Die Frau in Weiß
Mitte des 19. Jahrhunderts, genauer 1859/60, erschien in der britischen Zeitschrift "All The Year Round" – herausgegeben von Charles Dickens1) – mit "The Woman In White" ein Fortsetzungsroman, der als der erste Kriminalroman der Literaturgeschichte überhaupt gilt. Geschrieben hatte ihn Wilkie Collins (1824 – 1889), der zuvor schon mehrere spannungsgeladene Novellen und sogenannte "Sensationsromane" veröffentlicht hatte. Doch erst mit " The Woman In White" erlangte sein Autor schlagartig Berühmtheit. Der Roman wurde rasch weltweit übersetzt, die deutsche Fassung erschien erstmals (übersetzt von C. Büchele) 1862 unter dem Titel "Die weiße Frau". Erzählt wird die Geschichte eines Zeichenlehrers namens Walter Hartright, der als Lehrer für zwei junge Adlige Damen Miss Fairlie und Miss Halcombe verpflichtet wird. Er verliebt sich in Laura Fairlie, die seine Gefühle zwar erwidert, jedoch schon dem Adligen Sir Percival Glyde versprochen ist. Doch es bleibt nicht bei der Liebesgeschichte: Ein italienischer Conte Fosco, der ein ganz gerissener Schurke zu sein scheint, und eine mysteriöse Frau tauchen auf. Ein anonymer Brief flattert ins Haus, der vor Sir Glyde warnt … In diesem Roman wird von geheimnisumwitterten Grabsteinen über pittoreske Schurken bis hin zu der Cosa Nostra fast alles geboten. Ein Krimi, der ohne blutige Mordtaten auskommt. (Quelle: www.wilkiecollins.de)

Der Stoff bot sich also ohne Zweifel für eine Verfilmung an. Bereits zu Stummfilmzeiten hatte man sich an die Umsetzung der zum Teil komplizierten Handlung für die Leinwand gewagt, 1912 erschien eine erste Fassung in den USA, knapp zehn Jahre später schuf der österreichische Regisseur Max Neufeld1) (1887 – 1967) mit "Die Frau in Weiß" eine Filmversion, die Anfang 1921 in zwei Teilen in die Lichtspielhäuser kam und melodramatisch das Publikum zu fesseln wusste. Publikumsliebling Liane Haid2) (1895 – 2000) spielte die Titelrolle, Größen des österreichischen Stummfilmkinos wie Max Neufeld selbst und sein Bruder Eugen Neufeld1) (1882 – 1950), Dora Kaiser oder Hermann Benke (1896 – 1937) standen vor der Kamera (siehe auch www.filmarchiv.at).
Das von Regisseur Peter Godfrey (1899 – 1970) inszenierte schwarz-weiße Melodram "The Woman In White" gelangte 1948 mit Eleanor Parker1) als Protagonistin in die US-amerikanischen Kinos, Gig Young spielte den Lehrer Walter Hartright, in weiteren Rollen waren Agnes Moorehead, Alexis Smith, Sydney Greenstreet und auch Curt Bois zu sehen. In England entstand Mitte der 1960er Jahre eine sechsteilige Serie für das Fernsehen, wenige Jahre später machte sich Drehbuchautor Herbert Asmodi1) (1923 – 2007) daran, den Roman für das deutsche Fernsehen als Dreiteiler zu adaptieren. Als Regisseur konnte Wilhelm Semmelroth (1914 – 1992) gewonnen werden, der als Produzent bereits die Durbridge-Klassiker "Das Halstuch"2), "Tim Frazer"2), "Tim Frazer: Der Fall Salinger" und "Die Schlüssel"2) für die ARD realisiert hatte.
 
In das Kostüm der kühlen Adligen Laura schlüpfte Heidelinde Weis, und auch die anderen Figuren waren mit Christoph Bantzer (Zeichenlehrer Walter Hartright), Pinkas Braun (Sir Percival), Helmut Käutner (Sir Frederic Fairlie) oder Eric Pohlmann (Conte Fosco) prominent besetzt. Semmelroth selbst mimte den kleinen Part des Irrenarztes Dr. Masters. Gedreht in Originalkostümen, unter anderem an der englischen Küste bei Bournemouth vor historischer Kulisse, hielt sich die Produktion recht eng an die Romanvorlage, "Die Frau in Weiß" wurde eine der erfolgreichsten Fernsehfilme des Jahres 1971 und lockte Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.
In der Kritik einer damaligen TV-Zeitschrift war zu lesen: "Da reimten sich Herz auf Schmerz und Not auf Tod. Da rief zur Mitternacht das Friedhofs-Käuzchen und hinterhältig blickten sich einander die Komplizen ins Auge. Die Unschuld schließlich durfte triumphieren – doch wie viel Unbill musste "Die Frau in Weiß" ertragen, wie viel stolze Tapferkeit zeigen, bevor es ein Happy-End à la 1850 gab! Drei Sonntagabende des Jahres 1971 füllte Regisseur Wilhelm Semmelroth mit wild- und zugleich zartromantischer Schwelgerei in viktorianischem Dekor, üppigen Masken und köstlich ausschweifender Darstellerkunst. Alle durften sie – ob Heidelinde Weis, Pinkas Braun, Helmut Käutner, Eva Christian oder Christoph Bantzer – hineingreifen in die tiefe Kiste komödiantischer Möglichkeiten, und was sie, jeder für sich, zutage förderten, war höchst unterhaltsam. Dieser Antik-Krimi aus einer Zeit, da die Verbrecher noch abgefeimt, die Opfer noch edel waren, war trotz – und auch wegen – seiner epischen Breite ein genießenswerter Bildschirm-Schinken." (Quelle: Die Krimihomepage)
 
