| Hans Brenner |
| Hans Brenner wurde am 25. November 1938 als Sohn eines Arbeiters in Innsbruck
geboren. Er nahm privaten Schauspielunterricht in Salzburg und
gab sein Bühnendebüt am Bregenzer Theater. Weitere Engagements
führten ihn nach Heidelberg, Göttingen, Berlin und Zürich, später u. a. an die
"Münchner Kammerspiele", das "Bayerische Staatsschauspiel" und zuletzt
stand er ab 1983 hauptsächlich am Volkstheater in München auf der Bühne.
Dort als auch im Film arbeitete er mit seiner Lebensgefährtin Ruth Drexel
zusammen, mit der eine eigene Schauspieltruppe gründete; außerdem gehörte
Brenner 1981 gemeinsam mit Ruth Drexel, Dietmar Schönherr, Otto Grünmandl
sowie dem damaligen ORF-Intendanten Wolf in der Maur zu den
Initiatoren der "Tiroler Volksschauspiele" in Telfs, wo auch Ruth Drexel
etliche Stücke inszenierte und später als Intendantin wirkte. Ab Ende der 1960er Jahre wurde Hans Brenner durch zahlreiche Rollen in Fernsehspielen auch einem breiten Publikum bekannt und avancierte schnell zu einem beliebten Volksschauspieler. Eine seiner frühen Rollen, die ihm auf den Leib geschrieben schien, war 1970 die Titelfigur in der von Reinhard Hauff für das Fernsehen in Szene gesetzten Räuberballade "Mathias Kneissl"1) über den berühmten bayrischen Räuber, der 1902 in Augsburg hingerichtet wurde. In Hauffs erstem Kinofilm "Der Hauptdarsteller"1) (1977, mit Mario Adorf) sowie in dem Politthriller "Messer im Kopf"1) (1978, u.a. mit Bruno Ganz), mit dem Hauff die Zeit des RAF-Terrorismus thematisiert, spielte Brenner ebenfalls prägnante Rollen. Ein weiterer Regisseur, der Brenners außergewöhnliches Spiel zu schätzen wusste, war Rüdiger Nüchtern. In dem TV-Dreiteiler "Schluchtenflitzer"1) (1979) und dem Kinofilm "Nacht der Wölfe"1) (1981), beides Auseinandersetzungen mit Problemen von Jugendlichen, besetzte er Brenner neben Laiendarstellern mit Vaterrollen; 1985 gehörte Brenner dann auch zur Besetzung von Rüdiger Nüchterns Ehedrama "Bolero". Mehrfach agierte der Schauspieler nicht nur auf der Bühne sondern auch im Film neben Ruth Drexel, so unter anderem im Fernsehen in "Schluchtenflitzer", Dieter Berners "Niemandsland" (1981, nach dem gleichnamigen Roman von Gernot Wolfgruber) sowie als Sattlermeister Leonhardt Bitterwolf in Dieter Giesings "Der starke Stamm" (1982), einer Inszenierung des satirischen Mundartstücks von Marieluise Fleißer (1901 1974). Regelmäßige Auftritte in so beliebten Serien wie "Tatort", "Der Alte", "Derrick", "Münchner Geschichten", "Monaco Franze Der ewige Stenz", "Unser Lehrer Dr. Specht", "Tierarzt Dr. Engel" oder "Bulle von Tölz" hatten den Schauspieler bald auch zur festen Größe in der Fernsehlandschaft werden lassen. Das Repertoire des deftigen Vollblutmimen mit dem zerklüfteten,
aber auch vertrauenerweckenden Gesicht reichte von
kraftvoll-barocken Temperamentsbolzen über leise, nachdenkliche
Männern aus dem Volk bis hin zu urigen Wilderern und
Räuberhauptmännern. Das er nicht nur kauzige oder grantelnde Typen zu
verkörpern verstand, bewies er 1995 als Abbild Adolf Hitlers in einer Dokumentation
über das "Münchner Abkommen", ebenso wie 1997 seine
Darstellung des Arbeitgeberpräsidenten und RAF-Opfers Hanns
Martin Schleyer2) (1915 1977) in Heinrich Breloers preisgekröntem
TV-Zweiteiler "Das
Todesspiel"2) (siehe auch www.deutsches-filmhaus.de).
Brenner erhielt 1997 den "Goldenen Gong" für
seine "seine atemberaubende, menschlich-berührende Darstellung des Hanns-Martin Schleyer",
wie es in der Begründung der Jury hieß; außerdem wurde er im gleichen
Jahr mit dem "Telestar" ausgezeichnet sowie 1998 mit der
"Goldenen Kamera". |
| Link: 1) www.deutsches-filmhaus.de, 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz |
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Siehe auch Wikipedia,
www.deutsches-filmhaus.de Filmografie bei www.imdb.de |
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