Mit dem Zweiteiler "Lucilla" endete eine fast zehnjährige Zusammenarbeit des Erfolgstrios Wilhelm Semmelroth (1914 – 1992) als Regisseur, Herbert Asmodi1) (1923 – 2007) als Drehbuchautor sowie Hans Jönsson1) (1913 – 1993), der die musikalische Untermalung beisteuerte. Seit Anfang der 1970er Jahre brachte die ARD mit schöner Regelmäßigkeit  fast jährlich vom WDR produzierte sogenannte "Plüsch-Krimis" auf die Mattscheibe, so bezeichnet wegen des historischen Ambientes bzw. der in Kostümen jener Zeit auftretenden Schauspieler. Die Mehrteiler erfreuten sich enormer Beliebtheit und können zum Teil als "Straßenfeger" bezeichnet werden. Begonnen hatte alles 1971 mit der legendären Adaption des Romans "The Woman In White" des britischen Autors Wilkie Collins (1824 – 1889), die bei uns als
Lucilla: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de

Somit schloss sich mit dieser neuerlichen Wilkie Collins Verfilmung der Kreis, rund ein Jahrzehnt nach der ersten Umsetzung eines Romans des britischen Autors war dies zugleich auch die letzte Realisierung Semmelroths eines Kostüm-Krimis. Der Film basierte auf dem 1872 veröffentlichten Roman "Poor Miss Finch", anfangs, wie in jener Zeit üblich, zunächst als Fortsetzung publiziert. Die Geschichte ist kein Krimi im klassischen Sinne, gibt es doch keinen Detektiv u. Ä., der in eine Ermittlung involviert ist, somit unterscheidet sich die Handlung auch von Wilkie Collins' früheren Kriminal-Erzählungen. Vielmehr stellt Collins in "Poor Miss Finch" eine blinde junge Frau in den Mittelpunkt dieser nicht weniger faszinierenden Story mit durchaus melodramatischen Aspekten. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit der im viktorianischen Zeitalter schwierigen Situation einer Blinden mit daraus resultierenden gesellschaftlichen Zwängen, aber auch der Reflektion, was passiert, wenn Blinde wieder sehen können.
 
Angesiedelt im 19. Jahrhundert, lebt die Protagonistin und Tochter eines Geistlichen Lucilla Finch auf dem Anwesen ihres Vaters im ostenglischen Norfolk. Seit ihrem ersten Lebensjahr ist sie erblindet, als sie den sympathischen jungen Oscar Dubourg kennen- und lieben lernt, scheint sich das Lebensglück der jungen Frau zu erfüllen. Doch ein schreckliches Ereignis – Oscar wird kurz vor der Verlobung überfallen und schwer verletzt – macht zunächst anscheinend alles zunichte …
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"

Inhalt der einzelnen Teile (Quelle: Die Krimihomepage)
 
Teil 1 (Erstausstrahlung: 04.06.1980):
Im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts verliebt sich die Pfarrerstochter Lucilla (Gertraud Jesserer) auf einem Spaziergang in den jungen Oscar Dubourg (Gerd Böckmann). Die Liebe wird erwidert und so hält Oscar bei Lucillas Vater (Walter Jokisch) um deren Hand an. Kurz vor der Verlobung kommt es allerdings zu einem verhängnisvollen Zwischenfall: Oscar wird Opfer eines Überfalls und dabei schwer verletzt. Als kausale Folgen trägt er epileptische Anfälle davon, die allerdings dank einer Silbernitrat-Behandlung verschwinden. Als Folgen der Behandlung färbt sich Oscars Gesicht blau. Als Angst, Lucilla könne die Verlobung lösen, verschweigt er seiner Geliebten seine Entstellung. Stattdessen erzählt er ihr, dass sein Zwillingsbruder Larry davon betroffen sei. Er ist schockiert, als Lucilla ihm eines Tages eröffnet, sie wolle sich operieren lassen, damit sie wieder sehen kann.
Teil 2 (Erstausstrahlung: 05.06.1980):
Lucilla lässt sich an den Augen operieren. Doktor Grosse (Wolfgang Büttner) hat die Operation durchgeführt. Als ihr die Augenbinde abgenommen werden soll, hat der entstellte Oscar nicht den Mut, sich seiner Geliebten zu zeigen, zumal er weiß, dass große Aufregung zur erneuten Erblindung führen kann. Oscar flüchtet nach London. Davon will sein von einer Reise zurückgekehrter Zwillingsbruder Larry (Gerd Böckmann) profitieren. Er will Lucillas Herz erobern und hat anscheinend Glück: Lucilla hält Larry für Oscar. Auch Madame Pratolungo (Ellen Schwiers) kann dies nicht verhindern. Nach und nach kommen ihr aber doch Zweifel und sie lehnt Larrys Bitte um die Hochzeit immer wieder ab …

