Rüdiger Vogler wurde am 14. Mai 1942 in Warthausen bei Biberach a.d. Riss (Baden-Württemberg) geboren. Bevor er zu einem der renommiertesten Darsteller auf der Bühne sowie im Film avancierte, ließ er sich ab 1963 für zwei Jahre in Heidelberg zum Schauspieler ausbilden und engagierte sich während dieser Zeit schon am dortigen "Zimmertheater", wo er 1965 als "Romeo" in Anouilhs "Romeo und Jeannette" debütierte. Im Verlaufe seiner Bühnenkarriere brillierte er unter anderem einige Jahre in Frankfurt am "Theater am Turm" sowie am Staatstheater Darmstadt (1969/70) und der freien Volksbühne Berlin (1973). Anfang der 80er Jahre spielte er am "Théatre des Amandiers" in der Nähe von Paris oder glänzte verschiedentlich bei den Salzburger Festspielen wie 1982 als "Hans" in der Uraufführung von Peter Handkes dramatischem Gedicht "Über die Dörfer" in einer Inszenierung von Wim Wenders.

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Rüdiger Vogler in "Über die Dörfer"
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Rüdiger Vogler in "Über die Dörfer"
Zum Film kam Vogler Anfang der 1970er Jahre, bereits 1971 hatte er im Fernsehen unter der Regie Peter Handkes die Hauptrolle des "Spade" in dessen "Chronik der laufenden Ereignisse" übernommen, 1972 gab er dann sein Leinwanddebüt in Wim Wenders Peter-Handke-Adaption "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter"1); eine kleinere Rolle in Wenders "Der Scharlachrote Buchstabe" (1972) folgte. Auch in dessen nächsten Filmen verkörperte Rüdiger Vogler, der zum "Lieblingsdarsteller" des Regisseurs wurde, den typischen Wenders-Helden auf der Suche nach Heimat. 1974 spielte er in "Alice in den Städten"1) seine erste Hauptrolle und beeindruckte als sensibler Journalist Philipp Winter, ein Jahr später sah man ihn neben Hanna Schygulla als seelisch verkümmerten, verdrossenen Wilhelm Meister, der in "Falsche Bewegung"1) von zu Hause aufbricht, um sein Gefühl der Unlust und Verdrossenheit auf einer Reise durch Deutschland zu "meistern" und Schriftsteller zu werden. Voglers nächste Zusammenarbeit mit Wim Wenders war dann 1976 dessen dritte frühe "Reise-Trilogie" "Im Lauf der Zeit"1), in dem er als Bruno Winter zusammen mit Robert Lander alias Hanns Zischler in einem LKW durch das damalige Zonenrandgebiet fährt und die bundesdeutsche Provinz-Wirklichkeit aus der Perspektive des distanzierten Beobachters erlebt.
In der Heinrich Böll-Verfilmung "Gruppenbild mit Dame"2) agierte Vogler 1977 als Soldat Boldig neben Romy Schneider sowie als "Leo" in Thomas Koerfers Historienverfilmung "Alzire oder der neue Kontinent" an der Seite von Monika Bleibtreu. Bis Ende der 1970er Jahre wirkte Vogler in Kinoproduktionen wie etwa "L'état sauvage" (1978), "Die linkshändige Frau"1) (1978), "Letzte Liebe" (1979) oder als Titelheld in "Kreutzer" (1979) mit. In den 80ern folgten beispielweise Rollen in Margarethe von Trottas "Die Bleierne Zeit"1), Kurt Gloors "Mann ohne Gedächtnis"  1984) oder Valie Exports "Die Praxis der Liebe" (1985), gleichzeitig wurde Voglers markantes Gesicht durch zahlreiche Fernsehauftritte auch einem breiten Publikum bekannt.
