Dietmar Schönherr; Copyright Edmond Frederik Dietmar Schönherr wurde am 17. Mai 1926 als Dietmar Otto Edler von Schoenleiten und Sohn eines Berufoffiziers in Innsbruck geboren. Bereits kurz nach dem Abitur stand er als 17-Jähriger für Alfred Weidenmanns Propagandastreifen "Junge Adler"1) (1944) vor der Kamera und mimte den arroganten Sohn eines Fabrikdirektors, der sich zunächst präpotent gibt, ehe er sich der Gemeinschaft der proletarischen Lehrlinge "unterzuordnen" lernt. Sein Leinwanddebüt ließ Ansätze zu jenem neuen, modernen, weil impulsiven Spielstil, erkennen, den die Nachwuchsdarsteller im unmittelbaren Nachkriegsfilm fortsetzten, und brachte beide Extreme seines persönlichen Rollenbildes zum Vorschein.
 
Nach Ende des 2. Weltkrieges begann Schönherr 1946 ein Architekturstudium, dass er jedoch wieder abbrach, betätigte sich zunächst unter anderem als Rundfunksprecher und Regisseur bei Radio Innsbruck. Er nahm Schauspielunterricht bei Hermann Brix1) (1912 – 1982), wandte sich dann endgültig dem Film zu. Den sportiven, unbekümmerten, allseits beliebten Naturburschen und den zu Charakterschwächen neigenden Individualisten konnte er dann 1947 in der in seiner Heimatstadt gedrehten Sportkomödie "Wintermelodie" verkörpern. Hier erhielt Schönherr Gelegenheit, in der Rolle eines Skirennläufers (neben Partnern wie dem Skiweltmeister Rudi Matt1)) seine athletischen Fähigkeiten zu beweisen, ebenso als Grenzpolizei-Leutnant Vigo im Kampf gegen Rauschgiftschmuggler in Harald Reinls Streifen " Nacht am Mont-Blanc"1) (1951). Dem Typ nach als leidenschaftlich-eifersüchtiger Südländer besetzt, war er als Kontrast zur blonden Dagmar Rom1) (sie verkörperte seine Verlobte) auserkoren, deren sportliche Erfolge als Weltmeisterin im alpinen Skilauf vermarktet wurden.
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
Der Durchbruch als anerkannter Schauspieler gelang Schönherr dann 1955 unter der Regie von Willy Birgel mit der Rolle des Leutnants Hans Rutloff an der Seite von Ruth Niehaus in dem Liebesdrama "Rosenmontag". Den Typus des jugendlichen Liebhabers behielt Schönherr bei, beispielsweise als Schlagerkomponist Duval in der ganz auf Caterina Valente zugeschnittenen musikalischen Komödie "Bonjour Kathrin"1) (1956) oder als charmanter Peter in Wolfgang Liebeneiners Curt Goetz-Adaption "Ingeborg" (1960). Während er als Ex-Rennläufer und Neo-Amerikaner Herbert Thanner seine Qualitäten als versierter Sportler 1958 ein letztes Mal in dem Toni Sailer-Film "Der schwarze Blitz"1) nutzte, wechselte Schönherr auch zu kleinen, aber profilierten Charakterrollen, wie in Victor Vicas' Sudermann-Verfilmung "Jons und Erdme" (1959) oder in Gerd Oswalds "Schachnovelle"1) (1960), nach der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig. Dem Unterhaltungsfilm blieb er erhalten, zeigte sich beispielsweise mit Liselotte Pulver in dem Kassenschlager "Kohlhiesels Töchter"1) (1962) oder dem Abenteuer "Die Verdammten der blauen Berge"1) (1965, Victim Five) zusammen mit Lex Barker.
Zu Schönherrs Kinoproduktionen der letzten Jahrzehnte zählen unter anderem Urs Odermatts "Der Tod zu Basel"1) (1990), Markus Fischers Thriller "Brandnacht"(1993), Andy Bauschs Komödie "Back in Trouble" (1997) sowie Joseph Vilsmaiers Drama "Leo und Claire"1) (2001) und die in Schweizerdeutsch realisierte Komödie "Handyman"
1) (2006).
Neben seiner Bühnen- und Filmtätigkeit als Darsteller arbeitete Schönherr auch als Synchronsprecher (u.a. für James Dean, Steve McQueen und Gérard Philipe). Seit seiner ersten Ufa-Produktion spielte Schönherr in über 100, auch internationalen Kinofilmen mit. Zudem versuchte er sich als Schlagersänger, war er in unzähligen Fernsehproduktionen zu sehen, unter anderem 1966 unvergessen als Kapitän Cliff Allister McLane in der ersten und bislang einzigen deutschen Science-Fiction-Serie, die mittlerweile Kultstatus erreicht hat: Raumpatrouille Orion2). Durch das 2003 im Kino erschienene Remake bzw. dem Zusammenschnitt der Episoden "Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino"1) konnte man den Schauspieler erneut in dieser legendären Rolle neben der Orion-Crew sehen → siehe www.raumpatrouille-derfilm.de.
 