Wie schon in den früheren Verfilmungen konnte Semmelroth auch bei "Lucilla" wieder auf eine renommierte Schauspielerriege setzen, neben den Hauptpersonen Gertraud Jesserer und Gerd Böckmann war vor allem Ellen Schwiers den Zuschauern keine Unbekannte, hatte sie doch bereits in "Der Rote Schal" und "Onkel Silas" tragende Rollen übernommen. Weitere Schauspieler, die zum "Stammpersonal" von Semmelroth zählten waren Walter Jokisch als Lucillas Vater Pfarrer Finch, Wolfgang Büttner als deutscher Augenarzt Doktor Grosse, Heinz Schacht als konservativer englischer Augenarzt Mr. Sebright, Eric Pohlmann als Baron Fronsac, Ilsemarie Schnering als ehemaliges Kindermädchen sowie die damalige Semmelroth-Lebensgefährtin Jutta Kammann mit der Figur der Françoise. Wie in fast all seinen Produktionen hat auch hier Regisseur Semmelroth einen Gastauftritt: In der ersten Szene spielt er den zeitungslesenden Herren, in dessen Zeitung Madame Pratolungo (Ellen Schwiers) eine Stellenanzeige findet. Auch Produktionsleiter Eberhard Forck und Produktionsdesigner Lothar Kirchem spielen in Nebenrollen mit.3)

Semmelroth lieferte mit "Lucilla" eine gelungene Umsetzung eines klassischen Romans ab, nicht ohne Risiko, denn Durbridge-Reißer und US-Serien galten als harte Konkurrenz. Extrem hohe Einschaltquoten bekräftigten den Regisseur aber dann doch wieder, jedes Jahr erneut einen "Plüsch-Krimi" zu drehen. "Lucilla" wollte Semmelroth eigentlich schon 1972 unmittelbar nach "Die Frau in Weiß" verfilmen, verschob das Projekt dann aber doch bis 1979. Die Dreharbeiten zu diesem letzten "Plüsch-Krimi" fanden im Frühjahr und Sommer (April bis Juni) 1979 im ostenglischen Norfolk statt.3)
Es gelang ihm, die vielschichtige Geschichte spannungsreich auf den Bildschirm zu bannen, die handelnden Personen im Sinne des Autors auftreten zu lassen.

Ernst Freiherr von Wolzogen1) (1855 – 1934) schreibt unter anderem in Kapitel VIII seines Werkes "Wilkie Collins – Ein biographisch-kritischer Versuch" (1885):
"Die Charaktere sind mit wirklicher Meisterschaft dargestellt, detailliert in der Zeichnung und seelisch vertieft, wie in keinem anderen Romane Collins. Die Figur der armen Miss Finch ist die liebenswürdigste, welche er je geschaffen hat. Ihre madonnenhafte Anmut, ihre rührende Einfachheit des Gefühls, ihre naive Fröhlichkeit, wie ihr tiefes Herzeleid treten uns mit ergreifender Anschaulichkeit vor Augen. Dabei ist sie nicht etwa die seraphische Mädchengestalt der beliebten Damenromane, sondern ein echtes Evakind mit allen liebenswürdigen und unliebenswürdigen Schwächen ihres Geschlechts. Aber sie ist nur um so reizender, wenn sie schmollt, ihrem unentschlossenen Geliebten den Kopf zurechtsetzt, oder gar bissige Antworten gibt. Die Darstellung der Eigenschaften der Blinden und ihr Verhalten nach der Operation bezeugt, dass sich der Autor aufs Gewissenhafteste über diese Dinge orientierte. (…) Der Roman ist wieder als Bericht eines Augenzeugen in der ersten Person geschrieben, und zwar ist diesmal diese Form besonders angenehm für den Leser, weil der Memoirenschreiber eine höchst originelle Persönlichkeit ist, eine von Wilkie Collins' glücklichsten Gestalten. Der Verfasser ist nämlich eine republikanische Witwe, einst die Gattin des großen Pratolungo, welcher sich damit beschäftigte, in Südamerika Tyrannen zu stürzen und dabei sein Leben sowie das Vermögen – seiner Frau der großen Sache opferte. Madame Pratolungo ist eine neue Auflage der beliebten Collins'schen Heldinnen, welche mit bewunderungswerter Energie die schlimmsten Hindernisse des feindlichen Zufalls zu beseitigen wissen. Diesmal aber französischen Ursprungs und mit ihrem warmen Herzen, ihrem gesunden Humor und ihrem prächtig anschaulichen Stil eine sehr liebenswürdige Dame. Frau Finch muss ich dem Leser in einer Probe anschaulich machen, denn sie ist die beste komische Figur unseres Autors, eine von denen, welche man nicht wieder vergisst. Hier die Darstellung des ersten Eintritts von Madame Pratolungo in das Finch'sche Pfarrhaus. (…) Ich bin der Meinung, dass neben "The Woman In White" "Poor Miss Finch" dasjenige Werk ist, welches am meisten dazu geeignet erscheint, den Namen Wilkie Collins der Nachwelt zu überliefern." (Quelle: www.wilkiecollins.de; siehe auch die digitalisierte Version bei GDT–Göttinger Digitalisierungszentrum)

Seit 29. April 2011 ist der Zweiteiler als DVD im Handel erhältlich.

