Die Schlüssel
"Die Schlüssel" war die fünfte mehrteilige TV-Verfilmung nach einem Originaldrehbuch des britischen Krimi-Autors Francis Durbridge1) (1912 – 1998) im deutschen Fernsehen. Damit wurde eine Reihe von Quotenrennern fortgesetzt, die in die TV-Geschichte als "Straßenfeger" eingingen. Begonnen hatte alles 1959 mit der auf sechs Folgen ausgelegten spannenden Mini-Serie "Der Andere"2), nach "Es ist soweit"2) (1960) erreichte das Durbridge-Fieber 1962 mit dem legendären Krimi-Klassiker "Das Halstuch"2) einen ersten Höhepunkt. Ein Jahr später fieberten die Zuschauer mit "Tim Frazer"2) (1963), der auf sechs recht kurze Episoden ausgelegte Nachfolger "Tim Frazer: Der Fall Salinger" (1964) brachte dann jedoch nicht mehr den gewünschten Erfolg. Die Macher entschieden sich nun dafür, das Drehbuch von Durbridge – im Original "The Desperate People" – als Dreiteiler zu konzipieren und nicht mehr künstlich in die Länge zu ziehen. Am 18. Januar 1965 flimmerte die erste Folge über die noch schwarz-weißen Bildschirme.
Der Erfolg gab ihnen recht, erneut erreichte der Mehrteiler eine hohe Akzeptanz und geriet zu einer der beliebtesten Produktionen des Jahres 1965 – nicht zuletzt auch wegen der hervorragenden Besetzung. Hinter der Kamera stand Paul May1) (1909 – 1976), der sich bereits als Regisseur zahlreicher Spielfilme einen Namen gemacht hatte.
Wie auch schon bei den vorhergehenden Durbridge-Verfilmungen, hatte man erneut hochkarätige Schauspieler gewinnen können, allen voran Albert Lieven, der ja bereits in "Der Andere" und im "Halstuch" als Hauptverdächtiger Furore gemacht hatte, diesmal jedoch den Ermittler von Scotland Yard mimte. Auch Harald Leipnitz, der den Protagonisten Eric Martin spielte, war kein Unbekannter, hatte er sich doch gerade mit dem Wallace-Krimi "Die Gruft mit dem Rätselschloss"(1964) als Publikumsmagnet empfohlen. Prominente Darsteller wie Dagmar Altrichter, Friedrich Joloff, Hans Quest, Benno Hoffmann oder Reinhard Glemnitz verliehen den weiteren Figuren eindrucksvoll Profil und auch die kleinste Nebenrolle war exzellent besetzt.
 
Die spannende, vom WDR produzierte Geschichte beginnt damit, dass der ehemalige Soldat und Lebemann Philip Martin (Peter Thom) erschossen in einem englischen Landhotel aufgefunden wird. Sein Bruder, der Modefotograf Eric Martin (Harald Leipnitz) glaubt nicht an einen Selbstmord und ermittelt zunächst alleine, dann mit Hilfe von Scotland Yard-Inspektor Hyde (Albert Lieven). Im Laufe der Handlung tauchen viele verdächtige Gestalten auf, so beispielsweise eine schöne Hotelbesitzerin (Dagmar Altrichter) und ihr merkwürdiger Bruder (Hans Quest), ein dubioser Arzt (Helmut Peine) und ein zwielichtiges Ehepaar (Magda Hennings/Reinhard Glemnitz). Das große Rätselraten um einen mysteriösen Schlüssel und ein weiterer Mord hält nicht nur die Zuschauer in Atem …
 
Der Inhalt im Einzelnen (Quelle: Die Krimihomepage mit vielen weiteren Infos):

