Fritz Wepper; Copyrigt Markus Tedeskino Fritz Wepper wurde am 17. August 1941 als Sohn eines Juristen in München geboren; er ist der ältere Bruder des ebenfalls beliebten und renommierten Schauspielers Elmar Wepper1)
Schon mit neun Jahren wirkte Fritz Wepper in Kindersendungen des bayerischen Rundfunks mit, verkörperte mit elf Jahren auf der Bühne des Münchner Staatstheaters den "Peter Pan". Später nahm er privaten Schauspielunterricht, spielte ab 1960 unter anderem an der "Kleinen Komödie" in München und steht seit 1984 wieder erfolgreich –  überwiegend mit Boulevard-Stücken – auf der Bühne.
1954 gab Wepper sein Leinwanddebüt mit einer kleinen Nebenrolle in "Sauerbruch – Das war sein Leben" an der Seite von Ewald Balser in der Titelrolle, im Verlaufe der Jahre folgten Auftritte in Kinderfilmen wie "Tischlein, deck dich"2) (1956) und "Rübezahl, der Herr der Berge"2) (1957) oder in Unterhaltungsstreifen wie "Eine Verrückte Familie" (1957) und "Der Pauker"2) (1958).
 
Foto mir freundlicher Genehmigung von Markus Tedeskino
© Markus Tedeskino (www.tedeskino.com)
Mit seiner Rolle des Jungen Mutz in Bernhard Wickis berühmten und preisgekrönten Antikriegsfilm "Die Brücke"2) hatte der damals 18-jährige Fritz Wepper dann 1959 auch international seinen Durchbruch als Filmschauspieler. In den 1960ern agierte er in Filmen wie dem Drama "Question 7"2) (1961, Frage Sieben), Franz Peter Wirths "Was Ihr wollt" (1962) oder Rainer Erlers "Sonderurlaub" (1963), wurde für seine Darstellung in Rudolf Jugerts Kriegsfilm "Kennwort… Reiher"2) (1964) mit dem " Filmband in Gold" als "Bester Nachwuchsschauspieler" ausgezeichnet. 1968 beispielsweise sah man ihn als Matrosen Hein Jungermann in "Der Arzt von St. Pauli"2) an der Seite von Curd Jürgens, in dem Wallace-Streifen "Der Mann mit dem Glasauge"2) mimte er ein Jahr später den reichen drogenabhängigen Bruce Sharringham sowie in Rolf Olsens "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" den Till Schippmann. Er stand für internationale Kinoproduktionen wie 1972 Bob Fosses berühmten Kino-Musical "Cabaret"2) vor der Kamera und spielte neben Liza Minelli, Michael York und Helmut Griem den jugendlichen Liebhaber Fritz Wendel, der aus Angst vor den Nazis seine jüdische Abstammung verleugnet. Weitere prägnante Leinwandrollen spielte Wepper unter anderem in den Produktionen "Nachbarn sind zum Ärgern da"2) (1970), "Schmetterlinge weinen nicht"2) (1970), "Wir hau'n die Pauker in die Pfanne"2) (1970) und "Sie nannten ihn Krambambuli"2) (1972). In Luc Besson hochgelobtem französischen Kinofilm "Le dernier combat"2) (Der letzte Kampf), einer apokalyptischen Gangster- und Liebesgeschichte, übernahm er zuletzt 1983 als "Herrscher des Autofriedhofs" eine Leinwandrolle.

Seit Ende der 1960er Jahre ist Fritz Wepper in vielen Serien und Fernsehspielen auf dem Bildschirm präsent. Populär wurde er ab 1968 mit der Rolle des Harry Klein und Assistenten von Kommissar Keller alias Erik Ode in der legendären Serie "Der Kommissar"2). 1974 verließ Wepper das Ermittlerteam um Kommissar Keller, wechselte zu Oberinspektor "Derrick"2) ins Morddezernat und spielte fortan den "ewig Zweiten" an der Seite von Horst Tappert, bis dieser 1998 mit der Folge "Das Abschiedsgeschenk" in den wohlverdienten Ruhestand ging. Mit der Rolle des Derrick-Assistenten Harry Klein wurde auch Wepper zum "Kult", Sätze wie "Harry fahr schon mal den Wagen vor" (in Wirklichkeit nie in der Serie gesagt) wurden zum geflügelten Wort.