  
Neben regelmäßigen Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie beispielsweise "Tatort", "Der Fahnder", "Anwalt Abel", Rosa Roth", "Polizeiruf 110", "Bella Block" oder "Ein Fall für zwei" überzeugte er unter anderem 1986 auf dem Bildschirm als Ulrich Deutz in Bernhard Sinkels Mehrteiler "Väter und Söhne – Eine deutsche Tragödie"1), der Geschichte über den Aufstieg und Niedergang einer deutschen Industriellenfamilie zwischen 1911 und 1946 sowie der Verstrickung der "IG Farben" im Nazi-Deutschland.
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
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Rüdiger Vogler
Auch in den 1990ern gehörte Vogler – oft mit profilierten Nebenrollen – zu den vielgefragten Schauspielern, sowohl in erfolgreichen Kino- als auch Fernsehproduktionen. Wim Wenders gab ihm beispielsweise den Part des Detektiv Phillip Winter in seinem Roadmovie "Bis ans Ende der Welt"1) (1991), erneut zwei Jahre später in "In weiter Ferne, so nah!"1) sowie 1994 in "Lisbon Story" und 1995 in "Die Gebrüder Skladanowsky"1). Andreas Gruber besetzte ihn 1997 in seinem Drama "Die Schuld der Liebe, 1999 stand er für Egon Günthers "Die Braut" vor der Kamera. 2000 zeigte er sich als Paulas Vater (Franka Potente) in dem Thriller "Anatomie"1), im darauffolgenden Jahr als Max Katzenberger und Bruder des jüdischen Kaufmanns Leo Katzenberger alias Michael Degen in Joseph Vilsmaiers Drama "Leo und Claire"3). Zu Voglers Kinoarbeiten der letzten Jahre zählt unter anderem 2002 die Rolle des Schriftstellers Stefan Zweig in Sylvio Backs "Lost Zweig", einem Film über das Exil und den Selbstmord Stefan Zweigs. Nach dem niederländischen Jugendabenteuer "Der Brief für den König"3) (2008, De brief voor de koning) war er in Max Färberböcks prominent besetztem Film "Anonyma – Eine Frau in Berlin"1) (2008) neben der Protagonistin Nina Hoss zu sehen. Danach konnte man ihn als Apotheker Gieshübler in Hermine Huntgeburths "Effi Briest"-Verfilmung1) an der Seite der Hauptdarsteller Julia Jentsch (Effi) und Sebastian Koch (Innstetten) bewundern; Kinostart war der 12. Februar 2009.
Nach der französischen Filmparodie "OSS 117 – Er selbst ist sich genug"1) (2009, OSS 117: Rio ne répond plus) stand Vogler für Hans Steinbichlers neuen Kinofilm "Das Blaue vom Himmel"1) vor der Kamera; die Dreharbeiten begannen Ende Februar 2010, die Geschichte basiert auf einem Drehbuch von Robert und Josephin Thayenthal. Im Mittelpunkt steht die an fortschreitender Alzheimer-Erkrankung leidende Marga, geschickt verwebt der Film in verschiedenen Zeitebenen die Familiengeschichte von Marga – gespielt von Hannelore Elsner als 'alte Marga' und Karoline Herfurth als 'junge Marga' – und ihrer Tochter Sofia, gespielt von Juliane Köhler.5) In weiteren Rollen sind neben Rüdiger Vogler als Osvalds Kalnins unter anderem David Kross, Niklas Kohrt, Matthias Brandt und Victoria Trauttmansdorff zu sehen; Kinostart war der 2. Juni 2011. In der Postproduktionsphase befindet sich Sherry Hormans Tragikomödie "Anleitung zum Unglücklichsein" nach Motiven des gleichnamigen Sachbuchs1) (1983) des österreichischen Psychologen Paul Watzlawick1) (1921 – 2007), mit Johanna Wokalek als Protagonistin bzw. neurotisch verträumter Ladenbesitzerin Tiffany Blechschmid; Vogler mimt Tiffanys Vater, Iris Berben deren Mutter, als bundesweiter Kinostart wird der 4. Oktober 2012 genannt.
