Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer 1859/60, erschien in der britischen Zeitschrift "All The Year Round" – herausgegeben von Charles Dickens1) – mit "The Woman In White" ein Fortsetzungsroman, der als der erste Kriminalroman der Literaturgeschichte überhaupt gilt. Geschrieben hatte ihn Wilkie Collins (1824 – 1889), der zuvor schon mehrere spannungsgeladene Novellen und sogenannte "Sensationsromane" veröffentlicht hatte. Doch erst mit " The Woman In White" erlangte sein Autor schlagartig Berühmtheit. Der Roman wurde rasch weltweit übersetzt, die deutsche Fassung erschien erstmals (übersetzt von C. Büchele) 1862 unter dem Titel "Die weiße Frau". Erzählt wird die Geschichte eines Zeichenlehrers namens Walter Hartright, der als Lehrer für zwei junge Adlige Damen Miss Fairlie und Miss Halcombe verpflichtet wird. Er verliebt sich in Laura Fairlie, die seine Gefühle zwar erwidert, jedoch schon dem Adligen Sir Percival Glyde versprochen ist. Doch es bleibt nicht bei der Liebesgeschichte: Ein italienischer Conte Fosco, der ein ganz gerissener Schurke zu sein scheint, und eine mysteriöse Frau tauchen auf. Ein anonymer Brief flattert ins Haus, der vor Sir Glyde warnt … In diesem Roman wird von geheimnisumwitterten Grabsteinen über pittoreske Schurken bis hin zu der Cosa Nostra fast alles geboten. Ein Krimi, der ohne blutige Mordtaten auskommt. (Quelle: www.wilkiecollins.de) Der Stoff bot sich also ohne Zweifel für eine Verfilmung an. Bereits zu Stummfilmzeiten hatte man sich an die Umsetzung der zum Teil komplizierten Handlung für die Leinwand gewagt, 1912 erschien eine erste Fassung in den USA, knapp zehn Jahre später schuf der österreichische Regisseur Max Neufeld1) (1887 – 1967) mit "Die Frau in Weiß" eine Filmversion, die Anfang 1921 in zwei Teilen in die Lichtspielhäuser kam und melodramatisch das Publikum zu fesseln wusste. Publikumsliebling Liane Haid2) (1895 – 2000) spielte die Titelrolle, Größen des österreichischen Stummfilmkinos wie Max Neufeld selbst und sein Bruder Eugen Neufeld1) (1882 – 1950), Dora Kaiser2) oder Hermann Benke2) (1896 – 1937) standen vor der Kamera → stummfilm.at.
Das von Regisseur Peter Godfrey (1899 – 1970) inszenierte schwarz-weiße Melodram "The Woman In White" gelangte 1948 mit Eleanor Parker1) als Protagonistin in die US-amerikanischen Kinos, Gig Young spielte den Lehrer Walter Hartright, in weiteren Rollen waren Agnes Moorehead, Alexis Smith, Sydney Greenstreet und auch Curt Bois zu sehen. In England entstand Mitte der 1960er Jahre eine sechsteilige Serie für das Fernsehen, wenige Jahre später machte sich Drehbuchautor Herbert Asmodi1) (1923 – 2007) daran, den Roman für das deutsche Fernsehen als Dreiteiler zu adaptieren. Als Regisseur konnte Wilhelm Semmelroth (1914 – 1992) gewonnen werden, der als Produzent bereits die Durbridge-Klassiker "Das Halstuch"2), "Tim Frazer"2), "Tim Frazer: Der Fall Salinger" und "Die Schlüssel"2) für die ARD realisiert hatte.
Die Frau in Weiß: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de In das Kostüm der kühlen Adligen Laura schlüpfte Heidelinde Weis, und auch die anderen Figuren waren mit Christoph Bantzer (Zeichenlehrer Walter Hartright), Pinkas Braun (Sir Percival), Helmut Käutner (Sir Frederic Fairlie) oder Eric Pohlmann (Conte Fosco) prominent besetzt. Semmelroth selbst mimte den kleinen Part des Irrenarztes Dr. Masters. Gedreht in Originalkostümen, unter anderem an der englischen Küste bei Bournemouth vor historischer Kulisse, hielt sich die Produktion recht eng an die Romanvorlage, "Die Frau in Weiß" wurde eine der erfolgreichsten Fernsehfilme des Jahres 1971 und lockte Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.
In der Kritik einer damaligen TV-Zeitschrift war zu lesen: "Da reimten sich Herz auf Schmerz und Not auf Tod. Da rief zur Mitternacht das Friedhofs-Käuzchen und hinterhältig blickten sich einander die Komplizen ins Auge. Die Unschuld schließlich durfte triumphieren – doch wie viel Unbill musste "Die Frau in Weiß" ertragen, wie viel stolze Tapferkeit zeigen, bevor es ein Happy-End ŕ la 1850 gab! Drei Sonntagabende des Jahres 1971 füllte Regisseur Wilhelm Semmelroth mit wild- und zugleich zartromantischer Schwelgerei in viktorianischem Dekor, üppigen Masken und köstlich ausschweifender Darstellerkunst. Alle durften sie – ob Heidelinde Weis, Pinkas Braun, Helmut Käutner, Eva Christian oder Christoph Bantzer – hineingreifen in die tiefe Kiste komödiantischer Möglichkeiten, und was sie, jeder für sich, zutage förderten, war höchst unterhaltsam. Dieser Antik-Krimi aus einer Zeit, da die Verbrecher noch abgefeimt, die Opfer noch edel waren, war trotz – und auch wegen – seiner epischen Breite ein genießenswerter Bildschirm-Schinken." (Quelle: Die Krimihomepage)
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
Aufgrund des enormen Zuschauerzuspruchs bildete "Die Frau in Weiß" den Auftakt zu einer zunächst auf drei, dann auf fünf Filme angelegten Krimi-Klassikerreihe des WDR, die alle von Herbert Asmodi geschrieben und von Wilhelm Semmelroth inszeniert wurden. Unter anderem entstanden nach Romanen von Wilkie Collins "Der rote Schal"2) (1973), "Der Monddiamant"2)  (1974) und "Lucilla"2) (1980).
Der vor 150 Jahren erschienene Roman von Wilkie Collins macht auch heute noch Furore, 2005 lief in London das Musical "The Woman in White" von Andrew Lloyd Webber an.
 
Die Handlung des ARD-Dreiteilers (Quelle: Die Krimihomepage):
 
Allgemeines:
Zeichenlehrer Walter Hartright (Christoph Bantzer) hat eines Nachts ein unheimliches Erlebnis: er begegnet einer mysteriösen Frau in Weiß, die aus einem Irrenhaus ausgebrochen ist. Er hilft der scheinbar verwirrten Frau und denkt darüber nicht mehr nach. Wenig später tritt er in Cumberland im Hause Fairlie eine Stelle als Zeichenlehrer an. Er ist geschockt, als er in einer seiner Schülerinnen, Laura (Heidelinde Weis) die Frau in Weiß wieder zu erkennen glaubt. In Wirklichkeit handelt es sich aber um zwei verschiedene Personen, die in seinem Leben noch eine entscheidende Rolle spielen sollen: Walter verliebt sich in Laura. Obwohl seine Liebe erwidert wird, heiratet diese Sir Percival Glyde (Pinkas Braun), dem sie versprochen war. Dieser ist aber nur an Lauras Geld interessiert und schreckt auch vor Mord nicht zurück, um an dieses zu gelangen.