Horst Tappert1) und Fritz Wepper
Foto: © Rainer Binder
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Rainer Binder zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Rainer Binder; das Foto darf nicht für andere Zwecke verwendet werden.)

Horst Tappert und Fritz wepper
In der animierten Persiflage "Derrick – Die Pflicht ruft"2), die am 1. April 2004 in die Kinos kam, spricht Wepper selbstverständlich die Rolle des Harry Klein. Der Film ist ein Comicstreifen, der den berühmten Kommissar wieder auferstehen lässt.
Fritz Wepper 01; Copyright Edmond Frederik Dass Fritz Wepper mehr als nur den ewigen Assistenten von "Derrick" zu bieten hat, bewies und beweist der Schauspieler mit Rollen in zahllosen erfolgreichen TV-Spielen. Ab Mitte der 1990er Jahre trat er zusammen mit seinem Bruder Elmar für die beliebten Krimi-Reihe "Die Brüder" vor die Fernsehkamera: Fritz Wepper spielte den karrierebewussten, erfolgreichen Oberstaatsanwalt Christoph Thaler, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder und draufgängerischen Kriminalhauptkommissar Peter auf unkonventionelle Weise 16 Folgen lang so manchen kniffligen Fall löste. Man sah ihn in Fernsehkomödien wie "Drei in fremden Kissen" (1995) oder der Fortsetzung "Drei in fremden Betten" (1996), in der TV-Serie "Wir Königskinder" (1996) war er ebenso präsent wie in einigen "Traumschiff"-Folgen. In der Krimikomödie "Die Blaue Kanone" mimte er 1999 den "Chaos-Bullen" Harry Groß an der Seite von Ottfried Fischer, in Hark Bohms zweiteiligem Doku-Drama "Vera Brühne"2) sah man ihn 2001 als Verteidiger Dr. Wallner sowie als Franz Krause in der Komödie "Zum Glück verrückt – Eine unschlagbare Familie".
  
