Filmografie / Hörspiel
Doris Kunstmann 01; Copyright Virginia Shue Doris Kunstmann wurde am 22. Oktober 1944 als Tochter des Filmproduzenten Georg Thieß und der Schauspielerin Erika Kunstmann in Hamburg geboren; sie wuchs die ersten Jahre bei ihren Großeltern auf, seit dem 10. Lebensjahr besuchte sie ein Internat in St.-Peter-Ording1). Schon früh interessierte sie sich für die Schauspielerei und ließ sich nach der so genannten "Mittleren Reife" – nicht zuletzt auf Anraten des Schauspielers Joseph Offenbach – in ihrer Heimatstadt an dem von Hildburg Frese1) gegründeten "Schauspielstudio Frese" entsprechend ausbilden. Erste Erfahrungen sammelte die junge Schauspielerin 1962 auf der Bühne des Hamburger "Jungen Theaters"1), bereits ein Jahr später gab sie ihr Leinwanddebüt mit einem Part in dem Dokumentar-Spielfilm "Sie fanden ihren Weg". 
  
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
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Der Durchbruch zur anerkannten Filmschauspielerin gelang Doris Kunstmann dann 1968 mit der Rolle der Nora in dem von Ugo Liberatore1) in Szene gesetzten Streifen "Il sesso degli angeli"1) ("Das Geschlecht der Engel"), eine dreijährige enge Freundschaft mit dem italienischen Regisseur schloss sich an; mit Liberatore drehte Doris Kunstmann noch "Bora Bora"1) (1968) und "Lovemaker" (1969). Zurück in Deutschland besetzte sie Alfred Vohrer1) als Irene Waldegg in seiner Simmel-Adaption "Und Jimmy ging zum Regenbogen"1) (1971), zwei Jahre später erlebte man sie als Lillian neben Harald Leipnitz erneut unter der Regie von Vohrer in dem Simmel-Film "Alle Menschen werden Brüder"1). In "Trotta – Die Kapuzinergruft"1) (1971) nach dem Roman "Die Kapuzinergruft"1) von Joseph Roth1) konnte sie mit ihrem eindringlichen Spiel als die an ihrem Ehemann, dem Offizier Franz Ferdinand Trotta (András Bálint1)), wenig interessierte Ehefrau Elisabeth überzeugen → filmportal.de sowie Inhaltsangabe des Buches bei dieterwunderlich.de.
Es folgten unterschiedlichste Rollen in internationalen Kinoproduktionen wie in dem Horrorstreifen "La morte negli occhi del gatto"2) (1973, "Sieben Tote in den Augen der Katze"). In dem Drama "Hitler: The Last Ten Days"1) (1973, "Adolf Hitler – die letzten 10 Tage") mit Alec Guinness als Adolf Hitler1) verkörperte sie die Hitlergeliebte Eva Braun1) und in Peter Duffells Krimikomödie "Inside Out"1) (1975, "Ein Genialer Bluff") stand sie mit Stars wie Telly Savalas und James Mason vor der Kamera. Zu den weiteren Kinofilmen zählen unter anderem "Die Brüder"1) (1977), "Les équilibristes" (1992, Die Equilibristen), "Happy Birthday, Türke!"1) (1992), "Frauen sind was Wunderbares"2) (1994), "Funny Games"1) (1997) und das Roadmovie "Verrückt nach Paris"1) (2002. In den letzten Jahren sah man Doris Kunstmann als Frau Pfeffer neben Hape Kerkeling1) auch in der Komödie "Samba in Mettmann"1) (2004) auf der Leinwand.
 