Aufgrund des enormen Zuschauerzuspruchs bildete "Die Frau in Weiß" den Auftakt zu einer zunächst auf drei, dann auf fünf Filme angelegten Krimi-Klassikerreihe des WDR, die alle von Herbert Asmodi geschrieben und von Wilhelm Semmelroth inszeniert wurden. Unter anderem entstanden nach Romanen von Wilkie Collins "Der rote Schal"2) (1973), "Der Monddiamant"2)  (1974) und "Lucilla" (1980).
Der vor 150 Jahren erschienene Roman von Wilkie Collins macht auch heute noch Furore, 2005 lief in London das Musical "The Woman in White" von Andrew Lloyd Webber an.
 
Die Handlung des ARD-Dreiteilers (Quelle: Die Krimihomepage):
 
Allgemeines:
Zeichenlehrer Walter Hartright (Christoph Bantzer) hat eines Nachts ein unheimliches Erlebnis: er begegnet einer mysteriösen Frau in Weiß, die aus einem Irrenhaus ausgebrochen ist. Er hilft der scheinbar verwirrten Frau und denkt darüber nicht mehr nach. Wenig später tritt er in Cumberland im Hause Fairlie eine Stelle als Zeichenlehrer an. Er ist geschockt, als er in einer seiner Schülerinnen, Laura (Heidelinde Weis) die Frau in Weiß wieder zu erkennen glaubt. In Wirklichkeit handelt es sich aber um zwei verschiedene Personen, die in seinem Leben noch eine entscheidende Rolle spielen sollen: Walter verliebt sich in Laura. Obwohl seine Liebe erwidert wird, heiratet diese Sir Percival Glyde (Pinkas Braun), dem sie versprochen war. Dieser ist aber nur an Lauras Geld interessiert und schreckt auch vor Mord nicht zurück, um an dieses zu gelangen.

Erster Teil: (Erstsendung: 16.05.1971, Länge 75 Minuten)
Walter Hartright (Christoph Bantzer) soll auf einem alten Landschloss die Nichten von Sir Frederic Fairlie (Helmut Käutner) im Zeichnen unterrichten. Er verliebt sich bald in Laura (Heidelinde Weis), die jüngere der beiden Schülerinnen. Marian (Eva Christian), ihre Schwester, eröffnet ihm, dass Laura bereits mit Sir Percival Glyde (Pinkas Braun) verlobt ist. Sir Percival besteht auf der Hochzeit. Doch er hat eine Feindin: die Frau in Weiß, die Laura zum verwechseln ähnlich sieht und einer Irrenanstalt entflohen ist. Sie ist die einzige, die sein Geheimnis kennt …

Zweiter Teil: (Erstsendung: 23.05.1971, Länge: 90 Minuten)
In einem anonymen Brief an Laura verrät die Frau in Weiß, dass es Sir Percival und seine Freunde Contessa und Conte Fosco (Edith Lechtape und Eric Pohlmann) nur auf ihr Geld abgesehen haben. Laura heiratet trotzdem. Fosco und Percival setzen alles daran, die "Frau in Weiß" aus dem Wege zu schaffen, um die einzige, die Percivals Geheimnis kennt, zu beseitigen. Dazu ist nur ein grimmiger Blick Sir Percivals nötig, der die bereits schwer kranke Frau in Weiß damit so erschreckt, dass sie an Herzversagen stirbt. Nun setzen Fosco und Percival ihren teuflischen Plan um: sie bringen Laura als "Frau in Weiß" ins Irrenhaus zurück und lassen sie für tot erklären …

Dritter Teil: (Erstsendung: 30.05.1971, Länge: 93 Minuten)
Als Walter Hartright zurückkehrt, findet er nur noch Lauras Grab. Bald findet er aber heraus, dass darin die "Frau in Weiß" liegt. Marian führt Walter zu Laura, der es in der Zwischenzeit gelungen ist, aus dem Irrenhaus zu entfliehen. Er setzt alles daran, Lauras Identität wieder herzustellen, doch das ist nicht so einfach. Nur Conte Fosco oder Sir Percival Glyde können dies tun, doch um sie dazu zu bewegen, muss Hartright hinter die Geheimnisse der beiden kommen …

Inzwischen ist der legendäre Straßenfeger als DVD erschienen, "ARD Video" hat ihn gemeinsam mit "Der rote Schal" herausgebracht und ist Teil 10 der Straßenfeger-Edition "Die besten Krimis der 60er und 70er Jahre".
 

Siehe auch Wikipedia, Die Krimihomepage
Weitere Links bei www.wunschliste.de

1) Der Link führt zu Wikipedia
2) Der Link führt zum Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz

Die Akteure rund um die "Frau in Weiß":
(Weitere Darsteller bei www.imdb.com
)
Heidelinde Weis

Heidelinde Weis; Copyright Virginia Shue

… spielte die Doppelrolle der Laura bzw. "Frau in Weiß".
 
Geboren am 17. September 1940 in Villach (Österreich).
 
Kurzportrait zu Heidelinde Weis innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Heidelinde Weis 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Christoph Bantzer … spielte den Zeichenlehrer Walter Hartright.
  
