1)
am "Staatsschauspiel Dresden" (14.11.1926), fotografiert von
Ursula Richter1) (1886–1946) → Selbstbildnis
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0262848)
Eigentümer / © SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Ursula Richter/Datierung: 14.11.1926
Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Aus Pontos Feder stammt das nach Clemens Brentano verfasste Märchenspiel "Trilltrall und seine Brüder"5), welches 1965 von Walter Davy1) (1924 – 2003) mit Wolfgang Ziffer1) als Vogelsprachforscher Trilltrall auch für das Fernsehen verfilmt wurde: Trilltrall wird von seinem Vater, Schulmeister Klopfstock (Karl-Heinz Peters1)), in die Welt hinaus geschickt, um etwas Rechtes zu lernen. Im Gegensatz zu seinen geschäftstüchtigen Brüdern Gripsgraps (Frithjof Vierock), Pitschpatsch (Gernot Endemann1)), Piffpaff (Manfred Zapatka) und Pinkepank (Marius Müller-Westernhagen1)) schwelgt Trilltrall lieber in weltfernen Träumereien. Er versteht jedoch die Sprache der Vögel. Eines Tages wird Prinzessin Klingklang (Wega Jahnke1)) vom Nachtwächterkönig Knarrasper (P. Walter Jacob1)) gefangen genommen – und die Eule hat den Vorgang beobachtet … → IMDb
      
Von dem Theaterwissenschaftler und Theaterhistoriker Dr. Hansjörg Schneider erschien 2000 im "Henschel Verlag" die erste Buchveröffentlichung über einen der profiliertesten deutschen Charaktermimen der 1930er und 1940er Jahre mit dem Titel "Erich Ponto – Ein Schauspielerleben".
Seit 1999 wird vom "Förderverein Staatsschauspiel Dresden e. V" der "Erich-Ponto-Preis"1) an junge Schauspieler und Schauspielerinnen im Ensemble des "Dresdner Staatsschauspiels" für herausragende darstellerische Leistungen vergeben. Der Preis wurde bis 2004 jährlich, seither nur noch alle zwei bis drei Jahre vergeben, erster Preisträger war 1999 Philipp Otto1).
"In der Tageszeitung "Dresdner Neueste Nachrichten"1) wurde Ponto im Jahre 2000 zu einem der "100 Dresdner des 20. Jahrhunderts" gewählt." vermerkt Wikipedia.
Interessant ist, was man ebenfalls bei Wikipedia lesen kann "Eine seiner Entdeckungen war der Dresdner Schauspieler Rolf Ludwig, der als ehemaliger Luftwaffenpilot aus dem Krieg zurückgekehrt war und bei Ponto vorsprach. Ludwig wollte hierbei sein sportliches Geschick unter Beweis stellen und sprang am Ende des Vorsprechens seiner Rolle aus dem Fenster. Wie sich herausstellte, hatte er fälschlicherweise angenommen, dass sich der Raum im Erdgeschoss befand. Jedoch sprang er aus dem ersten Stock. Als Ludwig mit gebrochenem Arm auf der Straße lag, rief Ponto aus dem Fenster: "Junger Mann, Sie sind engagiert." Eine weitere seiner Entdeckungen für die Bühne und den Film war Gert Fröbe. Fröbe hatte allen Mut zusammengenommen, um Ponto etwas vorzusprechen. Dieser winkte zunächst wegen Fröbes unüberhörbaren sächsischen Dialektes ab, nahm ihn später aber doch als Schüler. Das Vorsprechen des Gert Fröbe kommentierte Ponto mit den Worten: "Mephisto war kein Sachse.""
Textbausteine des Kurzportraits aus  "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars"*) sowie deutsche-biographie.de
Siehe auch Wikipedia, cyranos.ch, staatsschauspiel-dresden.de
 *) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzlmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 280)
Fremde Links: 1) Wikipedia, 5) www.vvb.de
Quellen:
2) www.deutsche-biographie.de, 3) www.dresden.de (Seite nicht mehr existent), 4) Wikipedia (abgerufen 03.102011)
Kinofilme
Stummfilme / Tonfilme bis 1945 / Nachkriegsproduktionen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: filmportal.de, Wikipedia (deutsch/englisch), Murnau Stiftung, felix-bloch-erben.de)
Stummfilme Tonfilme bis 1945 Tonfilme nach 1945
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia, theatertexte.de)
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