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1959 glänzte er dann bei den Salzburger Festspielen mit der Partie
des Barbier Schneidebart in der Richard-Strauss-Oper "Die schweigsame Frau"1),
im darauffolgenden Jahr feierte er als Wolfram in Wagners
"Tannhäuser"1) Triumphe an der New Yorker "Metropolitan
Opera", wo er von da ab bis 1970 regelmäßig zu Gast war;
Auftritte an so bedeutenden Opernhäusern wie in Bayreuth, Mailand,
London oder auch bei Festspielen wie in Aix-en-Provence zeugten von
Preys sängerischer Dominanz. Daneben engagierte sich Prey, der 1962 von der bayerischen Staatsoper zum "Kammersänger" ernannt worden war, intensiv für das deutsche Kunstlied und sang auch Werke weniger bekannter Komponisten wie beispielsweise von Hans Pfitzner oder Carl Loewe. Ein breites Publikum erreichte er in späteren Jahren mit der "leichteren Muse", er trat in Operetten und "komischen Opern" auf, veröffentlichte zahlreiche Schallplatten und war auch von dem Fernsehbildschirm in vielen Shows eine feste Größe. Preys Stimme und deren Führung hat die Gesangsinteressierten immer in zwei Lager geteilt: Die einen fühlten sich vom warmen, körperhaften, einschmeichelnden Klang stark angesprochen, die anderen wurden abgeschreckt durch jene spezifische Prey-Mischung aus Kehldruck und Gaumigkeit, die mit einer gewissen Raffinesse am Knödeln vorbeihuscht, seinem Singen aber eine unbestreitbar charakteristische Note verlieh. Beide Lager hatten und haben auf ihre Weise recht.2) 1981 brachte der Kammersänger seine Erinnerungen unter dem Titel "Premierenfieber" auf den Markt, ein Buch, welches später auch in englischer Sprache als "First Night Fever" eine internationale Leserschaft fand. Der berühmte Kammersänger und Bariton Hermann Prey, der seit 1982 Professor an der Musikhochschule Hamburg war, starb am 22. Juli 1998, wenige Tage nach seinem 69. Geburtstag, unerwartet an den Folgen eines Herzinfarkts im bayerischen Krailling; noch wenige Tage zuvor hatte er in München ein Konzert gegeben. Hermann Prey war seit 13. Februar 1954 mit seiner Frau Barbara verheiratet und hinterließ die Töchter Annette und Franziska sowie Sohn Florian. Florian Prey1) (geb. 1960) schlug später ebenfalls die Sängerlaufbahn ein (lyrischer Bariton) und debütierte 1986 an der Wiener Kammeroper → www.florianprey.de. |
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Link: 1) Wikipedia Quelle: 2) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer, Verlag J. B. Metzeler, Stuttgart 1993, S. 469 |
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| Siehe auch www.hermannprey.de sowie Wikipedia | ||
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