Siehe auch Die Krimihomepage, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1)  Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz
Quelle: 3) Die Krimihomepage 

Die handelnden Personen:
Gertraud Jesserer … spielte die seit ihrem ersten Lebensjahr blinde und willenstarke Pfarrerstochter Lucilla.
 
Geboren am 13. Dezember 1943 in Wien.
 
Kurzportrait zu Gertraud Jesserer innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, kundendienst.orf.at

Weitere Filme*) mit Gertraud Jesserer

Gerd Böckmann … spielte die Doppelrolle des jungen Oscar Dubourg bzw. dessen eineigen Zwillingsbruder Larry (im Roman Nugent), die beide in Lucilla verliebt und charakterlich vollkommen unterschiedlich sind.
 
Geboren am 11. Januar 1944 in Chemnitz.
 
Kurzbiografie zu Gerd Böckmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Gerd Böckmann
Ellen Schwiers

Ellen Schwiers; Copyright Virginia Shue

… spielte die Witwe Madame Pratolungo, die im Roman als Erzählerin auftritt und treue Gesellschafterin von Lucille ist.
 
Geboren am 11. Juni 1930 in Stettin.
 
Kurzportrait zu Ellen Schwiers innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz der Künstlerin: www.das-ensemble.de

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de

Weitere Filme*) mit Ellen Schwiers


  
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Walter Jokisch

Walter Jokisch; Copyright Virginia Shue

… spielte den Pfarrer Finch, sich ständig in Geldnöten befindender Vater von Lucilla.
  
Geboren am 9. Dezember 1914 in Breslau.
gestorben am 23. Februar 1984 in München.
 
Kurzportrait zu Walter Jokisch innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Walter Jokisch
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Ruth Maria Kubitschek

Ruth-Maria Kubitschek; Copyright Virginia Shue

… spielte die Frau Finch, Stiefmutter von Lucilla.
 
Geboren am 2. August 1931 in Komotau (Tschechoslowakei).
 
Kurzportrait zu Ruth Maria Kubitschek innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz der Künstlerin: www.ruth-maria-kubitschek.ch
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Ruth Maria Kubitschek
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.

Wolfgang Büttner

Wolfgang Büttner; Copyright Werner Bethsold

… spielte den exzentrischen aber liebenswerten deutschen Augenarzt Doktor Grosse, der Lucilla kurzzeitig wieder zum Sehen verhilft.
 
Geboren am 1. Juni 1912 in Rostock,
gestorben am 18. November 1990 in Gauting-Stockdorf bei München.
 
Kurzportrait zu Wolfgang Büttner innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wolfgang Büttner

Foto: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1987 während einer Hörspielproduktion.

Heinz Schacht … spielte den konservativen englischen Augenarzt Mr. Sebright.
 
Geboren am 21. April 1909 in Gevelsberg (Nordrhein-Westfalen),
gestorben am 1. Februar 1987.
 
