Mario Adorf wurde am 8. September 1930 in Zürich als Sohn eines verheirateten süditalienischen Chirurgen und einer ledigen deutschen Röntgenassistentin geboren. Seine Mutter Alice, eine Elsässerin, war von einem längeren Italien-Abstecher mit dem dunkellockigen Knaben unter dem Arm zurückgekehrt, und ließ sich in dem Eifelstädtchen Mayen nieder, da dort Verwandte von ihr lebten. Seinen Vater Dr. Matteo Menniti soll Adorf in seinem ganzen Leben nur einmal gesehen haben – zehn fast sprachlose Minuten lang, heißt es. Vater und Sohn konnten sich nur mühsam unterhalten, der eine sprach nur Italienisch, Mario damals nur Deutsch.
Adorf verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mayen, besuchte dort die Volks- und Oberrealschule und machte 1950 sein Abitur. Anschließend ging er nach Mainz und studierte an der dortigen Universität Philosophie und Theaterwissenschaften, außerdem belegte er weitere Fächer wie Musikgeschichte, Kriminologie und Sprachen. In seiner Freizeit betätigte sich in einer Studentenboxstaffel und übernahm Rollen an der Studentenbühne.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
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Mario Adorf; Copyright Virginia Shue 01
1953 wechselte Adorf nach Zürich, setzte sein Studium fort und engagierte sich auch dort beim Studententheater. Er sammelte dort die erste Bühnenerfahrungen als Statist und Regieassistent, die er dann am Schauspielhaus Zürich vertiefen konnte. Nur wenig später brach er dann jedoch das Studium in Zürich ab, um dich endgültig der Schauspielerei zu verschreiben. Von 1953 bis 1955 ließ er sich in München an der renommierten Otto- Falckenberg-Schule dementsprechend ausbilden, danach war er von 1955 bis 1962 Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele, wo er den prägenden Einfluss durch den Schauspieler Friedrich Domin und vor allem durch den Regisseur Fritz Kortner erlebte.
Mario Adorf; Copyright Rainer Binder Etwa parallel dazu begann seine Filmkarriere, 1954 debütierte er mit der kleinen Rolle des Gefreiten Wagner in Paul Mays Kriegs-Trilogie "08/15" nach dem gleichnamigen Bestseller von Hans Hellmut Kirst und erregte erste Aufmerksamkeit. Nach Kinoproduktionen wie "Kirschen in Nachbars Garten" (1955) oder "Robinson soll nicht sterben" (1957, mit Horst Buchholz) erntete Adorf 1957 den Bundesfilmpreis als "Bester Nachwuchsdarsteller" für seine eindrucksvolle Verkörperung des einfältigen Triebtäters Bruno Lüdke in Robert Siodmaks preisgekröntem Krimi "Nachts, wenn der Teufel kam"1). Fortan war der klobige Mann mit den markanten Gesichtszügen aus der deutschen und internationalen Filmszene nicht mehr wegzudenken, wenn ihm auch auch zunächst meist nur Ganoven-Rollen angeboten wurden wie beispielsweise in den Abenteuern "Der Letzte Ritt nach Santa Cruz" (1963) oder "Die Goldsucher von Arkansas" (1954).
  
Foto: © Rainer Binder
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Als Ende der 50er Jahre in Deutschland das Kinosterben begann, dem eine drastische Einschränkung der Filmproduktion folgte, ging Adorf wie viele deutsche Schauspieler nach Hollywood; nicht zuletzt auch deshalb, um dem in Deutschland festgelegten "Kriminellen"-Film-Image zu entgehen. Adorf erlebte in den USA nicht nur die negativen Ausmaße des kommerziellen Filmgeschäfts, sondern rutschte durch seine Rolle in Sam Peckinpahs Western "Major Dundee" (1965) in ein erneutes Klischee, da er nun auf auf den Typ des Mexikaners festgelegt wurde. Adorf trägt es inzwischen gelassen, dass er so oft für die polternden Gestalten, Schurken, Bandenchefs oder gar Mörder wie z. B. in "Winnetou I" (1963) herhalten musste. Nur wenige Male konnte Adorf sein komödiantisches Talent beweisen, herrlich sein Ex-Gauner und Boxpromoter Dandy Stiegler in Wolfgang Staudtes "Die Herren mit der weißen Weste"2) (1970) an der Seite von Martin Held, Walter Giller und Heinz Erhardt.

