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Seit Anfang der 1960er Jahre war Korte auch vermehrt für das Fernsehen tätig und schnell wurde der Schauspieler, der listig- bohrend mit kleinen Augen hinter einer kantigen und eigenwilligen Brille hervorblickte, einem breiten Publikum bekannt. Oftmals spielte er humorig feiste und verschlagene Typen, Biedermänner, Spießbürger und vermeintliche Größen der Gesellschaft, denen er mit seiner schneidenden Stimme und seiner charakteristischen Gestalt Leben einhauchte. Neben zahlreichen Gastauftritten in so beliebten Krimi-Serien wie "Die Fünfte Kolonne", "Dem Täter auf der Spur", "Der Kommissar", "SOKO 5113", "Tatort" oder "Derrick" sah man ihn beispielsweise 1972 als Architekten Masch in Wedels legendären Mehrteiler "Einmal im Leben Geschichte eines Eigenheims"2), in der "Grimme-Preis"-gekrönten Kult-Serie "Kir Royal"1) zeigte er sich 1986 als der Polizeipräsident Dr. Adolf und zwei Jahre später als der Guy Lorentz in der Familienserie "Lorentz & Söhne"3). Eindringlich war 1987 auch Kortes Darstellung des Oberstudiendirektors Himmler in "Der Vater eines Mörders" nach der Erzählung1) von Alfred Andersch; hierfür wurde der Schauspieler 1988 mit dem "Deutschen Darstellerpreis" ausgezeichnet. Ungeheure Popularität erlangte der Mann mit der markanten Hornbrille dann ab 1989 neben Günter Strack als Pfarrer Dr. Dr. Adam Kempfert mit der Rolle des aufbrausenden Bischof Johannes Neubauer in dem Quotenrenner "Mit Leib und Seele"1). Korte zeigte sich als General Erich Schumann in Frank Beyers Zweiteiler "Ende der Unschuld"1) (1991), in Dieter Wedels Mehrteiler "Der Große Bellheim"1) überzeugte er 1992 als ehemaliger Gewerkschaftsboss Max Reuter und wurde für seine Leistung mit dem "Adolf-Grimme-Preis" sowie der "Goldenen Kamera" geehrt; auch in "Der König von St. Pauli"1) (1998) wurde Korte von Wedel besetzt und war in der Rolle des mächtigen Unterwelt-Paten Graf zu sehen. In der Serie "Lutz & Hardy"3) agierte er 1994 als grummeliger Kommissar Robert Lutz, in "Schlosshotel Orth" war er 1996 der Mr. Gerhus und ein Jahr später der Friedrich in der SAT.1-Serie "Kathrin ist die Beste". In jüngerer Zeit sah man den Schauspieler als Brauereibesitzer August Meyerbeer in der beliebten ZDF-Serie "Samt und Seide"1), eine Figur, die Korte zwischen 2000 und 2005 verkörperte, 2000 übernahm er die Rolle des Rodenstock in dem Thriller "Brennendes Schweigen" mit Uwe Bohm als Partner. Danach agierte unter anderem in dem Kinostreifen "Aus der Tiefe des Raumes mitten ins Netz!"1) (2004) sowie in den Serien "Der Elefant Mord verjährt nie" (2006) und "Arme Millionäre" (2006). Bei Kinoproduktionen wirkte Hans Korte eher selten mit, Alexander Kluge besetzte ihn als Richter in "Abschied von gestern" (1966), Alfred Vohrer als Obergruppenführer Prall in der Fallada-Adaption "Jeder stirbt für sich allein"1) (1975). Zu Kortes prägnantesten Kinorollen zählt 1977 die Figur des Reichsführers-SS und Chef der Deutschen Polizei Heinrich Himmler1) in Theodor Kotullas "Aus einem deutschen Leben"1), neben Götz George in der Hauptrolle des Franz Lang, der dem Rudolf Höß, SS-Offizier und Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, entspricht. In Bernhard Wickis Joseph Roth-Adaption "Das Spinnennetz"1) (1989) mimte er neben Protagonist Ulrich Mühe zwar nur den kleinen Part des Geheimrats Alfred Hugenberg1) (1865 1951), ist mit dieser Figur jedoch in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Als Sprecher von Hörbüchern ist Korte vielgefragt, seine Lesungen sind stets sensibel und einfühlsam, mit einem ausgesprochenen Gespür für menschliche Schwächen. DAS große Meisterwerk ist die NDR-Lesung des Romans "Der Untertan" von Heinrich Mann. Seine bärbeißige Art machte die Produktion der Mark-Twain-Erzählungen zu einem Unterfangen von extremem Lachmuskel-Verschleiß, schreibt der LITRATON VERLAG. "Der Vater eines Mörders " von Alfred Andersch oder "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt sind einige der weiteren herausragenden Produktionen mit Hans Korte als Sprecher, im August 2006 erschien ein von ihm gelesenes Hörbuch von Patrick Süskinds Bestseller "Das Parfum". Hans Korte, der mit seiner fünften Frau, der Schauspielerin Barbara Rath1) in der Nähe von München lebt, widmet sich in den letzten Jahren vermehrt seinen Hobbys und hat sich vom Filmgeschäft zurückgezogen. Er befasst sich intensiv mit Geschichte und ist Musikliebhaber. Einer seiner zwei Söhne, Thomas Korte1), hat sich als Puppenspieler einen Namen gemacht. In erster Ehe war Korte bis Mitte der 1970er Jahre mit der Schauspielerin Karin Eickelbaum2) (1937 2004) verheiratet. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de | Stand: Februar 2012 | ||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de |
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