Mit dem ab Mitte Januar 1968 ausgestrahlten Dreiteiler "Ein Mann namens Harry Brent" setzte die ARD die Reihe der erfolgreichen Verfilmungen nach den Drehbüchern des britischen Krimi-Spezialisten Francis Durbridge1) (1912 – 1998) fort. Begonnen hatte alles 1959 mit dem auf sechs Folgen ausgelegten Mehrteiler "Der Andere"2), legendäre Produktionen wie "Das Halstuch"2) (1962), "Tim Frazer"2) (1963) oder "Melissa"2) (1966) schrieben Fernsehgeschichte und gingen als "Straßenfeger" in die TV-Historie ein.
 
"Ein Mann namens Harry Brent" war der letzte Durbridge-Krimi, der noch "schwarz-weiß" über die Bildschirme flimmerte. Den Startschuss zum Farbfernsehen hatte es zwar schon am 25. August 1967 anlässlich der Internationalen Funkausstellung (IFA) in West-Berlin gegeben, der WDR hatte den Mehrteiler jedoch noch nach dem alten Verfahren produziert. Auch mussten sich die Macher auf die inzwischen starke Konkurrenz "ZDF" einstellen. Solch sagenhafte Quoten von rund 90 Prozent Sehbeteiligung wie beim "Halstuch" oder "Melissa" waren somit nicht mehr zu erwarten. Dennoch reihte sich auch "Ein Mann namens Harry Brent" in die "Straßenfeger" ein, die Zuschauer versammelten sich wieder drei Abende lang (15./17./19.01.1968) vor der Mattscheibe und verfolgten den spannenden Krimi, der als einer der besten Umsetzungen der Durbridge-Stoffe gilt. Kein geringerer als Peter Beauvais1) (1916 – 1986) hatte diesmal für die Regie gewonnen werden können, namhafte Schauspieler wie Günther Ungeheuer, Wolfgang Preiss, Peter Ehrlich, Brigitte Grothum oder Dirk Dautzenberg waren Garanten für eine hohe Zuschauerakzeptanz. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass sich auch drei renommierte Regisseure vor die Kamera wagten, Paul Verhoeven, Helmut Käutner und Niklaus Schilling1) (als Justizwachbeamter) waren mit prägnanten Nebenrollen zu sehen.
 
Die Übersetzung des Originaldrehbuchs "A Man Called Harry Brent", bereis 1965 von der BBC als Sechsteiler inszeniert und ausgestrahlt, stammte wie bei den vorhergehenden Durbridge-Verfilmungen der ARD von Marianne de Barde, die eingängige musikalische Untermalung hatte Hans-Martin Majewski1) (1911 – 1997) abgeliefert.
Im Mittelpunkt der spannenden Handlung, angesiedelt in dem in der Nähe Londons liegenden kleinen Städtchen Guildford, steht ein mysteriöser Mann mit Namen "Harry Brent" (Günther Ungeheuer), über den nicht einmal seine Verlobte Jane Conway (Brigitte Grothum) viel weiß. Bekannt ist eigentlich nur, dass Brent ein kleines Reisebüro leitet. Als Brent mit dem Mord an dem Chef seiner Verlobten in Zusammenhang gebracht wird, kommt die Geschichte ins Rollen, Kriminalinspektor James Wallace (Peter Ehrlich) versucht das Geheimnis um Harry Brent zu lüften und setzt sich auf die Spur des Mörders …
 
Die Handlung (Quelle:
Die Krimihomepage):

Teil 1 (Erstausstrahlung: 15.01.1968, Länge 60 Minuten):
Der Fabrikant Sam Fielding (Paul Verhoeven) braucht eine neue Sekretärin, weil seine derzeitige Arbeitskraft Jane Conway (Brigitte Grothum) im Begriffe ist, ihren Verlobten Harry Brent (Günter Ungeheuer) zu heiraten. In dem (drogensüchtigen) Mädchen namens Barbara Smith (Barbara Frey) scheint er diese gefunden zu haben. Das Vorstellungsgespräch verläuft äußerst positiv, bis die junge Dame plötzlich einen Revolver zieht und ihren zukünftigen Arbeitgeber erschießt. Bevor Barbara der Polizei Auskunft über die Beweggründe für die Tat geben kann, gelingt es ihr, sich in der Haft zu vergiften. Im Todeskampf ruft sie immer wieder einen Namen: jenen Harry Brents. Egal in welche Richtung Inspektor James Wallace (Peter Ehrlich) – übrigens Janes Ex-Verlobter – auch ermittelt: er stößt immer wieder auf seinen Namen. Als er auch noch herausfindet, dass Barbara Smith vor der Tat mit Harry in einem Zugabteil gesessen hatte und dass sie auf dem Friedhof Blumen auf dem Grabe seiner Eltern hinterlassen hat, scheint der Fall für ihn klar …