Erster Teil (Erstausstrahlung: 18.01.1965, Länge 80 Minuten)
Eric Martin (Harald Leipnitz), ein bekannter Londoner Modefotograf erhält Besuch von seinem Bruder Philip (Peter Thom), der aus Hamburg vom Wehrdienst zurückkehrt. Dieser erzählt ihm eine merkwürdige Geschichte: er müsse noch am selben Tag weiter nach Dublin reisen, weil ein irischer Kamerad namens Sean Reynolds in Hamburg überfahren worden sei. Der Besuch soll der Witwe Reynolds' gelten. Als Philip abfährt, kann Eric nicht wissen, dass er seinen Bruder das letzte Mal lebend gesehen hat. Wenige Tage später wird er tot im Royal-Falcon-Hotel in Maidenhaid aufgefunden. Zunächst sieht es wie Selbstmord aus. Wie sich schnell herausstellt, ist Philip niemals nach Irland gefahren, sondern sofort in diesem Hotel abgestiegen, wo er mehrere Tage verbracht und immer im Lesesaal einen Gedichtband gelesen hat. Inspektor Hyde (Albert Lieven) von Scotland Yard werden die Ermittlungen übertragen. Schnell hat dieser den Verdacht, dass Eric Martin mit der Geschichte etwas zu tun hat. Der Verdacht erhärtet sich, als sich die Geschichte von dem toten irischen Kameraden als falsch herausstellt und auch das Foto des angeblichen Ehepaares Reynolds verschwunden ist. Nachdem Andy Wilson (Christian Wolff), ein ehemaliger Kamerad Philips, Eric Martin aufgesucht hat, wird dieser aus einem fahrenden Auto niedergeschossen. Wenig später erhält Eric ein Foto seines Bruders zugeschickt, das zuvor im Schaukasten seines Ateliers hing. Darauf steht eine deutliche Drohung. Was noch viel seltsamer ist: statt Philips Foto hängt dort jetzt jenes des angeblichen Sean Reynolds mit seiner Frau, die darauf Akkordeon spielt. Eric lässt sich nicht von seinen eigenen Ermittlungen abhalten und ermittelt auf eigene Faust. Alle Spuren führen in das Royal-Falcon-Hotel: dort gibt ihm der Hausdiener Arthur (Gert Wiedenhofen) einen Schlüssel, den das Zimmermädchen in Philips Zimmer gefunden hat. Merkwürdigerweise beginnen sich mehrere Personen ausgerechnet für diesen Schlüssel zu interessieren: unter anderem behaupten sowohl die Hotelbesitzerin Mrs. Curtis (Dagmar Altrichter) als auch ihr Bruder Thomas Quayle (Hans Quest), dass der Schlüssel ihr Eigentum sei …
 

Zweiter Teil (Erstausstrahlung 20.01.1965, Länge 74 Minuten)
Im Kofferraum seines Wagens findet Eric Martin (Harald Leipnitz) die Leiche des Antiquitätenhändlers Thomas Quayle (Hans Quest). Im Keller des Antiquitätenhändlers finden sich indessen zahlreiche Abzüge des Fotos, das das angebliche Ehepaar Reynolds zeigt. Da Eric Martin der erste am Tatort war, wird er von der Polizei gleich stundenlang verhört. Inspektor Hyde (Albert Lieven) findet heraus, dass auf den Abzügen des Bildes von Sean Reynolds und seiner Frau die Fingerstellung auf dem Akkordeon stets eine andere ist. Er lässt die Töne nachspielen, es kommen jedoch nur Misstöne zustande. Als Eric nach Hause kommt, überrascht er den Gangster Cliff Fletcher (Benno Hoffmann), der seine Wohnung nach dem Schlüssel durchsucht. Es kommt zu einem Handgemenge, bei dem Fletcher seine Brieftasche verliert und türmen kann. In der Brieftasche findet sich die Eintrittskarte zu einem Tanzabend, auf der Rückseite stehen drei Namen: Lancelot Harris (Bum Krüger), Philip Martin (Peter Thom) und Andy Wilson (Christian Wolff). Eric beschließt mit seiner Sekretärin Ruth (Ruth Scheerbarth) auf das Fest zu gehen. Die Überraschung ist groß, als dort plötzlich das Ehepaar von der mysteriösen Fotografie zur Tür hereinkommt. Es handelt sich dabei in Wirklichkeit um den Soldaten Norman Stansdale (Reinhard Glemnitz) und seine Frau Freda (Magda Hennings). Sie erzählen Eric Martin eine haarsträubende, fast unglaubliche Geschichte …
 