Zum absoluten Straßenfeger geriet die TV-Familienshow "Wünsch Dir was"1), in der Dietmar Schönherr zwischen dem 20. Dezember 1969  und 2. Dezember 1972 24 Folgen lang in einer bis dato ungewohnt modern-poppigen Kulisse als Moderator zusammen mit seiner Frau, der dänischen Sängerin und Schauspielerin Vivi Bach2), auftrat. Die Sendung mit neuartigen Action-Elementen und viel Emotion schrieb Fernsehgeschichte und bot mancherlei Gesprächsstoff, für einen Eklat sorgte ein Spiel, bei dem eine Kandidaten-Familie in einem Auto in ein Wasserbassin versenkt wurde und sich daraus befreien musste. Dabei konnte eine Kandidatin die Tür nicht öffnen und musste von Tauchern gerettet werden.3)


Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH

Raumpatrouille - Rücksturz ins Kino; Copyright Einhorn-Film
1973/74 machte er auch als erster Gastgeber der von ihm mitentwickelten einstündigen WDR-Gesprächsrunde "Je später der Abend"1) eine gute Figur und gilt seither als der Vater der "Talkshow" im deutschen Fernsehen. In der Premiere musste er noch erklären, was das eigentlich war, was er da veranstaltete: "Wir machen heute eine so genannte Talkshow. Was sie ist, das wissen Sie nicht – und wir auch nicht so genau. Denken Sie nicht, dass eine Talkshow das Gegenteil einer Nachtshow ist; Talk kommt von to talk, reden, das Ganze ist also eine Rederei."4)
Vor allem seit den 1980er Jahren war Dietmar Schönherr mit interessanten Rollen in zahlreichen Fernsehproduktionen auf dem Bildschirm präsent. Neben prägnanten Auftritten in beliebten Krimireihen wie "Ein Fall für Zwei", "Männer vom K3", "Tatort" oder "Zwei Brüder" erlebte man ihn beispielsweise auch in den Serien "Fest im Sattel" (1988), "Family Passions" (1993) und als eigenwillig-brummigen Kapitän Heinrich Starke in "Leinen los für MS Königstein" (1997/98). Er tauchte beim "Ein Unvergessliches Wochenende… auf Mallorca" (1995) auf, ebenso auf wie in der Pilcher-Verfilmung " Die Rose von Kerrymore" (2001), wo er den eigenwilligen Lord Kerrymore mimte. In Dietmar Kleins Utta Danella-Verfilmung "Der Blaue Vogel"5) (2001) sah man ihn als Gutsbesitzer Jon und Großvater der Hauptdarstellerin Christine Kamphoven alias Annett Renneberg, in Karl Kases' romantisch-chaotischem Zweiteiler "Liebe darf alles" (2002) war er der kranke Vater des Arztes Uwe Springer (Hans-Werner Meyer), der sich in die ältere Unternehmensberaterin Anna Lenz alias Gudrun Landgrebe verliebt. In Ulrich Starks turbulenter Verwechslungskomödie "Die Rosenkrieger"5) (2002) der Seniorchef und Rechtsanwalt Dr. Mertens, der in seiner Kanzlei die Scheidungsanwälte Elvira Kupfer (Jutta Speidel) und Stefan Milloschinsky (Gunter Berger) beschäftigt und die erbitterte Fehde zwischen seinen beiden Mitarbeitern oft genug zu seinem Vorteil nutzt; diesen Part übernahm er auch in der Fortsetzung "Liebe auf den zweiten Blick"5) (2005). Mit der Rolle des väterlichen Dieners Gustave stand Schönherr in der zweiteiligen, aufwendigen Historiendrama "Das unbezähmbare Herz"5) (2004), der dramatischen Geschichte von dem hübschen und klugen Bauernmädchen Angélique (Bettina Zimmermann) im Frankreich zur Zeit König Ludwig XV., vor der Kamera, in "Für alle Fälle Mama" (2005) agierte er als pensionierter Archäologe Professor Werner Kleist und Vater der Titelheldin (Christine Neubauer), die als alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern zu ihm zieht und seinen streng organisierten Haushalt durcheinander bringt.
 