Geboren am 4. Januar 1936 in Marburg.
 
Christoph Bantzer wurde 1936 in Marburg in einer Künstlerfamilie geboren (sowohl Vater, als auch Großvater Carl Bantzer waren Maler). Sein jüngerer Bruder Claus Bantzer ist Musiker und Komponist.
Bantzer studierte Schauspiel an der Max-Reinhard-Schule in Berlin. Sein Schwerpunkt liegt beim Theaterschauspiel; er wirkt an vielen wichtigen deutschsprachigen Bühnen, u.a. am Berliner Schillertheater, dem Schauspielhaus Zürich, und dem Wiener Burgtheater. Von 1972 bis 1977 gehörte Christoph Bantzer zum Ensemble des Deutsches Schauspielhaus in Hamburg. Seit 1985 – mit dem Beginn der Intendanz Jürgen Flimms – gehört Bantzer zum Hamburger Thalia Theater.
Neben seinen Theaterengagements arbeitet Bantzer an vielen Filmen mit, hauptsächlich waren dies Fernsehproduktionen. Als Sprecher ist er auf einer Reihe von Hörbüchern und auch in Synchronisationen zu hören.
1)

Seit Anfang der 1960er Jahre ist Bantzer in vielen ambitionierten, vor allem Literaturverfilmungen im Fernsehen präsent. "Schau heimwärts, Engel" (1961) von Thomas Wolfe, "Ein Wintermärchen" (1965) von Shakespeare, "Der Tod des Handlungsreisenden" (1968) von Arthur Miller oder "Die Glasmenagerie" (1969) von Tennessee Williams sind nur einige der Stücke, in denen er auch im Fernsehen glänzte. Neben dem Mehrteiler "Die Frau in Weiß" und seiner Rolle des Zeichenlehrers Walter Hartright ist er den Fernsehzuschauern vor allem mit der Figur des erwachsenen Mozart in dem Mehrteiler "Mozart" in Erinnerung geblieben, einer internationalen Produktion aus dem Jahre 1982. "Christoph Bantzer hat Mozart gespielt, in einem Mehrteiler für das Fernsehen, unverkitscht, aber nicht so geckenhaft überzogen, wie man es bei Tom Hulce im "Amadeus"-Film sah. Bantzer war der ruhelose, fahrige Mozart, den die Forscher beschreiben, der Getriebene, der Genussmensch, und er war es auf großartige Weise." schrieb Rainer Haubrich Anfang Januar 2006 in "DIE WELT" anlässlich des 70. Geburtstages des Vollblutmimen (siehe www.welt.de).
 
Banzter machte immer wieder Ausflüge in das Krimi-Genre, war über die Jahre mehrfach in so beliebten Serien wie "Der Kommissar", "Der Alte" und "Derrick" auf dem Bildschirm präsent.
 
1) Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
Siehe auch Kurzportrait beim Hamburger Thalia Theater

Kontaktadresse: www.agentur-alexander.de

Weitere Filme*) mit Christoph Bantzer

Eva Christian … spielte Marian Halcombe, Schwester von Laura.
  
Geboren am 27. Mai 1937 als Evelyne Gutmann in Berlin.
 
Sie wuchs in Bukarest auf, wo sie nach dem Abitur an der dortigen Universität Theater- und Filmwissenschaft studierte. Am Bukarester Komödientheater erhielt sie auch ihr erstes Engagement, und 1957 gab sie ihr Filmdebüt in der rumänischen Produktion "Eruption".
1962 kam sie in die Bundesrepublik und spielte 1962/63 an der Volksbühne Berlin. 1964/65 agierte sie an den Münchner Kammerspielen, wo sie unter anderem bei der Uraufführung von Fritz Kortners "Zwiesprache" auf der Bühne stand.
1966/67 war sie am Deutschen Theater Göttingen und von 1968 bis 1970 bei den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin beschäftigt. Dazu kamen Gastspiele und Tourneen. Sie wirkte in einigen Spielfilmen und zahlreichen Fernsehserien mit. In der Spielzeit 2007/2008 ist sie am Münchner Volkstheater engagiert, wo sie die Rolle der "Hecate" in "Macbeth" spielt.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Eva Christian
Helmut Käutner … spielte den Sir Frederic Fairlie, Onkel von Laura und Marian.
   
Geboren am 25. März 1908 in Düsseldorf,
gestorben am 20. April 1980 in Castellina in Chianti (Italien).
 