Erster Teil: (Erstsendung: 16.05.1971, Länge 75 Minuten)
Walter Hartright (Christoph Bantzer) soll auf einem alten Landschloss die Nichten von Sir Frederic Fairlie (Helmut Käutner) im Zeichnen unterrichten. Er verliebt sich bald in Laura (Heidelinde Weis), die jüngere der beiden Schülerinnen. Marian (Eva Christian), ihre Schwester, eröffnet ihm, dass Laura bereits mit Sir Percival Glyde (Pinkas Braun) verlobt ist. Sir Percival besteht auf der Hochzeit. Doch er hat eine Feindin: die Frau in Weiß, die Laura zum verwechseln ähnlich sieht und einer Irrenanstalt entflohen ist. Sie ist die einzige, die sein Geheimnis kennt …

Zweiter Teil: (Erstsendung: 23.05.1971, Länge: 90 Minuten)
In einem anonymen Brief an Laura verrät die Frau in Weiß, dass es Sir Percival und seine Freunde Contessa und Conte Fosco (Edith Lechtape und Eric Pohlmann) nur auf ihr Geld abgesehen haben. Laura heiratet trotzdem. Fosco und Percival setzen alles daran, die "Frau in Weiß" aus dem Wege zu schaffen, um die einzige, die Percivals Geheimnis kennt, zu beseitigen. Dazu ist nur ein grimmiger Blick Sir Percivals nötig, der die bereits schwer kranke Frau in Weiß damit so erschreckt, dass sie an Herzversagen stirbt. Nun setzen Fosco und Percival ihren teuflischen Plan um: sie bringen Laura als "Frau in Weiß" ins Irrenhaus zurück und lassen sie für tot erklären …

Dritter Teil: (Erstsendung: 30.05.1971, Länge: 93 Minuten)
Als Walter Hartright zurückkehrt, findet er nur noch Lauras Grab. Bald findet er aber heraus, dass darin die "Frau in Weiß" liegt. Marian führt Walter zu Laura, der es in der Zwischenzeit gelungen ist, aus dem Irrenhaus zu entfliehen. Er setzt alles daran, Lauras Identität wieder herzustellen, doch das ist nicht so einfach. Nur Conte Fosco oder Sir Percival Glyde können dies tun, doch um sie dazu zu bewegen, muss Hartright hinter die Geheimnisse der beiden kommen …

Inzwischen ist der legendäre Straßenfeger als DVD erschienen, "ARD Video" hat ihn gemeinsam mit "Der rote Schal" herausgebracht und ist Teil 10 der Straßenfeger-Edition "Die besten Krimis der 60er und 70er Jahre".
 

Siehe auch Wikipedia, Die Krimihomepage
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz
 

Die Akteure rund um die "Frau in Weiß":
(Weitere Darsteller bei der Internet Movie Database)
Heidelinde Weis

Heidelinde Weis; Copyright Virginia Shue

… spielte die Doppelrolle der Laura bzw. "Frau in Weiß".
 
Geboren am 17. September 1940 in Villach (Österreich).
 
Kurzportrait zu Heidelinde Weis innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Heidelinde Weis 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Christoph Bantzer … spielte den Zeichenlehrer Walter Hartright.
  
Geboren am 4. Januar 1936 in Marburg.
 
Christoph Bantzer wurde 1936 in Marburg in einer Künstlerfamilie geboren (sowohl Vater, als auch Großvater Carl Bantzer waren Maler). Sein jüngerer Bruder Claus Bantzer ist Musiker und Komponist.
Bantzer studierte Schauspiel an der "Max-Reinhard-Schule" in Berlin. Sein Schwerpunkt liegt beim Theaterschauspiel; er wirkt an vielen wichtigen deutschsprachigen Bühnen, u.a. am Berliner "Schillertheater", dem "Schauspielhaus Zürich", und dem Wiener "Burgtheater". Von 1972 bis 1977 gehörte Christoph Bantzer zum Ensemble des "Deutschen Schauspielhauses" in Hamburg. Seit 1985 – mit dem Beginn der Intendanz Jürgen Flimms – gehört Bantzer zum Hamburger "Thalia Theater".
Neben seinen Theaterengagements arbeitet Bantzer an vielen Filmen mit, hauptsächlich waren dies Fernsehproduktionen. Als Sprecher ist er auf einer Reihe von Hörbüchern und auch in Synchronisationen zu hören.
1)
Seit Anfang der 1960er Jahre ist Bantzer in vielen ambitionierten, vor allem Literaturverfilmungen auf dem Bildschirm präsent. "Schau heimwärts, Engel" (1961) von Thomas Wolfe, "Ein Wintermärchen" (1965) von Shakespeare, "Der Tod des Handlungsreisenden" (1968) von Arthur Miller oder "Die Glasmenagerie" (1969) von Tennessee Williams sind nur einige der Stücke, in denen er auch im Fernsehen glänzte. Neben dem Mehrteiler "Die Frau in Weiß" und seiner Rolle des Zeichenlehrers Walter Hartright ist er den Fernsehzuschauern auch als Protagonist in Klaus Emmerichs Zweiteiler "Heinrich Heine"2) (1978) in Erinnerung geblieben, ebenso wie mit der Figur des erwachsenen Mozart in dem Mehrteiler "Mozart"3), einer internationalen Produktion aus dem Jahre 1982. "Christoph Bantzer hat Mozart gespielt, in einem Mehrteiler für das Fernsehen, unverkitscht, aber nicht so geckenhaft überzogen, wie man es bei Tom Hulce im "Amadeus"-Film sah. Bantzer war der ruhelose, fahrige Mozart, den die Forscher beschreiben, der Getriebene, der Genussmensch, und er war es auf großartige Weise." schrieb Rainer Haubrich Anfang Januar 2006 in "DIE WELT" anlässlich des 70. Geburtstages des Vollblutmimen (siehe www.welt.de).
In Jürgen Flimms Dokumentarspiel "Wer zu spät kommt – Das Politbüro erlebt die deutsche Revolution"4) (1990) verlieh er dem ehemaligen SED-Politiker Egon Krenz4) Kontur.
Banzter machte immer wieder Ausflüge in das Krimi-Genre, trat über die Jahre mehrfach in so beliebten Serien wie "Der Kommissar", "Der Alte", "Derrick" und "Bella Block" in Erscheinung. Wiederholt zeigte er sich beim "Tatort", so als Dr. Peter Schatz in "Medizinmänner"4) (1990), als Senator Priebek in "Parteifreunde"4) (1996), als Oberstaatsanwalt Mertens in "Abschaum"4) (2004) und zuletzt als Prof. Schüttler in "Die Ballade von Cenk und Valerie"4) (2012).
Vereinzelt übernahm Bantzer auch Aufgaben in Kinoproduktionen, so gehörte er als Fred zur Besetzung von Michael Hanekes umstrittenem medienkritischen Psychothriller "Funny Games"4) (1997) oder verkörperte den Jakob Ellermann in Dani Levys Beziehungsdrama "Väter"4) (2002). In Jan Speckenbachs Gesellschaftsparabel "Die Vermissten"4)  (2010) spielte er den Vater des Kernkraftwerksingenieurs Lothar (André M. Hennicke).
 
Christoph Bantzer wurde in die Hamburger "Freie Akademie der Künste"4) aufgenommen und ist Ehrenmitglied in der Sektion "Darstellende Kunst"; seit 2006 ist er als Nachfolger von Manfred Steffen zudem Träger des "Albert-Bozenhard-Rings"4).
Der Charakterdarsteller ist mit seiner Kollegin, der Schweizerin Anne-Marie Kuster5) verheiratet und Vater der 1978 geborenen Schauspielerin Johanna Bantzer → www.sutter-management.de. Sohn Aurel Bantzer (geb. 1975) machte sich unter anderem einen Namen als Drehbuchautor → www.aurelbantzer.net.
 
1) Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
Siehe auch tls.theaterwissenschaft.ch

Kontakt: www.agentur-alexander.de

Weitere Filme*) mit Christoph Bantzer
 
Link: 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de, 4) Wikipedia, 5) tls.theaterwissenschaft.ch

Eva Christian … spielte Marian Halcombe, Schwester von Laura.
  
Geboren am 27. Mai 1937 (nach anderen Quellen 1943) als Evelyne Gutmann in Berlin.
 
Sie wuchs in Bukarest auf, wo sie nach dem Abitur an der dortigen Universität Theater- und Filmwissenschaft studierte. Am Bukarester Komödientheater erhielt sie auch ihr erstes Engagement, und 1957 gab sie ihr Filmdebüt in der rumänischen Produktion "Eruption".
1962 kam sie in die Bundesrepublik und spielte 1962/63 an der Volksbühne Berlin. 1964/65 agierte sie an den " Münchner Kammerspielen", wo sie unter anderem bei der Uraufführung von Fritz Kortners "Zwiesprache" auf der Bühne stand.
Zur Spielzeit 1966/67 wirkte sie am " Deutschen Theater Göttingen" und von 1968 bis 1970 an den " Staatlichen Schauspielbühnen Berlin", dazu kamen verschiedenste Gastspiele und Tourneen. In der Spielzeit 2007/2008 war sie am " Münchner Volkstheater" engagiert, wo sie die Rolle der "Hecate" in "Macbeth" spielt.
Sie wirkt zudem seit Jahren in einigen Spielfilmen und zahlreichen Fernsehserien mit. 
 
Quelle: Wikipedia
 
Siehe auch www.schauspielervideos.de
 
Weitere Filme*) mit Eva Christian
Helmut Käutner
  
Helmut Käutner 1960 (Ausschnitt des Originalfotos); Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief); Bestandsnummer: 910-9501; Urheber/Fotograf: Pot, Harry / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data/CC BY-SA 3.0 NL
Helmut Käutner 1960
(Ausschnitt des Originalfotos)
Rechteinhaber:
Nationaal Archief
(Den Haag, Rijksfotoarchief);
Bestandsnummer: 910-9501
Urheber/Fotograf: Pot, Harry / Anefo;
mehr bei → www.gahetna.nl
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz:
www.gahetna.nl/over-ons/open-data/
CC BY-SA 3.0 NL
… spielte den Sir Frederic Fairlie, Onkel von Laura und Marian.
 
Geboren am 25. März 1908 in Düsseldorf,
gestorben am 20. April 1980 in Castellina in Chianti (Italien).
 
1928 begann Helmut Käutner, Sohn eines Düsseldorfer Kaufmanns, in München zu studieren, zwischen 1931 und 1935 spielte Käutner Kabarett im Ensemble "Die Nachrichter"1), schrieb zudem Feuilletons und Kritiken für die bayerische Hochschulzeitung. Von 1936 bis 1939 war er Schauspieler und Regisseur am "Leipziger Schauspielhaus".
1939 begann seine Karriere als Regisseur mit der Filmkomödie "Kitty und die Weltkonferenz"1), die jedoch von der NS-Zensur kurz nach der Premiere als pro-britisch verboten wurde. Erste Filmerfahrung hatte Käutner schon zuvor als Drehbuchautor und mit einem Kurzauftritt in dem Spielfilm "Kreuzer Emden"1) (1932) gesammelt.
Obwohl Käutner nicht zum Widerstand gehörte, konnte er sich während der Nazizeit eine gewisse Unabhängigkeit in seinem Schaffen bewahren. Mit dem von der Zensur verbotenen Film "Große Freiheit Nr. 7"1) (1944) und dem bereits 1944 gedrehten, aber erst 1946 uraufgeführten Meisterwerk "Unter den Brücken"1) (1944) schuf er zwei Werke, die in ihrer Betonung des Individuellen stark dem Weltbild der Nazis widersprachen. Mit der Gottfried Keller-Adaption "Kleider machen Leute"1) (1940) veralberte er insgeheim den Uniformenwahn der Zeit; in dieser Zeit entstand auch das Melodram "Romanze in Moll"1) (1943), welches ebenfalls von Mustern nationalsozialistischer Filmideale abwich.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete Helmut Käutner für "Radio Hamburg" (späterer NWDR), wo er seine Arbeits- und Inszenierungsweise auf das Hörspiel übertrug; unter anderem bearbeitete er bereits 1945 Thornton Wilders Theaterstück "Unsere kleine Stadt" für den Funk. Seine Arbeit als Filmregisseur nahm Käutner kurz nach Kriegsende wieder auf, mit "In jenen Tagen"1) (1947) drehte er einen die Nachkriegswirklichkeit beschreibenden "Trümmerfilm"1), in den nächsten Jahren gelang ihm mit Produktionen wie "Der Apfel ist ab"1) (1948) oder "Königskinder"1) (1950) jedoch zunächst kein Publikumserfolg.
1954 feierte er mit dem Antikriegsfilm "Die letzte Brücke"1) dann einen großen Erfolg, konnte bei den Filmfestspielen von Cannes 1954 "Prix International" entgegennehmen. Viele weitere erfolgreiche, ambitionierte Kinofilme der 1950er Jahre tragen Käutners Handschrift, man denke nur an das Biopic "Ludwig II. – Glanz und Ende eines Königs"1) (1955) mit O. W. Fischer, die Zuckmayer-Adaptionen "Des Teufels General"1) (1955) und "Der Schinderhannes"1) (1958) mit Curd Jürgens und "Der Hauptmann von Köpenick"1) (1956) mit Heinz Rühmann, die starbesetzte Theaterverfilmung "Das Glas Wasser" (1960) oder auch an die zu Herzen gehende Romanze "Monpti"1) (1957) mit Romy Schneider und Horst Buchholz.
Ab den 1960er Jahren begann Käutner dann für das Fernsehen zu arbeiten und trat gelegentlich auch als Schauspieler in Erscheinung wie beispielsweise mit der Titelrolle in Hans-Jürgen Syberbergs Kinofilm "Karl May"1) (1974); zudem engagierte er sich vermehrt als Regisseur am Theater. 1968 erhielt er den "Adolf-Grimme-Preis"1) in Gold für seine beim "Saarländischen Rundfunk" durchgeführte Fernsehproduktion "Valentin Katajews chirurgische Eingriffe in das Seelenleben des Dr. Igor Igorowitsch"2). In der Begründung der Jury hieß es: "Helmut Käutner hat als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller ein vorgegebenes Werk, die Komödie Katajews1) "Die Zeiten der Liebe" kongenial bearbeitet und in Szene gesetzt. Die besondere Leistung des Ensembles ist hervorzuheben."3)

Helmut Käutner war seit 1934 mit der Schauspielerin Erica Balqué1) (1912 – 2003) verheiratet , die seit "Die letzte Brücke" in fast all seinen Filmen als Regieassistentin fungierte. Seine letzten Lebensjahre, bereits schwer krank, verbrachte er mit seiner Frau in der Toscana. Dort, in seinem Haus in Castellina in Chianti, im nördlichen Teil der Provinz Siena gelegen, starb er im Alter von 72 Jahren. Helmut Käutner wurde in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin beigesetzt (Abt. III–U–7) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Der schriftliche Nachlass befindet sich im Archiv der Berliner "Akademie der Künste" → www.adk.de. Seit 1982 zwei-jährlich bzw. seit 1995 alle drei Jahre wird am Geburtstag von Helmut Käutner von der Stadt Düsseldorf der "Helmut-Käutner-Preis"1) vergeben.