In "Rufer, der Wolf"5) (2005), das Peter Patzak frei nach Alexander Heimanns Roman "Wolfszeit" in Szene gesetzt hatte, sah man ihn eindrucksvoll mit der Titelrolle des störrischen greisen Bergbauern und Holzschnitzers Robert Rufer, der sich von seinen Angehörigen keinesfalls ins Altersheim abschieben lassen will und seinen eigenen Weg geht. Eine ähnliche, wenn auch anders gelagerte Rolle mimte Dietmar Schönherr unter der Regie von Rolf Silber im April 2005 in der Tragikkomödie "Mein Vater und ich"5) und hinterließ als grantiger Physikprofessor Georg Riegler ebenfalls einen nachhaltigen Eindruck: Nach einem Schlaganfall wird Georg von seinem Sohn Klaus (Heio von Stetten) in einem Altersheim untergebracht, doch der Senior kann sich nicht damit abfinden. Als er in seine alte Wohnung zurückkehren will, muss er feststellen, dass sein Sohn diese bereits anderweitig vermietet hat und es kommt zu einem erbitterten Streit zwischen Vater und Sohn…
Wenig später erlebte man Schönherr im Mai 2005 erneut in einem feinfühligen Familienfilm, der einen Vater-Kind-Konflikt thematisiert: Unter der Regie von Martin Gies überzeugte er in "Brücke zum Herzen"5) als berühmter Biologe, Forscher und Abenteuerroman-Autor Professor Paul Hermes, der sich seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr um seine Tochter Karen alias Simone Thomalla gekümmert hat. Als es zum Wiedersehen kommt, müssen beide lernen, vergangene Verletzungen zu überwinden und sich den emotionalen Herausforderungen der Gegenwart zu stellen. Auf schwierige Vater-Kind-Verhältnisse abboniert, tauchte Schönherr dann im Oktober 2005 in der ARD-Liebeskomödie "Glück auf halber Treppe"1) erneut als Vater auf, dessen Tochter Cleo (Christine Neubauer) gemeinsam mit ihren drei Kindern bei ihm Zuflucht sucht, als sie von den betrügerische Machenschaften ihres Zahnarztgatten erfährt; der pensionierte Archäologe ist nicht begeistert, dass seine Wohnung mit den vielen kostbaren Skulpturen aus aller Welt plötzlich Schauplatz eines turbulenten Familienlebens wird…
Eine ganz anders geartete Figur war die des treuen Martl, Knecht des Freiheitskämpfers Andreas Hofer, in Werner Asams "Der Judas von Tirol" (2006): In dem frei nach Motiven von Karl Schönherr in Szene gesetzten TV-Spiel wird die Geschichte des Bauernknechts Franz Raffl1) (1775 – 1830; dargestellt von Johann Schuler) erzählt, der den Aufenthaltsort des Tiroler Volkshelden Andreas Hofer1) (1767 – 1810) für 1.500 Gulden im Januar 1810 an die Franzosen verriet. Eine weitere interessante und authentisch interpretierte Figur war die des Sigmund Freund in Gero von Boehms Doku-Reihe "Giganten", die im Herbst 2007 im ZDF unter dem Titel "Sigmund Freud – Aufbruch in die Seele" ausgestrahlt wurde.
 