Teil 2 (Erstausstrahlung: 17.01.1968, Länge 61 Minuten):
Die Frau des Supermarktbesitzers William Brother (Gert Haucke), Phyllis Brother (Christiane Nielsen) war bei der Inspektor Wallace aufgetaucht, um von einem Gespräch zu berichten, das sie zwischen Fielding und Harry Brent in einem Café belauscht hatte. Brent stritt bisher ab, Fielding vor dem Tattag gekannt zu haben. Alle Spuren führen in ein Appartementhaus, in dem Phyllis Brother unter falschem Namen eine Wohnung gemietet hatte. Als Inspektor Wallace und sein Assistent Roy Philipps (Dirk Dautzenberg) dort auftauchen und aus einer Wohnung Schreie hören, brechen Sie die Türe mit Hilfe des Hausmeisters Reg Bryer (Erland Erlandsen) auf. Im Schlafzimmer finden sie die ermordete Phyllis Brother vor. In der Wohnung eines flüchtigen Gangsters findet Wallace schließlich einen Schmalfilm, der eindeutig beweist, dass Harry Brent seine Verlobte Jane Conway angelogen hat: dem Film nach müssen Sam Fieldung und Harry Brent sich seit Monaten gekannt haben. Harry und Jane treffen sich im Restaurant San Remo zur Aussprache. Jane kann nicht wissen, welch tödliche Gefahr vor dem Lokal auf sie wartet …

Teil 3 (Erstausstrahlung: 19.01.1968, Länge 65 Minuten):
Nach dem Treffen mit Harry Brent verschwindet Jane Conway spurlos. Ihr Bruder George Conway (Wolfgang Preiss), der Besitzer von Gut Becklehurst, verständigt Harry. Den beiden bleibt das Herz stehen, als wenig später eine Frauenleiche, auf die die Beschreibung Janes passt, aus einem Fluss geborgen wird. In Wirklichkeit ist Jane jedoch in der Wohnung der Schauspielerin Jacqueline Dawson (Anneliese Römer), die ihr erklärt, was der Zweck für ihr Verschwinden von der Bildfläche war. Jane glaubt ihr kein Wort und kann flüchten. Dass sie sich damit in tödliche Gefahr begeben hat, kann sie nicht wissen. Für Harry Brent wird es nun Zeit, gegenüber Inspektor Wallace die Karten offen auf den Tisch zu legen …
Bei den zehn Wochen langen Dreharbeiten –  unter anderem auch in London – der deutschen Fassung von "A Man Called Harry Brent" hatten die Verantwortlichen für höchste Sicherheit gesorgt, damit nicht vorzeitig die Auflösung der Geschichte an die Öffentlichkeit dringen würde. Man hatte aus dem spektakulären "Enthüllungsskandal" des Berliner Kabarettisten Wolfgang Neuss2) (1923 – 1989) gelernt, der damals den "Halstuch"-Mörder" zwei Tage vor Ausstrahlung der letzen Folge in einer Zeitungsannonce enttarnt hatte und damit die Fernsehnation erschütterte. Damit niemand erfährt, wie "Harry Brent" endet, mussten alle an der Produktion beteiligten Personen einen Vertrag unterschreiben: "Ich habe zur Kenntnis genommen, dass sich der WDR bei Zuwiderhandlungen alle Schadensersatzansprüche gegen mich vorbehält. Unterschrift, Name". Im Schrank 229, II. Stock des Kölner Fernsehens verschloss Produktionsleiter Joachim Glaser die Auflösung zu "Harry Brent". (Quelle: Die Krimihomepage)
Melissa/Ein Mann namens Harry Brent: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de Der Roman "A Man Called Harry Brent" erschien im Original 1965, verschiedene der agierenden Personen tragen andere Namen als in der deutschen Verfilmung, dessen Ende ebenfalls von der Romanvorlage abweicht. Der Roman "Ein Mann namens Harry Brent" wurde erstmals 1970 im Verlag "Goldmann" in deutscher Sprache bei uns veröffentlicht.

Neben dem 1965 von der BBC gedrehten Krimi mit Edward Brayshaw3) (1930 – 1990) in der Titelrolle sowie der bei uns realisierten Fassung entstand 1970 der italienische Sechsteiler "Un certo Harry Brent", in dem Alberto Lupo (1924 – 1984) den Protagonisten mimte. Die 1973 in Frankreich produzierte 16-teilige Serie hieß aus unbekannten Gründen abweichend "Un certain Richard Dorian", Vania Vilers spielte den Richard Dorian.
 
Der legendäre Mehrteiler "Ein Mann namens Harry Brent" ist seit Ende November 2008 (zusammen mit "Melissa") in der Reihe "Straßenfeger" auf DVD erhältlich (Straßenfeger 06: Melissa/Ein Mann namens Harry Brent). Für die DVD-Veröffentlichung von "ARD Video" wurden die alten Filmaufnahmen höchst aufwendig und mit großer Akribie digital restauriert. Ergänzt durch spannende und informative Extras dürfte dieses Wiedersehen mit den Krimi-Klassikern der 60er Jahre nicht nur Durbridge-Fans freuen.
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
www.ardvideo.de

 Siehe auch Die Krimihomepage, Wikipedia, www.fernsehserien.de
 Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) Wikipedia (englisch)

Die Hauptakteure:
Günther Ungeheuer … spielte den geheimnisvollen Harry Brent.
 