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Doris Kunstmann 02; Copyright Virginia Shue
1975 erhielt Doris Kunstmann die "Goldene Kamera"1), ein Jahr später heiratete sie den Kaufmann Michael Fuhrmann, der mit ihr einen Marlene-Dietrich-Film realisieren wollte. Doch das Projekt geriet zum Desaster, Fuhrmann ging in Konkurs und wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt; Doris Kunstmann musste für die Millionenschulden gerade stehen.
Trotz dieser privaten Rückschläge ließ sich die Schauspielerin nicht unterkriegen. Seit Ende der 1970er Jahre ist Doris Kunstmann ein regelmäßiger und beliebter Gast auf dem Bildschirm. Neben zahlreichen Auftritte in so populären Krimiserien/-reihen wie beispielsweise "Derrick", "Sonderdezernat K1", "Ein Fall für zwei", "Wolffs Revier", "Männer vom K3" "Rosa Roth" oder "Tatort" spielte sie in erfolgreichen Serien wie "Der Gerichtsvollzieher", "Der Glücksritter", "Adelheid und ihre Mörder", "Schlosshotel Orth", "Freunde fürs Leben" oder in jüngerer Zeit in "Edel & Starck", "Notruf Hafenkante" oder "SOKO Leipzig". Eine schöne Rolle war die jungen Andrée de Taverney in dem abenteuerlichen ZDF-Weihnachts-Dreiteiler "Cagliostro" (1973) mit Jean Marais in der Titelrolle des angeblichen Grafen Alessandro Cagliostro1), gedreht nach dem Roman "Joseph Balsamo"1) aus dem Zyklus "Mémoires d'un médicine" (Memoiren eines Arztes) von Alexandre Dumas d. Ä.1). Auch als Elsbeth Braun, Mutter der kleinen Titelheldin Annemarie (Kathrin Toboll / Anja Bayer) in dem Mehrteiler "Nesthäkchen" (1983), gedreht nach den ersten drei Bänden der gleichnamigen Kinderbuchreihe1) von Else Ury1), wusste Doris Kunstmann die Zuschauer für sich einzunehmen.
  
Doris Kunstmann und Horst Buchholz 1985; Copyright Virginia Shue
Doris Kunstmann und Horst Buchholz 1985
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Man erlebte sie in ambitionierten TV-Produktionen, beispielsweise als die schöne, tragisch endende Cécile von St. Arnaud in "Cecile" (1977) nach dem gleichnamigen Roman1) von Theodor Fontane1), als Johanna Gerlach in "Die Eingeschlossenen" (1978) nach dem Theaterstück "Les séquestrés d'Altona" von Jean-Paul Sartre1), als die Herogin in "Die zweite Frau"3) (1983) nach dem Roman von E. Marlitt1) oder als Vicky in "Der Schrei der Eule"4) (1987) nach dem gleichnamigen Thriller1) von Patricia Highsmith1). In "Der Blinde"1) (1995) aus der RTL-Edgar-Wallace1)-Reihe tauchte sie als Mrs. Harper auf, in zwei Geschichten der amüsanten Episodenreihe "Männer sind was Wunderbares"5) (1996) als Frau Prof. Lichtenegger. Doris Kunstmann gehörte beispielsweise zur Besetzung des Thrillers "Der Todesbus"5) (1997), an der Seite von Mariele Millowitsch1) als zunächst verhärmter Witwe brillierte sie in dem humorvollen Roadmovie "Meine beste Feindin"6) (1999) als grelles halbseidenes Mädchen Andrea. Erneut mit Mariele Millowitsch spielte sie in der Fantasykomödie "Zwei vom Blitz getroffen"5) (2000), ein Jahr später präsentierte sie sich in der Beziehungskomödie "Schlaf mit meinem Mann"5) sowie in der unterhaltsamen Romanze "Engel sucht Flügel"6).
Zu Doris Kunstmanns Arbeiten der letzten Jahre für das Fernsehen zählen unter anderem das von Tom Toelle1) in Szene gesetzte Drama "Wenn die Liebe verloren geht"5) (2002), die vergnügliche, ländliche Komödie "Katz und Hund"5) (2003), die Rosamunde Pilcher-Verfilmung "Gewissheit des Herzens"1) (2003) oder die temporeiche Verwechslungskomödie "Eine zweimalige Frau"5) (2004) mit ihrer Rolle der Nachtclub-Besitzerin "Rote Rita", die mit der Titelheldin (Christine Neubauer1)) befreundet ist. Seit 2004 war sie darüber hinaus in der SAT.1-Anwaltsserie "Typisch Sophie"1) als Oma Gudrun zu sehen, die sich nur zu gern in das Leben der alleinerziehenden Sophie Andersen (Sophie Schütt1)) einmischte. Weiterhin trat sie beispielsweise in der "Tatort"-Folge "Blutschrift"1) (2006) in Erscheinung, war in dem Krimi "Gib jedem seinen eigenen Tod"1) (2006) aus der ganz auf Protagonist Henry Hübchen zugeschnittenen Reihe "Commissario Laurenti"1) mit von der Partie oder spielte in der Komödie "Zwei Wochen Chef"1) (2007). Seit Mitte Juli 2008 präsentierte sich die Schauspielerin in der ARD-Telenovela "Rote Rosen"1), wo sie knapp 100 Folgen (389 bis 585) lang als "Powerfrau" Melanie Albers die Riege der Hauptdarsteller komplettierte.
 

