Der am 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf (damals Herzogtum Berg) geborene Heinrich Heine1) "war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.
Der älteste Sohn von Betty (geb. van Geldern) und des jüdischen Tuchhändlers Samson Heine gilt als "letzter Dichter der Romantik" und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Haltung wurde er von Antisemiten und Nationalisten über seinen Tod hinaus angefeindet. Die Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen Rezeptionsgeschichte." schreibt Wikipedia, wo man unfangreiche Informationen zu dem Dichter findet.
Heinrich Heine starb am 17. Februar 1856 im Alter von 58 Jahren in der französischen Hauptstadt Paris, drei Tage später wurde er auf dem Friedhof "Montmartre"1) beigesetzt. Das im Jahre 1901 erstellte Grabmal ziert eine von dem dänischen Bildhauer Louis Hasselriis1) stammende Marmorbüste Heines und sein Gedicht "Wo?" → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.

Heinrich Heine auf einem Gemälde von Moritz DanielOppenheim1) (1800 – 1882)
Öl auf Papier montiert Leinwand (ca. 43 × 34 cm)
Momentaner Standort: Hamburger Kunsthalle
1)
Quelle: Wikimedia Commons; Angaben zur Lizenz siehe hier

Heinrich Heine auf einem Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim (1800 - 1882); Öl auf Papier montiert Leinwand (ca. 43 × 34 cm); Momentaner Standort: Hamburger Kunsthalle; Quelle: Wikimedia Commons
Heinrich Heine: DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film" Ende der 1970er Jahre entstand das von Klaus Emmerich1) nach einem Drehbuch von Herbert Knopp in Szene gesetzte, zweiteilige Dokumentarspiel "Heinrich Heine" mit einem brillanten Christoph Bantzer in der Titelrolle. Der erste Teil trug den Untertitel bzw. das Heine-Zitat "Das Leben ist weder Zweck noch Mittel: Das Leben ist ein Recht", der zweite Teil "Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte". In der filmischen Biografie mit der Musik von Franz Hummel1) steht jedoch nicht der Literat im Mittelpunkt, sondern der Mensch Heine mit seinen umfassenden existenziellen Problemen. Nachgezeichnet werden die Jugend- und Studienzeit als selbstbewusster Poet, die Begegnungen mit seiner Gönnerin Rahel Varnhagen und seinem Verleger Campe, das Verbot seiner Schriften in Deutschland, seine Zeit im französischen Exil, die Bekanntschaft mit George Sand und James Rothschild und schließlich die Zeit seiner achtjährigen Krankheit, der Rückenmarksschwindsucht, die Heine, der bei geistiger Klarheit vereinsamt und verbittert, bis zum Lebensende ans Bett fesselt. Heinrich Heine ist der hervorragend gelungene Versuch, die Figur eines der größten deutschen Schriftsteller dem Publikum näher zu bringen. Regisseur Klaus Emmerich benutzt zur Darstellung der Lebensstationen des Dichters vor allem den Dialog und nähert sich in seiner Inszenierung dem Menschen Heine mit all dessen Nöten und Schwächen. Ein Film voller Tiefe und Gefühl um ein faszinierendes Dichterleben mit einer schauspielerischen Glanzleistung von Christoph Bantzer. In Nebenrollen erfreuen Ivan Desny, Rosemarie Fendel, Karl-Heinz von Hassel, Hans-Michael Rehberg und Rolf Becker." schreibt Pidax Film", welche den Zweiteiler am 1. Juli 2011 auf DVD herausbrachte.

DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"
Die Erstaustrahlung der ZDF-Produktion bzw. der jeweils rund 120 Minuten langen beiden Teile erfolgte am 01. bzw. 2. Januar 1978.
Teil 1: Das Leben ist weder Zweck noch Mittel: Das Leben ist ein Recht

Der Dichter Heinrich Heine ist eine der schillerndsten Figuren des vergangenen Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten geliebt, bewundert, gehasst und verfolgt, ist er bis heute ein in seinen Widersprüchen attraktiver "Fall" der deutschen Geistesgeschichte. Man hat ihn "ein europäisches Ereignis und einen deutschen Skandal" genannt und ihn als "vorweggenommenes Beispiel des modernen Menschen" bezeichnet. Aber man hat ihn auch als gesinnungslos, zersetzend und undeutsch beschimpft, als "pornographischen Witzbold" und "Judensau vom Montmartre". Mit allen Facetten seiner Persönlichkeit wird Heine in einer biographischen Szenenfolge vorgestellt:
Da ist der kleine Judenjunge Harry Heine, der von seinen Klassenkameraden drangsaliert wird. Da ist der schwärmerische, launische Poet, der Enthusiast und der Spötter, der dem Kaufmannsstand Ade sagt. Der Student, den es über Bonn und Göttingen nach Berlin verschlägt und der dort in das Spannungsfeld einer kultur-politischen Umbruchsituation gerät. Der junge Jude, der zum Christentum übertritt, um das "Entreebillett" in die gehobene Bürgerschicht zu erwerben.
Quelle: ZDFtheaterkanal bzw. fernsehserien.de

Stephan Cherdron (rechts) als der 10-jährige Heinrich Heine
Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film"

Stephan Cherdron (rechts) als der 10-jährige Heinrich Heine; Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film"
Heinrich Heine (Christoph Bantzer und Carl Ludwig Börne (Hans-Michael Rehberg); Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film" Teil 2: Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte
Der zweite Teil des Fernsehfilms über den deutschen Dichter Heinrich Heine behandelt im wesentlichen die Zeit der Emigration in Paris, die nur durch kurze Reisen nach Hamburg unterbrochen wird. Heine erlebt die politischen Kämpfe mit dem Höhepunkt der Revolutionen des Jahres 1848. Obwohl er zum Kreis der von der Restauration in Deutschland verfolgten und verbotenen Schriftsteller gehört, wird er auch im Exil immer einsamer: Er kann sich keiner Partei anschließen und versucht, sich zwischen den extremen Positionen der Zeit hindurchzulavieren, die durch seine Bekanntschaften mit den Rothschilds und Karl Marx geprägt sind. In den letzten Jahren seines Lebens siecht er einsam und verbittert in seiner Pariser "Matratzengruft" dahin, den Reichtum des geliebten Lebens nur noch auf dem Papier genießend, in der Erinnerung und der Phantasie. Quelle: ZDFtheaterkanal bzw. fernsehserien.de

  
Heinrich Heine (Christoph Bantzer) mit dem Journalisten, 
Literatur- und Theaterkritiker Carl Ludwig Börne1) (Hans-Michael Rehberg)
Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film"

   
 
Walter Rilla (Cotta) und Christoph Bantzer (Heine); Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film" Christoph Bantzer (Heine) und Eva Schuckardt (Mathilde); Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film"
Walter Rilla (Johann Friedrich von Cotta1)) und Christoph Bantzer (Heine) Christoph Bantzer (Heine) und Eva Schuckardt (Mathilde)
Christoph Bantzer (Heine) und Jürgen Pruschansky (Christian Dietrich Grabbe); Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film" v.l.n.r.: Richard Beek (Pastor Gottlob Christian Grimm), Alexander May (Pfarrer Karl Friedrich Bonitz) und Christoph Bantzer (Heine); Szenenfoto zur Verfügung gestellt von "Pidax Film"
Christoph Bantzer (Heine) und
Jürgen Pruschansky (Christian Dietrich Grabbe1))
v.l.n.r.: Richard Beek (Pastor Gottlob Christian Grimm), 
Alexander May (Pfarrer Karl Friedrich Bonitz)
und Christoph Bantzer (Heine)
Szenenfotos zur Verfügung gestellt von "Pidax Film"

Einige andere Filme über Heine entstanden im Verlaufe der kommenden Jahre, so setzte Karl Fruchtmann1) (1915 – 2003) den ebenfalls zweiteiligen TV-Film "Heinrich Heine – Die zweite Vertreibung aus dem Paradies"2) (1983) unter anderem mit Wolfgang Hinze1) als Heinrich Heine und Donata Höffer als dessen Ehefrau Mathilde in Szene. Eine Puppen-animierte, rund 50-minütige Version wurde unter dem Titel "Heinrich Heine. Es ist eine alte Geschichte …"3) (EA: 13.07.1984) vom "DEFA-Studio für Trickfilme" gedreht. Die aufwendige, für den NDR produzierte TV-Filmbiografie von Gordian Maugg1) "Denk ich an Deutschland in der Nacht … Das Leben des Heinrich Heine" gelangte erstmals am 17. Februar 2006 zur Ausstrahlung. Mit hintergründigem Humor gestaltet Fabian Busch1) den jungen Heinrich Heine, mit Rüdiger Vogler4) wurde ein vorzüglicher Darsteller für den alten kranken Heine gefunden, schreibt www.arte.tv. In weiteren Rollen sieht man unter anderem Anna Brüggemann1) als Elise Krinitz1) ("Mouche") als Heines letzte platonische Geliebte und Michael Mendl4) als Dichterfürst Goethe1).