 
Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
Seit 2002 und mittlerweile 14 Staffeln Folgen verkörpert Fritz Wepper in "Um Himmels willen"2) hinreißend den machthungrigen, schlitzohrigen Bürgermeister Wolfgang Wöller, der den Nonnen in der beliebten ARD-Serie rund um das Kloster Kaltenthal und deren Bewohnerinnen das Leben schwer macht, mit Ordensschwester Lotte alias Jutta Speidel so manchen erbitterten, aber auch amüsanten "Strauß" ausficht und dabei immer wieder ins Hintertreffen gerät – ganz in der Tradition von "Don Camillo und Peppone". Seit der sechsten Staffel muss er sich nun (nach dem Ausstieg von Jutta Speidel aus der Serie) mit der Nachfolgerin von Schwester Lotte, Schwester Hanna (Janina Hartwig) herumärgern, die dem Bürgermeister Wöller nicht minder Paroli bietet. 2003 wurde Fritz Wepper mit dem Deutschen Fernsehpreis als "Bester Seriendarsteller" für diese glänzend gespielte Rolle in "Um Himmels Willen" ausgezeichnet. Kaum ging am 8. April 2008 die 7. Staffel der erfolgreichen ARD-Hauptabendserie in die letzte Runde, fiel zeitgleich die erste Klappe zu den Dreharbeiten 13 weiterer Folgen, die seit 17.2.2009 ausgestrahlt wurden. Am 23. Dezember 2008 ging überdies das schwungvolle Special in Spielfilmlänge "Weihnachten in Kaltenthal"2) auf Sendung; die 9. Staffel startete am 26. Januar 2010. Im Dezember 2009 begannen dann die Dreharbeiten für ein neues 90-minütiges Highlight der beliebten Serie "Um Himmels Willen" mit dem Titel "Weihnachten unter Palmen"2) (EA: 25.12.2010). Für dieses Special schipperte die Filmcrew auf dem Kreuzfahrtschiff "MSC Fantasia" durch sonnige Gefilde, gedreht wurde bis zum 8. Februar 2010 im Mittelmeer und im Atlantik zwischen Casablanca, Teneriffa und Genua – so manche vergnügliche Verwicklung trug auch diesmal zur Unterhaltung bei; seit 15. Februar 2011 lief nun die 10. Staffel dieses publikumswirksamen Dauerbrenners. Dass die Serie zu den Publikumsrennern zählt, zeigte sich bei der "Bambi"-Verleihung am 11. November 2010 in Potsdam: "Um Himmels Willen" wurde von den Zuschauern als "Beliebteste Fernsehserie" ausgewählt; Janina Hartwig und Fritz Wepper nahmen den Preis stellvertretend für das gesamte Filmteam in Empfang. Die Folgen einer 11. Staffel gelangte ab 10. Januar 2012 immer am Dienstags um 20.15 Uhr in der ARD zur Ausstrahlung und auch 2013 ging es mit dem Schlagabtausch zwischen dem geschäftstüchtigen Bürgermeister Wöller und der resolut-herzlichen Nonne Hanna weiter; die 12. Staffel startet am 8. Januar 2013. Zuvor hatte das ungleiche Paar in dem dritten Weihnachts-Special "Mission unmöglich"2) am 20. Dezember 2012 Turbulenzen unter Afrikas Sonne zu überstehen. Die etwas abstruse, in Nigeria spielende Geschichte ging jedoch wie immer für alle Beteiligten gut aus, zudem gab es ein Wiedersehen mit Wöllers ehemaligen Kontrahentin Schwester Lotte (Jutta Speidel), die ja bekanntermaßen nach der fünften Staffel die Serie verlassen hatte, um als Missionsschwester in Afrika Gutes zu tun.
Auch 2014 mussten die Zuschauer nicht auf die unterhaltsamen Geschichten aus Kaltenthal verzichten, am 4. März 2014 ging die 13. Staffel mit der Episode "Feuer unterm Dach" an den Start. Seit Jahren steht die Reihe in der Publikumsgunst ganz oben, gehörte 2012 zu den meistgesehenen TV-Serien in Deutschland. 2014 gab es zudem ein neuerliches Weihnachts-Special, "Das Wunder von Fatima"3) hieß die Geschichte, welche am 25. Dezember 2014 gesendet wurde → tittelbach.tv. Am 6. Januar 2015 begann dann die 14. Staffel mit der Episode "Schwein gehabt" bzw. weiteren Folgen. Die Akzeptanz der Serie scheint ungebrochen, 2016 gingen Geschichten in bewährter Manier in eine neue Runde bzw. der turbulente Kleinkrieg zwischen Ordensschwestern und Bürgermeister Wöller weiter. Die erste Episode der 15. Staffel mit dem Titel "Ein Mann zu viel" konnten sich die Zuschauer am 19. Januar 2016 zu Gemüte führen → www.daserste.de.

Außerdem übernahm Wepper die Rolle des Bürgermeisters Oskar Lindner in der turbulenten Komödie "Hochwürden wird Papa" (2002) mit Hans Clarin in der Titelrolle und glänzte Anfang 2004 als der in die Jahre gekommene "Berufs-Knacki" Henry Malek in dem heiteren Liebesfilm "Männer im gefährlichen Alter"3), an der Seite von Jörg Schüttauf und Friedrich von Thun. Im Sommer des gleichen Jahr mimte er hinreißend den "Gauner Gottes"3); hier konnte er in der Verkleidung eines Mönches als "Bruder Johannes" an der Seite von Saskia Vester und Peter Sattmann wieder einmal alle Facetten seines komödiantischen Talents beweisen. Ebenso überzeugend spielte er Ende 2004 in der Weihnachtskomödie "Ein Engel namens Hans-Dieter"3) den Inhaber einer Scherzartikelfabrik Hans-Dieter Anhäuser, der anfangs ein rechtes Ekel ist. Durch einen Unfall fällt er ins Koma und erfährt im Traum, was alle wirklich von ihm halten. Ein geläuterter Hans-Dieter wacht im Krankenhaus auf und beginnt fieberhaft, seiner Familie Gutes zu tun – oder was er dafür hält…
Eine Paraderolle, ganz in bewährter Wepper-Manier, war Ende 2005 die Rolle des grantigen Richters Heinrich Grievenbeck, der in der kurzweiligen Komödie "Nicht ohne meinen Schwiegervater"3) als eifersüchtiger Vater auftritt und für mancherlei Turbulenzen sorgt, bis seine Tochter Sarah (Julia Stinshoff) endlich ihrem Ulf (Janek Rieke) das Ja-Wort geben kann. Mitte Dezember 2006 fand die Geschichte mit "Nicht ohne meine Schwiegereltern"2) eine nicht minder chaotische Fortsetzung.