1928 begann Helmut Käutner, Sohn eines Düsseldorfer Kaufmanns, in München zu studieren. Von 1931 bis 1935 spielte Käutner Kabarett im Ensemble "Die Nachrichter". Bemerkenswert vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund ist dabei, dass "Nachrichter" nichts mit Nachrichten zu tun hat, sondern eine alte Bezeichnung für den Henker ist (der nach dem eigentlichen Richter, der das Todesurteil spricht, dieses vollstreckt). Von 1936 bis 1939 war er Schauspieler und Regisseur am Leipziger Schauspielhaus.
1939 begann seine Karriere als Regisseur mit dem Film "Kitty und die Weltkonferenz"; Filmerfahrung hatte er schon zuvor als Drehbuchautor und mit einem Kurzauftritt in dem Spielfilm "Kreuzer Emden" (1932) gesammelt.
Obwohl Käutner nicht zum Widerstand gehörte, hat er sich während der Nazizeit eine gewisse Unabhängigkeit in seinem Schaffen bewahren können. Er drehte mit "Kitty und die Weltkonferenz" einen Film, der von der Zensur als pro-britisch verboten wurde. Mit "Große Freiheit Nr. 7" (1944) und "Unter den Brücken" (1944) schuf er zwei Filme, die in ihrer Betonung des Individuellen stark dem Weltbild der Nazis widersprachen. Mit "Kleider machen Leute" (1940) veralberte er insgeheim den Uniformenwahn der Zeit. In dieser Zeit entstand auch "Romanze in Moll" (1943).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete Helmut Käutner für Radio Hamburg (späterer NWDR), wo er seine Arbeits- und Inszenierungsweise auf das Hörspiel übertrug. Unter anderem bearbeitete er bereits 1945 Thornton Wilders "Unsere kleine Stadt" für den Funk. 1954 feierte er mit dem Antikriegsfilm "Die letzte Brücke" einen großen Erfolg. Bei den Filmfestspielen von Cannes 1954 erhielt Käutner für den Film den "Prix International". Viele erfolgreiche, ambitionierte Kinofilme der 1950er Jahre tragen seine Handschrift, man denke nur an "Ludwig II. – Glanz und Ende eines Königs" (1955) mit O. W. Fischer, "Des Teufels General" (1955) und "Der Schinderhannes" (1958) mit Curd Jürgens, "Der Hauptmann von Köpenick" (1956) mit Heinz Rühmann, "Das Glas Wasser" (1960) mit Liselotte Pulver oder auch an die zu Herzen gehende Romanze "Monpti" (1957) mit Romy Schneider und Horst Buchholz.
In den 1960er Jahren begann Käutner dann für das Fernsehen zu produzieren und trat gelegentlich auch als Schauspieler auf. 1967 erhielt er den "Adolf-Grimme-Preis" in Gold für seine beim Saarländischen Rundfunk durchgeführte Fernsehproduktion "Valentin Katajews chirurgische Eingriffe in das Seelenleben des Dr. Igor Igorowitsch".

Helmut Käutner war seit 1934 mit der Schauspielerin Erica Balqué (verstorben 2003) verheiratet , die seit "Die letzte Brücke" in fast all seinen Filmen als Regieassistentin fungierte. Seine letzten Lebensjahre, bereits schwer krank, verbrachte er mit seiner Frau in der Toscana. Dort, in seinem Haus in Castellina in Chianti, im nördlichen Teil der Provinz Siena gelegen, starb er im Alter von 72 Jahren. Helmut Käutner wurde in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin beigesetzt.
Nach ihm ist der "Helmut-Käutner-Preis" benannt, der seit 1982 zwei-jährlich bzw. seit 1995 alle drei Jahre am Geburtstag von Helmut Käutner von der Stadt Düsseldorf vergeben wird.

Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Siehe auch Deutsches Filminstitut – DIF, www.deutsches-filmhaus.de,
www.prisma-online.de, www.cyranos.ch
 
Weitere Filme*) von und mit Helmut Käutner
Pinkas Braun

Pinkas Braun; Copyright Werner Bethsold

… spielte den skrupellosen Sir Percival Glyde.

Geboren am 7. Januar 1923 in Zürich (Schweiz),
gestorben am 24. Juni 2008 in München.
  
Kurzportrait zu Pinkas Braun innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
Weitere Filme*) mit Pinkas Braun
 
Foto: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1982 während einer Hörspielproduktion.

Eric Pohlmann … spielte den Conte Fosco.

Geboren am 18. Juli 1913 in Wien,
gestorben am 25. Juli 1979 in Bad Reichenhall.
 
Eric (eigentlich Erich) Pohlmann war ein klassisch ausgebildeter Charakterschauspieler der alten Schule. Er studierte bei Max Reinhardt in seiner Heimatstadt Wien und hatte erste Engagements u.a. am Raimundtheater. Nebenbei jobbte er als Entertainer in einer Bar.
1939 folgte er seiner Verlobten und späteren Ehefrau, der jüdischen Schauspielerin Lieselotte Goettinger, in die Emigration nach London. In England fasste er rasch Fuß und machte auf BBC Deutschland Propaganda gegen die Nazis. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, nahmen die Pohlmanns vorübergehend eine Stellung im Haushalt des damaligen Herzogs von Bedford an: sie als Köchin, er als Butler.

Nach Kriegsende begann der Schauspieler eine Karriere an Londoner Bühnen, die er bis in die 1960er Jahre hinein ausbauen konnte. U.a. war er als "Peachum" in "Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill zu sehen. Seit Ende der 1940er Jahre war Pohlmann zunehmend präsent in britischen und US-amerikanischen Film- und Fernsehproduktionen, zunächst in kleinen Komparsenrollen, später zunehmend in ausgebauten Nebenrollen in Abenteuer- und Kriminalfilmen, gelegentlich auch in Komödien. Seine große, massige Erscheinung mit leicht südosteuropäischem Einschlag prädestinierte ihn dabei für Rollen als intelligenter Meisterverbrecher und Spion, aber auch als Offizier oder Kriminalbeamter, Hotelsbesitzer, Konsul, Geschäftsmann oder gar Präsident und König. Sehr häufig spielte er Italiener, Griechen und Orientalen; Deutsche spielte er trotz seiner Herkunft eher selten.