Nach dem Abschluss der Oberrealschule absolvierte der gebürtige Westfale eine Ausbildung zum Schauspieler bei Friedrich Ettel1) (1890 – 1941), ein erstes Engagement erhielt er anschließend 1930 an den "Städtischen Bühnen" in Essen. Ein Jahr später wechselte er an das "Schauspielhaus Zürich", wo er bis 1933 auf der Bühne stand, weitere Theaterstationen wurden dann unter anderem Königsberg und Lübeck. Nach dem 2. Weltkrieg war Schacht ab 1948 langjähriges Ensemblemitglied der "Städtischen Bühnen" in Köln, zählte "lange Jahre zu jener älteren Schauspieler-Generation, die die Nachkriegsära der Kölner Bühnen prägten. Und er gehörte zu jenen, die menschliche Wärme und Herzlichkeit ausstrahlten und sich damit in die Herzen des Kölner Publikums spielten" schrieb unter anderem der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Nr. 29, 04.02.1987) in einem Nachruf. So glänzte Schacht unter anderem als Schuster Voigt in Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick"1), als Landstreicher Schluck in Gerhart Hauptmanns als "Scherzspiel" bezeichneten Komödie "Schluck und Jau" oder als Theobald Maske in Carl Sternheims Lustspiel "Die Hose"1) – "Rollen, die maßgeblich zu seinem Ruhm beitrugen, über das solide Handwerk hinaus ein Darsteller von Einfühlsamkeit, Originalität und Humor zu sein."2)
1974 verließ Schacht nach mehr als 25 Jahren die Kölner "Städtischen Bühnen" aus Verärgerung über das zunehmend "geringe und lieblose Rollenangebot"2) und arbeite als freier Schauspieler, kam jedoch immer wieder mal nach Köln zurück. So wurde er 1978 am "Theater" am Dom" als Partner von Günther Jerschke in Neil Simons Komödienklassiker "Sonny Boys" gefeiert, im darauffolgenden Jahr kehrte an seine frühere Wirkungsstätte zurück und gestaltete in Jürgen Flimms umjubelten "Leonce und Lena"1)-Inszenierung den König Peter vom Reiche Popo. Im selben Jahr verlieh im der damalige Kulturdezernent Kurt Hackenberg die Ehrenmitgliedschaft der Kölner Bühnen.
Neben seiner Arbeit als Schauspieler war Schacht auch als Bühnenautor tätig, schrieb unter anderem das Stück "Treffpunkt Standesamt".
Heinz Schacht wirkte zudem seit den 1950er Jahren in verschiedenen Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit. 1971 trat er als Protagonist Jakob Schmid in der ZDF-Produktion "Der Pedell"1) unter der Regie von Eberhard Itzenplitz in Erscheinung. An der Seite von Willy Millowitsch als Schmierendirektor Emanuel Striese mimte er den Gymnasialprofessor Gollwitz in dem unverwüstlichen Schwank "Der Raub der Sabinerinnen"1) (1971), war "Der widerspenstige Heilige" (1974) Kanonikus Daniel McCooey in der gleichnamigen Komödie ("The Wayward Saint") des Iren Paul Vincent Carroll1) oder zeigte sich neben Titelheld Theo Lingen als "Penner" in der witzig-turbulenten WDR-Produktion "Anton zieh die Bremse an!" (1976; Regie: Karl Wesseler). In dem gesellschaftskritischen, ambivalent diskutierten TV-Film "Smog"1) von Wolfgang Petersen nach einem Drehbuch von Wolfgang Menge aus dem Jahre 1973 verkörperte Schacht die Figur des Opa Rykalla. Unter den vielen Fernsehauftritten befanden sich 1965 die Durbridge-Verfilmung "Die Schlüssel"3) sowie die als "Plüsch-Krimis " bezeichneten Mehrteiler "Der rote Schal"3) (1973), "Der Strick um den Hals"3) (1975) und "Lucilla"3) (1980). Wenige Male war Schacht zudem auf der Leinwand präsent, etwa in in der Komödie "Postlagernd Turteltaube" (1952, → Filmlexikon), in dem Nachkriegs-Drama "Die goldene Pest"4) (1954) oder zuletzt mit einem kleinen Part in der Krimi-Komödie "Peng! Du bist tot!"1) (1987).
Als Sprecher konnte man Heinz Schacht auch mehrfach in der populären " Paul Temple"-Reihe1) des Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) bzw. WDR von Francis Durbridge unter der Regie von Eduard Hermann zu hören. In der Hörspielversion von "Der kleine Hobbit" des WDR aus dem Jahre 1980 sprach er die Rolle des Thorin → Hörspiele (Auswahl) bei Wikipedia.
 
Heinz Schacht, der 77-jährig an Herzversagen starb, war mit seiner Kollegin Else Sprenger verheiratet; aus der Verbindung stammt ein Sohn. Die letzte Ruhe fand der Schauspieler auf dem Kölner Friedhof "Melaten"; in der Grabstelle wurde später seine 2000 verstorbene Ehefrau Else beigesetzt.
 
Quelle: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961),
Wikipedia (Stand 01.07.2013) sowie Nachruf im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Nr. 29, 04.02.1987)
 
Weitere Filme*) mit Heinz Schacht
 
Link: 1) Wikipedia, 3) Beschreibung innerhalb dieser HP, 4) filmportal.de
Quelle: 2) "Kölner Stadt-Anzeiger" (Nr. 29, 04.02.1987)
Grabstelle Else und Heinz Schacht; Copyright: Wilfried Paqué
Foto: © Wilfried Paqué
Elert Bode

Elert Bode; Foto zur Verfügung gestellt von MARC ROSENBERG MANAGEMENT

… spielte den Anwalt Briggs.
 
Geboren am 6. April 1934 in Breslau.
 
Kurzportrait zu Elert Bode innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia sowie
www.schauspieler-agentur.de und
die Schauspieleragentur MARC ROSENBERG MANAGEMENT
 
Weitere Filme*) mit Elert Bode
 

Das Foto  wurde mir freundlicherweise von der Schauspieleragentur
MARC ROSENBERG MANAGEMENT zur Verfügung gestellt.
Eine Weiterverwendung ist nicht gestattet.
Eric Pohlmann … spielte den Baron Fronsac.

Geboren am 18. Juli 1913 in Wien (Österreich) als Erich Pollak*),
gestorben am 25. Juli 1979 in Bad Reichenhall (Oberbayern).
 