Kurze Informationen zu dem Mehrteiler siehe auch fernsehserien.de, filmreporter.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1) Wikipedia, 2) deutsches.filmhaus.de, 3) defa.de, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Lizenz Abbildung Heinrich Heine: Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers. 

Die Darsteller:
Christoph Bantzer … spielte den erwachsenen Dichter Heinrich Heine (1797 – 1856).
→ Portrait (1837) bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
Der 10-jährige Heinrich Heine wurde im 1. Teil von Stephan Cherdron dargestellt,
der 15-jährige Heine von Andreas Koppitz.
  
Geboren am 4. Januar 1936 in Marburg.
 
Christoph Bantzer wurde 1936 in Marburg in einer Künstlerfamilie geboren (sowohl Vater, als auch Großvater Carl Bantzer waren Maler). Sein jüngerer Bruder Claus Bantzer (siehe dort) ist Musiker und Komponist.
Bantzer studierte Schauspiel an der "Max-Reinhard-Schule" in Berlin. Sein Schwerpunkt liegt beim Theaterschauspiel; er wirkt an vielen wichtigen deutschsprachigen Bühnen, u.a. am Berliner "Schillertheater", dem "Schauspielhaus Zürich", und dem Wiener "Burgtheater". Von 1972 bis 1977 gehörte Christoph Bantzer zum Ensemble des "Deutschen Schauspielhauses" in Hamburg. Seit 1985 – mit dem Beginn der Intendanz Jürgen Flimms – gehört Bantzer zum Hamburger "Thalia Theater".
Neben seinen Theaterengagements arbeitet Bantzer an vielen Filmen mit, hauptsächlich waren dies Fernsehproduktionen. Als Sprecher ist er auf einer Reihe von Hörbüchern und auch in Synchronisationen zu hören.
1)
Seit Anfang der 1960er Jahre ist Bantzer in vielen ambitionierten, vor allem Literaturverfilmungen auf dem Bildschirm präsent. "Schau heimwärts, Engel" (1961) von Thomas Wolfe, "Ein Wintermärchen" (1965) von Shakespeare, "Der Tod des Handlungsreisenden" (1968) von Arthur Miller oder "Die Glasmenagerie" (1969) von Tennessee Williams sind nur einige der Stücke, in denen er auch im Fernsehen glänzte. Neben dem Mehrteiler "Die Frau in Weiß"2) und seiner Rolle des Zeichenlehrers Walter Hartright ist er den Fernsehzuschauern auch als Protagonist in Klaus Emmerichs Zweiteiler "Heinrich Heine" (1977) in Erinnerung geblieben, ebenso wie mit der Figur des erwachsenen Mozart in dem Mehrteiler "Mozart"3), einer internationalen Produktion aus dem Jahre 1982. "Christoph Bantzer hat Mozart gespielt, in einem Mehrteiler für das Fernsehen, unverkitscht, aber nicht so geckenhaft überzogen, wie man es bei Tom Hulce im "Amadeus"-Film sah. Bantzer war der ruhelose, fahrige Mozart, den die Forscher beschreiben, der Getriebene, der Genussmensch, und er war es auf großartige Weise." schrieb Rainer Haubrich Anfang Januar 2006 in "DIE WELT" anlässlich des 70. Geburtstages des Vollblutmimen (siehe www.welt.de).
In Jürgen Flimms Dokumentarspiel "Wer zu spät kommt – Das Politbüro erlebt die deutsche Revolution"4) (1990) verlieh er dem ehemaligen SED-Politiker Egon Krenz4) Kontur.
Banzter machte immer wieder Ausflüge in das Krimi-Genre, trat über die Jahre mehrfach in so beliebten Serien wie "Der Kommissar", "Der Alte", "Derrick" und "Bella Block" in Erscheinung. Wiederholt zeigte er sich beim "Tatort", so als Dr. Peter Schatz in "Medizinmänner"4) (1990), als Senator Priebek in "Parteifreunde"4) (1996), als Oberstaatsanwalt Mertens in "Abschaum"3) (2004) und zuletzt als Prof. Schüttler in "Die Ballade von Cenk und Valerie"4) (2012).
Vereinzelt übernahm Bantzer auch Aufgaben in Kinoproduktionen, so gehörte er als Fred zur Besetzung von Michael Hanekes umstrittenem medienkritischen Psychothriller "Funny Games"4) (1997) oder verkörperte den Jakob Ellermann in Dani Levys Beziehungsdrama "Väter"4) (2002). In Jan Speckenbachs Gesellschaftsparabel "Die Vermissten"4)  (2010) spielte er den Vater des Kernkraftwerksingenieurs Lothar (André M. Hennicke).
 
Christoph Bantzer wurde in die Hamburger "Freie Akademie der Künste"4) aufgenommen und ist Ehrenmitglied in der Sektion "Darstellende Kunst"; seit 2006 ist er als Nachfolger von Manfred Steffen zudem Träger des "Albert-Bozenhard-Rings"4).
Der Charakterdarsteller ist mit seiner Kollegin, der Schweizerin Anne-Marie Kuster5) verheiratet und Vater der 1978 geborenen Schauspielerin Johanna Bantzer → www.sutter-management.de. Sohn Aurel Bantzer (geb. 1975) machte sich unter anderem einen Namen als Drehbuchautor → www.aurelbantzer.net.
 
1) Quelle und Link): Wikipedia (Stand Februar 2009)
Siehe auch tls.theaterwissenschaft.ch

Kontakt: www.agentur-alexander.de

Weitere Filme*) mit Christoph Bantzer
 
Link: 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de, 4) Wikipedia, 5) tls.theaterwissenschaft.ch

Horst-Christian Beckmann … spielte in Teil 1 und Teil 2 den wohlhabenden Hamburger Kaufmann und Bankier Salomon Heine (1767 – 1844), Onkel und Förderer des jungen Heinrich Heine. Man nannte ihn wegen seines Reichtums – er hinterließ umgerechnet 110 Millionen EURO – den "Rothschild von Hamburg".
→ Portrait von Carl Gröger bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 3. Dezember 1926 in Schleswig,
gestorben am 28. August 1991 in Bad Reichenhall.
 
Der in Halle/Saale ausgebildete Schauspieler debütierte 1951 am "Theater der Altmark" in Stendal (heute Sachsen-Anhalt). 1962 verließ Beckmann die ehemalige DDR und ließ sich in der Bundesrepublik nieder, wo er im Verlaufe seiner Karriere an verschiedenen deutschsprachigen Theatern engagiert war; vor der TV-Kamera stand er nur sporadisch.
 
Mehr zum Theaterwirken in "Theaterlexikon der Schweiz" → online tls.theaterwissenschaft.ch
  
Weitere Filme*) mit Horst-Christian Beckmann
Barbara Sukowa

Barbara Sukowa; Copyright Virginia Shue

… spielte in Teil 1 die Amalie Heine (1800 – 1838), dritte Tochter des Bankiers Salomon Heine. Heinrich Heine verliebte sich unglücklich in seine Kusine, die ihn zu einigen seiner im "Buch der Lieder" veröffentlichten Liebesgedichte inspirierte.
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
  
Geboren am  2. Februar 1950 in Bremen.
 
Kurzportrait zu Barbara Sukowa innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.film-zeit.de, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de
sowie den Artikel zum 60. Geburtstag bei www.faz.net

Weitere Filme*) mit Barbara Sukowa
 

Foto zur Verfügung gestellt von der Hamburger Fotografin Virginia Shue.
© Virginia Shue (starfotos@virginia-hamburg.de)

Anfried Krämer … spielte in Teil 1 den Literaturhistoriker und -kritiker sowie Übersetzer August Wilhelm Schlegel (1767 – 1845).
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
  
Geboren am 2. September 1920 im oberschlesischen Beuthen (heute Bytom, Polen).
 
Krämer nahm Schauspielunterricht bei Friedrich Ulmer1) in München und gab 1947 an der "Neuen Bühne" in München als "Pater McAhern" in Gibson Laverys Stück "Die erste Legion" sein Bühnendebüt. Es folgten Engagements am "Staatstheater Dresden" (bis 1950), am "Theater Osnabrück" (1951), an den "Städtischen Bühnen Wuppertal" (bis 1953), an den "Städtischen Bühnen Kiel (bis 1955) sowie ab 1955 am "Staatstheater Kassel". Krämer spielte zunächst im Fach des jugendlichen Liebhabers, wechselte aber bald in das Charakterfach. Er gestaltete unter anderem den Osvald in Henrik Ibsens Familiendrama "Gespenster"2), den Narren in Shakespeares Komödie "Was ihr wollt"2), den Marius in Marcel Pagnols Volksstück "Zum goldenem Anker", den Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"2), den Alfons Seidenschnur in Carl Sternheims Lustspiel "Die Kassette", den Sekretär Wurm in Schillers Drama "Kabale und Liebe"2) oder den Pastor Hale in dem Arthur Miller-Stück "Hexenjagd"2).