Einen seiner frühesten Filmauftritte hatte Pohlmann in Carol Reeds Filmklassiker "Der dritte Mann" (The Third Man) – als Kellner im Smolka's. Bis zu seinem Tod spielte er mal mehr, mal weniger bedeutende Nebenrollen in britischen Filmen, aber auch in Hollywood-A-Filmen, vor allem von MGM, neben bekannten Stars: In "Mogambo" (1953; Regie: John Ford) gibt er neben Clark Gable, Ava Gardner und Grace Kelly den zwielichtigen Leon Boltchak; 1963 in dem Monumentalfilm "55 Tage in Peking" (Regie: Nicholas Ray) den deutschen Baron von Meck neben u.a. Charlton Heston und David Niven.
Zweimal besetzte ihn Richard Thorpe neben Hauptdarsteller Robert Taylor in einer britischen Produktion: 1955 als Gluckmeister in "Liebe, Tod und Teufel" (The Adventures of Quentin Durwand) und 1959 als Cap. Rohner in "Das Haus der sieben Falken" (The House of the Seven Hawks). 1971 ist er in "Die Steppenreiter" (The Horsemen; Regie: John Frankenheimer) neben den Stars Omar Sharif und Jack Palance ein Händler aus Kandahar. 1975 agiert er in "Der rosarote Panther kehrt zurück" (The Return of the Pink Panther; Regie: Blake Edwards) an der Seite von Peter Sellers und Christopher Plummer namenlos als "Der dicke Mann".
Sein komödiantisches Talent zeigte der Schauspieler 1955 neben Sexbombe Jane Russell: In "So lebt man in Paris" (Gentlemen Marry Brunettes; Regie: Richard Sale) gibt er den Mr. Ballard; in "Expresso Bongo" (1960; Regie: Val Guest), einem Schlagerfilm mit Cliff Richard, agiert er als Leon.
1958 hatte er eine Rolle in der britischen Mystery-Krimiserie "Inspector March of Scotland Yard" (kein deutscher Verleihtitel) übernommen: Als Inspector Goron unterstützte er Hauptdarsteller Boris Karloff in mehreren Folgen.

James Bond-Fans ist die Stimme Eric Pohlmanns vertraut: Sowohl in "Liebesgrüße aus Moskau" (From Russia with Love, 1963) als auch in "Feuerball" (Fireball, 1965) spricht er im englischen Original den geheimnisvollen Ernst Stavro Blofeld von der Verbrecherorganisation SPECTRE.

In den 1960er und 1970er Jahren war Pohlmann beruflich auch wieder in seiner alten Heimat aktiv und übernahm zahlreiche prägnante Charakterrollen in deutschen und österreichischen Film- und Fernsehproduktionen. Er gestaltete nicht nur Gastrollen in populären Krimiserien wie "Der Kommissar" und "Derrick", sondern übernahm auch Aufgaben in anspruchsvollen Fernsehspielen vornehmlich für ORF und den Bayerischen Rundfunk, nicht selten unter der Regie von Franz Josef Wild. Dazu gehören n.a. "Der Strafverteidiger" (1961) mit u.a. Barbara Rütting und Carl-Heinz Schroth, "Der kleine Lord" (1962) mit u.a. Albrecht Schoenhals und Michael Ande sowie "Die Affaire Dreyfus" (1968) mit u.a. Karl-Michael Vogler und Bernhard Wicki.
1961/62 hatte Pohlmann auch in einem deutschen Edgar Wallace-Krimi mitgespielt: "In Das Rätsel der roten Orchidee" (Regie: Helmuth Ashley) stirbt er durch Mörderhand; Filmpartner sind u.a. Marisa Mell, Christopher Lee und Klaus Kinski.
Seinen größten Erfolg im deutschsprachigen Raum hatte der Charakterschauspieler 1970 mit einem sogenannten TV-"Straßenfeger": "Die Frau in Weiß", ein als Drei-Teiler angelegter Kriminalfilm in historischen Kostümen nach einer literarischen Vorlage von Wilkie Collins, galt seinerzeit als eine der erfolgreichsten Fernsehproduktionen des Jahres und lockte zeitweise rund 9 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. (…) Die Mini-Serie gilt bei Fans des Genres bis heute als Kult.

Auch während seiner aktiven Zeit in Deutschland und Österreich nahm Pohlmann neben seiner internationalen Filmarbeit weiterhin Aufgaben im britischen Fernsehen wahr, u.a. als Gaststar in den Krimiserien "Jason King" und "Paul Temple"; die Serien waren auch im deutschen Fernsehen zu sehen.
1978/79 kam es zu einer Zusammenarbeit des Schauspielers mit Maximilian Schell: In dem deutsch-österreichischen Kinofilm "Geschichten aus dem Wienerwald" nach Ödön von Horváth (Regie und Produktion: M. Schell) übernahm Pohlmann eine größere Rolle neben u.a. Birgit Doll und André Heller. Der Film wurde 1979 auf dem London Film Festival gezeigt. Eine letzte Zusammenarbeit zwischen Schell und Pohlmann wurde durch den Tod des Schauspielers abgebrochen: Während der Proben zu "Jedermann" in Salzburg, wo Pohlmann wie auch schon im Jahr zuvor den dicken Vetter von "Jedermann" (Maximilian Schell) spielen sollte, erlitt der Schauspieler einen Herzinfarkt und starb kurz darauf in einer Klinik im nahe gelegenen Bad Reichenhall.

Eric Pohlmann war zwei Mal verheiratet (das erste Mal verwitwet) und hatte aus erster Ehe mit seiner Kollegin Lieselotte Goettinger zwei Söhne.
 
