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Uschi Glas erhielt einen langfristigen Vertrag des Filmstudios
und trat in weiteren Krimis auf, wie beispielsweise in "Der
Mönch mit der Peitsche"1) (1967) oder "Der Gorilla von Soho"1) (1968).
Mit der witzigen May-Spils-Komödie "Zur Sache, Schätzchen"1)
und ihrer Rolle der " Barbara" wurde sie dann 1968 so
richtig populär und zum Leinwandstar; der Film selbst wurde zum
Kassenschlager, avancierte zum Kult-Film, Uschi Glas war in den
folgenden Jahren zunächst auf dieses "Schätzchen"-Image
festgelegt.
Man sah sie in einer Reihe von "Pauker"-Streifen wie
"Die Lümmel von der ersten Bank"1) (1968),
"Immer
Ärger mit den Paukern"1) (1968) oder "Pepe, der Paukerschreck"1) (1969)
sowie in leichten Unterhaltungsfilmen wie etwa "Hilfe, ich liebe Zwillinge"1) (1969)
mit " Schmusekönig" Roy Black, oder in Helmut Käutners Remake
"Die Feuerzangenbowle"1) (1970) mit Walter Giller. In den 1970ern
blieb Uschi Glas diesem Genre treu, mimte in zahllosen Filmen
das "kesse Mädel" und konnte sich erst allmählich mit
anspruchsvolleren Rollen zur ernsthaften Charakterdarstellerin
mausern.
Links: Uschi Glas in "Zur Sache, Schätzchen"
Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH
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Sie wandte sich verstärkt dem Boulevardtheater zu, erreichte vor allem
im Fernsehen mit Serien wie "Polizei-Inspektion 1"1) und "Unsere schönsten
Jahre"1) (1983) zusammen mit Elmar Wepper*) eine ungeheure Beliebtheit. In
den 80er Jahren avancierte das Duo Glas/Wepper zum "beliebtesten und
sympathischsten Paar des deutschen Fernsehens", 1990 bekamen beide den
"Bambi" als beliebtestes Filmpaar. Ab 1989 setzten Uschi Glas
und Elmar Wepper mit "Zwei Münchner in Hamburg"1) den Serienerfolg
fort: Uschi Glas ist die attraktive Julia Heininger und
Abteilungsleiterin einer Münchner Bank, die eine Filiale in Hamburg
übernehmen soll, Wepper der anfängliche Kontrahent
Dr. Ralf-Maria Sagerer, der ebenfalls nach Hamburg versetzt wird.
Im Verlaufe der turbulenten Familienserie kam es, wie es kommen
musste – bald sind Julia und Ralf-Maria ineinander verliebt und
heiraten.
Foto: © Rainer
Binder
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Rainer Binder zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Rainer Binder; das Foto darf nicht für andere Zwecke verwandt werden.)
*) Link: Kurzportrait innerhalb dieser HP
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Uschi Glas avancierte in den nächsten Jahren mit zahllosen Rollen zur
"Powerfrau" und "Quotenkönigin" des deutschen
Fernsehens. In der beliebten RTL-Serie "Ein Schloss am Wörthersee"1)
agierte sie ab 1992 als Elke Berger erneut an der Seite von Roy Black
und Pierre Brice, ab 1993 mimte
sie bei RTL fünf Jahre lang die "Tierärztin Christine",
eine Rolle, die sie sich selbst auf den Leib geschrieben hatte. Auf SAT1
begeisterte sie ab 1994 ein Millionenpublikum in der melodramatischen Serie "Anna Maria eine Frau geht ihren
Weg"1), zu der sie ebenfalls das Drehbuch geschrieben hatte.