Seit Anfang der 1960er Jahre übernahm Krämer auch vermehrt Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. Er spielte beispielsweise den Publizisten Maximilian Harden2) (1861 – 1927) in Fritz Umgelters Doku-Spiel "Die Affäre Eulenburg" (1967) über den gleichnamigen Skandal2) (1907/08) im deutschen Kaiserreich mit Richard Münch als Fürst Philipp zu Eulenburg2) (1847 – 1921), oder den Arzt Paul-Ferdinand Gachet2) (1828 – 1909) in Thomas Fantls2) "Van Gogh"-Biografie (1969) nach dem gleichnamigen Schauspiel von Alfred Matusche2) mit Herbert Fleischmann in der Titelrolle. Man sah ihn als Professor in der dreiteiligen Verfilmung von Mančs Sperbers Romantrilogie "Wie eine Träne im Ozean"2) (1970), als Grafen in Volker Vogelers Drama "Jaider, der einsame Jäger"3) (1971) über den bayerischen Wilderer Georg Jennerwein2) mit Gottfried John in der Titelrolle, und auch in dem von Publikum und Kritik kontrovers rezipierten ZDF-Mehrteiler "Tod eines Schülers"1) (1981) von Claus Peter Witt und Robert Stromberger. Daneben übernahm Krämer Gastrollen in Fernsehserien und –reihen, zeigte sich in den "Tatort"-Folgen "Flieder für Jaczek"2) (1977) und "Zweierlei Knoten"2) (1979) oder spielte den Dr. Hauffler in der fünfteiligen Arztserie "Ein Chirurg erinnert sich"4) (1972). Zuletzt trat er in der Episode "Die große Schwester" (1981) aus der Krimi-Reihe "Ein Fall für zwei" auf dem Bildschirm in Erscheinung.
Überdies arbeitete Krämer als Sprecher für den Rundfunk, unter anderem für den "Sender Dresden" und den NWDR, aber auch für kommerzielle Hörspiele wie die Reihe "Geisterjäger John Sinclair" vom Tonstudio Braun.

Krämer ist mit der Schauspielerin Kinga von Felbinger verheiratet. Der einzige Sohn seines Bruders, Robert Krämer (1918 – 1951), war der Künstler Christoph Krämer2) (1948 – 2010).
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Anfried Krämer
 
Link: 1) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) filmportal.de, 4) fernsehserien.de

Rosemarie Fendel

Rosemarie Fendel; Copyright Virginia Shue

… spielte in Teil 1 die deutsche Schriftstellerin und Salonničre jüdischer Abstammung
Rahel Varnhagen von Ense (1771 – 1833) → Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 25. April 1927 in Koblenz-Metternich,
gestorben am 13. März 2013 in Frankfurt am Main.

Kurzbiografie zu Rosemarie Fendel  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch www.prisma.de, Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Rosemarie Fendel
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Wolfgang Weiser … spielte in Teil 1 den deutscher Grafiker (Holzstecher), Schriftsteller, Theaterkritiker, Kunstprofessor und Herausgeber Friedrich Wilhelm Gubitz (1786 – 1870). In seiner Zeitschrift "Der Gesellschafter" veröffentlichte er auch Gedichte von Heinrich Heine (1821) und anderen Autoren seiner Zeit. → Portrait Wikipedia (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 29. September 19261) (nach anderen Quellen 1928) in Baden bei Wien (Niederösterreich),
gestorben am 22. März 1996 im oberbayerischen Feldafing.
  
Wolfgang Weiser erhielt seine Ausbildung zum Schauspieler bei Helene Thimig2) am Wiener "Reinhardt-Seminar". Anschließend sammelte er erste darstellerische Erfahrungen bei einer Wanderbühne, wurde dann 1952 an die "Exl-Bühne" in Innsbruck engagiert. Zur Spielzeit 1953/54 wechselte er bis 1956 an das Landestheater in Linz,  weitere Stationen von Weisers frühen Theaterkarriere wurden unter anderem die Bühnen der Stadt Lübeck (1957), das Stadttheater in Basel (1958 – 1960) sowie die "Münchner Kammerspiele" (1961).
Zu dieser Zeit begann Weisers Arbeit vor der TV-Kamera, zur Filmografie zählen neben seiner Rolle in dem Straßenfeger "Die Gentlemen bitten zur Kasse" (1966) viele weitere populäre Krimiserien und Thriller, aber auch ambitionierte Literaturverfilmungen. Zuletzt trat er 1995 in einer Episode der Unterhaltungsreihe "Der Bergdoktor" (1994) auf. Zu den wenigen Ausflügen auf die Kino-Leinwand zählt der Krimi "Der Mörderclub von Brooklyn"3) (1967).
Neben seiner Arbeit für Theater und Film wirkte der Schauspieler in verschiedenen Hörspielproduktionen mit und machte sich als Sprecher vor allem in Schauspiel-Adaptionen einen Namen.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Weiser
 
1) Zu Geburtsjahr: Laut dem Archivar und Publizisten Volker Wachter (Link Wikipedia), der das Geburtsjahr standesamtlich überprüfte, ist 1926 korrekt.
Link: 2) Kurzportrait innerhalb dieser Homepage, 3) Wikipedia
Lutz Mackensy

Foto (Privatfoto) freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lutz Mackensy

… spielte in Teil 1 den deutschen Juristen, Rechtsphilosophen und Historiker Eduard Gans (1797 – 1839). Er pflegte einen regen gesellschaftlichen Umgang und war unter anderem mit Heinrich Heine und Karl August Varnhagen von Ense befreundet.  → Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 11. März 1944 in Hameln.
 
Kurzportrait zu Lutz Mackensy innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.lutz-mackensy.de; siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Lutz Mackensy
 
 
Foto (Privatfoto) freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lutz Mackensy

Jürgen Pruschansky … spielte in Teil 1 den Dichter Christian Dietrich Grabbe (1801 – 1836), den Heine in Berlin kennenlernte.
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)

Geboren am 29. Juni 1953.

Weitere Filme*) mit Jürgen Pruschansky (auch Pruschanski)

Kurt Weinzierl

Kurt Weinzierl 01; Copyright Virginia Shue

… spielte in Teil 1 den Schauspieler Karl August Devrient (1797 – 1872).
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)

Geboren am 15. April 1931 in Innsbruck (Österreich),
gestorben am 10. Oktober 2008 in München.
 
Kurzportrait zu Kurt Weinzierl innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie den Nachruf bei www.welt.de
 
Weitere Filme*) mit Kurt Weinzierl
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Gottfried Knapp  … spielte in Teil 1 den von Heine verehrten Schriftsteller E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822).
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Es ist nicht gesichert, ob es sich um den 1942 in Stuttgart geborenen Kunstkritiker und Autor Gottfried Knapp1) handelt.
 
Link: 1) Wikipedia
Rolf Becker

Rolf Becker; Copyright Petra Jung

… spielte in Teil 1 und Teil 2 den Verleger Julius Campe (1792 – 1867).
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 31. März 1935 in Leipzig.

Kurzbiografie zu Rolf Becker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
 
Weitere Filme*) mit Rolf Becker

  

Foto: Rolf Becker, aufgenommen am 10.08.2008 in Blieskastel
Foto mit freundlicher Genehmigung von Petra Jung/SaarKurier
© Petra Jung

Walter Rilla … spielte in Teil 1 den Verleger, Industriepionier und Politiker Johann Friedrich von Cotta (1764 – 1832).
→ Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 22. August 1894 in Neunkirchen (Saar),
gestorben am 21. November 1980 in Rosenheim.

Kurzbiografie zu Walter Rilla innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch, www.exilarchiv.de
Fotos bei film.virtual-history.com
 
Weitere Filme*) mit Walter Rilla

Eva Schuckardt

… spielte in Teil 2 Heines französische Ehefrau Mathilde (Augustine Crescence  Heine, geb. Mirat, 1815 – 1883). Heine hatte die ehemalige Schuhverkäuferin Augustine Crescence Mirat, die er Mathilde nannte, 1841 geheiratet, da er sie im Fall seines Todes versorgt wissen wollte. Die Hochzeit fand auf ihren Wunsch nach katholischem Ritus statt; seine jüdische Herkunft hat Heine ihr zeitlebens verschwiegen. Bereits 1833 hatte Heine die damals 18-Jährige kennengelernt und wahrscheinlich seit Oktober 1834 mit ihr zusammengelebt. → Portrait Wikimedia Commons (Link: www.fembio.org)
 
Geboren am 15. März 1949 in Zürich (Schweiz).
 