Quelle (vorwiegend): Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Siehe auch Deutsches Filminstitut – DIF, www.deutsches-filmhaus.de, www.cyranos.ch
 
Weitere Filme*) von und mit Helmut Käutner
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de
3) Quelle: www.grimme-institut.de
Pinkas Braun

Pinkas Braun; Copyright Werner Bethsold

… spielte den skrupellosen Sir Percival Glyde.

Geboren am 7. Januar 1923 in Zürich (Schweiz),
gestorben am 24. Juni 2008 in München.
  
Kurzportrait zu Pinkas Braun innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
Weitere Filme*) mit Pinkas Braun
 
Foto: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1982 während einer Hörspielproduktion.

Eric Pohlmann … spielte den bitterbösen, gefährlichen Conte Fosco.

Geboren am 18. Juli 1913 in Wien (Österreich) als Erich Pollak*),
gestorben am 25. Juli 1979 in Bad Reichenhall (Oberbayern).
 
Eric (eigentlich Erich) Pohlmann war ein klassisch ausgebildeter Charakterschauspieler der alten Schule. Er studierte bei Max Reinhardt in seiner Heimatstadt Wien und hatte erste Engagements u.a. am "Raimundtheater". Nebenbei jobbte er als Entertainer in einer Bar.
Anfang 1939 folgte er seiner Verlobten und späteren Ehefrau (Heirat Mai 1939), der jüdischen Schauspielerin Lieselotte Goettinger, in die Emigration nach London. In Großbritannien fasste er rasch Fuß und machte auf "BBC Deutschland" Propaganda gegen das Nazi-Regime. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, nahmen die Pohlmanns vorübergehend eine Stellung im Haushalt des damaligen Herzogs von Bedford an – sie als Köchin, er als Butler; 1942 erlangte er die britische Staatsbürgerschaft.
Nach Kriegsende begann der Schauspieler eine Karriere an Londoner Bühnen, die er bis in die 1960er Jahre hinein ausbauen konnte. Unter anderem brillierte er als Peachum in "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Seit Ende der 1940er Jahre war Pohlmann zunehmend in britischen und US-amerikanischen Film- und Fernsehproduktionen präsent, zunächst mit kleinen Komparsenrollen, später zunehmend mit prägnanten Nebenrollen in Abenteuer- und Kriminalfilmen, gelegentlich auch in Komödien. Seine große, massige Erscheinung mit leicht südosteuropäischem Einschlag prädestinierte ihn für Figuren intelligenter Meisterverbrecher und Spione, aber auch Offiziere oder Kriminalbeamte, Hotelsbesitzer, Konsule, Geschäftsmänner oder gar Präsidenten und Könige gehörten zu seinem Repertoire. Sehr häufig gab er Italiener, Griechen und Orientalen, Deutsche oder Österreicher mimte er trotz seiner Herkunft eher selten.
Einen seiner frühesten Leinwandauftritte hatte Pohlmann in Carol Reeds Filmklassiker "Der dritte Mann"1) (1949, The Third Man) – als Kellner in der Bar "Smolka's". Bis zu seinem Tod spielte er mal mehr, mal weniger bedeutende Nebenrollen in britischen, aber auch vor allem von MGM produzierten Hollywood-Filmen. Er zeigte sich an der Seite der großen Stars, so mimte er in John Fords Abenteuer "Mogambo"1) (1953) neben Clark Gable, Ava Gardner und Grace Kelly den zwielichtigen Leon Boltchak, in Nicholas Ray Monumentalfilm "55 Tage in Peking"1) (1963, 55 Days at Peking) den deutschen Baron von Meck an der Seite von Charlton Heston und David Niven. Zwei Mal besetzte ihn Richard Thorpe neben Hauptdarsteller Robert Taylor in einer britischen Produktion, 1955 als Gluckmeister in "Liebe, Tod und Teufel" (The Adventures of Quentin Durwand) und 1959 als Capt. Rohner in "Das Haus der sieben Falken" (The House of the Seven Hawks). Als Händler aus Kandahar tauchte er in John Frankenheimers Abenteuer "Die Steppenreiter"2) (1971, The Horsemen) neben den Stars Omar Sharif und Jack Palance auf, agierte in Blake Edwards' Krimikomödie "Der rosarote Panther kehrt zurück"1) (1975, The Return of the Pink Panther) an der Seite von Peter Sellers und Christopher Plummer namenlos als "Der dicke Mann".
Sein komödiantisches Talent zeigte der Schauspieler 1955 neben Sexbombe Jane Russell als Mr. Ballard in Richard Sales musikalischem Streifen "So lebt man in Paris"2) (Gentlemen Marry Brunettes), in Val Guests "Expresso Bongo" (1960), einem Schlagerfilm mit Cliff Richard, agierte er als Leon.
1958 hatte er eine Rolle in der britischen Mystery-Krimiserie "Inspector March of Scotland Yard" (kein deutscher Verleihtitel) übernommen: Als Inspector Goron unterstützte er Hauptdarsteller Boris Karloff in mehreren Folgen.
 
In den 1960er und 1970er Jahren war Pohlmann beruflich auch wieder in seiner alten Heimat aktiv und übernahm zahlreiche prägnante Charakterrollen in deutschen und österreichischen Film- und Fernsehproduktionen. Er gestaltete nicht nur Gastrollen in populären Krimiserien wie "Der Kommissar" und "Derrick", sondern übernahm auch Aufgaben in anspruchsvollen Fernsehspielen vornehmlich für den ORF und den Bayerischen Rundfunk, nicht selten unter der Regie von Franz Josef Wild. Dazu gehören beispielsweise "Der Strafverteidiger" (1961, u.a. mit Barbara Rütting und Carl-Heinz Schroth), "Der kleine Lord" (1962, u.a. mit Albrecht Schoenhals und Michael Ande) sowie "Die Affaire Dreyfus" (1968, u.a. mit Karl-Michael Vogler und Bernhard Wicki).
1962 zeigte sich Pohlmann auch in einem deutschen Edgar Wallace-Krimi, musste als Kerkie Minelli in Helmuth Ashleys "Das Rätsel der roten Orchidee"1) durch Mörderhand sterben. Seinen größten Erfolg im deutschsprachigen Raum verzeichnete der Charakterschauspieler 1971 im Fernsehen mit dem Straßenfeger "Die Frau in Weiß", einem Kriminalfilm in historischen Kostümen nach einer literarischen Vorlage von Wilkie Collins. Der Dreiteiler galt seinerzeit als eine der erfolgreichsten TV-Produktionen des Jahres und lockte zeitweise rund 9 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. (…) Die Mini-Serie gilt bei Fans des Genres bis heute als Kult.
Auch während seiner aktiven Zeit in Deutschland und Österreich nahm Pohlmann neben seiner internationalen Filmarbeit weiterhin Aufgaben im britischen Fernsehen wahr, unter anderem als Gaststar in den Krimiserien "Jason King"1) und "Paul Temple", die auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Zudem ist die Stimme Eric Pohlmanns eingefleischten James Bond-Fans vertraut: Sowohl in "Liebesgrüße aus Moskau"1) (1963, From Russia with Love) als auch in "Feuerball"1) (1965, Fireball) sprach er in der englischen Originalfassung den geheimnisvollen Ernst Stavro Blofeld1) von der Verbrecherorganisation SPECTRE.
Ende der 1970er Jahre kam es zu einer Zusammenarbeit mit Maximilian Schell, in dem von Schell realisierten deutsch-österreichischen Kinofilm "Geschichten aus dem Wienerwald"1) (1979) nach Ödön von Horváth übernahm Pohlmann eine Rolle neben Birgit Doll, Helmut Qualtinger und André Heller. Die Horváth-Adaption wurde 1979 auf dem "London Film Festival" gezeigt und im darauffolgenden Jahr beim "Deutschen Filmpreis" mit dem "Filmpreis in Silber" ausgezeichnet. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schell und Pohlmann bei den "Salzburger Festspielen" musste durch den überraschenden Tod des Schauspielers abgebrochen werden: Während der Proben zu "Jedermann", wo Pohlmann wie auch schon im Jahr zuvor den "dicken Vetter" an der Seite des Protagonisten (Maximilian Schell) gestalten sollte, erlitt der Schauspieler einen Herzinfarkt und starb kurz darauf in einer Klinik im nahe gelegenen Bad Reichenhall im Alter von 66 Jahren.
Eric Pohlmann war zwei Mal verheiratet, aus der ersten Ehe mit seiner Kollegin Lieselotte Goettinger (1904 – 1968) hinterließ er die Söhne Michael und Stephen. Nach dem Tod seiner Frau hatte er erneut geheiratet → Lili Pohlmann bei "Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V."
 