Im November 2006 gab Wepper in Peter Sämanns modernem Märchen "Kurhotel Alpenglück"3) vor einer traumhaften Kulisse den eiskalten und berechnenden Wirtschaftsanwalt Richard Steiner, der aufgrund einer ungewöhnlichen Erbschaft zum netten und menschlichen Direktor eines Alpenhotels mutiert. Wieder mal eine Rolle, die Wepper auf den Leib geschneidert war, ebenso wie die Figur des schrulligen, egozentrischen Zynikers Robert Lahnstein, der in Joseph Vilsmaiers, im Dezember 2006 in der ARD ausgestrahlten tragikomischen Geschichte "Das Weihnachtsekel" durch die schicksalhafte Begegnung mit anderen Menschen in einer Scheune zu sich selbst und zu seiner Familie zurückfindet.
 

Szenenfoto "Kurhotel Alpenglück" mit Michaela May2)
mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG

Szenenfoto "Kurhotel Alpenglück" mit Michaela May
Fritz Wepper gehört zu den quotenträchtigen Schauspielern, die den Zuschauer immer wieder vor den Fernseher locken und als Garant für unterhaltsame 90 Minuten stehen. So auch im beginnenden Jahr 2007, wo Wepper als erfahrener Polizei-Psychiater Wendelin Winter in dem humorigen, nicht ganz ernst zu nehmenden Krimi "Mord in bester Gesellschaft"2) Ende Februar vor der Kulisse Gran Canarias ein neues Abenteuer bestehen musste. Unterstützt wurde er hierbei von Tochter Sophie, die als Filmtochter Alexandra gemeinsam mit Filmvater Winter in einen Mordkomplott verwickelt wird. Mitte Februar 2008 wechselte das Vater-Tochter-Duo in der Episode "Der Tote im Elchwald"3) die Kulisse, diesmal gingen beide auf dem schwedischen Landgut des Werftbesitzers Gunnar Larson (Miguel Herz-Kestranek) auf Mörderjagd. Fortgesetzt wurden die humorigen Krimis um das pfiffige Gespann Fritz und Sophie Wepper am 25. Oktober 2008 mit "Die Nächte des Herrn Senators", angesiedelt in der "feinen" Gesellschaft Hamburgs. Am 15. Januar 2009 folgte "Der süße Duft des Bösen", in dem es um den Tod eines ungetreuen Feinkosthändlers bzw. Lebemanns der Münchner Schickeria ging. In der fünften Folge blickten Fritz und Sophie Wepper am 4. Januar 2010 in "Das eitle Gesicht des Todes"3) und hatten den Mord an zwei betuchten Damen der Starnberger Schickimicki-Gesellschaft im Umfeld eines Schönheitschirurgen (Erol Sander) aufzuklären. Die spannende Story "Alles Böse zum Hochzeitstag" folgte am 14. Januar 2010, in der siebten Episode suchten Fritz und Sophie Wepper am 6. Januar 2011 diesmal in Berlin "Die Lüge hinter der Wahrheit". In "Das Ende vom Lied" (EA: 31.03.2011) ging es erneut um zwei brisante Morde im Dunstkreis eines abgehalfterten Schlagerstars (Max Volkert Martens), in "Der Fluch der bösen Tat" (EA: 24.09.2011) wurde Wendelin Winter mit dem mysteriösen Ableben bzw. der dunklen Vergangenheit seines einstigen Doktorvaters Prof. Silberberg (Dietrich Mattausch) konfrontiert. Die Dreharbeiten zu der 10. Geschichte "Der Tod der Sünde" begannen am 18. August 2011, zur Ausstrahlung gelangte der Film am 25. Februar 2012; mehr bei www.presseportal.de. Mit "In Teufels Küche"3) (EA: 12.12.2013) wurde ein weiterer Fall ausgestrahlt, in dem es um den in Schwierigkeiten steckenden prominenten, zwielichtigen Gastronom bzw. Fernsehkoch Max Loderer (Hans Sigl) ging, der schließlich in seiner Küche erschlagen aufgefunden wird → www.tittelbach.tv.
Fritz Wepper 02; Copyright Edmond Frederik In der 12. Geschichte mit dem Titel "Die Täuschung" (EA: 15.01.2015) kümmerte sich Dr. Winter um den introvertierten Josef Stürzelmeyer (Anian Zollner), dessen wesentlich ältere, wohlhabende Lebensgefährtin ermordet aufgefunden wurde. Schon einmal wurde er als Frauenmörder zu 13 Jahren Haft verurteilt, lediglich Winter bezweifelte damals in seinem Gutachten dessen Schuld. Bei der Suche der Polizei nach dem Mörder sind Dr. Winter und Tochter Alexandra Kommissar Becker (Wayne Carpendale) immer einen Schritt voraus … "Dank des Zusammenspiels aus Bildern und Musik ist der Film mitunter sogar eher Thriller als Krimi; nie war die Reihe so spannend wie zum fesselnden Finale, als Winter und Becker den Mörder in der Kanalisation jagen." vermerkt www.tittelbach.tv. Weiter ging es mit der spannenden Episode "Das Scheusal" (EA: 11.06.2015), in der Wendelins Tochter Alexandra ein Porträt über den im Hochsicherheitsgefängnis rund um die Uhr bewachten unberechenbaren Psychopathen und Serienmörder Gerd Granitzka (Felix Vörtler), genannt "das Scheusal", schreiben soll. "Mit der heiteren Leichtigkeit der früheren Fälle, als "Mord in bester Gesellschaft" bestenfalls amüsanter Zeitvertreib war, hat der raffiniert konstruierte Krimi "Das Scheusal" nichts mehr zu tun: Als er die Taten eines verurteilten Serienmörders rekonstruiert, stößt Psychiater Wendelin Winter (Fritz Wepper) auf Ungereimtheiten und landet selbst in der Psychiatrie." notiert Tilmann P. Gangloff bei tittelbach.tv.
  