Seinem Umzug nach Italien in den frühen 60er Jahren wollten ihm damals viele Fans nicht verzeihen. "Wenn man damals ins Ausland ging, galt man als eine Art Deserteur", erinnerte Adorf sich. So gestaltete er zwar aktiv alle wichtigen Entwicklungen des deutschen Films mit, das Publikum aber gewährte ihm nicht die Anerkennung, von der er träumte. Ab Mitte der 60er Jahre war Adorf verstärkt in französischen und italienischen Filmen zu sehen, da dort sein komisches Talent differenzierter angenommen wurde.
In den 70er Jahren überzeugte Adorf in verschiedenen ambitionierten Kinoproduktionen, so als Diktator Mussolini in Vancinis Polit-Thriller "Die Ermordung Matteottis" (1973, (Il delitto Matteotti), als Kommissar Beizmenne in Schlöndorffs Heinrich Böll-Adaption "Die verlorene Ehre der Katharina Blum"2) (1975) oder als Alfred Matzerath in der Grass-Verfilmung "Die Blechtrommel"2) (1979), ebenfalls von Volker Schlöndorff in Szene gesetzt. Nikos Perakis besetzte ihn neben Tilo Prückner (als Paganini) mit der zweiten Titelrolle des "Bomber" in der humorvollen Geschichte  "Bomber und Paganini" (1976): Die kleinen Gauner Bomber und Paganini haben Pech: Bei einem missglückten Bankeinbruch werden sie zu Invaliden. Der eine blind, der andere gelähmt, sind sie fortan aufeinander angewiesen und planen gemeinsam ihren großen Coup – der freilich im Chaos endet. (…) Stilistische Unsicherheiten und dramaturgische Mängel werden wettgemacht durch liebevolle Detailarbeit und virtuose Typenkomik. (Quelle: www.filmevona-z.de)
Adorf war zu einem vielgefragten Darsteller in deutschen und internationalen Erfolgsproduktionen avanciert, renommierte Regisseure wie Billy Wilder, Claude Chabrol oder Fassbinder bedienten sich der vielschichtigen Darstellungskraft des Charaktermimen. Billy Wilder gab ihm die Rolle des Hotelmanagers in dem hochkarätig besetzten Drama "Fedora"2) (1978), für Fassbinder stand er mit der Figur des Baulöwen Schuckert für "Lola"2) (1981) vor der Kamera, in Claude Chabrols Henry-Miller-Verfilmung "Stille Tage in Clichy" (1990) war er als geiler Verleger zu sehen.

Peter Sattmann und Mario Adorf in "Tod oder Freiheit"; Copyright Ziefler Film
Peter Sattmann und Mario Adorf in dem Abenteuer
"Tod oder Freiheit" (1977)
Regie und Buch: Wolf Gremm
Foto mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG
 
Die Highlight in Adorfs Kino-Filmografie lassen sich kaum alle aufzählen, 1996/97 übernahm er gleich in drei Kinofilmen die Hauptrollen: In Peter Zinglers amüsanter Komödie "Alles nur Tarnung" (1996) mimte er den Knastbruder und Vater von Harry alias Ben Becker, in dem von Bernd Eichinger produzierten Thriller "Fräulein Smillas Gespür für Schnee"2) (1997) war er der Kapitän Lukas. In Helmut Dietls Satire "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief"2) (1997) begeisterte er das Publikum als italienischer Ristorante-Besitzer Rossini.
Ein Jahr später erlebten die Kinozuschauer Adorf in Gernot Friedls satirischem Thriller "Alle für die Mafia"1) als ehrenwerten Don Michele aus Sizilien, der sich irgendwo im Norden Italiens zur Ruhe setzen will und 2001 sah man ihn als Jochen Epstein neben Günter Lamprecht und Bruno Ganz in Urs Eggers bewegendem Drama "Epsteins Nacht"1) auf der Leinwand, einem Film um Schuld und Vergebung im Schatten des Holocausts. 2005 mimte Adorf einen Weihnachtsmann in der Familienkomödie "Es ist ein Elch entsprungen", von Ben Verbong in Szene gesetzt nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel. Am 13. Januar 2008 hatte die Verfilmung des Jugendbuchklassikers "Die Rote Zora und ihre Bande" in Hamburg Premiere, neben den Protagonisten Linn Reusse (Zora) und Jakob Knoblauch (Branko) überzeugt Adorf als alter Fischer Gorian, in weiteren prägnanten Nebenrollen sieht man Ben Becker (Kaufmann Karaman) und Dominique Horwitz (Bürgermeister Ivekovic). Peter Kahane hatte das von Kurt Kläber (1897 – 1959) 1941 unter dem Pseudonym Kurt Held veröffentlichte Abenteuer auf die Leinwand gebracht, erzählt wird die Geschichte von Waisenkindern aus dem kroatischen Küstenstädtchen Senj. Am Rand der Gesellschaft lebend, schließen sie sich unter der Führung eines Mädchens zusammen, das wegen seiner roten Haare "rote Zora" genannt wird. Die Bürger der Stadt behandeln die mittellosen Kinder wie Ausgestoßene. Wilde Streiche sind die Reaktionen der Truppe. Um zu überleben, werden die Kinder zwar kriminell, doch innerhalb ihrer Gemeinschaft halten sie sich an feste Regeln. Ihr oberstes Gebot heißt Solidarität. Sie selbst nennen sich Uskoken. Der Einzige, der sich mit ihnen verbunden fühlt, ist der alte Fischer Gorian. Ihm helfen die Kinder, sich gegen die großen Fischfanggesellschaften durchzusetzen. (Quelle: Wikipedia)
 