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt Eva Schuckardt zwischen 1963 und 1966 an der "Otto-Falckenberg-Schule" in München, ein erstes Engagement bekam sie anschließend am Hamburger "Thalia-Theater", wo sie bis 1968 auf der Bühne stand. Dann wechselte sie an das "Schauspielhaus Hamburg" (1968–1973), wo sie beispielsweise die Titelrolle in Aristophanes' Komödie "Lysistrata"1) und die Polly in Bertolt Brechts "Die Dreigroschenoper"1) gestaltete. Es folgten Verpflichtungen unter anderem bei den "Kreuzgangspielen Feuchtwangen", am "Badischen Staatstheater Karlsruhe" und an den "Münchner Kammerspielen". 1980 ging Eva Schuckardt für zwei Jahre als Ensemblemitglied an das "Schauspiel Frankfurt", war dort danach weiterhin als Gast tätig. Gastrollen übernahm sie unter anderem in Berlin an der "Freien Volksbühne" und am "Renaissance-Theater" sowie 1984/85 am "Bayerischen Staatsschauspiel München". Danach ging sie mit ihrer eigenen Theatertruppe "Penthesilea Projekt" in der Titelrolle von Kleists "Penthesilea"
1) (Regie: Gabriele Jakobi) auf Tournee durch ganz Europa, unter anderem gastierte sie 1988 in der "Kaserne Basel". Zwischen 1990 und 1996 war Eva Schuckardt Ensemblemitglied am "Düsseldorfer Schauspielhaus", danach gastierte sie unter anderem 1997/98 am "Münchner Volkstheater". Seit 2001 gehörte sie unter der Intendanz von Dieter Dorn1) erneut zum Ensemble des "Bayerischen Staatsschauspiels München", war beispielsweise 2008 in Dorns Inszenierung von Sean O'Caseys1) Farce "Das Ende vom Anfang" mit dem kurzen Part der Ehefrau Lizzie zu sehen, die sie "kraftvoll, lautstark und streitlustig" gab, wie bei www.theaterkritiken.com zu lesen ist. 2009 inszenierte Hans-Ulrich Becker Racines Tragödie "Andromache"1) und besetzte sie als lebensweise Ratgeberin Cleone bzw. Vertraute der von Ulrike Arnold dargestellten Titelheldin.
 
Aufgaben vor der Kamera übernahm die Schauspielerin seit Ende der 1960er Jahre nur sporadisch. Laut IMDb spielte sie letztmalig in Dagmar Dameks Stefan Zweig-Adaption "Angst" (1978) als Erpresserin eine Filmrolle →  www.dagmar-damek.de
Eva Schuckardt ist laut "Theaterlexikon der Schweiz" mit ihrem Kollegen Thomas Loibl1) verheiratet, der von 2001 bis 2009 ebenfalls festes Ensemblemitglied am "Bayerischen Staatsschauspiel" war.
   
Quelle (überwiegend) sowie weitere Infos zum Theaterwirken: "Theaterlexikon der Schweiz"
→ online tls.theaterwissenschaft.ch
(Blubacher, Thomas: Eva Schuckardt, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz (Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1638)
 
Weitere Filme*) mit Eva Schuckardt
 
Link: 1) Wikipedia

Hans-Michael Rehberg
 

Hans-Michael Rehberg

Das Foto wurde mir freundlicherweise
von der Agentur Jovanović
zur Verfügung gestellt.
© Hilde Zemann
… spielte in Teil 2 den deutschen Journalisten, Literatur- und Theaterkritiker Carl Ludwig Börne (1786 – 1837), der auch gegen Heine kritische Schriften verfasste.1840 erschien die Denkschrift "Heinrich Heine: Über Ludwig Börne". Eine Auseinandersetzung über diese Denkschrift zwang ihn zu dem Pistolenduell mit dem Frankfurter Kaufmann Salomon Strauß, in dessen Folge Heine leicht an der Hüfte verletzt wurde während Strauß unversehrt blieb.
→ Portrait (um 1835) von Moritz DanielOppenheim1) (1800 – 1882) bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
→ "Die Kontroverse mit Ludwig Börne" bei Wikipedia
→ "Heinrich Heine: Über Ludwig Börne" (1840): gutenberg.spiegel.de
→  "Heinrich Heine: Ludwig Börne –Eine Denkschrift": www.zeno.org

Geboren am 2. April 1938 in Fürstenwalde/Spree,
gestorben am 7. November 2017 in Berlin.

Kurzbiografie zu Hans-Michael Rehberg innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de

 
Weitere Filme*) mit Hans-Michael Rehberg

Ivan Desny

Ivan Desny; Copyright Edmond Frederik

… spielte in Teil 2 den Jakob Mayer Rothschild (später James de Rothschild; 1792 – 1868). Er war der Begründer des französischen Zweigs der einflussreichen Bankiersfamilie Rothschild. In seinem Stadthaus in der Rue Laffitte unterhielt Rothschild zusammen mit seiner Frau Betty einen bedeutenden Salon. Dieser war Treffpunkt zahlreicher Persönlichkeiten des politischen, unternehmerischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Lebens. Honoré de Balzac, Ludwig Börne und Heinrich Heine haben darüber berichtet. Von Heine ist der Satz "Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet" aus dem März 1841 überliefert. → Portrait Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
→  Szene "Heinrich Heine trifft James Rothschild" bei www.youtube.com

Geboren am 28. Dezember 1922 als Ivan Nikolai Desnitzky in Peking (damals Republik China),
gestorben am 13. April 2002 in Ascona (Schweiz).
 
Kurzportrait zu Ivan Desny innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.ivan-desny.gedenkbuch.info sowie
den Nachruf bei www.spiegel.de

Weitere Filme*) mit Ivan Desny
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Johanna Elbauer … spielte in Teil 2 die Betty Salomon von Rothschild (1805 – 1886), die James Rothschild am 11. Juli 1824 in Frankfurt am Main geheiratet hatte; sie war die Tochter seines älteren Bruders Salomon Rothschild.
→ Portrait von Jean Auguste Dominique Ingres (1780 – 1867) bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 23. August 1944 als Johanna Guschelbauer in Liezen (Österreich),
gestorben am 16. März 2015 in Berlin.
 
Ihr Debüt gab Johanna Elbauer, die ihren Geburtsnamen zu Beginn ihrer Karriere aus pragmatischen Gründen änderte, neben Heinz Rühmann als junge Stella Kinsale in dem von Harry Meyen in Szene gesetzten Ustinov-Stück "Endspurt" (1970). Es folgten vielseitige Besetzungen in Film- und Fernsehproduktionen der 1970er und 1980er Jahre, wie beispielsweise in "Oblomows Liebe" (1976), "Drei Mann auf einem Pferd" (1978), "Euch darf ich's wohl gestehen" (1982), "Doktor Faustus" (1982) oder "Sylter Novelle" (1985).
Einen großen Bekanntheitsgrad erlangte sie als Tochter Auguste Bergfeldt in der Serie "Die Buchholzens"2) (1974), der Hauptrolle der Barbara in Istvan Szabos Kriegsdrama "Der grüne Vogel"1) (1980) sowie als Gastdarstellerin in mehreren Episoden der Krimiserie "Derrick". Des Weiteren war sie 1989 in Karin Brandauers Märchenverfilmung "Aschenputtel"1) (1989) als Mutter zu sehen, woher sie vor allem Kinder kennen, und mit Gastrollen in den Fernsehserien "Jauche und Levkojen"2) (nach dem Roman von Christine Brückner), "Der Alte", "Es muss nicht immer Mord sein" oder "Liebling Kreuzberg". Einen letzten TV-Auftritt hatte sie als Lady Ashley in der von Super RTL produzierten Edgar Wallace-Verfilmung "Die vier Gerechten" (2002) → Filmlexikon.
 
Die letzte Ruhe fand Johanna Elbauer auf dem Waldfriedhof in Berlin-Charlottenburg.
 
Artikel überwiegend nach Wikipedia

Weitere Filme*) mit Johanna Elbauer
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP

Ulla Berkéwicz
   
Ulla Bercéwicz-Unseld am 7. November 2004 im "Münchener Literaturhaus" (Lesung "Amos Oz"); Urheber: Wikimedia-User Shannon; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Ulla Bercéwicz-Unseld
am 7. November 2004
im "Münchener Literaturhaus"
(Lesung "Amos Oz")
Urheber: Wikimedia-User Shannon
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

… spielte in Teil 2 die französische Schriftstellerin George Sand (1804 – 1876), deren Bekanntschaft Heine erstmals im November 1834 machte und mit der er viele Jahre freundschaftlich verbunden blieb.
→ Portrait (Fotografie auf Glas) aus dem Jahre 1864 von Nadar bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
 
Geboren am 5. November 1948 (nach anderen Quellen 1951) in Gießen als Ursula Schmidt.
 
