Filmografie / Hörspiel
Horst Sachtleben wurde am 24. September 1930 in Berlin geboren und verbrachte dort auch seine Kindheit und Jugend. Gleich nach dem Abitur begann er ein Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte, gleichzeitig ließ er sich zum Schauspieler ausbilden. Nach ersten Gastverträgen, unter anderem an der Berliner "Komödie" und dem "Hebbel-Theater"1), folgten Engagements an weiteren renommierten deutschsprachigen Bühnen, so zwischen 1957 und 1961 am "Schauspielhaus Zürich"1). Dann folgte Sachtleben einem Ruf an das "Bayerische Staatsschauspiel"1) in München, dem er viele Jahre lang angehörte; 1977 wurde er dort zum "Bayerischen Staatsschauspieler" ernannt. Bereits 1967 war ihm für seine Verdienste um die Bühne der "Bayerische Staatspreis" verliehen worden.
Rasch hatte sich Sachtleben als Charakterdarsteller, aber auch als Regisseur einen Namen gemacht, neben klassischen Bühnenfiguren wie beispielsweise dem Schüler in Goethes "Faust"1), dem Ulrich von Rudenz in Schillers "Wilhelm Tell"1) oder dem Marquis von Dorset in Shakespeares "Richard III."1) beeindruckte der Mime während seiner Zeit in Zürich vor allem mit der Titelrolle in Dürrenmatts "Frank der Fünfte"1). Am "Bayrischen Staatsschauspiel" brillierte er in zahlreichen Aufführungen unter der Regie namhafter Theatermacher wie Kurt Meisel, Hans Lietzau1), Heinz Hilpert1) und Hans Schweikart1), mit Ingmar Bergman1) erarbeitete er die Figur des Gerichtsvollziehers Monsieur Loyal in der Moličre-Komödie "Tartuffe"1) sowie den Doktor Rank in dem Ibsen-Drama "Nora oder ein Puppenheim"1). Zu seinem umfangreichen Repertoire zählen Stücke von Heinar Kipphardt wie "In der Sache J. Robert Oppenheimer"1) (Rolle: Colonel Boris Pash1)), "März – Ein Dichterleben" (Rolle: Dr. Kofler) und Kipphardts "Bruder Eichmann" (Rolle: Leo Chass), aber auch der Großschatzmeister Baron von Burleigh in Schillers "Maria Stuart"1) oder der Don Juan in Shakespeares "Viel Lärm um nichts"1) – um nur Einiges zu nennen.
 

Foto: © Fabian Isensee*)

Horst Sachtleben 01
Horst Sachtleben 02 Sachtlebens erfolgreiche Inszenierungen am "Bayerischen Staatsschauspiel", am "Theater 44"1), am "Modernen Theater" und an der "Kleine Komödie am Max II"1) in München sowie am Berliner "Schillertheater"1) und den "Bühnen der Stadt Bonn"1) lassen sich ebenfalls nicht alle aufzählen, erwähnt werden sollen die Komödie "Der Kandidat" von Carl Sternheim1), der Einakter "Der neue Mieter" von Eugčne Ionesco1), die Tragödie "Maria Magdalena"1) von Friedrich Hebbel1), das Drama "Frau Warrens Gewerbe" von George Bernard Shaw1), das Schauspiel "Der Hauptmann von Köpenick"1) von Carl Zuckmayer1), das Stück "Über allen Gipfeln ist Ruh" von Thomas Bernhard1) und "Protest" aus der "Vaněk-Trilogie"1) von Václav Havel1)
In jüngerer Zeit begeisterte Horst Sachtleben mit der Titelrolle in Thomas Bernhards "Der Theatermacher"1) in einer Inszenierung seiner Ehefrau Pia Hänggi1) und beeindruckte während einer umfangreichen Tournee in vielen deutschen Städten nicht nur das Publikum: In dem Stück glänzt der Schauspieler als Bruscon, Direktor einer altmodischen Wanderschmiere, und "beweist einmal mehr, dass er in die erste Reihe der deutschen Schauspielerzunft gehört …" so die "Elmshorner Nachrichten" am 8. März 2003. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb am 24.02.2003 unter anderem "Host Sachtleben glänzt als tyrannischer Theatermacher! … Bravo-Rufe und tosender Beifall … Überzeugend tyrannisch, weltfremd und verbittert mimte Horst Sachtleben den größenwahnsinnigen Direktor einer altmodischen Wanderbühne…"
  