Dritter Teil (Erstausstrahlung 22.01.1965, Länge 78 Minuten)
Andy Wilson (Christian Wolff) hat Eric Martin (Harald Leipnitz) gebeten, ein Schließfach zu erneuern. Eric findet darin einen Koffer und nimmt ihn mit nach Hause. Als er ihn öffnet, traut er seinen Augen kaum: darin befinden sich nämlich über eine Million Deutsche Mark. Der Gangster Eddie Meadows (Henry van Lyck) gibt sich als Beamter von Scotland Yard aus, um an den Koffer zu gelangen, doch in diesem Moment ruft Inspektor Hyde (Albert Lieven) an. Meadows bedroht Eric nun mit einer Waffe. Sein Komplize, der vor Erics Atelier wartet, kann türmen, bevor die Polizei eintrifft. Meadows wird festgenommen. Inspektor Hyde glaubt nun allmählich an die Unschuld Erics und stellt fest, dass das Geld aus dem Koffer aus einem Bankraub in Hamburg stammt, in den mehrere Personen aus London, unter anderem auch Erics Bruder, verwickelt waren. Alle Fäden laufen im Royal-Falcon-Hotel zusammen. Der Fall nimmt eine unerwartete Wendung …

Bereits 1962 war das Originaldrehbuch "The Desperate People" von der BBC verfilmt und sechs Abende lang in wöchentlichem Abstand ab 24. Februar 1963 ausgestrahlt worden. Paul Mays deutsche Version fand bei den Zuschauern ein großes Interesse, wohl auch deshalb, weil May die Story straff inszeniert hatte und die Verfilmung nicht mehr ganz so kammerspielartig wie die vorhergehenden Umsetzungen der Durbridge-Stoffe war. Gelungene Einstellungen, schöne Kulissen sowie Außenaufnahmen, unter anderem im Hafen von Rotterdam und im Kölner Königsforst, lockerten die Szenen auf. Die Übersetzung des Original-Drehbuchs hatte wieder Marianne de Barde abgeliefert, die gelungene musikalische Untermalung stammte von Peter Thomas1). Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass "Halstuch"-Regisseur Hans Quest, der ja auch für "Es ist soweit" und "Tim Frazer" verantwortlich gezeichnet hatte, aus gesundheitlichen Gründen diesmal nicht hinter der Kamera stehen konnte. Dass er dennoch mit einer darstellerischen Aufgabe betraut wurde, freute den Filmemacher und Schauspieler um so mehr, wie er damals in einigen Interviews zum Ausdruck brachte.
 
Der Kriminalroman "The Desperate People" erschien in der Originalausgabe 1966, in der deutschen Übersetzung ("Die Schlüssel") ein Jahr später. Inzwischen ist der Krimi-Klassiker zusammen mit "Das Halstuch" in der Reihe "Straßenfeger" auf DVD erschienen (Straßenfeger 02: Das Halstuch/Die Schlüssel), was nicht nur Durbridge-Fans freuen dürfte. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch eine Kurzdokumentation "Straßenfeger – Das Phänomen" sowie ein ca. 40-minütiges Interview mit Darsteller Reinhard Glemnitz.
  

Siehe auch Die Krimihomepage; weitere Links bei www.wunschliste.de

1) Der Link führt zu Wikipedia
2) Der Link führt zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz

Die Akteure:
Harald Leipnitz

Harald Leipnitz; Copyright Virginia Shue

… spielte den Modefotografen Eric Martin.
 
Geboren am 22. April 1926 in Wuppertal,
gestorben am 21. November 2000 in München.
 
Kurzportrait zu Harald Leipnitz  innerhalb dieser Homepage
  
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de 

Weitere Filme*) mit Harald Leipnitz
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Albert Lieven … spielte den ermittelnden Beamten von Scotland Yard, Inspektor Hyde.
 
Geboren am 23. Juni 1906 in Hohenstein/Ostpreußen
gestorben am 16. Dezember 1971 in London.
 
Kurzportrait zu Albert Lieven innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch; Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Albert Lieven

Peter Thom … spielte den ermordeten Philip Martin.
 