Die Tochter des Arztes und Autors Werner Schmidt1) (1913 – 2007) und der Schauspielerin Herta Stoepel nahm später den Namen "Berkéwicz" als Künstlernamen an, der vom Namen ihrer jüdischen Großmutter Berkowitz abgeleitet ist; im bürgerlichen Leben heißt sie durch Heirat Ursula Unseld.
Nach dem Gymnasium besuchte sie in in Frankfurt am Main die "Hochschule für Musik", hatte in den 1970er Jahren als Schauspielerin Engagements an Bühnen in München, Stuttgart, Köln, Hamburg, Bochum und West-Berlin. Während dieser Zeit übersetzte sie einzelne Stücke von Calderón de la Barca, William Shakespeare und John Millington Synge für die Bühne. Auf dem Bildschirm sah man sie 1972 in der "Tatort"-Folge "Kennwort Fähre"1), 1979/80 spielte sie die Hauptrolle in dem preisgekrönten Historienfilm "Geburt der Hexe"2), inszeniert von ihrem damaligen Ehemann, dem Bühnenbildner und Regisseur Wilfried Minks1).
1987 zog Ulla Berkéwicz nach Frankfurt am Main, 1990 heiratete sie den Verleger und Leiter des "Suhrkamp Verlags"1) Siegfried Unseld1). Nach dessen Tod im Jahre 2002 wurde sie in die Geschäftsführung des "Suhrkamp Verlags" aufgenommen; im Oktober 2003 übernahm sie den Vorsitz der Geschäftsführung.
Berkéwicz' Scheidungsanwalt Heinrich Lübbert wurde auch zu Unselds Testamentsvollstrecker und ist von ihr als Mitglied im Stiftungsvorstand und als Justitiar des "Suhrkamp Verlags" eingesetzt worden.
Mit Wirkung zum 10. Dezember 2015 zog sich Ursula Unseld aus dem operativen Geschäft des Verlages zurück und bildet nun zusammen mit Rachel Salamander1) und Sylvia Ströher1) den Aufsichtsrat des Berliner "Suhrkamp-Verlages", dessen Vorsitz Ulla Unseld-Berkéwicz einnimmt.
Sie ist Mitglied des "PEN-Zentrums Deutschland"1).
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Ulla Berkéwicz
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon

Claus Bantzer
 
Claus Bantzer 2007; Urheber: Björn Milcke; Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE; Quelle: Wikimedia Commons
Claus Bantzer 2007
Urheber: Björn Milcke
Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte in Teil 2 den Komponisten Frédéric Chopin (1810 – 1849).
→ Fotoportrait aus dem Jahre 1864 von Louis-Auguste Bisson (1814 – 1876)
bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia (deutsch/englisch))
 
Geboren am 10. Oktober 1942 in Marburg.
 
Der Kirchenmusiker, Komponist und Dirigent Claus Bantzer wurde 1942 in Marburg in eine Künstlerfamilie geboren, sowohl der Vater als auch Großvater Carl Bantzer1) waren Maler; sein älterer Bruder Christoph Bantzer (siehe dort) machte sich als Schauspieler einen Namen.
Bantzer begann sein Studium (Klavier, Orgel und Dirigieren) an der "Hochschule für Musik" in Frankfurt am Main, setzte die Ausbildung in Hamburg an der "Hochschule für Musik" fort, wo er Orgelschüler von Heinz Wunderlich1) wurde; gleichzeitig war er dessen Assistent an Hamburger "Sankt-Jacobi-Kirche"1).
Von 1975 bis 2008 war Bantzer Organist, später Kirchenmusikdirektor an "St. Johannis Harvestehude"1) in Hamburg, wo er unter anderem den Kirchenchor von "St. Johannis" leitete und 1999 die Musikreihe "Kreuzungen – Musik verwoben" gründete. Darin wurden verschiedene Kunstformen (Tanz, Malerei, Literatur oder Film) mit Improvisationen von Bantzer verbunden. An der Reihe waren unter anderem der Choreograph John Neumeier1) und der Schriftsteller Hamid Skif1) beteiligt. Dabei bezog Bantzer auch Jazzmusiker wie Leszek Zadlo1) oder Warnfried Altmann1) ein, mit denen er zudem Aufnahmen einspielte. Daneben leitet er – auch nach seiner Pensionierung vom Kirchendienst im März 2008 – den von ihm selbst gegründeten "Harvestehuder Kammerchor"1). Als Dirigent arbeitet Bantzer seit der Gründung im Jahr 1986 mit der "Hamburger Camerata"1) zusammen.
Als Komponist von Filmmusik arbeitete er besonders intensiv mit den Regisseuren Peter Lilienthal (u.a. 1986: "Angesichts der Wälder"), Doris Dörrie (u.a. 1985: "Männer"1)/2008: "Kirschblüten – Hanami"1)), Jan Schütte (u.a. 1990: "Winckelmanns Reisen"1)/1994: "Auf Wiedersehen Amerika"1)) und Tevfik Başer (u.a. 1985: "40 qm Deutschland"1)) zusammen. Als Darsteller trat Claus Bantzer neben dem Zweiteiler "Heinrich Heine" (1978) lediglich in den Episoden "Toccata und Fuge" (1977) und "Der Selbstmord" (1985) aus der Krimireihe "Der Alte" in Erscheinung.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia

Webpräsenz: www.clausbantzer.de

Weitere Filme*) mit Claus Bantzer
 
Link: 1) Wikipedia

Gerhard Garbers

Gerhard Garbers 01; Copyright Virginia Shue

  

Gerhard Garbers 02; Copyright Virginia Shue

 … spielte in Teil 2 den Schriftsteller Heinrich Laube (1806 – 1884). Die "Briefe von Heinrich Heine an Heinrich Laube, Hrsg. von Eugen Wolff" wurden Ende 2013 als Taschenbuch veröffentlicht.
→ Lithographie Heinrich Laubes aus dem Jahre 1848 von Joseph Kriehuber (1800 – 1876)
bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)
    
Geboren am 24. August 1942 in Hamburg.
 
Während seiner Schauspielausbildung bot ihm Gustaf Gründgens 1963 die Rolle des Dieners in seiner "Hamlet"-Inszenierung am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg an. Es folgten Engagements in Bochum (1964 – 1970), München ("Residenztheater", 1975 – 1977), Düsseldorf (1977/78) und Bremen (1978 – 1981). Von 1981 bis 1993 spielte er wieder am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg und später – nach einem Abstecher am "Schauspielhaus Zürich" (1994) – an den "Hamburger Kammerspielen" (1995 – 2006). Zur Spielzeit 2007/2008 trat Garbers unter anderem bei den "Burgfestspielen" in Jagsthausen auf.
Im Hamburger "St.-Pauli-Theater" war/ist er in den Stücken "Auf der Reeperbahn – die St. Pauli Revue", "Die Jungs mit dem Tüdelband" und "Der Lord von Barmbek" zu sehen. 
Seit Mitte der 1980er Jahre nehmen TV-Produktionen in Garbers Schauspielerkarriere einen großen Raum ein, enormen Bekanntheitsgrad erreichte er ab Anfang der 1990er Jahre als Polizist Eugen Möbius in "Adelheid und ihre Mörder"1) an der Seite von Evelyn Hamann, die ihn als seine geschiedene Filmfrau immer wieder für sich einzuspannen wusste. Weitere durchgehende Rollen hatte er beispielsweise auch als Erwin in der fünfteiligen ZDF-Reihe "Schulz & Schulz"1) (1989–1993) an der Seite von Protagonist Götz George oder zwischen 1994 und 2005 als Bertil Jensen in den auf St. Pauli spielenden RTL-Krimis "Doppelter Einsatz"1), was auch ihm mehrfach den "Deutschen Fernsehpreis" einbrachte.
Garbers ist inzwischen zu einer festen Größe auf dem Bildschirm avanciert, der in Einzelproduktionen, vor allem jedoch mit Gastauftritten und Dauerrollen in zahlreichen populären Serien stets eine gute Figur macht. 2012 präsentierte er sich beispielsweise als Dr. med. Harry Hansen in der Sat.1-Serie "Auf Herz und Nieren"1), seit Anfang Januar 2015 ist er in der samstäglichen ZDF-Vorabendserie "Sibel & Max"1) als Rentner Olaf Jensen zu sehen, guter Geist der von dem verwitweten Arzt Dr. Max Walther (Marc Oliver Schulze) geführten Notfallpraxis.

