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| Horst Krause wurde am 18. Dezember 1941 als jüngstes von fünf Kindern im damals westpreußischen Bönhof (heute Benowo, Polen) geboren. Nach dem Krieg der Vater befand sich in sowjetischer Kriegsgefangenschaft wurde die Familie 1947 aus der Heimat vertrieben und musste sich im brandenburgischen Ludwigsfelde eine neue Existenz aufbauen; der Vater kehrte 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Nach der Schule bzw. einer Ausbildung zum Dreher und kurzzeitigen Ausübung des erlernten Berufes, beschloss der 23-jährige Horst Krause, Schauspieler zu werden. Von 1964 bis 1967 besuchte er die "Staatliche Schauspielschule" in Berlin-Oberschöneweide, ein erstes Engagement erhielt er am Landestheater Parchim. Dann wechselte Krause 1969 an das "Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt", ab 1984 gehörte er für zehn Jahre zum Ensemble des "Staatsschauspiels Dresden". | |||
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Zu DDR-Zeiten wurde Horst Krause auch mit der TV-Serie "Der Staatsanwalt
hat das Wort"1) populär, seit den 1990er Jahren spielt er im
gesamtdeutschen Fernsehen in zahlreichen Produktionen mit und avancierte
zu einem der beliebtesten Darsteller auf dem Bildschirm. Neben
Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie
"Tatort", "Ein Starkes Team" oder "Bella Block",
sah man ihn beispielsweise 1990 als Dieter in der Serie "Spreewaldfamilie"
oder 1995 als Schalck-Golodkowski in Horst Königsteins Komödie "Dicke Freunde".
In der Hape-Kerkeling-Comedy "Willi und die Windzors"1)
mimte er 1996 den Herbert Grabbe oder war der Waldemar Pückler in dem Sönke-Wortmann-Remake
"Charleys Tante"1); ein Jahr sah man ihn als Hauptkommissar Matzanke
in zwei Folgen des Krimis "Koerbers Akte". Seit 1998 erleben ihn die
Fernsehzuschauer in loser Folge als Paul 'Schnapper' Schrader in den
Thrillern "Der Schnapper" unter der Regie von Vadim Glowna,
oder 2000 als Kowalski in der Komödie "Der Elefant in meinem
Bett". Zu Krauses Fernsehproduktionen zählen abgesehen von seiner Dauerrolle in "Polizeiruf 110" unter anderem 2002 das Kriegsdrama "Das Letzte Versteck", der historische Mehrteiler "Trenck Zwei Herzen gegen die Krone" sowie der Thriller "Spurlos Ein Baby verschwindet". Ein Jahr später tauchte er in Horst Königsteins Dokudrama "Verkauftes Land"2) auf, der Geschichte über den ehemaligen Treuhand-Vorstand Klaus Schucht (Rudolf Kowalski), 2004 spielte er in Bernd Böhlichs Melodram "Liebe auf Bewährung" an der Seite von Thekla Carola Wied und Helmut Griem; eine weitere Arbeit war die eher klamaukhafte Komödie "Pura vida Ibiza" (2004) mit der Figur des vergnügungssüchtigen Frührentners Hugo. Anfang Januar 2006 konnte man Horst Krause dann in einer Paraderolle erleben: In "Pommery und Leichenschmaus", dem 3. Teil von Manfred Stelzers Geschichten um eine ziemlich verrückte Familie, mimte er den vor zehn Jahren (angeblich) verstorbenen Familienvater Horst, der plötzlich wieder auftaucht und bei seinen drei Kindern für ziemlich viel Trubel sorgt.