Foto: © Fabian Isensee*)
Seit Ende 2005 war der Schauspieler mit dem klassischen Thriller "Ein Inspektor kommt"1) ("An Inspector Calls") von John B. Priestley1) in einer Inszenierung von Barry L. Goldman auf Tournee und wurde mit der Titelrolle des Inspektor Goole, der während einer Verlobungsfeier die Anwesenden mit dem Selbstmord eines unbekannten Mädchens konfrontiert, gefeiert. 2007 inszenierte Sachtleben die Tragikomödie "Warum gerade ich" von Stanley Price (1931 – 2019) am Frankfurter "Fritz Rémond Theater"1).
Zur Spielzeit 2010 glänzte Sachtleben bei den "Bad Hersfelder Festspielen"1) als Freiherr von Attinghausen in der von Holk Freytag1) inszenierten Aufführung von Schillers "Wilhelm Tell"1) und wurde für seine darstellerische Leistung am 3. Juli 2010 mit dem "Großen Hersfeld-Preis"1) ausgezeichnet. Die Jury führte zur Begründung unter anderem an: "Sachtleben beherrscht dank seiner enormen körperlichen und sprachlichen Präsenz den riesigen Raum der Stiftsruine. Als Könner des Schiller'schen Pathos spielt er einen klugen, hellsichtigen, zornigen alten Mann."
Über die Theaterszene hinaus bekannt und populär wurde Horst Sachtleben seit Mitte der 1960er Jahre durch Film und Fernsehen. Sowohl in beliebten Krimi-Serien wie "Die fünfte Kolonne", "Der Kommissar", "Der Alte", "Derrick", "Ein Fall für zwei" oder "Tatort" zeigte und zeigt er mit unterschiedlichsten Figuren und seinem facettenreichen Spiel immer wieder seine enorme darstellerische Wandlungsfähigkeit.
 
Bereits 1962 besetzte ihn Rolf Hädrich1) in dem TV-Spiel "Nachruf auf Jürgen Trahnke" von Dieter Meichsner1), es folgten ambitionierte Produktionen wie "Der Fall Mata Hari"2) (1966, Regie: Paul Verhoeven), "Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte"1) (1972, Regie: Alexander Kluge1)), "Liebesgeschichten: Schulzeit"3) (1977, Regie: Rainer Wolffhardt1)) oder der Vierteiler "Der Schwarze Bumerang"1) (1982) nach dem gleichnamigen Roman von Rüdiger Bahr1). An der Seite von Lambert Hamel als Reformator Martin Luther1) verkörperte Sachtleben in Rainer Wolffhardts historischem Zweiteiler "Martin Luther"1) (1983) den Theologen und Priester Professor Andreas Bodenstein1), genannt "Karlstadt", bis Ende der 1990er Jahre präsentierte er sich in Einzelproduktionen wie "Ein naheliegender Mord"2) (1988), "Tod der Engel" (1992), "Porträt eines Richters" (1997), "Der Rosenmörder" (1998) oder dem hochgelobten Mehrteiler "Klemperer – Ein Leben in Deutschland"1) (1999) mit Matthias Habich als Victor Klemperer1).
  

Foto: © Fabian Isensee*)