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
Der aktuelle 14. Fall hieß dann "Bitteres Erbe" (EA: 10.12.2015) und handelte von der Suche nach dem Mörder eines Unternehmers. Hier waren "Dr. Wendelin Winters psychologische Erfahrung und sein untrüglicher Instinkt einmal mehr der Schlüssel für einen schwierigen Fall. Während die Hauptverdächtige selbst ohne Erinnerung ist, kann Winter alias Fritz Wepper durch die genaue Beobachtung seiner labilen Patientin deren Unschuld beweisen. Sinja Dieks verkörpert die tablettensüchtige Tochter des Ermordeten mit einer Mischung aus zarter Verletzlichkeit und Eiseskälte." schreibt unter anderem die ARD. → www.tittelbach.tv, alle Folgen bei fernsehserien.de. Etwa zeitgleich ging durch die Medien, dass die lose Reihe 2016 nach einer 15. Geschichte eingestellt werden soll.

Unterhaltsam war auch die Ende Mai 2007 ganz auf den Protagonisten Wepper zugeschnittene Komödie "Ein unverbesserlicher Dickkopf"3), in der er als verwitweter Balthasar Pelkofer brillierte, der sich wegen der übermächtigen Konkurrenz schweren Herzens von seinem Gartencenter trennen und sein Leben nach dem Konkurs des Betriebes ganz neu ordnen muss. Wieder einmal wandelt sich Wepper im Verlauf der Geschichte mit dieser Figur vom grantigen, egozentrischen Ekel zum liebenswürdigen Mann mit Herz, der durch die persönliche Niederlage auch wieder seiner viele Jahre vernachlässigten Tochter (Jasmin Schwiers) emotional näher kommt.
Seit 9. Oktober 2008 war Fritz Wepper "Unser Mann im Süden" und zeigte sich in der vorerst auf vier Folgen ausgelegten humorigen ZDF-Mini-Serie als unkonventioneller Honorarkonsul Heinrich Hammerstein, der deutschen Urlaubern auf der Ferieninsel Gran Canaria bei ihren größeren und kleineren Problemen zur Seite steht. Eigentlich wollte Hammerstein ja an der Seite seiner charmanten Ehefrau Karin (Michaela May) nach einem arbeitsreichen Leben mehr seine Freizeit genießen, doch der nette Plan geht nicht auf und so wird der "Unruheständler" jedes Mal in kriminelle Machenschaften verwickelt.