Geboren am 6. Februar 1935 in Berlin, gestorben 2005.
 
Aufgewachsen in Hannover, begann Thom nach der mittleren Reife zunächst eine Bäckerlehre, die er jedoch nach einem halben Jahr wieder abbrach, um sich 1952 an der Schauspielschule in Hannover zu bewerben. Die Verantwortlichen erkannten Thoms Talent und er wurde angenommen. Nach einer knapp zweijährigen Ausbildung gab er sein Debüt an der Landesbühne Hannover, eine weitere Station wurden dann das Niedersächsische Staatstheater Hannover (1957/58). 1959 ging Thom nach Berlin, spielte an der "Tribüne" (1959) sowie zwischen 1962 und 1969 an der "Schaubühne am Halleschen Ufer". Seit 1978 arbeitete er in München am Bayerischen Staatsschauspiel, seit 1983 auch am neu eröffneten Münchner Volkstheater.

Zum Film kam Peter Thom Ende der 1950er Jahre und spielte eine seiner ersten Kinorollen im Märchenfilm "Die Bremer Stadtmusikanten" (1959). Es folgten Auftritte in "Der Jugendrichter" (1960, mit Heinz Rühmann), "Die junge Sünderin" (1960) oder "Die neuen Leiden des jungen W." (1976). Im TV spielte er in Serien wie "Kriminalmuseum" oder "Die schnelle Gerdi".
Als Synchronsprecher war er meist in Nebenrollen zu hören: Hakan Serner ("Lieber John"), Michel Tureau ("Biribi"), Dan Duryea ("Wirbelwind der Liebe") oder Leonard Kinskey ("Casablanca", Neufassung von 1975).

Quelle unter anderem: www.deutsche-synchronsprecher.de

Weitere Filme*) mit Peter Thom
Dagmar Altrichter … spielte die Hotelbesitzerin Vanessa Curtis.
 
Geboren am 20. September 1924 in Berlin-Wilmersdorf,
gestorben am 20. Juli 2010 in Lüdersdorf (Ortsteil von Lübberstorf in Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern).

Altrichter begann zwischen 1940 und 1942 eine Ausbildung an der Berliner Schauspielschule, wechselte jedoch vor ihrem Abschluss an das Landestheater Mark Brandenburg. Ihr erstes Engagement hatte sie am Theater am Kurfürstendamm. Später war Altrichter mit einem breitgefächerten Rollenrepertoire an zahlreichen Hamburger Häusern vertreten. Bereits nach dem Krieg hörte man ihre charakteristische Stimme zudem in zahlreichen Radio-Hörspielen (u. a. von Helmut Käutner), die heute als Klassiker gelten.

Seit den 1960er Jahren stand sie in Kinofilmen und Fernsehspielen vor der Kamera, etwa in "Meines Vaters Pferde" (1954) und "Fisch zu viert". Hauptsächlich war sie aber als deutsche Synchronstimme für zahlreiche Hollywoodgrößen tätig, u. a. für Ingrid Bergman (in "Mord im Orient-Express"), Ava Gardner, Elizabeth Taylor, Deborah Kerr, Maggie Smith (in "Eine Leiche zum Dessert"), Lily Tomlin (in "Solo für Zwei"), Janet Leigh (in "The Fog – Nebel des Grauens", 1980) und vor allem Angela Lansbury in der Fernsehserie "Mord ist ihr Hobby".
1991 hatte sie einen Kurzauftritt in Loriots Kinofilm "Pappa ante portas". Zuletzt stand Dagmar Altrichter zu ihrem 80. Geburtstag auf der Bühne, als sie in Wuppertal, Duisburg und Bochum im Stück "Amnesie" ihres Sohnes Andreas Schnabel die Rolle der Konsulin Mehlmann spielte (siehe auch den Artikel bei www.wz-niederrhein.de)

Dagmar Altrichter hinterließ drei Kinder, die promovierte Kulturwissenschaftlerin und Hörspiel–Autorin Viola Altrichter, den Journalisten, NDR–Redakteur und Kochbuch–Autor Michael Altrichter sowie den freien Autor Andreas Schnabel.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2010)
Siehe auch den Nachruf bei www.ostsee-zeitung.de)
 
Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Dagmar Altrichter

Hans Quest … spielte den Antiquitätenhändler Thomas Quayle, Bruder von Vanessa Curtis.
 