Foto mit freundlicher Genehmigung von Joachim Gern
© Joachim Gern

Doris Kunstmann 01; Copyright Joachim Gern
Zur TV-Filmografie gehört die Komödie "Putzfrau Undercover"7) (2008) sowie die etwas nachdenklich stimmende, dennoch heitere Geschichte "Woran dein Herz hängt"7), die am 12. Juni 2009 in der ARD ausgestrahlt wurde. Hier gab sie die mütterliche Freundin der alleinerziehenden Protagonistin Sandra Lindt (Julia Koschitz11)), die unter dem Messie-Syndrom leidet, durch ihre Liebe zu dem smarten Rechtsanwalt Siegfried Hübner (Oliver Mommsen1)) jedoch den Weg zurück in ein "geordnetes" Leben findet. In der Romanze "Tierisch verliebt"1) spielt sie als Magda die nette Tante der jungen Katherina Mohr (Valerie Niehaus1)), die als Tierliebhaberin und Reiterhof-Besitzerin um das Leben ihrer Pferde kämpft; Ausstrahlungstermin für den bereits ab Herbst 2007 produzierten Film war der 25. September 2009. Am 27. April 2010 begannen dann die Dreharbeiten zu der "Polizeiruf 110"1)-Folge mit dem Titel "Cassandras Warnung"1) (EA: 21.08.2011), in dem das neue BR-Ermittlerteam Hauptkommissar Hanns von Meuffels1) (Matthias Brandt1)) und Polizeimeisterin Anna Burnhauser (Anna Maria Sturm1)) ihre Bewährungsprobe bestehen mussten. Unter der Regie von Dominik Graf1) spielte Doris Kunstmann in dieser spannenden Geschichte die Madame Serrano. Danach war sie von  2012 bis 2014 als Magdalena Paulsen, Oma von Max und Betreiberin eines Imbisswagens, in der Kinder- und Jugendserie "Die Pfefferkörner"1) auf dem Bildschirm präsent. Eine sporadisch wiederkehrende Rolle war die der Theodora Schächterle, genannt "Die Duse von Kaltenthal", in dem Darbrenner "Um Himmels Willen"1). Erstmals mimte sie diese Figur, welche als Mentorin ihre Klienten vor öffentlichen Auftritten in Sachen (Medien-)Präsenz coachte, 2004 in der Episode "Schreckschuss"5), zuletzt in den Geschichten "So ein Hundeleben"5) (EA: 10.04.2018)", wo auch der selbsternannte "König von Mallorca" Jürgen Drews1) als Schlagersänger Freddy Braun auftauchte, sowie "Zweite Chance"5) (EA: 09.07.2019). Eine schöne Rolle war die der resoluten Wirtin Gitti, die in der vierteiligen  Krimiserie "Prost Mortem – Die letzte Runde"5) (2019) auf eigene Faust den Mord an ihrem Ehemann aufklären will. Produziert wurden die schwarzhumorigen Stories in einer Koproduktion des deutschen Pay-TV-Kanals "13th Street"1) und des österreichischen Privatsenders "Puls 4"1)."Sehenswert ist "Prost Mortem" vor allem wegen Doris Kunstmann als verbitterte Witwe. Dabei geht es Gitti gar nicht mal in erster Linie um Rache; sie will beweisen, dass sich ihr Werner keineswegs selbst das Leben genommen hat. Also sorgt sie dafür, dass ihre Gäste nach der "letzten Runde" (so der Titelzusatz) fürs Erste entschlummern, um sie sodann getrennt zu verhören." notiert tittelbach.tv → Übersicht TV-Produktionen.
 