Ein turbulenter Spaß rund um den Jugendwahn war Mitte Dezember 2008 die ZDF-Komödie "Alter vor Schönheit"3) mit einem blendend aufgelegten Wepper als Reinhard Waltz, Chef einer finanziell angeschlagenen Werbeagentur, der sich trotz des fortgeschrittenen Alters gerne mit attraktiven jungen Models umgibt – ganz im Stil von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner. Als dann eine reifere Frau in Gestalt der scharfsinnigen Journalistin Vera Lichtenberg alias Rita Russek in sein Leben tritt, entdeckt der alternde Weiberheld eine bisher unbekannte Seite an sich und erliegt dem Charme der bodenständigen Reporterin, die dem "Ekelpaket" Waltz herrlich bissig die Stirn bietet. Regisseur Thomas Nennstiel ("Die Masche mit der Liebe") nimmt hier gekonnt die Werbebranche und deren Jugendwahn auf den Arm, präsentiert von seinem brillant aufgelegten Hauptdarsteller Fritz Wepper, der hier endlich einmal zeigen kann, welch großes schauspielerisches Potential in ihm brach liegt, wenn er in 08/15-Serienrollen zu sehen ist. Drehbuchautor Stefan Rogall ("Copacabana") hatte offensichtlich eine Menge Spaß beim Schreiben. Rogall war es auch, der Wepper bereits die dankbare Rolle in der Komödie "Nicht ohne meinen Schwiegervater" auf den Leib schrieb. (Quelle: www.prisma.de)
 

Szenenfoto aus "Alter vor Schönheit"
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Fritz Wepper: Szenenfoto aus "Alter vor Schönheit"; Copyright Edmond Frederik
Freuen durfte man sich sicherlich auf die amüsante Geschichte "Baby frei Haus"3), welche die ARD am 23.12.2009 mit Wepper in der Hauptrolle ausstrahlte. Diesmal war er der Bademeister Kurt Schollwer, einst ein gefeierter und erfolgreicher Schwimmer. Als seinem (ungeliebten) Freund und Nachbarn, dem attraktiven Starfotografen Christoph Baumgartner (Francis Fulton-Smith), eines Tages ein Baby vor die Tür gelegt wird, ist auch Schollwer plötzlich als Ersatzpapa gefragt und muss sich mit seinem Intimfeind Baumgartner zusammenraufen.
Ein herrliches Vergnügen war am 25. Mai 2010 die Gesellschaftskomödie "Gräfliches Roulette"3), in der Wepper als bankrotter, menschenscheuer Graf Emanuel und Leonard Lansink als Selfmade-Millionär Otto Meier ein ungleiches Gespann abgaben – für beide Mimen waren es Paraderollen: Der ehrwürdige Emanuel Bernau von Roth, Graf zu Trips, lebt zwar auf einem herrschaftlichen Schloss, ist aber hoffnungslos verarmt. Um seinen gediegenen Lebensstil aufrecht erhalten zu können, lässt er sich von einer guten Freundin (Anja Schüte) dazu überreden, den neureichen Selfmade-Millionär Otto Meier und dessen Familie zu adoptieren. Von dem ungewöhnlichen Geschäft würden beide Seiten profitieren: Mit einem Adelstitel kämen Otto und seine Familie endlich zu der ersehnten gesellschaftlichen Anerkennung, während Emanuel sich über die Deckung seines Bankkontos keine Sorgen mehr machen müsste. Zunächst prallen in dem menschenscheuen Grafen und dem schrillen Meier-Clan Welten aufeinander – bis ein gemeinsamer Gegner die ungleiche "Adoptiv-Familie" fest zusammenschweißt … (Quelle: prisma.de; siehe auch tittelbach.tv
Eine weitere Arbeit für das Fernsehen war die für das ZDF produzierte humorige Geschichte "Vater aus heiterem Himmel"3) mit Wepper in der Hauptrolle des selbstgerechten, ungeliebten Staatsanwalts Dr. Martin Rogalla. Der eingefleischte Junggeselle wird plötzlich mit einer ihm unbekannten 15-jährigen Tochter konfrontiert, die sein geordnetes Leben völlig auf den Kopf stellt und den pedantischen Mann von einer Katastrophe in die andere schlittern lässt: Keiner kann ihn leiden. Wenn er durch den Flur des Amtsgerichts geht, fliegen die Türen zu. Dr. Martin Rogalla (Fritz Wepper), Staatsanwalt in Potsdam, ist "Das lächelnde Fallbeil". Selbstgerecht, listig, penetrant, aber auch kompetent bis zur Unerbittlichkeit. Rogalla ist überzeugter Junggeselle, Kinder sind ihm ein Gräuel.4) Mitte Juli 2010 hatten die Dreharbeiten zu der ZDF-Komödie in Potsdam begonnen, gesendet wurde die Story mit den für den Protagonisten mitunter tragischen Zügen am 24. Oktober 2010; mehr bei www.presseportal.de.
Danach stand Wepper für die Krimikomödie "Lindburgs Fall"5) vor der Kamera. Die erste Klappe zu dem unter anderem mit Francis Fulton-Smith, Barbara Schöneberger, Saskia Vester, Elisabeth Lanz und Bernd Michael Lade hochkarätig besetzten ARD-Produktion fiel am 17. Februar 2011, Wepper spielt einen ausrangierten, überheblichen TV-Kommissar, der Zeuge eines Mordfalls wird und daraufhin auf eigene Faust ermittelt; mehr bei www.presseportal.de. Zwei Tage nach Weppers 70. Geburtstag kamen die Zuschauer dann am 19. August 2011 in den Genuss dieser ironisch-witzigen Geschichte, "Regisseurin Franziska Meyer Price zeigt in ihrer spaßigen Krimikomödie mit guter Besetzung einen Fritz Wepper, der gekonnt das eigene Image persifliert." meint prisma.de.
In den weißen Kittel des galanten Wiener Promi-Arztes Dr. Anton "Toni" Bucher schlüpfte Wepper in der (vorhersehbaren) ARD-Komödie "Alles außer Liebe"3) (EA: 06.12.2012), der über Umwege und so manche turbulente Eifersüchteleien sein Glück mit der attraktiven, selbstbewussten Kochbuchautorin Julia Langer (Gila von Weitershausen) findet, nachdem er seine Romanze mit der wesentlich jüngeren Emma (Eva-Maria Grein von Friedl) beendet hat.
Fritz Wepper, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Copyright Christian Behring Im Laufe seiner langen Film-Karriere kann Fritz Wepper auf zahlreiche Auszeichnungen zurückblicken: Neben dem erwähnten "Filmband in Gold" erhielt er insgesamt fünf "Bambis"2) sowie eine "Goldene Kamera"2) (1980); 1990 wurde er mit der "Romy"2) als beliebtester Nebendarsteller geehrt, 2002 mit der "Goldenen Europa"2) und 2003 mit dem "Deutschen Fernsehpreis"2) – um nur einige von Weppers vielen Preisen zu nennen. Am 16. Januar 2004 erhielt er aus den Händen seines Bruders Elmar den "Karl-Valentin-Orden", der von der Münchner Faschingsgesellschaft "Narhalla" gestiftet wird; Wepper ist der 32. Ordensträger und Nachfolger von Alfred Biolek. Zur Begründung der Ehrung hieß es, dass Wepper in der ARD-Fernsehserie "Um Himmels Willen" sein ganzes komödiantisches Können als Bürgermeister Wöller entfaltet habe.
 