Als Synchronsprecher lieh Garbers u.a. Kabir Bedi ("Ashanti"), Gary Cooper ("Marokko", zweite Synchronfassung) und Kevin McCarthy ("Bis daß der Tod euch scheidet") seine Stimme.
Zudem ist er als Sprecher in zahlreichen literarischen Audio-Produktionen zu hören.
2006 wurde Garbers mit dem "Rolf-Mares-Preis"1) für seine Darstellung in "Der Garderobier" an den "Hamburger Kammerspielen" ausgezeichnet.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand Juni 2010/April 2015)
 
Webpräsenz: www.gerhard-garbers.de
Gerhard Garbers bei seiner Agentur: www.agentur-regine-schmitz.de

Weitere Filme*) mit Gerhard Garbers
 
Link: 1) Wikipedia

Die Fotos wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Karl-Heinz von Hassel
 
Karl-Heinz von Hassel; Szenenfoto aus "Ein Seestern im Garten" an der "Komödie Düsseldorf"; Copyright Komödie Düsseldorf
… spielte in Teil 2 den deutschen Bankier und Philanthropen Carl Heine (Beer Carl Heine; 1810 – 1865). Der Sohn des Bankiers Salomon Heine und hatte zeitlebens ein distanziertes Verhältnis zu seinem Vetter Heinrich Heine, nicht zuletzt aufgrund finanzieller Streitigkeiten nach dem Tod Salomon Heines. Zu einer Aussöhnung kam es erst, als Carl Heine 1847 den schwerkranken Dichter in Paris besuchte. (Quelle und Link: Wikipedia)

Geboren am 8. Februar 1939 in Hamburg,
gestorben am 19. April 2016 ebenda.
 
Kurzportrait zu Karl-Heinz von Hassel innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Karl-Heinz von Hassel
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der "Komödie Düsseldorf"; © Komödie Düsseldorf

Hans-Joachim Krietsch
(Hansjoachim Krietsch)
… spielte in Teil 2 den Heinrich Seuffert (1812 – ?) aus Würzburg, der seit Mitte der 1830er Jahre Mitarbeiter bei Zeitschriften des "Cotta"-Verlages wie dem "Morgenblatt" und "Das Ausland" war; seit 1837 war er Korrespondent der "Allgemeinen Zeitung" in Paris. Seuffert gehörte zu Heines langjährigen Pariser Freunden, bei dem Pistolenduell mit dem Frankfurter Kaufmann Salomon Strauß war er Heines Sekundant.

Geboren 1936; gestorben im Mai 2010.
 
Krietsch war seit den 1960er Jahren als Schauspieler aktiv, seine wohl bekanntesten Rollen waren der Pater Johannes in der humoristischen Krimiserie "Der kleine Mönch"1) (2001–2003) sowie der Opa Ludwig Lenz in der Comedy-Serie "Lukas"1), beide an der Seite von Dirk Bach. Ebenfalls bekannt wurde er als Off-Sprecher und Erzähler in der Zeichentrickserie für Kinder "Janoschs Traumstunde"1) (1986–1990).
Hans-Joachim Krietsch war mit der Schauspielerin Eveline Matzura verheiratet; sein Sohn Oliver Krietsch-Matzura1) und seine Enkelin Friederike Grasshoff1) ergriffen ebenfalls den Schauspielerberuf.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hans-Joachim Krietsch
 
Link: 1) Wikipedia

Rudolf Wessely

Rudolf Wessely; Copyright Werner Bethsold

… spielte in Teil 2 Heines jüngeren Bruder Gustav Heine. (Gustav Freiherr von Heine-Geldern; 1803 oder 1805 – 1886); Zeitungsverleger und Buchdruckereibesitzer in Wien, 1867 in den Ritter- und 1870 in den Freiherrnstand erhoben.
→ Portrait bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia)

Geboren am 19. Januar 1925 in Wien (Österreich),
gestorben am 25. April 2016 in München.
 
Kurzportrait zu Rudolf Wessely innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Rudolf Wessely
 
Foto: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1985 während einer Hörspielproduktion.

Gertrud Kückelmann … spielte in Teil 2 Heines jüngere Schwester Charlotte Embden (1800 oder 1802/03 – 1899)
→ Portrait bei Wikimedia Commons (Link: Wikipedia) 

Geboren am 3. Januar 1929 in München,
gestorben am 17. Januar 1979 ebenda.
 
Kurzportrait zu Gertrud Kückelmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.fembio.org

Weitere Filme*) mit Gertrud Kückelmann

   

Weitere Darsteller
(in alphabetischer Reihenfolge)
Richard Beek  … spielte in Teil 1 den Pastor Gottlob Christian Grimm → www.martinschlu.de
 
Geboren am 17. Februar 1924 in Ulm,
gestorben am 17. August 2007 in München. 

Beek debütierte 21-jährig als Theaterschauspieler und war nach dem Krieg von 1955 bis 2001 bei den "Münchner Kammerspielen" engagiert. Mit Beginn der Spielzeit 2001/2002 wechselte er mit Dieter Dorn und großen Teilen des Ensembles an das "Bayerische Staatsschauspiel", wo er unter anderem mehr als fünfzig Mal als alter Knecht Wenzel in "Cherubim", dem großen Monolog von Werner Fritsch1), brillierte. Seinen letzten Auftritt hatte der 83-jährige Mime wenige Wochen vor seinem Tod am 15. Juli 2007 im " Münchner Marstall" mit den "Bösen Märchen".
Beeks Filmkarriere umfasst mehrere Kinoproduktionen für den Regisseur Ottokar Runze, darunter Streifen wie die Krimis "Das Messer im Rücken"2) (1975) und "Der Mörder"2) (1979) die Dramen "Verlorenes Leben"2) (1976) oder "Stern ohne Himmel"2) (1980), sowie Werke der Filmemacher Richard Blank (1984, "Friedliche Tage"2)) und Doris Dörrie Krimikomödie (1992, "Happy Birthday, Türke!"1)). Beek stand für Regisseure wie Bruno Jonas (1992, "Wir Enkelkinder"2)), Hardy Martins (1998, "Cascadeur"1)), Dagmar Knöpfel (1999, "Requiem für eine romantische Frau"1)), Sebastian Schipper (1999, "Absolute Giganten"1)) und Marc Rothemund (2000, "Harte Jungs"1)) vor der Kinokamera. In jüngerer Zeit wirkte Beek in Zoltan Spirandellis Road Movie "Vaya con Dios – Und führe uns in Versuchung"1) (2002) und in Helmut Dietls Komödie "Vom Suchen und Finden der Liebe"1) (2005) mit. Seine Filmografie umfasst zudem seit Anfang der 1960er Jahre zahlreiche Fernsehproduktionen wie beispielsweise die "Polizeiruf 110"-Folge "Kleine Dealer, große Träume"1) (1996).

Am 17. August 2007 verstarb Richard Beek 83-jährig in München.
"Er hatte die seltene Gabe, einer Figur einen unverwechselbaren Charakter zu geben. Und ihm gelang das, egal wie groß die Rolle war." hieß es in einer Würdigung des "Bayerischen Staatsschauspiels".
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia

Siehe auch den Nachruf bei derstandard.at
  
Weitere Filme*)*) mit Richard Beek
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon

Ekkehardt Belle
 
Ekkehardt Belle 01; Copyright Virginia Shue
    
Ekkehardt Belle 02; Copyright Virginia Shue
Fotos zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
… spielte in Teil 2 den Pierre.
 
Geboren am 18. Mai 1954 in Glehn bei Neuss.
 
Der Sohn eines Kaufmanns wuchs in Düsseldorf und München auf, stand bereits mit fünf Jahren – wie seine Geschwister – für Werbeaufnahmen vor der Fotokamera. Seit dem 12. Lebensjahr übernahm er Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, arbeitete viele Jahre umfangreich als Synchronsprecher.
 
Nach kleineren Parts in Unterhaltungsstreifen wie "Hauptsache Ferien"1) (1972, mit Peter Alexander), aber auch Sex-Filmchen wie "Was Schulmädchen verschweigen"1) (1973) sowie diversen Fernsehauftritten wurde Belle durch seine Titelrolle in dem ZDF-Vierteiler "Die Abenteuer des David Balfour"2) (1978) ungeheuer populär. Im Anschluss gab ihm Franz Josef Gottlieb die Hauptrolle des Stefan in der Sex-Komödie " Sunnyboy und Sugarbabe"3) (1979). 1983 stand Belle neben Martin Held (Prof. Martin Gollwitz) und Gert Fröbe (Emanuel Striese) für Rolf von Sydows Fernsehverfilmung des Komödienklassikers "Der Raub der Sabinerinnen" vor der Kamera und trat mit der Figur des Emil Gross-Sterneck in Erscheinung. 1979 spielte er ab Folge 4 die Hauptrolle in der ZDF Produktion bzw. der Serie "Merlin"1), in Erinnerung bleibt er auch mit der Figur des Sebastian in dem ZDF-Serie "Nesthäkchen"2) (1983), u.a. mit Doris Kunstmann und Christian Wolff. Von 1980 bis 1986 war Belle zudem in acht Derrick-Folgen dabei, die Episode "Der Fall Weidau" blieb 1986 sein vorerst letzter Auftritt als Darsteller. Danach zog sich Ekkehardt Belle von der Schauspielerei zurück. In dem Spielfilm "Der blinde Fleck"1) (2013) übernahm Belle dann noch einmal einen kleinen Part als Darsteller.
Einige Jahre zuvor war er 1982 mit dem "Goldenen Gong" für die Darstellung eines Rauschgiftsüchtigen in der Folge "Die Rache eines V-Mannes" aus der Krimi-Serie "Sonderdezernat K1" ausgezeichnet worden.
 