Darüber hinaus tauchte sie in der beliebten Reihe "Klinik unter
Palmen"1) (1996) als Klinikchefin Dr. Helen Berger in Kuba
auf, der auch Frank Hofmann alias Klausjürgen Wussow nicht widerstehen
kann. 1997 spielte sie die
erfolgreiche Staatsanwältin Johanna Hohenberg in den Krimis "Mein Papa ist kein Mörder",
"Blutige Rache" und "60 Minuten Todesangst", ganz
auf Uschi Glas zugeschnitten war auch die Sat.1-Serie "Sylvia Eine Klasse für sich"1), wo sie
ab 1998 26 Episoden lang die Lehrerin
Sylvia Waldmann mimte. In jüngerer Zeit war Uschi Glas in Thrillern wie "Die Erpressung Ein teuflischer Pakt" (2001) oder Komödien wie "Drei unter einer Decke" (2003) auf dem Bildschirm präsent.
In dem Melodram "Alles Glück dieser Erde"2)
sah man sie 2003 unter anderem mit Filmstar Maximilian Schell in der Rolle der
anfangs armen Kellnerin Gundi Kirchner, in Peter Wecks
turbulenten Provinzposse um Liebe, Lug und Trug "Drei unter einer
Decke"2) war sie die Küchenchefin Annemarie Pichler wieder einmal an
der Seite von Elmar und Fritz Wepper sowie Heidelinde Weis.
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Zu Uschi Glas' Fernsehproduktionen der letzten Jahre zählt die turbulente
Heimatkomödie "Zwei am großen See"1),
welche im Februar 2004 ausgestrahlt wurde; an der Seite von Ruth Drexel
als Haushälterin Regina Lechner und Lebensgefährtin eines
wohlhabenden Mannes, verkörpert sie dessen bisher unbekannte Tochter
Antonia, die nach dem Tod ihres Vaters als Alleinerbin auftaucht, für
ziemliche Verwirrung sorgt und sich schließlich mit Regina Lechner
zusammenrauft. Fortgesetzt wurde die Geschichte im März bzw.
April 2005 mit "Zwei am großen See – Die
Eröffnung" und "Zwei am großen See – Angriff aufs
Paradies", in der beide nun ein Hotel führen und gegen die
"fiese" Konkurrenz kämpfen müssen; Ende April 2006 gab es
mit den Folgen "Große Gefühle" und "Feindliche
Übernahme" weitere melodramatische Geschichten.
Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir
freundlicherweise von
dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
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Leichte Unterhaltungskost bot auch der im September 2006 ausgestrahlte
TV-Film "Eine Liebe im September"2) nach Motiven des Utta Danella-Romans
"Quartett im September". In dem romantischen Liebesfilm mimte
Uschi Glas vor einer Traumkulisse die erfolgreiche Redakteurin Vera Benthaus,
welche über ihr Leben, vor allem aber ihre Beziehung mit dem Chefredakteur Gert Rothbaum
(Wolf Roth) nachdenken will, der sie zunehmend vernachlässigt.
Kurzentschlossen nimmt Vera Urlaub, besucht ihre Freundin Amelie (Gila von Weitershausen),
die es sich in einem luxuriösen Hotel in der Oberlausitz gut gehen lässt.
Wie sollte es anders sein, die Pferdenärrin Vera lernt während eines Reitausflugs
bald einen attraktiven Mann kennen, den
geheimnisvollen Robert Gerlach (Peter Bongartz) das Happy End ist vorprogrammiert.
Ein ganz auf die Protagonistin Uschi Glas zugeschnittener TV-Film war das
von Walter Bannert in Szene gesetzte und Mitte März 2008 in der ARD
ausgestrahlte Familien-Melodram "Wieder daheim"2). Hier agiert die
Glas als moderne, in den USA lebende Investmentbankerin Maren Bertram, die
nach mehr als zwei Jahrzehnten auf den elterlichen Bauernhof in Bayern
zurückkehrt. Dabei muss sie nicht nur gegen das angespannte Verhältnis zu ihrem
grantigen Vater Maximilian (Horst Sachtleben) ankämpfen sondern auch noch
um den Fortbestand ihres Elternhauses bangen. Um das Anwesen, inzwischen
Zufluchtsort für alle Arten von Tieren, die Niemand mehr haben will, vor
der drohenden Zwangsversteigerung zu retten, hat Maren die zündende Idee, den Tierhof mit einem Seniorenheim zu kombinieren.