Eric (eigentlich Erich) Pohlmann war ein klassisch ausgebildeter Charakterschauspieler der alten Schule. Er studierte bei Max Reinhardt in seiner Heimatstadt Wien und hatte erste Engagements u.a. am "Raimundtheater". Nebenbei jobbte er als Entertainer in einer Bar.
Anfang 1939 folgte er seiner Verlobten und späteren Ehefrau (Heirat Mai 1939), der jüdischen Schauspielerin Lieselotte Goettinger, in die Emigration nach London. In Großbritannien fasste er rasch Fuß und machte auf "BBC Deutschland" Propaganda gegen das Nazi-Regime. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, nahmen die Pohlmanns vorübergehend eine Stellung im Haushalt des damaligen Herzogs von Bedford an – sie als Köchin, er als Butler; 1942 erlangte er die britische Staatsbürgerschaft.
Nach Kriegsende begann der Schauspieler eine Karriere an Londoner Bühnen, die er bis in die 1960er Jahre hinein ausbauen konnte. Unter anderem brillierte er als Peachum in "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Seit Ende der 1940er Jahre war Pohlmann zunehmend in britischen und US-amerikanischen Film- und Fernsehproduktionen präsent, zunächst mit kleinen Komparsenrollen, später zunehmend mit prägnanten Nebenrollen in Abenteuer- und Kriminalfilmen, gelegentlich auch in Komödien. Seine große, massige Erscheinung mit leicht südosteuropäischem Einschlag prädestinierte ihn für Figuren intelligenter Meisterverbrecher und Spione, aber auch Offiziere oder Kriminalbeamte, Hotelsbesitzer, Konsule, Geschäftsmänner oder gar Präsidenten und Könige gehörten zu seinem Repertoire. Sehr häufig gab er Italiener, Griechen und Orientalen, Deutsche oder Österreicher mimte er trotz seiner Herkunft eher selten.
Einen seiner frühesten Leinwandauftritte hatte Pohlmann in Carol Reeds Filmklassiker "Der dritte Mann"1) (1949, The Third Man) – als Kellner in der Bar "Smolka's". Bis zu seinem Tod spielte er mal mehr, mal weniger bedeutende Nebenrollen in britischen, aber auch vor allem von MGM produzierten Hollywood-Filmen. Er zeigte sich an der Seite der großen Stars, so mimte er in John Fords Abenteuer "Mogambo"1) (1953) neben Clark Gable, Ava Gardner und Grace Kelly den zwielichtigen Leon Boltchak, in Nicholas Ray Monumentalfilm "55 Tage in Peking"1) (1963, 55 Days at Peking) den deutschen Baron von Meck an der Seite von Charlton Heston und David Niven. Zwei Mal besetzte ihn Richard Thorpe neben Hauptdarsteller Robert Taylor in einer britischen Produktion, 1955 als Gluckmeister in "Liebe, Tod und Teufel" (The Adventures of Quentin Durwand) und 1959 als Capt. Rohner in "Das Haus der sieben Falken" (The House of the Seven Hawks). Als Händler aus Kandahar tauchte er in John Frankenheimers Abenteuer "Die Steppenreiter"2) (1971, The Horsemen) neben den Stars Omar Sharif und Jack Palance auf, agierte in Blake Edwards' Krimikomödie "Der rosarote Panther kehrt zurück"1) (1975, The Return of the Pink Panther) an der Seite von Peter Sellers und Christopher Plummer namenlos als "Der dicke Mann".
Sein komödiantisches Talent zeigte der Schauspieler 1955 neben Sexbombe Jane Russell als Mr. Ballard in Richard Sales musikalischem Streifen "So lebt man in Paris"2) (Gentlemen Marry Brunettes), in Val Guests "Expresso Bongo" (1960), einem Schlagerfilm mit Cliff Richard, agierte er als Leon.
1958 hatte er eine Rolle in der britischen Mystery-Krimiserie "Inspector March of Scotland Yard" (kein deutscher Verleihtitel) übernommen: Als Inspector Goron unterstützte er Hauptdarsteller Boris Karloff in mehreren Folgen.
 