Nach wie vor wirkt Doris Kunstmann sporadisch in Kinoproduktionen mit, wenn auch in den vergangenen Jahren in meist kleineren Rollen. Am 18. September 2008 kam die Tragikomödie "Friedliche Zeiten"2) der jungen Regisseurin Neele Vollmar1) nach dem gleichnamigen Bestseller von Birgit Vanderbeke1) in die Kinos, in der man Doris Kunstmann als Frau Radke sah. In der Agentenparodie "Mord ist mein Geschäft, Liebling"1), einer actiongeladenen Screwball-Komödie mit Dean-Martin-Flair, übernahm sie neben Rick Kavanian1) als Profikiller Toni Ricardelli sowie den Filmlegenden Bud Spencer und Franco Nero den Part der Frau Eisenstein; der Streifen kam am 26. Februar 2009 in die Kinos. Danach stand sie für die ZDF-Kino-Koproduktion "Polnische Ostern"1) als Frau Haag vor der Kamera. In dieser, von Jakob Ziemnicki1) inszenierten deutsch-polnischen Tragikomödie wurede die Geschichte des Rendsburger Bäckermeisters Werner Grabosch (Henry Hübchen) erzählt, der verhindern will, dass seine Enkelin Mathilda (Paraschiva Dragus1)) nach dem Tod der Mutter bei Vater Tadeuzs (Adrian Topol1)) in Polen aufwächst (Kinostart: 21. 04.2011).
Zeitgleich ging die NDR-Kino-Koproduktion "Der Himmel hat vier Ecken"2) an den bundesweiten Start, vorher fand die Welturaufführung am 3. April 2011 beim Kinderfilmfest in Augsburg statt; neben Doris Kunstmann sind beispielsweise Udo Kier, Sandra Borgmann1), Hinnerk Schönemann1) und Charly Hübner1) in den Erwachsenenrollen zu sehen sein. In der von Klaus Wirbitzky1) realisierten Teenie-Geschichte geht es um die zwei Freunde, den 13-jährigen Joschi (Moritz Jahn1)), und den 14-jährigen Niko (Lukas Mrowietz), für die der Himmel vier Ecken hat. Vier Ecken hat auch die Leinwand im benachbarten Kino, auf der die Jungs heimlich den Vampir Graf Karpatovicz (Udo Kier) bewundern. All ihre Hoffnungen setzt Nikos Schwester Tatjana (Susianna Kentikian1)) auf die vier Ecken des Boxrings, in den sie täglich steigt, um irgendwann aus der Tristesse des herunter gekommenen Wohnblocks aussteigen zu können. Die Freundschaft der beiden Jungs wird auf eine harte Probe gestellt, als Nikos Angebetete, die schöne Jessica (Sophie Schirmer), sich für Joschi zu interessieren beginnt … (Quelle: Aries Images)
Einen winzigen Auftritt hatte sie als Frau am Ententeich in der Kinderbuchverfilmung "Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums"2) (Starttermin: 19.04.2018) → Übersicht Kinofilme.
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen macht(e) Doris Kunstmann regelmäßig Ausflüge auf die "Bretter, die die Welt bedeuten" So begeisterte sie ab Ende 1997 während einer Deutschlandtournee das Publikum in dem Theaterstück "Meisterklasse" von Terence McNally1) mit der Rolle der Operndiva Maria. Das Stück geht zurück auf die ausgewählten Meisterklassen, die Maria Callas zwischen Oktober 1971 und März 1972 an der "Juilliard School"1) in New York unterrichtete. Auch als lebenskluge und gewitzte Mutter Wolffen in Gerhart Hauptmann "Der Biberpelz"1) bewies sie in in den letzten Jahren einmal mehr ihre darstellerische Vielseitigkeit. 

