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| Harald Leipnitz wurde am 22. April 1926 als Sohn eines Schlossermeisters in Wuppertal geboren. Direkt nach dem Abitur musste er im 2. Weltkrieg seinen Dienst bei der Luftwaffe antreten, begann dann nach Kriegsende zunächst kurz ein Medizinstudium. Er befreundete sich mit einer Laienspieltruppe und fand Gefallen an der Schauspielerei. Leipnitz gab sein Studium auf, nahm Schauspielunterricht bei Hans Caninenberg1) (1913 2008) und debütierte 1948 in Georg Büchners "Leonce und Lena" am Theater in Wuppertal, dem er für die nächsten 12 Jahre verbunden blieb. 1960 wechselte er dann an das "Residenztheater" nach München, weitere Engagements in Berlin, Düsseldorf oder Stuttgart sowie bei Tourneetheatern sollten folgen. | ||||||||
In den 1970er Jahren wirkte der Schauspieler unter anderem in einigen Simmel-Verfilmungen mit, in den 1980er und 90er Jahren wurden die Rollenangebote beim Film immer spärlicher und Leipnitz konzentrierte sich vermehrt auf seine Arbeit beim Fernsehen und Boulevardtheater. Auf dem Bildschirm erlebte man ihn mit Gastauftritten unter anderem in Kultserien wie "Monaco Franze Der ewige Stenz"2) (1983) sowie "Kir Royal"2) (1986), wo er gleich in der 1. Episode "Wer reinkommt, ist drin" den Besitzer eines Münchner Schickeria-Restaurants mimte. Für zwei Folgen aus der RTL-Serie "Ein Schloss am Wörthersee"2) stand er 1990 sowohl vor ("Der Ehrengast") als auch hinter der Kamera ("Der Pechvogel"). Seine letzte Arbeit für das Kino war noch kurz vor seinem Tod die Rolle des Carl in dem Science-Fiction-Kurzfilm "Vortex"2) von Michael Pohl. Als Synchronsprecher lieh Leipnitz beispielsweise Alain Delon, Max von Sydow, George Nader und Donald Sutherland seine Stimme.
Harald Leipnitz, der während seiner Schauspielerkarriere in mehr als 120 Kino- und TV-Filmen mitwirkte, starb am 21. November 2000 mit 75 Jahren in München an Lungenkrebs. Bereits seit Ende der 1990er Jahre hatte Leipnitz gesundheitliche Probleme, 1998 musste er sich einer Hüftoperation unterziehen, er bekam Herzprobleme und erlitt eine Gehirnembolie, wenig später hatten die Ärzte Lungenkrebs diagnostiziert. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem auf dem Friedhof im österreichischen Köstenberg bei Velden (Kärnten). Der Schauspieler war seit 1948 mit Walburga Dohle verheiratet und hatte drei Kinder, Sohn Thomas (geb. 1949) sowie die Töchter Christine (geb. 1956) und Cosima (geb. 1962). Nach der Trennung von seiner Frau war der Schauspieler seit 1969 mit Ingrid Weis, Schwester der Schauspielerin Heidelinde Weis1), liiert, eine Scheidung von seiner Frau erfolgte jedoch nicht.
3) Quelle: www.kino.de |
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| Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de | ||||||||
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