Quelle Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Eric Pohlmann

Edith Lechtape … spielte die Contessa Fosco.
  
Geboren am 20. November 1921 in Herne/Westfalen,
gestorben am 14. August 2001 in Straßburg.


Nach einer privaten Schauspielstunde bei Heinz Moog tritt sie im Mai 1941 ihr erstes Engagement beim "Deutschen Theater Lille" im damals deutsch besetzten Frankreich an. Nach dem Kriegsende ist sie als Schauspielerin in Weimar tätig. Mit dem ehemaligen Theaterregisseur und Schauspieler Peter Hehn, der ab 1951 in Düsseldorf als Geschäftsmann tätig ist, ist sie von 1953 bis zu dessen Tod verheiratet. Neben Theaterengagements in Osnabrück, Bremen, Bonn, Essen und anderswo arbeitet sie bei diversen Film- und Hörspiel-Produktionen mit.
 
Über ihren Stiefsohn Roland Hehn lernt sie den Filmemacher und Produzenten Anton Weber kennen, der u.a. bei der "UFA" als Filmarchitekt tätig war. Nach dem Tode Hehns im Jahre 964 beginnt sie Ende der 1960er Jahre mit Weber eine intensive Zusammenarbeit. In ihrem "laboratoire imagier" in Fréland in den Vogesen schaffen sie innovative experimentelle Fotokunst. Ausstellungen ab 1974 in Deutschland und Frankreich.
Nach Webers Tod 1979 setzt Edith Lechtape die fotokünstlerische Arbeit alleine fort. Im Jahr 1988 zieht sie nach Straßburg um. In ihrer letzten umfangreichen Serie "Gossenportraits" fotografiert sie Collagen aus Bedrucktem, das meistens schon einmal weggeworfen war (z.B. Porträt-Fetzen, knittrige Papierreste, zerknautschte Plastikfolien).

Neben "Die Frau in Weiß" stand Edith Lechtape nur noch für "Macumba" (1981), einem Experimental-Spielfilm von Elfi Mikesch, vor der Kamera.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
Alf Marholm

Alf Marholm; Copyright Virginia Shue

… spielte den Rechtsanwalt Merriman.
    
Geboren am 31. Mai 1918 als Alf Marholm-Stoffels in Oberhausen,
gestorben am 24. Februar 2006 in Königswinter-Ittenbach.
  
Kurzportrait zu Alf Marholm innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Alf Marholm
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.

Hans Hinrich … spielte den Rechtsanwalt Gilmore.
 
Geboren am  27. November 1903 in Berlin,
gestorben am 30. Oktober 1974 in Berlin.
 
Hans Hinrich war zunächst Theaterregisseur. Seine Filmlaufbahn begann 1931 bei der Ufa, die sich kurz zuvor auf die Tonfilmtechnik umgestellt hatte und in den frühen 1930er Jahren stark expandierte. Bis 1938 führte Hinrich Regie in einigen Filmen, die zwar mit den bedeutendesten Stars der Ufa besetzt waren (Hans Albers, Heinrich George, Lil Dagover, Attila Hörbiger), an den Kinokassen jedoch nur mäßigen Erfolg hatten.
Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges ging Hinrich nach Rom, wo er bis zum Ende des Krieges in den Produktionen wechselnder italienische Filmgesellschaften Regie führte.
1946 begann Hinrich als Giovanni Hinrich oder Giovanni Heinrich in Rom eine zweite Karriere als Filmdarsteller. Seinen größten Auftritt hatte er in der 1948 herausgebrachten Hugo-Adaption "I miserabili", in der er neben Gino Cervi die Rolle des Javert spielte. Als Nebendarsteller wirkte er vereinzelt auch in deutschen Kinofilmen und von 1955 an in deutschen Fernsehproduktionen mit. Seinen letzten beiden Regiearbeiten führte Hinrich ebenfalls in Deutschland durch: "K – Das Haus des Schweigens" (1951) war das düstere Schulddrama eines Mörders (mit Ernst Deutsch) und "Conchita und der Ingenieur" (1954) ein anspruchsloser Abenteuerfilm um Ölbohrer im exotischen Milieu des brasilianischen Dschungels.

Hinrichs wichtigstes Arbeitsgebiet wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Filmsynchronisation. Als Synchronsprecher hat er seine Stimme unter anderem Edward G. Robinson, Claude Rains und Spencer Tracy geliehen.
Er war seit 1928 mit der Schauspielerin Maria Krahn verheiratet.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Hans Hinrich
Jaromír Borek … spielte den Rechtsanwalt Wansborough.
 
Geboren am 28. April 1928 in Wien,
gestorben am 15. Dezember 1997 in Wien.
 
Neben seinen zahlreichen Fernsehauftritten (unter anderem vier Folgen der Kultserie "Kaisermühlenblues") ist Jaromír Borek mit seiner markanten Stimme auch in verschiedensten Dokumentationen und Fernsehsendungen des ORF in Erinnerung geblieben. 

Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Jaromir Borek
Wolfgang Unterzaucher … spielte den Pesca.
 
Geboren am 7. September 1934 in Graz. 