Die Fortsetzung mit dem Titel "Für immer daheim"2) begannen
bereits Anfang September 2009, zur Ausstrahlung gelangte dieser moderne
Heimatfilm am 18. November 2011; mehr bei www.presseportal.de.
Ebenfalls eine erfolgreiche Karrierefrau verkörperte Uschi Glas seit 10. April 2008 in der bisher
auf vier Folgen ausgelegten ZDF-Serie "Zur
Sache, Lena!"3) der Titel spielt wohl mit einem Augenzwinkern ganz
bewusst auf den Erfolgsfilm "Zur Sache, Schätzchen" an, mit dem Uschi Glas Ende der
60er Jahre der Durchbruch zum vielgefragten Filmstar gelang. Unter der Regie
von Bernd Fischerauer spielte die Glas nun die Managerin Lena Raitmeier, die
ihr Leben gezwungenermaßen neu ordnen muss als sie aus Altersgründen ihren
hochdotierten Job verliert. Als unerwartet der dominante Vater stirbt, nimmt
Lena die Herausforderung, dessen Brauerei zu führen, an. Wieder mal eine
ganz auf die Schauspielerin zugeschnittene Charaktere, die die Glas
überzeugend und facettenreich zu spielen weiß.
Foto: Uschi Glas bei der Fernsehaufzeichnung "Lafer!Lichter!Lecker!"1)
Die Sendung kam am 1. Mai 2010 zur Ausstrahlung, Uschi Glas kochte an der
Seite von Johan Lafer1) und serviert hier das Desert, ein "Geeistes
Rhabarbersüppchen mit warmen Schokotaschen".
Quelle: Wikipedia
bzw. Wikimedia Commons
Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer
Chester100)
Lizenz zur Veröffentlichung siehe hier |
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Auch in dem Mitte September 2008 als Zweiteiler ausgestrahlten TV-Film
"Meine liebe Familie" ("Der
Erbe"2), "Zeit für Veränderung"2)) von Regisseurin Dagmar Damek gab die Glas
wieder den selbstbewussten und charmant-attraktiven Frauentypus, der mit
beiden Beinen im Leben steht. Diesmal musste sie sich nicht nur als Barbara Herzog bzw. Chefin
einer traditionsbeladenen, finanziell angeschlagenen kleinen Papiermühle im Bayerischen Wald
behaupten sondern auch mit dem Familienclan auseinandersetzen. So richtig
ins Rollen kommen die Probleme, als der undurchsichtige Weinhändler und
Bonvivant Marius Perlinger (Helmut Zierl) auftaucht, der einen Anteil am
Familienunternehmen geerbt hat. Dass sich die anfangs etwas gestreng-zickige
Barbara und der sympathische Marius im Verlaufe der Geschichte auch privat
näher kommen, überrascht den Zuschauer nicht wirklich eine Fortsetzung
dieser unterhaltsamen Geschichte ist durchaus denkbar.
Seit längerem abgeschlossen waren die Dreharbeiten zu der von Peter Sämann
für die ARD inszenierten turbulenten Geschichte mit dem Titel "Der
Winzerkrieg"2) (EA: 16. 12.2011) nach einem Script von Schauspieler August Schmölzer,
der neben Uschi Glas auch die männliche Hauptrolle spielt. Die Story
handelt von zwei rivalisierenden Winzerfamilien, deren Oberhäupter von Glas und
Schmölzer dargestellt werden, mehr bei www.ziegler-film.com.
Im Frühsommer 2011 stand Uschi Glas zusammen mit Michael König für den
von Christine Kabisch realisierten ARD-Film "Trennung inklusive" (AT) vor der Kamera,
eine weitere Arbeit ist die Katie Fforde-Geschichte
"Sprung ins Glück"2), in der Uschi Glas eine nicht
gerade nette Stiefmutter mimt; Sendetermin im ZDF war der 18.03.2012.