Quelle (unter anderem) Wikipedia (Stand Februar 2009/April 2015)
 
Weitere Filme*) mit Eric Pohlmann
 
*) Laut Wikipedia (englisch)
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de

Edith Lechtape … spielte die Contessa Fosco.
  
Geboren am 20. November 1921 in Herne/Westfalen,
gestorben am 14. August 2001 in Straßburg.


Nach einer privaten Schauspielausbildung bei Heinz Moog1) trat Edith Lechtape im Mai 1941 ihr erstes Engagement beim "Deutschen Theater Lille" im damals deutsch besetzten Frankreich an, nach Kriegsende wirkte sie als Schauspielerin in Weimar und Dresden. Neben Theaterengagements unter anderem in Osnabrück, Bremen, Bonn und Essen wirkte sie sie bei diversen Film- und Hörspiel-Produktionen mit.
Seit 1953 mit dem ehemaligen Theaterregisseur und Schauspieler Peter Hehn verheiratet, lernte sie über dessen Sohn Roland Hehn den Filmemacher und Produzenten Anton Weber2) kennen, der unter anderem bei der UFA als Filmarchitekt tätig war. Nachdem Lechtapes Ehemann Peter Hehn im Jahre 1964 verstorben war, begann sie Ende der 1960er Jahre mit Weber eine intensive Zusammenarbeit. In ihrem "laboratoire imagier" in Fréland in den Vogesen schufen beide innovative experimentelle Fotokunst, die sie ab 1974 mit Ausstellungen der Öffentlichkeit in Deutschland und Frankreich zugänglich machten.
Nach Webers Tod am 4. Juni 1979 setzt Edith Lechtape die fotokünstlerische Arbeit alleine fort, im Jahre 1986 zog sie von Fréland  nach Straßburg um. In ihrer letzten umfangreichen Serie "Gossenportraits" fotografierte sie Collagen aus Bedrucktem, das meistens schon einmal entsorgt worden war, wie Porträt-Fetzen, knittrige Papierreste oder zerknautschte Plastikfolien.
Außer "Die Frau in Weiß" stand Edith Lechtape nur noch für "Macumba" (1981), einem Experimental-Spielfilm von Elfi Mikesch2), vor der Kamera.
Die Verwaltung des künstlerischen Nachlasses von Edith Lechtape und Anton Weber hat inzwischen Hans-Jürgen Tast übernommen → www.kulleraugen-verlag.de.
 
Quelle: Wikipedia (Stand April 2015)
Siehe auch filmportal.de
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Alf Marholm

Alf Marholm; Copyright Virginia Shue

… spielte den Rechtsanwalt Merriman.
    
Geboren am 31. Mai 1918 als Alf Marholm-Stoffels in Oberhausen,
gestorben am 24. Februar 2006 in Königswinter-Ittenbach.
  
Kurzportrait zu Alf Marholm innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Alf Marholm
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.

Hans Hinrich … spielte den Rechtsanwalt Gilmore.
 
Geboren am  27. November 1903 in Berlin,
gestorben am 30. Oktober 1974 in Berlin.
 
Hans Hinrich war zunächst als Theaterregisseur tätig, seine filmische Laufbahn begann 1931 bei der UFA, die kurz zuvor auf die Tonfilmtechnik umgestellt hatte und in den frühen 1930er Jahren stark expandierte. Bis 1938 führte Hinrich (zum Teil mit Kollegen) Regie bei einigen Filmen, die zwar mit populären Stars wie Hans Albers (1932, "Der Sieger"1)), Heinrich George (1933, "Das Meer ruft"2)), Wolf Albach-Retty (1937, "Liebling der Matrosen"2)), Willy Fritsch (1937, "Zwischen den Eltern"3)) oder Lil Dagover (1938, "Dreiklang"2)) besetzt waren, an den Kinokassen jedoch nur mäßigen Erfolg hatten. Durch den Einfluss der in der NS-Zeit wohlgelittenen Filmschauspielerin Maria Krahn1), mit der er seit 1928 verheiratet war, erhielt der jüdisch-stämmige Hinrich – 1939 konvertierte er zur katholischen Kirche – nach seinem Ausschluss aus der "Reichskulturkammer" (1936) noch bis 1939 eine Sonder-Arbeitsgenehmigung. Seine letzte Regie-Arbeit in Deutschland war das Abenteuer "Fracht von Baltimore"3) (1938), unter anderem mit Hilde Weissner und Attila Hörbiger. Danach ging Hinrich nach Rom, wo er bis zum Ende des Krieges bei Produktionen wechselnder italienische Filmgesellschaften Regie führte.
1946 begann Hinrich als "Giovanni Hinrich" oder "Giovanni Heinrich" in Rom eine zweite Karriere als Leinwanddarsteller. Seinen größten Auftritt hatte er in Riccardo Fredas Victor Hugo-Adaption "I miserabili" (1948), in der er neben Gino Cervi4) als der ehemalige Bagno-Sträfling Jean Valjean den Inspektor Javert spielte. Als Nebendarsteller wirkte er vereinzelt auch in deutschen Kinofilmen wie in "Türme des Schweigens"1) (1952) mit, zeigte sich ab Mitte der 1950er Jahre zudem in deutschen Fernsehproduktionen. Seinen letzten beiden Regiearbeiten führte Hinrich ebenfalls in Deutschland durch: "K – Das Haus des Schweigens"5) (1951) war das düstere Schulddrama eines Mörders (mit Ernst Deutsch) und "Conchita und der Ingenieur"5) (1954) ein anspruchsloser Abenteuerfilm um Ölbohrer im exotischen Milieu des brasilianischen Dschungels.
 