Schönherrs darstellerische Karriere zeichnete sich durch seine Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit aus, vor allem mit seinen Altersrollen zeigte er eine starke Facette seines schauspielerischen Könnens. Auf dem Bildschirm kam er in den letzten Jahren oft als eigenbrötlerischer, fast misanthropischer, dennoch liebenswerter alter Mann daher. So auch in der von Regisseur Karl Kases nach einem Buch von Hardi Sturm inszenierten Komödie "Zeit für Träume"5), welche am 17. Mai 2009 anlässlich des 83. Geburtstages des großartigen Mimen im ZDF ausgestrahlt wurde. Vor der romantischen Kulisse der Nordseeinsel Föhr gab Dietmar Schönherr den alten, mürrischen Johann Johannsen, dessen Verhältnis zu seinem Sohn Christian (Hannes Jaenicke) mehr als angespannt ist. Seit Jahren haben die beiden Sturköpfe kein Wort mehr miteinander gesprochen, auf der Insel treffen sie nun wieder aufeinander, weil Christans elfjähriger Sohn Paul (Lino Sliskovic) den Urlaub bei Opa Johann verbringen möchte. Gemeinsam trotzen sie einem geplanten Flughafenausbau und finden schließlich wieder zueinander.
Wie Dietmar Schönherr wenig später gegenüber der Presse äußerte, wolle er künftig nicht mehr vor der Kamera stehen, "Zeit für Träume" sei seine letzte Arbeit als Schauspieler gewesen. Er zog sich dann endgültig ins Privatleben zurück, um mit seiner Frau "den Lebensabend genießen."
Der hemdsärmlige Sportler, Bergsteiger und Naturbursche der frühen Filme wandelte sich zum coolen Weltraumpionier in seinem Raumschiff Orion. Zu intelligent, um sich auf einen einseitigen Typ festlegen zu lassen, entspricht sein Bild der reifen Jahre dem eines selbstsicheren und skeptischen Zeitgenossen, der auch mal einen fiesen Kunsthändler, wie in dem "Klefisch"-Krimi "Vorbei ist vorbei" (1996) mit Willy Millowitsch in der Hauptrolle, darstellen konnte.6)
Schönherrs einzige Spielfilm-Regiearbeit war 1972 "Kain": Das Stück ist ein engagierter Antikriegsfilm, der in Form einer Parabel – ein junger Mann gerät in das Schussfeld der sich bekriegenden Weltmächte und stirbt einen langsamen, qualvollen Tod im Niemandsland – auch Konflikte wie Liebe zwischen Befehl und Eigeninitiative abhandelt und sich in der Formgebung durch expressive Bildvisionen auszeichnet.
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen blieb Schönherr stets der Bühne treu, spielte in zahlreichen Theaterproduktionen, beispielsweise am "Theater in der Josefstadt" in Wien, am "Renaissance-Theater" in Berlin sowie 15 Jahre lang am Schauspielhaus Zürich. Außerdem war er einer der Mitbegründer der seit 1982 jährlich im Juli und August in Telfs stattfindenden "Tiroler Volksschauspiele"1), die er fünf Jahre lang leitete.

Foto: Dietmar Schönherr fotografiert von seiner Ehefrau Vivi Bach
Urheber: Vivi Bach; Lizenz CC-BY-SA 3.0; mehr zur Lizenz siehe hier
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons 

Dietmar Schönherr fotografiert von seiner Ehefrau Vivi Bach; Urheber: Vivi Bach; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Zustimmung zur Veröffentlichung unter de:GNU FDL wurde per Mail (19. April 2006; U. Franz/Fotograf) erteilt (Freigabe: Ticket#: 2006041910008484)
1971 und 1999 wurde Dietmar Schönherr mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet, 1999 erhielt er außerdem für sein couragiertes Lebenswerk den "Heinz Galinski-Preis"1). Sein Wirken sei geprägt von "Verständigung, Toleranz und gegenseitigem Respekt, dem Eintreten für Frieden und Aussöhnung und der aufrichtigen Auseinandersetzung mit den Problemen der Gegenwart und Vergangenheit", hieß es in der Begründung für die Ehrung. 1985 hatte Dietmar Schönherr seine Liebe zu Nicaragua entdeckt und gründete die Stiftung "Hilfe zur Selbsthilfe", die 1994 in den Verein "Pan y Arte" (Brot und Musik) überführt wurde; auch die Initiative "Música en los Barrios" – Musizieren mit Kindern in den Elendsvierteln der nicaraguanischen Hauptstadt Managua ist Teil des Hilfsprogramms.
Schönherr ist unermüdlich in mehreren Entwicklungshilfeprojekten aktiv, sein Projekt "Kinder des Vulkans" unterstützt Menschen, die im Oktober 1998 durch den verheerenden Wirbelsturm "Mitch" obdachlos wurden. Zusammen mit Ernesto Cardenal1) initiierte Dietmar Schönherr das internationale Kulturzentrum "Casa de los tres mundos"1) in Granada (Nicaragua). Diese Einrichtung, dessen Ehrenpräsident Schönherr ist, versteht sich als Podium für Kulturveranstaltungen jedweder Art, besonders aber für Kinder und Jugendliche, Der Schauspieler baute in Nicaragua unter anderem auch ein ganzes Dorf und eine Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen.
  