Aufgewachsen in Leverkusen, machte Unterzaucher nach dem Abitur beim Chemiekonzern Bayer zwischen 1953 und 1956 zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Ein 2-jähriges Studium der Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte in München und Wien schloss sich an. Danach entschied er sich für die Schauspielerei, besuchte von 1958 bis 1960 die "Max-Reinhardt-Schule" in Berlin. Nach seinem Abschluss erhielt Unterzaucher ein erstes Engagement in Heilbronn, wo er mit der Titelrolle in Shakespeares "Hamlet" sein Bühnendebüt gab. Eine weitere Station seiner Bühnenlaufbahn wurde Berlin, wo er zwischen 1965 und 1967 bei dem politischen Kabarett "Das Bügelbrett" von Hannelore Kaub agierte.
Nach vier Semestern Soziologie an der Freien Universität Berlin nahm Unterzaucher seine Theaterarbeit wieder auf, gehörte ab 1992 zum Ensemble des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe.
 
Vor der Kamera übernahm er nur sporadisch Aufgaben, neben seiner Rolle in "Die Frau in Weiß" spielte er beispielsweise auch in den spannenden Mehrteilern "Der Rote Schal" (1973) und "Der Strick um den Hals" (1975). Zuletzt sah man ihn Ende der 1990 Jahre als Professor Wünsch in der TV-Serie "Aus heiterem Himmel".
 
Neben seiner Arbeit für das Theater hält Wolfgang Unterzaucher immer wieder Lesungen und Rezitationsabende.
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Unterzaucher
Tana Schanzara

Tana Schanzara; Copyright Edmond Frederik

… spielte die Frau Clements.
     
Geboren am 19. Dezember 1925 in Kiel,
gestorben am 19. Dezember 2008 in Bochum.

  
Kurzportrait zu Tana Schanzara innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

 
Weitere Filme*) mit Tana Schanzara
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Jenny Thelen

Jenny Thelen; Copyright Virginia Shue

… spielte die Frau Catherick.
 
Geboren 1920.
 
Weitere Filme*) mit Jenny Thelen
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Erwin Scherschel … spielte den Lehrer Dempster.
   
Geboren am 31. März 1922 in Frankfurt/M.,
gestorben am 14. September 1997.

Nach einer Ausbildung zum Schauspieler (Theaterhochschule) gab Scherschel sein Bühnendebüt am Theater seiner Geburtsstadt. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn wurden unter anderem Gelsenkirchen, Mainz und Wiesbaden. Von 1969 bis 1986 gehörte der Schauspieler zum Ensemble des Staatstheaters Darmstadt.
Verschiedentlich übernahm er Aufgaben vor der Fernsehkamera, spielte mehrfach Nebenrollen in Krimi-Reihen wie "Tatort" und "Ein Fall für Zwei". In Produktionen mit hessischem Kolorit war er ebenfalls vertreten, so spielte er Anfang der 1960er Jahre in einigen Folgen der beliebten Serie "Die Familie Hesselbach" oder Ende der 1980er Jahre in "Hessische Geschichten".
 
Scherschel war zuletzt verwitwet und hatte einen Sohn.
  
Weitere Filme*) mit Erwin Scherschel

Jürgen Schneider … spielte den Schüler Tommy.
  
Weitere Filme*) mit Jürgen Schneider
Theo Heinemann … spielte den Sergeant Blain.
   
Weitere Filme*) mit Theo Heinemann
Wilhelm Semmelroth … spielte den Irrenarzt Dr. Masters.
  
Geboren am 4. Mai 1914 in Bitburg,
gestorben am 1. Juli 1992 bei München.
 
Wilhelm Semmelroth wuchs in Bonn auf und studierte in Köln und Berlin. 1945/1946 arbeitete er für die deutsche Abteilung der BBC London, anschließend kam er als Regisseur zum NWDR Köln. 1949 wurde er Leiter der dortigen Hörspielabteilung. 1960 wechselte er zum Fernsehen und wurde Fernsehspielleiter des WDR. In dieser Funktion betreute er als Produzent unter anderem den fünfteiligen Rex-Stout-TV-Krimi "Zu viele Köche" (1960, mit Joachim Fuchsberger) und die Francis-Durbridge-Klassiker "Tim Frazer" (1963), "Tim Frazer: Der Fall Salinger" (1964), jeweils mit Max Eckard und Konrad Georg sowie "Die Schlüssel" (1964, mit Harald Leipnitz und Albert Lieven). Im Durbridge-Reißer "Das Messer" (1971, mit Hardy Krüger) spielte er eine Schlüsselfigur: den entführten Wissenschafter Dr. Hamilton.

Im gleichen Jahr begann er als Regisseur gemeinsam mit seinem Autor Herbert Asmodi Jahr für Jahr Klassiker des Kriminalromans zu verfilmen. Den Beginn machten drei Filme nach Wilkie Collins, es folgten unter anderem zwei Krimiklassiker nach Émile Gaboriau. Alle Mehrteiler avancierten zu sogenannten Straßenfegern und waren hochkarätig besetzt: Heidelinde Weis, Christoph Bantzer, Pinkas Braun, Eric Pohlmann, Theo Lingen, Siegfried Lowitz, Paul Dahlke, Dieter Borsche, Hans Caninenberg, Walter Jokisch, Susanne Uhlen, René Deltgen, Ellen Schwiers, Helmut Käutner – das sind nur einige wenige Stars, die damals mitwirkten.
Ähnlich wie Alfred Hitchcock machte Semmelroth in fast allen Filmen einen kleinen Gastauftritt. Bei allen Krimiklassikerverfilmungen arbeitete er mit dem Komponisten Hans Jönsson ("Paul Temple-Hörspiele") zusammen. Auch seine Lebensgefährtin Jutta Kammann1) spielte in den meisten Filmen mit.

Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Siehe auch www.deutsches-filmhaus.de  
Weitere Filme*) von und mit Wilhelm Semmelroth
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
Arthur Jaschke … spielte den Doktor Dawson
  
Geboren am 13. März 1902 in Holbersdorf,
das Todesdatum ist unbekannt.
 
Der aus der Oberlausitz stammende Jaschke begann seinen beruflichen Werdegang bei einer Wandertruppe. 1934 folgte ein erstes Bühnenengagement. Er spielte an verschiedenen Berliner Bühnen sowie ab 1958 am Düsseldorfer Schauspielhaus, dessen Ensemble er über zwanzig Jahre angehörte. Neben seiner Arbeit als Schauspieler fungierte er hier auch als Regieassistent.
Als Schauspieler in Film und Fernsehen war Jaschke indes ein seltener Gast. Hier konnte man ihn zum Beispiel in Karl-Heinz Stroux' Fernsehadaption des "Kätchen von Heilbronn" oder in Peter Beauvais' "Heimat, die ich meine" sehen.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 15.12.2011)  
Weitere Filme*) mit Arthur Jaschke
Willy Lindberg … spielte den Doktor Goodrick.
  
Geboren am 26. August 1908 in Passau,
gestorben im Oktober 1984.
 
Willy Lindberg war seit 1956 an verschiedenen Berliner Bühnen tätig.
   
Weitere Filme*) mit Willy Lindberg
Victor Beaumont … spielte den "Mann in Schwarz".
  
Geboren am 7 November 1920 in Berlin,
gestorben am 21 März 1977.
  
Weitere Filme*) mit Victor Beaumont
Frank Barufski … spielte einen Küster.
  
Geboren am 31. Dezember 1905 in Köln,
gestorben am 21. Oktober 1991 in Köln.
 
Barufski machte seine Ausbildung zum Schauspieler in Köln, erhielt anschließend Theater-Engagements in Hof an der Saale, Magdeburg, Saarbrücken und Bielefeld. Zurück in Köln trat er unter anderem auch im "Millowitsch Theater" auf, spielte in Stücken wie "Schneider Wibbel" und "Der Etappenhase". Danach war er freiberuflich tätig, arbeitete auch viel für den Hörfunk. Der Mehrteiler "Die Frau in Weiß" zählt zu seinen letzten Fernsehauftritten.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Frank Barufski

*) Der Link führt zur "german.imdb.com" bzw. "imdb.com"

  

Der Autor Wilkie Collins
Foto 1*) William Wilkie Collins wurde am 8. Januar 1824 in London geboren und starb am 23. September 1889 in London.
Er war ein britischer Schriftsteller und Verfasser der ersten "Mystery Thriller".

*) Der Link führt zu Wikipedia

Foto 2*)
Foto 3*)

Sein Vater, William Collins, war ein Landschaftsmaler, der jedoch die Zukunft seines Sohnes zunächst nicht in der Kunst, sondern im Teehandel sah. Nachdem dieser wenig Neigung zum Geschäftlichen zeigte, studierte Wilkie Collins Rechtswissenschaften am "Lincoln's Inn", wo er 1851 die Zulassung als Anwalt erhielt. Wilkies jüngerer Bruder war der präraffaelitische Maler Charles Allston Collins (1828 – 1873) (siehe Wikipedia).

Seine eigentliche Berufung fand Wilkie Collins als Schriftsteller: Bereits 1843 war "The Last Stagecoachman" im "Illuminated Magazine" erschienen. Seine erste Buchveröffentlichung war eine Biografie seines Vaters (Memoirs of the Life of William Collins, Esq., R.A.), die ein Jahr nach dessen Tod im Jahr 1847 erschien. Von da an veröffentlichte er in schneller Folge Romane (von denen er 25 verfasste) und Erzählungen (von denen über 50 erschienen): 1850 erschien "Antonina oder Der Fall Roms" (aus dem seinerzeit besonders beliebten Genre des historischen Romans), 1852 erschien "Basil", und dann fast in jährlichem Rhythmus weitere Werke. Er sollte zu einem der populärsten (und bestbezahlten) Autoren seiner Zeit werden. Seine bekanntesten Werke sind "Die Frau in Weiß" (1860, The Woman in White) und "Der Mondstein" (1868, The Moonstone). Beide Romane würde man heute als "Mystery Thriller" oder im Fall von "The Moonstone" als "Detective Novel" bezeichnen, und man kann Wilkie Collins mit einigem Recht als einen der Begründer dieser Genres sehen. Das Spätwerk "The Haunted Hotel" (1878) stellt einen sich von der Masse durch seinen psychologischen Gehalt und die möglicherweise erste Darstellung von Hirntod in der englischsprachigen Literatur abhebenden Beitrag zur viktorianischen "Novel of Sensation" dar.

Wilkie Collins gilt heute als einer der großen viktorianischen Schriftsteller. Er war ein enger Freund Charles Dickens, in dessen Schatten er nach seinem Tod lange stand. Erst im späteren 20. Jahrhundert wurde Collins wieder entdeckt und wird heute im englischen Sprachraum wieder verlegt. Wilkie Collins starb am 23. September 1889 im Alter von 65 Jahren in London und wurde dort auf dem Kensal Green Cemetery beerdigt.
 
Quelle: Wikipedia

Siehe auch: www.wilkiecollins.de
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