| Friedrich Joloff |
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Friedrich Joloff wurde am 14. Dezember 1908 als Friedrich Jolowicz
in Berlin geboren. Nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule des Deutschen Theaters unter anderem
bei Lothar Müthel trat er an verschiedensten Berliner
Bühnen mit zunächst kleineren Rollen auf. Mit Beginn des Nazi-Regimes
wurde er ab 1933 mit einem Auftrittsverbot belegt; einigen Quellen zufolge
soll seine Verbindung zu homosexuellen Kreisen der Grund hierfür gewesen
sein. Friedrich Joloff emigrierte nach Italien, wurde dort mit Beginn des 2. Weltkrieges zur Wehrmacht eingezogen. Erst nach Kriegsende und seiner Entlassung aus amerikanischer bzw. kanadischer Kriegsgefangenschaft konnte er ab 1947 seine Karriere als Schauspieler fortsetzen. Am Theater sah man ihn in vielen klassischen Rollen, so beispielsweise als "Conti" in Lessings "Emilia Galoti", als "Arnold" in Hauptmanns "Michael Cramer oder als "Trigorin" in Tschechows "Die Möwe". Populär wurde Friedrich Joloff jedoch durch den Film nicht zuletzt aufgrund seines markanten Äußeren, in zahlreichen, auch internationalen Streifen mimte er in prägnanten Nebenrollen den Bösewicht und Schurken. Sein Leinwanddebüt hatte er 1953 in dem britischen Film "Desperate Moment" an der Seite von Dirk Bogarde gegeben, es folgte die Rolle des Theo in "Die Halbstarken" (1956) mit Horst Buchholz. Mit Marion Michael spielte er in "Liane die weiße Sklavin" (1957), Veit Harlan besetzte ihn als Verführer Dr. Boris Winkler in seinem Anti-Schwulen-Film "Anders als du und ich" (1957) und mit Hollywoodstar Ernest Borgnine stand er für den Thriller "Man on a String" (1960, Geheimakte M) vor der Kamera. In dem Wallace-Krimi "Die Tür mit den 7 Schlössern" (1962) mimte er einen zwielichtigen Hausmeister, zwei Jahre später war er in "Das Wirtshaus von Dartmoor" der undurchsichtige, ehemalige Gefängniswärter Simmons, der in der Nähe des Zuchthauses Dartmoor ein Gasthaus betreibt. Yves Allégret gab ihm den Part des Aristopoulos in seiner spannenden Literaturverfilmung "Johnny Banco" (1967, Jonny Banco geliebter Taugenichts) mit Horst Buchholz in der Titelrolle, in Wolfgang Beckers Thriller "Ich schlafe mit meinem Mörder" (1970) stand er dann mal auf der Seite der Guten und spielte einen Kommissar. Zu Joloffs letzten Arbeiten für das Kino zählen die Filme "Käpt'n Rauhbein aus St. Pauli" (1971) und "La Venganza del doctor Mabuse" (1972, Dr. M schlägt zu). Auch das Fernsehen bot dem Schauspieler mit den markanten Gesichtszügen ab den 60er Jahren ein breites Betätigungsfeld. Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Derrick", "Der Alte" oder "Dem Täter auf der Spur" erlebte man Joloff beispielsweise 1963 in dem mehrteiligen Durbridge-Straßenfeger "Tim Frazer" als Kapitän Nikiyan, drei Jahre später erlangte Joloff mit seiner Rolle des Oberst Henryk Villa und Chef des Galaktischen Sicherheitsdienstes in "Raumpatrouille Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" enorme Popularität. Durch das 2004 in die Kinos gekommene Filmremake "Raumpatrouille Orion Rücksturz ins Kino" war sein Name auch Jahre nach seinem Tod wieder in aller Munde. Bis Ende der 70er Jahre folgten zahlreiche eindrucksvolle Nebenrollen; in Wolfgang Beckers mehrteiligen Krimis "Der Tod läuft hinterher" (1967) und "Babeck" (1968) wirkte er ebenso mit wie in Harald Vocks "Ein Sarg für Mr. Holloway" (1968). In Herbert Reineckers dreiteiligem TV-Krimi "11 Uhr 20" (1970) sah man Joloff als "Leiche" Dr. Arnold Vogt, einer seiner letzten Fernsehauftritte; danach wurde es still um den beliebten Schauspieler Neben seiner umfangreichen Arbeit als Schauspieler war Friedrich Joloff vor allem in den 50er Jahren ein vielbeschäftigter Synchronsprecher; so lieh er beispielsweise Orson Welles, Vittorio Gassman, Richard Basehart, James Mason, Peter Cushing, Christopher Lee, John Barrymore, Jack Palance und Vincent Price seine Stimme. Friedrich Joloff starb am 4. Januar 1988 im Alter von 80 Jahren in Verden/Aller. |
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der german.imdb.com |
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