Fast eine Statistenrolle übernahm der große Mario Adorf (ganz uneitel) in Detlev Bucks neuem Film "Same Same But Different"2) (Kinostart: 21.01.2010). In der Romanverfilmung "Grapes of Hope" des Autors Fakir Baykurt wird er dann neben Baki Davrak wieder mit einer Hauptrolle zu sehen sein. Die von der Filmstiftung NRW geförderte deutsch-französisch-rumänische Ko-Produktion erzählt die Geschichte eines deutsch-türkischen Lehrers, der in einem rumänischen Dorf unterrichtet; die Dreharbeiten beginnen Anfang 2010.
Adorfs Fernsehauftritte lassen sich ebenfalls sehen, die Liste seiner Figuren, die er hier verkörperte, ist lang. Schon 1966 beeindruckte er die Fernsehzuschauer unter der Regie von Rolf Hädrich als "Matti" in der ZDF-Produktion des Bertolt Brecht-Stückes "Herr Puntila und sein Knecht Matti", doch erst seit den 80er Jahren ist er regelmäßig mit faszinierenden Figuren auf dem Bildschirm präsent. In der ebenfalls vom ZDF produzierten, von Tom Toelle nach dem Bestseller von Knittel in Szene gesetzten Mehrteiler "Via Mala" (1985), bewegte er das Publikum durch seine Darstellung des grausamen, trunksüchtigen Vaters Jonas Lauretz; für diese schauspielerische Leistung erhielt Adorf 1986 den Darstellerpreis des Bundesverbandes der Fernseh- und Filmregisseure. 1991 drehte er in Venezuela den französischen Mehrteiler "Die Abenteurer vom Rio Verde", der auch im deutschen Fernsehen lief. Adorf spielte einen deutschen Honorarkonsul, der in Südamerika gegen die Mafia und die Zerstörung des Regenwaldes kämpft.
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
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Mario Adorf; Copyright Virginia Shue 02
Mit allen Wasser gewaschen präsentierte sich Adorf 1992 in dem überragenden Wedel-Vierteiler "Der große Bellheim"1). Hier glänzte er mit der Titelrolle des Kaufhausbesitzers Peter Bellheim, einen Patriarchen von altem Schrot und Korn, der sich eigentlich schon nach Spanien zurückgezogen hatte, aber schließlich voller Elan nach Deutschland zurückkehrt, um sein ins Schlingern geratenes Unternehmen zusammen mit dem Oldie-Trio Dr. Erich Fink alias Heinz Schubert, Herbert Sachs alias Will Quadflieg und Max Reuther alias Hans Korte vor dem Ruin zu retten. Eine Paraderolle für den Schauspieler –  Adorf wurde hierfür u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold geehrt. Ein weiterer Mehrteiler von Wedel, "Der Schattenmann"2) lief im Januar 1996 mit großem Erfolg im Fernsehen; hier verkörperte Adorf den Jan Herzog, einen Drahtzieher des organisierten Verbrechens in Frankfurt, und wurde für seine Leistung zusammen mit Heinz Hoenig und Günter Strack mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2002 folgte Wedels sechsteilige Gesellschaftssatire "Die Affäre Semmeling"2), die Fortsetzung des 1976 gedrehten Mehrteilers "Alle Jahre wieder – Die Familie Semmeling"; Adorf beeindruckte hier als heimlicher Machthaber im Rathaus Walter 'Beton-Walter' Wegener.
1996 beispielsweise hatte man Adorf mit der Titelrolle des Ermittlers Jo Tresko in dem international besetzten SAT.1-Dreiteiler "Tresko" von Hartmut Griesmayr sehen können, 1998 als Pater Zeffirino in dem Krimi "Mord im Kloster" und 1999 mit der Titelrolle in Matti Geschonnecks sensiblem TV-Film "Comeback für Freddy Baker"1). 2000 war er der Großvater in "Der Kleine Lord", 2003 sah man ihn in dem Mehrteiler mit Senta Berger in der Titelrolle "Die Schnelle Gerdi und die Hauptstadt".
 