Geboren am 15. Dezember 1925 in Köln,
gestorben am 13. Oktober 1989 in Bonn.
  
Kurzportrait zu Günther Ungeheuer innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Günther Ungeheuer
Peter Ehrlich … spielte den ermittelnden Inspektor James Wallace.
 
Geboren am 25. März 1933 in Leipzig,
gestorben am 26. Juli 2015 in Zürich (Schweiz).
 
Kurzportrait zu Peter Ehrlich  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, tls.theaterwissenschaft.ch

Weitere Filme*) mit Peter Ehrlich

Dirk Dautzenberg

Dirk Dautzenberg

… spielte den Roy Phillips, Assistent von Inspektor James Wallace.
 
Geboren am 7. Oktober 1921 in Duisburg-Meiderich,
gestorben am 15. Februar 2009 in Wilhelmshaven.
 
Kurzbiografie zu Dirk Dautzenberg innerhalb dieser Homepage
  
Siehe auch Wikipedia

 
Weitere Filme*) mit Dirk Dautzenberg
 
Das Privatfoto wurde mir freundlicherweise von
Dirk Dautzenberg jr. zur Verfügung gestellt.

Brigitte Grothum

Brigitte Grothum

… spielte die Jane Conway, Verlobte von Harry Brent.
 
Geboren am 26. Februar 1935 in Dessau.
  
Kurzportrait zu Brigitte Grothum innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz der Künstlerin: www.brigittegrothum.de
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Brigitte Grothum
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von Brigitte Grothum zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei dem Berliner Fotostudio Urbschat.

Wolfgang Preiss … spielte George Conway, Gutsbesitzer und Bruder von Jane Conway.
 
Geboren am 27. Februar 1910 in Nürnberg,
gestorben am 27. November 2002 in Baden-Baden.
  
Kurzportrait zu Wolfgang Preiss innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de

Weitere Filme*) mit Wolfgang Preiss

Paul Verhoeven … spielte den Fabrikanten Samuel Fielding, der von Barbara Smith erschossen wird.
 
Geboren am 23. Juni 1901 in Unna,
gestorben am 22. März 1975 in München.
 
Kurzportrait zu Paul Verhoeven innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch

Weitere Filme*) mit Paul Verhoeven

Anneliese Römer … spielte die Schauspielerin Jacqueline Dawson.
 
Geboren 24. Juni 1922 in Leipzig,
gestorben am 25. November 2003 in Berlin.

Anneliese Römer erhielt ihre Ausbildung an der "Westfälischen Schauspielschule" in Bochum bei Saladin Schmitt1), gab dann 1939 am "Schauspielhaus Bochum" ihr Debüt als Hermia in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"1). Zwischen 1942 und 1944 wirkte sie an den "Städtischen Bühnen Münster" und 1945 bis 1947 am "Neuen Theater" in Stuttgart.
Am "Schauspielhaus Zürich", wo sie von 1947 bis 1951 auf der Bühne stand, verkörperte sie die Jessica in Sartres "Die schmutzigen Hände"1), die Ines in "Geschlossene Gesellschaft"1), ebenfalls von Sartre, und die Elivira in Molières "Don Juan"1). Von 1953 bis 1956 wirkte sie am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg,  1956 bis 1967 gehörte sie zum Ensemble der "Staatlichen Schauspielbühnen Berlin". Zu ihren Rollen hier zählten unter anderem die Ranewskaja in Tschechows "Der Kirschgarten"1) (1961) und die Olivia in Shakespeares "Was ihr wollt"1) (1962).
1968 arbeitete Anneliese Römer an der "Freien Volksbühne" in Berlin und von 1974 bis 1977 am "Württembergischen Staatstheater" in Stuttgart; dort war sie auch als Marthe Schwerdtlein in Goethes "Faust"1) zu sehen. 1977 wechselte an die "Städtischen Bühnen Frankfurt", 1979 kam sie wieder an das "Schauspielhaus Bochum", wo sie bis 1986 blieb. Hier verkörperte sie unter anderem die Daja in Lessings "Nathan der Weise"1), die Paulina in Shakespeares "Ein Wintermärchen"1), die Toinette in Molières "Der eingebildete Kranke"1) sowie 1984 die Winnie in Becketts "Glückliche Tage".
1986 gelangte sie an das Wiener "Burgtheater", wo sie 1988 als Frau Zittel in der Uraufführung von Bernhards Drama "Heldenplatz"1) mitwirkte; 1992 kehrte sie an die "Staatlichen Schauspielbühnen Berlin" zurück. Ihren letzten Erfolg hatte sie dort 1992 als Claire Zachanassian in Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame"1) (Regie: Alfred Kirchner) am "Schiller-Theater". 1995 spielt sie, bereits schwer krank, die Königin Margaret, als Heribert Sasse das "Schlosspark-Theater" mit Shakespeares "Richard III." wiedereröffnete.
Während ihrer langen, erfolgreichen Theaterkarriere arbeitete "Die Römer" mit so legendären Theatergrößen wie Gustaf Gründgens, Hans Schalla, Leonard Steckel, Giorgio Strehler, Hans Lietzau, Erwin Piscator und Fritz Kortner zusammen – und in ihren späten Jahren vor allem mit Claus Peymann. Ihm verdankte sie ihre letzten wirklich bedeutenden Rollen, so die Haushälterin Zittel in Bernhards "Heldenplatz" (1988) und "die Alte" in Peter Handkes "Das Spiel vom Fragen" (1990) am Wiener "Burgtheater".