  
Die Fernsehzuschauer beeindruckt der Schauspieler nicht selten mit "leisen", unauffälligen Figuren, die ironisch lächelnd im Hintergrund agieren und stets hinterlässt Vogler durch sein zurückgenommenes Spiel sowie mit seiner fast emotionslos wirkenden Stimme einen nachhaltigen Eindruck. So beispielsweise 1995 als Robert Voss in dem Mehrteiler "Der Clan der Anna Voss"4) mit Maria Schell, Timothy Peach und Horst Buchholz, ein Jahr später mimte er die Titelfigur in dem Konsalik-Melodram "Dr. Berg – Nur das Leben zählt" oder 1999 den Kommissar Lobenstein in dem Thriller "Götterdämmerung – Morgen stirbt Berlin"3) und bewies einmal mehr seine schauspielerische Vielseitigkeit. 2001 beispielsweise sah man Vogler in der Komödie "Familie und andere Glücksfälle"3) als Richard Beer, in der Pilcher-Verfilmung "Kinder des Glücks"3) als Walter Summers, als Freund von Maximilian Haller alias Charles Brauer stand er für die romantische Komödie "Liebe ist die beste Medizin"3) (2002) vor der Fernsehkamera. Als Politiker Wolfgang Schäuble sah man Vogler 2003 in Raymond Leys Doku-Fiktion "Aus Liebe zu Deutschland – Eine Spendenaffäre"3), einer Montage aus dokumentarischem Material, Spielszenen und Interviews über die Affäre um den Thyssen-Lobbyisten Karlheinz Schreiber, der als eine der Schlüsselfiguren in der CDU-Spendenaffäre um Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble gilt. Weitere markante Nebenrollen spielte Vogler beispielsweise in der Familienromanze "Verführung in 6 Gängen"3) (2004), dem Thriller "Die Schöne Braut in Schwarz"3) (2004) sowie in den drei Teilen um eine ungewöhnliche Frauen-WG, die mit "Drei teuflisch starke Frauen"3) (2005, Ruth Maria Kubitschek, Gaby Dohm, Gila von Weitershausen) begann und im Herbst 2007 mit "Eine für alle"3) und "Die Zerreißprobe"1)  ihre turbulente Fortsetzung fand. 
Vogler war in dem kriminalistischen Melodram von Charlotte Link "Die Täuschung"3) (2006) zu sehen sowie in dem komischen Krimi "Die Nonne und der Kommissar"1) (2006), wo er als Anton Boenisch und Besitzer einer Kuckucksuhren-Firma überzeugte, der grade noch den Fängen einer Heiratsschwindlerin entkommt. Eine weitere prägnante Rolle war die des Filmehemanns von Thekla Carola Wied in dem von Dagmar Hirtz in Szene gesetzten sensiblen TV-Film "Sie ist meine Mutter"3) (2007), einem Mutter-Tochter Beziehungsdrama um Vergangenheit, Herkunft und eine Lebenslüge nach der gleichnamigen Autobiografie von Gisela Heidenreich. Die Geschichte thematisiert den sensiblen Prozess der Auseinandersetzung zwischen der greisen Mutter Edith (Kyra Mladeck) und ihrer Tochter (Thekla Carola Wied) vor dem Hintergrund der Verstrickungen der Mutter in die "Lebensborn"-Politik der Nazis. Wenig später tauchte Vogler in "Was heißt hier Oma!"3) (2007) auf und umgarnte die attraktive Juliane Kostner alias Gaby Dohm, die in dieser turbulenten Komödie von der eleganten Chefeinkäuferin bei einem Nobelkaufhaus zur verständnisvollen Power-Oma mutiert.