 
Foto: Alec Guinness und Mario Adorf, der neben Guinness als
alterndem Geheimagent George Smiley in dem TV-Mehrteiler "Smiley's Leute" (1982, "Smiley's People") eine Hauptrolle spielte (siehe auch www.fernsehserien.de).
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin  Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Alec Guinness und Mario Adorf; Copyright Virginia Shue
Eine schöne Rolle war auch die des fürsorglichen Onkels Carlo Scalli in dem packenden, zweiteiligen Familiendrama "Vera – Die Frau des Sizilianers", das Ostern 2005 ausgestrahlt wurde und von Joseph Vilsmaier in Szene gesetzt worden war. In der anrührenden Geschichte einer dramatischen Liebe zwischen der deutschen Verkäuferin Vera Kienzle (Lara Joy Körner) und dem charmant-unbekümmerten Sizilianer Gaetano Scalli (Gunther Gillian), die nach einer authentischen Geschichte in den 60er Jahren entstanden war, mimte Adorf das einflussreiche und "ehrenwerte" Oberhaupt des sizilianischen Familienclans Scalli, der seinem Neffen beruflich unter die Arme greift, als dieser mit seiner Familie in seine Heimat Catania zurückkehrt. Als Gaetano in die dunklen Geschäfte der Mafia verwickelt wird, wird auch Onkel Carlo Opfer der sizilianischen Vendetta.
Nach dem von Volker Schlöndorff realisierten Fernsehfilm "Enigma – eine uneingestandene Liebe"2) (2005), basierend auf dem Drama "Variations Enigmatiques" von Éric-Emmanuel Schmitt, das Schlöndorff zuvor mit den einzigen beiden Darstellern Mario Adorf (Abel Znorko) und Justus von Dohnányi (Erik Larsen) am Renaissance-Theater in Berlin inszeniert hatte, wurde am 30. März 2006 im ZDF anlässlich des ersten Todestages von Papst Johannes Paul II. das Dokudrama "Karol Wojtyla – Geheimnisse eines Papstes"2) ausgestrahlt, welches die wichtigen Stationen aus dem Leben Karol Wojtylas aufzeigt. Unter der Regie von Gero von Boehm, der prominente Zeitzeugen wie den früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und den Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl zur Wort kommen lässt, spielte Devid Striesow den jungen Karol Wojtyla, Michael Mendl verkörperte den charismatischen, außergewöhnlichen Pontifex. Mario Adorf war hier mit der fiktiven Figur des Vatikan-Gärtners Peppino Mancuso vertreten und zeigte mit dieser Nebenrolle einmal mehr seine Affinität zu einfachen, menschlichen Figuren. Adorf sagte in einem Interview unter anderem: Mancuso ist ein Mann aus dem Volk, ein ganz normaler italienischer Katholik, und wenn er "seinem" Papst begegnet, ist das natürlich jedes Mal ein Ereignis. Eine Situation, die interessant zu spielen ist. Der Gärtner erstarrt nicht in Respekt, sondern ist sehr offen. Er ist ein Familienvater mit allen kleinen und großen Sorgen, die dazugehören. Seine Tochter hat Schwierigkeiten, Kinder zu bekommen, und will eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen. Der Papst, den er um Rat fragt, ist natürlich dagegen und Mancuso bleibt ratlos zurück. (Quelle: www.zdf.de)
 
Nach längerer Fernsehabstinenz sah man Adorf dann Ende April 2007 mit einer Paraderolle auf dem Bildschirm: In dem von Regisseur Carlo Rola spannend in Szene gesetzten dreiteiligen "Rosa Roth"-Special "Der Tag wird kommen"2), das anlässlich des zehnjährigen TV-Dienstjubiläums der charismatischen Kriminalhauptkommissarin alias Iris Berben ausgestrahlt wurde, mimte Adorf einen international agierenden Superschurken, den profitgierigen Waffenhändler Willem van Kleve, der skrupellos über Leichen geht – man hätte sich keinen besseren Gegenspieler für die eigenwillige Ermittlerin Rosa Roth wünschen können. Ein knappes Jahr später, am 24. März 2008, tauchte Adorf in dem von Dieter Kehler für das ZDF nach dem gleichnamigen Bestseller von Rebecca Ryman (Pseudonym der 2003 in Kalkutta verstorbenen indischen Autorin Asha Bhanjdeo) inszenierten Melodram "Wer Liebe verspricht" in der Maske des Sir Joshua Templewood auf. In dem in der Kolonialzeit Indiens vor farbenprächtiger exotischer Kulisse spielenden Liebesgeschichte geht es um die junge, fortschrittlich denkende Amerikanerin Olivia O'Rourke (Eva Habermann), die unter der Obhut der Familie mütterlicherseits an einen gutsituierten Mann gebracht werden soll. Gudrun Landgrebe mimt die Tante Lady Bridget Templewood, Adorf deren Gatten bzw. Onkel der Protagonistin, der in allerlei zwielichtige Geschäfte verwickelt zu sein scheint und vor allem seinen Erzfeind Jai Raventhorne (Erol Sander), den illegitimen Sohn eines Engländers und einer Inderin, erbittert bekämpft …
Mario Adorf; Copyright Eugen Haller 01 Zuvor hatten die Kinogänger die markante Stimme Adorfs in dem Zeichentrickfilm "Kleiner Dodo" hören können. Der Streifen, welcher am 1. Januar 2008 startete, entstand nach der Buchvorlage "Kleiner Dodo, was spielst du?" (1995) von Hans de Beer und Serena Romanelli und erzählt die Geschichte des kleinen Orang-Utan-Jungen Dodo, der im Dschungel ein "Dingsbums" entdeckt, das sich als Geige entpuppt. Weil ihm die gestrengen Eltern den Umgang mit Menschensachen strikt verbieten, übt er heimlich in der Höhle des alten, als verrückt verschrienen Orang Utans Darwin – genial gesprochen von Mario Adorf.
 