Geboren am 20. August 1915 in Herford,
gestorben am 29. März 1997 in München.
 
Kurzportrait zu Hans Quest innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Hans Quest

Friedrich Joloff … spielte den Douglas Talbot.
 
Geboren am 14. Dezember 1908 in Berlin als Friedrich Jolowicz,
gestorben am 4. Januar 1988 in Verden an der Aller.
 
Kurzportrait zu Friedrich Joloff innerhalb dieser Homepage
  
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Friedrich Joloff

Helmut Peine … spielte den deutschen Arzt Dr. Linderhof, der auch im Royal-Falcon-Hotel wohnt.
 
Geboren am 5. Mai 1902 in Magdeburg,
gestorben am 28. August 1970 in Düsseldorf.
 
Peine besuchte keine Schauspielschule, sondern erarbeite sich seine Schauspielfähigkeiten selbst. Er war vor allem in Hamburg als Schauspieler tätig. Ab 1950 war er häufiger in westdeutschen Kinoproduktionen zu sehen, wie z.B. "Sensation in San Remo" (1951, mit Marika Rökk) oder "Gift im Zoo" (1952, mit Carl Raddatz). Ab 1958 arbeitete Peine dann auch für das Fernsehen. So war er in mehreren Stahlnetz-Folgen zu sehen. Als Synchronschauspieler lieh er u. . George Coulouris ("Doktor ahoi!") oder Sidney James ("Duell am Steuer") seine Stimme.

Quelle: www.deutsche-synchronsprecher.de

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Helmut Peine

Ruth Scheerbarth … spielte die Ruth Sanders, Sekretärin von Eric Martin.
 
Geboren am 12. August 1927 in Friedrichshafen.
 
Nach dem Lyzeum absolvierte Ruth (Eva Franziska) Scheerbarth eine Schauspielausbildung bei dem Kammersänger und Schauspieler Professor Carl Clewing1) (1884 – 1954) sowie bei Eva Fiebig2) (1900 – 1984). Ihr Bühnendebüt gab sie 1947 in Baden-Baden (Kleines Theater). Anfang der 1950er Jahre ging Ruth Scheerbarth nach Berlin, spielte 1951 am "Schloßpark-Theater". Mit Unterbrechung – zur Spielzeit 1952/53 war sie in Flensburg engagiert – wirkte die Schauspielerin seit 1955 an Berliner Bühnen, so beispielsweise an der "Tribüne", der "Vagantenbühne" und dem "Hebbel-Theater".
Neben ihrer Tätigkeit für Theater und Fernsehen produzierte Ruth Scheerbarth auch Hörspiele für Kinder und Jugendliche, führte bei diesen Produktionen auch Regie. Zu nennen sind etwa Kästner-Hörspiele wie "Das doppelte Lottchen" oder die Karl May-Abenteuer um Winnetou.
  
Weitere Filme*) mit Ruth Scheerbarth
 
1) Der Link führt zu Wikipedia - 2) Der Link führt zu www.filmmuseum-hamburg.de
Reinhard Glemnitz … spielte den Soldaten Norman Stansdale.
 
Geboren am 27. November 1930 im damals schlesischen Breslau.
 
Kurzbiografie zu Reinhard Glemnitz innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Reinhard Glemnitz

Magda Hennings … spielte die Freda Stansdale, Ehefrau von Norman Stansdale.
 
Geboren in Danzig.

Weitere Filme*) mit Magda Hennings
Christian Wolff … spielte den Andy Wilson, ehemaliger Kamerad des ermordeten Philip Martin.
 
Geboren am 11. März 1938 in Berlin.
 
Kurzportrait zu Christian Wolff  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Christian Wolff

Anna Smolik … spielte Clare Seldon, Kundin beim Antiquitätenhändler Thomas Quayle.
 
Geboren am 3. Oktober 1928 in Wien.
 