Horst Sachtleben 03
Zu Sachtlebens weiteren TV-Aktivitäten zählen neben Auftritten in Serien wie "Kir Royal"1) (1986), "Pfarrerin Lenau"1) (1990) oder "Sylvia – Eine Klasse für sich"1) (1998) beispielsweise der Politthriller "Das Phantom"1) (2000), Matti Geschonnecks1) spannendes Krimi-Melodram "Jenseits der Liebe" (2001) oder die "Tatort"-Folge "Nicht jugendfrei"1) (2004) mit der Rolle des Rentners Adi Zeitler. Danach tauchte Sachtleben unter anderem als Onkel Arthur in dem TV-Spiel "Drei Schwestern made in Germany"4) (2006) auf sowie in der Episode "Nichts als Ärger" (2007) aus der Reihe "Der Dicke" mit Dieter Pfaff (seit dem Tod von Dieter Pfaff Titel: "Die Kanzlei"1)).
Eine schöne Dauerrolle ist seit 2002 die des sympathischen, gar nicht so klerikalen Bischofs Rossbauer in dem Quotenrenner "Um Himmels willen"1), den Geschichten um das Kloster Kaltenthal mit den Hauptakteuren Ordensschwester Lotte (Jutta Speidel, ab Staffel 6 ersetzt durch Schwester Johanna alias Janina Hartwig1)), dem gewieften, stets für Ärger sorgenden Bürgermeister Wolfgang Wöller (Fritz Wepper) sowie der gestrengen Oberin Elisabeth Reuter (Rosel Zech), mit der Bischof Rossbauer vor allem die Fußballleidenschaft teilte. Kaum ging am 8. April 2008 die 7. Staffel der erfolgreichen ARD-Hauptabendserie in die letzte Runde, fiel zeitgleich die erste Klappe zu den Dreharbeiten 13 weiterer Folgen, die seit 17.2.2009 ausgestrahlt wurden. Am 23. Dezember 2008 ging überdies das schwungvolle Special in Spielfilmlänge  "Weihnachten in Kaltenthal"1) auf Sendung. Die 9. Staffel startete am 26. Januar 2010. Im Dezember 2009 begannen die Dreharbeiten für ein neues 90-minütiges Highlight der beliebten Serie "Um Himmels Willen" mit dem Titel "Weihnachten unter Palmen"1) (EA: 25.12.2010)
, gedreht wurde bis zum 8. Februar 2010 im Mittelmeer und im Atlantik zwischen Casablanca, Teneriffa und Genua – so manche vergnügliche Verwicklung trug auch diesmal zur Unterhaltung bei. Seit 15. Februar 2011 lief die 10. Staffel dieses publikumswirksamen Dauerbrenners, Ende April 2011 begannen die Dreharbeiten zur 11. Staffel, nach dem plötzlichen Tod von Rosel Zech (31.08.2011) leitete nun Gaby Dohm als adelige Oberin Louise von Beilheim das Kloster Kaltenthal auf ihre ureigene Art. Die 13 neuen Folgen von "Um Himmels Willen" waren seit 10. Januar 2012 immer am Dienstags um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen und auch 2013 ging es mit dem Schlagabtausch zwischen dem geschäftstüchtigen Bürgermeister Wöller und der resolut-herzlichen Nonne Hanna samt Querelen mit der "ehrwürdigen Mutter Oberin" sowie dem stets vermittelnden Bischofs Rossbauer weiter; die 12. Staffel startet am 8. Januar 2013. Zuvor hatte das ungleiche Paar in dem dritten Weihnachts-Special "Mission unmöglich"1) am 20. Dezember 2012 Turbulenzen unter Afrikas Sonne zu überstehen. Die etwas abstruse, in Nigeria spielende Geschichte ging jedoch wie immer für (fast) alle Beteiligten gut aus, war doch Louise von Beilheim wegen ihren übereifrigen Weihnachtsvorbereitungen bzw. eines angebrochenen Fußes sehr zur Freude Rossbauers zeitweise außer Gefecht gesetzt. Auch 2014 mussten die Zuschauer nicht auf die unterhaltsamen Geschichten aus Kaltenthal verzichten, am 4. März 2014 ging die 13. Staffel mit der Episode "Feuer unterm Dach" an den Start, in der Bischof Rossbauer wie immer zum "Stammpersonal" gehörte. Seit Jahren steht die Reihe in der Publikumsgunst ganz oben, zählte 2012 zu den meistgesehenen TV-Serien in Deutschland. 2014 gab es zudem ein neuerliches Weihnachts-Special, "Das Wunder von Fatima"1) hieß die Geschichte, welche am 25. Dezember 2014 gesendet wurde → tittelbach.tv. Am 6. Januar 2015 begann dann die 14. Staffel mit der Episode "Schwein gehabt" bzw. weiteren Folgen. Die Akzeptanz der Serie scheint ungebrochen, 2016 gingen Geschichten in bewährter Manier in eine neue Runde bzw. der turbulente Kleinkrieg zwischen Ordensschwestern und Bürgermeister Wöller weiter. Die erste Episode der 15. Staffel mit dem Titel "Ein Mann zu viel" konnten sich die Zuschauer am 19. Januar 2016 zu Gemüte führen, am 2. Mai 2017 startete die 16. Staffel1) mit 13 Folgen, am 9. Januar 2018 Staffel 171), am 26. März 2019 Staffel 181) und am 7. Januar 2020 die inzwischen 19. Staffel1); seit dem Serien-Ausstieg von Gaby Dohm in der Folge "Wettlauf mit dem Tod" (EA: 10.02.2015) leitet nun Schwester Theodora (Nina Hoger1)) den Magdalenerinnen-Orden  → www.daserste.de, fernsehserien.de.
 