Im Film und Fernsehen war die mit dem Titel "Staatsschauspielerin" ausgezeichnete Anneliese Römer nur sporadisch zu sehen. 1948 stand sie unter der Regie von Heinz Hilpert für den Kinofilm "Der Herr vom andern Stern"1) zusammen mit Heinz Rühmann vor der Kamera, Helmut Käutner besetzte sie in seiner Zuckmayer-Adaption "Ein Mädchen aus Flandern"1) (1956) an der Seite von Maximilian Schell und Viktor de Kowa. Neben ihrer Rolle in dem Durbridge-Krimi "Ein Mann namens Harry Brent" erlebte man Anneliese Römer beispielsweise auch in einer Folge der TV-Serie "Polizeifunk ruft" (1968) oder in dem Fernsehspiel "Krebsstation" (1970).

Anneliese Römer war von 1953 bis zur Scheidung 1966 mit dem Schauspieler und Regisseur Harry Meyen2) (1924 – 1979) verheiratet. Ihre Grabstätte befindet sich in Berlin auf dem Friedhof Dahlem → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
 
Quelle (überwiegend) Wikipedia (Stand Januar 2009) sowie www.welt.de
Siehe auch tls.theaterwissenschaft.ch

Weitere Filme*) mit Anneliese Römer
 
Link: 1) Wikipedia,  2) Kurzportrait innerhalb dieser HP

Christiane Nielsen … spielte die Phyllis Brother, Ehefrau des Supermarktbesitzers William Brother.

Geboren als Christiane Maria Kraaz am 10. September 1936 in Würzburg,
gestorben am 8. April 2007 in Frankfurt am Main.

Die gebürtige Christiane Maria Kraaz, Tochter einer Lehrerin, war zunächst Zahnarzthelferin. Nach Schauspielunterricht spielte sie Mitte der 1950er Jahre in München im "Theater unter den Arkaden". Seit 1957 wirkte sie in zahlreichen Spielfilmen des deutschsprachigen Kinos mit. Meist blieb ihr jedoch nur die Rolle eines attraktiven Sidekicks. In dem Edgar Wallace-Film "Das Rätsel der roten Orchidee"1) (1962) ist sie als Cora Minelli die Frau eines Gangsterführers, die sich zuletzt an dessen Rivalen rächt, zu sehen.

Nach zwei gescheiterten Ehen heiratete Christiane Nielsen 1963 den Algerier Miloud Ganga. Sie lebte von da an mit ihm in Nordafrika und wurde Mutter der gemeinsamen Töchter Alia (geb. 1964) und Myriam (geb. 1965). Noch vor der Scheidung 1969 kehrte sie nach Deutschland zurück, konnte jedoch nicht mehr an ihre Filmkarriere anknüpfen.
1967 war sie in dem Spielfilm "Liebesnächte in der Taiga"1) zu sehen. Nach einem Auftritt in der Folge "Skandal um Gloria" (1970) aus der Fernsehserie "Pater Brown" erhielt sie keine Rollenangebote mehr und musste sich fortan mit diversen Tätigkeiten (u.a. als Putzfrau) finanziell über Wasser halten; zuletzt lebte sie in Frankfurt am Main.

Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Christiane Nielsen
 
Link: 1) Wikipedia

Gert Haucke

Gert Haucke; Copyright Virginia Shue

… spielte den Supermarktbesitzer William Brother.
 
Geboren am 13. März 1929 in Berlin,
gestorben am 30. Mai 2008 in Lüneburg.
 
Kurzportrait zu
Gert Haucke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Gert Haucke

 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Barbara Frey … spielte die drogensüchtige Barbara Smith.
 
Geboren am 17. November 1941 als Barbara Freyde in Berlin.

Nach einer Schneiderinnenlehre erhielt die kaum Sechzehnjährige aufgrund eines Castings als Partnerin von Horst Buchholz die weibliche Hauptrolle in dem Problemfilm "Endstation Liebe" (1957). Sie nahm daraufhin Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig1) und spielte zunächst in ähnlich gearteten Produktionen wie "Mit 17 weint man nicht" (1960), "Geständnis einer Sechzehnjährigen" (1960) oder "Liebe mit zwanzig"1) (1962). Später wirkte sie in verschiedenen Krimis und Abenteuerfilmen mit, wie beispielsweise in "Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen" (1966), aber auch harmlosen Unterhaltungsstreifen wie "Unsere tollen Tanten in der Südsee" (1964) oder dem Italo-Western "Kopfgeld für Ringo"1) (1965, Uno straniero a Sacramento).
Bei den Dreharbeiten zu dem Western "Mögen sie in Frieden ruh'n"1) (1966, Requiescant) lernte sie den amerikanischen Schauspieler Mark Damon1) kennen, den sie später heiratete; die Ehe hielt jedoch nur zwei Jahre. Im Verlauf ihrer weiteren Karriere war Barbara Frey noch in einigen Fernsehfilmen und Serien zu sehen. Ihr Auftritt in dem Durbridge-Mehrteiler "Ein Mann namens Harry Brent" (1968) zählte zu einer ihrer letzten Arbeiten vor der Kamera.
Sie darf nicht mit der Schweizer Theaterregisseurin Barbara Frey1) verwechselt werden.