 
Foto: © Eugen Haller
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Eugen Haller zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Eugen Haller; das Foto darf nicht für andere Zwecke verwendet werden.)

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Abgedreht hat Adorf den neuen, aufwendigen ZDF-Zweiteiler mit dem Titel "Das Geheimnis der Wale", wo er neben Veronica Ferres und Christopher Lambert vor der Kamera stand. Er spielt den Professor Johannes Waldmann, Vater von Anna (Veronica Ferres), die mit ihrer 15-jährigen Tochter Charlotte von Berlin zu ihrem Vater nach Neuseeland fliegt. Obwohl sie sich lange nicht gesehen haben, hofft sie auf eine Aussprache mit ihm und seinen positiven Einfluss auf ihre Tochter, die auf die schiefe Bahn zu geraten droht. Waldmann arbeitet als Walforscher im Auftrag der örtlichen Behörden an einem Gutachten, von dessen Aussage die Entscheidung abhängt, ob ein großer Energiekonzern vor der neuseeländischen Küste mittels Reflexionsseismik nach Gas suchen darf. Als Annas Vater durch einen vermeintlichen Unfall ums Leben kommt, stellt Anna gemeinsam mit dem Außenseiter Chris (Christopher Lambert) Nachforschungen an. Dabei gelingt es ihr, einen ungeheuren Umweltskandal aufzudecken. Ausgestrahlt wurde das ZDF-Umweltdrama, das bis Anfang 2009 in Südafrika und in Neuseeland gedreht wurde, erstmals am 3. und 4. Januar 2010 (siehe auch Wikipedia sowie prisma-online.de).
Zur Zeit entsteht für die ARD unter der Regie von Michael Steinke der Zweiteiler "Der letzte Patriarch" (Arbeitstitel) über eine Lübecker Marzipandynastie; Adorf hat die Rolle des Marzipanfabrikanten Konrad Hansen übernommen. Die Ausstrahlung ist laut Presseberichten zum 80. Geburtstag des Schauspielers im September 2010 geplant (siehe auch www.mdr.de).
Während seiner Film- und Fernseharbeit war der große Charaktermime, dessen Figuren nie eindimensional sind, immer wieder auf der Bühne zu erleben und auch dort setzte er Maßstäbe: Er spielte beispielsweise schon früh an den Münchener Kammerspielen in Anouilhs "Die Lerche" oder in Pirandellos "Sechs Personen suchen einen Autor, Ende der 50er Jahre sah man Adorf dort in "Die Schule der Diktatoren" nach Erich Kästner. In den 60ern verkörperte er unter Paul Verhoeven den Stanley Kowalski in Tennessee Williams "Endstation Sehnsucht", 1976 interpretierte er den "Figaro" in Beaumarchais' "Der tolle Tag" und 1979 beispielsweise wurde ihm für seine Titelrolle in "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" der Große Hersfeld-Preis verliehen. 1980 gab er in Bad Hersfeld den "Othello" in Shakespeares gleichnamigen Stück, 1995 spielte er an der Volksoper Wien im Musical "Kiss me Kate" den Petruchio bzw. den Fred und 2002 sah man ihn als berühmten Schriftsteller in "Der Mann des Zufalls" am Renaissance Theater Berlin. Ebenfalls im Jahre 2002 war er bei den Nibelungen-Festspielein Worms neben Maria Schrader, Uwe Friedrichsen und Andre Eisermann der Hagen von Tronje in der Neufassung des Nibelungenlieds, einem Stück des deutscher Nachwuchsdramatikers Moritz Rinke, der zusammen mit Dieter Wedel auch Regie führte; ein Jahr später sprach Adorf bei den Nibelungen-Festspielen 2003 den Prolog. 
  