Als störrischer Bauer Maximilian Bertram überzeugte der Schauspieler in dem ganz auf die Protagonistin Uschi Glas zugeschnittenen von Walter Bannert1) in Szene gesetzten Familien-Melodram "Wieder daheim", das Mitte März 2008 in der ARD ausgestrahlt wurde. Er gab glänzend den grantigen Vater der modernen, in den USA lebenden Investmentbankerin Maren Bertram (Glas), die nach mehr als zwei Jahrzehnten auf den elterlichen Bauernhof in Bayern zurückkehrt, der inzwischen zum Gnadenhof für verlassene Tiere geworden ist und vor dem Ruin steht. Der angespannte Tochter-Vater-Konflikt bricht erneut auf, doch als Maren die zündende Idee, den Tierhof mit einem Seniorenheim zu kombinieren, entdeckt Maximilian schließlich doch, dass er nicht nur für Tiere ein Herz hat und versöhnt sich mit seiner Tochter. Die Fortsetzung mit dem Titel "Für immer daheim"5) begannen bereits Anfang September 2009, zur Ausstrahlung gelangte dieser moderne Heimatfilm am 18. November 2011. Auch hier grantelte sich Sachtleben wunderbar durch die Geschichte, drückte dem bayerischen Sturkopf und Bauern Maximilian seinen Stempel auf und machte die ansonsten eher vorhersehbare Story allein durch sein Auftreten sehenswert; mehr bei presseportal.de.
Nach seiner Rolle des "guten Geistes" Mr. Yuki in dem ZDF-Sonntagsfilm "Ein Sommer in Long Island"1) (EA: 18.10.2009) tauchte Sachtleben am 4. Dezember 2009 in der Romanze "Sterne über dem Eis"1) erneut als widerborstiger Nörgler auf. In der gefühlvollen Geschichte mimte er herrlich den Vater des Meeresbiologen Professor Martin Schell (Michael Fitz1)), der sich unerwartet für einige Wochen um seinen alten, eigensinnigen Vater Kurt kümmern soll. Als der Sohn zu einer Forschungsreise in die Arktis aufbrechen muss, schleicht sich der rüstige Rentner trickreich als blinder Passagier an Bord des Forschungsschiffes. Auf der Reise kamen sich nicht nur Vater und Sohn näher, auch eine ehemalige Liebe (Birge Schade1)) des Professors sorgte für allerlei Verwirrungen. Die ansonsten eher vorhersehbare Story hob sich vor allem durch Sachtlebens überzeugendes Spiel, aber auch durch wunderschöne Naturaufnahmen, erfreulich von den üblichen melodramatisch-seichten Liebesgeschichten ab.
In der am 17. Februar 2011 ausgestrahlten Episode "Altes Geld, junges Blut"1) aus der humorvollen ARD-Krimireihe "Pfarrer Braun"1) mit Ottfried Fischer1) als dem kriminalisierenden, schwergewichtigen Gottesmann, kam Sachtleben als Albert Zwicknagel daher, der gemeinsam mit Ehefrau Sieglinde (Heidelinde Weis) und Schwager Franz von Hornung (Fritz von Friedl1)) in einer exklusiven Seniorenresidenz lebt. Das exzellent aufspielende Trio wurde in einen Mordfall um einen zwielichtigen Anlageberater verwickelt und geriet somit auch ins Visier des bibelfesten Hobbyermittlers. In der Geschichte "Frühling in Weiß"1) (EA: 14.12.2014) um die Dorfhelferin Katja (Simone Thomalla1)) hatte Sachtleben einen kleinen Auftritt als verunglückter Bergbauer, eine eindrucksvolle schauspielerische Leistung lieferte Sachtleben in dem von Martin Enlen1) für den "Hessischen Rundfunk" inszenierten nachdenklich stimmenden Roadmovie "Über den Tag hinaus"1) ab. Hier spielt er einfühlsam den todkranken, verwitweten Neurologen bzw. ehemaligen Chefarzt Prof. Dr. Walter Singer, der per Taxi all jene Orte und Menschen aufsuchen möchte, die in seinem Leben wichtig waren. Als das Taxi-Unternehmen ihm die von dem Auftrag nicht gerade begeisterte junge Greta (Katja Studt1)) schickt, nehmen nicht nur Singers Pläne eine unerwartete Wendung. Beim "Festival des Deutschen Films"1) in Ludwigshafen konnte der kammerspielartige Film im Juli 2015 mit einer überwältigenden Mehrheit der Zuschauerstimmen den "Publikumspreis" erringen, die Erstausstrahlung in der ARD erfolgte am 9. September 2015. Die Stärke des Filmes liege in seiner Wahrhaftigkeit und in der großen menschlichen Zuneigung, die sich zwischen Walter und Greta entwickelt, äußerte Horst Sachtleben gegenüber der "Deutschen Presse-Agentur". Der über 85-jährige Schauspieler gehörte als Altenheimbewohner zur Besetzung des vierten Teils der "Zorn"1)-Krimireihe mit dem Titel "Zorn – Wie sie töten"5). Die erste Klappe zu dem neuen Fall der beiden ungleichen Ermittler, den Hauptkommissaren Zorn (Stephan Luca1)) und Schröder (Axel Ranisch1)), fiel Anfang September 2015 in Halle/Saale, die Ausstrahlung erfolgte am 14. April 2016 →  fernsehserien.de. In dem Thriller "Laim und die Zeichen des Todes"5) (EA: 03.04.2017) mit Max Simonischek1) als Münchener Kommissar Lukas Laim, der sich mit der düsteren Nazi-Vergangenheit beschäftigen muss, war er der an den Rollstuhl gefesselte Egon Odenthal, Großvater des "Rachengels" Christian Odenthal (Golo Euler1)), der sich selbst "Uriel"1) nennt → Übersicht TV-Produktionen.
  