Quelle (vorwiegend): Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Barbara Frey
 
Link: 1) Wikipedia
Erland Erlandsen … spielte den Hausmeister Reg Bryer.
 
Geboren am 3. Oktober 1912 in Kopenhagen,
gestorben am 26. März 2003 in München.

Der gebürtige Däne Erland Erlandsen, der auch unter dem Namen Erland Erlandson auftrat, ließ sich in Wien zum Schauspieler ausbilden. Er spielte dort anschließend unter anderem am "Volkstheater" (1944), zwischen 1945 und 1948 gehörte er zum Ensemble des "Burgtheaters", seit 1972 war er Mitglied des "Bayerischen Staatsschauspiels".
Seine filmische Karriere begann 1940 mit dem Part des Matrosen Lüdebrecht in dem Streifen "Donauschiffer"2), seit den 1950er Jahren stand er dann wieder regelmäßiger vor der Kamera. So verkörperte er unter anderem in Georg Wilhelm Pabsts kontrovers diskutiertem Kriegsfilm "Der letzte Akt"3) (1955) den Hitler-"Baumeister" Albert Speer3) oder in der US-amerikanischen Produktion "Nur wenige sind auserwählt"3) (1960, Song Without End) den österreichischen Komponisten und Klaviervirtuosen Sigismund Thalberg3). Ab den 1970er Jahren verlegte sich Erlandsen vermehrt auf das Fernsehen, spielte beispielweise in der zweiteiligen Lenz-Adaption "Deutschstunde"3) (1971) als Dr. Theo Busbeck mit. Vor allem aber mit Gastrollen in den populären Krimiserien "Der Kommissar", "Der Alte", "Polizeiinspektion 1" und "Derrick" war er wiederholt auf dem Bildschirm präsent, allein bei "Derrick" trat er zwischen 1976 und 1996 zwölf Mal in Erscheinung.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Erland Erlandsen
 
1) Geburtsjahr 1912 laut Wikipedia, IMDb und filmportal.de; laut Funk Uhr, "Künstlerlexikon des Fernsehens" geboren 1922
Link: 2) filmportal.de, 3) Wikipedia

Helmut Käutner
  
Helmut Käutner 1960 (Ausschnitt des Originalfotos); Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief); Bestandsnummer: 910-9501; Urheber/Fotograf: Pot, Harry / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data/CC BY-SA 3.0 NL
Helmut Käutner 1960
(Ausschnitt des Originalfotos)
Rechteinhaber:
Nationaal Archief
(Den Haag, Rijksfotoarchief);
Bestandsnummer: 910-9501
Urheber/Fotograf: Pot, Harry / Anefo;
mehr bei → www.gahetna.nl
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz:
www.gahetna.nl/over-ons/open-data/
CC BY-SA 3.0 NL
… spielte den Sir Gordon Towns.
 
Geboren am 25. März 1908 in Düsseldorf,
gestorben am 20. April 1980 in Castellina in Chianti (Italien).
 
