Michael Mendl wurde am 20. April 1944 als unehelicher Sohn eines katholischen Priesters in Lünen geboren und gehört zu den charismatischen Charakterdarstellern sowohl auf der Bühne als auch im deutschen Film. In der Sendung "Beckmann" sprach der Schauspieler Ende Mai 2006 erstmals offen über seine schwierige Kindheit. Bereits als Jugendlicher jobbte er im Kino, bewarb sich dann als Statist am Mannheimer Staatstheater und ließ sich später in Essen an der Folkwang-Schule zum Schauspieler ausbilden. Anfangs arbeitete er fast ausschließlich für das Theater, stand an renommierten deutschsprachigen Theatern wie in Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München oder bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne, wurde dann aber verstärkt für Film- und Fernsehen tätig. Seit Mitte der 70er Jahre kennen die Zuschauer den Schauspieler mit den markanten Gesichtszügen aus zahlreichen TV-Produktionen; nach anfänglichen Gastauftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte" oder "Ein Fall für zwei" hatte Mendl Ende der 80er Jahre seinen Durchbruch auf dem Bildschirm mit der Rolle des psychopathischen Triebtäters Koslowski in dem SWF-Tatort "Die Neue", in dem erstmals Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts ermittelte.
 
Das Foto (auch Hintergrund) wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
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Michael Mendl; Copyright Edmond Frederik
Es folgten unterschiedlichste Rollen in TV-Produktionen wie beispielsweise in "Killer" (1991), "Der Letzte Kosmonaut" (1993) oder in dem Dreiteiler "Das Schwein – Eine deutsche Karriere" mit Götz George in der Titelrolle, wo Mendl als Robert Korda agierte. 1995 sah man ihn als Reinhart in Martin Enlens Krimi "Tödliche Hochzeit", zwei  Jahre später war er in Enlens "Andrea und Marie" der Buchhändler Ralf, der mit der attraktiven Architektin Marie alias Iris Berben verheiratet ist und gleichzeitig ein leidenschaftliches Verhältnis zu der erfolgreichen, attraktiven Malerin Andrea alias Hannelore Elsner unterhält. 1998 spielte er neben Barbara Rudnik als eigenwilliger Gerichtsmedizinerin Ruth Jacoby den ruppigen Kommissar Harry Voss in dem Krimi "Gefährliche Wahrheit", in dem aufwendigen Thriller "Der blonde Affe"1) ermittelte er als Kommissar Bellmann auch gegen den Kunstfälscher Jan Vleuten alias Jürgen Prochnow. Ein Jahr später stand Mendl mit der Hauptrolle des ehemaligen Staranwalt Gerd Platzek für das Drama "Die Letzte Chance" neben Jennifer Nitsch vor der Kamera, in dem Krimi "Ein Mann steht auf"1) präsentierte er sich neben Robert Atzorn und Tina Ruland als zwielichtigen Waffenhändler Phillipp Janot.

Michael Mendl war 2000 der Dr. Helge Lührs in der melodramatischen Familiensaga "Zwei Asse und ein König"1) mit Heiner Lauterbach, Heinz Hoenig und Martin Benrath, der Patrick Stein in dem Abenteuerfilm "Der Paradiesvogel"1) und hatte dort Katja Weitzenböck zur Partnerin; neben Iris Berben zeigte er sich als deren Ehemann Paul Hoffmann in dem Thriller "Das Teufelsweib"1), neben Hannelore Elsner als kanadischer Wildbiologin Dr. Miriam Herzfeld den Dr. Karl Sellinger in der spannenden Zoo-Geschichte "Solange wir lieben"1). 2001 beeindruckte er mit der Titelrolle des Gert Bastian an der Seite von Dagmar Manzel als Petra Kelly in Andreas Kleinerts Polit-Stück "Kelly Bastian – Die Geschichte einer Hoffnung"1) oder war der griesgrämige Hygienefanatiker, Katzenquäler und Kunstmaler Eduard Eisenhuth in der Weihnachtskomödie "Oh du Liebezeit"1). In der italienischen Filmbiografie "Ein Leben für den Frieden – Papst Johannes XXIII"1) mit Edward Asner in der Titelrolle, die 2003 auch bei uns im Fernsehen gezeigt wurde, überzeugte er als Kardinal Domenico Tardini und anfänglicher Gegenspieler des Pontifex, in dem Ehedrama "Zu nah am Feuer"1) sah man ihn 2002 als Professor für Kunstgeschichte Richard Thomé neben Maria Furtwängler, die seine attraktive Ehefrau spielte, auf dem Bildschirm.
In jüngerer Zeit verkörperte Michael Mendl eindrucksvoll den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt und dessen Verstrickung in die Guillaume-Affäre in dem vielbeachteten Zweiteiler "Im Schatten der Macht"1) (2003) und wurde im Februar 2004 wurde für seine herausragende Leistung als "Bester Deutscher Schauspieler" mit der "Goldenen Kamera" geehrt. 