Sein 1985 veröffentlichtes Reisebuch "Nicaragua mi amor" war überaus erfolgreich und wurde in verschiedene Sprachen übersetzt. Mit "Die blutroten Tomaten der Rosalia Morales" legte Dietmar Schönherr seinen ersten Roman vor, der im August 2000 erschienen ist. Im Frühjahr 2006 kam sein sehr persönliches Werk "Sternloser Himmel. Ein autobiographischer Roman" auf den Markt, mit dem er offen und doch diskret von den prägenden Momenten seines Lebens erzählt, von der Kindheit in Innsbruck über die Erfahrungen des Krieges und die Stationen seiner Karriere bis zu seinem Engagement in der Friedensbewegung. Als Hörbuch ist 2006 seine Geschichte "Guapito und der barmherzige Mann von Samara" publiziert worden. Zuletzt brachte Schönherr im Oktober 2009 mit "Begrabt mein Herz am Fuße des Berges" einen Roman auf den Markt und erzählt darin die Geschichte der kleinen dänischen Insel Samsö zur Zeit der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg. Darüber hinaus hat der Künstler einige Werke von André Gide und Jean-Paul Sartre in Deutsche übersetzt.
Am 15. Oktober 2005 wurde der vielseitige Künstler, der zu Recht als Pionier der deutschen TV-Unterhaltung gilt, im Rahmen der 7. Vergabe des "Deutschen Fernsehpreises" im Kölner Coloneum mit dem "Ehrenpreis der Stifter" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Weitere Ehrungen sind unter anderem das "Verdienstkreuz des Landes Tirol" (2008) sowie das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 1. Klasse", das Schönherr am 24. November 2011 in Wien für "seine außerordentlichen Leistungen als Schauspieler, Moderator und Regisseur sowie für sein humanitäres Engagement in Nicaragua" entgegennehmen konnte → Liste der Preise und Auszeichnungen bei Wikipedia..
 
Dietmar Schönherr, der seit 1965 in zweiter Ehe glücklich mit der dänischen Sängerin und Schauspielerin Vivi Bach verheiratet war, lebt(e) seit einigen Jahren mit seiner Frau zurückgezogen auf Ibiza in der Nähe der Ortschaft Santa Agnes. In der Presse stand zu lesen, dass Schönherr nur noch wegen seines Engagements für Nicaragua interessante Rollenangebote angenommen habe; so sagte er in einem Interview: "Wenn es Nicaragua nicht gäbe, dann hätte ich die Schauspielerei wohl längst aufgegeben. Denn eigentlich ist das Filmedrehen doch ein grässlich verlogener und sehr vergänglicher Beruf." 
Schönherrs große Liebe Vivi Bach starb am 22. April 2013 im Alter von 73 Jahren in dem gemeinsamen Haus an Herz-Kreislauf-Versagen. Wie die Medien berichteten, hatte die Künstlerin in der letzten Zeit starke gesundheitliche Probleme, litt unter anderem unter Osteoporose und war auf einem Auge erblindet.
 
Das Multitalent Dietmar Schönherr überlebte seine Ehefrau nur um rund 15 Monate, am 18. Juli 2014 starb er im Alter von 88 Jahren in einem Krankenhaus auf der spanischen Insel Ibiza.
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5) prisma.de
Quelle:
3) Wikipedia (abgerufen 12.12.2011)
4) www.fernsehserien.de
6) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars von Adolf Heinzlmeier und Bernd Schulz" (Ausgabe 2000, S. 325)
Lizenz Foto Dietmar Schönherr: Zustimmung zur Veröffentlichung unter de:GNU FDL wurde per Mail (19. April 2006; U. Franz/Fotograf) erteilt (Freigabe: Ticket#: 2006041910008484)
 
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.whoswho.de
   
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, Murnau Stiftung, prisma.de)
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