Doris Kunstmann, fotografiert von dem britischen Fotografen
Stuart Mentiply (www.mentiply.de)
Quelle: Wikimedia Commons / Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg
Veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2
Weiteres zur Veröffentlichungs-Lizenz siehe hier

Doris Kunstmann, fotografiert von dem britischen Fotografen Stuart Mentiply (www.mentiply.de); Quelle: Wikimedia Commons / Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg; Veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2
Doris Kunstmann 02; Copyright Joachim Gern Einen grandiosen Erfolg konnte sie mit dem Ein-Personen-Stück "Oskar und die Dame in Rosa"1) nach der Erzählung von Éric-Emmanuel Schmitt1) verbuchen, bereits seit vielem Jahren geht sie damit im deutschsprachigen Raum auf Tournee und begeisterte beispielsweise auch im März 2011 wieder Publikum und Kritiker. Der "Kölner Stadtanzeiger" (02.02.2007) würdigte Kunstmanns darstellerische Leistung als "Bravourstück der Schauspielkunst", die "Westfälische Rundschau" schrieb unter anderem am 06.06.2007: "Blitzschnell, messerscharf und nuanciert sprang Doris Kunstmann zwei Stunden lang zwischen den Charakteren daher – schimpfte, lachte, zauderte – und starb. So wurde das Ein-Personen-Stück zu einem atmosphärisch dichten Kammerspiel, unterstützt von einer stimmungsvollen und innovativen Bühnentechnik, die mit Lichtspielen und visuellen Effekten und Projektionen das Seelenspiel der Kunstmann begleiteten. Viel Applaus gab es für die tolle Leistung der Kunstmann und die gelungen Inszenierung."
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann ab Mitte Mai 2011 für Doris Kunstmann in Düsseldorf mit einem anderen unterhaltsam-schönen Stück fast nahtlos weiter, "Möwe und Mozart" hieß die von Matthias Freihof1) inszenierte Uraufführung des Zweipersonenstückes von Peter Limburg, das am 18. Mai 2011 an der "Komödie Düsseldorf"1) Premiere feierte und bis 26. Juni gezeigt wurde.
 
 
Foto mit freundlicher Genehmigung von Joachim Gern
© Joachim Gern
Diesmal war Doris Kunstmann neben Peter Fricke zu bewundern, in "einer umwerfenden und liebenswerten, warmherzigen Komödie über das Leben und die Liebe, mit Tiefgang, Pointen und Traumrollen für ein Schauspieler-Duo" konnte man auf der Website der "Komödie Düsseldorf" lesen; die Aufführung war auch 2012 im Rahmen einer Tournee zu sehen, unter anderem zwischen dem 15.11. und 15.12.2012 im Essener "Theater im Rathaus". Ende März bis Mitte Juni 2013 gab es weitere Gastspiele, so zwischen dem 27.05. und 11.06.2013 am Berliner "Schlosspark Theater"1); eine Widerholungstournee fand im Frühjahr 2015 statt → EURO-STUDIO Landgraf. Für ihre Verdienste um das "Theater in der Fläche" bzw. ihre "hohe Ausdrucks- und Darstellungskunst" wurde Doris Kunstmann 2012 mit dem Sonderpreis der "INTHEGA" (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V.1)) geehrt → EURO-STUDIO Landgraf.
Zur Spielzeit 2011/2012 konnte man sie zudem im Hamburger "Operettenhaus"1) in dem Erfolgsmusical "Sister Act"1) als "Mutter Oberin" erleben, feierte damit ihr Debüt auf der Musical-Bühne. Seit der Premiere am 16. September 2012 brillierte sie am "Altonaer Theater"1) sowie im Rahmen von Gastspielen in "Die Muschelsucher", der Bühnenversion des Bestsellers "The Shell Seekers" von Rosamunde Pilcher1), und gestaltete die Hauptrolle der patenten Witwe Penelope Keeling, die auf ihr Leben zurückblickt. Der Terminkalender der Künstlerin, welche am 22. Oktober 2019 ihren 75. Geburtstag feierte, blieb prall gefüllt, seit Jahren reist sie im Rahmen von Tourneen quer durch Deutschland. Seit März 2014 stand sie in der Politfarce "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" von Theresia Walser1) auf der Bühne. In der "hinreißend-abgründigen Komödie über drei Frauen der Weltpolitik" verkörperte Doris Kunstmann als Frau Imelda eine von drei Ehefrauen ehemaliger Diktatoren. "Frau Margot, Frau Imelda und Frau Leila – Ähnlichkeiten mit Margot Honecker1), Imelda Marcos1) und Leïla Ben Ali1), der zweiten Frau des ehemaligen tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali1), sind beabsichtigt." schreibt das EURO-STUDIO Landgraf; bis 1. Dezember 2014 standen vorerst weitere Aufführungen auf dem Spielplan; eine Wiederholungstournee wurde vom 15.01. bis 25.01.2017 durchgeführt. In letzter Zeit wurde Doris Kunstmann als Yvonne in "Bella Figura" gefeiert, einer bissigen Gesellschaftssatire von Yasmina Reza1), mit der sie seit Anfang Januar bis Mitte März 2018 unter anderem mit ihrem Kollegen Heio von Stetten1) auf Tournee ging → EURO-STUDIO Landgraf. "Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass in diesem Durcheinander gerade das vermeintlich schwächste Mitglied der Gruppe, die vom Auto angefahrene und leicht verwirrte Yvonne, trotz ihres fortwährenden Lamentos über dieses oder jenes ("Ich habe nichts gegen Dramen. Sie amüsieren mich.") am Ende die beste Figur von allen macht. Das mag der Weisheit des Alters geschuldet sein, liegt aber sicher auch an der starken Bühnenpräsenz der bekannten Theater- und Fernsehschauspielerin Doris Kunstmann, die die Rolle der Yvonne mit Kuhwärme, feinem Humor und einer der sonorsten Frauenstimmen Deutschlands ausstattete." notierte die "Süddeutsche Zeitung" (26.01.2018) → sueddeutsche.de.
Wie man auf der Seite von EURO-STUDIO Landgraf lesen kann, geht Doris Kunstmann vom 12.11.–22.11.2020 sowie vom 11.03.–26.03.2021 einmal mehr mit "Oskar und die Dame in Rosa" auf Gastspielreise.
  