Rechtzeitig zu ihrem 60. Geburtstag brachte Uschi Glas Anfang 2004 ihre Autobiographie unter dem
Titel "Mit einem Lächeln" auf den Markt und erzählt dort zusammen mit der Autorin Renate Matuschka
mit viel Humor die Geschichte einer Frau, die in kein Klischee passt, blickt in ihren Memoiren auf
Höhen und Tiefen ihrer Karriere zurück. Mit ihren Erinnerungen tritt die
Schauspielerin und Mutter dreier Kinder auch der Skandalpresse entgegen, die
in jüngster Zeit ihre Trennung und Scheidung von Ehemann Bernd Teewag
weidlich ausschlachtete und wochenlang mit Geschichten über die zerrüttete Ehe die
Klatschspalten füllte.
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen hat Uschi Glas in
den letzten Jahren auch ihre Liebe zum Gesang entdeckt und veröffentlichte
erfolgreich CDs z. B. mit Weihnachtsliedern. Sie findet Zeit für soziale
Engagements, wirbt für den Tierschutzbund, kümmert sich um die Organisation
"Bürger in sozialen Schwierigkeiten" und ist Schirmherrin der
"Deutschen Hospiz Stiftung"; mehr bei www.hospize.de.
Die ungeheure Popularität von Uschi Glas lässt sich auch an zahlreichen Auszeichnungen
festmachen: So sammelte sie einige "Bambis", erhielt
beispielsweise den "Bayerischen Fernsehpreis" und "Die Goldene
Kamera". Seit Oktober 1998 ist die beliebte Schauspielerin Trägerin des "Bundesverdienstkreuzes",
welches ihr vom damaligen Bundespräsident Roman Herzog verliehen
wurde.
Uschi Glas anlässlich der Verleihung der
"Goldenen Kamera" am 30.01.2010 in Berlin;
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
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Uschi Glas war seit Ende 1981 mit dem Produzenten Bernd Teewag
verheiratet gewesen, von dem sie sich im Februar 2003 nach über
20 Jahren scheiden ließ; Tewaag hatte sie für eine 27 Jahre
Jüngere verlassen. Aus der Verbindung stammen drei Kinder: Sohn
Matthias-Benjamin (geb. 1976), der als MTV-Moderator von sich reden
machte und auch als Schauspieler arbeitet, 1982 wurde Sohn
Alexander-Christoph geboren sowie 1986 Tochter Juliette-Annamaria, die
ebenfalls schon vor der Kamera gestanden hat.
Am 22. Oktober 2005 ging der Film- und Fernsehstar die zweite Ehe mit ihrem
acht Jahre jüngeren Lebensgefährten, dem Unternehmensberater
Dieter Hermann ein, den sie 2004 kennen gelernt hatte. Nach dem
Ja-Wort in der Kapelle von Schloss Lustheim bei München fand die
anschließende Feier Medienberichten zufolge in kleinem Kreise in dem zum
Schlosskomplex Oberschleißheim gehörenden Jagdschlösschen
statt.
2008 gründete Uschi Glas gemeinsam mit Ehemann Dieter Hermann sowie einigen
Freundenden den gemeinnützigen Verein "brotZeit e.V.", der sich
darum kümmert, dass Grundschulkinder mit einem vernünftigem Frühstück in
den Schulalltag starten können. Heute werden in München 16 Grundschulen täglich mit einem ausgewogenen
Frühstück versorgt. Dabei kümmern sich ca. 65 Senioren um die Betreuung der Schüler und geben zusätzlich über das Projekt
"Zeit geben" Förderunterricht, lesen vor, lehren Schach oder helfen bei den Hausaufgaben.
Mit Beginn des neuen Schuljahres 2010/2011 kommen vier weitere Schulen in der Förderregion München dazu.
Bis Ende 2010 liegt der Zielhorizont in der Förderregion Berlin bei 20 Schulen. (
) Ziel ist es,
bis Ende 2012 an 80 Grundschulen in den vier Förderregionen München, Berlin, Hamburg und Frankfurt aktiv zu sein. (Quelle: www.brotzeitfuerkinder.com
mit weitergehenden Informationen)
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