1928 begann Helmut Käutner, Sohn eines Düsseldorfer Kaufmanns, in München zu studieren, zwischen 1931 und 1935 spielte Käutner Kabarett im Ensemble "Die Nachrichter"1), schrieb zudem Feuilletons und Kritiken für die bayerische Hochschulzeitung. Von 1936 bis 1939 war er Schauspieler und Regisseur am "Leipziger Schauspielhaus".
1939 begann seine Karriere als Regisseur mit der Filmkomödie "Kitty und die Weltkonferenz"1), die jedoch von der NS-Zensur kurz nach der Premiere als pro-britisch verboten wurde. Erste Filmerfahrung hatte Käutner schon zuvor als Drehbuchautor und mit einem Kurzauftritt in dem Spielfilm "Kreuzer Emden"1) (1932) gesammelt.
Obwohl Käutner nicht zum Widerstand gehörte, konnte er sich während der Nazizeit eine gewisse Unabhängigkeit in seinem Schaffen bewahren. Mit dem von der Zensur verbotenen Film "Große Freiheit Nr. 7"1) (1944) und dem bereits 1944 gedrehten, aber erst 1946 uraufgeführten Meisterwerk "Unter den Brücken"1) (1944) schuf er zwei Werke, die in ihrer Betonung des Individuellen stark dem Weltbild der Nazis widersprachen. Mit der Gottfried Keller-Adaption "Kleider machen Leute"1) (1940) veralberte er insgeheim den Uniformenwahn der Zeit; in dieser Zeit entstand auch das Melodram "Romanze in Moll"1) (1943), welches ebenfalls von Mustern nationalsozialistischer Filmideale abwich.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete Helmut Käutner für "Radio Hamburg" (späterer NWDR), wo er seine Arbeits- und Inszenierungsweise auf das Hörspiel übertrug; unter anderem bearbeitete er bereits 1945 Thornton Wilders Theaterstück "Unsere kleine Stadt" für den Funk. Seine Arbeit als Filmregisseur nahm Käutner kurz nach Kriegsende wieder auf, mit "In jenen Tagen"1) (1947) drehte er einen die Nachkriegswirklichkeit beschreibenden "Trümmerfilm"1), in den nächsten Jahren gelang ihm mit Produktionen wie "Der Apfel ist ab"1) (1948) oder "Königskinder"1) (1950) jedoch zunächst kein Publikumserfolg.
1954 feierte er mit dem Antikriegsfilm "Die letzte Brücke"1) dann einen großen Erfolg, konnte bei den Filmfestspielen von Cannes 1954 "Prix International" entgegennehmen. Viele weitere erfolgreiche, ambitionierte Kinofilme der 1950er Jahre tragen Käutners Handschrift, man denke nur an das Biopic "Ludwig II. – Glanz und Ende eines Königs"1) (1955) mit O. W. Fischer, die Zuckmayer-Adaptionen "Des Teufels General"1) (1955) und "Der Schinderhannes"1) (1958) mit Curd Jürgens und "Der Hauptmann von Köpenick"1) (1956) mit Heinz Rühmann, die starbesetzte Theaterverfilmung "Das Glas Wasser" (1960) oder auch an die zu Herzen gehende Romanze "Monpti"1) (1957) mit Romy Schneider und Horst Buchholz.
Ab den 1960er Jahren begann Käutner dann für das Fernsehen zu arbeiten und trat gelegentlich auch als Schauspieler in Erscheinung wie beispielsweise mit der Titelrolle in Hans-Jürgen Syberbergs Kinofilm "Karl May"1) (1974); zudem engagierte er sich vermehrt als Regisseur am Theater. 1968 erhielt er den "Adolf-Grimme-Preis"1) in Gold für seine beim "Saarländischen Rundfunk" durchgeführte Fernsehproduktion "Valentin Katajews chirurgische Eingriffe in das Seelenleben des Dr. Igor Igorowitsch"2). In der Begründung der Jury hieß es: "Helmut Käutner hat als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller ein vorgegebenes Werk, die Komödie Katajews1) "Die Zeiten der Liebe" kongenial bearbeitet und in Szene gesetzt. Die besondere Leistung des Ensembles ist hervorzuheben."3)

Helmut Käutner war seit 1934 mit der Schauspielerin Erica Balqué1) (1912 – 2003) verheiratet , die seit "Die letzte Brücke" in fast all seinen Filmen als Regieassistentin fungierte. Seine letzten Lebensjahre, bereits schwer krank, verbrachte er mit seiner Frau in der Toscana. Dort, in seinem Haus in Castellina in Chianti, im nördlichen Teil der Provinz Siena gelegen, starb er im Alter von 72 Jahren. Helmut Käutner wurde in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin beigesetzt (Abt. III–U–7) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Der schriftliche Nachlass befindet sich im Archiv der Berliner "Akademie der Künste" → www.adk.de. Seit 1982 zwei-jährlich bzw. seit 1995 alle drei Jahre wird am Geburtstag von Helmut Käutner von der Stadt Düsseldorf der "Helmut-Käutner-Preis"1) vergeben.

Quelle (vorwiegend): Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Siehe auch Deutsches Filminstitut – DIF, www.deutsches-filmhaus.de, www.cyranos.ch
 
Weitere Filme*) von und mit Helmut Käutner
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de
3) Quelle: www.grimme-institut.de
Günther Hoffmann … spielte den Mark Rainer.
  
Geboren am 1. Januar 1942.
 
Günther Hoffmann wuchs zunächst bei seiner Großmutter auf, da seine Mutter in einer zweiten Ehe lebte; sein Vater Fritz Walter war kurz vor seiner Geburt im Krieg gefallen. Später holte seine Mutter ihn wieder zu sich und verschaffte ihm einen Platz an einer Lehranstalt, wo er zunächst die Fächer Erdkunde, Altdeutsch und Arithmantik studierte, um später als fachkundiger Lehrer zu unterrichten. Die Rolle des Sigi Bernhard in Bernhard Wickis Meisterwerk "Die Brücke"1) (1959) verschaffte ihm sein damaliger Deutschlehrer Ludewig von Hohenfeld, der die Klasse auch noch in Theater und Musik unterrichtete. Nach seinem Abgang von der Schule fuhr Günther Hoffmann mit der Schauspielerei fort – jedoch blieb die Mitwirkung in "Die Brücke" sein einziger größerer Erfolg. Zu seinen letzten Auftritten vor der Kamera zählen die "Tatort"-Folge "Feuerkämpfer"2) (2006) und die Episode "Irrwege" (2008) aus der Serie "R.I.S. – Die Sprache der Toten"1).