Darüber hinaus ist die Künstlerin für verschiedenste Hörbuch-Produktionen tätig, so liest sie beispielsweise Nadine Gordimers1) Roman "Ein Mann von der Straße" (2001) und die erotischen Geschichten "Bitte streicheln Sie hier" (2004) oder ist in dem Hörspiel "Die Meute der Mórrígan"1) von Pat O'Shea1) mit ihrer unverwechselbar-rauchigen Stimme als "Die Morrigan" präsent; das Stück wurde als "Hörspiel des Monats Dezember 2001" ausgezeichnet. Auch "Oskar und die Dame in Rosa" ist seit 2006 mit der Kunstmann als CD im Handel erhältlich. Eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
Die vielseitige Schauspielerin Doris Kunstmann gilt als Perfektionistin und ist immer dann gefragt ist, wenn ein resoluter, dennoch empfindsamer Frauentypus besetzt werden soll. Aus ihrer Ehe mit dem Kaufmann Michael Fuhrmann stammt Sohn Marc, den die Schauspielerin nach der Scheidung alleine groß ziehen musste. Marc Kunstmann hat ebenfalls einen künstlerischen Weg eingeschlagen, fungierte unter anderem als Co-Regisseur bei "Oskar und die Dame in Rosa".
 
Doris Kunstmann, inzwischen zweifache Großmutter, lebt in Hamburg-Rotherbaum, möchte laut Medienberichten jedoch wieder aufs Land ziehen → www.abendblatt.de (07.02.2014).
 

Doris Kunstmann in den 1980er Jahren mit Sohn Marc
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
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Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Doris Kunstmann in den 1980er Jahren mit Sohn Marc; Copyright Virginia Shue
Textbausteine des Kurzportraits von prisma.de
Siehe auch Wikipedia
Kontakt: www.funke-stertz.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) deutsches-filmhaus.de, 4) Die Krimihomepage, 5) fernsehserien.de, 6) prisma.de, 7) tittelbach.tv, Stand: März 2020
Lizenz Foto Doris Kunstmann (Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg):
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Doris Kunstmann 03; Copyright Virginia Shue Doris Kunstmann 04; Copyright Virginia Shue Doris Kunstmann 05; Copyright Virginia Shue
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Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: filmportal.de, Wikipedia, Die Krimihomepage, fernsehserien.de,
deutsches-filmhaus.de, prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia)
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