Fritz Wepper, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008
(Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Der beliebte Schauspieler Fritz Wepper ist seit 1979 mit der Prinzessin Angela von Hohenzollern verheiratet und lebt in München; aus der Verbindung stammt die 1981 geborene Tochter Sophie Wepper2), die sich inzwischen auch einen Namen als erfolgreiche Schauspielerin gemacht hat. Weppers Ehefrau Angela stammt aus der ostpreußischen Familie von Morgen und war in erster Ehe (1968 – 1973) mit Prinz Ferfried von Hohenzollern2) verheiratet gewesen und brachte aus dieser Verbindung zwei Kinder, Valerie Alexandra (geb. 1969) und Stephanie (geb. 1971), mit in die Ehe.
Seit Sommer 2009 sah man die wesentlich jüngere Kamerafrau Susanne Kellermann vermehrt an Weppers Seite, am 30. Dezember 2011 erblickte die gemeinsame Tochter Filippa das Licht der Welt. Anfang Mai 2012 ging durch die Medien, dass Susanne Kellermann und Fritz Wepper ihre Beziehung beendet hätten. Inzwischen sei er zu seiner Ehefrau zurückgekehrt.

 
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
Link: 1)  Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) prisma.de, 6) tittelbach.tv
4) Quelle: prisma.de
Stand: Januar 2016
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de