Michael Mendl in "Im Schatten der Macht"; Copyright Ziegler Film

Michael Mendl in "Im Schatten der Macht" mit Matthias Brandt als als Günter Guillaume; Copyright Ziegler Film

Michael Mendl in "Im Schatten der Macht" (rechts mit Matthias Brandt als als Günter Guillaume)
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In der Familienkomödie "Herzlichen Glückwunsch"1) (2003) mimte er neben Gudrun Landgrebe mit der Titelrolle der Vera deren ehemalige Jugendliebe Charly und in dem TV-Liebesdrama "Meine große Liebe"1) (2005) war er der Ehemann Andreas der Lederdesignerin Vera Klunert alias Thekla Carola Wied, die sich nach 25 Ehejahren zwischen ihm und ihrer Jugendliebe Werner alias Peter Bongartz entscheiden muss. In dem historischen Zweiteiler "Sterne über Madeira" um Intrigen, Liebe und Leidenschaft , den Marco Serafini in Szene gesetzt hatte, agierte Mendl Ende Mai 2005 mit einer für ihn eher ungewöhnlichen Rolle auf dem Bildschirm: In dem Melodram um eine junge Novizin (Denise Zich), die während einer Schiffspassage nach Madeira dem Klosterleben entflieht, indem sie die Identität ihrer plötzlich verstorbenen Kabinengenossin Emma von Hohenburg annimmt, mimte er den hartherzigen Familienpatriarchen und Weingutsbesitzer Arnold von Greifenberg und zog in dem Stück einmal mehr alle theatralischen Register seiner Schauspielkunst. 
Szenenfoto "Hengstparade"; Copyright Ziegler Film Eine schöne Rolle war auch die des sympathischen "Naturburschen" Kurt Schleyer, der sich in der kriminalistisch angehauchten Liebeskomödie "Hengstparade"1) (2005), das Michael Kreindl nach dem gleichnamigen Bestseller von Erfolgsautorin Gaby Hauptmann gedreht hatte, in die weltgewandte und scharfsinnige Gerichtsreporterin Hella Fischer alias Christiane Hörbiger verliebt. 
  
 
Szenenfoto "Hengstparade"
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Mit einer Liebhaber-Rolle tauchte Mendl auch Anfang April 2006 in dem Drama "Eine Chance für die Liebe"1) auf: der charismatische Philipp trifft auf seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Marianne (Jutta Speidel), die aufgrund der Diagnose "Krebs" in eine tiefe Lebenskrise gestürzt wird und auch ihr bisheriges Leben an der Seite ihres Ehemannes Paul (Rudolf Kowalski), der nur seine Arbeit kennt, in Frage stellt. Um zu sich selbst zu finden beginnt Marianne eine kurze Affäre mit dem Jugendfreund…
 