Das Foto, welches bei den Dreharbeiten zu "Pizza Colonia" (1991) in Köln entstand, wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt. © Edmond Frederik

Mario Adorf; Copyright Edmond Frederik
Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang, Beweis für Adorfs außergewöhnliche Darstellungskraft und ungeheure Popularität. Neben den bereits erwähnten Preisen konnte der Schauspieler zwei Mal den begehrten "Bambi" nach Hause tragen. So 1978 als "Beliebtester Schauspieler des Jahres" und am 30. November 2006 in der Kategorie "Kultur". Die "Goldene Kamera" und den "Telestar" erhielt er 1993 für "Der große Bellheim", im gleichen Jahr ehrte man seine Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz . Weitere Preise sind beispielsweise die "Carl-Zuckmayer-Medaille" (1996), der "Karl-Valentin-Orden" (1997), der "Bayerische Filmpreis" (2000, Ehrenpreis für sein Lebenswerk) und der "Siegfried-Lowitz-Preis" (2003). Das "Große Bundesverdienstkreuz" wurde Adorf 2001 verliehen, 2003 folgte der "Bayerische Verdienstorden" und 2005 der "Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz". In der Ende November 2006 vom ZDF ausgestrahlten Sendung "Unsere Besten – Lieblingsschauspieler" wählten die Zuschauer den Mimen nach Heinz Rühmann und vor Romy Schneider auf den zweiten Platz.
Eine weitere, außergewöhnliche Ehrung wurde dem großen Mimen Anfang 2009 zuteil: Bereits Ende Oktober 2008 gab der Aachener Karnevalsverein (AKV) bekannt, dass Adorf in der Session 2008/2009 den "Orden wider den tierischen Ernst" erhalten werde. Der Orden werde ihm für "Mutterwitz, Humor, Charme, seine Beliebtheit durch alle Bevölkerungsgruppen hindurch und eine Portion Schlitzohrigkeit" verliehen, sagte der Präsident des Aachener Karnevalsvereins, Horst Wollgarten. Die Auszeichnung konnte der 78-Jährige am 7. Februar 2009 während der Festsitzung im Aachener "Eurogress" entgegennehmen. Die Verleihung des traditionellen Ordens zum 150. Bestehen des Aachener Karnevalsvereins, der seit 1950 Persönlichkeiten ehrt, die sich durch Individualität, soziales Engagement und Witz, aber vor allem durch Humor und Menschlichkeit auszeichnen, übertrug die ARD in einer Aufzeichnung zwei Tage später am 9. Februar.
Mario Adorf; Copyright Eugen Haller 02 Auch im vorgerückten Alter lässt sich Adorf mitunter noch gern mit bis zum Bauchnabel offenem Hemd fotografieren, und täglich stutzt er millimetergenau seinen grau gewordenen Stoppelbart zurecht, der seinem Gesicht etwas von der Verwegenheit eines Fischerjungen und der Verruchtheit eines Mafioso gibt. Er ist weißhaarig geworden, gewiss, doch immer noch liebt er die Rolle des Charmeurs, und er spielt sie glänzend. Der Schauspieler und seine französische Frau Monique Faye, eine attraktive Blondine und Adorfs große Liebe seit vielen Jahrzehnten, wohnten viele Jahre abwechseln in Rom und Paris; seit einiger Zeit hat das Paar Frankreich, die Heimat seiner Frau Monique, zum alleinigen Wohnsitz gemacht. 1985 heiratete Adorf die Arzttochter aus Saint-Tropez, nach dem sie 17 Jahre zusammen gelebt hatten. Mario Adorfs Tochter Stella aus seiner ersten Ehe mit Regisseurin Lis Verhoeven, von der er 1964 geschieden wurde, ist längst erwachsen.

Foto: © Eugen Haller
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Eugen Haller zur Verfügung gestellt.
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Adorf gilt als ein Lebemann, der den Genuss und die Künste schätzt. "Ich hätte mich auch immer gern als Bildhauer gesehen", erzählte er einmal. In Rom sitzt er oft stundenlang bei Mozartmusik in seiner Werkstatt und modelliert mit Ton oder pinselt Aquarelle. Vieles ist in den Anekdoten aus seinem Leben nachzulesen: "Der Mäusetöter". Das Geheimnis seiner physischen Präsenz, seiner inneren Leuchtkraft hat er einmal in einem Interview verraten: "Man muss ein magnetisches Kraftfeld aufbauen. Und als Schauspieler in der Lage sein, dem Publikum seinen eigenen Herzschlag mitzuteilen. Ja, fast aufzudrängen." So sieht er sich am liebsten: als Geschichtenerzähler, als Schauspieler mit Leib und Seele, der sein Publikum beherrscht.  
1992 stellte er mit dem autobiographischen "Der Mausetöter – Unrühmliche Geschichten" auch sein schriftstellerisches Talent unter Beweis. Weitere Bücher folgten und zeigten: Mario Adorf beherrscht die große Kunst der Pointe, seine Erzählungen fesseln, bringen zum lachen und unterhalten wunderbar.
Mit seinen "manchmal wahren, manchmal erfundenen, aber immer spannenden und amüsanten Geschichten" in "Der römische Schneeball" (erschienen 2000), "Der Mäusetöter", "Der Dieb von Trastevere" oder "Der Fenstersturz" entführt Mario Adorf das Publikum schnell in die Welt der kleinen und großen Gauner Italiens, in die manchmal skurrile Atmosphäre der Filmfestspiele von Cannes oder gar in den Dschungel Südamerikas.
Auch als Chanson-Sänger machte sich Adorf inzwischen einen Namen. Im Oktober 1996 erschien seine CD "Schön böse" mit Kreisler-Liedern, u. a. aus seinem Soloprogramm "Al dente". Im September 2005 nahm Mario Adorf dann mit seiner Jubiläumstournee "Da Capo, Mario" Abschied von der Bühne.