Hoffmann heiratete am 5. März 1962 Marianne Eheberg, seine Tochter Janina Hoffmann (heute Lutenberg) schauspielert heute ebenfalls. Günther Hoffmann gab die Schauspielerei inzwischen auf.
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Günther Hoffmann
 
Link: 1) Wikipedia, 2) tatort-fundus.de
Wolfram Schaerf … spielte den ominösen Kevin Jason, der Inspektor Wallace mit einer Waffe zu Hause überfallen hat.
  
Geboren am 29. Juni 1922 in Berlin,
gestorben am 24. April 1992 in Hamburg.

Der gebürtige Berliner Schaerf absolvierte zunächst seine Schauspielausbildung in Wernigerode, um dann über Jahre hinweg an verschiedenen Bühnen seiner Geburtsstadt zu wirken. Nach Kriegsende gehörte er zwischen 1953 und 1961 zum Ensemble des "Deutschen Theaters" in Ost-Berlin, ehe er 1961 in die Bundesrepublik übersiedelte. Es folgten Bühnenengagements u. a. in Frankfurt, Berlin, an den "Hamburger Kammerspielen" sowie bei verschiedenen Tourneetheatern. Dabei arbeitete er sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur, wobei er vorwiegend Boulevardstücke inszenierte.

Bereits 1950 gab Schaerf in der DEFA-Produktion "Semmelweis – Retter der Mütter"1) neben Karl Paryla und Camilla Spira mit einem kleinen Part sein Leinwanddebüt. Zu seinen weiteren Kinofilmen zählen Viscontis Film-Biographie "Ludwig II."1) (1972) und der Streifen "Frühling auf Immenhof"1) (1974). Doch vor allem fand Schaerf beim Fernsehen ein breites Betätigungsfeld, seit Mitte der 1950er Jahre spielte er zahlreiche Rollen in Einzelproduktionen und Serien. Nach seinem Auftritt als Buchmacher Andrew Elton in dem legendären Straßenfeger "Die Gentlemen bitten zur Kasse"2) (1966) mimte er beispielsweise in Robert A. Stemmles historischem TV-Drama "Rasputin" (1966) an der Seite von Protagonist Herbert Stass den russischen Zaren. Er zeigte sich unter anderem in dem Durbridge-Mehrteiler "Ein Mann namens Harry Brent" (1968), in dem Dokumentarspiel "Marinemeuterei 1917"1) (1969), in dem Zweiteiler "Millionen nach Maß"3) (1970, mit Curd Jürgens), in der zweiteiligen Surminski-Verfilmung "Kudenow oder An fremden Wassern weinen"4) (1981) oder in Wolfgang Staudtes Familiensaga "Die Pawlaks"2) (1982). Außerdem übernahm er Gastrollen in zahlreichen Serien wie "Hamburg – Transit", "Percy Stuart", "Unter einem Dach", "Schwarzwaldklinik" und "Großstadtrevier". (…) Seinen letzten Fernsehauftritt hatte Schaerf in der ZDF-Vorabendserie "Der Landarzt"1), in der er von 1987 bis 1989 mit der Rolle des Verlegers Wilhelm Fletsch in Erscheinung trat.
Darüber hinaus war Schaerf auch in der Synchronisation sehr aktiv und wirkte bei zahlreichen Hörspielproduktionen mit.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wolfram Schaerf
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) Die Krimihomepage, 4) fernsehserien.de

Annemarie Schlaebitz … spielte die Mrs. Green.
  
Geboren am 3. April 1926 in Köln.

Weitere Filme*) mit Annemarie Schlaebitz
Johannes Grossmann … spielte den Filey.
 
Geboren am 3. März 1931 in Breslau (heute Polen),
gestorben am 31. Juli 2014 in Gummersbach (bei Köln).
 
Johannes Grossmann gehörte ab 1953 für zwei Jahre zum Ensemble der "Städtischen Bühnen Mainz", danach wechselte er 1955 zum "Staatstheater Kassel", wo er bis 1957 auf der Bühne stand. Anschließend spielte der Schauspieler am Theater der Stadt Baden-Baden; auch am "Düsseldorfer Schauspielhaus" zeigte Grossmann, der seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Ehefrau Rotraut in Köln lebte, seine darstellerische Kunst.  
In verschiedenen Fernsehproduktionen war Grossmann seit Ende der 1950er Jahre meist mit prägnanten Nebenrollen zu sehen. Zu seiner Serien-Filmografie zählten in den 1960er und 1970er Jahren so populäre Produktionen wie "Das Kriminalmuseum", "Die Seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", "Hamburg Transit" und "Butler Parker". In den 1980ern sah man ihn unter anderem in dem Quotenrenner "Diese Drombuschs" (1983), in dem Dauerbrenner "Großstadtrevier" sowie in verschiedenen "Tatort"-Folgen, unter anderem in "Kein Kinderspiel"1) (1980) und "Blütenträume" (1983). Zuletzt spielte Grossmann Mitte der 1990er Jahre 75 Folgen lang den Krankenhauschef Professor Dr. Wilhelm Himmel in der RTL-Serie "Stadtklinik"1)
Auch in einigen Kinoproduktionen wirkte Grossmann mit, so als Unteroffizier Weiss in Alfred Weidenmanns Kriegsstreifen "Der Stern von Afrika"1) (1957), als Hauptmann von Falckenstein in Werner Klinglers Kriegsfilm "Blitzmädels an die Front" (1958), als Fähnrich Hochbauer in Frank Wisbars Widerstands-Drama "Fabrik der Offiziere"1) (1960) und als Schramm in Jürgen Rolands Romanverfilmung "Der Transport"1) (1961).
 