Offensichtlich derzeit abonniert auf reife, charmante Verführer agierte Mendl wenig später als Partner von Christiane Hörbiger in dem Ende April 2006 von der ARD gezeigten vielbeachteten Fernsehspiel "Mathilde liebt"1), das sich – von Regisseur Wolfram Paulus in Szene gesetzt – mit dem Thema "Sex im Alter" beschäftigt. Mendl gab den reifen ehemaligen Entwicklungshelfer Carlo Sturm, in den sich die 65-jährige Witwe und Mutter dreier Kinder Mathilde Kramer (Christiane Hörbiger) nach einem leidenschaftlichen "One-Night-Stand" verliebt. Als der verheiratete, geheimnisvolle Carlo danach jedoch erst einmal von der Bildfläche verschwindet, versucht die enttäuschte Mathilde die Affäre zu vergessen … Übrigens war Mendls damals dreizehnjährige Tochter Joana Fink-Mendl hier erstmals in einem Film mit einer Hauptrolle zu sehen; erste Erfahrungen vor der Kamera hatte sie bereits 1998 mit einem kleinen Part an der Seite ihres Vaters in Karola Hattops modernem TV-Heimatmelodram "Jagdsaison" gesammelt.
Eher zurückgenommen war Mendls Spiel im September 2006 in dem packenden Melodram "Meine Tochter, mein Leben"1) mit Thekla Carola Wied als alleinerziehender Mutter und erfolgreicher Marketing-Chefin Ruth Lorentz, die ihr Leben ganz auf ihre inzwischen erwachsene Tochter Lea (Chiara Schoras) ausgerichtet hat. Hier agierte er als erfolgreicher Anwalt, der sich zwischen seiner Karriere und seiner Loyalität gegenüber Ruth entscheiden muss. In einer Doppelrolle sah man ihn Anfang November 2006 in der melodramatischen Familien-Saga "Afrika – Wohin mein Herz mich trägt"1), die vor einer Traumkulisse in der namibischen Landschaft gedreht wurde. Anfangs trat Mendl als Vater der Protagonistin Antonia Vogt (Sophie Schütt) auf, die nach sieben Jahren zum ersten Mal wieder die Farm ihrer Eltern in Namibia besucht, dort mit ihrer Vergangenheit bzw. ihrer ehemaligen Liebe konfrontiert wird und auch den plötzlichen Unfalltod ihrer Eltern verkraften muss; im zweiten Teil mimte er den als verschollen geltenden Zwillingsbruder Martin, der seit mehr als 30 Jahren bei den Buschmännern lebt.
Ebenso wie das Melodram "Eine Liebe in Kuba"1) (2007) mit Frauenschwarm Erol Sander war Mitte April 2007 die Beziehungskomödie "Freie Fahrt ins Glück"1) nette Unterhaltungskost, in der Mendl seine schauspielerische Vielseitigkeit jedoch nicht so ganz ausleben konnte. Der Film ist eine von Ariane Zeller leichtfüßig inszenierte heitere Familiengeschichte mit Gila von Weitershausen und Michael Mendl als Paar, das sich trotz aller Schwierigkeiten wieder zusammenrauft.
 
Szenenfoto "Freie Fahrt ins Glück"
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Szenenfoto "Freie Fahrt ins Glück"; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto "Niete zieht Hauptgewinn"; Copyright Ziegler Film Nach seiner Rolle des "Traummannes Christian" in der turbulenten Geschichte "Drei teuflisch starke Frauen – Die Zerreißprobe"1) (2007) mit den Protagonistinnen Gaby Dohm, Gila von Weitershausen und Ruth Maria Kubitschek war er am 25. November 2007 erneut in einem Afrika-Melodram zu sehen und spielte in "Mein Herz in Afrika"1) neben Tanja Wedhorn und Hannelore Elsner den Tierarzt Dr. George Hill. Gerade abgedreht hatte er die humorvolle Lovestory "Niete zieht Hauptgewinn"1) (2007), erneut mit Traumpartnerin Christiane Hörbiger. 
 
Szenenfoto "Niete zieht Hauptgewinn"
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In dem hochkarätig besetzten, spektakulären ZDF-Zweiteiler "Die Gustloff"1), der die größte Schiffskatastrophe der Geschichte am 30. Januar 1945 thematisiert, agierte er unter der Regie von Joseph Vilsmaier als Alt-Kapitän Johannsen. Die Anfang März 2008 ausgestrahlte, aufwendige Produktion fand ein geteiltes Echo (siehe auch Wikipedia). 
Daneben erlebt man den Schauspieler seit Jahren immer wieder mit prägnanten Rollen in vielen populären Krimi-Reihen wie beispielsweise in "Tatort", "Siska", "Wolffs Revier" oder "Ein starkes Team"; zu seinen Serien-Auftritten gehören auch prägnante Figuren, beispielsweise in "Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für Zwei", "Der Bulle von Tölz" oder wie im Oktober 2005 in der Krimikomödie mit Ruth Drexel "Agathe kann's nicht lassen", wo er in der Geschichte "Mord im Kloster"1) als Abt auftauchte. 
 