Heute ist Adorf einer der erfolgreichsten deutschen Stars, der gleichermaßen im Kino und Fernsehen mit Vorliebe großformatige Paten, Ganoven und Politschurken verkörpert. Als Prolet mit der Möbelpackerfigur boxte er sich durch die Hinterhofmilieus des deutschen Nachkriegsfilms. Unrasiert, im Unterhemd und mit Schiebermütze sah er am besten aus. Später trugen seine Ganoven dunkle Anzüge und Lackschuhe, bekamen seine Schurken Farbe und Format. De Star konterkarierte diese Typen durch sein clowneskes Temperament, das seine schwarzen Charaktere in Helden mit Witz und Verstand umbiegt.
  
Foto: © Bernd Schaller (www.schallerfoto.de)
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Bernd Schaller zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Bernd Schaller; das Foto darf nicht für andere Zwecke verwendet werden.)

Mario Adorf; Copyright Bernd Schaller
Im März 2004 erschienen die "unordentlichen" Erinnerungen des Multitalents Adorf unter dem Titel "Himmel und Erde": Mario Adorf, Deutschlands beliebtester Schauspieler, ist seit vielen Jahren auch ein erfolgreicher und viel gelesener Schriftsteller. Aber lange hat Mario Adorf aus guten Gründen gezögert, ein autobiographisches Buch zu schreiben. Die Zeit des Wartens ist nun vorbei. "Himmel und Erde" ist ein überraschendes, erstaunliches Buch der Erinnerungen an ein unvergleichliches Leben zwischen den Tagen der Kindheit in einem kleinen Eifelstädtchen und der großen Welt des internationalen Films. Geschichten auf Geschichten rollen vor dem Leser ab, in denen sich das Nebensächliche und Zufällige oft als wichtiger entpuppt als die Darstellung "offizieller" Lebensabschnitte und Karrierehöhepunkte. Und als unterhaltsamer sowieso. (Zitat amazon-Redaktion)
  
Anlässlich des 75. Geburtstags von Mario Adorf kam im August 2005 im Verlag "Kiepenheuer & Witsch" das Buch "Bilder meines Lebens" heraus, in dem Deutschlands beliebtester Schauspieler die Rollen seines Lebens Revue passieren lässt – ein Erinnerungsbuch in Bildern, gewürzt mit zahlreichen autobiographischen Texten und Anekdoten aus sechs Jahrzehnten Theater- und Filmgeschichte. Über 100 Film- und Fernsehrollen machten ihn zum Publikumsliebling und Grandseigneur des deutschen und europäischen Films. Nun hat er sein Archiv der Bilder geöffnet und lässt uns teilhaben an einem Leben, das ein Leben in Rollen ist. Aufnahmen von seiner Kindheit und Jugend in dem kleinen Eifelstädtchen Mayen, von seiner Theaterzeit an den Münchner Kammerspielen, seltene Fotos von Mario Adorf als Bildhauer sowie von seinem Leben im geliebten Rom ergänzen dieses Porträt eines großen Schauspielers. Entstanden ist ein Band, der die vielen Gesichter und Talente des Mario Adorf zeigt und einen Streifzug durch die deutsche Film- und Fernsehgeschichte von den 50er Jahren bis heute bietet.*)
Ebenfalls 2005 veröffentlichte der genannte Verlag Adorfs "Homage" an seine Mutter, "Mit einer Nadel bloß. Über meine Mutter" heißt der "späte Dank eines Sohnes an seine Mutter", die ihn so sehr prägte und welche 1998 verstarb. Dieser ungewöhnlichen Frau hat Mario Adorf nun, sieben Jahre nach ihrem Tod, ein berührendes Denkmal gesetzt und ein ergreifendes Buch geschrieben. Es ist die Geschichte eines entbehrungsreichen und abenteuerlichen Lebens, die Geschichte einer allein stehenden Frau und Mutter, die sich zäh und entschlossen gegen alle Widrigkeiten des Schicksals durchgesetzt hat: geboren in Zürich, als Kind abgeschoben nach Mayen in der Eifel, als junge Frau geflohen nach Süditalien. Als Schwangere zurückgekehrt in die Schweiz, von dort abgeschoben zurück in die deutsche Provinz. Die Leiden der Kriegs- und Nachkriegszeit, die Armut und die harte Arbeit als Schneiderin.*)
 