Im Theater konnte man den attraktiven jungen Mann 1973/74 in Rahmen verschiedener Tourneen der Münchener Schauspielbühne bewundern. So in Anouilhs "Medea" und Sartres "Die Fliegen". 1984 ging er mit Moličres "Der eingebildete Kranke" auf Gastspielreise. In jüngerer Zeit gab es im November 2008 mit dem Live-Hörspiel "Spring Heeled Jack" die Gelegenheit, den Schauspieler in der Pasinger Fabrik in München noch einmal auf der Bühne zu sehen.

Ekkehardt Belle, der kurze Zeit mit seiner " Balfour"-Partnerin Aude Landry liiert war, lebt heute mit seiner Frau in München; er ist Vater eines Sohnes aus einer früheren Ehe seiner Frau.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Siehe auch ein Interview bei www.tv-nostalgie.de

Weitere Filme*) mit Ekkehardt Belle
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) filmportal.de

Maria Emo  … spielte in Teil 2 die Babette.
 
Geboren am 8. Juni 1936 in Berlin.

Die Tochter des Filmregisseurs E. W. Emo1) (1898 – 1975) und der Schauspielerin Anita Dorris2) (1903 – 1993) erhielt ihre künstlerische Ausbildung 1952 bis 1954 am Wiener "Max-Reinhardt-Seminar", gestaltete anschließend jugendliche Liebhaberinnen am "Theater in der Josefstadt" und am "Volkstheater". Später war die blonde Schönheit eine gefragte und gefeierte Gastschauspielerin als Interpretin von klassischen Stücken an verschiedenen Bühnen in Europa und Südamerika. Bei den "Salzburger Festspielen" glänzte sie 1963 unter der Regie von Helene Thimig in Hugo von Hofmannsthals "Jedermann"1) als Buhlschaft an der Seite von Walter Reyer als "Jedermann", verkörperte 1973 und 1974 die Leonore von Gloster in Giorgio Strehlers1) Inszenierung von "Das Spiel der Mächtigen" nach Shakespeares Drama "Heinrich VI."1).

Vor der Kamera stand Maria Emo seit Mitte der 1950er Jahre nur sporadisch, erschien erstmals in Franz Antels Komödie "Ja so ist das mit der Liebe"1) (1955) als Franziska Kaub und Partnerin von Adrian Hoven auf der Leinwand. Es folgten Hauptrollen in verschiedenen Kinoproduktionen bzw. Literaturverfilmungen, so als Suzanne Walter in Louis Daquins Guy de Maupassant-Adaption "Bel Ami"1) (1955) an der Seite von Johannes Heesters, als Titelheldin Helga Nilsson in Gustav Ucickys "Das Mädchen vom Moorhof"1) (1958) nach Selma Lagerlöf und als Eva Puntila in Alberto Cavalcantis Verfilmung des Brecht-Stücks "Herr Puntila und sein Knecht Matti"1) (1960). In der US-amerikanischen Produktion "Hitler"1) (1962) übernahm sie die Rolle der Eva Braun1), in dem von Georg Tressler in Szene gesetzten Film "Der Weibsteufel"1) (1966) nach dem gleichnamigen Theaterstück des österreichischen Dramatikers Karl Schönherr stellte sie "die Frau" dar.
Zudem trat Maria Emo seit Ende der 1950er Jahre verschiedentlich in TV-Produktionen in Erscheinung, beispielsweise in späteren Jahren in den "Tatort"-Folgen "Die Samtfalle"1) (1972) und "Der gelbe Unterrock"1) (1980). Letztmalig sah man sie als Holznerin in Xaver Schwarzenbergers Alpendrama bzw. Ganghofer-Verfilmung "Gewitter im Mai"3) (1987) neben den Protagonisten Gabriel Barylli (Leopold "Poldi" Holzner) und Claudia Messner (Regina) auf dem Bildschirm.

Maria Woykk-Emo lebt in Hamburg und arbeitet als Professorin für Schauspiel an der dortigen "Hochschule für Musik und Theater".
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Maria Emo
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) filmportal.de

Bärbel Häring  … spielte in Teil 1 Heines erste (kleine) Freundin, das "rote Sefchen", die Tochter des Scharfrichters.
  
Informationen zu Bärbel Häring wurden nicht gefunden.
Dierk Hardebeck … spielte in Teil 1 den Rektor des Düsseldorfer Lyceums bzw. Heines Philosophielehrer Pater Dr. Ägidius Jacob Schallmayer. Schallmayer war ein ehemaliger Minorit und gleichzeitig ein bedeutender philosophischer Lehrer, der schon erstklassige Beziehungen zu Heines Onkel und Großvater mütterlicherseits gehabt hatte.
 
Geboren 1928, gestorben 1983.
  
Weitere Filme*) mit Dierk Hardebeck
Peter Kaghanovitch … spielte in Teil 1 einen Sekretär.

Geboren am 18. September 1953 in Zürich (Schweiz).
 
Hauptsächlich spielte Peter Kaghanovitch bisher Theater in Deutschland und teilweise in anderen europäischen Ländern. Er hat allerdings seit Ende der 1970er Jahre sporadisch auch in Fernseh- und Kinoproduktionen mitgespielt. Des Weiteren wirkte er bei mehreren Hörspielen für den Hörfunk des WDR mit.
Peter Kaghanovitch lebt in Stuttgart.
 
Quelle: Wikipedia
  
Mehr zum Theaterwirken bei tls.theaterwissenschaft.ch
 
Weitere Filme*) mit Peter Kaghanovitch

Franz Kollasch … spielte in Teil 1 einen Universitätsrichter.

Geboren am 3. Oktober 1923 in Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis).
 
Kollasch erlernte seinen Beruf von 1946 bis 1948 am "Institut für Darstellende Kunst" in Köln und gab 1948 am "Westdeutschen Landestheater Neuß" sein Bühnendebüt als Leander in Franz Grillparzers Tragödie "Des Meeres und der Liebe Wellen". Es folgten Bühnenengagements am "Theater im Zimmer" in Aachen (1951/52), am "Stadttheater Konstanz" sowie am "Deutschen Theater" in Göttingen. Zu seinen Bühnenrollen zählten der Estragon in Samuel Becketts Stück "Warten auf Godot"1), die Titelrolle in Georg Büchners Dramenfragment "Woyzeck"1), der Königssohn Pylades in Johann Wolfgang von Goethes Drama "Iphigenie auf Tauris"1), der Louis Laine in Paul Claudels1) "Der Tausch"2), der Captain Fisby in John Patricks Bühnenstück "Das kleine Teehaus" (verfilmt1) 1956), der Mortimer in Friedrich von Schillers "Maria Stuart"1), der Hofmarschall Kalb in Schillers "Kabale und Liebe"1), der Riccaut de la Marliničre in Lessings Lustspiel "Minna von Barnhelm"1) sowie der Osvald in Henrik Ibsens Familiendrama "Gespenster"1).
 
Seit den 1960er Jahren trat Kollasch auch in zahlreichen ambitionierten Fernsehproduktionen in Erscheinung. Er spielte unter vielen namhaften Regisseuren, arbeitete unter anderem mit Gerhard F. Hering und Samy Molcho bei "Der Neger" (1966) nach dem Theaterstück "Die Neger"1) von Jean Genet zusammen, mit Tom Toelle bei "Fragestunde"3) (1969; Drehbuch: Wolfgang Menge) und mit Eberhard Itzenplitz bei den TV-Filmen "Drei Jahre" (1967, nach Tschechows gleichnamiger Novelle1)) – hier verkörperte er den begüterten Moskauer Kaufmanns Aljoscha Laptew – und "Das Missverständliche im Leben des Herrn Knöbel" (1968). Karl Fruchtmann besetzte ihn in "Krankensaal 6" (1974) nach Anton Tschechow Erzählung "Krankenzimmer Nr  6"1) als Arzt Dr. Chobotow, zuletzt gestaltete er den Herrn Dimanche in Ingmar Bergmans Moličre-Adaption "Dom Juan"4) (1985) mit Michael Degen in der Titelrolle; bereits 1983 hatte Bergmann "Dom Juan" bei den "Salzburger Festspielen" in nahezu gleicher Besetzung inszeniert", lediglich Heinrich Schweiger interpretierte damals den Herrn Dimanche.
Zudem spielte Kollasch in zwei Filmen der Reihe "Tatort" mit Götz George als "Kommissar Schimanski", in "Grenzgänger"1) (1981) und "Kielwasser"1) (1984; als Dr. Blatt). Zu Kollaschs raren Kinoproduktionen zählen Alexander Kluges groteske Satire "Der starke Ferdinand"5) (1976) mit Heinz Schubert und Wolfgang Petersens Gesellschaftsdrama "Die Konsequenz"1) (1977) mit Jürgen Prochnow, wo er als Professor Brenneisen in Erscheinung trat.
Außerdem war Kollasch als Sprecher für Filmsynchronisation und Hörfunk tätig, wirkte beispielsweise in dem Hörspiel "Der Revolutionär" beim NWDR Köln mit.
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Franz Kollasch
 
Link: 1) Wikipedia, 2) www.felix-bloch-erben.de, 3) www.cologne-conference.de, 4) IMDb, 5) filmportal.de

Alexander May

Alexander May

… spielte in Teil 1 den Pfarrer und Superintendenten Karl Friedrich Bonitz (1775 – 1835), der 1825 in seinem Hause in Langensalza den Dichter Heinrich Heine zum Übertritt auf den protestantischen Glauben vorbereitete und dann sein Taufpate wurde → www.bonitz-forum.de.