Die darstellerische Bandbreite Mendls zeigt sich jedoch grade in konträren Rollen: Am 30. März 2006 wurde im ZDF anlässlich des ersten Todestages von Papst Johannes Paul II. das Dokudrama "Karol Wojtyla – Geheimnisse eines Papstes"1) ausgestrahlt, welches die wichtigen Stationen aus dem Leben Karol Wojtylas aufzeigt. Unter der Regie von Gero von Boehm, der prominente Zeitzeugen wie den früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und den Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl zur Wort kommen lässt, spielte Devid Striesow den jungen Karol Wojtyla, Michael Mendl verkörperte den charismatischen, außergewöhnlichen Pontifex und rückte mit seiner authentischen Darstellung vor allem das Menschliche dieser berühmten Persönlichkeit in den Vordergrund.
In dem von Elisabeth Wicki-Endriss, der Witwe des großen Regisseurs und Schauspielers Bernhard Wicki, über ihren Mann gedrehten rund zwei Stunden langen Dokumentarfilm "Verstörung und eine Art von Poesie. Die Filmlegende Bernhard Wicki" ergänzte Mendl authentisch Wickis Gedanken aus Schriften und Briefen; die filmische Liebeserklärung von Elisabeth Wicki-Endriss gelangte im Juni 2007 in den Verleih. Diese dokumentarische Filmerzählung zeigt sehr persönlich Bernhard Wickis Weg von der Geburt bis zum Tod und gleichzeitig ein Stück deutsche Geschichte. Sie lässt teilhaben an Wickis Freuden, seinen Begierden, seinem Hochmut, seiner Unbestechlichkeit, seiner Wucht und seiner Wut; seiner Angst, seiner Einsamkeit, seinen Erschütterungen und seiner Scham. Neben den Video- und Audioaufzeichnungen Bernhard Wickis tritt Maximilian Schell als Erzähler auf, Klaus Maria Brandauer zitiert aus Wickis Gedichten und Michael Mendl ergänzt mit Zitaten, wo keine Aufzeichnungen von Bernhard Wicki existieren. Der Film wurde an Originalschauplätzen der Lebensstationen Wickis gedreht.
(Quelle: www.br-online.de; siehe auch www.prisma-online.de)

Eine starke Leistung zeigte Mendl Mitte Oktober 2008 in der Neuverfilmung von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der Besuch der alten Dame"1), mit der die ARD die "Grande Dame" des deutschen Fernsehens, Christiane Hörbiger, anlässlich ihres 70. Geburtstages am 13. Oktober 2008 ehrte. In dem behutsam modernisierten, hochkarätig besetzten Klassiker gab die Hörbiger unter der Regie von Nikolaus Leytner die Titelfigur der Multimilliardärin Claire Zachanassian, die nach über 40 Jahren zurückkehrt, um auf makabre Weise Rache an ihrem ehemaligen Geliebten Alfred Ill zu nehmen – eindrucksvoll interpretiert von Michael Mendl. Claire hat den Bürgern der bankrotten Provinzstadt Güllen ein unmoralisches, zutiefst verwerfliches Angebot gemacht, bietet eine horrende Geldsumme – falls Alfred "stirbt".
  