Hinrichs wichtigstes Arbeitsgebiet wurde nach dem Ende des 2. Weltkrieges zunächst die Film-Synchronisation. Als Sprecher lieh er seine Stimme unter anderem Edward G. Robinson, Claude Rains und Spencer Tracy.
Seit 1955 fungierte Hinrichs als Oberspielleiter an den "Wuppertaler Bühnen", zwischen 1958 und 1966 war er Generalintendant der "Städtischen Bühnen Gelsenkirchen"1).
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand Februar 2009/April 2015)
 
Weitere Filme*) mit Hans Hinrich
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) Murnau Stiftung, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5) Filmlexikon
Jaromír Borek … spielte den Rechtsanwalt Wansborough.

Geboren am 28. April 1928 in Wien (Österreich),
gestorben am 15. Dezember 1997 ebenda.
 
Neben seinen zahlreichen Fernsehauftritten – unter anderem zwischen 1975 und 1979 als Franz Werner in der ORF-Erfolgsserie "Ein echter Wiener geht nicht unter"1) oder in fünf Folgen der Kultserie "Kaisermühlenblues"1) als ehemaliger Fremdenlegionär bzw. Vater von Brigitte "Gitti" Schimek (Marianne Mendt) – ist Jaromír Borek mit seiner markanten Stimme auch in verschiedensten Dokumentationen und Fernsehsendungen des ORF in Erinnerung geblieben.
Borek mimte beispielsweise Rechtsanwalt Wansborough in dem legendären Mehrteiler "Die Frau in Weiß" (1971), stellte den Alois Hitler1) in dem Dokumentarspielfilm "Wie sie es wurden"1) (1973) dar oder trat mehrfach mit unterschiedlichen Rollen in den Tatort"-Folgen aus Wien in Erscheinung: So in "Mord im Ministerium"1) (1974), "Mord auf Raten"1) (1980), "Des Glückes Rohstoff"1) (1985) und "Wir werden ihn Mischa nennen"1) (1986).

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Jaromir Borek
 
Link: 1) Wikipedia

Wolfgang Unterzaucher … spielte den Pesca.
 
Geboren am 7. September 1934 in Graz. 

Aufgewachsen in Leverkusen, machte Unterzaucher nach dem Abitur beim Chemiekonzern Bayer zwischen 1953 und 1956 zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Ein 2-jähriges Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte in München und Wien schloss sich an. Danach entschied er sich für die Schauspielerei, besuchte von 1958 bis 1960 die "Max-Reinhardt-Schule" in Berlin. Nach seinem Abschluss erhielt Unterzaucher ein erstes Engagement in Heilbronn, wo er mit der Titelrolle in Shakespeares "Hamlet" sein Bühnendebüt gab. Eine weitere Station seiner Bühnenlaufbahn wurde Berlin, wo er zwischen 1965 und 1967 bei dem politischen Kabarett "Das Bügelbrett"1) von Hannelore Kaub1) agierte.
Nach vier Semestern Soziologie an der Freien Universität Berlin nahm Unterzaucher seine Theaterarbeit wieder auf, gehörte ab 1992 zum Ensemble des "Badischen Staatstheaters" in Karlsruhe. 
Vor der Kamera übernahm er nur sporadisch Aufgaben, neben seiner Rolle in "Die Frau in Weiß" spielte er beispielsweise auch in den von Wilhelm Semmelroth inszenierten spannenden Mehrteilern "Der Rote Schal"2) (1973) und "Der Strick um den Hals"2) (1975) und "Onkel Silas"2) (1977). Zuletzt sah man ihn Ende der 1990 Jahre als Professor Wünsch in der TV-Serie "Aus heiterem Himmel"1).
 
Neben seiner Arbeit für das Theater hält Wolfgang Unterzaucher immer wieder Lesungen und Rezitationsabende.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Unterzaucher
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Tana Schanzara

Tana Schanzara; Copyright Edmond Frederik

… spielte die Frau Clements.
     
Geboren am 19. Dezember 1925 in Kiel,
gestorben am 19. Dezember 2008 in Bochum.

  
Kurzportrait zu Tana Schanzara innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

 
Weitere Filme*) mit Tana Schanzara
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Jenny Thelen

Jenny Thelen; Copyright Virginia Shue

… spielte die Frau Catherick.
 
Geboren 1920.
 
Jenny Thelen zeigte sich ab Anfang der 1960er Jahre sporadisch in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen, neben ihrem Auftritt in dem legendären TV-Krimi "Die Frau in Weiß" (1971) wirkte sie auch in einem weiteren sogenannten "Plüsch-Krimi", dem Zweiteiler "Die Affäre Lerouge"1) (1976) mit. Letztmalig trat sie auf dem Bildschirm in der "Tatort"-Folge "Flucht nach Miami"2) (1993) in Erscheinung.
Auf der Leinwand sah man sie unter anderem als Aenne in Nikolaus Schillings Tragikomödie "Der Willi-Busch-Report"3) (1979), einer "wunderbare Mischung aus Melodram, Satire, Heimatfilm und Agentenstory", wie prisma.de notiert. In Percy Adlons Familiensaga "Die Schaukel"4) (1983) gehörte sie als Großmutter ebenfalls zur Besetzung.
Darüber hinaus arbeitete Jenny Thelen auch für das Hörspiel, übernahm beispielsweise in "Paul Temple und der Fall Jonathan"5) (1954) die Rolle der Dinah Nelson, Verlobte von Richard Ferguson (Hans Helmut Dickow).
 
Weitere Filme*) mit Jenny Thelen
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) tatort-fundus.de, 3) Wikipedia, 4) filmportal.de
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Erwin Scherschel … spielte den Lehrer Dempster.
   
Geboren am 31. März 1922 in Frankfurt/M.,
gestorben am 14. September 1997.
 
Scherschel absolvierte eine Schauspielausbildung an der "Hochschule für Musik und Theater" in Frankfurt/M, gab in seiner Geburtsstadt auch sein Bühnendebüt. Weitere Theaterengagements in Gelsenkirchen, am "Stadttheater Mainz" und am "Staatstheater Wiesbaden" schlossen sich an. Im Oktober 1953 wirkte er in der Eröffnungsvorstellung der "Landesbühne Rhein-Main" und verkörperte in dem Lessing-Lustspiel "Minna von Barnhelm" den Paul Werner, ehemaliger Wachtmeister des Majors von Tellheim. In den nachfolgenden Jahren übernahm er verschiedene Theaterverpflichtungen, fand dann zwischen 1969 und 1986 am "Staatstheater Darmstadt" seine künstlerische Heimat. In den 1990er Jahren trat er auch mehrfach am Frankfurter "Fritz-Rémond-Theater im Zoo" auf, spielte dort unter anderem 1991 gemeinsam mit Carlos Werner in einer Inszenierung von Egon Baumgarten in der Altersheim-Tragikomödie "Schon wieder Sonntag" des Briten Bob Larbey. Im darauffolgenden Jahr war er dort mit Regine Vergeen in der Komödie "Cocktailstunde" (The Cocktail Hour) des US-Amerikaners Albert R. Gurney1) zu sehen, dem damit sowie dem Zweipersonenstücks "Love Letters" der Durchbruch zum international gefeierten Autor gelang.
Ab Ende der 1960er Jahre fand Scherschel beim Fernsehen ein weiteres Betätigungsfeld und übernahm zahlreiche Rollen in Einzelproduktionen und Serien, wurde dabei überwiegend als Charakterdarsteller und Volksschauspieler, mitunter in prägnanten Nebenrollen besetzt.
Häufig spielte Scherschel in Unterhaltungsserien mit hessischem Kolorit, unter anderen in zwei Folgen der legendären Sendung "Die Familie Hesselbach" (1961, 1963), mehrmals trat ab Mitte der 1980er Jahre in "Hessische Geschichten" auf oder zeigte sich in den Geschichten um eine Hessische Winzerfamilie, "Moselbrück"1). 1984 trat in der ganz auf Volksschauspielerin Liesel Christ zugeschnittenen Vorabendserie "Bei Mudder Liesl"2) als Bauunternehmer Marbach in Erscheinung. Das Krimi-Genre gehört ebenfalls zu seiner Filmografie, sei es zwischen 1971 und 1996 in verschiedenen "Tatort"-Folgen oder in der Sat.1-Serie "Schwarz greift ein"1), mit Klaus Wennemann als Pfarrer bzw. ehemaliger Kriminalkommissar Henning Schwarz; hier tauchte er zwischen 1994 und 1999 immer mal wieder als Dr. Vogel auf.
Scherschel arbeitete neben seiner Theater- und Filmkarriere insbesondere intensiv als Sprecher für Hörspiele, wirkte in zahlreichen, mittlerweile Kultstatus besitzenden Produktionen mit.