Nach dem Besuch einer Klosterschule machte Anna Smolik eine Ausbildung zur Schauspielerin bei Maria Eis1) (1896 – 1954) und Gisela Wilke (1892 – 1958), nahm gleichzeitig Ballettuntericht bei Hedy Pfundmayer, lange Jahre erste Solotänzerin an der Wiener Staatsoper.
Seit 1945 wirkte Anna Smolik am Landestheater in Linz sowie am Wiener Burgtheater, weitere Stationen ihrer Theatertätigkeit wurden das "Tiroler Landestheater" in Innsbruck (1950), das Theater der Stadt Baden-Baden (1954/55), das Badische Staatstheater in Karlsruhe (1956 – 1959) sowie die Bühnen der Stadt Köln (1961).
 
Quelle: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961)
 
Anna Smolik war seit 1964 mit ihrem Schauspielerkollegen Benno Hoffmann verheiratet, der 2005 verstarb.
 
Weitere Filme*) mit Anna Smolik
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
Gert Wiedenhofen … spielte den Hoteldiener Arthur.
 
Geboren am 26. Dezember 1927 in Düsseldorf,
gestorben am 19. Februar 2001.
 
Der Sohn eines promovierten Rechtsanwaltes studierte nach dem Abitur an der Universität Köln Jura und Theaterwissenschaften, entschied sich dann für die künstlerische Laufbahn und absolvierte die Staatliche Schauspielschule in Hamburg sowie das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Anschließend sammelte er erste Bühnenerfahrungen am Theater der Stadt Heilbronn und dem Theater in Baden-Baden, weitere Stationen als Schauspieler wurden unter anderem Frankfurt, München und Berlin.
Gert Wiedenhofen glänzte in vielen schönen Rollen seines Fachs, führte darüber hinaus lange Jahre ein eigenes kleines Kabarett.Theater in Berlin.
Erste Erfahrungen vor der Kamera machte Wiedenhofen in dem Kinostreifen "Die Nacht ohne Moral" (1953), war in weiteren Produktionen wie "Majestät auf Abwegen" (1958), "Das Rätsel der grünen Spinne" (1960) oder "Scotland Yard jagt Dr. Mabuse" (1963) mit kleineren Rollen vertreten.
Im Fernsehen spielte er bis Ende der 1980er Jahre in über 150 TV-Spielen und Serien meist ebenfalls Randfiguren, zur Serien-Filmografie zählen Quotenrenner wie "Graf Yoster gibt sich die Ehre", "Derrick", "Der Fahnder" oder "Anwalt Abel".

Weitere Filme*) mit Gert Wiedenhofen
Walo Lüönd … spielte den Inspektor Lang.
 
Geboren am 13. April 1927 in Zug (Schweiz).
 
Walo Lüönd ist der Sohn des Konditors Oswald Lüönd. Er ging in Zug zur Schule und erlernte von 1942 bis 1946 das Handwerk des Herrenschneiders. Erste Auftritte hatte er ab 1949 am Schauspielhaus und beim Cabaret Fédéral in Zürich. Seit 1962 arbeitet er auch für Fernsehen und Film. Er ist seit 1957 mit der Schauspielerin Eva-Maria Bendig verheiratet und hat zwei Söhne, Daniel (1957 – 1987) und Oliver (geb. 1958). Lüönd wohnt abwechslungsweise im Tessiner Maggiatal und im Engadin, ist aber heimatberechtigt in Rothenthurm im Kanton Schwyz.
Er ist vor allem bekannt durch seine Hauptrollen in den Filmen "Dällebach Kari" (1970) und "Die Schweizermacher" (1978) an der Seite von Emil Steinberger sowie die Rolle des Rodriguez in der ARD-Serie "Auf Achse". Er war auch lange bei Radio DRS tätig, als Familienvater Nydegger. (Quelle: Wikipedia; Stand Januar 2009)