Szenenfoto "Der Besuch der alten Dame"
mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
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Szenenfoto "Der Besuch der alten Dame"
Mendl überzeugte wieder einmal auf ganzer Linie, seine Verkörperung eines Mannes, der von seiner schäbigen Vergangenheit eingeholt, als Jäger zum Gejagten wird und am Schluss wegen der verlogenen Moral seiner Mitbürger den Tod findet, war eine grandiose, schnörkellose Darstellung neben einer ebenso brillant spielenden Christiane Hörbiger. (siehe auch www.dieterwunderlich.de)
Nach der "Inga Lindström"-Geschichte "Sommer in Norrsunda"1) (EA: 19.10.2008) und seiner Rolle des pedantisch-eigenwilligen Komponisten Sten Sörenson konnten sich die Zuschauer am 17.11.2008 erneut auf den Charakterkopf Mendl freuen: In dem hochspannenden Thriller "Der Tote in der Mauer"1) gab er unter der Regie von Markus Imboden den kurz vor seiner Pensionierung stehenden Kommissar Hagen Dudek, der gerade seine Dienstgeschäfte an seinen jungen Nachfolger Klaus Wendt (Frank Giering) übergibt. Als bei Abbrucharbeiten in einer Gebäudewand eine einzementierte Leiche entdeckt wird, muss der schwerkranke Dudek noch einmal ran, klärt gemeinsam mit seinem Nachfolger einen ungewöhnlichen Mordfall auf. Regisseur Markus Imboden und Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt ist erneut ein origineller Dorfkrimi gelungen, in dem die Ereignisse eine haarsträubende Wendung nehmen. Als junge Polizistin bezaubert Anna Maria Mühe, in einer Doppelrolle glänzt Devid Striesow. (Quelle: www.filmfest-hamburg.de)
 
Bereits Anfang 2009 war Mendl gleich in mehreren Produktionen auf dem Bildschirm präsent und schaffte wieder einmal den Spagat zwischen seichter und anspruchsvoller Unterhaltung. In dem melodramatischen Thriller "Alle Sehnsucht dieser Erde"1) mit den Publikumsmagneten Christine Neubauer und Erol Sander kam er am 9. Januar 2009 als Dr. Giesel daher, skrupelloser und krimineller Vorstandsvorsitzender eines internationalen Versicherungsriesen. In dem sehenswerten, dreiteiligen Nachkriegsdrama "Die Rebellin"1), der Geschichte des außergewöhnlichen Lebensweges einer jungen, Technik-begeisterten Frau (Alexandra Neldel) im Deutschland der Fünfzigerjahre, agierte er als zwielichtiger Rundfunkingenieur Ferdinand Möbius (EA: 5./7./11.01.2009; siehe auch Wikipedia). Am 1. Februar 2009 ging die Episode "Hochzeitsvorbereitungen" aus der ZDF-Reihe "Meine wunderbare Familie" auf Sendung, den (zu Herzen gehenden) Geschichten um die Rudertrainerin Hanna Sander (Tanja Wedhorn) und dem Kaffeeröster Jan Kastner (Patrik Fichte); Mendl und Gila von Weitershausen spielen Jans Eltern Renate und Klaus, die sich auseinandergelebt haben und nun trennen wollen.
In der bis auf die kleinste Nebenrolle prominent besetzten ARD-Komödie "So ein Schlamassel"3) gehörte Michael Mendl neben Publikumslieblingen wie beispielsweise Hans-Peter Hallwachs, Rolf Hoppe, Gudrun Landgrebe oder Marianne Sägebrecht ebenfalls zur Schauspielerriege und spielt den Benno Grüngras. Dieser Fernsehfilm, produziert von Dr. Alice Brauner (Tochter von Filmmogul Artur Brauner), wurde vorab präsentiert und erntete bei den Hofer Filmtagen (27.10. bis 1.11.2009) gute Kritiken; die Ausstrahlung in der ARD war am 29. Januar 2010. Kurz zuvor hatte Mendl am 15. November 2009 in Cobinian Lippls Drama "Totentanz"2), der Geschichte über einen mysteriösen Tod in den Voralpen, erneut seine darstellerische Vielseitigkeit unter Beweis gestellt und in dem neuen BR-Heimatfilm dem grantigen Jak, Pächter eines alten Sägewerks, authentische Züge verliehen.
 