Darüber hinaus stand Sachtleben mit prägnanten Nebenrollen auch für einige Kinoproduktionen vor der Kamera, in Bernhard Wickis Literaturverfilmung "Das Spinnennetz"1) (1989) nach dem gleichnamigen Roman1) von Joseph Roth1) war er ebenso präsent wie in Egon Günthers1) Kriminalmelodram "Rosamunde"1) (1990). Caroline Link1) besetzte ihn in dem Drama "Jenseits der Stille"1) (1996), weiterhin wirkte Sachtleben beispielsweise in den Kurzfilmen "Talks" (2003, Regie: Mickel Rentsch4)), "Glücksstadt" (2003, Regie: Janosch Orlowsky) und "Vorletzter Abschied" (2005, Regie: Heiko Hahn) mit.
Horst Sachtleben 04 In den letzten Jahren spielte Sachtleben in Sarah-Judith Mettkes Drama "Transpapa"1) neben den Protagonisten Luisa Sappelt1) und Devid Striesow1) den verwitweten Rentner Wolfgang. Die Deutschland-Premiere fand beim 33. "Filmfestival Max Ophüls Preis"1) im Januar 2012 in Saarbrücken statt, die internationale Premiere feierte der Film beim "Zurich Film Festival"1) im September 2012. Der deutsche Kinostart des von der "teamWorx"1) Kinospielfilmproduktion in Koproduktion mit dem "Südwestrundfunk"1) (SWR), "Bayerischen Rundfunk"1) (BR) und der "Filmakademie Baden-Württemberg"1) produzierten Films war am 22. November 2012. Seine Fernsehpremiere hatte der Film am 5. Dezember 2012 im SWR Fernsehen im Rahmen der Reihe "Debüt im Dritten".6) In der von und mit Michael Herbig1) inszenierten Komödie "Buddy"1) (Kinostart: 25.12.2013) übernahm er die Nebenrolle des Herrn Kosse. Fertiggestellt war Mark Monheims1), in Zusammenarbeit mit dem "Bayerischen Rundfunk" realisierte, heiter-tragische Geschichte "About A Girl"1), in der Sachtleben neben der Jungdarstellerin Jasna Fritzi Bauer1) sowie unter anderem Heike Makatsch1) und Simon Schwarz1) einen Pfarrer spielte. Premiere feierte die Tragikomödie am 23. Oktober 2014 bei den "Internationalen Hofer Filmtagen"1), allgemeiner Kinostart war der 6. August 2015; siehe auch www.diefilmgmbh.de.
Die Dreharbeiten zu der Komödie "Stadtlandliebe"4) mit Uwe Ochsenknecht1), Jessica Schwarz1) und Tom Beck1) in den Hauptrollen und Sachtleben als Opa Döppe waren inzwischen abgeschlossen. am 7. Juli 2016 kam der Film von Regisseur Marco Kreuzpaintner1) um ein vom Erfolg gestresstes Öko-Pärchen, das von Berlin aufs Land zieht, in die Kinos → Übersicht Kinofilme.
  