Die 80er Jahre bildeten den Höhepunkt in seiner Karriere, ein Jahrzehnt, in dem er unzählige Filme drehte. Zu seinen bekanntesten Produktionen dieser Jahre gehören "Der Erfinder" (1980), "Die schwarze Spinne" (1983), "Einmal Ku'damm und zurück" (1985), "Gauner im Paradies" (1986), "Der Experte" (1988), "Die Dollarfalle" (1988) und "Goldjunge" (1988).
Bis heute ist Walo Lüönd ein gerngesehener Gast auf der Leinwand und auf dem Bildschirm geblieben, wobei er sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland regelmäßig zum Einsatz kommt. Zu seinen neueren Filmen gehören "Pumuckl und der blaue Klabauter" (1994), "Irrlichter" (1998), "Komiker" (2000), "Escape to Paradise" (2001), "Exit" (2002) und "Sternenberg" (2004).
Einen schweren Schicksalsschlag musste Walo Lüönd 1987 verkraften, als sein Sohn – der Schauspieler Daniel Lüönd – im Alter von 30 Jahren Selbstmord beging. (Quelle: www.cyranos.ch)

Weitere Filme*) mit Walo Lüönd
Peter Herkenrath … spielte den Sergeant Harrison.
 
Geboren am 29. Juli 1931 in Langenfeld (Rheinland). 
 
Nach einer Ballettausbildung nahm Herkenrath Schauspielunterricht bei Dirk Dautzenberg.
Als Balletttänzer debütierte Herkenrath in Krefeld, als Schauspieler in Oberhausen.
   
Weitere Filme*) mit Peter Herkenrath
Benno Hoffmann … spielte den Gangster Cliff Fletcher.
 
Geboren am 30. Mai 1919 in Süderbrarup,
gestorben am 9. März 2005 in Vomp (Österreich).

 
  Kurzportrait zu Benno Hoffmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Benno Hoffmann

Herta Worell … spielte die Miss Silence.
 
Geboren am 20. September 1912 in Olmütz,
gestorben am 5. April 1996 in München.
 
Sie lebte seit 1914 in Deutschland und nahm nach der Schule privaten Tanz-, Gesangs- und Schauspielunterricht in Berlin. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1932 an Victor Barnowskys Komödienhaus. Sie spielte bis  1945 als "flottes Mädel" an verschiedenen Berliner Bühnen (wie dem Theater in der Saarlandstraße) meist in Komödien und Operetten.
Seit 1933 war sie auch häufig im Kino zu sehen, obwohl ihr der große Durchbruch nie gelang. Herta Worell ließ sich nach dem Krieg in München nieder, wo sie von 1955 an vor allem an der Kleinen Komödie wirkte. Daneben gastierte sie in Frankfurt, Hamburg, Wien und Zürich.

Sie wurde auf dem Waldfriedhof in München, Gräberfeld 421, anonym bestattet.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)

Siehe auch www.cyranos.ch; Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Herta Worell

Annemarie Schlaebitz … spielte die Doreen.
 
Geboren am 3. April 1926 in Köln.

Weitere Filme*) mit Annemarie Schlaebitz
Rudolf Kleinfeld-Keller … spielte einen Blinden.
 
Geboren 1888, gestorben 1972 in Morsbach.
 
Weitere Filme*) mit Rudolf Kleinfeld-Keller
Bum Krüger … spielte den Lancelot Harris.
 
Geboren am 13. März 1906 in Berlin,
gestorben am 15. März 1971 in Berlin.
 
Kurzportrait zu Bum Krüger  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Bum Krüger

Henry van Lyck … spielte den Ganoven Eddie Meadows.
 
Geboren am 15. Januar 1941 als Rüdiger Leberecht in Köln.

Er wirkte u. a. in der deutsch-österreichischen Hotelserie "Ein Schloß am Wörthersee" mit, in der van Lyck den betrügerischen Bankier Thomas Kramer verkörpert. In der WDR-Serie "Tour de Ruhr" von Elke Heidenreich spielte er Anfang der 1980er Jahre den Ehemann von Marie-Luise Marjan. Beide Schauspieler wurden durch diese Rollen einem breiteren Publikum bekannt. In den frühen achtziger Jahren war Henry van Lyck in der ARD-Serie "Büro, Büro" als Herr Kalinke zu sehen.
Highlights wie "Zur Sache, Schätzchen" (1968) an der Seite von Uschi Glas, "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" (1975) und Werner Herzogs "Jeder für sich und Gott gegen alle" (1975) ließen den Charakterdarsteller zum Star werden.
 
