| Richard Harris | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Richard Harris (Richard St. John Harris) wurde am 1. Oktober 1930 in
Limerick (Irland) als Sohn eines Mühlenbesitzers geboren und hatte acht weitere
Geschwister. Als Junge wollte er Rugby-Spieler werden, diesen Traum musste
er jedoch wegen einer Tuberkulose-Erkrankung aufgeben. Harris wurde an
einer Jesuitenschule erzogen und studierte später an der "Academy of Music and Dramatic
Art" in London. Mitte der 1950er Jahre erhielt er ein Engagement bei
der "Theatre Workshop Company" von
Joan Littlewood1) (1914 2002), 1956 gab
er dann in dem Schauspiel "The Quare Fellow" (dt. "Der Spaßvogel"
oder "Der Mann von morgen früh") des irischen Dramatikers und
Schriftstellers Brendan Behan1),
sein Bühnendebüt. Den ersten großen Theatererfolg
verzeichnete Harris 1959
im Westend-Theater mit der Titelrolle in "The Ginger Man", der
Bühnenadaption des 1955 erschienen gleichnamigen Romans (dt. "Ginger
Man) des irischen Autors J. P. Donleavy.1) Im gleichen Jahr kam Harris zum Film und war erstmals in Cyril Frankels Streifen "Munter und Lebendig" (Alive and Kicking) als junger irischer Liebhaber auf der Leinwand zu sehen. Darauf folgten 1959 für den athletisch gebauten und gut aussehenden Schauspieler einige kleinere, aber auffällige Rollen, beispielsweise in dem Michael-Anderson-Filmen "Ein Händedruck des Teufels" (Shake Hands With The Devil) mit James Cagney und "Die den Tod nicht fürchten"1) (The Wreck of the Mary Deare) mit Gary Cooper und Charlton Heston. 1960 agierte er als irischer Freiheitskämpfer neben Robert Mitchum in Tay Garnetts "Aufstand im Morgengrauen" (A Terrible Beauty) und fiel bereits als hoffnungsvolles Nachwuchstalent auf, konnte aber erst 1962 in Lindsay Andersons Regiedebüt "Lockender Lorbeer"1) (This Sporting Life) Publikum und Kritiker überzeugen. Für seine Darstellung des Rugbyspielers Frank Machin errang er 1963 in dem erschütternden Sportlerdrama den Darstellerpreis in Cannes, wurde für den Oscar nominiert und somit auch international bekannt. Harris gehörte neben Gregory Peck, David Niven und Anthony Quinn zur Mannschaft der hochkarätig besetzten Großproduktion "Die Kanonen von Navarone"1) (1961, The Guns of Navarrone) von Regisseur Jack Lee Thompson oder überzeugte 1962 als John Mills in dem Remake des Klassikers "Meuterei auf der Bounty"1) (Mutiny on the Bounty) von Lewis Milestone an der Seite von Trevor Howard (Kapitän William Bligh) und Marlon Brando (Erster Offizier Fletcher Christian). Harris erhielt weitere interessante Rollen in Europa, so 1964 die des Corado Seller als Partner von Monica Vitti in Michelangelo Antonionis "Die rote Wüste (Il deserto rosso) oder die des Kain in John Hustons Bibel-Epos "La Bibbia"1) (Die Bibel).
Ab 1964 war
Harris überwiegend in amerikanischen Produktionen zu sehen und
baute seine Schauspielkarriere weiter
aus. Neben Actionfilmen bevorzugte der Schauspieler auch Figuren in historischen
Dramen, so zeigte er sich 1965 als norwegischer Widerstandskämpfer Knut Straud
neben Kirk Douglas in
Anthony Mans "Kennwort
'Schweres Wasser'"1) (The Heroes of Telemark).
1967 mimte er den König Arthur in Joshua Logans "Camelot Am Hofe König Arthurs"1),
der Filmversion
des Broadway-Musicals
"Camelot", und 1970 glänzte er neben Sir Alec Guinness (König Charles I.)
mit der Titelrolle in Ken Hughes'
aufwendig inszeniertem Historienstreifen "Cromwell"1)
(Cromwell"2)).
In Richard Lesters spannendem Thriller "18 Stunden bis zur Ewigkeit"1) (1974, Juggernaut2))
mimte er einen Sprengstoffexperten, 1976 verkörperte er ebenfalls
unter der Regie von Richard Lester den König Richard Löwenherz an der Seite von Sean Connery
und Audrey Hepburn in dem Abenteuer "Robin und Marian"1) (Robin and Marian).
Unvergessen bleibt aber wohl 1970 seine Rolle des von Indianern gefangenen
Aristokraten John Morgan, der in Elliot Silversteins Western "Ein
Mann, den sie Pferd nannten1) (A Man Called Horse2))
selbst zum indianischen Krieger wird. Harris errang internationale Anerkennung und in
den Fortsetzungsfilmen "Der Mann, den sie Pferd nannten II"1) (1976,
The Return of a Man named Horse) und "Triumph des Mannes, den sie Pferd nannten" (1983, Triumphs of a Man Called Horse) verkörperte
er den englischen Lord, der von den Sioux aufgenommen wird, noch einmal und konnte seinen Erfolg wiederholen. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia sowie die Fan-Page www.richardharris.de |
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