Bereits im Sommer 2009 abgedreht hatte er die Romanze "Eine Nonne zum verlieben"1), welche nach Motiven des Utta Danella-Romans "Die Jungfrau im Lavendel" entstanden war und am 23. April 2010 in der ARD auf Sendung ging. Neben Michaela May als sanftmütiger Schwester Barbara mimte Mendl den knorriggen Alfons, von dem sich die Nonne Barbara vor Jahrzehnten getrennt hatte, um ihr Leben in den Dienst Gottes zu stellen. In der Inga Lindström-Folge "Zwei Ärzte und die Liebe"1) (EA: 30.03.2010) war Michaela May ebenfalls seine Partnerin, als charmanter Peter Garpendahl zog Mendl einmal mehr alle Register, um vor der idyllischen Kulisse einer schwedischen Schäreninsel die patente Caféhausbesitzerin Elsa (Michaela May) zu bezirzen.
Auf einen weiteren Fernsehfilm mit Michael Mendl in einer tragenden Rolle, "Schatten der Erinnerung"1) (EA: 28.05.2010), durften sich die Zuschauer ebenfalls freuen. Die Story, eine gelungene Mischung aus modernem Heimatfilm und Öko-Drama, spielt in den Alpen und wurde in der Steiermark gedreht; hier mimt der Charakterschauspieler den schwer an Krebs erkrankten, griesgrämigen Vater Gottfried der Geologin Lena Simmerauer (Julia Stemberger), die vor vielen Jahren von ihrem Vater verstoßen wurde. Als sie sich doch dazu entschließt, den todkranken Vater zu besuchen, wird sie nicht nur mit ihrer einstigen Jugendliebe Anton (Thure Riefenstein) sondern auch mit einem Umweltskandal konfrontiert. Regie führte Hartmut Griesmayr und stützte sich auf Motive des Hochland-Romans "Der laufende Berg" von dem berühmten Heimat-Schriftsteller Ludwig Ganghofer3) (1855 – 1920). Bereits 1941 war die Geschichte von Hans Deppe3) mit Hansi Knoteck, Paul Richter, Maria Andergast, Fritz Kampers und Beppo Brehm in den Hauptrollen verfilmt worden; mehr bei www.filmfonds-wien.at sowie prisma-online
In dem Islam-Thriller bzw. Familiendrama "Takiye – Spur des Terrors"1) (EA: 25.08.2010) spielte Mendl ebenso wie in dem von Tim Trageser atmosphärisch kühl inszenierten ZDF-Psychothriller "Racheengel – Ein eiskalter Plan"1) (EA: 27.12.2010; mit Gesine Cukrowski als Kriminalkommissarin Tina Campenhausen) prägnante Figuren.
Michael Mendl in Berlin bei der Eröffnung des "Boulevard der Stars" (10.09.2010); Urheber: Franz Richter (User:FRZ); Lizenz: CC-by-SA 3.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons In regelmäßigen Abständen taucht der Charakterdarsteller überdies seit Mitte der 1980er Jahre beim "Tatort" auf, so zuletzt am 13. Dezember 2009 in dem BR-Krimi "Wir sind die Guten"1) neben dem Ermittlerduo Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl). In dem spannenden Krimi aus München, in dem Batic vom Jäger zum Gejagten wird, spielte er den finsteren LKA-Kommissar Stolze. Eine starke Rolle war auch die des Jakob Bergmann in dem Krimi "Tödliches Schweigen"1) (EA: 16.04.2011) aus der Reihe "Ein starkes Team", wo er als Ex-Geliebter der Ermittlerin Verena (Maja Maranow) zur Klärung eines politisch brisanten Falls beiträgt. 
Als zaubermächtiger wilder Naturgeist Eisenhans zeigte sich Mendl am 24. Dezember 2011 in der Märchenverfilmung "Der Eisenhans"1) frei nach der gleichnamigen Geschichte der Gebrüder Grimm, sowie als wohlhabender Schmuckdesigner bzw. Patriarch einer großen Schmuckdynastie Lorenzo Sabrini in dem ZDF-Krimi "Das Geheimnis der Villa Sabrini"3) (EA: 04.03.2012), gedreht von Marco Serafini nach dem Buch "Die Gärten der Villa Sabrini" von Cristina Camera. "Auf der Spur des Löwen" (EA: 09.04.2012) hieß ein weiterer TV-Film mit Michael Mendl, der in der ZDF-Reihe "Herzkino" ausgestrahlt wurde. Hier verkörperte er den todkranken Fred, Priester und Leiter eines afrikanischen Waisenhauses bzw. Bruder der menschenscheuen Kinderbuch-Illustratorin Eleonore Krämer (Jutta Speidel), welche ihre Angststörung überwindet und in Südafrika ein neues, erfülltes Leben findet → www.presseportal.de. In dem 18. "Donna Leon"-Fall "Schöner Schein"1) (EA: 14.04.2012) tauchte Mendl als Maurizio Cataldo auf, der in das Visier von Commissario Brunetti (Uwe Kockisch) gerät. 
 