  
 
Foto: Rüdiger Vogler, aufgenommen anlässlich der Premiere des Films "ANONYMA" am 15. Oktober 2008 im Berliner Kino INTERNATIONAL; Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Rüdiger Vogler, aufgenommen anlässlich der Premiere des Films "ANONYMA" am 15. Oktober 2008 im Berliner Kino INTERNATIONAL; Copyright Christian Behring
Als Sterne-Koch eines kleinen Gourmetrestaurants und Ex-Ehemann der selbstbewussten Reederin Astrid Wünsche, die ein kleines traditionsreiches Familienunternehmen mit Ausflugsschiffen leitet, spielte Vogler Ende April 2007 in "Die großen und die kleinen Wünsche – David gegen Goliath"3) sowie in der eine Woche später ausgestrahlten Fortsetzung "Amors Pfeile"3) erneut an der Seite von Gaby Dohm. Trotz einer schmerzhaften Trennung verstehen sich Albert und Astrid immer noch gut, Albert sorgt für kulinarische Köstlichkeiten auf den Ausflugsschiffen und unterstützt seine ehemalige Frau bei den Turbulenzen, als der Manager einer expandierenden Großreederei (Günther Maria Halmer) auf den Plan tritt, der es nicht nur auf die Anlegeplätze der Reederei Wünsche abgesehen hat, sondern auch zarte Bande zu seiner Ex-Frau knüpft, was Albert trotz der Trennung ganz schön eifersüchtig werden lässt.
Durchaus liebenswert war auch die Figur des Notar Lorenz, der in Gabi Kubachs flott inszenierten Familienkomödie "Liebe ist das schönste Geschenk"3) (2007) seinem Freund Dr. Heinrich Hauser (Charles Brauer) und dessen frisch Angetrauten, der dreifachen Witwe Johanna (Nicole Heesters,) zur Seite steht, als Heinrichs Sohn Peter (Michael von Au) in Johanna eine mordlustige Erbschleicherin vermutet, die schon drei Ehemänner auf dem Gewissen hat.
"Nichts als Ärger mit den Männern"3) hieß die romantische Komödie (ARD: 13.2.2009) um die quirlige Münchner Musikerin Katharina Schneider (Jule Ronstedt), die plötzlich mit der maroden Catering-Firma ihres strengen Vaters Hubert (gespielt von Rüdiger Vogler), konfrontiert wird, als dieser wegen eines Herzanfalls außer Gefecht gesetzt wird. Vogler machte auch diesmal – wenn auch überwiegend als bettlägeriger Patient – eine gute Figur, verlieh dem alten Griesgram Hubert durchaus liebenswerte Züge. Jule Ronstedt und Stephan Luca als anfangs verhindertes Liebespaar in den Hauptrollen sowie gut besetzte Randfiguren – neben Vogler unter anderem Götz Otto als schwuler Freund von Katharina, Billie Zöckler als Sekretärin Christa und Heidelinde Weis als hilfreiche Bewohnerin eines Senioren-Stifts – waren Garanten für 90 Minuten charmant-temporeiche Unterhaltung. Die eher kleinere Nebenrolle eines miesen Veterinärs spielte er in der von Ariane Zeller für die ARD inszenierten TV-Romanze "Tierisch verliebt"3) an der Seite von Valerie Niehaus, die als Tierliebhaberin und Reiterhof-Besitzerin Katherina Mohr um das Leben ihrer Pferde kämpft; Ausstrahlungstermin für den bereits ab Herbst 2007 produzierten Film war der 25. September 2009. Nach seinem Auftritt in der "Lilly Schönauer"-Romanze "Heimkehr ins Glück"3) (EA: 13.11.2009) mimte er in der SAT.1-Fantasykomödie "Kein Geist für alle Fälle"3) (EA: 19.01.2010) den standesbewussten Willi von Schönberg-Salchow auf, Vater des schwerreichen Max (Lucas Gregorowicz).