In den 1960er und 1970er Jahren war Pohlmann beruflich auch wieder in seiner alten Heimat aktiv und übernahm zahlreiche prägnante Charakterrollen in deutschen und österreichischen Film- und Fernsehproduktionen. Er gestaltete nicht nur Gastrollen in populären Krimiserien wie "Der Kommissar" und "Derrick", sondern übernahm auch Aufgaben in anspruchsvollen Fernsehspielen vornehmlich für den ORF und den Bayerischen Rundfunk, nicht selten unter der Regie von Franz Josef Wild. Dazu gehören beispielsweise "Der Strafverteidiger" (1961, u.a. mit Barbara Rütting und Carl-Heinz Schroth), "Der kleine Lord" (1962, u.a. mit Albrecht Schoenhals und Michael Ande) sowie "Die Affaire Dreyfus" (1968, u.a. mit Karl-Michael Vogler und Bernhard Wicki).
1962 zeigte sich Pohlmann auch in einem deutschen Edgar Wallace-Krimi, musste als Kerkie Minelli in Helmuth Ashleys "Das Rätsel der roten Orchidee"1) durch Mörderhand sterben. Seinen größten Erfolg im deutschsprachigen Raum verzeichnete der Charakterschauspieler 1971 im Fernsehen mit dem Straßenfeger "Die Frau in Weiß", einem Kriminalfilm in historischen Kostümen nach einer literarischen Vorlage von Wilkie Collins. Der Dreiteiler galt seinerzeit als eine der erfolgreichsten TV-Produktionen des Jahres und lockte zeitweise rund 9 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. (…) Die Mini-Serie gilt bei Fans des Genres bis heute als Kult.
Auch während seiner aktiven Zeit in Deutschland und Österreich nahm Pohlmann neben seiner internationalen Filmarbeit weiterhin Aufgaben im britischen Fernsehen wahr, unter anderem als Gaststar in den Krimiserien "Jason King"1) und "Paul Temple", die auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Zudem ist die Stimme Eric Pohlmanns eingefleischten James Bond-Fans vertraut: Sowohl in "Liebesgrüße aus Moskau"1) (1963, From Russia with Love) als auch in "Feuerball"1) (1965, Fireball) sprach er in der englischen Originalfassung den geheimnisvollen Ernst Stavro Blofeld1) von der Verbrecherorganisation SPECTRE.
Ende der 1970er Jahre kam es zu einer Zusammenarbeit mit Maximilian Schell, in dem von Schell realisierten deutsch-österreichischen Kinofilm "Geschichten aus dem Wienerwald"1) (1979) nach Ödön von Horváth übernahm Pohlmann eine Rolle neben Birgit Doll, Helmut Qualtinger und André Heller. Die Horváth-Adaption wurde 1979 auf dem "London Film Festival" gezeigt und im darauffolgenden Jahr beim "Deutschen Filmpreis" mit dem "Filmpreis in Silber" ausgezeichnet. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schell und Pohlmann bei den "Salzburger Festspielen" musste durch den überraschenden Tod des Schauspielers abgebrochen werden: Während der Proben zu "Jedermann", wo Pohlmann wie auch schon im Jahr zuvor den "dicken Vetter" an der Seite des Protagonisten (Maximilian Schell) gestalten sollte, erlitt der Schauspieler einen Herzinfarkt und starb kurz darauf in einer Klinik im nahe gelegenen Bad Reichenhall im Alter von 66 Jahren.
Eric Pohlmann war zwei Mal verheiratet, aus der ersten Ehe mit seiner Kollegin Lieselotte Goettinger (1904 – 1968) hinterließ er die Söhne Michael und Stephen. Nach dem Tod seiner Frau hatte er erneut geheiratet → Lili Pohlmann bei "Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V."
 
Quelle (unter anderem) Wikipedia (Stand Februar 2009/April 2015)
 
Weitere Filme*) mit Eric Pohlmann
 
*) Laut Wikipedia (englisch)
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de

Jutta Kammann … spielte die Françoise.
 
Geboren am 22. März 1944 in Heidenheim/Brenz (Baden-Württemberg).
 
Jutta Kammann blickt auf eine sehr bewegende Kindheit zurück. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie gerade vier Jahre alt war. Sie blieb bei ihrer Mutter Rose, ihre ältere Schwester Gisela beim Vater. Ihre Geburtsstadt Heidenheim/Brenz war der Ausgangpunkt für eine Kindheitsodyssee durch ganz Deutschland, bei der allein 13 Schulen auf der Strecke blieben. Juttas Mutter – eine Modeverkäuferin – blieb nie lange an einem Ort und kam oft nur am Wochenende nach Hause. In dieser Zeit lebte Jutta im Heim oder bei Pflegeeltern. "Meine Kindheit war schrecklich", sagt sie selbst, ohne jedoch mit Zorn zurückzublicken.
Mit 18 flüchtete Jutta Kammann von zu Hause und begann, in Köln als Statistin beim Fernsehen und als Model zu arbeiten. Der Wunsch Schauspielerin zu werden, begleitete sie, seit sie im zarten Kindergartenalter in einem Krippenspiel die Maria darstellte. Sie bewarb sich an der berühmten "Westfälischen Schauspielschule Bochum" und wurde unter 360 Bewerbern für einen der 16 begehrten Plätze ausgewählt. 
Nach ihrer Schauspielausbildung folgten Engagements u.a. an renommierten Bühnen wie dem "Schauspielhaus Bochum" und dem "Schillertheater" in Berlin. Sie blieb der Bühne viele Jahre lang treu und baute sich nebenbei ihre Film- und Fernsehkarriere Schritt für Schritt auf. Mit zehn Theaterstücken ging sie im gesamten deutschsprachigen Raum auf große Tournee. Jutta Kammann brillierte unter anderem neben Ruth-Maria Kubitschek und Harald Leipnitz 1987 in dem Stück "Lea" und 1982 neben Sky du Mont und Dirk Galuba in "Lady Windermeres Fächer"1). Mit vielen Theaterkollegen stand sie später ebenfalls vor der Kamera. Ganz besonders in Erinnerung blieb ihr der Bühnenauftritt in "Lasst uns endlich anfangen", in dem sie gemeinsam mit den Kessler-Zwillingen tanzte und steppte.
Bis jetzt spielte Jutta Kammann in mehr als 100 Fernsehfilmen. Etwa 40 Mal war sie in Krimireihen wie "Derrick", "Der Alte" und "Tatort" zu sehen. In den 1970ern begeisterte sie in Romanverfilmungen von Wilkie Collins. Seit ihrer Rolle bei "In aller Freundschaft"1) ist sie auch in Magazinen und bei TV-Galas ein gern gesehener Gast.
Anmerkung: Hier spielte Jutta Kammann zwischen 1998 und 2014 die Ingrid Rischke, Oberschwester der Chirurgischen Station und Ehefrau von Prof. Dr. Gernot Simoni (Dieter Bellmann1)).