Einprägsame, wenn auch eher kleinere Parts spielte Krause in zwei Produktionen, die 2009 ausgestrahlt wurden: In "Ein Mann, ein Fjord!"1) mit Jürgen Tarrach und Hape Kerkeling (Erstaustrahlung: 21.01.2009) kam er als der Pfandleiher und Betreiber eines Nudistencamps Günter "Ole" Reddemann daher, wer den schwergewichtigen Schauspieler einmal nackt erleben wollte, hatte dazu in der turbulent-witzigen Komödie Gelegenheit. In der sich aus dem üblichen Unterhaltungseinerlei heraushebenden spaßigen Krimi-Persiflage "Die Blücherbande"2) (Erstausstrahlung: 05.02.2009) mit Armin Rohde, Jörg Schüttauf und Sebastian Bezzel, gab er ganz in schwarz gekleidet den knallharten Gangster-Boss Leo Kaiser, dessen illegal gehorteten Geldscheine sich schließlich in Rauch auflösen. Eine Fortsetzung von "Krauses Fest" gab es knapp zwei Jahre später am 9. Dezember 2009 mit "Krauses Kur"2): Diesmal hat der beleibte Polizeihauptmeister Krause gesundheitliche Probleme und macht sich samt seiner Schwestern Elsa (Carmen Maja Antoni) und Meta (Angelika Böttiger) sowie dem von den Eltern geerbten Campinganhänger Marke "Dübener Ei" in Richtung Ostsee auf. In der auf der Insel Usedom entstandenen, inzwischen auch auf DVD erhältlichen unterhaltsamen RBB-Produktion lief der Schauspieler mal wieder zur Hochform auf, Regisseur Bernd Böhlich zeigte den kauzigen Dorfpolizisten diesmal als Patienten in einer Reha-Klinik. Erneut eine Paraderolle für Horst Krause, der sich nicht nun widerwillig mit den Gepflogenheiten in einem Kurheim herumschlagen muss, den mageren Speiseplan oder das tägliche, stramme Bewegungsprogramm, aber auch die gestrenge Oberschwester Ilse (Irm Hermann) oder seinen schnarchenden Zimmernachbarn Rudi (Tilo Prückner) zu ertragen hat. Durch einen kleinen Mitpatienten (Friedrich Heine) kommt Krause einem eher naiven Grundstücksspekulanten auf die Schliche und schon wird die Kur für den gutmütigen Krause zu einem kleinen Abenteuer. "Krauses Kur" ist ein stiller Film über die kleinen Leute mit herrlichen Dialogen, insbesondere zwischen dem nicht mehr ganz so jungen Geschwistertrio. Allesamt kämpfen in dem 90-Minüter um ihr kleines Stück vom Glück. schreibt der "Nordkurier", 6,65 Millionen Zuschauer amüsierten sich über Krauses Bemühungen in Sachen gesundheitsbewusster Lebensführung. Zum 70. Geburtstag des beliebten Schauspielers am 18. Dezember 2011 gratulierte die ARD mit "Krauses Braut"2) zwei Tage später (EA: 20.12.2011) und setzte die erfolgreichen "Krause"-Filme um den Dorfpolizisten fort. Doch es ist nicht Krause, der, wie der Titel vermuten lässt, in den Stand der Ehe treten will, sondern seine fast 60-jährige Schwester Meta (Angelika Böttiger), die den (grandios) von Tilo Prückner gespielten Kölner Taxifahrer Rudi Weisglut heiraten will. Amüsante Turbulenzen sind vorprogrammiert, nicht nur Krause, auch Schwester Elsa (Carmen Maja Antoni) ist geschockt, will doch Meta Schönhorst verlassen und zu Rudi nach Köln ziehen die Zukunft des gemeinsamen Gasthofs steht auf dem Spiel ; prisma-online notiert unter anderem "Regisseur und Autor Bernd Böhlich inszenierte nach "Krauses Fest" und "Krauses Kur" auch den dritten Solo-Auftritt von "Polizeiruf 110"-Polizist und -Dickschädel Horst Krause mit viel Sinn für Humor. Kein Wunder, die beiden sind ein eingespieltes Team sie kennen sich seit Jahrzehnten."; mehr bei www.rbb-online.de.
Die Kinozuschauer begeisterte Krause beispielsweise 1993 mit der Hauptrolle
des Moritz Kipp genannt "Most" in Detlev Bucks Roadmovie "Wir können auch
anders"1) und erhielt für seine Darstellung des naiven Erben eines Hofes im Osten
den "Bundesfilmpreis". Zwei Jahre später stand er mit Hape Kerkeling für
die Satire "Club Las Piranjas"1)
vor der Filmkamera, 1996 übernahm er eine Rolle in Kai Wessels
Kinderkrimi "Die Spur der roten Fässer"2)
oder mimte einfach wunderbar den unterbelichteten "Geflügel"-Gangster
Oli in Thomas Wegmans Jugendkomödie "Schräge Vögel" an der Seite
von Joachim Król, der seinen Partner Rick spielte. Ein Jahr später sah man Horst Krause
als Karl in der humoristischen Kurzfilmromanze "Sausages", 1998 als Gerichtsmediziner Borregard
in Peter Fratschers Thriller "Sieben Monde"2)
und in dem Streifen des Kabarettisten Gerd Dudenhöffer "Tach Herr Dokter Der Heinz Becker Film"1)
agierte er 1999 als Nachbar Dr. Schenkberg.
Im gleichen Jahr tauchte er als Alfred Röchel in Gernot Rolls Komödie "Ne günstige Gelegenheit"2)
auf der Leinwand auf, spielte 2000 in Jochen Kuhns Drama "Fisimatenten"2)
den Herrn Rosenberg an der Seite von Maximilian Schell oder war in Xavier Kollers
Tucholsky-Adaption "Gripsholm"1) als Generalkonsul zu sehen. |
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Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de Quelle: 3) Matthias Heine in "Die Welt" vom 03.01.2006 |
Stand: Dezember 2011 | ||
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de | |||
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