Grossmann starb überraschend im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Gummersbach bei Köln an den Folgen eines Schlaganfalls. In erster Ehe war er mit der Schauspielerin und Theaterleiterin Katinka Hoffmann1), seit 1975 mit seiner Kollegin Rotraut Rieger verheiratet, mit der er auch in vielen Produktionen aufgetreten ist → filmmakers.de.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Johannes Grossmann (auch: Johannes Großmann)
 
Link: 1) Wikipedia
Lilly Towska … spielte die Haushälterin Olive.
 
Geboren am 31. Januar 1901 (laut Friedhofsverwaltung),
gestorben am 27. April 1995 in Köln.
 
Lilly Towska war bis 1948 an Berliner Bühnen tätig, zur Spielzeit 1950/51 wechselte sie an die " Städtischen Bühnen Oberhausen", spielte am "Theater der Stadt Bonn" (1951 – 1954) und am "Stadttheater in Aachen" (1954 – 1956). Danach wirkte sie an den "Bühnen der Stadt Köln".
Lilly Towska trat auch in verschiedenen Film-, Fernseh- sowie Hörspielproduktionen in Erscheinung. Darunter befanden sich in den 1950er Jahren einige Hörspiele der populären "Paul Temple"-Reihe1) des NWDR bzw. WDR von Francis Durbridge → Auswahl der Hörspiele bei Wikipedia. Zudem war sie als Synchronsprecherin tätig.
Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte sie mit einem kleinen Part in dem Abenteuer "Frauen für Golden Hill"2) (1938) gemacht, danach wirkte sie vorerst nur noch in dem Melodram "Die unvollkommene Liebe"2) (1940) mit. Ihre Laufbahn als Filmschauspielerin setzte sie erst 20 Jahre später mit TV-Produktionen fort und zeigte sich unter der Regie von Hans Quest als Mabel in der Bühnenadaption bzw. der Komödie "Die erste Mrs. Selby" (1960) des britisch-irischen Dramatikers St. John Ervine. In der Familienserie "Oben und unten"3) (1960/61) mimte sie die Ehefrau des Gemüsegroßhändlers Max Bertram (Otto Braml), in "Der Fall Sacco und Vanzetti"4) (1963), einer szenischen Dokumentation über die in den USA des Doppelmordes beschuldigten Männer Sacco (Robert Freitag) und Vanzetti (Günther Neutze), die trotz mangelnder Beweise auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurden, die Mary Splaine → "Sacco und Vanzetti" bei Wikipedia. Auftritte unter anderem in den Durbridge-Straßenfegern "Die Schlüssel"5) (1965), "Ein Mann namens Harry Brent" (1968) schlossen sich an, in der Bühnenadaption "Thomas Chatterton"1) von Hans Henny Jahnn1) über den englischen Dichter "Thomas Chatterton"1) (1970) verkörperte sie die Mutter Sarah des von Ulrich Faulhaber gespielten jungen talentierten Künstlers, der mit nur 17 Jahren durch Suizid aus dem Leben schied. Nach der Rolle der Witwe Mrs. Barkamb in dem zweiteiligen Krimi "Lady Audleys Geheimnis"5) (1978) übernahm sie nur noch Krzysztof Zanussis1) Drama "Wege in der Nacht" (1979) eine Rolle in einem TV-Film → www.spiegel.de.
Die Schauspielerin starb im hohen Alter von 94 Jahren am 27. April 1995 in Köln, die Trauerfeier für Lilly Towska-Tornow fand am 8. Mai 1995 auf dem Westfriedhof in Köln-Bocklemünd statt.6) Beigesetzt wurde sie auf dem Kölner Friedhof "Melaten" (Lit. K: 268).
 
Quelle (unter anderem):
Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961) sowie
Wikipedia (abgerufen 16.03.2012) und www.cyranos.ch

Grabstelle Lilly Towska
© Wilfried Paqué

Grabstelle Lilly Towska; Copyright Wilfried Paqué
Weitere Filme*) mit Lilly Towska (auch Lilly Towsko)
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung, 3) fernsehserien.de, 4) Die Krimihomepage, 5) Beschreibung innerhalb dieser HP
6) Traueranzeige im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Nr. 102, 03.05.1995)
*) Link: Internet Movie Database
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