Foto: Michael Mendl in Berlin anlässlich der Eröffnung des "Boulevard der Stars" (10.09.2010)
Urheber: Franz Richter (User:FRZ); Lizenz: CC-by-SA 3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Abgeschlossen sind die aufwendigen Dreharbeiten (unter anderem in Malaysia) zu dem im Jahre 1939 auf Java angesiedelten historischen ARD-Zweiteiler mit dem Arbeitstitel "Liebe und Tod auf Java", in dem Mendl als schwerkranker Tabakplantagenbesitzers Arthur Landgraf neben Muriel Baumeister (Hellen Landgraf) und Francis Fulton-Smith (Hans Jakob Braun) in eine Hauptrolle zu sehen sein wird; siehe auch www.presseportal.de.
Eine weitere Arbeit für das Fernsehen ist die Tragikomödie "Zurück ins Leben" (Regie: Nikolaus Leytner), in der Michael Mendl einmal mehr als Partner von Christiane Hörbiger aufspielt, in der emotionalen Geschichte verkörpern sie zwei Bewohner einer Seniorenresidenz. Maria Niemann (Christiane Hörbiger ist eine recht aktive ältere Dame, die zum Ärger der Heimleitung schon mal für Turbulenzen sorgt, Mitbewohner Jakob (Michael Mendl) dagegen ein mehr in sich gekehrter Typ, der in Erinnerungen an seine ostpreußische Heimat und den Jugendfreund Paul (Hans-Michael Rehberg) schwelgt. Gemeinsam begibt sich das ungleiche Paar auf eine Reise in die Vergangenheit bzw. bricht nach Danzig auf, um den verschollenen Freund Paul zu suchen → www.presseportal.de; auch hier steht eine Ausstrahlungstermin noch nicht fest.
Aktuell steht Michael Mendl für den historischen ZDF-Zweiteiler "Die Holzbaronin" nach Motiven des Familienromans "Die Holzbarone" des Unternehmers, Journalisten und Verlegers Casimir Katz3) (1925 – 2008) vor der Kamera. "Die Holzbaronin" erzählt die Geschichte der Unternehmerin Elisabeth "Elly" Seitz (Christine Neubauer), die im Wirtschaftswunder-Deutschland der frühen 1950er Jahre zur Aufsichtsratsvorsitzenden eines traditionsreichen, holzverarbeitenden, mittelständischen Unternehmens im Schwarzwald gewählt wird. Doch das Glück währt nicht lange, Elly wird beschuldigt, ihren Mann Alfred Brauer (Dirk Borchardt) im Jahr 1944 ermordet zu haben … Zusammen mit Nicole Heesters spielt Michael Mendl in dem von Marcus O. Rosenmüller inszenierten Film das Großelternpaar der Hauptfigur, die Dreharbeiten finden in Wien, Baden-Baden und im Schwarzwald statt und dauern voraussichtlich bis Anfang Juni 2012, ein Sendetermin ist noch offen → www.ziegler-film und www.pressemeldungen.com.
Die Kinozuschauer hatten Mendl erstmals 1992 mit einer kleinen Rolle in dem Beziehungsdrama "Leise Schatten"1) auf der Leinwand sehen können, noch im gleichen Jahr tauchte der Schauspieler in Sönke Wortmanns Publikumsrenner "Kleine Haie"1) auf. 1995 sah man den vielseitigen Schauspieler als "Nulf" in Joseph Vilsmaiers Welterfolg "Schlafes Bruder"1), der preisgekrönten Verfilmung nach dem Bestseller von Robert Schneider über den jungen Bauernsohns Johannes Elias Alders, der durch seine musikalische Genialität zu einem Außenseiter innerhalb einer kleinen, durch Inzucht geprägten Dorfgemeinschaft wird. Zwei Jahre später brillierte Mendl in dem Knast-Thriller "14 Tage lebenslänglich"1) mit der Hauptrolle des "Knacki" Czernetzky neben Kai Wiesinger; für seine Leistung wurde Michael Mendl 1998 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.
 