Außerdem spielte van Lyck den Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Lotze in der Fernsehserie "Im Namen des Gesetzes", den "Herrn Schenk" in 2 Folgen der ARD-Kinderserie "Meister Eder und sein Pumuckl" und diverse Rollen in verschiedenen Folgen der ZDF-Krimiserien "Derrick“ und "Der Alte" und den Sebastian in der Realserie "Heidi".

Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)

Siehe auch www.presse-partner.de, www.mdr.de

Weitere Filme*) mit Henry van Lyck

Beatrice Föhr-Waldeck … spielte die Carol Lane.
 
Wie in "Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon" (1961) aufgeführt wird, war Beatrice Föhr-Waldeck seit 1954 am Schauspielhaus Zürich engagiert, 1956 wechselte sie an die Städtischen Bühnen in Essen. Ein Jahr später ging sie an die Bühnen der Stadt Köln, wo sie bis 1959 wirkte.
 
Weitere Filme*) mit Beatrice Föhr-Waldeck
Doris Seidel-Swoboda … spielte eine Krankenschwester.
 
Weitere Filme*) mit Doris Seidel-Swoboda
Waltraut Habicht … spielte die Peggy Grahame.
 
Geboren 1935 in Berlin.
 
Waltraut Habicht spielt Theater in Berlin und war auch schon in diversen Fernsehproduktionen als Schauspielerin zu sehen, u. a. als Frau Rust in "Praxis Bülowbogen" und "Dr. Sommerfeldt – Neues vom Bülowbogen".
Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte die Schauspielerin 1955 in dem für das Kino realisierten Märchenfilm "Dornröschen" gemacht, im Laufe der Jahre folgten Auftritte in etlichen TV-Filmen und -serien. Seit Ende Dezember 2009 bzw. Folge 27 ist sie die Stimme von Lady Bedfort1) in der gleichnamigen Hörspielreihe, nachdem Barbara Ratthey1), die seit Anfang 2007 brillant die Rolle der Lady Bedfort gesprochen hatte, am 18. Oktober 2009 nach langer Krankheit gestorben war.

Weitere Filme*) mit Waltraut Habicht (auch Waltraud Habicht)
 
Link: 1) Wikipedia
Lilly Towska … spielte die Joyce Naylor.
 
Geboren 1902, gestorben am 27. April 1995 in Köln.
 
Lilly Towska war bis 1948 an Berliner Bühnen tätig, zur Spielzeit 1950/51 wechselte sie an die Städtischen Bühnen Oberhausen, spielte am Theater der Stadt Bonn (1951 – 1954) und am Stadttheater in Aachen (1954 – 1956). Danach wirkte sie Bühnen der Stadt Köln.
 
Quelle:
Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961) 
  
Weitere Filme*) mit Lilly Towska (auch Lilly Towsko)
Heinz Schacht … spielte den Oscar Naylor.
 
Geboren am 21. April 1909 in Gevelsberg,
gestorben im Februar 1987.
 
Nach dem Abschluss der Oberrealschule absolvierte Heinz Schacht eine Ausbildung zum Schauspieler bei Friedrich Ettel1) (1890 – 1941), ein erstes Engagement erhielt er anschließend 1930 an den Städtischen Bühnen in Essen. Ein Jahr später wechselte er an das Schauspielhaus Zürich, wo er bis 1933 auf der Bühne stand. Eine weitere Station wurde dann unter anderem Königsberg. Nach dem 2. Weltkrieg war Schacht ab 1948 Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen in Köln.
Neben seiner Arbeit als Schauspieler war er auch als Bühnenautor tätig, schrieb unter anderem das Stück "Treffpunkt Standesamt".
Heinz Schacht war mit seiner Kollegin Else Sprenger verheiratet.
 
Quelle: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961)
 
Weitere Filme*) mit Heinz Schacht
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
*) Der Link führt zur "german.imdb.com" bzw. "imdb.com"
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