Geboren am 8. Juli 1927 in Görlitz,
gestorben am 2. Mai 2008 in Hannover.
 
Kurzportrait zu Alexander May innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Alexander May
 
 
Foto mit freundlicher Genehmigung von Joachim Giesel
©:Joachim Giesel (www.fotografie-giesel.de)

Paul-Edwin Roth

Paul Edwin Roth; Copyright Virginia Shue

… spielte in Teil 1 einen Justizrat.

Geboren am 22. Oktober 1918 in Hamburg,
gestorben am 27. Oktober 1985 ebenda.
 
Kurzportrait zu Paul-Edwin Roth innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Paul-Edwin Roth
 
 
 

Foto zur Verfügung gestellt von der Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue (starfotos@virginia-hamburg.de)

 

Axel Scholtz … spielte in Teil 1 einen Angestellten.

Geboren am 1. März 1935 im niederschlesischen Schweidnitz (heute Świdnica, Polen).
 
Der Sohn eines schlesischen Kaufmanns und einer Wienerin wuchs in seiner Heimat sowie nach der Vertreibung und anschließenden Flucht aus Prag zusammen mit seinen Geschwistern ab 1945 in München auf. Bereits als Kind übernahm er in der Theateradaption von Kästners "Emil und die Detektive"1) eine Rolle an den "Münchner Kammerspielen", später stand er am "Volkstheater" auf der Bühne. Als Zwölfjähriger war er 1947 in Harald Brauns Heimkehrerstück "Zwischen gestern und morgen"1) erstmals in einem Film zu sehen und stand mit mit Hildegard Knef vor der Kamera. Im selben Jahr spielte er als Erwin Putzke eine Hauptrolle neben Gustav Fröhlich in dessen Trümmerfilm "Wege im Zwielicht"2), der dann am 9. Mai 1949 in Berlin zur Uraufführung gelangte.
Nach der Schule absolvierte Scholtz eine Fotografenausbildung, erhielt Schauspielunterricht bei Friedrich Domin3) und schließlich an der "Otto-Falckenberg-Schule" in München. Auftritte führten ihn unter anderem an das Münchner Kabarett "Die Zwiebel" und nach Berlin zu den "Stachelschweinen"1). 1975 und 1985 gastierte er an der "Kleinen Komödie" in München.
Scholtz wirkte seit den 1950er Jahren in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, zudem arbeitete er in der Synchronisation und für zahlreiche Hörspiele.
Seit 1994 tritt er an verschiedenen Spielstätten mit Helmut Qualtingers Ein-Personen-Stück "Der Herr Karl"1) auf.
Seine Autobiografie veröffentlichte er Mitte November 2015 unter dem Titel "mit der Glückshaube geboren – Ein Schauspielerleben" und gewährt seinen Lesern erstmals ganz persönliche Einblicke in seine Lebensgeschichte.
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia

Webpräsenz: axel-scholtz.de; siehe auch www.schauspielervideos.de
 
Weitere Filme*) mit Axel Scholtz (mitunter fälschlicherweise auch Scholz)
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP

Hans Schulze … spielte in Teil 2 einen Geschäftsmann
 
Geboren am 7. Oktober 1930 in Bochum.
 
Hans Schulze absolvierte von 1950 bis 1953 eine Schauspielausbildung an der "Schauspielschule Bochum"1) (ehemals Westfälische Schauspielschule); es folgten erste Theaterengagements in Bonn, Münster, Oldenburg und Basel. Von 1963 bis 1968 war er festes Ensemblemitglied am "Staatstheater Wiesbaden", dort gestaltete er unter anderem den Mercutio in Shakespeares "Romeo und Julia"1), den Werner Stauffacher in Schillers "Wilhelm Tell"1), den Robespierre in Büchners "Dantons Tod"1) und den Gennadi in der Komödie "Der Wald" von Alexander Ostrowskij1).
Von 1968 bis 1979 war Schulze am "Schauspiel Köln" engagiert, wo er sich weitere wichtige Theaterrollen erarbeitete. Er trat dort unter anderem in der Rolle des griechischen Gottes Dionysos in den beiden Theaterstücken "Die Bakchen"1) von Euripides und in "Die Frösche"1)von Aristophanes auf, außerdem interpretierte er den König Claudius in Shakespeares "Hamlet"1), den Antonius in "Antonius und Cleopatra"1) (ebenfalls von Shakespeare), den Mephisto in Goethes "Faust"1), den Piccolomi in Schillers "Wallenstein"1), den Hagen in Hebbels "Die Nibelungen"1), den Meister Anton in "Maria Magdalena"1), (ebenfalls von Hebbel), den Pilger Luka in Maxim Gorkis "Nachtasyl"1) und den Macheath, genannt Mackie Messer, in "Die Dreigroschenoper"1) von Bertolt Brecht und Kurt Weill.
Ab 1979 bis 1981 gehörte Schulze zum Ensemble des "Staatsschauspiels Stuttgart", in dieser Zeit übernahm er unter anderem die Rolle des König Philipp in dem Dramatischen Gedicht "Don Carlos"1) von Friedrich Schiller, spielte am "Theater an der Ruhr" in Mülheim an der Ruhr den Schigolch in "Lulu"1) von Frank Wedekind.
Von 1983 bis 1986 folgte eine Verpflichtung am "Düsseldorfer Schauspielhaus", von 1986 bis 1989 ein weiteres Engagement am "Bayerischen Staatsschauspiel" in München. Hier spielte Schulze unter anderem den Jacques in dem Shakespeare-Stück "Wie es euch gefällt"1), den Marquis de Sade in "Marat/Sade"1) von Peter Weiss und 1986 die Titelrolle in der Uraufführung des Schauspiels "Ich, Feuerbach"1) von Tankred Dorst.
Von 1992 bis 1994 war Schulze am "Theater Bremen" engagiert, 1999 trat er am "Nationaltheater Mannheim" als Großinquisitor in Schillers "Don Carlos" auf. 2002 zeigte er sich als William von Baskerville in einer Bühnenfassung des Bestsellers "Der Name der Rose" von Umberto Eco.
Höhepunkt von Schulzes Theaterlaufbahn waren seine Auftritte bei den "Salzburger Festspielen", dort feierte er in den Jahren 1984 und 1985 mit der Titelrolle in Lessings "Nathan der Weise"1) Erfolge. Die Inszenierung von Johannes Schaaf1), in der neben Schulze unter anderem Suzanne von Borsody, Rosemarie Fendel und Sylvester Groth mitwirkten, wurde vom ORF aufgezeichnet und ist mittlerweile als Live-Mitschnitt auch auf DVD veröffentlicht worden.

Schulze spielte ab den 1950er Jahren auch in einigen Kinofilmen und Fernsehfilmen mit. Sein Leinwanddebüt gab er 1955 in einer Nebenrolle in dem DEFA-Film "Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse"1). In den 1960er Jahren war er, unter anderem unter der Regie von Fritz Umgelter und Franz Josef Wild, in einigen Fernsehspielen und Fernsehfilmen zu sehen. 1977 agierte er er als US-Leutnant in dem von Theodor Kotulla in Szene gesetzten Spielfilm "Aus einem deutschen Leben"1), wirkte 1979 in dem TV-Mehrteiler "Jauche und Levkojen"2) mit oder hatte 1985 als Marmaduke Ward einen kleineren Part in dem Historiendrama "Marie Ward –Zwischen Galgen und Glorie"3) neben Titelheldin Hannelore Elsner.
Größere Bekanntheit beim Fernsehpublikum erlangte Schulze vor allem durch die durchgehende Serienrolle des Kriminaldirektors Stanelle in der ZDF-Krimiserie "SOKO 5113", die er von 1978 bis 1996 an der Seite von Heinz Baumann und Werner Kreindl mimte.
Schulze war von 1995 bis 1998 Direktor der "Schauspielschule Bochum"; 1996 wurde ihm der Professoren-Titel verliehen.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hans Schulze
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) filmportal.de

*) Link: Internet Movie Database
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