Foto: Michael Mendl, aufgenommen anlässlich des Events "CINEMA FOR PEACE 2008"
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Michael Mendl, aufgenommen anlässlich des Events "CINEMA FOR PEACE 2008"; Copyright Christian Behring
1998 sah man ihn als Björn in Roman Kuhns Thriller "Die Schläfer"1) im Kino, 2000 als Mörder in Oliver Dieckmanns "Geliebter Alltag" und 2001 in dem Remake "So weit die Füße tragen"3) als krebskranken Lagerarzt Dr. Stauffer, der der Titelfigur Clemens Forell (Bernhard Bettermann) die Flucht aus dem sibirischen Kriegsgefangenenlager Kap Deschnew ermöglicht. In der hochkarätig besetzten deutsch-französischen Produktion "Der Stellvertreter"3) (Amen.), einem Film von Costa-Gavras, der Rolf Hochhuths Drama in Bilder zu fassen versucht, verkörperte er 2002 den Monsignore Hudal, mit der Rolle des Gerhard war er in dem packenden Drama "Hiçbiryerde – Im nirgendwo Land"1) (2002) des jungen türkischen Autors Tayfun Pirselimoglu zu sehen. Im Herbst 2004 konnten die Kinozuschauer Michael Mendl in Oliver Hirschbiegels "Der Untergang – Hitler und das Ende des Dritten Reiches"1), neben Bruno Ganz in der Titelrolle, als General Weidling auf der Leinwand erleben. Weitere Aufgaben übernahm er in Simon Aeby's historischem Drama "Shadow of the Sword – Der Henker"3) (2004, Henker) sowie in Til Schweigers Tragikkomödie "Barfuss"3) (2005). Aktuell mimte er in dem Fantasy-Kinderfilm "Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan"1) den weisen König Nandi; Kinostart war der 17. Februar 2011.
Fertiggestellt ist der neue Film des Berliner Produzenten Artur Brauner mit dem Titel "Wunderkinder"1), neben Michael Mendl als Aaron Kaplan zählen unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller unter anderem zur Besetzung Kai Wiesinger, Catherine Flemming, Gedeon Burkhard, Gudrun Landgrebe, Konstantin Wecker, Brigitte Grothum und Natalia Avelon sowie die Kinder Elin Kolev, Imogen Burell und Mathilda Adamik. Erzählt wird die Geschichte von drei musikalisch hochbegabten Kindern zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, der Pianistin Larissa (Imogen Burrell), dem Violinisten Abrascha (Elin Kolev) und Hanna (Mathilda Adamik), Tochter des deutschen Brauers Max Reich (Kai Wiesinger) und dessen Frau Helga (Catherine Flemming), deren tiefe Freundschaft durch die Kriegswirren auseinandergerissen wird; der Film lief am 6. Oktober 2011 in den Kinos an, mehr bei www.br-online.de. Einen Gastauftritt absolvierte Mendl in der von Simon Verhoeven inszenierten Komödie "Männerherzen… und die ganz ganz große Liebe" (Kinostart: 15.09.2011).
  
Der populäre Schauspieler Michael Mendl, zu dessen Hobbys das Restaurieren alter Möbel gehört, war seit vielen Jahren mit seiner 23 Jahre jüngeren Kollegin Carolin Fink liiert und hat mir ihr die gemeinsame Tochter Joana sowie Sohn Marlon; der erwachsene Sohn Adrian stammt aus Mendls ersten Ehe. Im Sommer 2009 ging durch die Medien, das Paar habe sich nach einer mehr als zwanzig Jahre langen Beziehung "in Freundschaft" getrennt.
  
Link: 1) prisma-online.de, 2)  br-online.de, 3) Wikipedia Stand: April 2012
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de
Offizielle Webpräsenz: www.michaelmendl.de, unter anderem mit aktuellen Informationen;
siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de sowie das Portrait bei www.mdr.de
Filmografie bei www.imdb.com; Kontakt: www.agentur-reuter.com
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