Jutta Kammann ist Schirmherrin des Vereins "Menschen für Kinder" und arbeitet eng mit der Kinderkrebsstation der Leipziger Universitätsklinik sowie der "José-Carreras-Stiftung" zusammen. Zudem ist sie Gründungsmitglied des "Lions-Kinderkrebsforschungszentrums" in Leipzig.
Fast 30 Jahre lang lebte sie mit ihrer großen Liebe, dem Regisseur Wilhelm Semmelroth1) (1914 – 1992), zusammen. Kennen gelernt hatten sie sich bei Dreharbeiten und er suchte seitdem ihre Rollen aus. Für ihn brachte sie große Opfer. Sie verzichtete auf Heirat und Kinder, da er sich nie von seiner Frau scheiden lassen wollte und bereits zweifacher Vater war. Dennoch pflegte sie ihn bis zu seinem Tod 1992.
 
Quelle: Fanpage zu Jutta Kammann
 
Seit 2014 lebt die Schauspielerin in der Seniorenresidenz "Augustinum" in München-Neufriedenheim.

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Jutta Kammann
 
Link: 1) Wikipedia

Rose Renée Roth … spielte die Tante Amélie.
 
Geboren am 12. Dezember 1902 in Budapest,
gestorben am 12. März 1990 in Wien.
  
Kurzportrait zu Rose Renée Roth innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Rose Renée Roth

Ilsemarie Schnering … spielte die Nanny, Lucillas ehemaliges Kindermädchen.

Geboren am 28. April 1909 in Genthin (Sachsen-Anhalt),
gestorben am 3. April 1995 in Gernsbach (Baden-Württemberg).

Sie bildete sich nach dem Schulabschluss zur Sopranistin und Schauspielerin aus. Ihre Bühnenlaufbahn führte sie an das Theater Gotha, das Oldenburgische Staatstheater, die Bühnen der Hansestadt Lübeck, das Staatstheater Karlsruhe, das Theater von Königsberg, das Theater von Breslau und an das Staatstheater Stuttgart. Seit 1957 arbeitete sie als freischaffende Schauspielerin.
Ilsemarie Schnering begann in dieser Zeit ihre intensive Fernseharbeit. So spielte sie beispielsweise in dem Vierteiler "Die Schatzinsel"1) (1966) die Mutter von Jim Hawkins (Michael Ande) und in dem Zweiteiler "Tadellöser & Wolff"1) (1975) eine Klavierlehrerin.
Ilsemarie Schnering war vorübergehend mit dem Regisseur Peter Beauvais2) (1916 – 1986) verheiratet.

Quelle (unter anderem): Wikipedia (Stand Februar 2009) sowie Geburts- bzw. Sterbedaten von
Volker Wachter2) (Staatsarchiv Meiningen)

Weitere Filme*) mit Ilsemarie Schnering
 
1) Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Wilhelm Semmelroth … wie in fast all seinen Filmen trat der Regisseur mit einer kleinen Nebenrolle auf, diesmal in der Eingangssequenz als Mann mit der Zeitung.
  
Geboren am 4. Mai 1914 in Bitburg,
gestorben am 1. Juli 1992 bei München.
 
Wilhelm Semmelroth wuchs in Bonn auf und studierte in Köln und Berlin. 1945/1946 arbeitete er für die deutsche Abteilung der BBC London, anschließend kam er als Regisseur zum NWDR Köln. 1949 wurde er Leiter der dortigen Hörspielabteilung. 1960 wechselte er zum Fernsehen und wurde Fernsehspielleiter des WDR. In dieser Funktion betreute er als Produzent unter anderem den fünfteiligen Rex-Stout-TV-Krimi "Zu viele Köche" (1960, mit Joachim Fuchsberger) und die Francis-Durbridge-Klassiker "Tim Frazer"1) (1963), "Tim Frazer: Der Fall Salinger" (1964), jeweils mit Max Eckard und Konrad Georg sowie "Die Schlüssel"1) (1964, mit Harald Leipnitz und Albert Lieven). Im Durbridge-Reißer "Das Messer" (1971, mit Hardy Krüger) spielte er eine Schlüsselfigur: den entführten Wissenschafter Dr. Hamilton.