 
Ende September 2010 begannen die Dreharbeiten zu Dominik Grafs Fernsehfilm "Dreileben – Komm mir nicht nach"1), in dem Rüdiger Vogler neben Jeanette Hain, Susanne Wolff, Misel Maticevic und Lisa Kreuzer eine Vater-Rolle übernommen hat. "Unter der Regie von Christoph Hochhäusler, Christian Petzold und Dominik Graf entstehen drei Filme ("Eine Minute Dunkel", "Etwas Besseres als den Tod",  "Komm mir nicht nach") über einen Sommer, einen Täter, eine Flucht und eine Liebe – drei Geschichten, drei Perspektiven auf einen Ort, auf eine Tat und auf die Menschen, die in dieser Umgebung leben."6); mehr bei www.presseportal.de. Die drei im Auftrag der ARD produzierten Filme wurden im Rahmen der "Special Screenings im Forum der 61. Berlinale am 16. Februar 2011 uraufgeführt und erstmals am 29. August 2011 hintereinander im Ersten ausgestrahlt.7)
Eine interessante Figur war auch die des Bauunternehmer Walter Rühle, der in "Tatort – Grabenkämpfe"1) (EA: 25.04.2011) in das Visier der Stuttgarter Ermittler Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) gerät. Eine weitere Arbeit ist die charmante ARD-Familienkomödie "Zum Kuckuck mit der Liebe"2) mit unter anderem Bernadette Heerwagen, Jan-Gregor Kremp und Rita Russek in den Hauptrollen. Vogler mimt den mit der Familie Dobisch, die in Norddeutschland eine Kuckucksuhrenfabrik betreibt, befreundeten Hausarzt Dr. Leuwerik; mehr zu dem erstmals am 3. Februar 2012 ausgestrahlten Film bei www.presseportal.de sowie bei www.bavaria-film.de.
Die von Michael Keusch für das ZDF inszenierten heitere Geschichte "Ein Sommer im Elsass"3) (EA: 15.04.2012), in der Vogler zusammen mit Tanja Wedhorn, Jean-Yves Berteloot, Renate Krößner und Gerhard Garbers in Erscheinung trat, begannen im August 2011.Vogler spielt den Onkel der Berliner Geschäftsfrau Jeanine Weiss (Tanja Wedhorn), der im Elsass im malerischen Dorf Louiswiller noch ganz traditionell als Schuhmacher arbeitet, in einer Werkstatt, die nun zur Hälfte nach dem Tod der Mutter zum Erbe der jungen Jeanine gehört… → rowboat.tv und www.presseportal.de.
  
Die Figuren, die Rüdiger Vogler im Verlaufe seiner erfolgreichen, auch internationalen Karriere bisher verkörpert hat, lassen sich nicht alle aufzählen und neben seiner umfangreichen Tätigkeit für den Film findet er immer wieder Zeit, sich auch für herausragende Hörspielprojekte aber auch Dokumentationen zu engagieren. Jüngst wirkte er in dem außergewöhnlichen, rund 90-minütige Dokumentarfilm "Geheimsache Ghettofilm"  der israelischen Regisseurin Yael Hersonski, welcher auf ungeschnittenem Material eines Nazi-Propagandafilms basiert. Alles was erhalten blieb, ist ein Rohschnitt, der im Bundesfilmarchiv lagert. Lange Zeit galten diese Aufnahmen als authentisch – sie tauchten nach dem Krieg als "Archivaufnahmen" in Dokumentationen über das Warschauer Ghetto auf. Aufgenommen kurz vor der Deportation der Ghettobewohner, werden aufwendig inszenierte Szenen vom vermeintlichen Luxusleben der Juden im Ghetto Einstellungen gegenübergestellt, auf denen Hunger, Tod und Leiden zu sehen sind.8) Zur deutschen Erstaufführung gelangte "Geheimsache Ghettofilm" am 15. Februar 2010 in Berlin anlässlich der 60. Internationalen Filmfestspiele.
 
Rüdiger Vogler lebt wechselweise in Paris und seinem Heim in Mittelbuch bei Biberach an der Riß (Baden-Württemberg).
  
Link: 1)  Wikipedia, 2) www.dieterwunderlich.de, 3) prisma-online.de, 4) www.fernsehserien.de
Quellen: 5)  www.filmzeitung.de, 6) www.presseportal.de, 7) Wikipedia, 8) www.mdr.de
Stand: April 2012
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de;
siehe auch www.deutsches-filmhaus.de, Wikipedia
Filmografie bei www.imdb.de
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