Erwin Scherschel, Vater eines Sohnes aus erster Ehe, war bis zu seinem Tode mit der Frankfurter Schauspielerin Christl Pfeil verheiratet.
 
Quelle: Wikipedia (Stand April 2015) 

Weitere Filme*) mit Erwin Scherschel
 
Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de
Jürgen Schneider … spielte den Schüler Tommy.
  
Weitere Filme*) mit Jürgen Schneider
Theo Heinemann … spielte den Sergeant Blain.
   
Weitere Filme*) mit Theo Heinemann
Wilhelm Semmelroth … spielte den Irrenarzt Dr. Masters.
  
Geboren am 4. Mai 1914 in Bitburg,
gestorben am 1. Juli 1992 bei München.
 
Wilhelm Semmelroth wuchs in Bonn auf und studierte in Köln und Berlin. 1945/1946 arbeitete er für die deutsche Abteilung der BBC London, anschließend kam er als Regisseur zum NWDR Köln. 1949 wurde er Leiter der dortigen Hörspielabteilung. 1960 wechselte er zum Fernsehen und wurde Fernsehspielleiter des WDR. In dieser Funktion betreute er als Produzent unter anderem den fünfteiligen Rex-Stout-TV-Krimi "Zu viele Köche" (1960, mit Joachim Fuchsberger) und die Francis-Durbridge-Klassiker "Tim Frazer"1) (1963), "Tim Frazer: Der Fall Salinger" (1964), jeweils mit Max Eckard und Konrad Georg sowie "Die Schlüssel"1) (1964, mit Harald Leipnitz und Albert Lieven). Im Durbridge-Reißer "Das Messer" (1971, mit Hardy Krüger) spielte er eine Schlüsselfigur: den entführten Wissenschafter Dr. Hamilton.

Im gleichen Jahr begann er als Regisseur gemeinsam mit seinem Drehbuchautor Herbert Asmodi2) (1923 – 2007) nahezu Jahr für Jahr Klassiker des Kriminalromans zu verfilmen. Den Beginn machten drei Filme nach Wilkie Collins2) (1824 – 1889), es folgten unter anderem zwei Krimiklassiker nach Émile Gaboriau2) (1832 – 1872). Alle Mehrteiler avancierten zu sogenannten Straßenfegern und waren hochkarätig besetzt: Heidelinde Weis, Christoph Bantzer, Pinkas Braun, Eric Pohlmann, Theo Lingen, Siegfried Lowitz, Paul Dahlke, Dieter Borsche, Hans Caninenberg, Walter Jokisch, Susanne Uhlen, René Deltgen, Ellen Schwiers, Helmut Käutner – das sind nur einige wenige Stars, die damals mitwirkten.
Ähnlich wie Alfred Hitchcock machte Semmelroth in fast allen Filmen einen kleinen Gastauftritt. Bei allen Krimiklassikerverfilmungen arbeitete er mit dem Komponisten Hans Jönsson2) (1913 – 1993) ("Paul Temple-Hörspiele") zusammen. Auch seine Lebensgefährtin Jutta Kammann2) spielte in den meisten Filmen mit.

Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Siehe auch www.deutsches-filmhaus.de
   
Weitere Filme*) von und mit Wilhelm Semmelroth
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Arthur Jaschke … spielte den Doktor Dawson
  
Geboren am 13. März 1902 in Holbersdorf ( Schlesien),
das Todesdatum ist unbekannt.
 
Der aus der Oberlausitz stammende Jaschke begann seinen beruflichen Werdegang bei einer Wandertruppe. 1934 folgte ein erstes Bühnenengagement. Er spielte an verschiedenen Berliner Bühnen sowie ab 1958 am "Düsseldorfer Schauspielhaus", dessen Ensemble er über zwanzig Jahre angehörte. Neben seiner Arbeit als Schauspieler fungierte er hier auch als Regieassistent.
Als Schauspieler in Film und Fernsehen war Jaschke eher ein seltener Gast, 1968 konnte man auch in einer Aufzeichnung aus dem "Düsseldorfer Schauspielhaus" in der Karl-Heinz Stroux-Inszenierung von Heinrich von Kleists "Das Kätchen von Heilbronn" (1968) mit Nicole Heesters in der Titelrolle sehen, oder später als Opa in Peter Beauvais' Zweiteiler "Heimat, die ich meine" (1983) → fernsehserien.de.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 15.12.2011)
   
Weitere Filme*) mit Arthur Jaschke
Willy Lindberg … spielte den Doktor Goodrick.
  
Geboren am 26. August 1908 in Passau,
gestorben im Oktober 1984.
 
Willy Lindberg war seit 1956 an verschiedenen Berliner Bühnen tätig.
   
Weitere Filme*) mit Willy Lindberg
Victor Beaumont
(Peter Wolf)
… spielte den "Mann in Schwarz".
  
Geboren am 7. November 1912 als Peter Wolff in Berlin,
gestorben am 21. März 1977.
 
Peter Wolff wird als Sohn des Schauspielers Martin Wolff, der in den 1910er Jahren in Stummfilmen mitwirkt, geboren. Er tritt als junger Mann mit einigen Rollen in deutschen Filmen der frühen 1930er Jahre in Erscheinung (u.a. 1931 in "Der Hauptmann von Köpenick"1) mit Max Adalbert) und wird zum Vorbild seines Halbbruders Gerry Wolff2), der später ebenfalls erfolgreich als Schauspieler und Sänger in der DDR arbeiten soll. Nach der Machtübernahme Hitlers wandert er nach England aus und setzt dort, in der neuen Heimat, unter dem Namen "Victor Beaumont" seine vielversprechend begonnene künstlerische Karriere fort. Vor der Kamera kann man ihn beispielsweise in Filmen wie "Agenten sterben einsam"1) (1968, Where Eagles Dare) mit Richard Burton oder als Gast von Serien wie "Simon Templar" mit Roger Moore erleben, oft muss er – sicherlich aufgrund seiner strengen Gesichtszüge und seines deutschen Akzents – den Bösewicht in Naziuniform mimen. Bei der DEFA übernimmt er die Rolle des Chefs vom britischen Geheimdienst im Kriegsdrama "Die gefrorenen Blitze"3) (1967). In den 1970er Jahren wirkt er in einer Reihe von westdeutschen Krimi-Produktionen mit, u.a. in den Serien "Der Kommissar" oder "Dem Täter auf der Spur".
 
Quelle: defa-sternstunden.de
  
Weitere Filme*) als Victor Beaumont sowie als Peter Wolff
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP,  3) defa-sternstunden.de
Frank Barufski … spielte einen Küster.
  