Foto: © Fabian Isensee*)
Neben seiner umfangreichen Arbeit als Darsteller und Regisseur für Theater und Film arbeitet Horst Sachtleben seit den 1960er Jahren auch als Sprecher für die Synchronisation sowie das Hörspiel, wo er auch einige Stücke in Szene setzte. Zu nennen ist beispielsweise die beliebte Hörspiel-Reihe um "Dickie Dick Dickens"1) von Rolf und Alexandra Becker1), in der er 1969 in "Neue Abenteuer von Dickie Dick Dickens" die Rolle des 2. Erzählers von Ernst Seiltgen1) übernahm. Eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier am Ende dieser Seite. Als Synchronsprecher lieh unter anderem Woody Allen (1967, "Casino Royale"1)) und Gerry Bamman (1991/92: "Kevin – Allein zu Haus"/ "Kevin – Allein in New York"1)) seine Stimme. Für Jim Broadbent1) sprach er in "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia"1) (2005) den Professor Kirke und in "Harry Potter und der Halbblutprinz"1) (2009) den Horace Slughorn. In den von RTL neu synchronisierten Folgen um "Inspektor Columbo" war er nach Uwe Friedrichsen, Klaus Schwarzkopf, Hans Sievers1) und Claus Biederstaedt zudem die fünfte deutsche Synchronstimme von Peter Falk, den er auch einigen weiteren Produktionen synchronisierte wie beispielsweise in "Das große Dings bei Brinks"1) (1978, "The Brink's Job") →  mehr bei Wikipedia sowie synchronkartei.de.
 
Der vielseitige Horst Sachtleben, Träger des Sonderpreises des INTHEGA1)-Vorstands 1996/97, ist mit der Schweizer Schauspielerin und Regisseurin Pia Hänggi1) verheiratet, hat eine Tochter und lebt in München.
Kontakt: Agentur Heppeler
Siehe auch Wikipedia
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) Die Krimihomepage, 3) deutsches-filmhaus.de, 4) filmportal.de, 5) tittelbach.tv
Quelle: 6) Wikipedia, Artikel zu "Transpapa" (abgerufen 30.12.2012)
Stand Januar 2020
*) Die Fotos dürfen mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Fabian Isensee gezeigt werden; das Copyright liegt bei Fabian Isensee, eine Weiterverwendung ist ohne Zustimmung des Urhebers nicht gestattet.
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de, Die Krimihomepage,
fernsehserien.de, deutsches-filmhaus.de,  prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia (deutsch/englisch), Krimilexikon)   
Horst Sachtleben und Katharina Matz als Ehepaar Simpson in dem Hörspiel "Schwarzer Reiter auf grauem Ross" (EA: 02.04.2013) nach dem Theaterstück "The Rocking Horse Kid" von Arnold Wesker; Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR (Presse und Information, Redaktion Bild) Copyright WDR/Sibylle Anneck
Horst Sachtleben und Katharina Matz als Ehepaar Simpson
in dem Hörspiel "Schwarzer Reiter auf grauem Ross" (EA: 02.04.2013)
nach dem Theaterstück "The Rocking Horse Kid" von Arnold Wesker
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom WDR
(Presse und Information, Redaktion Bild) © WDR/Sibylle Anneck
 
Als Sprecher Als Regisseur
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