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Gert Haucke wurde am 13. März 1929 als Sohn eines renommierten Rechtsanwaltes in Berlin geboren und
verbrachte auch dort seine Kindheit und Jugend. Schon früh interessierte er
sich für das Theater, nach dem Abitur sprach er 1947 am Berliner
"Schiller-Theater" bei Boleslaw Barlog1) (1906 1999) vor und erhielt auf Anhieb
einen Anfängervertrag. Haucke spielte dort bis 1951 die verschiedensten Rollen,
entschied sich auch für das Angebot des RIAS Berlin, als Nachrichtensprecher zu
arbeiten. Der Bühne
blieb der vielseitige Haucke stets treu, er wurde als Liedsänger bekannt,
als freier Schauspieler führten ihn Gastverträge unter anderem zur
Spielzeit 1968/69 an das "Hamburger Schauspielhaus", als Regisseur arbeitete
er beispielsweise 1962 am "Deutschen Theater" in Buenos Aires sowie 1971/72 an den Bühnen der Hansestadt Lübeck.
Auch verschiedenste Kinoproduktionen, in denen er prägnante Nebenrollen spielte, gehören zu Hauckes Filmografie: Zu nennen sind unter anderem Kurt Hoffmanns Goetz-Verfilmung "Hokuspokus oder: Wie lasse ich meinen Mann verschwinden ?"1) (1966) mit Heinz Rühmann und Liselotte Pulver, Wolfgang Staudtes Krimikomödie "Ganovenehre" (1966) mit Mario Adorf und Gert Fröbe, Harald Reinls Jerry Cotton-Thriller "Der Tod im roten Jaguar"1) (1968) oder Alfred Vohrers Simmel-Verfilmung "Der Stoff, aus dem die Träume sind"1) (1972). In den 1970er und 80er Jahren folgten ambitionierte Leinwandstreifen wie beispielsweise Ottokar Runzes "Der Lord von Barmbeck" (1973) und "Verlorenes Leben" (1976) oder Reinhard Hauffs "Die Verrohung des Franz Blum"1) (1974). Sein komödiantisches Talent konnte Haucke in Komödien wie dem Gottschalk/Krüger-Klamauk "Die Supernasen"1) (1983), der Polit-Satire "Is' was, Kanzler" (1984) oder den Hallervorden-Späßen "Didi und die Rache der Enterbten"1) (1985), "Didi auf vollen Touren"1) (1986) und "Der Experte"1) (1988) voll ausleben. Zu den letzten Kinoarbeiten gehören Petra Haffters Satire "Der König von Dulsberg"4) (1994) mit Götz George, und Peter Wecks Krimikomödie "Diebinnen" (1996) mit Christiane Hörbiger, Jennifer Nitsch und Lena Stolze. Den Künstler nur als erfolgreichen Hörfunksprecher, Schauspieler und Regisseur zu qualifizieren, würde dem Multitalent Haucke nicht gerecht, vielmehr hat er sich mit zahlreichen Artikeln, Features und Geschichten einen Namen gemacht, ist darüber hinaus ein international anerkannter (und gefürchteter) Tierschützer und Hundefachmann. Seine Bücher wie "Die Sache mit dem Hund" (gemeinsam mit Co-Autor Heiko Gebhardt) und "Hund aufs Herz", die sich durch viel Sachverstand und einem pointierte Schreibstil auszeichnen, gehören inzwischen zu den Standardwerken der Branche; mit seinem Buch "Mops und Moritz" beschreibt Haucke eine dicke Freundschaft zwischen eine kleinen Jungen und seinem Hund und begeistert mit den humorvollen Geschichten auch bei Lesungen das Publikum. Inzwischen sind einige seiner Werke auch als Hörbuch im Handel erhältlich, für Hundebesitzer und solche, die es werden wollen, inzwischen ein "Muss". Im Februar 2004 musste Gert Haucke einen privaten Schicksalsschlag verkraften, als seine zweite Frau, die Journalistin und Buch-Herausgeberin Ute Blaich1), 65-jährig verstarb. Der Schauspieler lebte seither alleine in seinem Domizil in der Umgebung von Garstedt am Rande der Lüneburger Heide, treue Begleiter waren nach wie vor seine Hunde, mit denen er viel Zeit verbrachte. Fünfzehn Jahre gehörte der Mops Kasper zur Familie, seine wehmütigen Erinnerungen an diesen furchlosen Gefährten veröffentlichte Haucke in dem inzwischen vergriffenen Buch "Elefanten weinen nicht". Später tollten die Bulldogge Otto und der Bostonterrier Willi sowie zwei portugiesische Strandlaufhunden namens Schoko und Monty durchs Haus. Ende Mai 2008 ging durch die Presse, Haucke sei im niedersächsischen Salzhausen hinter dem Steuer seines Wagens mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen; er wurde in ein Krankenhaus in Lüneburg eingeliefert. Haucke, der mit mehr als 250 Rollen einen festen Platz in der deutschen TV- und Kinolandschaft gehabt hatte, erholte sich nicht mehr von dem Zusammenbruch. Er starb am 30. Mai 2008 im Alter von 79 Jahren im Lüneburger Klinikum an den Folgen des Herzinfarktes, seine letzte Ruhestätte fand Haucke auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde in Garstedt (Samtgemeinde Salzhausen, Landkreis Harburg). |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) Beschreibung innerhalb dieser HP, 4) prisma.de | ||||
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de | ||||
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