Im gleichen Jahr begann er als Regisseur gemeinsam mit seinem Drehbuchautor Herbert Asmodi2) (1923 – 2007) nahezu Jahr für Jahr Klassiker des Kriminalromans zu verfilmen. Den Beginn machten drei Filme nach Wilkie Collins2) (1824 – 1889), es folgten unter anderem zwei Krimiklassiker nach Émile Gaboriau2) (1832 – 1872). Alle Mehrteiler avancierten zu sogenannten Straßenfegern und waren hochkarätig besetzt: Heidelinde Weis, Christoph Bantzer, Pinkas Braun, Eric Pohlmann, Theo Lingen, Siegfried Lowitz, Paul Dahlke, Dieter Borsche, Hans Caninenberg, Walter Jokisch, Susanne Uhlen, René Deltgen, Ellen Schwiers, Helmut Käutner – das sind nur einige wenige Stars, die damals mitwirkten.
Ähnlich wie Alfred Hitchcock machte Semmelroth in fast allen Filmen einen kleinen Gastauftritt. Bei allen Krimiklassikerverfilmungen arbeitete er mit dem Komponisten Hans Jönsson2) (1913 – 1993) ("Paul Temple-Hörspiele") zusammen. Auch seine Lebensgefährtin Jutta Kammann2) spielte in den meisten Filmen mit.

Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)

Siehe auch www.deutsches-filmhaus.de
   
Weitere Filme*) von und mit Wilhelm Semmelroth
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Weitere Mitwirkende waren
Martine Mayne*), Eva Ordonez*), Hannes Stadler, Walter Feuchtenberg1), Bob Sutherland*) sowie
Produktionsleiter Eberhard Forck*) und Produktionsdesigner Lothar Kirchem*)
(Link: 1) Wikipedia)

*) Link: Internet Movie Database

  

Der Autor Wilkie Collins
Portrait des britischen Autors Wilkie Collins. Urheber "Elliott and Fry" (55 Baker Street), vermutlich aufgenommen 1871. Quelle: U.S. Library of Congress, mit dem Hinweis: "No known restrictions on publication." siehe www.loc.gov; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.

William Wilkie Collins wurde am 8. Januar 1824 in London geboren und starb am 23. September 1889 in London.
Er war ein britischer Schriftsteller und Verfasser der ersten "Mystery Thriller".

Sein Vater, William Collins, war ein Landschaftsmaler, der jedoch die Zukunft seines Sohnes zunächst nicht in der Kunst, sondern im Teehandel sah. Nachdem dieser wenig Neigung zum Geschäftlichen zeigte, studierte Wilkie Collins Rechtswissenschaften am "Lincoln's Inn", wo er 1851 die Zulassung als Anwalt erhielt. Wilkies jüngerer Bruder war der präraffaelitische Maler Charles Allston Collins1) (1828 – 1873).
Seine eigentliche Berufung fand Wilkie Collins als Schriftsteller: Bereits 1843 war "The Last Stagecoachman" im "Illuminated Magazine" erschienen. Seine erste Buchveröffentlichung war eine Biografie seines Vaters (Memoirs of the Life of William Collins, Esq., R.A.), die ein Jahr nach dessen Tod im Jahr 1847 erschien. Von da an veröffentlichte er in schneller Folge Romane (von denen er 25 verfasste) und Erzählungen (von denen über 50 erschienen): 1850 erschien "Antonina oder Der Fall Roms" (aus dem seinerzeit besonders beliebten Genre des historischen Romans), 1852 erschien "Basil", und dann fast in jährlichem Rhythmus weitere Werke.
 
Portrait des britischen Autors Wilkie Collins.
Urheber "Elliott and Fry" (55 Baker Street), vermutlich aufgenommen 1871.
Quelle: U.S. Library of Congress, mit dem Hinweis: "No known restrictions on publication."  → www.loc.gov
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; weitere Angaben zur Lizenz siehe hier


Er sollte zu einem der populärsten (und bestbezahlten) Autoren seiner Zeit werden. Seine bekanntesten Werke sind "Die Frau in Weiß" (1860, The Woman in White) und "Der Mondstein" (1868, The Moonstone). Beide Romane würde man heute als "Mystery Thriller" oder im Fall von "The Moonstone" als "Detective Novel" bezeichnen, und man kann Wilkie Collins mit einigem Recht als einen der Begründer dieser Genres sehen. Das Spätwerk "The Haunted Hotel" (1878) stellt einen sich von der Masse durch seinen psychologischen Gehalt und die möglicherweise erste Darstellung von Hirntod in der englischsprachigen Literatur abhebenden Beitrag zur viktorianischen "Novel of Sensation" dar.

Wilkie Collins gilt heute als einer der großen viktorianischen Schriftsteller. Er war ein enger Freund Charles Dickens1) (1812 – 1870), in dessen Schatten er nach seinem Tod lange stand. Erst im späteren 20. Jahrhundert wurde Collins wieder entdeckt und wird heute im englischen Sprachraum wieder verlegt. Wilkie Collins starb am 23. September 1889 im Alter von 65 Jahren in London und wurde dort auf dem Kensal Green Cemetery beerdigt.
 
Quelle: Wikipedia

Siehe auch: www.wilkiecollins.de
 
Link: 1) Wikipedia
Lizenz Foto Wilkie Collins: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
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