Geboren am 31. Dezember 1905 in Köln,
gestorben am 21. Oktober 1991 in Köln.
 
Barufski absolvierte seine Schauspielausbildung in Köln, wo er an verschiedenen Bühnen wie dem "Millowitsch-Theater"1) spielte. Weitere Theaterstationen waren Hof (Saale), Magdeburg, Saarbrücken und Bielefeld.
Einem breiten Publikum wurde Barufski vor allem durch seine Mitwirkung in verschiedenen Fernsehproduktionen bekannt. So war er in einigen Aufzeichnungen von Inszenierungen des "Millowitsch-Theaters" zu sehen, etwa in "Schneider Wibbel" (1959) oder "Der Etappenhase" (1969). Er spielte Nebenrollen in Literaturverfilmungen wie Hans Schweikarts Goethe-Adaption "Die Mitschuldigen" (1961), Imo Moszkowicz' Drama "Spanische Legende" (1961) oder der von Fred Kraus in Szene gesetzten, mehrfach verfilmten Charakterposse "Das Ekel" (1969) von Toni Impekoven1) und Hans Reimann1) – abermals neben Willy Millowitsch. Seine letzte Arbeit vor der Kamera war der mehrteilige Straßenfeger "Die Frau in Weiß" (1971) nach Wilkie Collins. Besondere Popularität erreichte Barufski durch die SWF-Samstagsabend-Show "Die fröhliche Weinrunde", zwischen 1964 und 1968 gehörte er neben Paul Henckels, Arno Paulsen, Kurt Großkurth und Jupp Hussels zur Stammtischrunde des von "Wirtin" Margit Schramm und "Kellermeister" Willy Schneider geleiteten Fernsehlokals, in dem trotz Verbots der Sendeleitung bei der Aufzeichnung reichlich Wein konsumiert wurde. Unter dem Titel "Das närrische Weinfaß" wurde bei Telefunken auch eine LP mit der Musik und den Stammtischgesprächen der Runde veröffentlicht.
Daneben wirkte er als Sprecher für zahlreiche Hörfunkproduktionen, unter anderem in mehreren Episoden der Hörfunk-Serie "Immer dieser Fizzibitz", einer WDR-Adaption von Ellis Kauts "Pumuckl". Wiederholt war er in Hörspielen um den Detektiv "Paul Temple"1) mit wechselnden Rollen präsent, so bereits 1949 in der heute verschollenen NWDR-Produktion "Paul Temple und die Affäre Gregory", später folgten beispielsweise "Paul Temple und der Fall Curzon"1) (1951/52), "Paul Temple und der Fall Jonathan"1) (NWDR, 1954), "Paul Temple und der Fall Madison"1) (NWDR, 1955), "Paul Temple und der Fall Lawrence"1) (WDR, 1958) oder "Paul Temple und der Fall Margo"1) (WDR, 1962). Verschiedentlich hörte man Barufski auch in "Karl May"-Hörspielen, so unter anderem als "Westmann" Will Parker in "Winnetou" (1956) mit Hansjörg Felmy in der Titelrolle oder als Omar Ben Sadek in "Durch die Wüste" (1964) mit Paul Klinger als Kara Ben Nemsi → Auswahl der Hörspiele bei Wikipedia.
Außerdem arbeitete Barufski seit den 1950er Jahren als Synchronsprecher und lieh seine Stimme unter anderem James Finlayson1) in "Dick und Doof als Matrosen" (1929, Men O' War), Fernand Sardou1) in "Der Schmugglerring von Marseille" (1951, Porte d'orient) und Dante Maggio1) in "Verzeih mir!" (1953, Perdonami).

Am 28. Oktober 1991, sieben Tage nach seinem Ableben, wurde der Schauspieler auf dem Kölner Nordfriedhof (Flur 2 H19 und 20) neben seiner Ehefrau Inge († 1970) beigesetzt; die Grabstelle ist inzwischen aufgelöst.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen Mai 2015)
  
Weitere Filme*) mit Frank Barufski
 
Link: 1) Wikipedia

*) Link: Internet Movie Database

  

Der Autor Wilkie Collins
Portrait des britischen Autors Wilkie Collins. Urheber "Elliott and Fry" (55 Baker Street), vermutlich aufgenommen 1871. Quelle: U.S. Library of Congress, mit dem Hinweis: "No known restrictions on publication." siehe www.loc.gov; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.

William Wilkie Collins wurde am 8. Januar 1824 in London geboren und starb am 23. September 1889 in London.
Er war ein britischer Schriftsteller und Verfasser der ersten "Mystery Thriller".

Sein Vater, William Collins, war ein Landschaftsmaler, der jedoch die Zukunft seines Sohnes zunächst nicht in der Kunst, sondern im Teehandel sah. Nachdem dieser wenig Neigung zum Geschäftlichen zeigte, studierte Wilkie Collins Rechtswissenschaften am "Lincoln's Inn", wo er 1851 die Zulassung als Anwalt erhielt. Wilkies jüngerer Bruder war der präraffaelitische Maler Charles Allston Collins1) (1828 – 1873).
Seine eigentliche Berufung fand Wilkie Collins als Schriftsteller: Bereits 1843 war "The Last Stagecoachman" im "Illuminated Magazine" erschienen. Seine erste Buchveröffentlichung war eine Biografie seines Vaters (Memoirs of the Life of William Collins, Esq., R.A.), die ein Jahr nach dessen Tod im Jahr 1847 erschien. Von da an veröffentlichte er in schneller Folge Romane (von denen er 25 verfasste) und Erzählungen (von denen über 50 erschienen): 1850 erschien "Antonina oder Der Fall Roms" (aus dem seinerzeit besonders beliebten Genre des historischen Romans), 1852 erschien "Basil", und dann fast in jährlichem Rhythmus weitere Werke.
 
Portrait des britischen Autors Wilkie Collins.
Urheber "Elliott and Fry" (55 Baker Street), vermutlich aufgenommen 1871.
Quelle: U.S. Library of Congress, mit dem Hinweis: "No known restrictions on publication."  → www.loc.gov
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; weitere Angaben zur Lizenz siehe hier


Er sollte zu einem der populärsten (und bestbezahlten) Autoren seiner Zeit werden. Seine bekanntesten Werke sind "Die Frau in Weiß" (1860, The Woman in White) und "Der Mondstein" (1868, The Moonstone). Beide Romane würde man heute als "Mystery Thriller" oder im Fall von "The Moonstone" als "Detective Novel" bezeichnen, und man kann Wilkie Collins mit einigem Recht als einen der Begründer dieser Genres sehen. Das Spätwerk "The Haunted Hotel" (1878) stellt einen sich von der Masse durch seinen psychologischen Gehalt und die möglicherweise erste Darstellung von Hirntod in der englischsprachigen Literatur abhebenden Beitrag zur viktorianischen "Novel of Sensation" dar.

Wilkie Collins gilt heute als einer der großen viktorianischen Schriftsteller. Er war ein enger Freund Charles Dickens1) (1812 – 1870), in dessen Schatten er nach seinem Tod lange stand. Erst im späteren 20. Jahrhundert wurde Collins wieder entdeckt und wird heute im englischen Sprachraum wieder verlegt. Wilkie Collins starb am 23. September 1889 im Alter von 65 Jahren in London und wurde dort auf dem Kensal Green Cemetery beerdigt.
 
Quelle: Wikipedia

Siehe auch: www.wilkiecollins.de
 
Link: 1) Wikipedia
Lizenz Foto Wilkie Collins: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
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