 
Rechts: Mario Adorf, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Mario Adorf, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Copyright Christian Behring
Im Filmmuseum Düsseldorf fand vom 16.10.2005 bis 8.01.2006 anlässlich des 75. Geburtstags eine umfassende Ausstellung zum Wirken des Schauspielers und Autors Mario Adorf statt. "Fotos, Plakate, Requisiten, Video- und Hörstationen sowie Bücher vermitteln einen Überblick über Adorfs gesamtkünstlerisches Schaffen, in dessen Mittelpunkt seine Wandlungsfähigkeit steht. Exkurse zu weniger bekannten Themenbereichen wie Adorfs Jugendzeit im Eifelstädtchen Mayen oder seine Anfänge als Schauspieler an den Münchner Kammerspielen von 1955 bis 1962 zeichnen die Entwicklung seiner künstlerischen Persönlichkeit nach." (Zitat: Filmmuseum Düsseldorf)
  
*) Quelle: Kiepenheuer & Witsch
1) Der Link führt zu prisma-online.de – 2) Der Link führt zu Wikipedia
Stand: Januar 2010
Textteile des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf  Heinzelmeier/Berndt Schulz
sowie von www.prisma-online.de
Mehr Informationen findet man bei www.marioadorf.com
siehe auch Wikipedia, www.br-online.de und www.deutsches-filmhaus.de
   
Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der german.imdb.com
1954: 08/15
1955: 08/15 – Zweiter Teil
1955: 08/15 – In der Heimat
1956: Kirschen in Nachbars Garten
1956: Termin Julia wird gehalten
1957: Harte Männer, heiße Liebe
1957: Robinson soll nicht sterben
1957: Nachts, wenn der Teufel kam
1958: Der Arzt von Stalingrad
1959: Am Tag, als der Regen kam
1959: Bumerang
1959 : Das Totenschiff
1959: Das Mädchen Rosemarie
1960: Die Schachnovelle
1960: Mein Schulfreund
1961: Haut für Haut
1961: Wer sind Sie, Dr. Sorge?
1962: Lulu
1962: Straße der Verheißung
1963 : Station Six-Sahara
1963: Der Letzte Ritt nach Santa Cruz
1963: Die Endlose Nacht
1963: Moral 63
1963: Winnetou I
1964: Die Goldsucher von Arkansas
1965: Die Herren
1964: Vorsicht Mr. Dodd
1965: Major Dundee
1965: Le Soldatesse
1965: Spione unter sich
1966: Ganovenehre
1967: Everyman's Woman
1967: Operazione San Gennaro (Unser Boß ist eine Dame)
1967: Zärtliche Haie
1968: Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten
1969: Engelchen macht weiter – Hoppe, hoppe Reiter
1970: Deadlock
1970: Die Herren mit der weißen Weste
1971: Malastrana
1972: Sans sommation
1972: Herzbube
1972: The Adventures of Pinocchio
1972: La Polizia ringrazia (Das Syndikat)
1975: Der Dritte Grad
1973: Die Reise nach Wien
1973: La Mala ordina (Der Mafia-Boß - Sie töten wie Schakale)
1975: Die Verlorene Ehre der Katharina Blum
1975: Warum bellt Herr Bobikow?
1976: Bomber & Paganini
1976: MitGift
1977: Der Hauptdarsteller
1977: Difficile morire
1977: Gefundenes Fressen
1977: Tod oder Freiheit
1978: Fedora
1979: Die Blechtrommel
1979: Milo-Milo
1980: Giganten der Landstraße
1980: Lion of the Desert
1981: Lola
1982 : Invitation au voyage
1982: La Côte d'amour
1984: Klassenverhältnisse
1984: Via Mala
1985: La Ragazza dei lilla
1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie
1985 : Coconuts
1985: The Holcroft Covenant (Der 4 1/2 Billionen Dollar Vertrag)
1986: Die Narbe
1986: Momo
1987: Des Teufels Paradies
1987: Notte italiana (Die Nacht kennt keine Zeugen)
1989: La Luna negra
1989: Mat
1989: Try This One for Size
1989: Francesco
1989: Maxantimo
1990: Cafe Europa
1990: Stille Tage in Clichy
1990: Rosamunde
1990: Présumé dangereux
1991: Pizza Colonia
1992: Man of Respect
1992: The Bachelor
1993: Abissinia
1994: Amigomío
1996: Alles nur Tarnung
1997: Alle für die Mafia
1997: Rossini
1997: Fräulein Smillas Gespür für Schnee
1999: Majestät brauchen Sonne
2001: Epsteins Nacht
2005: Es ist ein Elch entsprungen
2008: Die Rote Zora und ihre Bande
2010: Same Same But Different
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